bumi bahagia / Glückliche Erde

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Erziehung

Der Umgang mit Kindern ist hier anders. 

Erziehung indonesisch.

Essay.

Ich erkenne eine Gefahr bei Verallgemeinerungen: Sie schaffen Vorurteile. Vorurteile behindern die Wahrnehmung. Entwicklungsbremsend, das.Trotzdem fasse ich meine Beobachtungen zu Thesen zusammen.

Ich habe hier zwei Jahre Einblick in das Zusammenleben von viele Familien nehmen können. In Westjava, in Sumatra, und in Bali kann ich fast täglich vielerorts beobachten, wie Erwachsene mit Kindern umgehen.

Hier nun

A) Meine Beobachtungen ohne Kommentar.

B)  Meine Beobachtungen mit Kommentar.

So sich in dir Widerspruch regt, bitte ich dich um Entgegnung. So du Ergänzende Einsicht hast, bitte ich dich um Vermittelung derselben.

A) Beobachtungen ohne Kommentar

Die Kinder sind immer dabei

Motto: Ich bin willkommen. Ich bin in Odnung.

Ob Mama kocht, ob Papa Holz sägt, ob die Tante per Moped einen Rieseneinkauf tätigt, ob bei 32 Grad eine 6 Stundenfahrt zum Onkel angesagt ist, ob die ganze Familie abends zusammensitzt, ob Oma im Spital ist, immer und überall sind Kinder

von der Geburt weg immer mit dabei.

Mit fortschreitendem Alter entscheiden die Kinder zwar alleine, wann und wo sie teilnehmen, doch allermeistens sind auch über 12 – Jährige all immer überall dabei, sind Bestandteil des Familiengeschehens. Das familiäre Zusammensein ist ihnen ein selbstverständliches Bedürfnis.

Beibringen von Umgangsformen

Motto: Oel im Getriebe Sich körperlich sauber halten. Platz anbieten. Beim Nicht-Esser immer um Verzeihung bitten, dass man isst. Welche Hand ist die gute, welche die Schlechte. Aura klein machen beim Passieren von Menschen.

Das und mehr gehört zum selbstverständlichen verbalen und nonverbalen Erziehungsprogramm.

Wut

Motto: Deeskalation Das Nicht – Zeigen von Wut wird nonverbal beigebracht, nämlich durch gelebtes Vorbild.

Du kannst einem Indonesier saublöd kommen, er wird im Normalfall keine Miene verziehen, vielleicht sogar lächeln. Wenn du noch unverschämter kommst, wird er sich wortlos sanft von dir abwenden.

Es ist ein Zeichen von grösster Schwäche, seiner Wut nach aussen freien Lauf zu lassen.

Ernährung

Motto: Mutter, gib deinem Kind das Beste.Möglichst von Geburt weg Nestlé Milch.

Fast ausschliesslich Fabrikgetränke, allesamt gesättigt mit raffiniertem Zucker oder mit Aspartam.      Reis, ausschliesslich polierter Reis.      In der Fabrik vorgekochte, raffinierte Nudeln.     Huhn, paniert und in hartem Oel fritiert.     Toffu, in hartem Oel fritiert.       Wenig Gemüse und wenn, dann in hartem Oel fritiert.

Ab 10 Jahren alles mit mehr und mehr Sambal, der ultrascharfen, natürlichen Gewürzmischung auf Chilibasis, aus der Zeit stammend, da man halbverdorbenes Essen damit unschädlich machte.     99% der Mütter geben dem Essen das spottbilig zu kaufende Natrium Glutamat bei.

Tagsüber Kekse, Schleckstengel, Eis, Schokoriegel, Bombons mit entsprechend Zucker – oder Aspartamgehalt.

Früchte: Unbeliebt.

Verbale Kommunikation 

Motto: Mitteilen ist gut, Verstehen Nebensache.     Wenn Eltern ihren Kindern etwas sagen, ist es unerheblich, ob das Kind hinhört oder und versteht, was ihm gesagt worden ist.

Die Eltern registrieren kaum, ob das Kind Gesagtes gehört und verstenden hat.

Die Eltern insistieren kaum, wenn das Kind etwas Gefordertes nicht ausführt.

Kinder dürfen Erwachsenen beim Begrüssen nicht in die Augen schauen.

Das gilt allgemein:   Der Rangniedrigere schaut dem Ranghöheren beim Gruss nicht ins Gesicht.

Das Kind darf alles

Motto: Ist ja noch ein Kind.    Es trampelt auf Gegenständen am Boden Rum. Es schmeisst Papas Handy in die Ecke. Es spielt mit Opas Gebiss Fussball.

Massnahme: Ignorieren.

Die Erfahrung des Kindes ist:     Alles ist ohne Wert.

Das Kind darf nichts

Motto: Das ist nichts für ein Kind.      Das Eineinhalbjährige nimmt Papas Zigarettenpackung, nimmt eine Zigarette raus und die zerbricht.

Massnahme:     Anfauchen. Packung wegreissen. In Zukunft bei jedem Griff nach der Packung scharf verbietend dreinfahren.

In Europa ist es besser, aber auch nicht so, wie ich es als wünschenswert betrachte.

Die Erfahrung des Kindes ist:   Mich für etwas interessieren ist abgrundschlecht.

B) Beobachtungen mit Kommentar

Die Kinder sind immer dabei

Motto: Ich bin willkommen. Ich bin in Odnung.   Ob Mama kocht, ob Papa Holz sägt, ob die Tante per Moped einen Rieseneinkauf tätigt, ob bei 32 Grad eine 6 Stundenfahrt zum Onkel angesagt ist, ob die ganze Familie abends zusammensitzt, ob Oma im Spital ist, immer und überall sind Kinder

von der Geburt weg

immer mit dabei.

Mit fortschreitendem Alter entscheiden die Kinder zwar alleine, wann und wo sie teilnehmen, doch allermeistens sind auch über 12 – Jährige all immer überall dabei, sind Bestandteil des Familiengeschehens. Das familiäre Zusammensein ist ihnen ein selbstverständliches Bedürfnis.

