bumi bahagia / Glückliche Erde

Archiv der Kategorie: Seele

Eltern, Kind und Kinderstube 56. von 144 Perlen vor die Säue?

56. von 144 Alles was recht ist!

Eckehardnyk

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Was recht ist soll recht bleiben; aber was ist recht? Was ist link? Ein linkes Ding? Offenbar hat das Etwas recht machen was mit Gut machen zu tun. Da kommt auch gleich das Wiedergutmachen hinzu.

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Mit dem Guten hatten wir ja schon bemerkt, hat es so seine Bewandtnis: Es geht rasch vorüber. Es steckt in den Gelegenheiten oder die Chancen stecken in ihm. Es gehört Gefühl dazu, die passenden Möglichkeiten für das Gute zu bemerken. Außerdem gehört ein „glückliches Händchen“, die rechte Hand, dazu, auch wenn man Linkshänder ist. Wozu sagt man „Alles, was recht ist!“?

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Bleiben wir doch in der Kinderstube. Dort herrscht gerade Chaos, weil nichts am rechten Ort zu sein scheint.

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Eltern, Kind und Kinderstube 55. von 144 – Das Handeln

Verantwortungsbewusstsein fängt in der Wiege an

Eckehardnyk

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Auch das Handeln brauchst du deinem Kind nicht extra beizubringen. Vom ersten Atemzug an vollbringt es Handlungen, die ihm den neuen Körper und seine Umgebung erschließen und ihn (den Körper) an der Weltgeschichte teilnehmen lassen. Nur in den Geschichtsbüchern wirst du davon kaum etwas lesen, wenn nicht wie in den Evangelien von Lukas und Matthäus oder wenn gerade das Kind eines Kaisers schon mit drei Jahren eine Krone aufgesetzt bekommt, wie im Jahre 1197 jener Friedrich (II.), der sich als Kaiser, dafür interessierte, welche „Ursprache“ Kinder entwickeln, wenn sie von Geburt an nur „versorgt“ werden, aber keinerlei Anrede bekommen.[1] Hier geht es weiter um das Gedeihen in der Kinderstube.

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Eltern, Kind und Kinderstube 51. von 144 „Und sie bewegt sich doch!“

Eckehardnyk

Aus der Wahrheit zu den Brücken der Welt

1

Vor einem Inquisitionsgericht des Jahres 1633 soll Galileo Gelilei diesen Ausspruch „und sie bewegt sich doch“ getan haben, nachdem er zuvor seine wissenschaftliche Darstellung widerrufen hatte, wonach die Erde um die Sonne herum wandle. Ohne den Widerruf wäre es ihm vermutlich gegangen wie 33 Jahre vor ihm Giordano Bruno, der als Ketzer verbrannt worden war. Es soll uns hier nur um Wahrheit gehen. „Was ist Wahrheit?“

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Eltern, Kind und Kinderstube: 50. von 144. Alles vom Feinsten

Wohin führt der Weg?

Eckehardnyk

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In Korinth zur Zeit Alexanders des Großen gab es eine Menge Reiche, vor allem Neureiche. Sie besaßen wohl viel, aber eines fehlte ihnen: Zufriedenheit. Ganz anders Diogenes (412-324 vor Christus). Der lebte nur in einer Tonne; die war sein Zuhause und er war zufrieden. Deshalb hatte er Schüler. Einer von ihnen – oder er selbst? – sollte zum Ansehen eines etablierten Korinthers beitragen und wurde in dessen neue Stadtvilla eingeladen. Mosaiken, Täfelungen, Kassettendecken, geschliffene Marmorsäulen, goldenes Besteck, Elfenbeinsessel – wohin das Auge blickte: Nur erlesenes Material. Am Ende der Hausbesichtigung verspürte der Gast Druck im Rachen und erleichterte sich, indem er seinem Gastgeber ins

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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE 48. von 144 Horch was kommt

von drinnen her, von draußen rein!

