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Die künftige Welt-4

Hier nun der vierte und letzte Teil mit der eigentlichen Vorausschau – wie bisher bitte überlegen, was daraus für uns Nützliches entnommen werden kann.
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 19.1.2017
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Die Welt der Zukunft – Teil 4

Autor – Andrej Fursow

(Fortsetzung – Teil 1 hier Teil 2 hier Teil 3 hier )

Überhaupt muß man sagen, daß wir bis heute in Mythen lebenüber uns selbst, über die Sowjetunion, über das vorrevolutionäre Rußland, über unsere historischen Führer.
Nach 1991 wurden plötzlich völlige Verlierertypen hochgejubelt und aus ihnen Figuren historischer Bedeutung gemacht – Alexander II., der das Fundament für die Revolutionen 1905 und 1917 gelegt hatte, P.A. Stolypin, Nikolaj II.
All das wird auf die heutige Wirklichkeit projeziert und, da auf einer schlechten Kenntnis der Geschichte gegründet, führt es zu negativen praktischen Ergebnissen.

Ein Beispiel: es wurde ein Stolypin-Klub gegründet (welchem übrigens die Erarbeitung des Programms der wirtschaftlichen Entwicklung der RF übertragen wurde).
(dieser „Klub“ ist ein Sammelbecken für die konzeptuell mit den „Chicago-Boys“ sympathisierenden, CIA-gesteuerten russischen „modernen“ Liberalen, wie Tschubais, Kudrin & Co. – d.Ü.)
Ein Stolypin-Klub. Die Organisatoren gehen anscheinend davon aus, daß er ein erfolgreicher Staatsmann gewesen sei, der Aufgaben gelöst hat, wie sie vor dem Lande standen. Ja wie sonst: man erinnert sich an die Worte von Pjotr Arkadjewitsch über das „großartige Rußland“ usw.

Wenn allerdings die Stolypinklub-Leute die Geschichte besser kennen würden, dann würden sie wohl eher zweifeln: wie man eine Yacht nennt, so schwimmt sie dann auch. Die eine Sache ist „Sieg“, die andere „Not“…
Offensichtlich imponiert denen, daß Stolypin eine massierte Privatisierung des Bodens durchführen (und zwar zwangsweise) und die Kollektivwirtschaften zerstören wollte.
(ähnlich wie im vorkaiserlichen Deutschland war der Boden in Rußland bis Anfang des 20. Jahrhunderts noch Gemeinschaftseigentum der Dorfgemeinde, wie bei uns die Allmende – d.Ü.)

Das ist durchaus im Geiste der Jelziniade und des Gajdar–Tschubais-Schemas und deren Kuratoren von übern Teich. Nur was die Ergebnisse der Stolypinschen Reformen betrifft, das ist ein Flop. Die Reform hat nicht vermocht, das Absinken aller Kenndaten pro Kopf der Bevölkerung zu verhindern, im Gegenteil, sie das dies beschleunigt und die Verarmung der Bauernschaft des Landeszentrums erhielt eine katastrophale Größenordnung.

Der erste Landwirtschaftskongreß, der 1913 in Kiew stattfand, hat festgestellt: der Mehrzahl der Bauern hat die Reform nichts gegeben, sie ist durchgefallen. Die Provisorische Regierung im Jahre 1917 hat die Stolypinsche Reform als nicht stattgefunden postuliert. Es ist bemerkenswert, daß zum Jahre 1920 im Verlaufe des Bürgerkrieges die Bauern 99% des Bodens in das (Dorf-)Gemeinschafts-Eigentum zurückgaben – das war die Antwort der Bauern auf Stolypin.

Stolypin ist ein typischer Mißerfolgs-Reformator, seine Tätigkeit ist kein Sieg, sondern eine Not, darunter auch für jene Gesellschaftsordnung, deren Interessen Stolypin verteidigt hatte und deren Existenz er bemüht war zu verlängern.