Das Kind fühlt sich zugehörig. Das Kind fühlt sich aufgehoben. Das Kind braucht wenig Auswärtskick. 

Während der gesamten Lebensspanne lebt es als Erwachsener in natürlicher Selbstsicherheit: So wie ich bin, bin ich in Ordnung. Es braucht das nicht später in 376 Psychositzungen und 63 „Ich – fühl – mich – Kursen“ halbwegs zu erarbeiten.

Ursache ist dieses „Immer Dabeisein“. So wie du bist, gehörst du zu uns. Genau so wie du bist. Zuerst an der Brust der Mama und an vielen anderen beseelten Körpern, dann mehr und mehr sich selbständig bewegend. Aber immer ist jemand da, der Zuwendung gibt, Onkel, Nachbar, Oma, Bruder, Cousin.

 Das macht den Alltag hier lebendig. Jede Situation ist anders und wird ohne hirngewaschen-schablonenhaftes Westdenken eben als andere Situation er- und gelebt. Das wird für das Kind zur gewohnten Selbstverständlichkeit.

Beispiel: Das Schlafen.

Mal ist man um 13 Uhr müde, dann schläft man eben, auf dem Boden, auf dem Moped, egal.       Mal sind viele Leute da, dann ist das Kind eben bis Mitternacht auf den Beinen.                Westdenken hingegen: Das kleine Kind muss um 20 Uhr schlafen.

Oder weitere Beispiele:

Zwei Erwachsene und ein Kind auf einem Motorrad, das geht gar nicht.

Ein Kind hat auf einer Baustelle nichts zu suchen.    usw.

Ich kann dies Immer- zusammen- Sein gar nicht genug belobigen und jedem Westler ans Herz legen, sich in diese Richtung zu verändern. Das Leben ist viel viel abwechslungs- und phacettenreicher so. Für mich ist es diesbezüglich erschreckend, nach Mittel- und Nordeuropa zu kommen, wo kleine Kinder wie die Aussätzigen immer und überall separiert werden. Wie langweilig für die Erwachsenen. Wie abstupfend für das Kind.

Und die Kinder sind, bedingt durch die Dabei-sein-Gewohnheit, so was von pflegeleicht. 5 Stunden überfüllter Bus – wo ist das Problem? Neue Gesellschaft – wo ist das Problem?

 Wertvollstes 5:0 für Indonesia.

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Beibringen von Umgangsformen

Motto: Oel im Getriebe   Sich körperlich sauber halten. Platz anbieten. Beim Nicht-Esser immer um Verzeihung bitten, dass man isst. Welche Hand ist die gute, welche die Schlechte. Aura klein machen beim Passieren von Menschen.

Das und mehr gehört zum selbstverständlichen verbalen und nonverbalen Erziehungsprogramm.  

Nützlich für den täglichen Umgang. 

Andere, aber auch nützliche Umgangsformen haben wir im Westen auch. 

Klares 1:1

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Wut

Motto: Deeskalation    Das Nicht – Zeigen von Wut wird nonverbal beigebracht, nämlich durch gelebtes Vorbild.

Du kannst einem Indonesier saublöd kommen, er wird im Normalfall keine Miene verziehen, vielleicht sogar lächeln. Wenn du noch unverschämter kommst, wird er sich wortlos sanft von dir abwenden.

Es ist ein Zeichen von grösster Schwäche, seiner Wut nach aussen freien Lauf zu lassen.  

Die Methode ist vordergründig hervorragend geeignet, hintergründig verheerend.

 Im laufenden Alltag ist es wunderbar (und ich weiss, wovon ich rede, ich habe nun zwei Jahre mit Indonesiern zusammen gearbeitet), dass so viele Unebenheiten im gewöhnlchen Umgang und in gemeinsamer Arbeit elegant weggesteckt werden – sei es mit zusammen Lachen, sei es mit geflissentlich Uebersehen, sei es durch oben erwähntes einfach mal kurz Weggehen.

Wenn es aber mal richtig zur Sache geht, dann versagt das System. 

Wenn ein Indonesier das Gefühl hat, einen mittleren bis schweren Fehler gemacht zu haben, dann ist er mangels Uebung ausserstande, das mit seinen Gegenübern auszutragen. Er wird morgens einfach von der Bildfläche verschwinden. Wenn er das örtlich nicht kann, dann wird er dir zeitlich konsequent aus dem Wege gehen. 

Wenn ein Indonesier das Gefühl hat, gravierend hintergangen worden zu sein und kalt wütend wird, dann kann es schon sein, dass sein Kontrahent nach Hause kommt und schön lodernde Flammen vorfindet.

In noch gravierenderem Fall findet sich der Kontrahent unvermittelt im Wald wieder, schön versteckt unter 50cm duftender Erde.

Der Westler zeigt seine Emotionen unmittelbarer, da ist oft unnötig Feuer im Dach.      Dagegen ist er eher bereit und fähig, ein Problem danach anzugehen und zu bereinigen. 

Man darf streiten, welche Kultur punktet. Ich sage 3:3

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Ernährung

Motto: Mutter, gib deinem Kind das Beste.      Möglichst von Geburt weg Nestlé Milch.

Fast ausschliesslich Fabrikgetränke, allesamt gesättigt mit raffiniertem Zucker oder mit Aspartam.       Reis, ausschliesslich polierter Reis.      In der Fabrik vorgekochte, raffinierte Nudeln.       Huhn, paniert und in hartem Oel fritiert.          Toffu, in hartem Oel fritiert.      Wenig Gemüse und wenn, dann in hartem Oel fritiert.

Ab 10 Jahren alles mit mehr und mehr Sambal, der ultrascharfen, natürlichen Gewürzmischung auf Chilibasis, aus der Zeit stammend, da man halbverdorbenes Essen damit unschädlich machte.     99% der Mütter geben dem Essen das spottbilig zu kaufende Natrium Glutamat bei.

