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„Privare“ bedeutet „berauben“

Viele Menschen hier im „Westen“ sind überzeugte Anhänger des kürzlich hier betrachteten „effizienten“ Privateigentums und versprechen sich von der Privatisierung öffentlichen Eigentums einige Vorteile.
Wie wenig vernünftig solche ökonomischen Vorstellungen sind, kann man an den Aktienkursen und Gewinnen bzw. Verlusten der privatisierten deutschen Infrastruktur (Telekom, Bahn usw.) ablesen – vor allem unter Berücksichtigung der katastrophalen Zunahme der Alterung der Grundmittel, die seit der Privatisierung kaum noch erneuert werden.
Aber die Akteure dieser Privatisierungen (Ron Sommer alias Aaron Lebowitsch, Hartmut Mehdorn, usw.) sind – im Gegenteil zu den „Volks-Aktionären“ – diejenigen, denen es hinterher vermögensmäßig sehr viel besser geht als vorher – warum wohl?

Wer mag, kann sich auch mit der Treuhand-„Privatisierung“ nach 1990 der DDR-Industrie beschäftigen, die bis einschl. 1989 zu den 15 stärksten Industrieländern der Welt gehört hatte, aber deren Privatisierung erstaunlicherweise keinen Milliarden-Gewinn, sondern angebliche Verluste von Hunderten Millionen D-Mark „einbrachte“ – mit der „Konsequenz“ (?) des weitgehenden Verschwindens jeglicher Industrie in Mitteldeutschland und der nachfolgenden praktischen Entvölkerung weiter Gebiete in Neufünfland.

Daß all dies jedoch keine „deutsche“ Spezifik ist, beweisen nachfolgend die auch in Rußland weitgehend „unbekannten“ 1990er Jahre – die Jelzin-Ära, als nicht nur BIP und Industrieproduktion des Landes auf einen Bruchteil zusammenbrachen, sondern mit der sog. „Schock-Therapie“ der Regierung Gajdar und ihrer Chicago-Boys-Berater auch noch weit über 90% der Einwohner um ihre Lebensersparnisse „erleichtert“ wurden – dazu ein andermal mehr.

Heute soll uns mal nur das eine Thema interessieren:
Privatisierung. Wem nützt sie? Wer profitiert davon?

Luckyhans, 31. März 2017
————————————-

Nachforschung

Autor: Oleg Lurje, Kommentator von „Soverschenno sekretno“ (= „Streng geheim“), im Dezember 1998

Unwiederbringlich vergangen sind die Zeiten der allgemeinen Privatisierung und der primären Akkumulation des Kapitals. (bitte bei Mordechai Levy, Pseudonym Karl Marx, im „Kapital“ Band 1 nachlesen, was unter der „primären Akkumulation des Kapitals“ zu verstehen ist – d.Ü.)
Alle haben schon gründlich vergessen, wie leicht die Werke und Fabriken zum Preis eines Zimmers in einer Gemeinschaftswohnung „verkauft“ wurden. Schade!

Gerade jetzt hätte es Sinn, sich zu erinnern, wer da was aus dem Staatseigentum verkauft hat, und mal nachzufragen: „Wo ist das Geld?“ (zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels 1998 war die Verjährungsfrist noch nicht abgelaufen, d.h. man hätte durchaus nach Recht und Gesetz das Ganze überprüfen und die Gauner und Betrüger dingfest machen können – d.Ü.)
Im Zeitraum von 1991 – 1996 wurden unter der strengen Führung von Anatolij Tschubais und Company die leckersten Stücke aus dem russischen Staatseigentum verhökert.

Und heute, da die Herren Privatisierer mit sattem Lächeln den Massen etwas vom Überleben in der Krise erzählen, erinnert man sich an die historische Fabel: als man der Imperatorin Jekaterina mitteilte, daß das Volk in den Gouvernements kein Brot hätte, hat die Zarin geantwortet: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen“. (wahrscheinlich ist das wirklich nur fabuliert, denn ein ähnlicher Ausspruch wird wahlweise der französischen Monarchin Marie-Antoinette oder eben der russischen Zarin angedichtet – wie es jeder gerade braucht – d.Ü.)
Nun gut, lassen wir Jekaterina und den Kuchen. Aber wir, verehrte Leser, schauen mal nach, wer die süßesten Kuchenstücke der russischen Privatisierung verschlungen hat, mit der gleichzeitigen Privatisierung des eigenen Gewissens.

Erinnerst du dich, wie alles begann?