Noch trauriger waren die politischen Ergebnisse der Reform. In dem Bestreben, die Gemeinden zu zerstören, hat Stolypin die vielzähligste Schicht der naiven Monarchisten und Konservativen, welche die Bauernschaft war, zu Agrarrevolutionären gemacht. Und was mit Rußland geschehen wäre, wenn Stolypin nicht solch ein Miß-Reformator gewesen wäre (d.h. wenn die Reform erfolgreich verlaufen wäre – d.Ü.), ist überhaupt schlimm sich vorzustellen.

In diesem Falle hätte die Revolution in Rußland schon so etwa im Jahre 1912 oder 1913 stattgefunden, weil die 20 – 30 Millionen enteigneten landlosen Bauern in die Städte geworfen worden wären, wo sie keinerlei Arbeit gefunden hätten. Da hätte es viel kräftiger geknallt als im Jahre 1917. Stolypin hat – gegen seinen Willen – auch so die Revolution näher gebracht, aber er hätte sie noch mehr vorziehen können.
(wenn man allerdings davon ausgeht, daß all diese Vorgänge „konzertiert“ verlaufen sind, d.h. daß ihnen der Plan zugrunde lag, in Rußland eine sog. „kommunistische“ Herrschaft zu etablieben, dann erscheinen die Bemühungen des Miß-Reformators in einem anderen Licht… – d.Ü.)

Und es schleicht sich der Gedanke ein: vielleicht wissen die Stolypinklub-Leute das alles und sympathisieren insgeheim mit der Revolution? Haben sie Ideen in dieser Richtung?
Nein, eher nicht. Aber dann sollten sie bald mal ein Schulbuch für Geschichte in die Hand nehmen.
(oder diese Klub-Leute sind, wie damals Herr S., wissentlich oder unwissentlich die Ausführenden fremden Willens? Unterschätze nie deine Gegner… – d.Ü.)

Dies ist nur ein Beispiel dafür, zu welchen Folgen die schlechte Kenntnis der eigenen Geschichte führt, und solche Beispiele gibt es viele.
(das ist nun wieder nur zu unterstreichen – auch für uns… – d.Ü.)

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8. Die Geoklimatischen Katastrophen:

8.1. Ist das Zufall oder die Reaktion des vernünftigen Planeten (oder des Kosmos) auf die Zerstörungen durch den Menschen?

Geoklimatische Katastrophen fanden auch vor dem Erscheinen des Menschen statt.
(ein völlig nichtssagendes Pseudo-„Argument“ – d.Ü.)
Sogar heute ist das Ausmaß der Tätigkeit des Menschen nicht so groß, daß es für eine globale Geoklima-Katastrophe reicht.
(eher irrt hier Fursow, denn die Menschheit hat über die Jahrhunderte mit ihrem zügellosen, bis heute ununterbrochenen Raubbau an den Wäldern des Planeten auf jeden Fall Einfluß genommen auf das Klima – natürlich nicht in jener Weise, wie uns die heutigen Alarm-Ökolügner einreden wollen, von denen übrigens kein einziger sich für eine weltweite Wiederaufforstung einsetzt, siehe dazu auch unsere  Artikel zur Natur – d.Ü.)
Man soll nicht auf die gewissenlosen, unlauteren Ökologen hören.
Aber
die Natur muß man schützen, vor allem vor dem Menschen.

Was den Begriff „vernünftig“ angeht, so ist dieser wohl kaum für einen Planeten anwendbar.
(Lockes Gäa-Theorie scheint Herrn F. unbekannt – d.Ü.)
Ich würde so vorschlagen: die organisierte Ganzheit, die auf den Erhalt des Gleichgewichtes gerichtet ist, d.h. der Selbsterhaltung, und die beliebige Elemente beseitigt, die das Ganze bedrohen. Äußerlich sieht das wie ein vernünftiges Benehmen aus, aber das ist etwas anderes – nicht schlechter und nicht besser – nur anders.
(die Ignoranz des Grobstoff-Materialisten, denn hochkomplexe selbstregelnde Systeme entstehen nicht von allein, und jedes „Gleichgewicht“ ist stets dynamisch, denn jegliche Statik ist nur der zeitweilige Sonderfall der Dynamik – d.Ü.)

8.2. Die Ernsthaftigkeit, mit welcher die westlichen Eliten da herangehen – ist das eine Folge davon, daß sie mehr darüber wissen, wie die Natur funktioniert?

