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553: Abschaffung von Origenes und Wiedergeburt / 1

Die „Abschaffung“ der Reinkarnation war einer der entscheidenden Schläge gegen das von Joshua  verbreitete Wissen. thom ram nov2013

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Anno Domini 543 und 553: Die Synoden von

Konstantinopel

Über einen verlorenen Text von Origenes schrieb der Kirchenlehrer Hieronymus, einst

ein glühender Bewunderer und später erbitterter Feind der origenischen Lehren,

folgende Worte:

„Alle körperlosen und unsichtbaren vernünftigen Geschöpfe gleiten, wenn sie in

Nachlässigkeit verfallen, allmählich auf niedere Stufen herab und nehmen Körper an je

nach Art der Orte, zu denen sie herabsinken. Zum Beispiel erst aus Äther, dann aus

Luft und wenn sie in die Nähe der Erde kommen, umgeben sie sich mit noch dichteren

Körpern, um schließlich an menschliches Fleisch gefesselt zu werden…

Dabei wechselt er seinen Körper eben so oft, wie er seinen Wohnsitz beim Abstieg vom

Himmel zur Erde wechselt.“

Origenes vertrat in seinen Lehren das Wissen um die Reinkarnation!

Wer war Origenes, dessen Worte von Hieronymus beschrieben wurden?

Origenes lebte von 185 bis 253 n. Chr. Er war der Gelehrte des Urchristentums, der als

erster einen umfassenden Zugang zu allen damals bekannten Dokumenten des

Christentums, den Evangelien, der heiligen Schriften der Juden, apokryphen (später

hinzugefügt) Schriften und Apostelbriefen hatte.

In seinen Studien und Forschungen brachte Origenes das darin enthaltene Wissen in

einem philosophischen Lehrsystem zusammen. Seine geniale sprachwissenschaftliche

und theologische Leistung wird noch heute unbestritten anerkannt und er gilt nach

heutigen Maßstäben als ein Gelehrter von Weltrang.

Als Universalgenie und Wissenschaftler errang Origenes in der damaligen Welt alle

weltlichen Ehren und wurde auch ein begeisterter Christ.

Sein Studium begann in Alexandria. Der Stadt, in der sich zu seiner Lebzeit die

berühmteste und umfangreichste Schriftensammlung des Altertums befand. Für seine

wissenschaftliche Arbeit hatte Origenes eine einmalige Chance, denn späteren

Gelehrten war es nicht mehr vergönnt, das gesammelte Wissen der Bibliothek von

Alexandria für ihre Studien zu nutzen. Sie wurde 389 n. Chr. von einem

Glaubensfanatiker, angestiftet durch den Patriarchen Theophilus, in Brand gesetzt.

Beeindruckt von den Sachkenntnissen, vertraute der damalige Bischof von Alexandria

Origenes ein kirchliches Lehramt an, der Leitung der Katechetenschule in Alexandria.

Durch seine Gelehrsamkeit auf theologischem Gebiet wurde Origenes zu einer der

meistbeachteten Persönlichkeit der Kirchenvertreter der damaligen Zeit. Seine

Kenntnisse und Glaubenslehren blieben über Jahrzehnte unbestritten und

unwidersprochen.

Zum Presbyter (Priester) von Bischöfen in Palästina geweiht, weckte diese

Anerkennung den Zorn und die Missgunst seines Förderer und Freund, Bischof

Demetrius von Alexandria. 231 n. Chr. wurde auf zwei ägyptischen Synoden sein

Priesteramt aberkannt. Origenes und seine Lehren wurden gebannt. Origenes hatte

seinen einstigen Lehrmeister an Berühmtheit und Sachkenntnissen weit übertroffen.

Damit begann ein politisch religiöser Machtkampf. Origenes unwiderlegte Lehren

wurden auch nach seinem Tod zum Leidwesen der damaligen jungen Kirche von

führenden palästinensischen Theologen weitergeführt und standen bald in Fehde zum

Machtanspruch des kirchlichen hierarchischen Systems. Noch im 3. Jahrhundert begann

man Origenes Schriften als Häresie zu verleumden.

Die Auseinandersetzung zwischen den Anhängern der Kirchenhierarchie und den

Anhängern der Lehren des Theologen Origenes gipfelte in der folgenden Zeit in

unvorstellbaren Fanatismus und löste drei Jahrhunderte später eine folgenschwere und

blutige Katastrophe in den Sabaskklöster in Palästina aus.

542 n. Chr. übergaben Origenesgegner dem päpstlichen Apokrisiar (Gesandter)

Pelagius eine Klageschrift an Kaiser Justinian in Konstantinopel.

Die Chancen der Gegner, Die Lehren des Origenes (das Wissen um die Reinkarnation)

ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen, standen gut.

Justinian sah sich als Staatsmann, Gesetzgeber und als obersten Herrn der Kirche und

ging mit Grausamkeit gegen Häretiker, Juden und Heiden vor. Durch und durch

Machtpotentat, machte sein Ehrgeiz auch nicht vor dem Eingreifen in die christliche

Lehre halt. Letztendlich war das Motiv, gegen die Anhänger des Origenes vorzugehen,

darin gegeben, dass der Papst Virgilius in Rom, ein Günstling und Marionette der

Gemahlin des Kaisers, Theodora, auf militärische Hilfe gegen die Ostgoten angewiesen

war und Justinian der anschwellenden innenpolitisch religiösen Front der Origenischen

Lehre leid war.

Justinian verfügte über den Patriarchen Mennas von Konstantinopel eine Synode der

Ostkirche einzuberufen. In einem ausführlichen Brief, JUSTINIANI IMPERATORIS

LIBER ADVERSUS ORIGINEM und neun kaiserlichen Anathemen (Bannflüchen),

verlangte Justinian die Verurteilung der Lehren des Origenes.

Für Mennas von Konstantinopel und Pelagius, dem päpstlichen Apokrisiar, war des

Kaisers Anliegen eine willkommene Gelegenheit gegen den allmächtigen Theodor von

Askidas, Bischof von Cäsarea, vorzugehen, welcher die Lehren des Origenes vertrat.

Die Synode von 543 n. Chr. erließ ein Edikt, worin Origenes und seine Lehren mit dem

Anathem (Bannfluch) belegt wurden.

Es unterschrieben die anwesenden Bischöfe, Mennas von Konstantinopel, zusätzlich

die Patriarchen Vigilius, Papst von Rom, Zoilos von Alexandrien, Ephräm von

Antiochien und Petrus von Jerusalem.

Des Kaisers Bannflüche Nr.1 und Nr.9 sind in diesem Edikt von Bedeutung.

Nr.1: „Wenn einer sagt oder meint, die Seelen der Menschen seien präexistent gewesen,

insofern sie früher Geistwesen und heilige Mächte gewesen seien, es haben sie aber

Überdruss ergriffen an der Schau Gottes und sie hätten sich zum Schlechteren

gewendet, darum sei die göttliche Liebe in ihnen erkaltet, hätten davon den Namen

„Seelen“ bekommen und seien zur Strafe in Körper hinabgeschickt worden, der sei

anathema (verflucht)“.