Tagsüber Kekse, Schleckstengel, Eis, Schokoriegel, Bombons mit entsprechend Zucker – oder Aspartamgehalt.

Früchte: Unbeliebt.

Vor 10 Jahren sah ich auf dem Schulhof 90% Kinder so, wie sie sich der liebe Gott gedacht hat: Gesunde, ästhetische Gestalten mit Spannkraft.

Heute sehe ich deren noch 50%,  40% sind von zweifelhaftem Körperbau, 10% sind dick. 

Hat die Westmama von Ernährung doch ein bisschen Ahnung, so hat die Indomama null Information darüber, was dem Menschen bekömmlich ist. 

Im Westen gibt man dem Kind viel Zucker und hat dabei ein schlechtes Gewissen. 

Hier gibt man dem Kind Zucker in rauhen Mengen und ist ehr und redlich überzeugt, dass Zucker das besonders bekömmliche Grundnahrungsmittel sei. 

Ein Westler kann sich unmöglich vorstellen, wie gesüsst die Erwachsenen hier Tee und Kaffee trinken.

Im Vergleich zu einem Nahrungsmittelladen hier ist ein deutscher Aldi ein Bioladen. 

Was die Erde hergibt, wird in der Fabrik verdorben, neu zusammengemischt, mit Gift versehen, verlockend eingepackt und für kleines Geld angeboten.

Gemüse? Früchte? Keine.

Auf dem Markt gibt es frisches Obst und Gemüse….bloss…..nur der liebe Gott weiss, mit wieviel Chemie die Sachen aus der Erde gejagt worden sind.  

Die Mama ist felsenfest überzeugt, dass das, was von allen praktiziert und zudem in TV als gesund deklariert wird, sehr sehr bekömmlich sei. 

Dies in einem Land, wo Bäume, Früchte und Gemüse wunderbar gedeihen.

Für mich steht dabei eine Frage offen:       Im direkten Vergleich sind Kinder bezüglich Körperbau hier und in der Schweiz wie Aesthetik und Missgestalt.   Hier Mädchen mit dem Kopf exakt auf der straffen Wirbelsäule, Beine wie aus dem Bilderbuch,  dort krumme Rücken und Beine in beliebiger Wurzelform.

Wie kommt das? Hier sind Kinder nicht nur schlecht ernährt, sie fahren auch Distanzen ab 30 Metern ausschliesslich per Moped!

Liegt es am Erbgut? 

Liegt es daran, dass Menschen hierzulande bis vor Kurzem körperlich täglich gefordert waren, indes wir im Westen seit 200 Jahren den Siegeszug der sitzenden Lebensweise inszenieren?

Spiel bei 0:0 wegen Regen abgebrochen.

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Verbale Kommunikation

Motto: Mitteilen ist gut, Verstehen Nebensache.   Wenn Eltern ihren Kindern etwas sagen, ist es unerheblich, ob das Kind hinhört oder und versteht, was ihm gesagt worden ist.

Die Eltern registrieren kaum, ob das Kind Gesagtes gehört und verstenden hat.

Die Eltern insistieren kaum, wenn das Kind etwas Gefordertes nicht ausführt.

Kinder dürfen Erwachsenen beim Begrüssen nicht in die Augen schauen.

Das gilt allgemein:  Der Rangniedrigere schaut dem Ranghöheren beim Gruss nicht ins Gesicht.

Das gesprochene Wort hat hier wenig Wert. 

„Wir treffen uns morgens um 0800Uhr hier beim Kiosk“. – Da kannst du lange warten. 

„Ich arbeite auf diesem Bauprojekt, bis es zu ende ist“. – Zwei Tage später erscheint der Mann ohne Ankündigung nicht mehr.

Informationen werden mit „ja“ quittiert. Fast ausnahmslos. Ich habe kaum je eine Kontroll – Rückfrage erlebt.

Wenn du wissen willst, ob dein Gegenüber verstanden hat, was du sagst, musst du nachfragen.

Beispiel für die Nichtkommunkation.

„Was ist an deinem Motorrad kaputt?“ 

Antwort: „Ja“.

Fall 1)  Der Mann hat sich, halb hinhörend, auf „kaputt“ bezogen und entsprechend korrekt mit „ja“ geantwortet. 

Fall 2)  Er hat deine Frage korrekt verstanden, zieht es aber vor, HÖFLICH zu sein statt SACHBEZOGEN spezifisch zu antworten, denn du hast mit deiner Frage dein Nichwissen preisgegeben, und es wäre unhöflich, dich zu belehren, was denn Sache ist. 

„Ja“ als Antwort ist IMMER gut. Ich gestehe, dass ich mittlerweile haha auch gelegentlich von dieser faul – praktischen Einrichtung gebrauch mache, dann nämlich, wenn ich eine Aussage nicht verstanden habe und zu faul bin, nachzufragen….

Ich führe diese Art der Gesprächsgepflogenheit hier auf die Kindheitserfahrung zurück. 

A) Kindern ist Höflichkeit als hohes Gebot eingeimpft. Dass „ja“ sagen dazugehört, lernen sie in der täglichen Praxis von selber. 

B) Kindern ist beigebracht worden, dass der Inhalt der Rede von geringer Bedeutung ist. 

Tja, so ist sie denn ohne Bedeutung eben.

Indonesia verliert 0:1

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Das Kind darf alles

Motto: Ist ja noch ein Kind.      Es trampelt auf Gegenständen am Boden Rum. Es schmeisst Papas Handy in die Ecke. Es spielt mit Opas Gebiss Fussball.

Massnahme: Ignorieren.

Die Erfahrung des Kindes ist:    Alles ist ohne Wert.

Das zieht sich ins Erwachsenenleben hinein. Die Sorgfalt mit den Dingen ist erbärmlich. Ordnung in den Dingen kaum gefragt. 