Zum einen wissen sie mehr, denn die westlichen Eliten sind älter als unsere. Und zum zweiten sind sie besser organisiert, sie sind in der Geschichte verwurzelt.
(momentan sind sie allerdings eher dabei, diese Wurzeln abzutrennen – d.Ü.)
Unsere „Eliten“ – die Vorpeterliche, die Petersburger, die sowjetische – existierten für zu kurze Zeiträume, als daß man sie tatsächlich Eliten nennen könnte.
Außerdem sind die herrschenden Gruppen niemals selbständig gewesen, da sie Funktionsorgane der Macht sind, und die Elitenzugehörigkeit immer subjektiv ist.

Forschungen zur Möglichkeit einer Geo-Klima-Katastrophe werden im Westen seit den letzten 50 – 60 Jahren in geschlossener Form (d.h. geheim – d.Ü.) durchgeführt. Nach meinen Informationen waren die westlichen Forscher Mitte der 1980er Jahre davon überzeugt, daß auf der westlichen Halbkugel Ende der 1990er Jahre eine Katastrophe stattfinden wird, und daß das einzige stabile Territorium das der UdSSR sein wird.
Zu Beginn der 1990er Jahre beruhigte sich diese Alarmstimmung, die Zeiträume wurden verschoben, aber die Gefahr einer Geo-Klima-Katastrophe ist nicht verschwunden.
(allerdings meinen „unsere“ westlichen Äh-Lithen wohl heute, daß man auch dieses Katastrophen-Chaos wird steuern könne – ganz sicher ein Trugschluß, denn Chaos ist so definiert, daß darin KEINE Regelung und Steuerung mehr möglich ist – d.Ü.)

8.3. Halten Sie die Meinung, daß unser Planet selbst Sackgassen-Entwicklungen löscht, egal ob das Dinosaurier oder perspektivlose Zivilisationen sind, für möglich (Luzifers Hammer)?

Durchaus möglich. Ein Planet ist ein ganzheitliches System.

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9. Sind Sie damit einverstanden, daß die moderne Gesellschaft einem krebskranken Organismus gleicht, der zudem noch sein Schmerzempfinden verloren hat?

Einverstanden, aber das Schmerzempfinden ist da, es zeigt sich verkümmert, zum Beispiel in Grimassenschneiden. Dieser Schmerz zwingt, sich zu krümmen, sogar die Scheusale und Soziopathen.
Und was ihre Metaphorik betrifft, so scheint mir oft, daß es ein riesiges Krebsgeschwür gibt, an dessen Rand sich noch etwas erhalten hat, was von der gesunden Gesellschaft übrig geblieben ist. Hier erinnert man sich unwillkürlich an „Okhams Rasiermesser“.
(jenes sinnlose theoretische Rasiermesser, das einfach Bereiche „wegschneiden“ will, die momentan als nicht wesentlich erscheinen – daß damit das Ganze, das stets mehr ist als die Summe seiner Teile, in seinem WESEN verloren geht, scheint niemanden zu beunruhigen… – d.Ü.)

9.1. Die Oberen fühlen keinen Diskomfort, wenn die Unteren in schwierige Lagen kommen.

Die Oberen sind in der Regel überhaupt gefühllos in Bezug auf die Unteren, besonders jene Oberen, die gestern erst aus dem Dreck herausgekrochen sind, die in ihrem Wesen antiaristokratisch sind, also Lumpenpack.
Es genügt, sich an die Geschichte unlängst zu erinnern, als die nächste Gruppe „Aristokraten aus dem Dreck“ gefordert hat, daß man ihre „Patrias“ vor den „Gesichtslosen“ aus den Schlafbezirken Moskaus schützen solle.

Diese Leute kapieren nicht, daß sie mit ihrem Sozialrassismus selbst den Klassenhaß entfachen, welcher dann sie oder ihre Kinder trifft. Sie sollten John Donn lesen: „Frage nicht, wem die Glocke läutet: sie läutet dir“.