Eckehardnyk

1

Rätselhaft ist das Hirn. Der Gehirnspezialist gehört zwar zu einem eigenen Fachbereich innerhalb der Medizin und die Gehirnchirurgie hat bedeutende Erfolge bei der Reparatur beschädigter Hirne errungen, aber noch immer thront sinngemäß der Ausspruch des großen Berliner Pathologen Rudolf Virchow[1] über allen Wipfeln, er habe eine Unzahl von Gehirnen präpariert, doch nie eine Seele gefunden.

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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE 46. von 144 – Licht für die Welt

 

Was hat Frau Holle mit Lernbereitschaft zu tun?

Eckehardnyk

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Lasst uns noch etwas  bei den „frommen Bereichen“ verweilen. Es geht ja um unser Inneres, und bei dem haben ja mehrheitlich die Geistlichen dieser Welt mitzureden. Freilich gibt es auch Menschen, die zu Psychotherapeuten ein besseres Verhältnis haben und sich dort von ihrer noch vermeintlichen Kindergläubigkeit wegholen lassen. Doch die Mehrheit der gesamten Menschheit ist wohl bei inneren Dingen eher bereit auf einen Priester, Mufti, Rabbi oder Schamanen zu hören. Nur in Nationen, die man als „westlich“ bezeichnet, tragen viele ihre Gewissens- oder inneren Nöte lieber einem unabhängigen, psychologisch geschulten Berater vor, wenn nicht bereits der Hausarzt sich über Zusatzausbildung für die Krankheit bewirkenden Umstände seiner Patienten sensibilisiert und als „Droge Arzt“ mit seinem Deutungsvermögen bewährt.

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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE 45. von 144 – In uns die Sintflut ? (1)

Eckehardnyk

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Sicher dachtest du, jetzt redet er wie ein Pfarrer. Das hängt wohl damit zusammen, daß, wer diesen Beruf ausüben will, sich mit Geist und Seele abgeben muß. Manche Geistliche oder Seelsorger sagen ganz Vernünftiges. Was mich an diesem Amt jedoch stört, ist der „Vorgesetzte“. In Sachen der Seele oder des Geistes kann man kein Untergebener sein, wenn man für die bei sich selbst gefundene Wahrheit gerade zu stehen hat. Wie sollte ein Bischof oder Papst beurteilen, was mein Ergebnis von Wahrheitssuche ist? Ist er nicht selbst in eigener Sache ein Suchender? Er könnte mich bei dieser Suche zwar brüderlich unterstützen, aber Erteilen von Weisungen – unmöglich, es würde allein Herrschaft aber nichts Wahrhaftiges hervorbringen.

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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – 41. von 144 Angst essen Seele auf? – Nö! Liebe essen Angst auf!

eckehardnyk

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Richtig Angst haben wir heute gar nicht mehr. Man hat „Ängste“. Doch woher kommen und was bedeuten sie? Unter Angst wollen wir etwas Diffuses, nicht konkret Faßbares, Emotionales, verstehen, weshalb Ängste, also die Mehrzahl, das Unfaßbare besser zu greifen scheint. Im Gegensatz davon kennen wir Furcht als etwas sehr Konkretes (1) Und niemand versucht, seine Fürchte in den Griff zu bekommen. Furcht kann der Mensch haben vor der ungebremsten Gewalt, die sich in Naturkatastrophen austobt, aber auch in chaotischen Verhältnissen, die der Mensch selbst in Gang gesetzt oder zugelassen hat, wie der Strahlen-GAU von Tschernobyl am 26. April 1986, Der Smog im Sommer 1997 in Südosten oder die AIDS-Seuche, die um 1984 aufgekommen ist. Es gibt eine unbekannte Zahl von Menschen, die in örtlichen Katastrophen, wie beim Flugtag-Unglück von Ramstein 1988, dabei waren und bleibende Angstzustände, sogenannte reaktive Neurosen, davongetragen haben und bis auf den heutigen Tag wegen dieses Traumas nicht mehr berufsfähig waren.