Nr.9: „Wenn einer sagt oder meint, die Bestrafung der Dämonen und der gottlosen

Menschen sei zeitlich und werde zur irgendeiner Zeit ein Ende haben oder es werde

eine Widereinbringung von Dämonen oder gottlosen Menschen geben (Apokatastasis),

der sei verflucht“.

Mit Nr.9 wurde die Ewige Verdammnis etabliert und eine Widerversöhnung der

gefallenen Seelen mit Gott dogmatisch ausgeschlossen.

Auf dem V. Allgemeinen Konzil von Konstantinopel, 553 n. Chr., wurden erneut die

Lehren von Origenes verurteilt.

Folgende Bannflüche wurden ausgesprochen.

„Wer die märchenhafte Präexistenz der Seele und die mit ihr zusammenhängende

abenteuerliche Apokatastasis (Die Wiederherstellung aller Dinge) behauptet, der sei

anathema“.

„Wer sagt, dass das zukünftige Gericht die Vernichtung der Körper anzeige und dass

das Ende der Fabel die immaterielle Physis (natürliche Beschaffenheit) sei und dass in

Zukunft nichts Materielles mehr sein werde, sondern nur bloßer Geist, der sei

anathema.“

„Wer behauptet, dass alle Vernunftwesen wieder eine Einheit bilden werden, wenn die

Hypostasen (Erscheinungsformen) und Zahlen samt den Körpern aufgehoben sind, und

dass auf die Erkenntnis der vernünftigen Dinge der Untergang der Welten, und die

Ablegung der Leiber folge, und die Aufhebung der Namen und die Identität der

Erkenntnis und Hypostasen entstehe; ferner dass bei der fabelhaften Apokatastasis nur

die Geister allein übrig bleiben, wie es auch in der fingierten Präexistenz so gewesen

sei, der sei anathema.“

„ Wer sagt, dass das Leben der Geister dann dem früheren gleich sein werde, wo sie

noch nicht herab gestiegen und gefallen waren, so dass der Anfang und das Ende

einander gleich seien, und das Ende das Maß für den Anfang, der sei anathema.“

Es heißt, dass auf den offiziellen Sitzungen, welche vom 5.5. bis zum 2.6. 553 dauerten,

nicht über Origenes verhandelt wurde. Gleichwohl findet man im 11. Canon des

Konzils folgenden Bannfluch:

„Wer nicht verflucht den Arius, Ennomius, Macedonius, Appollinarius, Nestorius,

Entyches und Origenes samt ihren gottlosen Schriften und alle anderen Häretiker,

welche verflucht sind von der heiligen katholischen und apostolischen Kirche und von

den früher genannten vier heiligen Synoden samt denen, welche die gleiche Gesinnung

hatten und haben, bis ans Ende bei ihrer Gottlosigkeit verharren, der sei anathema.“

Papst Vigilius, selbst nicht anwesend bei diesem Konzil, unterzeichnete erst am 8.6. des

Jahres 553 die Konzilsakte und setzte damit gültiges Recht.

___________________________

Wer sich über Origenes und diese Ereignisse detailliert informieren will, der kann nach

dem Buch „Wiedergeburt“ von Herman Bauer googeln. Eine spannende Lektüre.

Reinkarnation, der Kreislauf der Wiedergeburt, war ein grundlegender Glaubenssatz

vieler alter Kulturen und auch in unserem christlichen Glauben.

Quelle: Anonym


29 Kommentare

  1. jauhuchanam sagt:

    „Reinkarnation, der Kreislauf der Wiedergeburt, war ein grundlegender Glaubenssatz

    vieler alter Kulturen und auch in unserem christlichen Glauben.

    Burkhard“

    Das mag alles ein grundlegender Glaubenssatz vieler alter Kulturen sein. Welche Kulturen dies sind, wird dem interessierten Leser – wie üblich – nicht verraten. Nun, ich esse solche Propaganda nicht. Ich halte solche Aussagen für reine Spekulation, von der auch nicht von ihren Vertretern gesagt wird, auf was sie sich stütz. Behauptet wird ja vielerlei. Nach meinem Kenntnisstand gibt es nur im GLAUBEN zum GLAUBEN selbst sogenannte Glaubenssätze. Im Glauben des Evangeliums geht es nicht um die Fragen der Reinkarnation oder dieser Hölle, der als „Kreislauf der Wiedergeburten“ bezeichnet wird. Überhaupt ist mir das ein ganz sonderbares „Gottesbild“ von einem „Gott“, der es nötig hätte, uns Bunzel wieder und wieder auf die Welt zu schicken, bis wir es endlich kapiert haben, oder was? Im Evangelium geht es zentral darum, dass jeder Mensch ein eigenes, immanentes, nicht materielles Selbst Ist, dass ein Mensch dies „erkennt“, was mit der Metapher umschrieben wird „der Mensch muss wieder geboren werden.“ – und zwar solange er hier auf dieser Welt weilt, setze ich mal höflich dazu.

    Burkhard schreibt „in unserem christlichen Glauben“. Nun denn, „in unserem christlichen Glauben“ ist für vieles Platz – scheinbar auch für viel Unsinn und noch mehr Spekulation. Wer was davon hat, wem nützt das? Mir jedenfalls hat das nie etwas gebracht. Verwirrung hat es allerdings eingebracht. Nun, was hat Verwirrung mit der Wahrheit zu schaffen oder am Hut?

    Es gibt ein paar wenige grundlegende Glaubenssätze „in unserem christlichen Glauben“ Reinkarnation gehört NICHT dazu und gehörte auch niemals dazu, genauso wenig wie das Fegefeuer und all der andere Unsinn der Schuld-Religion. Also, bevor von „unserem christlichen Glauben“ gesprochen wird, sollte meiner Meinung nach erst einmal gesagt werden, was denn diesen „unseren christlichen Glauben“ ausmacht; was der denn überhaupt ist, der seit 1700 Jahre dogmatisiert wird.

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  2. Vollidiot sagt:

    Mein Bester.
    Es gibt Mythen, Okkultes und Schriften, die mit „materieller“ Sprache versuchen Geistiges zu vermitteln.
    So darf jeder behaupten und vertreten was er will.
    Und so hast Du recht, wenn Du sagst „in unserem christl. Glauben gehört Reinkarnation nicht dazu.
    Nur bitte bedenken, wer Texte, die geistiges vermitteln wollen, nicht entsprechend angeht, wird zu 99% irren.
    So hat es auch keinen Sinn den „Wachturm“ zur Exegese zu verwenden.
    Man kann fast jeden geistigen Begriff verbiegen und ihn zum Schindludern mißbrauchen.
    Deine Sichtweise sei anerkannt, so wie Myriaden von anderen Sichtweisen.
    Im NT geht es darum, daß der Mensch eine Aufgabe hat und dazu hat er einen materiellen Körper mit, sagen wir mal, einem geistigen Wesensglied.
    Warum wollen die Erdenbürger immer materielle Beweise für geistiges?
    Z.B. im Jahre 33 wurde in Jerusalem niemand gekreuzigt – ergo ist das alles Quark.
    Was soll der Blödsinn: im Anfange war das Wort und das Wort war bei Gott……………………
    Was für ein Wort, damals gabs noch keine Sprache.
    Das haben sich so ein paar Manipulier ausgeheckt um die Menschen zu beherrschen.
    Denkt sich ein Vollidiot wenn er denn denkt oder überhaupt solches kann.