Wie bekannt, begann die Privatisierung in Rußland im Jahre 1988, nach der Annahme des Gesetzes der UdSSR „Über das Staatsunternehmen (Vereinigung)“, und stellte in den ersten drei Jahren einen spontanen und wilden Markt dar, wo alle möglichen Kleinunternehmer kleine Stückchen vom Staatseigentum besitznehmend „sich unter den Nagel rissen“.

Ernsthafte Aktivitäten entwickelten die Privatisierer erst ab November 1991, als der damals kaum bekannte Anatolij Tschubais (im Alter von 36 Jahren – d.Ü.) den Minister-Posten des Vorsitzenden des Staatskomitees für die Verwaltung des Staatseigentums (Goskomimushhestvo) einnahm.
Aber als tatsächlichen Geburtstag des „allgemeinen An- und Verkaufs-Ladens“ kann man den 2. Juni 1992 ansehen. An diesem sonnigen Tag erhielt Anatolij Tschubais den Posten eines „Stellvertreters des Vorsitzender der Regierung der RF“, der ihm freie Hand gab bei der Durchführung der globalen Umverteilung des russischen Staatseigentums.

Bemerkenswert, daß Anatolij Borisowitsch die erprobte bolschewistische Handlungsformel anwendete: mit harter Hand von den einen nehmen, und den anderen großzügig geben.
Um so mehr als Anatolij Tschubais von fünfzehn westlichen Beratern konsultiert (betreut? geführt?) wurde – erstaunlich, aber Fakt – und auch von ausländischen Organisationen: „Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung“, „Morgan Greenfell“, „Clifford Chance“, „Baker McKenzie“, „Credit Commercial de France“, „Coopers & Lybrand“, „Deloitte & Touche“, White & Case“ und andere.

Allmählich Erfahrungen sammelnd, verkündeten Tschubais und Co. offiziell die grundlegenden und überaus guten Ziele der großformatigen Privatisierung ganz Rußlands, die sie mit dem Präsidentenerlaß Nr. 66 vom 29. Januar 1992 bekräftigten.
Im weiteren werden wir mehrfach diesen genannten Erlaß zitieren und dessen erhabenen und fast poetischen Losungen mit den realen Ereignissen und Fakten vergleichen, die uns als Informationen vorliegen.

Am Abschluß der Einführung in die Geschichte der Affäre mit der Bzeichnung „russische Privatisierung“ sollen noch einige interessante statistische Ergebnisse der Tätigkeit von Anatolij Borissowitsch und seinen Nächsten stehen.
Diese für das breite Publikum „verschlossenen“ Ziffern werden auch jetzt nicht besonders öffentlich gemacht – es soll wohl die Ruhe der Mächtigen dieser Welt nicht gestört werden. Denn zusätzliche Aufregung kann sich auf die Herztätigkeit negativ auswirken.

Also, im Präsidentenerlaß Nr. 66 wird gesagt, daß das Ziel der Privatisierung „die Erhöhung der Effektivität der Tätigkeit der Unternehmen durch deren Privatisierung“ sei.
In Wirklichkeit ist das Niveau der (Industrie-)Produktion in den Jahren 1992 – 1996 um 51% gefallen. Die Leichtindustrie-Produktion fiel auf ein Sechstel, die Lebensmittel- und Maschinenbau-Produktion um das zweieinhalbfache ab.

Weiter. Kommen wir wieder zum Präsidentenerlaß Nr. 66 zurück, der uns den „sozialen Schutz der Bevölkerung und die Entwicklung der Objekte der sozialen Infrastruktur durch die bei der Privatisierung erlösten Mittel“ versprach.
Tatsächlich wurden in den Jahren 1993 – 1995 die Finanz-Einnahmen aus der Privatisierung nie eine ernsthafte Quelle von Budgeteinnahmen und haben keinerlei Rolle bei der Verbesserung unseres Lebens gespielt. So betrug der allgemeine Anteil der Privatisierungserlöse lediglich 0,13 – 0,16% (!!) von den Einnahmen des Staatshaushaltes.
Wie wir sehen, hat die Privatisierung niemandem – mit seltenen Ausnahmen – etwas gebracht. Zu diesen Ausnahmen kommen wir etwas später.

Der interessierte Leser wird gewiß wissen wollen: woher habt ihr diese Daten, denn wenn die Affäre mit der Privatisierung eine solche Größenordnung erreicht hat, dann müssen doch deren Teilnehmer ganz zuverlässig „die Enden im Wasser versenkt“ (russische Redewendung für „alles unter den Teppich gekehrt“ – d.Ü.) haben.
Genauso ist es: sie haben es einfach physisch nicht geschafft, alle Berichte und Dokumente „geheim“ zu stempeln. Sie hatten es sehr eilig und haben die Nachlässigkeit begangen, alle möglichen Revisionsakte und Überprüfungsdokumente „am Leben zu lassen“.
Und so sind einige Papiere, darunter aus dem Rechnungshof, in unserer Redaktion gelandet.