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ELTERN KIND UND KINDERSTUBE – 39. von 144 / Wie ist die Zweiteilung der Menschheit zu vermeiden?

ELTERN KIND UND KINDERSTUBE – 39. von 144 – Wie ist die Zweiteilung der Menschheit zu vermeiden?

Eckehardnyk

Die Eltern und all die lieben Menschen

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Wer hat mich begleitet durch meine Kindheit und Jugend? Meine Eltern, Geschwister, Verwandte, Nachbarn, Freunde, Freundinnen, Kameraden, Untermieter, Hausmädchen, Handwerker, Briefträger und all die vielen Menschen, von denen ich Eindrücke mitbekommen habe? In der Regel konnte ich alle liebgewinnen, wie sie zu meinem Leben gehörten. Die Ansichten dieser Menschen wurden für mich wichtig. Ich fing unwillkürlich an, damit umzugehen und in das Gesagte hineinzuschlüpfen. Wie ein junges Kätzchen habe ich alles beschnuppert, beleckt und damit gespielt, weil es neu war. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran, daß die bekannten Figuren Neuigkeiten mitbrachten. Zu diesen Mitbringseln entwickelte ich Zuneigung, die sich dann auf die entsprechenden Personen übertrug. So baute ich damals meine Beziehungen auf. Menschen waren lieb und wertvoll durch die mitgebrachten „Erkenntnisse“. (mehr …)

Du bist das Feuer / Eine Tagesbotschaft,….

….welche ich unterschreibe. Ich halte sie für bedenkens- und beherzigenswert.

Thom Ram, 14.04.NZ8 (Neues Zeitalter, Jahr acht) (mehr …)

ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE: 37. von 144 – Gefühl bis in die Hände

Es geht um dich selbst, wenn du dein Kind verstehen willst

Eckehardnyk

1

Und man bekommt bis in die Hände das Gefühl, daß man „ist“. Das bedeutet, daß jede Bewegung, die tätig ausgeführt wird, Empfindungen erzeugt, die „zu Herzen“ gehen. Wo empfinden wir das stärkste Gefühl für das Sein? Ist es in der Herzgegend? – Von dort aus ergeht wie ein Befehl an Arme, Hände und Finger zur Umarmung, zum Zugreifen, zum Streicheln. Das Sein selbst ist da als Gedanke, den wir zwar im Kopf mit dem Hirn lokalisieren, und bildlich gesagt durch die Füße in die Welt hinaus schicken oder auch von dort empfangen. Doch das Beteiligen eines Gedankens am Leben braucht eine flächige Dimension und auch Kraft, um die alles durchdringende Macht des Gedankens aufzufangen und in ein Format zu bannen.

2

Wußtest du, daß Gefühle ein Format haben? In dieser Sekunde[1]) des Aufschreibens habe ich es entdeckt. Eine große Menge von Gefühlen hat sogar genormte Formate, nicht nach DIN [2]), aber durchaus von gesellschaftlicher Anerkennung oder Ablehnung geprägt. Gefühle sind aber auch „echt“, eigenständig oder „authentisch“ formatiert, sie passen dann in keine Schablone und werden nur von Individuen wie dir gehegt.[3])

Haben Gefühle ein Format? Und ob! Manche, nicht zu wenige sind auch genormt.

3

Bei Kindern werden wir die ungenormten Gefühlsformate an häufigsten antreffen. Erwachsene scheinen häufig darauf verzichtet zu haben aus mehr oder weniger verständlichen Rücksichtnahmen, aus denen sogar Zwangshandlungen werden können, weil das Gefühlsformat so pingelig klein geworden ist, daß es nur noch durch eine ständig wiederholte Tat, beispielsweise Händewaschen, vorübergehend befriedigt werden kann.

Wir sehen vielleicht mit Verwunderung, daß Gefühle nach Befriedigung, besser gesagt: nach Befriedung suchen. Bisher haben wir das von Trieben angenommen. Aber wo ist denn der Unterschied?[4]) Ein Trieb ist nur nach der Intensität seiner Plötzlichkeit von den weniger leidenschaftlichen Gefühlen unterschieden.