2:1 für den Westen

Das Kind darf nichts

Motto: Das ist nichts für ein Kind.   Das Eineinhalbjährige nimmt Papas Zigarettenpackung, nimmt eine Zigarette raus und die zerbricht.

Massnahme:    Anfauchen. Packung wegreissen. In Zukunft bei jedem Griff nach der Packung scharf verbietend dreinfahren.

In Europa ist es besser, aber auch nicht so, wie ich es als wünschenswert betrachte.

Die Erfahrung des Kindes ist:     Mich für etwas interessieren ist abgrundschlecht.

Den Kindern wird kaum etwas beigebracht. 

Weil Interessantes kennenzulernen noch und noch scharf verboten wird, wird ein wesentlicher kreativer Grundzug in den Menschen im Keime erstickt:

Die Motivation, etwas Neues zu entdecken, ist unter der Bleischicht des elterlichen Verbotes vergraben.     Entsprechend ist Lernen schwierig. 

Erzähl einem Indonesier, dass Asbest schädlich ist, dass Glutamat das Hirn killt, dass englisch lernen für ihn im Hotelgewerbe zentral wichtig ist, dass Nestlé Milch mit Zucker der Anfang von Zuckersucht ist, dass Plastik verbrennen die Lungen killt. Zeig einem Kind etwas, was mehr als zwei Gedankenschritte erfordert.

Erzähl einem befreundeten, intelligenten Indonesier, dass Früchte essen und zu fuss gehen gesund sei. 

Weil er dich als Freund achtet, wird er begeistert zustimmen.

Doch kannst du zwei Jahre lang dieselben Themen noch und noch mit ihm erörtern, er wird an der herrschenden Tradition festhalten:

Asbest verbauen, Glutamat und Zucker essen, er wird seinem Kind das Beste geben, nämlich Nestlé.

Das hat eine ausgeprägte Lernhemmung zur Folge: Was ich nicht ich nicht kann, das kann ich nicht lernen. 

Im Westen ist das Zeigen der Welt, das liebevolle und geduldige Beibringen von Fertigkeiten mindestens im Ansatz vorhanden, in vielen Familien beispielhafte Selbstverständlichkeit.

Krasses Knokout für Indonesia: 0:5

Thomas Ramdas Voegeli    2012

 


8 Kommentare

  1. gabrielbali sagt:

    Zitat: „Im Westen ist das Zeigen der Welt, das liebevolle und geduldige Beibringen von Fertigkeiten mindestens im Ansatz vorhanden, in vielen Familien beispielhafte Selbstverständlichkeit. Krasses Knokout für Indonesia: 0:5“

    Sorry, mein Freund und Nachbar, aber ich denke, das siehst Du zu rosig. Das “liebevolle und geduldige Beibringen von Fertigkeiten” mag in manchen gut situierten Familien bisweilen noch ueblich sein, das Gros der Kinder und Jugendlichen im Westen ist und bleibt aber meist sich selbst ueber- und alleingelassen. In Indonesien werden Heranwachsende vielleicht nicht so gut unterrichtet, aber dafuer nur ganz selten abgeschoben und sie duerfen sich von Erwachsenen immer noch sehr oft etwas “abschauen”, vom Vater, den es nur selten stoert, wenn ihm seine Kinder bei der Arbeit Gesellschaft leisten und ihm dabei auch ueber die Schulter sehen, von der Mutter, die ihre Kinder auch gerne rund um die Uhr “dabei hat”, von aelteren Geschwistern, Grosseltern und wer auch immer in den ueblichen grossfamiliaeren Verhaeltnissen zur Verfuegung stehen mag…

    Ja, indonesische Kinder moegen tatsaechlich weniger gut unterrichtet und vielfach eher mangelhaft unterwiesen werden, aber da sie immer bei allem, was geschieht dabei sein duerfen, haben sie wenigstens hervorragende Moeglichkeiten, aus guten, wie auch aus weniger guten taeglichen Beispielen in ihrem Familienclan zu lernen. Eine Moeglichkeit, die den meist in Kindergarten und Schule verbannten und daher isoliert aufwachsenden West-Kindern groesstenteils verwehrt bleibt. Sie bekommen den staatlich verordneten “Lehrplan-Einheitsbrei”, den ihnen ihre Lehrer verabreichen, mehr aber auch nicht…

    Wenn man dann noch davon ausgeht, dass es nur ganz wenige Lehrer gibt, die ihren Beruf auch als Berufung sehen und diesen auch entsprechend engagiert ausueben, ist das, was westlichen Jugendlichen mitgegeben wird, meist auch duerftige und nicht selten auch schwer verdauliche Kost. Ich sehe in unserem westlichen System auch kaum echte Foerderung von Heranwachsenden, im Gegenteil sogar – wenn man nicht so einen strengen Beurteilungsmassstab anlegt, wie Du es tust und eher darauf achtet, welche Menschen am Ende eher ein glueckliches, erfuelltes Leben zu leben imstande sind, dann habe ich die Indonesier eindeutig und „um Laengen“ vorne…

    “Ein krasses Knockout Indonesiens und ein 0:5” empfinde ich als krasse Fehlentscheidung. Ein knappes 3:2 fuer Indonesien waere noch vertretbar, weil es meines Erachtens auch gilt, den Faktor Lebensqualitaet entsprechend zu bewerten (was im Westen vielfach voellig unter den Tisch faellt!). Eine gebildete, intelligente Bevoelkerung gross zu ziehen, die am Ende eine Schar von vielen zigtausenden Seelenklempnern und Psychologen benoetigt, um ueberhaupt einigermassen ueberleben zu koennen, mag gut fuer diese Berufsstaende sein, ist aber ein gewaltiges Armutszeugnis fuer die gesamte Gesellschaft! De facto sogar eine BANKROTT-ERKLAERUNG!