Von der mangelnden Zeit zeugen die „geschlossenen“ Daten der Statistikbehörde: im Jahre 1992 wurden insgesamt 46.000 Unternehmen privatisiert, im Jahre 1993 – 88.000, 1994 – 112.000 und 1995 über 120.000, was schon 57% aller in Rußland vorhandenen juristischen Personen ausmacht.

Das ist Geschwindigkeit! Und da sagt man, die Regierung arbeite langsam!
Wenn es um viel Geld geht, dann wächst das Tempo proportional zu den Summen.

Veröffentlicht die ganze Liste!

Bevor wir die Wege des großen Geldes aufklären, ist es erforderlich, die Zusammensetzung der Mannschaft des Anatolij Tschubais zu präzisieren, welche den allrussischen Ausverkauf manipuliert hat. Hier ist das Verzeichnis der wichtigsten Torschützen.
Nennen wir sie kurz „Privatisatoren“.

Koch Alfred Reinholdowitsch, geb. 1961. Ab 1992 Stellvertreter des Vorsitzenden des Komitees für Verwaltung des Staatseigentums der Stadt Sankt Petersburg. Ab 1993 Stellvertreter des Vorsitzenden des Komitees für Verwaltung des Staatseigentums (der RF). In den Jahren 1996 – 1997 Vorsitzender des Komitees für Verwaltung des Staatseigentums (der RF und heute Multimillionär, lebt seit 2014 in Deutschland).

Mostowoj Pjotr Petrowitsch, geb. 1949. Ab 1992 Stellvertreter, dann Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Komitees für Verwaltung des Staatseigentums (der RF). In den Jahren 1995 – 1997 Generaldirektor der Bundesverwaltung für Bankrottangelegenheiten beim Komitee für Verwaltung des Staatseigentums (der RF und heute Multimillionär).

Bojko Maxim Wladimirowitsch, geb. 1959. Ab 1992 Berater beim Staatskomitee für Staatseigentum. In den Jahren 1994 – 1996 Generaldirektor des gesellschaftlich-staatlichen Fonds „Russische Zentrum für Privatisierung“. (heute Multimillionär)

Kasakow Alexander Iwanowitsch, geb. 1948. In dern Jahren 1993 – 1994 Stellvertreter des Vorsitzenden des Komitees für Verwaltung des Staatseigentums (der RF und heute Multimillionär).

Und noch weitere dazu. Alle sind sie lebendig, gesund und nicht verurteilt.
Wie sagte Ostap Bender: „Mit solchem Glück – und in Freiheit!“

Waren zum Mitnehmen

Sobald die ausländischen Fachleute begannen, die Mannschaft von Tschubais in das ABC der Privatisierung einzuführen, zeigten die (VS-)amerikanischen Wehrtechnik-Unternehmen ein lebhaftes Interesse an den Möglichkeiten, bei der Umverteilung des russischen Wehrtechnik-Eigentums zu partizipieren.

Dank dem Fehlen jeglicher Kontrolle über den monopolistischen Aufkauf von Aktien der strategischen und Wehrtechnik-Unternehmen durch ausländisches Kapital, die es weder im Goskomimushhestvo noch im Bundeseigentumsfond gab, stürzte sich eine ganze Reihe großer westlicher Companies auf den russischen Privatisierungsmarkt, wo sie zu aktiven Kampfhandlungen übergingen.

So kaufte die amerikanische Firma „Nick & C Corporation“ über Strohmänner Aktienpakete folgender Wehrtechnik-Unternehmen: „Kurskij Pribor AG“ (16%) (heute „Aviaavtomatika“, wichtiger Flugzeug-Avionik-Hersteller – d.Ü.), NPO „Avionika“ (34 %) (wichtiger Raketen-Avionik-Hersteller – d.Ü.), „Tuschinskij Maschinostritelnyj Zavod“ (16,3%) (früher die landesgrößte Flugzeugfabrik, u.a. „Buran“-Entwickler; 2015 durch Brandstiftung modernstes Prüflabor vernichtet – d.Ü.),MPO im. Rumjanzewa (8%) (u.a. Entwickler + Hersteller von Dosierpumpen für Flugzeugtriebwerke – d.Ü.),AO Rubin(6,89%) (Entwickler + Hersteller militärischer Fahrzeuge – d.Ü.) und vieler anderer.
Insgesamt erschienen im Einflußbereich der „Nick & C Corp.“ große Aktienpakete von 19 strategischen Wehrtechnik-Unternehmen.