5

Außerdem stoßen sich jetzt manche auch von uns an dem Begriff „Format“. Wir könnten auch „Umriß“ oder „Silhouette“ oder englisch shape dazu sagen. Unter Format verstehe ich hier etwas in dem Sinne wie ein Mensch „Format“, „Qualität“ oder „Charakter“ haben kann. Mit dieser Beschreibung bist du gewiß eher einverstanden, da ein Mensch mit Format garantiert ein Unikat darstellt.

6

Die „Befriedung“ von Gefühlen kann auch Harmonisierung oder Qualifizierung genannt werden. Es geschieht da etwas, das im Bild von Waagschalen im Gleichgewicht, als Regenbogen oder ausgebreitete Arme verstanden werden kann. Doch in dem Vorgang steckt noch mehr: Wieder bildlich gesprochen wird aus einem Strahl eine Fläche, als würde ein Maler auf eine von hinten beleuchtete Glasscheibe durchsichtige Farbe pinseln. Maßgeblich ist, daß Gefühl sich ausbreitet und gleichmäßig auf Wahrnehmung zu verteilen scheint; sich neu formatiert [5]), wie etwa ein warmer Hauch, der sich in frostiger Luft abbildet. Je wärmer die Luft, desto weniger nimmt man den Umriß des eigenen Hauchs wahr. So scheint es auch mit unseren Gefühlen zu sein. Das hat leider zur Folge, daß wir sie nicht bemerken, besonders die unangenehmen. Wir verdrängen sie „unbewußt“ so weitgehend, daß wir von ihnen gar nichts mehr wissen oder wissen können oder wissen wollen. Wenn Luft und Hauchgebilde oder spürbare Wärmeumrisse unseren Gefühlen ähnlich sind, müssen wir, um sie zu „sehen“, in einen „kühlenden“, das heißt äußerst wachsamen, analytisch-therapeutischen Selbsterfahrungsprozeß eintreten. Dann erfahren wir, daß man „Gefühle zulassen“ kann. Das bedeutet durchaus, sich mit ihrem Format zu beschäftigen und abzuschätzen, welche Größe oder Weite sie haben. Wir werden erkennen, daß Gefühle auch beschädigt werden können. Der gemeinste Schädling oder „Virus“ heißt hierbei Angst. Sie drängt zu einem Verhalten ohne Format: Zum Zwang, zur Panik, zum inneren Chaos des Wahns.

© 1998 und 2020


[1] Am 22. November 1998

[2] Deutsche Industrie Norm

[3] Als hätten Sie einen eigenen Wolkenhimmel

[4] Ist Heimweh ein Gefühl oder ein Trieb?

[5] Wenn man es lässt

ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – 36. von 144 Von Kopf bis Fuß

Bin ich verkrampft, wenn ich meine Zehen in der Erde versenke?

Natürlich nur dann, wenn ich an nichts anderes mehr denke.

Eckehardnyk

1

Das Wesentliche am „Vor Anker Gehen“ liegt im Austausch. Um im Bild zu bleiben: Das Schiff vor Anker entläßt Menschen und Waren und nimmt neue auf. Dazu braucht es die Verankerung mit der Umgebung. Wenn du dich durchsetzen willst, gehe innerlich vor Anker, weil du mehr hergibst als sonst und auch mehr bekommen wirst. Dieser Austausch bereitet, bildlich gesprochen, einem „Kapitän auf der Brücke“ Lampenfieber, bevor das Manöver losgeht. Das bedeutet für dich, bevor du einen Befehl, eine Anordnung oder diesen Zwitter, den man heute mit „bitte“ einzukleiden beliebt, oder sonst eine wichtige Willensäußerung an die Welt nach draußen gibst, vergewisser dich deiner inneren und äußeren Zuständigkeit. Dann erklinge in dir: „Ich bin vom Kopf bis Fuß auf (Liebe oder was sonst jetzt zu tun ist) eingestellt.“ So kannst du den Song der Marlene Dietrich jederzeit in dir wirken lassen, falls du dich nur unsicher oder nicht so recht zuständig fühlst.