    Uebrigens, neben Diabeteserkrankungen, die bei uns in Indonesien bereits zweistellige jaehrliche Zuwachsraten aufweisen (was groesstenteils ernaehrungsbedingt ist, weil die vom Westen eingeschleppte Industrienahrung ihren Tribut fordert!), ist neben den Suizidraten hierzulande auch der Bedarf an psychiatrischer Betreuung erschreckend im Ansteigen – letztere allerdings nur in Bevoelkerungsschichten, die sich verstaerkt am westlichen Lebensstil orientieren. Also Menschen auf “hoeherem” Bildungsniveau, mit “hoeheren” Zielen, mit “hoeheren” Einkommen, mit “hoeherem” Anteil an sitzenden Berufen, mit “hoeherem” Anteil an Fleisch-, Alkohol- und anderer Drogen Genuss…

    Wie “hoch” sollte man tatsaechlich hinaus wollen?

    Eine Frage, ueber die die wenigsten ernstlich nachdenken…

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  2. Vollidiot sagt:

    Im Westen:
    Kinder ab 6 in der Schule – ab hier beginnt der Kampf jeder gegen jeden – mit Belobigungen, z.b. Erreichen des Numerus cl..
    Frägt man einen Abiturienten nach Bäumen, Pflanzen, Vögeln (fliegen), dann bekommt man in der Regel keine guten Antworten – viel zu primitive Fragen.
    Der Intellekt ist gefragt, je intelligenter desto besser, Seelenqualitäten und Kreativität stören eher.
    Das westliche System der Konditionierung ist aufgrund der fundierten psychologischen Kenntnisse gut gereift – überall hängen reife Früchte.
    Das Delegieren an „Fachleute und Experten“, die immer wohlfeil sind, erspart das selbständige Denken.
    Die allermeisten leben im Nichtbewußten – das ist bequem – erspart Auseinandersetzung mit Unbequemem.
    Je größer die Möglichkeiten sich dem Wachbewußtsein zu öffnen, das so dringend erforderlich wäre, wird ein Surrogat oder eine geistige Nebelbank gesucht, in der man sich leidlich aufhalten kann.
    So werden die eigenen seelischen Ressourcen erst gar nicht entwickelt, das Miteinander darbt und die Wahrnehmung wird auf möglichst wenige Sinneseindrücke reduziert. Diese werden mit dem vorhandenen Welt- und Menschenbild, mediengeprägt und reeducated, wie es halt ist, verstandschonend bearbeitet.
    Soll so der Mensch sein? Deformiert – soll er so Vorbild sein für z.B. Indonesien?
    Dafür kann man hier im goldenen Westen so existentiell wichtiges wie IQ-Tests machen und je höher, desto besser.
    Ein Wachbewußtseinsmeßinstrument gibt es nicht.
    Und die daraus entspringenden seelische Arbeit mit ihrer Wirkung wird an keiner Uni erforscht – der Lehrstuhl bekäme die rote Karte – weil Gift für die NWO.

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  3. gabrielbali sagt:

    „Im Westen: Kinder ab 6 in der Schule – ab hier beginnt der Kampf jeder gegen jeden“

    Beginnt der Kampf nicht schon viel frueher, z. B. von ehrgeizigen Eltern angezettelt? Und spaetestens im Kindergarten dann richtiggehend professionell gesteuert?

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  4. thomram sagt:

    Wir sind in einem äusserst komplexen Thema. Danke, dass ihr einsteigt, jeder kann nur profitieren.

    Ich kenne Schule von innen nur im Aargau, Schweiz. Dort allerdings kenne ich sie sehr sehr gut.
    Ich stelle fest:
    Das ENGAGEMENT von 90% der Lehrer dort ist enorm! Qualitativ und quantitativ. Was ich in den letzen 15 Jahren in vielen verschiedenen Schulhäusern gesehen habe: Lehrer, welche eine Stunde vor Unterricht da sind und nach dem Unterricht auch mal in die Nacht arbeiten. Schulzimmer, welche Arbeiten der Schüler zeigen, dass ich staune und sage: Alle Achtung, so viel Kreativität ist da und wird gelockt! Lehrer, welche sich WIRKLICH um jeden einzelnen Schüler kümmern und alles tun, um ihn (nach ihren Ideen und Idealen…..zu fördern).

    Anderseits: 95% der Lehrer sind, was Weltgeschehen und Hirnwäsche betrifft, unbefleckt wie die heilige Maria. Fluorid ist ebenso gesund wie 9/11 von 7 Arabern gemacht.

    Im Rahmen dessen, wessen sich die Lehrer bewusst sind, machen sie sehr gute Arbeit, wirklich, mit Herzensblut. Weil sie sich aber kaum bewusst sind, warum wozu wieso Rechnen das Hauptfach Nummer eins ist und dass sie in Geschichte 80% Lüge gelernt haben und weitergeben, weben sie am unseligen Teppich der Dummhaltung unbewusst fleissig mit.

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  5. Vollidiot sagt:

    In den meisten Kindergärten schon.
    Früher auch schon – vielleicht schon, wenn Vattern die implizite Botschaft, im Rhythmus seiner aktiven Lendenmuskulatur, werd so einer wie LangLang oder Fußballstar, seiner Lendenfrucht mitgibt.
    Auf geht’s!!!!!!!!!!!!!

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  6. Vollidiot sagt:

    Ja Thom so sind sie.
    Ich kenne etliche als nette Menschen.
    Bei uns Beamte und somit unfrei.
    Das prägt – denn die Pension möchte keiner missen.
    Also – Lehrerbewußtsein mit adäquatem Menschen- und Weltbild sorgt an entsprechenden Schulen für die „gesunde“ Entwicklung von Kindern zu „Staatsbürgern“.
    Demokratie schafft die Bewußtseinslähmung allerorten.
    Darum – ein Hoch den Demokreaturen.
    Brüder zur Sonne zur Freiheit……………………singen die Fabianisten (hat nix mit fabulieren zu tun).