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  3. jauhuchanam sagt:

    „geistiges“ – da fängt das Problem schon an. Die meisten wissen doch schon nicht zwischen „geistig“ und „geistlich“ zu unterscheiden und meinen sogar, dass es gar keinen Unterschied mache, ob „dasselbe“ oder „das Gleiche“ gedacht, gesagt oder geschrieben wird, und es sich sogar um bloße Wortklauberei handelt, wenn ich darauf bestehe, dass 1 + 1 der 2 gleicht, aber eben NICHT 2 IST!
    Ja, auch das Wochenblatt eignet sich nicht zur Exegese.
    Beweise werden benötigt, damit der Mensch sich gegen die verbreitete Verführung wappnen kann.

    Also rein geschichtlich kann davon ausgegangen werden, dass die Stratokratie bis zur vollständigen Vernichtung Jerusalems jedes Jahr Menschen kreuzigte. Die Kreuzigung selbst wurde ja erst Jahrhunderte später „offiziell“, also rechtlich abgeschafft. Auch 33, 45, 70, 100 oder während des letzten Aufstandes 132-136 gegen die Römer unter Bar Kochba (+135) wurden mit Sicherheit Menschen gekreuzigt.

    Am Anfang war das Wort und das Wort ist Gott ist kein „Blödsinn“, sondern die „Erfüllung“ der Prophetie des Jesaja, womit es sich um die zentralste und grundsätzlichste Aussage über den Christus, der das Oberhaupt aller Menschen ist, handelt, damit auch niemand auf die Idee komme, er sei ja bloß ein Trockennasenaffe unter all den anderen Menschenaffen der Art Mensch der letzten der überlebenden der Gattung Homo gewesen:

    „Jesus Christus“ ist der Ewige Vater: „Das Volk das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht; und über die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du machst des Volkes viel; du machst groß seine Freude. Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. Denn du hast das Joch ihrer Last und die Rute ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie zur Zeit Midians. Denn alle Rüstung derer, die sich mit Ungestüm rüsten, und die blutigen Kleider werden verbrannt und mit Feuer verzehrt werden.

    ה כִּי-יֶלֶד יֻלַּד-לָנוּ בֵּן נִתַּן-לָנוּ וַתְּהִי הַמִּשְׂרָה עַל-שִׁכְמו וַיִּקְרָא שְׁמוֹ פֶּלֶא יוֹעֵץ אֵל גִּבּוֹר אֲבִי -עַד שַׂר-שָׁלוֹם

    Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter;
    er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater, Friedefürst;

    auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, daß er’s zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer Jauhu Zebaoth.“
    Heilige Tora hebräisch ‏תּוֹרָה‎ (‚Gebot‘, ‚Weisung‘, ‚Belehrung‘) / יְשַׁעְיָהוּ Jeshajahu 9 (Jesaja)

    Siehe auch Lukas 1.79; Richter 7.22; Jesaja 7.14; Jesaja 10.21; Jesaja 22.22; Micha 5.1; Lukas 2.7; Lukas 2.11; 2. Samuel 7.12-13; Psalm 72.3-4; Jesaja 11.1; Lukas 1.32

    Mensch ist mehr als nur ein Geschöpf. Mensch ist Abbild Gottes [1] und bezieht seine Würde von ihm. „Abbild Gottes“ besagt nun – da es sich um ein Sprachbild der Metapher handelt – dass der Mensch „Gott“ ähnlich ist, aber keinesfalls gleicht, als ob es sich um eine geometrische, bzw. mathematische Gleichung handeln würde, oder der Mensch gar „Gott“ Selbst wäre, wie viele Esoteriker und Phantasten irriger Weise annehmen. Geschöpf ist der Mensch nur bezogen auf den ihm eigenen biologischen („Tier“-) Körper. Das Selbst-Sein des Menschen ist aber weder Schöpfung noch Geschöpf sondern durch Geburt Geborener. Geburt, weil durch Gott gezeugt und aus ihm geboren [2].

    [1] Genesis 2:7b; Psalm 87:5.6; Johannes 1:13; Brief an die Epheser 3:14
    [2] „Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.“ Psalm 2:7 Hebräerbrief 1:5 u. 5:5

    Damit haben wir hoffentlich kurz genug dargelegt, was der Mensch ist, nämlich „Gebilde“ – biologisch-körperliche Schöpfung – Geschöpf (biologische Dimension) und Selbst (aus Zeugung und Geburt Gottes, überdimensional).

    Außerhalb der Lehre Christi gibt es zur Frage, was der Mensch sei, keine wahrhaftigen Antworten; auch die Überlieferungen des „Alten Testamentes“ enthalten nur Andeutungen. Religionen, Philosophien, Wissenschaft, Humanismus und die schier unendliche Zahl von Weltanschauungen spekulieren auf der Basis falscher, oftmals wahnhafter Vorstellungen, so daß die Welt ein großes Durcheinander – das „Tohuwabohu“ darstellt – die Babylonische Verwirrung.

    Der Mensch als biologisch-körperliches Lebewesen „aus Fleisch und Blut“ hat einen biologischen Körper. Dieser wird von chemischen, elektronischen und mechanischen Prozessen gesteuert. Allgemein sprechen wir bei den Versuchen das Äußere oder Innere des Menschen zu umschreiben von Instinkten, Trieben, Gefühlen, Empfindungen und bezeichnen die übrigen Eigenschaften, wie Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten als Sinne.

    Dem „Verstand“ will man einen eigenen Platz zuweisen. Die Spekulanten wollen ihn als „Geist“ verstanden wissen, damit sie ihren Unsinn von „Körper, Seele und Geist“ aufrechterhalten können. Wir gestehen dem Verstand jedoch keine höhere Rolle zu als ihm gebührt und ordnen ihn dem biologischen Körper als Sprach- und Denksinn zu, die durch ein biologisches Organ mit der Bezeichnung Gehirn zustande kommen.

    Der Mensch ist Mensch. Der Mensch ist ein lebendiges Wesen. Der Mensch hat Leben, Empfindung und einen Körper. Der Mensch ist mit Sinnen ausgestattet: Geschmack-, Riech-, Tast-, Hör- Seh- sowie den Sprach- und Denksinn.

    Das fassen wir mit dem Wort der Mensch als ein Geschöpf zusammen

    In diesem Geschöpf – diesem lebendigen Wesen – ist das eigentliche Sein – das Selbst-Sein. Dieses eigentliche Sein nennen wir Geborener oder Gezeugter. Der Mensch ist Geschöpf als lebendiges Wesen und Gezeugter Gottes – ein Kind oder Sohn Gottes.