Niemand von den (damaligen) Machthabern richtete seine Aufmerksamkeit auf die wachsende Zahl solcher „Käufe“. Aber vielleicht wollten sie einfach nicht?
Die Führung des Goskomimushhestvo vollzog sonderbare Dinge mit der Rüstungsindustrie. So hat die Tschubais-Mannschaft aktiv den Anteil des staatlichen Eigentums an strategischen Wehrtechnik-Unternehmen verringert und war bemüht, diesen zielgerichtet an westliche Firmen „abzugeben“.
Zum Beispiel wurde der Anteil staatlichen Eigentums an der „AO NII Delta(ein bis heute geheimes Elektronik-Unternehmen – d.Ü.) von 22,5% auf 17% verringert, und am Irkutsker Flugzeugwerk (Produzent der SU-30-Jäger – d.Ü.) von 25% auf 14,5%. („böse Zungen“ behaupten, daß die westlichen Mit-Eigentümer bis heute die Restrukturierung und den Wiederaufbau des einstmals sehr erfolgreichen russischen zivilen Flugzeugbaus verhindern – d.Ü.)
Und noch ein Beispiel der Interessiertheit des Goskomimushhestvo am Verkauf der Wehrtechnik an westliche Corporations. Bei der Durchführung der geschlossenen Scheck-Auktion beim Verkauf der Aktien der stategisch wichtigen „Energija AG(Entwickler und Hersteller von Akkumulatoren – d.Ü.) wurde die Mehrzahl der russischen Bürger zu dieser Auktion gar nicht zugelassen. Den Hauptteil des Kaufes teilten ausländische Investoren unter sich auf.

Ebenso organisierten die „Privatisatoren“ (Investoren-)Wettbewerbe zu den größten Unternehmen. In den Jahren 1993 – 1995 wurden 125 solcher Wettbewerbe durchgeführt, darunter 121 für Investitionen.
Die angebotenen Investitionen umfaßten 1426 Milliarden Rubel und 1499 Millionen Dollar.
Ausländische Firmen und Gemeinschaftsunterenehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung gewannen 21 Wettbewerbe (17% von allen). Ihre Investitionen umfaßten am Investitions-Gesamtumfang 18% der Rubel und 6% der Dollars.

Übrigens bemühte sich der Westen, den jungen Privatisatoren nicht nur mit Konsultationen zu helfen, sondern er löste auch finanzielle Probleme, in Form von nicht rückzahlbaren Krediten.
So haben im Jahre 1993 für die Unterstützung des Herrn A.B.Tschubais große ausländische Banken an Rußland Kredite in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar ausgereicht, für 7% Zinsen jährlich, für „die Realisierung der ersten Etappe des Programms zur Unterstützung der Privatisierung“.
Interessant daran ist, daß diese Milliarden auf völlig unverständliche Weise einfach verschwunden sind, als ob sie sich aufgelöst hätten.
Nicht mal die Kommission des Bundesrechnungshofes der RF konnte – bei allem Engagement – nicht herausfinden, wo dieser gigantische Kredit abgeblieben ist.
Man suchte im Staatskomitee für Privatisierung, und dann im Finanzministerium. Das Geld blieb verschwunden, aber die Privatisierung war sehr erfolgreich gewesen… für westliche Firmen und Corporations.

Aber vielleicht haben die Privatisatoren an den Westen veraltete und nicht mehr benötigte Objekte „abgestoßen“? Leider nicht. In einem geheimen Brief der Spionageabwehr und des FSB von 26. August 1994 heißt es:
„Die Privatisierung der Unternehmen des MIK führte zu einem massenhaften Abfließen neuester Technologien und einmaliger wissenschaftlich-technischer Errungenschaften, die der Westen praktisch umsonst erhielt. Insgesamt hat der Westen in Rußland einen derart großen Umfang an neuen Technologien abgefaßt, daß die Nato für deren Bearbeitung ein spezielles Programm aufgelegt hat.“
Kommentare unnötig.

Und wo ist das Geld?

Nach dem ursprünglichen Vorhaben der „großen Privatisatoren“ sollten das Staatliche Komitee für Staatseigentum und der Russische Fond für Bundeseigentum „riesige“ Mittel aus der Privatisierung an den Staatshaushalt abführen, mit denen die schwierige russische Wirtschaftslage verbessert werden sollte.
Aber wie uns bekannt wurde, hat der Staat nur ein paar Krümel vom Festtagstisch der Reformatoren abbekommen. Im Staatshaushalt für 1994 haben die Einnahmen des Goskomimushhestvo nur 9,9% betragen.
Wohin sind dann die restlichen Milliarden verschwunden, die für den Verkauf des Staatsеigentums erlöst wurden?