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  7. sina80 sagt:

    Krieg und Frieden in unserm Innern

    Ich weiß nicht wann es angefangen hat, und ich weiß nicht warum es passiert. Aber ich weiß, es läuft mit uns Menschen sehr viel verkehrt.
    Und die Auswirkungen sehen wir auf der ganzen Welt. Dort, wo man vermeintlichen Wohlstand genießt, leidet der Geist an irgendeinem Wahnsinn.
    Weil alles miteinander verbunden ist, spüren wir überall die Auswirkungen dieses Wahnsinns. In der Geschichte der Menschheit ist viel passiert und man kann die vielen Verbrechen und Grausamkeiten nicht ausblenden. Vor allem: es hat nie aufgehört.
    Warum ich glaube, dass die Deutschen eine Schlüsselrolle für all das Dilemma übernehmen? Die Antwort weiß ich nicht, aber ich spüre es, dass hier der Dreh- und Angelpunkt dafür liegt.
    Es spitzt sich zu, wie Ruhe vor dem Sturm. Jede Lüge kommt irgendwann ans Tageslicht. Daher sieht man immer mehr die deutsche Orientierungslosigkeit, die sich von Generation zu Generation immer mehr bemerkbar macht.
    „Teile und herrsche“ war das Schneeballprinzip, welches die Welt überzog, obwohl Schneeballsysteme verboten sind. Aber nichts funktioniert besser…vor allem für die Obersten der Pyramide. Anders formuliert könnte man die Sache auch „Spalte und schaffe Abhängigkeiten“ nennen.
    Wenn man die normale Entwicklung von Lebewesen anschaut, sieht man, dass die Natur automatisch alles ins Gleichgewicht bringt.
    Warum also die Menschen nicht? Weil der Mensch über ein Bewusstsein verfügt, welches den Naturgesetzen widersetzt. Da wo die Natur aus dem Gleichgewicht geraten ist, war immer nur der Mensch beteiligt. Weil er Gott spielt. Ohne jegliche Demut und Dankbarkeit an ihren Schöpferplaneten. Die Sucht nach Macht, Neid und Gier sind die Wurzeln.
    Kann mich erinnern als ich als Kind Westernfilme geschaut habe. Dort wollten immer die Cowboys den Indianern das Gold rauben. Warum aber Gold? Ist Gold die Essenz des Lebens? Wenn man in spirituelle Lehren schaut, findet man, dass goldenes Licht dem Schöpfer gleichgesetzt ist. Kommt aus Arroganz des Egos der Gedanke Gott zu spielen, die menschliche Verbundenheit zu vergessen, um sich über alle zu erheben? Mir fällt jedenfalls die Gier nach Gold auf, die für blutiges Morden verantwortlich ist. Aus dieser Gier nach Gold erschufen kluge Köpfe des Geldsystems mit dem betrügerischen Zinseszins, der den völligen Ausgleich einer finanziellen Schuld gänzlich zur Unmöglichkeit macht. Das ist in vollem Maße ein Gegensatz zum Haushaltsgrundsatz, dass Einnahmen und Ausgaben sich decken müssen, für einen ausgeglichenen Haushalt nach dem Haushaltsgesetz. Ist es nicht eine riesengroße Ironie, die hier infiltriert wurde?
    Das reine Wesen der menschlichen Natur ist fleißig und kreativ. Aber dies wurde durch dieses perverse Geldsystem unterdrückt, da es auf alle Fälle Verlierer kreiert. Nämlich die fleißigsten und kreativsten vergeben ihr Potenzial für die, die den betrügerischen Tricks folgen. Deshalb arbeiten heutzutage die Menschen vor allem in Deutschland nur für die Zinsen für Geld was aus dem Nichts geschaffen wird, und den Großen ohne Zutun in die Tasche wandert. Dies hat nichts zu tun, das Geld in der Realwirtschaft im Umlauf sein muss.
    Die Unterdrückung dieses menschlichen Wesens durch die egogesteuerte Unmenschlichkeit hält Neid und Gier am Leben durch maßlose Ungerechtigkeit.
    Ohne diese Sache hätte der Mensch in Ruhe leben können, und gemeinsam gute Dinge schaffen können. Vor allem die Deutschen waren immer wieder sehr fleißig und haben Dinge geschafft und erbaut. Diese Besonderen Dinge machten andere Menschen neidig, statt dieses den anderen Menschen einfach gleich zu tun.
    Denn sie vergaßen, dass wir letztendlich alle gleich sind. Besonders aber wir in Deutschland haben lange an dieser Herzensliebe festgehalten, sind der bedingungslosen liebe gefolgt, und die hat alles erduldet und ertragen. Wir haben eine Schuld angenommen, für einen bestialischen Völkermord, den wir begangen haben sollen, um dafür auf Ewigkeit ausbluten zu müssen. Die Ironie daran ist, dass dieser Völkermord an den Deutschen begangen wurde. Aber diese Tatsache der Wahrheit ist per Gesetz verboten. Muss man die Wahrheit mit einem Gesetz schützen? Denn die Wahrheit IST…
    Schützen muss man nur die Lüge, damit sie als solches bestehen bleibt.
    Deshalb gibt es einen Fakt, den kaum jemand weiß: die Deutschen arbeiten die meisten Stunden, und bekommen den wenigsten Lohn für ihre Arbeitskraft. So wird das Potenzial wegen einer „angeblichen Schuld“ die nach vielen Historikern gar nicht vorhanden ist, verheizt.
    Dass dies nur zu einem Krieg im Inneren führen kann erklärt sich von selbst.
    Wir haben einen „falschen Wohlstand“ in Form von hochentwickelter Technologie, die uns vorgaugelt einer hohen menschlichen Entwicklung gleichzustehen. Tatsächlich sind das aber nur materielle Werte, und die Entwicklung des Geistes liegt brach. Dazu kommt ein gemachtes Trauma, welches jede Generation zur nächsten unverarbeitet weiter trägt…und sich so immer mehr Unaufgearbeitetes zu einem Päckchen voll Wahnsinn zusammenschnürt.
    In vielen Ländern finden wir nicht unseren modernen Wohlstand, aber sicher gebundene Kinder an ihre Eltern. Ganz nüchtern betrachtet braucht man nicht mal Kenntnisse in der geschichtlichen Entwicklung, um zu merken, dass hier etwas nicht stimmen kann. Woher diese Ungleichgewichte an verschiedenen Stellen der Welt?