    Diese geheimnisvolle Einheit aus
    Geschöpf-Sein und Geborener-Sein
    das ist der Mensch

    Der Mensch ist nämlich „Gebilde“ – biologisch-körperliche Schöpfung – Geschöpf, biologische Dimension und
    SELBST-Sein aus Zeugung und Geburt Gottes – Gezeugter oder Geborener, überdimensional.

    Als Geschöpf ist der Mensch sterblich
    als Selbst-Sein ist der Mensch unsterblich

    Als Geschöpf ist der Mensch zeitlich und räumlich gebunden
    als Selbst-Sein ist er vor aller Zeit, vor allem Raum und vor aller Materie

    Damit ist jedes Selbst-Sein nicht etwa nur bloßer Besitzer sondern der EIGENTÜMER seines Körpers – und zwar des ganzen Körpers. Dieser ist in einem übertragenen Sinn das Lebewesen „Mensch, dessen Würde unantastbar ist!“

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  4. jauhuchanam sagt:

    “ Ihm bleibt nichts anderes, als zu zitieren und zu wiederholen, was andere vor ihm bereits sagten.“

    Nun, mindestens 99% all dessen, was wir von uns geben, haben eh schon andere Menschen lange vor uns ausgesprochen. Damit sind wir alle im Club derjenigen, die zitieren und wiederholen.

    Für mich ist fast ausgeschlossen, dass ich vermuten könnte, dass die Zitate des Psalmisten (vermutlich David), Jesaja, Johannes oder des (unbekannte) Schreibers des Hebräerbriefes nicht in festem Glauben, tiefer Gewissheit und Weisheit aus ihrem Selbst heraus im heiligen Geist Gottes gesprochen haben. Ihre Weisheit ist derart fern von sonst üblichen Spekulationen und Vermutungen und oft so grundsätzlich anders als die vielen Fabeln der Menschen, dass ich sehr sicher behaupten kann, dass das, was ich von diesen Menschen zitierte, aus einem festen Glauben und in Gewissheit und Weisheit gesprochen wurde. Es wurde sich sogar bemüht, das Gesagte über tausenden von Jahren zu bewahren. Ein von einer Frau geborener Menschenaffe, der Art Mensch und der Gattung Homo, erhält von einem jüdischen Propheten den Namen Ewiger Vater – das läuft derart gegen deren religiöse Vorstellungen, dass ich mich eigentlich nur wundern kann, dass es im Laufe von 2700 Jahren nicht längst gefälscht wurde.

    So, so, du respektierst also nicht den Absolutheitsanspruch. Und ich habe keine Achtung dem Wischi-Waschi gegenüber. Ich weiß lieber woran ich bin, da kann ich wenigstens entweder Ja oder Nein zu sprechen. Dieses „Nicht Fisch“ / „Nicht Fleisch“, dieses „Jein, aber“ ging schon Jesus und all den Propheten vor und nach ihm auf den Zeiger. Wahrlich, es ist besser einem Irrtum zu folgen, als sich aus lauter in-die-Hose-machen nie entscheiden zu können, wie jene Philosophen, die meinten, es wäre schon zuviel gesagt, dass behauptet würde, dass der Mensch überhaupt ein Lebewesen ist.
    Ich sage es mal so: am Christentum nervt mich, dass der Mensch ein Böses Sein ist und damit schuldig, am Buddhismus geht mir ziemlich auf den Senkel, dass ALLES nur eine Illusion ist. Ich sage dazu sehr – ja mehr als – DOGMATISCH: „Plemm-Plemm & Balla-Balla!“ Also ich beharre auf bestimmten Dogmen, ob es den Leuten passt oder nicht:

    Dogma: שְׁמַע יִשְׂרָאֵל יהוה אֱלֹהֵינוּ יהוה אֶחָד (Shma Jis´rael JHVH Elóhéínu JHVH Einer-Ist) Höre, Israel: Jauhu der Ewige, Jauhu ist Einer

    Dogma: ‏لا إله إلا الله‎: [Lā ilāha illā ʾllāh(u) „Es gibt keinen Gott außer Gott“] Sure 37:35 und in Sure 47:19 Heiliger Koran oder Qur’an, arabisch: ‏القرآن‎ al-qurʾān Prophet Mohammed ن عبد مناف القرشي, Muḥammad bin ʿAbd Allāh bin ʿAbd al-Muṭṭalib bin Hāšim bin ʿAbd Manāf al-Qurašī ‏صلى الله عليه وسلم‎ / ṣallā Llāhu ʿalaihi wa-sallam / ‚Gott segne ihn und schenke ihm Heil‘

    Dogma: Am Anfang war das Wort und das Wort war Gott und das Wort wurde Mensch und zelte unter uns. Niemand hat Gott je gesehen, der einziggezeugte Gott der an des Busen des Vaters ist, hat ihn uns bekannt gemacht. (Johannes 1)

    Dogma: Jesus ist das Wort und damit ist sein Name אֲבִי עַ֖ד = Ewiger Vater (Jesaja 9:5)

    Dogma: The soul, the inner self, the heart of man is naturally eternal, full of knowledge and full of transcendental bliss. When a living being is awakened to his original constitutional position of Krishna consciousness he becomes filled with sublime exalted spiritual emotions which have no material counterpart. Final state of human perfection: In that joyous state one is situated in boundless transcendental happiness and enjoys himself through transcendental senses. Establishes thus, one never departs from the truth, and upon gaining this he knows there is no greater gain.”
    Abhay Charanaravinda Bhaktivedanta Swami Prabhupada अभय चरणारविन्द भक्तिवेदान्त स्वामी प्रभुपादः (abhaya-caraṇāravinda bhakti-vedānta svāmī prabhupāda, 1 September 1896 – 14 November 1977)

    Dogma: Jeder Mensch ist ein eigenes, ewiges, immaterielles, sehr gutes und heiliges Sein und Selbst in einem der Sterblichkeit unterworfenen biologischen Organismus, einem biologischen Lebewesen, das zur einzig überlebenden Gattung Homo der Art Mensch aus der Familie der Menschenaffen aus der Unterordnung der Trockennasenaffen aus der Ordnung der Primaten oder Herrentiere, die zu der Überordnung der Euarchontoglires (Supraprimates) gehörigen Ordnung innerhalb der Unterklasse der höheren Säugetiere (Säuger, Mammalia) oder Plazentatiere (Eutheria. Placentalia) gehört.

    Ich denke, ich begegne jedem Menschen mit Respekt, Verstehen und Liebe – dies bedeutet für mich noch ganz lange nicht, dass ich seine Dogmen, seinen Glauben oder seine Überzeugungen respektiere. Das tue ich nämlich gerade nicht. Ich werte den meisten Unsinn wirklich ab. Dazu stehe ich auch.

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  5. Hans-im-Glück sagt:

    Lieber Dogmatiker,

    es ist nicht wichtig, welchen Dogmen zu anhängst.
    Wichtig ist, was Du daraus machst, d.h. wie Du mit den anderen Menschen deshalb umgehst.