2

Das Loslassen der Leinen oder das Anker Einholen nach dem Umschlag an der Reede gehört mit zum Bild. Während des Austauschs bist du ruhiger und freust dich an der Umsetzung deines Kommandos. Das trägt alles dazu bei, daß du in einer ausgeglichenen Haltung an all dem teilnehmen wirst, was du selbst in Szene gesetzt hast. Und da sind wir bei einem anderen Aspekt dieser „Bildbeilage“: Du bist der Schöpfer deiner Anordnungen. Vom Kopf bis zu den Füßen bist du Gottes Bild. Als solches lernt dich auch dein Kind sehen und auf alles, was du tust und sagst, acht geben. Wenn du Sorge hast, dein Kind gehorche dir nicht aufs Wort, dann prüf dieses Bild von dir selbst: Bin ich dieses Bild, bin ich der „Ozean aus Liebe“, bin ich das „Schiff, das ankert“, bin ich „der Kapitän“, der hier das Sagen hat, bin ich eingestellt auf das, was ich will und liebe? Du bist es einfach, so wie auch Gott alles das ist, was ist. So ist jeder Gott1, weil Gott2 alles ist, nur du bist es bewußt in diesem Augenblick, weil du deinen Kopf bis in die Füße bringst, weil du dein gedachtes Vorhaben in eine nachweisbare Tat für die Welt verwandelst.

3

Ein Zehnjähriger fragte mich einmal „was passiert, wenn man einen Finger hebt?“ Diesen Jungen hätte ich umarmen können für diese Frage! Sie betrifft schließlich die Entstehung des Universums. Was passiert, wenn du einen Zeh „versenkst“? Du leitest Energie „vom Kopf bis zum Fuß“. Dazwischen liegt das, was du bist, auf immer und ewig. Du schickst also einen Gedankenblitz durch die Ewigkeit in leblose Materie und sie bewegt sich, gehorcht dir, nimmt Gestalt an. Genau so hat „der Allmächtige“3 den Adam und die Eva geschaffen. Es kommt nur auf die Verbindung von der Augenblicksgeschichte, die wir in der Gedankenschnelle, die der Zahl Null entspricht, kennen und der Substanz, die wir träge, tot oder „ohne Ende“ nennen, an. Und diesen Zusammenschluß nennen wir das Sein. Dazu brauchen wir weder Zeit noch Geld noch Gesetze4. Du brauchst allerdings Zugang zu der Masse, die du bewegen willst. Der „Kopf“ allein ist zu wenig, du brauchst auch den „Fuß“, mit dem du im Schlamm, in der Materie steckst. Aus deinem Drinstecken entsteht immer wieder dasjenige neu, was man „das Leben“ nennt.

4

Jetzt weißt du, warum es auch im Leben kein „Nichts“ oder kein „Zurück“, kein „Falsch“, kein „Richtig“, kein „Schwarz“, kein „Weiß“ geben kann. Das Leben ist immer Leben, es enthält alle Farben, es ist immer Hüh und Hott und immer Ja, Nein und ganz besonders: Vielleicht. Grenzen gibt es nur dort, wo wir eine Unendlichkkeit vor uns haben, in die wir noch nicht vorzudringen wagen. Doch wenn wir es wagen, tun wir es „von Kopf bis Fuß“ darauf „eingestellt“, was uns am Herzen liegt, „und sonst gar nichts.“ Das gibt uns das Gefühl, das wir in unserer Mitte sind. Mit Empfindung oder Emotion haben wir zu tun, wenn der Gedankenblitz unterwegs zu den Füßen ist. Dabei hebst du den Finger…

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Und wenn du nur einen Befehl – oder „Bitte“ – bei einem oder deinem Kind bis zur Befolgung anbringen konntest, dann hast du diesen Abschnitt verstanden, auch wenn dir die Erklärungen „spanisch“ vorgekommen sind.