    Dazu kann ich in erster Linie eigene Erfahrungen und meine eigene Verwirrtheit dokumentieren, die aus folgenden generationsübergreifenden Traumata behaftet sind. Die Generation meiner Großeltern erlebten das Trauma der Weltkriege, welcher zum Installieren einer Lüge in Form einer angeblichen Schuld infiltriert wurde – wider den Tatsachen des Mordes am eigenen Volk. Diese Dinge unverarbeitet hatten Auswirkungen an die nächste Generation meiner Eltern, die aber keinen Bezug dazu finden konnten, da ein Auseinandersetzen und Verarbeiten der Sache unterdrückt wurde. Kinder merken aber, wenn etwas nicht stimmt. Es entsteht Unsicherheit, die Kinder, wenn sie nichts Greifbares dazu bekommen, sich selbst anlasten, was auch wiederum traumatisiert und gestörte Eltern – Kind – Bindungen hervorruft. Diese bindungsgestörten Kinder werden Erwachsen und es kam die nächste Generation zu Welt zu der ich mit Geburtsjahr 1980 gehöre. Zusätzlich zum Päckchen meiner Großeltern erlebten meine Eltern das Trauma von Mauerbau und Mauerfall. All das erschuf unsichtbares Leid, welches bei meiner Generation noch im größeren Maße zum Tragen kommt. Ich nenne es Orientierungslosigkeit uns unsicheren Eltern-Kind-Bindungen. Wenn man das aus diesem Weitblick betrachtet, sieht man also, dass es nicht richtig ist, zu sagen, die Eltern sind Schuld… An was? Und hier liegt der Schlüssel…einer erfundenen Schuld, die in Wahrheit großes erfahrenes Leid selbst war. Eine Leidensgeschichte mit grenzenlosen Auswirkungen an Orientierungslosigkeit und Verlust der menschlichen Werte.
    Deshalb ist die Häufigkeit der gescheiterten Existenzen in meiner Generation zu finden. Dass dies Auswirkungen auf die Generation unserer Kinder hat, versteht sich von selbst.
    Die Aufarbeitung der Traumata wurde gezielt verhindert, indem man für uns eine Vollzeitbeschäftigung schuf. Man achte auf den Wortstamm ….Beschäftigung. Man muss uns also beschäftigen, damit wir nicht auf dumme Gedanken kommen?! Wir sollen uns eben nicht mit dem Wesentlichen beschäftigen – nämlich mit der Aufarbeitung unserer Geschichte. Unsere Aufgabe soll ein Kampf um Existenz und ums Überleben sein. Ein Kampf um vermeintlichen Wohlstand in Form von Geld. Denn die Abhängigkeit ans Geld wurde so groß gestaltet, dass man das „gut Leben“ ans Geld gebunden hat.
    Würde man dies bei anderen Tierarten sehen, gäbe es heute keine glücklichen Tiere, die zufrieden in der Sonne liegen und schlafen. Nur der Mensch hat einen Alltag, wo er dem Geld hinterher hetzen muss und kann nicht die Sonne genießen außer 14 Tage im Jahr. Und dann sind wir glücklich.
    Und die Völker die es könnten, denen ihr Land wurde vorsätzlich zerstört, wegen angeblicher Verletzung der Menschenrechte, doch in Wahrheit ist es wegen derer Bodenschätze. Wenn wir also intelligent und hoch entwickelt sind, weshalb dulden wir diesen Zustand?
    Weil in uns selbst der Krieg tobt, und eine Traumaaufarbeitung verhindert wird, und das zeigt sich im Außen. Es ist an der Zeit Stopp zu sagen. Dieses Stopp wird sicher keinen Krieg im Außen beenden. Aber vielleicht ist es der erste Schritt für Waffenstillstand…um endlich Zeit zu finden, die Situation zu analysieren, welche Dinge der Vergangenheit zu solch einer Gegenwart führten. Dabei wird man sicher immer einen Schuldigen finden, der unser Trauma verursacht hat. Aber es ist an der Zeit neue Wege zu suchen, ohne Urteile zu fällen, die zu Trennung führen.
    Wir können die Vergangenheit nur stehen lassen, nachdem wir die Wahrheit erkannt haben, und uns von unserem emotionalen Trauma befreien. Dies geht nur in einem vertrauensvollen Miteinander in einer Gruppe von einer kleinen Anzahl von Menschen. Und es ist Zeit für dieses Stopp.
    Denn ich betrachte mein Kind, welches die Hin- und Hergerissenheit der Generationen am meisten zu spüren bekommt.
    Suchen die Kinder Orientierung, bringt sie unsere Orientierungslosigkeit vollkommen durcheinander, weil keiner mehr den Kindern „ehrliche“ Werte vermitteln kann, welche sich über Generationen bewährt haben, weil dies nicht funktioniert, ohne das gesellschaftliche Trauma auszublenden. Denn irgendwann schreit der letzte Lebenswille nach Befreiung aus dem Gefängnis des Verstandes.
    Ich sehe es an meiner Tochter, die einen unsagbaren Willen hat, und sie sich nicht verbiegen lässt. Sie wehrt sich gegen all die Infiltrierungen mit Händen und Füßen, die bereits mit dem Gang in den Kindergarten einsetzen. Nach psychotherapeutischem Ansatz muss das Kind funktionieren. Es finden Dinge statt, die nicht sein dürfen. Laut Katalog der kindlichen Entwicklung z.bsp. ein Wutanfall. Da wird gefragt: wie alt ist ihr Kind? 4 ½ Jahre…, nein, in diesem Alter darf das nicht mehr sein, dass dürfen sie nicht zulassen. Ich soll also nicht zulassen was ist. Also muss ich einen Weg finden, mein Kind zu zwingen, dass es seine Gefühle unterdrückt. Ich sage euch: genau diese Sache führt zum Krieg in euch. Zum Krieg in euren Kindern.
    Denn alles was ihr fühlt und was unverarbeitet in euch schlummert passt nicht in gesellschaftliche Konzepte, die mit Spaltung und Trennung arbeiten.
    Denn womit wird ein anständiges ansehnliches Leben gleichgesetzt? Mit einer guten Arbeit die viel Geld bringt, damit man keine Probleme hat. Ein gutes Auto zu fahren, zweimal im Jahr einen Urlaub zu machen ins Ausland und die Hobbys unserer Kinder zu finanzieren, die halt auch vom Geld abhängig sind. Erfüllt man diese Maßstäbe nicht, passt man schon nicht ganz ins Bild und gehört zu den Problemfamilien.
    Als Elternteil einer solchen Problemfamilie wirst Du dich auf Grund der gesellschaftlichen Prägung schlecht fühlen, und eine Art „schlechtes Gewissen“ mit Dir umhertragen, nicht zu genügen. Nicht genügen? Genau darum geht es. Wir leben in einer Mangelgesellschaft. Eine Mangelgesellschaft, die den Menschen vermittelt man hat „finanziell“ zu genügen weil das der einzige und wahre Wert ist.
    Und weil das ein Kreislauf ist, dem viele nicht gerecht werden können, es aber pausenlos versuchen, bleibt keine Zeit um die Dinge auszugleichen, die kein Mangel sein müssten. Nämlich das Leben der Menschlichkeit und der Gemeinschaft in Vertrauen, wo man untereinander Probleme gemeinsam trägt und sich auffängt. Es wird vergessen, nicht gesehen…im Streben nach den „aufgesetzten“ Werten und dem ausüben einer Vollzeitbeschäftigung, die einen trotzdem nur mäßig entlohnt. Denn ausreichende Entlohnung schafft Zeit zum Nachdenken. Dies könnte aber gefährlich werden für die Machthaber. Nicht das sich die Menschen der Lügen bewusst werden. Also weiter beschäftigen…für unzureichendes Geld…um die Menschen, die in der Lage zu denken wären, im Rad der Zukunftsangst nie bei sich selbst ankommen zu lassen. Das ist der Krieg in uns, und der Krieg den man im Außen überall auf der Welt sieht.
    Also suche den Frieden in Dir, und du wirst auch den Frieden im Außen irgendwann leben dürfen…
    Es fängt in deinem Herzen an!