    Ob Du sie wirklich (wie Du behauptest) respektierst – dann mußt Du sie „im Ganzen“ respektieren (d.h. auch in ihrem Glauben und in ihren Überzeugungen) und nicht nur in dem, was Dir gerade paßt.

    Von Verstehen und gar Liebe (nach Deiner Behauptung) kann davor, d.h. bevor Du sie nicht als „komplette Wesen“ respektiert hast, erst recht keine Rede sein. Ergo sind Deine Beiträge oben alles nur klug gewählte Worte, hinter denen weder Du noch Deine Überzeugungen stehen.

    Aber, wie ich schon unlängst hier dargelegt habe, lebt ja ganz naturgemäß jeder Mensch in seiner eigenen Welt.
    Und manche Welten haben eben keine sich überschneidenden Bereiche…
    Schalom!

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  6. Hans-im-Glück sagt:

    P.S. Sollte ich Dir zu nahe getreten sein: bitte verzeih.
    Ich wollte Dich nur auf den Widerspruch in Deinen Aussagen hinweisen.

    Ich finde es aber gut, daß Du wenigstens feste Überzeugungen hast – viele Menschen suchen noch danach…

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  7. muktananda13 sagt:

    Alle Dogmen sind der Seele Blei.
    Alle Dogmen sind Ketten, die das Bewusstsein erwürgen.
    Alle Dogmen sind dem Bewusstsein Sauerstoffentzug .

    Wer versteht, hat Verständnis für Sich.

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  8. muktananda13 sagt:

    In der Tat:

    „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott “

    Dies war und ist nicht ein ausgesprochenes Wort- sondern ist die Ur-Frequenz der schaffender Ur-Energie, auch Göttliche Mutter oder Der Schöpfer genannt.

    Dieses wird im Yoga und Buddhismus als AUM (Om)bezeichnet und ist sehr gut wahrnehmbar in Meditation im rechten Ohr. Es ist die primäre Schallwelle , woraus alles entstanden ist, woraus der Geist anfing, sich aus sich und in sich zu materialisieren. Da das Universum in sich weiter ausbreitet, sich weiter ausdehnt, ist es in einer kontinuierlicher Erschaffung, Erhaltung und auch Zerstörung. Jedes kosmisches Zyklus besteht aus diesen 3 gleichzeitig , worin Raum mittels Zeit und Zeit mittels Raum erfahren wird- die Unterschiedenbühne der Göttlichen Komödie.

    Das Bewusstsein ist alles: Kino, Besucher und Film. Alles gleichzeitig. Aus sich und in sich. Form und formlos- gleichzeitig.

    Man kann die Erschaffung und Erhaltung des Universums in einer bestimmter Meditation sehen.

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  9. jauhuchanam sagt:

    @ Seine Gnade Gottes im Glück (Hans = Gnade Gottes)

    „Lieber Dogmatiker,

    es ist nicht wichtig, welchen Dogmen zu anhängst.
    Wichtig ist, was Du daraus machst, d.h. wie Du mit den anderen Menschen deshalb umgehst.

    Ob Du sie wirklich (wie Du behauptest) respektierst – dann mußt Du sie “im Ganzen” respektieren (d.h. auch in ihrem Glauben und in ihren Überzeugungen) und nicht nur in dem, was Dir gerade paßt.

    Von Verstehen und gar Liebe (nach Deiner Behauptung) kann davor, d.h. bevor Du sie nicht als “komplette Wesen” respektiert hast, erst recht keine Rede sein. Ergo sind Deine Beiträge oben alles nur klug gewählte Worte, hinter denen weder Du noch Deine Überzeugungen stehen.“

    Für mich ist es sehr wichtig und bedeutsam, welchen Dogmen ich anhänge, denn der Irrtum ist weit gestreut, die Wahrheit selten.

    Ja, wie gehe ich mit den anderen Menschen um?
    Meine menschlichen Worte in Buchstaben geschrieben, sind sicher nur ein kleiner Ausschnitt einer Wirklichkeit.

    Also, ich kenne keinen Menschen, den ich nicht im Ganzen respektiere.
    In der persönlichen Begegnung mit anderen Menschen vermeide ich Verallgemeinerungen, auch wenn ich nicht ohne sie auskomme, da jedes Leben eines Menschen ein sehr komplexes Ganzes ist, dass ich nur andeutungsweise ein wenig verstanden habe.

    Und wenn ich schreibe, dass ich Dogmen habe, heißt das, dass ich bestimmte Überzeugungen habe. Aber heißt das dann, ich wäre ein Dogmatiker?
    Zum Beispiel, bin ich 100% gewiss, dass sich die Sonne um die Erde dreht, die Erde sich weder bewegt noch um die eigene Achse dreht. Das ist so ein Dogma. Warum soll ich dieses Dogma für irgendwelche Meinungen oder gar Irrtümer aufgeben?
    Oder, unser Sonnensystem, es bewegt sich nicht spiralförmig auf und mit der Zwei-Balken Galaxie, die Milchstraße genannt wird, sondern die Milchstraße bewegt sich spiralig (hoch-runter, links-rechts, querverlaufend) als Spirale spiralförmig an unserem Sonnensystem vorbei.

    Andere Menschen sind da ganz anderer Ansicht. Ich respektiere das, obwohl sie für den meisten Unsinn nicht einen Beweis haben.
    Da wird von der Raum-Zeit-Krümmung geschwafelt, um die Gravitation (eigentlich die Bewegung von Objekten im All um andere Objekte herum sich zu erklären) und bildet diese auf einer Fläche ab, obwohl doch der Raum bereits die unendliche Anzahl von Flächen bedeutet. Oder ein Einstein theoretisiert eine Formel, ohne zu berücksichtigen, dass das Universum, welches eine Dichte aus Wasserstoff besitzt, sich in einem Plenum befindet, dessen Dichte noch wesentlich geringer ist als die des Alls. Einfach mal so tun, als ob das Medium Wasser keine Flüssigkeit wäre, sondern ein Gas oder erst gar nicht vorhanden, um mir die Bewegung eines Schiffes im Meer zu erklären???

    Ach ja, die Wertung „meiner Liebe“ überlasse ich dem Lieben Gott, also Jesus.

    Ich stehe hinter allem, was ich denke, rede, schreibe und tue – manchmal zu bewusst, wie sehr auch ich selbst noch dem Irrtum erlegen bin.
    Wie der Prophet sagte: „Arm an Kraft und Reich an Schwäche.“ oder wie Augustinus es vornehmer formulierte: „ein von Irrtümern und Leiden angefülltes Leben“

    und der gute Paulus es auf den Punkt brachte:
    „Denn es gibt keinen Unterschied: Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.

    Was heißt das nun? Sind wir als Juden im Vorteil? Ganz und gar nicht. Denn wir haben vorher die Anklage erhoben, dass alle, Juden wie Griechen [also alle Menschen], unter der Herrschaft der Sünde stehen, wie es in der Schrift heißt:

    Es gibt keinen, der gerecht ist, /
    auch nicht einen;
    es gibt keinen Verständigen, /
    keinen, der Gott sucht.
    Alle sind abtrünnig geworden, /
    alle miteinander taugen nichts. /
    Keiner tut Gutes, / auch nicht ein Einziger.