Die Privatisierungserlöse verschwanden… in der Einrichtung des Anatolij Tschubais mit Überschallgeschwindigkeit. Der „interne“ Verbrauch an diesem Geld ist bis heute mit einem Schleier besonderer Geheimnistuerei umgeben, allerdings versuchen wir mal, mit einigen Ausgaben der „lust-igen Jungs“ aus dem Goskomimushhestvo und dem Bundeseigentumsfond in den Jahren 1993 – 1996 klarzukommen.

Das durchschnittliche Monatsgehalt der Mitarbeiter des Goskomimushhestvo betrug 1994 – 1995 etwa 800 Tausend Rubel, bei einem Durchschnittsgehalt im Land von 300 Tausend Rubel.
Außerdem bekamen die „Privatisatoren“ im Jahre 1994 jeder noch zusätzliche (!) 12 Monatsgehälter (d.h. das reale Monatsgehalt im Goskomimushhestvo betrug das mehr als Fünffache des „normalen Durchschnittsgehalts“ – in dessen Berechnung diese hohen Gehälter natürlich auch mit eingingen – d.Ü.), und im Jahre 1995 belohnten sie sich, die „geliebten“, mit 19 (!) zusätzlichen Monatsgehältern. (inzwischen wird solche hemmungslose Selbstbedienung verniedlichend „Boni“ genannt – d.Ü.)

Für den Einkauf rätselhafter „Verbrauchsmaterialien“ hat das Goskomimushhestvo 5 Milliarden Rubel (über 1 Million Dollar) ausgegeben, für die Bezahlung von Transportleistungen 1,7 Miliarden Rubel (entspr. 300 Tausend Dollar).
Außer Autos und Verbrauchsmaterial haben die Privatisatoren auch sehr gute Mödel angeschafft. So hat die Führung des Goskomimushhestvo innerhalb von 3 Quartalen des Jahres 1995 Möbel für 521 Millionen Rubel eingekauft, was nach damaligem Kurs deutlich über 100 Tausend Dollar hinausgeht.
Aber das interessanteste kommt noch. Das Goskomimushhestvo hat 1994 – 1995 völlig unerwartete „Investitionen“ der Privatisierungsgelder getätigt. Schauen wir uns die Dokumente an:

– für die Durchführung verschiedener Maßnahmen, einschließlich Wohnen in besten Hotels, Vollverpflegung und sonstiges: im Jahre 1995 wurden dafür 488,6 Mio. Rubel (ca. 100 Tausend Dollar) ausgegeben.
– Auszahlungen an natürliche Personen für die Herstellung von Entladeeinrichtungen – 200 Mio. Rubel (ca. 40 Tausend Dollar)
– Blumen für die Beglückwünschung von Jubilaren für 685 Tausend Rubel
– Anschaffung von Schnürsenkeln für 130 Tausend Rubel.
Was die Schnürsenkel betrifft, so hat einer der Mitarbeiter des Goskomimushhestvo düster gescherzt: „Wir haben das ganze Land beschuht (ein russischer Ausdruck für „betrogen“ – d.Ü.), nun ist es Zeit zuzuschnüren.“

Aber wie sich zeigt, hat das Goskomimushhestvo (GKI) ständig zuwenig Geld gehabt aus der Privatisierung des Staatseigentums, und die Führung erhielt die Erlaubnis, einen westlichen Kredit zu nutzen, der im GKI „das Geld von Gajdar-Tschubais“ genannt wurde.
Und das war so. Im Jahr 1992 wurde auf Initiative von Jegor Gajdar (der damalige Premierminister – d.Ü.) von der Weltbank für Rekonstruktion und Entwicklung an das Goskomimushhestvo ein Kredit in Höhe von 1 Million 37 Tausend Dollar für „die Entwicklung der Privatisierung in Rußland“ ausgereicht. Alle Kreditverträge hat der damalige Vorsitzendes des GKI Anatolij Tschubais unterzeichnet.

Die so erhaltenen Kreditmittel wurden folgendermaßen ausgegeben: für 625 Tausend Dollar wurde Bürotechnik gekauft, 400 Tausend „Grünlinge“ wurden für Dienstreisen und völlig unverständliche „Consulting- und andere Dienstleistungen“ ausgegeben.
Das heißt, für „die Entwicklung der Privatisierung in Rußland“ wurden in drei Jahren tatsächlich 12 Tausend Dollar aus dem Millionenkredit ausgegeben.