1 Und, für diejenigen, die es so brauchen,“jede Göttin“

2 Oder„Göttin“

3 Oder „die Allmächtige(n)“

4 Also gemeint sind hier „Vorschriften“, zu denen man gewohnt ist, „Gesetze“ zu sagen.

In eigener Sache: Ab sofort gibt es auf meiner Seit: www.eahilf.de einen Link zu dem bei tredition verlegten Buch Abenteuer Erziehung (Hamburg 2013), das auf der hier erzählten Geschichte fußt. Wie schon früher gesagt, sind die dortigen Seiten gegenüber der hier zugrunde liegenden Urschrift von 1998/99 „delikater“ überarbeitet, aber erscheinen als Dialog mit den Lesern in der Sie-Form.

Tod, wo ist dein Stachel ?

von Angela, 31.03.2020

 

Wir leben in einer herausfordernden Zeit, die altbekannte Welt zerbricht, Sicherheit gibt es nirgendwo und manch einer denkt jetzt tiefer über den Sinn seines Lebens nach. Deshalb will ich hier eine buddhistische Anschauung schildern, die vielleicht eine andere Sicht auf den Tod ermöglicht. (mehr …)

ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – 34. von 144 – Nun lernt mal schön!

Urvertrauen

Eckehardnyk

1

Am Ende sagt jemand so einen Satz und läßt uns mit unserem Programm allein. So könntest auch du zu deinem Kind sagen: Nun spiel mal schön! Oder: Nun schlaf mal schön! Jemand Prominentes soll mal zu Soldaten, die beim Manöver waren, gesagt haben: Nun siegt mal schön! Es war der erste Bundespräsident Theodor Heuß. Wie auch immer: Wer solche Sätze sagt, ist sich einer Sache völlig sicher: Die so Angesprochenen können mit der ihnen zugewiesenen Aufgabe allein fertig werden. Was heißt das in unserer Sprache, die wir hier gemeinsam entwickeln wollen?

2

Die Sicherheit, mit der man solch einen „Befehl“ geben darf, fällt nicht vom Himmel, obwohl sie sich wie ein Geschenk des Himmels anfühlt. Diese Sicherheit muß erworben, erlernt und geübt worden sein, wenn sie denn je für die Praxis relevant werden soll. Und es gibt diese Sicherheit. Aber wie gelangst du zu ihr? Darüber werden wir auf den folgenden Etappen mehr heraus bringen. Zunächst einmal möchte ich noch mit dir verweilen um zu erkennen, was im Kind angelegt sein muß, damit es einer solchen Aufforderung ohne Mühe folgen kann.

3

Wie bekannt befindet sich das Kind nach seiner Geburt isoliert, zum ersten Mal von der Mutter getrennt auf der Welt. Es begrüßt dieses Getrenntsein, dieses erste Alleinsein mit seinem winzigen Geschrei, das keineswegs einem Freudentaumel entspringen muss. Wirst du als Mutter zu ihm sagen: Nun leb mal schön! Gewiß nicht, aber du wirst es auf deine Arme oder deinen Bauch betten und ihm so viel von seiner vorgeburtlichen Geborgenheit anbieten, wie nur irgend möglich, um es zu beruhigen. Es wird gut sein, wenn es deine Stimme schon als Sound von innen her, durch das Fruchtwasser vermittelt, vernommen hat. Möge es sie bald wieder erkennen, nun von außen, durch die Luft übertragen, etwas trockener an sein Gehör dringend. Der erste Gedanke wird in ihm aufleuchten: Das tönt vertraut! Und Ruhe wird einkehren.

4

In dieser ersten Umarmung, Liebkosung, Beruhigung deines Säuglings hast du unwillkürlich das gebildet, was wir auf Blatt 32. von 144 als einen Ozean der Liebe kennen bezeichnet haben und was Andere Urvertrauen nennen. In dieser ersten Phase besteht die „Insel“ deines Kindes nur aus ihm selbst, und das schöne blaue Meer um es herum – bist Du! Aus dir erhält es seine Nahrung, seine Wärme, seine Nähe, sein inneres Licht und wird antworten mit Engelslächeln und mit Lauten, die eine himmlische Zufriedenheit ausdrücken.