    Ihre Kehle ist ein offenes Grab, /
    mit ihrer Zunge betrügen sie; /
    Schlangengift ist auf ihren Lippen.
    Ihr Mund ist voll Fluch und Gehässigkeit.
    Schnell sind sie dabei, Blut zu vergießen; /
    Verderben und Unheil sind auf ihren Wegen, /
    und den Weg des Friedens kennen sie nicht.
    Die Gottesfurcht steht ihnen nicht vor Augen. „

    Aber, es ist schön, wenn erkannt wird, dass ich meine Worte klug wähle, denn das stimmt – auch wenn ich es mir damit oft selbst zu schwer mache und es damit noch komplexer wird, als es ohnehin schon scheint – ich überlege mir immer genau, was ich so rede und schreibe und trainiere auch mein Denken dementsprechend, dass es nicht irgendwelchen Unsinn in seinen Gedanken anrichtet. Ich versuche also folgerichtig zu denken und nicht einfach aufs grade wohl hinaus – damit habe ich mich nämlich oft zu dummen Entscheidungen und Handlungen hinreißen lassen.

    Was ist nun der Vorzug der Juden, der Nutzen der Beschneidung? Er ist groß in jeder Hinsicht. Vor allem: Ihnen sind die Worte Gottes anvertraut. Wenn jedoch einige Gott die Treue gebrochen haben, wird dann etwa ihre Untreue die Treue Gottes aufheben? Keineswegs! Gott soll sich als der Wahrhaftige erweisen, jeder Mensch aber als Lügner, wie es in der Schrift heißt: So behältst du Recht mit deinen Worten und trägst den Sieg davon, wenn man mit dir rechtet. Wenn aber unsere Ungerechtigkeit die Gerechtigkeit Gottes bestätigt, was sagen wir dann? Ist Gott – ich frage sehr menschlich – nicht ungerecht, wenn er seinen Zorn walten lässt? Keineswegs! Denn wie könnte Gott die Welt sonst richten? Wenn aber die Wahrheit Gottes sich durch meine Unwahrheit als noch größer erweist und so Gott verherrlicht wird, warum werde ich dann als Sünder gerichtet? Gilt am Ende das, womit man uns verleumdet und was einige uns in den Mund legen: Lasst uns Böses tun, damit Gutes entsteht? Diese Leute werden mit Recht verurteilt. Was heißt das nun? Sind wir als Juden im Vorteil? Ganz und gar nicht. Denn wir haben vorher die Anklage erhoben, dass alle, Juden wie Griechen, unter der Herrschaft der Sünde stehen, wie es in der Schrift heißt: Es gibt keinen, der gerecht ist, / auch nicht einen; es gibt keinen Verständigen, / keinen, der Gott sucht. Alle sind abtrünnig geworden, / alle miteinander taugen nichts. / Keiner tut Gutes, / auch nicht ein Einziger. Ihre Kehle ist ein offenes Grab, / mit ihrer Zunge betrügen sie; / Schlangengift ist auf ihren Lippen. Ihr Mund ist voll Fluch und Gehässigkeit. Schnell sind sie dabei, Blut zu vergießen; / Verderben und Unheil sind auf ihren Wegen, / und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Die Gottesfurcht steht ihnen nicht vor Augen. Wir wissen aber: Was das Gesetz sagt, sagt es denen, die unter dem Gesetz leben, damit jeder Mund verstummt und die ganze Welt vor Gott schuldig wird. Denn durch Werke des Gesetzes wird niemand vor ihm gerecht werden; durch das Gesetz kommt es vielmehr zur Erkenntnis der Sünde.

    Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten: die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied: Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut, Sühne, wirksam durch Glauben. So erweist Gott seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit seiner Geduld, begangen wurden; er erweist seine Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen, dass er gerecht ist und den gerecht macht, der an Jesus glaubt. Kann man sich da noch rühmen? Das ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das der Werke? Nein, durch das Gesetz des Glaubens. Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes. Ist denn Gott nur der Gott der Juden, nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden, da doch gilt: Gott ist «der Eine». Er wird aufgrund des Glaubens sowohl die Beschnittenen wie die Unbeschnittenen gerecht machen. Setzen wir nun durch den Glauben das Gesetz außer Kraft? Im Gegenteil, wir richten das Gesetz auf.
    Römer 3, Einheitsübersetzung
    Bitte beachten, dass der Begriff „Sünde“ die Bedeutungseinengung von „Schuld“ erhalten hat und auch diese Übertragung in der Intention eines „Schuldbeweises“ des Menschen geschrieben ist.

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  10. jauhuchanam sagt:

    @ muktananda13

    „In der Tat: “Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott ”
    Dies war und ist nicht ein ausgesprochenes Wort – sondern ist die Ur-Frequenz der schaffender Ur-Energie, auch Göttliche Mutter oder Der Schöpfer genannt.“

    Dies war und ist mir klar. 🙂 Denn die menschlichen Laute und Zeichen können eben nur schwach von dieser „Überdimensionalen Welt“ in Metaphern oder Gleichnissen versuchen mitzuteilen; sie sind ja nicht das eigentliche Sein. Es hätte dort ja auch stehen können: Am Anfang war das Tutterputter, der Filkoprhandruvrilprennabrdrulaverramsurlifir oder 1, pie, pah oder poh, je nachdem sich menschliche Sprache eben entwickelt hat.

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  11. jauhuchanam sagt:

    @ muktananda13

    „Dieses wird im Yoga und Buddhismus als AUM (Om)bezeichnet und ist sehr gut wahrnehmbar in Meditation im rechten Ohr. Es ist die primäre Schallwelle , woraus alles entstanden ist, woraus der Geist anfing, sich aus sich und in sich zu materialisieren. Da das Universum in sich weiter ausbreitet, sich weiter ausdehnt, ist es in einer kontinuierlicher Erschaffung, Erhaltung und auch Zerstörung. Jedes kosmisches Zyklus besteht aus diesen 3 gleichzeitig , worin Raum mittels Zeit und Zeit mittels Raum erfahren wird- die Unterschiedenbühne der Göttlichen Komödie.

    Ja, ich kann das natürlich nicht beurteilen, vielleicht ist das nur ein Gerücht über den Buddhismus?
    Ich kann keine materiellen Aussagen über den Nicht-Materiellen Geist machen. Klar in Gleichnissen geht es schattenhaft.
    Aber für mich ist auch diese primäre Schallwelle selbst ja etwas von Gott geschaffenes und nicht er Selbst, nicht das Sein an sich. Ich denke auch nicht, dass in Gott irgendein Bestreben ist sich zu materialisieren, Werde Ihn dies bezüglich aber einmal fragen.