Aber die Wunder, die mit den Finanzen im Goskomimushhestvo vor sich gingen, sind nur Kleingeld im Vergleich zu dem, was mit den Geldern des Russischen Fonds für Bundeseigentum passierte – der Hauptverkäufer und Kumpan des GKI bei der Privatisierung ganz Rußlands.

Der Fond hat in den Jahren 1993 – 1996 folgende Verträge abgeschlossen und bezahlt:
– Gemälde (!) – 1,5 Mio. Rubel
– die Produktion eines Spielfilns „Ich bin ein russischer Soldat“ – 150 Mio. Rubel
– Aufführung des Spielfilms „Die Sonnenermüdeten“ („Утомленные солнцем“) – 1,7 Mio. Rubel
– Transport von Baumaterial – 1,9 Mio. Rubel
– Erstellung und Restaurierung des Wappens Rußlands – 7,7 Mio. Rubel
– Kauf von Pralinen für die Mitarbeiter des Swerdlowsker Gebietes – 1,2 Mio. Rubel
– Durchführung von Gesundheitspflege in der Sauna (!) – 37,8 Mio Rubel
– „Angebliche“ Besprechungen und Seminare im Erholungsheim „Snegiri“ der Verwaltung des Präsidenten der RF – 179,1 Mio. Rubel.
Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem gigantischen Verzeichnis von Summen, die vom Fond für die „Bespaßung“ der Mitarbeiter und höhergestellter Chefs ausgegeben wurden.

Außerdem kaufte der Russische Fond für Bundeseigentum (RFBE) für seine Mitarbeiter gern mal wunderschöne Wohnungen im Zentrum von Moskau. So wurde im Jahre 1995 für 166,4 Millionen Rubel eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 79,4 qm in Moskau, Frunsenskaja Uferstraße 16, Geb. 1, Wng. Nr. 22 erworben.
Dieses Appartment wurde aber nicht als Grundmittel in den Bestand aufgenommen, sondern sofort an den Stellvertretenden Vorsitzenden A.W.Jakowlew verkauft… für 33,4 Millionen Rubel. Der Verlust des Bundeseigentumsfonds betrug 134,3 Mio. Rubel, und der hochgeachtete Genosse Jakowlew verschwand augenblicklich aus dem RFBE, mit einer sehr schönen Wohnung im Schnabel.
Insgesamt hat der Fond für seine Mitarbeiter Wohnungen für 8,8 Miliarden Rubel (etwa 2 Mio. US-Dollar) gekauft.
Das Interessante daran ist, daß zum 29. Januar 1996 diese Wohnungen schon nicht mehr in der Bilanz des Bundeseigentumsfonds verzeichnet waren. Wie es heißt: alles geschickt eingefädelt – der Revisor bekommt ein Eis, die „treuen Mitarbeiter“ (fast) kostenlose Wohnungen.

Abschließend noch ein lustiger Moment aus dem Leben der „großen Privatisa-toren“.
Der Russische Fond für Bundeseigentum war in den Jahren 1992 – 1995 als Gründer verschiedener kommerzieller Organisationen aufgetreten und hatte in deren Stammkapital Einlagen in Höhe von insgesamt 2 Milliarden Rubel (über eine halbe Millione Dollar) getätigt. In einer Reihe von Fällen wurden diese Gelder nicht vom Betriebskonto, sondern direkt vom Sonderkonto, wo die Privatisierungserlöse großer Unternehmen hereinkamen, getätigt.

Vielleicht hatte der Fond darauf gerechnet, daß der Staat irgendwelche Gewinne aus diesen Investitionen in bevorzugte Objekte ziehen würde?
Die Fakten sind entgegengesetzt.
Nach den Daten der Buchhaltung des RFBE sind nie Dividenden aus den investierten Mitteln zurückgeflossen. Wohin sind sie dann gegangen?
Nach den Gesetzen der Physik kann nichts spurlos verschwinden. (auch Geld kann nicht einfach „verschwinden“ – es bewegt sich nur zu anderen Leuten – d.Ü.)
Für Zweifler nennen wir noch die kommerziellen Organisationen, wohin die Gelder des RFBE abgeflossen sind: das sind die „Privat-Info GmbH&Co. KG“, die „KB Expobank“, die „Fondsladen GAG“, die „Gosinkor – Kleinunternehmen GAG“, die „Nationales Tenderzentrum GAG“. (GAG bedeutet „Geschlossene Aktiengesellschaft“, d.h. die Aktien werden nicht frei gehandelt – d.Ü.)
Genügt das?

Wer hat Schuld?