9.2. Die Unteren haben keine Bewegungsfreiheit, um aus der schwierigen Lage herauszukommen.

Der soziale Triumph der Unteren ist eine höchst seltene Sache in der Geschichte.
Die UdSSR war im Verlaufe einiger Jahrzehnte so ein Triumph des einfachen Volkes, allerdings begann der Volks-Sozialismus der Stalin-Epoche sich ab Mitte der 1950er Jahre in einen „Nomenklatura-Sozialismus“ der Tischvorsitzenden zu verwandeln, denen schon ab Ende der 1960er Jahre sehr daran gelegen war, sich in das internationale kapitalistische System zu integrieren; daß sie die Hausherren des sozialistischen Weltsystems waren, hat sie nicht begeistert.

Wobei das Welt-Kap-System sich bei vielen von diesen Leuten, wie auch bei deren Nach-Perestrojka-Nachfolgern, mit einem süßen und schönen Leben, nicht selten in seiner vulgärsten Variante, assoziierte.

Das erinnert mich sehr an den Traum des Banditen John Colorado aus dem Film „Mackenas Gold“, der sorgsam eine zerknitterte Zeitung „Pariser Leben“ aufbewahrt, in der cancantanzende Mädels, reiche Kneipen und deren Besucher abgebildet sind. Das „Pariser Leben“ war die Dominante seines Verhaltens.

Jene, die das Welt-Soz-System eingetauscht haben, das eine Alternative zum Kapitalismus war, sind beleidigt, daß man ihnen nicht einen Platz im Zentrum des Kap-Systems reserviert hat.
Ihr Kranken – früher wart ihr die Hausherren eines Großen Systems; mit dem Einverständnis der „Eintragung in die Bourgeoisie“, d.h. mit der Einbeziehung in das andere Große System als dessen Element, habt ihr euch mit der Lage als Herrchen eines kleinen Systems einverstanden erklärt, zu dem ihr das Große gemacht habt.
Das Ganze bestimmt das Element, nicht umgekehrt.

Ein Herrchen kann nicht neben dem Hausherren sitzen, für den es nur Befehlsempfänger ist. Da waren die Hausherren des Großen Systems UdSSR mit den Hausherren des Westens auf gleicher Stufe, aber jetzt – excuzes nous (verzeihen sie uns). Es ist gekommen wie bei Timur Kibirow: „Wir haben selbst alles vollgespuckt. Nun schmeißt man uns raus“.
Nicht mal mit dem marasmatischen alten Brezhnjew hat kein einziger westlichen Führer es gewagt, so zu reden, wie mit dem späten Gorbatschow oder mit Jelzin.

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10. Der moderne Kapitalismus ist eine Mühle zum Zermahlen der Ressourcen und deren Wegwerfen auf den Müll. Viele der Ressourcen sind unersetzbar.

Der heutige Kapitalismus ist der Müllberg. Eines seiner Symbole ist eine Installation mit Fäkalien, zerrissenen Jeans und feiner weiblicher Wäsche.

10.1. Ist eine krisenfreie Planwirtschaft, die auf die Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse gerichtet ist, möglich?

Wohl kaum. Ungleichgewichte und Nichtlinearität sind immanente Qualitäten der lebenden Natur; „ewige Ruhe erfreut wohl kaum, die ewige Ruhe ist für die grauen Pyramiden“.
Aber wenn wir vom angefangenen Jahrhundert sprechen, so wird das überhaupt ein globales „Aufstandsjahrhundert“, Instabilität und Krisen sind dessen Norm.
(wobei dies nicht unbedingt nur schlecht sein muß, denn jede Krise ist auch ein Chance – vor allem für Veränderungen, die ohne sie nicht stattfinden könnten – d.Ü.)

10.2. Ist eine ressourcenorientierte Wirtschaft möglich, wo die Finanzen den ihnen zustehenden untergeordneten Platz einnehmen?

Natürlich ist das möglich. Die wildgewordenen Finanzen sind ein Kennzeichen der tödlichen Krankheit des Kapitalismus, und zwar nur in seiner späten, letalen Phase – wir haben nie eine solch allumfassende Macht gesehen – nicht mal des Geldes, sondern von irgendetwas Sonderbarem, denn im Wesen ist das Geld schon abgestorben.