    Sina H. im Februar 2015

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  8. sina80 sagt:

    Danke für`s Veröffentlichen. Ich habe damals diesen Text geschrieben, als ich meine kleine Tochter in den Kindergarten zwingen musste, da ich ja zu diesem Zeitpunkt noch meinem Job im öffentlichen Dienst nachgegangen bin (17 Jahre lang und dann dort gekündigt, was niemand verstehen konnte, wie man so einen Job kündigt, aber für mich war es überlebenswichtig…), und es hat mir das Herz zerrissen, die Kleine dort abgeben zu müssen. Und mich hat es unzufrieden gemacht. Meine Tochter hat allerdings so einen starken Willen, ich hätte sie quasi schon am Morgen mit Gewalt in ihre Kleidung prügeln müssen, damit sie fertig für den Kindergarten ist…und welche Mutter kann schon so etwas… Dazu kam, dass sie mit 6 Monaten eine Impfung bekam, die uns anschließend zwei Jahre lang Krankenhausbesuche eingehandelt hat…ich über diesen Sachverhalt zum Thema „Impfen“ gekommen bin…mir Studien angeschaut habe, wie diese überhaupt erstellt werden…u.s.w….das Ergebnis aus diesem Thema kennt ihr sicher alle selbst…seitdem wurde mein Kind niemals mehr geimpft (wie ich das nächstes Jahr zwecks der Impfpflicht mache…da bin ich noch ratlos…), und ich habe dann auch meinen Job aufgegeben. Bin durch schlimme Tiefs gegangen, und habe dann quasi eine geistige Neugeburt erleben dürfen, welche alles verändert hat, und meine von Kind an störende Blockierung am Herzchakra löste sich komplett auf. Habe viel nachgedacht, warum man sich oft so schlecht fühlt, und warum man Kinder so verbiegen muss, obwohl ich innerlich genau fühle, was das Richtige wäre. Nur ist das Richtige oft nicht systemkonform. Konflikte über Konflikte…und wie kann man einem Kind zeigen, dass es werden soll was es ist, wenn man selbst nicht so sein kann, wie es dem wahren Wesen entspricht. In dem Sinne ist Erziehung zum Beispiel in Deutschland zweierlei. Die ganz genauen hörigkeitsabhängigen Moralapostel, die immer mit Zeigefinger nach oben wissen, was richtig ist, und alle anderen verurteilen und schlecht reden, und diejenigen, die auf der Suche nach Leben und Menschlichkeit sind, ihr Kind vor aller Manipulation schützen wollen, und sich damit in einem stetigen Kraftakt befinden, sich selbst zu Leben, aber auch gewisse Lebenseinstellungen zu schützen vor der egogesteuerten Anscheißerbrut (sorry für den Ausdruck, aber ich dachte gerade an meine Nachbarn, die mir nach 4 Wochen in meiner neuen Wohnung schon das Jugendamt auf den Hals hetzten mit sämtlichen erfundenen Lügengeschichten über mich…). Ich finde, diese „Wendezeit“ ist schwierig vor allem für die Erwachten, die das Alte noch kennen, ihre Wunden erkannt und geheilt haben, und nun den Mittelweg zu finden, da ein Großteil der Menschheit noch ihre kindliche Wunde schützend unterwegs sind.

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