Die ewige Frage der russischen Intelligenzija.
In der Situation mit der Privatisierung des russischen Staatseigentums ergibt sich die Antwort eindeutig und genauso intelligent: „Niemand hat Schuld!“
Warum?
Weil die „geschlossenen“ Daten, die wir hier dem Leser vorgestellt haben, sowohl im Bundesrechnungshof der RF als auch in den Justizorganen vorliegen, aber in den vergangenen Jahren ist mit den Herren „Privatisatoren“ nichts böses passiert (damit sind gemeint: Handschellen, Zelle, Prozeß, Überprüfung der Privatisierungsergebnisse).
Sie alle fühlen sich gut und erinnern sich wahrscheinlich nostalgisch an die glorreichen Zeiten der allrussischen Privatisierung der Jahre 1992 – 1996.

Anatolij Tschubais arbeitet fruchtbar in der RAO „Einheitliches Energie-System Rußlands“, Alfred Koch und Maxim Bojko erblühen in der sonderbaren Firma „Montess Auri“ (das wäre ein gesondertes längeres Gespräch) bzw. in der Firma „Video International“. Andere „Mittätige“ sind auch nicht verarmt.

Was denken dazu die Regierung und die Justizorgane?
Sie denken nichts. Die Staatsanwaltschaft der RF unter Führung von Herrn Skuratow spielt das Volk aus der Oper „Boris Godunow“, d.h. sie schweigt.
In der Regierung und im Kreml herrscht dazu überhaupt Friedhofsstille. Das heißt, nach DEREN Meinung wurde die Privatisierung 1992 – 1996 erfolgreich durchgeführt?
Eindeutig.
Erledigt und übererfüllt mit einhundertein tschubais.

Dezember 1998.

http://www.r-reforms.ru/indexpub138.htm
– – – –

Aktuelle Nachbemerkung des russischen Autors:

Dies war der unterhaltsame Artikel, veröffentlicht im Jahre 1998. Kehren wir in die heutige Zeit zurück.

Sofort nach der „Direktverbindung“ des Präsidenten (damit ist die alljährliche mehrstündige Pressekonferenz Putins gemient, in der er sich Fragen aus dem Volk stellt, oft auch „Direktleitung“ oder „Direkter Draht“ genannt – d.Ü.) hat Anatolij Tschubais bei „RIA Novosti“mitgeteilt, das „ich habe schon oft diese Informationen gehört, aber ehrlich gesagt, hatte ich das für Gerüchte gehalten. Aber wenn das der Präsident Rußlands sagt, dann ist das ernst.“
Nach seinen Worten war in der gesamten Zeit, weder während seiner Arbeit in der Regierung noch danach, ihm nicht ein offizielles Dokument vorgelegt worden, „das in irgendeiner Weise diese Informationen bestätigt“.
„Es scheint, daß diejenigen, die dafür verantwortlich waren, hier klar etwas vernachlässigt haben“, sagte Tschubais. (natürlich tut sich der Herr jetzt leicht, andere der Pflichtverletzung zu bezichtigen – sind doch die extrem kurzen Verjährungsfristen nach russischer Gesetzgebung für seine eigenen Handlungen schon längst abgelaufen… – d.Ü.)

Anatolij Borissowitsch! Wie sich zeigt, waren Sie einfach nicht informiert!
Aber was ist mit dem Brief der Spionageabwehr und des FSB vom 26. August 1994, wo alles detailliert dargelegt ist?
Was ist mit dem Bericht des Rechnungshofes zu den Ergebnissen der Privatisierung in ebenjenem Zeitraum?
Hat man Ihnen das nicht gezeigt?
Und meinen oben angeführten uralten Artikel haben Sie nicht gelesen?

Nun denn, dann ist alles verständlich. Er hat es nicht gewußt, war nicht informiert. Die Feinde haben ihm ein Bein gestellt.
Ja, die Verjährungsfrist ist schon abgelaufen. Aber die sonderbare „Verschwindung“ der Hauptinformationen zur Privatisierung der Wehrtechnik-Industrie in den 90er Jahren aus dem Netz, darunter auch meiner Artikel, das ist alles schon Nano-Technologie. (eine Anspielung auf die jetzige Tätigkeit des Herrn Tschubais – er ist Chef des Staats-Konzerns „Rosnano“ – d.Ü.)
Nichts anderes.

http://oleglurie-new.livejournal.com/93933.html

– – – – – – – – – – – –

Nachbemerkung Luckyhans:

Wer sein Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge, neben dem Studium unserer „WWW-Serie“ gern professoral vertiefen möchte, dem seien die gut 3 Stunden Gespräch Ken Jebsens mit Bernd Senf empfohlen – vielleicht mit dem abschließenden Lesen unserer Vorschläge für eine neue Wirtschaftsordnung.