Wenn du soviele durch nichts abgedeckte Papierchen drucken kannst, wie du willst, dann bedeutet das, daß diese Papierchen nicht eine einzige der fünf Basisfunktionen des Geldes mehr erfüllen. Das wärmt soviel wie ein Lagerfeuer auf einem Gemälde…

10.3. Was hat Leontjew daran gehindert, die Theorie einer solchen Ökonomie zu erschaffen?

Weiß ich nicht. Vielleicht war die Zeit nicht reif dafür; vielleicht hatte er andere Interessen; vielleicht sind die VSA nicht der beste Platz für die Erarbeitung einer solchen Theorie.

11. Eine beliebige Wissenschaft ist wertvoll durch die Voraussagen, die auf ihr beruhen. Welche Vorhersagen kann die Geschichtswissenschaft heute anbieten?

Die Geschichtswissenschaft kann nichts anbieten. Vorschläge machen Menschen, d.h. Historiker, und die befassen sich in der Regel mit Vergangenem, und zwar beschreiben sie meistens dessen kleine Stückchen. Eine Geschichtswissenschaft – die Historiologie – muß erst noch geschaffen werden.

Die Prognose für die nächste Zukunft ist einfach: der Kapitalismus stirbt ab, er wird kaum bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts leben – und gewiß nicht bis zum Beginn des 22. Jahrhunderts. Sterben wird er sehr unschön und blutig.
Ein bedeutender Teil des Planeten wird verwildern.
Die weißen Menschen werden deutlich weniger werden, und sie werden um ihr Überleben kämpfen müssen, um in der Geschichte verbleiben zu können, aber sie sind selbst schuld, daß sie eine solche Situation zugelassen haben.

Schon jetzt muß man die Kinder, vor allem die Jungen (aus ihnen werden die Männer) so erziehen, wie unter den Bedingungen der Kriegszeit: „Willst du Frieden, bereite dich auf den Krieg vor“. Man muß sie erziehen, aber nicht am Vorbild der Päderasten und Prostituierten, sondern an Heldenvorbildern. Bitte beachtet: von den Bildschirmen sind die Heldenepen verschwunden und aus den Schulklassen die Portraits der Pioniere und Helden.

Ideologie und Religion verbleiben im Vergangenen, ihren Platz wird wohl eher die Magie einnehmen, die eng verbunden ist mit den Hochtechnologien, vor allem mit den kognitiven.
Das Kulturniveau der Gesellschaft insgesamt wird weiter fallen. Familienbibliotheken werden ein Luxus sein, aber ein Willensintellekt und Wissen werden in der zukünftigen archaischen Welt sehr hoch geschätzt werden.

Der Rat an die Eltern: befaßt euch ernsthaft mit der Bildung eurer Kinder, laßt sie nicht von der EGEisierten Schule zu kosmopolitischen Idioten verwandeln.
(EGE = die einheitliche Prüfungsvorschrift, welche zusammen mit dem Auswahl-Rate-System der „Wissenskontrolle“ zur totalen Verblödung der Kinder führt – d.Ü.)

Wenn keine Katastrophe passiert, dann wird sich die Situation am Übergang des 21.-22. Jahrhunderts stabilisieren und es wird ein neues soziales System entstehen, das sehr weit von dem entfernt sein wird, was der große Iwan Jefremow im „Andromeda-Nebel“ (im deutschen bekannt unter „Das Mädchen aus dem All“ – d.Ü.) und die frühen Strugazkis im Buch „Die Rückkehr. Mittag 22. Jahrhundert“ beschrieben haben.
Was das konkret für ein System sein wird, das hängt davon ab, wer und wie im 21. Jahrhundert im Kampf um die Zukunft gesiegt haben wird.

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Schlußfolgerung: man muß Sieger züchten. Übrigens kann sich das alles durch eine Geo-Klima-Katastrophe oder zum Beispiel einen großen Asteroiden verändern, wie es vor 65 – 70 Tausend Jahren geschah, als von der Menschheit nur einige Tausend, wenn nicht gar nur einige Hundert Leute übrig geblieben waren, die durch den Flaschenhals der Geschichte durchgerutscht waren.
Wir sind deren Nachkommen.