    Aber vermischt du mit deinen Aussagen nicht materiellen Dinge mit dem Überdimensionalen, wo ein materielles Geschöpf schon beim Denken an seine Vorstellungsgrenzen kommt, denn das Denken selbst ist doch bereits ein materieller Prozess, der dann auch noch in derart verschiedenen Tönen und Lauten wiedergegeben wird, wie etwa Han oder Xklosa ?

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  12. thomram sagt:

    Was ist Sünde?
    Was ist Schuld?

    Sünde = Jemanden oder etwas so behandeln, dass er oder es in seiner beabsichtigten Entwicklung gehemmt wird.

    Schuld = Ein Auswuchs der Sünde: Die Wesenheit, welche eine Sünde begangen hat, wird in ihrem Wert herabgesetzt, von aussen oder von innern oder beides.

    Erzengel thom ram, Inhaber des Lehrstuhles für Juris Prudenz im Himmelreich.

    Im ernst. Man muss sich über diese Dinge im klaren sein.

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  13. thomram sagt:

    @Jauhu
    Ist es für dein Weltbild wichtig, dass / ob Joshua gekreuzigt worden ist? Wo ist der Zusammenhang zu deinem Leben?
    Ist es für dein Weltbild wichtig, dass sein Geist den Körper danach noch einmal befeuert hat? Wo ist der Zusammenhang zu deinem Leben?

    Kleine Bitte. Kannst du deine Antwort auf ein dünnes Buch konzentrieren? Danke, meine Augen flattern beim Lesen absatzloser Bandwürmer über 300 Seiten 😉

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  14. jauhuchanam sagt:

    @ thomram

    Schuld „ist“ aus der Sicht der Bibel: ich leihe mir bei dir Deine Zigarette, dadurch stehen wir in einem Vertrags- (Versprechens-) Verhältnis, nämlich, dass ich dir Deine Zigarette wieder gebe, bzw. eine „gleichwertige“ oder ähnliche wieder gebe. Das war es eigentlich schon, aber leider in der Geschichte der Menschheit ein Feld großer Konflikte.

    Sünde“ist“ aus der Sicht der Bibel: ich glaube (vertraue) nicht Gott, dem Schöpfer, sondern diesen in dieser materiellen Welt vorhandenen materiellen Dingen, obwohl ich deren Unsicherheit kennen sollte, da ich weiß, dass ich ein sterbliche Lebewesen bin.

    Ja, es ist sogar sehr wichtig, in einem gewissen Sinne zentral. Damit meine ich nicht die Hinrichtungs- oder Todesart selbst. Es ist deshalb wichtig, weil es ohne seinen Tod ja schließlich keine Auferstehung gegeben hätte.

    Weil ich weiß, dass er auferstanden ist, weiß ich, dass er lebt. Und weil ich weiß, dass er lebt, kann ich mich mit Allem, was mir zu wundersam oder zu schwer oder voller Leid und Irrtum ist, ja an ihn wenden, damit die Dinge, die ich als Konflikt oder Problem ansehe, gelöst werden.

    Denn wie könnte ich mich denn an einen „toten Gott“ an Jemanden wenden, denn es nur in der Phantasie oder den Dogmen und Vorstellungen der Menschen gäbe?

    Der Zusammenhang ist eine Beziehung zu ihm selbst.

    Sein Körper wurde nicht neu befeuert, Sein Selbst, Sein eigentliches Sein, das tot war ist – auch körperlich – zum Leben erweckt, denn er hatte nach der Auferstehung ja bereits eine Körper „anderer Natur“, nämlich einen Nicht-Materiellen.

    War das kurz genug? 😉

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  15. thomram sagt:

    Jauhu
    Yepp, so kann ich „dich“ lesen. 😉

    Klingt gut. Es klingt gut, weil du mit dir im reinen bist.
    Man sieht, wie verschieden Menschen ticken. Ich könnte mit deinem Weltbild keine Woche hier weitermachen.

    Das besagt nichts über den Wahrheitsgehalt dieser oder jener oder noch einer anderererer Vorstellung.
    Wir sind frei, aus dem unendlichen Meer dessen, was ist, das rauszupflücken, was für uns stimmt.

    Allerdings: Es sind liebe gute treue Krücken für unser polar gefesseltes Tagesbewusstsein. Im Moment des Wissens, des Eins Seins, da fällt jede Wichtigkeit ab.

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  16. jauhuchanam sagt:

    Noch ein Versuch.

    Was meinst du mit „polar“? So etwas ähnliches, wie „fixiert“?

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  17. thomram sagt:

    @Jauhu
    Polar ist getrennt. Wenn ich oben denke, ist immer ein Unten da. Wenn ich hinten denke, ist ein Vorne da – unbesehen, ob mir das bewusst ist.

    Das war das Erstaunliche im Moment meiner Erkenntnis:
    Die polare Welt war genau wie sie ist: Polar. Nichts ist Eins, alles ist in zwei geteilt. Aber das Ganze war eingebettet in ein Ganzes, es war auch ersichtlich, dass all die polaren, zwegeteilten Sachen, Dinge, Ideen, Gefühle, Gedanken, dass sie im Grunde Eins sind, dass wir sie hier aber zwingend als getrennt erleben.

    Was is polar. Meine Güte, wenn der Nordpol „positiv“ ist, ist der Südpol „negativ“, zwingend.
    Wäre Freund Luzifer nicht, das Ganze würde in sich zusammenfallen, alles würde sich Ver Ein en, unser Spezialfall mit Name Kosmos würde verschwinden – und die alte Seligkeit würde an seiner Stelle treten.

    Fixiert. hm. jannnnneinnn. Gezogen wär besser. In Spannung gehalten trifft es. Ja. Alles strebt danach, sich zu vereinen. Damit es sich nicht vereint, muss es, wie wenn man eine Gummischnur zieht, auseinandergehalten werden.

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  18. Vollidiot sagt:

    Thom
    Siehst Du im „Moment des Wissens, des Eins Seins“ Farben?

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  19. thomram sagt:

    Ja.

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  20. jauhuchanam sagt:

    Ok, jetzt verstehe ich dich ein wenig besser, thomram.
    Dank dir für deine Erläuterung zu „polar“.

    Ja, wie soll ich nun sagen? Vor allem was?
    Dieser Art des „gnostischen“ Denkens (also das, was sich innerhalb der „Gnosis“ als Denken entwickelte), habe ich bereits vor mehr als 30 Jahren als „Denkfehler“ (als Fehler im Denken selbst) verworfen. [Bitte! damit sage ich nicht, dass ich die vielen Wahrheiten, die die „Gnosis“ entdeckt hat, deshalb mit dem Bade ausgeschüttet habe.] Vielleicht, weil ich diesen Teil der „Denkvorstellung“ der Gnosis nie annahm, erlebe ich die Welt, die Natur, die Menschen, das Sein gar nicht als zwingend getrennt, sondern nehme es als Unterschiede, die aufgrund von Wahrnehmungsfähigkeiten, Standpunkten, Prägungen und Konditionierungen „erkannt“ werden, wahr.
    Also nicht getrennt, sondern als unterschiedlich.