Sehr aufschlußreich ist auch folgendes Interview (in englisch):

Empire Files: Post-Soviet Russia, Made in the U.S.A.


8 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  3. Archivar sagt:

    Von 2012 und kann darin sehen, wenn man es mit heute vergleicht, wieviel Wladimir Wladimirowitsch Putin bis heute für sein Land geleistet hat.

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  4. SecurityScout sagt:

    Die Frage im Artikel lautet:
    Wer hat Schuld?

    Die Wahrheit ist, daß diese Dinge seit über 100 Jahren genau geplant waren und Dr. Rudolf Steiner hat bereits darüber berichtet.

    Hier ein hervorragender Artikel über die „Wahrheiten von Dr. Rudolf Steiner“. Die Aussagen sind auch für Unsere heutige Zeit brandaktuell:

    http://quer-denken.tv/wahrheit-heilt-aufklaerung-braucht-spirituelle-hintergruende/

    Rußland wurde „fertig gemacht“. Warum wurde das gemacht? Was war und IST der „höhere Sinn“, denn es geht NICHT nur um Geld, materielle Dinge.

    Das alles wird im Video klar gesagt UND das Wir ein „Neues Denken“ brauchen.
    Das Video fängt etwas holprig an, ABER wird immer spannender.

    Dieser Mann im Video ist einer der ganz wenigen Menschen, welcher Dr. Rudolf Steiner verstanden hat UND wie WIR daraus lernen.

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  5. palina sagt:

    @SecurityScout
    vielen Dank für diesen überaus sehr interessanten Link.
    Habe gerade die Website von Hans Bonneval durchforstet. Für Menschen, die von Rudolf Steiner noch nie gehört haben, eine sehr aufschlussreiche Seite.
    Leider gibt es bei den Anthroposophen viele Scharlatane. Dazu gehört H. Bonneval nicht.
    Kann auch sehr die Hefte von Rüdiger Keuler empfehlen.
    „Gesellschaftliche und pädagogische Gegenwartsphänomene im Lichte der Anthroposophie Rudolf Steiners.
    Bestellen kann man die hier
    http://www.pelagius.de/

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  6. SS 10:47

    Dem Dank der Palina schliesse ich mich an.
    Ich denke, es ist nun wirklich an der Zeit für mich, Steiner zu lesen.
    Ich machte als Junger Mann zwei Versuche. Es löschte mir komplett ab, dass dieser Steiner so schrieb, als wüsste er ganz bestimmt, letzte Wahrheit zu verbreiten. Ich wusste damals nichts von ausserordentichen Fähigkeiten, vom Eintauchen in andere Wirklichkeiten und schimpfte: Welche Arroganz.

    Erst mal aber werde ich das Buch von Hans Bonneval lesen und ich hoffe, dabei zu finden, bei welchen der 380 Vorträge ich einsteigen kann.

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  7. palina sagt:

    @Thom
    jeder kommt auf seinem ganz eigenen Weg zu den Schriften und Vorträgen zu Steiner. Bei mir war der Auslöser ein adoptiertes Kind, welches große Defizite hatte und die normale Schule nicht besuchen konnte.
    Bei meinen vielen Fragen nach einer geeigneten Schule traf ich auf eine Frau, die anthroposophische Kurse anbot und auch Vorträge zu den verschiedensten Themen hielt. Zunächst war es die Waldorf Pädagogik für die ich mich wegen meiner Kinder interessierte. Später kam ich dann zu der Anthroposophie. Im ersten Vortrag verstand ich null und nix. Hätte genauso gut in einem Chinesisch Kurs gelandet sein können. Aber irgendwas sagte mir, das wird noch dein Leben begleiten. Ist inzwischen schon über 30 Jahre her und ich habe unzählige Bücher gelesen und Vorträge besucht. Es kamen noch zahlreiche andere Autoren dazu, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann. Einen jedoch möchte ich erwähnen: „Bernard Lievegoed.“ Sein Buch „Über die Rettung der Seele“ klärte bei mir auch sehr viele Fragen.
    Und es ist schön für mich zu sehen, dass sich auch meine Kinder mit Rudolf Steiner beschäftigen.

    Zu Impfungen sei noch gesagt, dass dadurch auch der Weg für spirituelle Empfindungen und Verbindungen abgeschnitten wird. Das war damals für mich der Hauptgrund meine Kinder nicht impfen zu lassen.

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  8. […] die Expropriation des Geldes, damit das Volk keine finanziellen Möglichkeiten hatte, an der Privatisierung teilzuhaben, die für die „eigenen“ geplant war. Die Eunschüchterung der Bevölkerung durch […]

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