Nicht ausgeschlossen, daß (relativ gesehen) die Enkel unserer Enkel eine solche Katastrophe zu überleben haben werden. Das bedeutet nicht, daß man Pessimist sein soll, im Gegenteil. Wie der große Marxist Antonia Gramsci lehrte: „Pessimismus des Verstandes, aber Optimismus des Willens“.
Oder wie der Held der Erzählung des J. Aldrigde „Der letzte Zoll“ sagte: „Der Mensch kann alles, wenn er nur nicht seinen Bauchnabel überspannt.“

Um zu können, braucht man Kraft; um nichts zu überspannen, braucht man Hirn. Zusammen mit dem Verständnis der Tendenzen der Weltentwicklung erhält man eine mächtige Triade, die für den Sieg nötig ist. Vorwärts zum Sieg!

Quelle: Источник

– – – – – – – –

Man muß schon eingeschworener Materialist sein, um derart ohne Zuversicht an die weitere Entwicklung heranzugehen.
Denn selbst wenn per Katastrophe oder wie auch immer ein Großteil der Menschheit ins Jenseits befördert wird, gehen doch deren Seelen nicht verloren – der alles durchdringende Große Geist wird dadurch nicht ärmer, in keinem Falle, sondern reicher an Erfahrung.

Aber nach meiner Überzeugung besteht auch hier auf Erden kein Grund zur Entmutigung oder zu Verzweiflung. Denn auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer „guten“ weiteren Entwicklung so manchem als recht gering erscheint: es ist nur seine jetzige Sicht der Dinge – schon morgen können Ereignisse und Entwicklungen eintreten, die ganz andere Perspektiven eröffnen.

Wer sich an das Ende der 1980er Jahre in den Staaten des „SozLagers“ erinnert, der weiß, daß bis dahin recht hoffnungslose Zukunftsaussichten in sehr kurzer Zeit um 180° drehen können, zu plötzlichen Möglichkeiten, die sich eröffnen und die man nutzen kann.
Daß dies damals nicht so recht geklappt hat, lag wohl vor allen an der
Überraschtheit der Akteure von dem, was plötzlich tatsächlich möglich war, nach Jahren der Einengung.

Nun, heute sind diejenigen, welche diesen Umschwung damals in dieser oder jener Form mitgemacht haben, noch nicht zu alt, um sich nicht daran zu erinnern und es diesmal besser zu machen: die Chance beherzter zu ergreifen…

LH

P.S.
Die Familie ist die kleinste Form der Gesellschaft, und gleichzeitig deren kleinster Baustein.
Und das vergessen „JENE“ durchaus nicht – sie sind sich darüber völlig im Klaren, und genau DARUM wird mit allen Mitteln die Vereinzelung des Menschen und seine Verunsicherung betrieben: durch die Zerstörung der Familie und ihrer ethischen Grundlagen – wir sind bereits bei 50% Single-Haushalten in der BRvD angelangt – das sollte uns zu denken geben.

Und dabei ist der ökonomische Aspekt nur einer unter vielen – der wichtigste ist der kulturelle, die Zerstörung der deutschen Kultur, die ursprünglich voll auf die Sippe als Großfamilie abgestellt war – nicht umsonst wurde als erstes das Wort „Sippe“ zuerst mit einem zweifelhaften und später negativen Inhalt belegt, künstlich.

Klar, selber denken macht schlau – also nichts einfach „annehmen“, alles hinterfragen, vor allem das, was am meisten als „ausgemacht“ gilt…


4 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Hiesiger sagt:

    Wladimir Schirinowski: Wenn uns das deutsche Volk um Hilfe bittet, wird Rußland helfen
    11. April 2017 von Michael Friedrich Vogt

    http://quer-denken.tv/wladimir-schirinowski-wenn-uns-das-deutsche-volk-um-hilfe-bittet-wird-russland-helfen/

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  3. Luckyhans sagt:

    zu Hiesiger um 17:22
    … noch so ein „Hilfsbedürftiger“ – Mann, TIGER sein reicht doch!
    Ermanne dich!

    Vielleicht hilft dir dabei dies: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP05517_100417.pdf

    P.S. hast du überhaupt den obigen Artikel gelesen? Wirklich?
    Dann verwundert mich dein Link um so mehr…

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