    Also, wenn du mal Südpol reisen solltest, grüße doch die Pinguine von mir.
    Das will natürlich gut überlegt sein, der Temperaturunterschied ist ja so zwischen 60 und 120 Grad zu Bali.
    Auf jeden Fall wirst du feststellen, dass der Südpol, wie der Nordpol positiv ist.

    Dort kann übrigens auch sehr schön festgestellt werden, dass dort kein Eingang zur Hohl-Welt ist und sich alles um unseren schönen Planten Erde dreht. Dennoch mein Gruß an die Anunakis, Neuschwabenländler, Flugscheibensammler und Hohlwelturlauber. 😉

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  21. Katrin sagt:

    Schwarz ist Weiß und Weiß ist Schwarz ! Das ist die ganze Wahrheit unserer Menschenwelt. Wer die Abwechslung liebt, fährt auf Grau ab.

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  22. Klangsinn sagt:

    Ich bin hier wie das unwissende Kindlein. Ein altes Kindlein dazu. Und ich glitt auf Euren Worten daher wie auf einem Floß, immer wieder von Wirbeln erfasst und doch immerzu weitergetrieben.

    „Am Anfang war das Wort“ scheint mir ein Übersetzungsfehler zu sein, denn das schlüpfrige, mehrdeutige Wort, das vom eigenen Sinn in Frage gestellt und verdreht wird, sollte m.E. nicht mit dem Schöpfer verglichen werden. Mir persönlich kommt die ebenfalls zulässige Deutung: „Am Anfang war der Klang“ viel richtiger vor, denn jeder Ton, jeder Akkord ist klarer, beredter und unbedingter als das vieldeutige Wort, das gerade von den belesensten Menschen in Grund und Boden diskutiert wird.

    Beethoven sagte einmal: „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie!“ Streiten wir aber nicht darum, das würde nur eine weitere Anhäufung von Worten verursachen. Hört Euch doch bitte bloß den Beginn der „Schöpfung“ von Joseph Haydn an… Ist nicht die Ärmlichkeit der Sprache durch den Klang überhöht?

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  23. thomram sagt:

    @ Klangsinn

    Sei willkommen, altes Kindlein 😉
    Es freut mich, wenn du dich hier wohl fühlst und etwas findest, was dir Nahrung bietet. Auch ich bin täglich dankbar für alle Funde im Netz und für die Präsenz der hervorragenden Menschen in den Kommentarsträngen hier.

    Klar reicht Musik Botschaften rüber, welche nicht in Sprache zu fassen sind!

    Gefällt mir

  24. @ Klangsinn

    GROßARTIG!!!

    Ich sehe die Realität ja aus der materiellen Perspektive und sagte bisher immer „Ton“ dazu,
    weil ohne „Ton“ keine Musik, ohne Ton, weder Licht noch Welle noch materielles Sein.

    Aber dein „Klang“ das hört sich schon heller an als den dunkel klingende „Ton“

    Am Anfang war der Klang! Eine sehr gute und schöne und wohlklingende Übertragung!

    … und es klang aus „Gott“ heraus: es werde Licht.

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  25. Klangsinn sagt:

    @ thomram: Recht herzlichen Dank für Dein Willkommen sagt das alte Kindlein!
    @ jauhuchanam: O ja, der Klang hat andere, eindrucksvollere Dimensionen als der Ton. Weil im Klang die Mehrstimmigkeit enthalten ist, in ihm wird der Ton zur Tonart. Und damit wird z.B. erst so richtig möglich, was weiter oben gesagt wurde: Farben darin sehen. In der Romantik hat es Bemühungen gegeben, den einzelnen Tonarten bestimmte Farben zuzuordnen bzw. zu unterstellen. Ich persönlich hänge diesem Denken nicht an, aber natürlich klingt A-Dur strahlender, heldischer oder einfach heller als g-moll.

    Nun, das sind musiktheoretische Fragen. Musik aber ist Klang pur. Die Sprache kommt der Musik noch am nächsten in der Lyrik. Dichter wie Rilke oder Hölderlin oder Novalis konnten wunderbar klingend schreiben. (Nur damit Ihr nicht glaubt, ich wüsste die Sprache nicht zu schätzen.)

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  26. thomram sagt:

    @ Uhuu

    Du bist so süss mit deinem auf’m Pol stehen und kuckn, wie sie doch wahrhaftig alles um deine Wirbelsäule drehen tut.
    Bitte berechne mir mal NUR die Bahn, welche NUR der Mond mir zeigen wird! Da von Kreisen zu sprechen dürfte mit „saloppe Beschreibung“ kommentiert werden.

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  27. thomram sagt:

    @ Klangsinn

    Die verschiedenen Tonarten klingen auf einem gleichschwebend temperierten Klavier alle gleich. Gleichschwebende Stimmung ist ein Kompromiss und ein Murks.
    Die alten (und neuen) Orgel-, Cembalo- und Pianobauer, die tüfteln jaaahrelang und immer wieder darüber. Wie stimme ich die Kiste. Es geht nämlich nie auf. Mache ich lauter reine Quinten, dann lande ich zwischen Quinte Nummer 11 und dem Grundton in einer viel zu (grossen/kleinen) kleinen Quinte. Das ist dann der Wolf, der ist ärger daneben als Fastnacht.

    Hingegen: EIN REIN gestimmter Dreiklang, c e g zum Beispiel, das ist der Himmel – denn es gibt keine Schwebungen, der Dreiklang steht schnurgerade da. Haaaarch, das auf der Orgel mit einem Zungenregister, da geht einem einfach einer abb.
    Ach so, Hinweis.
    Zungenregister hat wenig mit körperlicher Betätigung zu tun. Zungenregister haben ein schwingendes Blättchen, Zunge genannt, und Zungenregister können vom gewaltig tiefen Posaunengeknatter in einer Notre Dame bis zu einem quääckckschnarrenden Obertonfest bieten.

    Ach ich hör auf. Es gibt hervorragende Orgelbücher.

    Aber, lieber Klangsinn, etwas ist da DOCH.
    Jede Frequenz hat in ihren Unter – und Oberoktaven Analogien. Der Ton D bringt dich auf die Umlaufgeschwindigkeit des Mars um die Sonne, und seine Farbe ist Rot.
    Es ist durchaus gewollt, ein Stück in D zu schreiben, da stehen andere Kräfte Pate als bei F oder Be.
    Ja. und das gilt auch für die langweilige gleichschwebende Stimmung. Ein D ist eine andere Welt als ein F.
    Zum Beispiel.

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  28. theologen sagt:

    Hier steht auch einiges Spannende dazu: http://www.theologe.de/theologe2.htm#38

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  29. thomram sagt:

    @ theologen

    Sei willkommen in bb, theologe(n).

    Danke für deinen Hinweis. Das lange Interview enthält Vieles für den, welcher von der Amtskirkche kommt, spürt, dass da schier alles schief hängt und tiefer forschen will.

    Heute beschäftigt mich allenfalls die Frage, wie und vor allem wozu wir die Reinkarnation geschaffen haben und ob ich derzeit die mir angelegten Fesseln abstreifen will.

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