5

In dieser Idylle darfst du deinem Neugeborenen zuflüstern: Nun trink mal schön! Und es wird genau das tun, weil es das braucht. Es wird aber auch Babys geben, die nicht trinken, sondern unablässig schreien. Weil mit ihrer „Insel“ was nicht in Ordnung ist, sie unter Wasser steht, der „Ozean“ sich quasi über sie gestülpt hat. Oder sie treibt wie losgerissen auf dem Meer. Zu viel, zu wenig Liebe? Keins von beidem, aber Liebe an einem Ort, wo sie nichts bewirkt. Manchen Müttern fällt es schwer so etwas zuzugeben, aber irgendwann lassen sie es jemanden Vertrautes wissen: Im Verstand liebe ich mein Kind, aber im Gefühl kommt nichts davon an.

6

Wo immer ein Gefühl „verschwindet“, gibt es einen „Gefühlsfresser“, wie in dem Filmtitel: „Angst essen Seele…“ [Rainer W. Fassbinder, München 1974]. Jawohl, Angst frißt Gefühle auf! Wenn irgendwo im Unterbewusstsein eine Angst despotisch behauptet, du könntest dem nicht gewachsen sein, dein Kind groß werden zu lassen, wird deine Milch „bitter“, ja deine ganze Zuwendung wird „nicht ankommen“. Es ist, als wäre deinem Säugling die „Insel“ davon geschwommen oder gar gesunken. Deshalb trachten wir danach, das „Ankern“ zu lernen.

©️🦄 1982/83 und 2020


Die Nacht der Nächte

Von Eckehard

Die Nacht der Nächte

denkst sie sei die echte die längste

Winternacht. Vergraben in Schächte

wähnst du dich frei von Leid?

Es kommen vorher

nachher, so lange wie die längste,

die Winters Herrschaft dehnen.

Vorbei ist ihre Macht. Du siehst

im tiefen Kummer viel weiter als

das Kleid. Das Wahre Schöne Rechte

es starb in düstre Schächte bis

jene längste kam. Sie war nur

halb vergangen als unerschrocken

klangen von Stimmen hell und

klar. Die sangen hohe Freuden

versunken aus dem Leiden erwacht.

Dein Blick der schönste, voll

Fruchtbarkeit belohnt er

die Herzen feinster Macht. Es lag

ein Büblein nackend im Stroh

voll rosa seine Backen von strengem

Ton befreit; er blickt, die alle kamen

zu preisen seinen Namen, er bringt

das Licht zurück. Wer ihnen glaubt           

denkt Gutes, wird sterbend guten Mutes.

Den Mächtigsten der Welt, hat er ge-

räumt das Feld. Dass keime wachse

blühe, in Fruchtbarkeit erglühe was uns

zusammen hält.

Erkenne deine Triebe, er lächelt dir

zuliebe, und meint doch wahren Ernst,

damit du das entfernst, was deinen

Willen trübt. Erfahre nun das Echte,

„von dem Jesaja sagt“: Es wohnt in

eurer Mitte und hört auf jede Bitte,

die dir dein Herz befiehlt. Es wandelt

um die Triebe, du findest im Geschiebe

der nackten Körper Halt. Erfüllt von

zartem Staunen erhörst du stilles Raunen

das diese Nacht behielt. Zu tragen

in die Weiten des Raumes und der

Zeiten, was dir die Zunge löst.

Du stehst im Hier und Heute,

vor dem, der sich nicht scheute,

das Größte in dem Kleinsten

zu finden, im Gemeinsten,

der Tage, die gezählt,

den Abschluss aller Freien,

in neuer Welt Getreuen.

Komm rüber, ruft er, schau,

dass Wasser, Wind und Erde verlassen

sterben werde. Die Tür, dir offen steht.

Tritt ein, sei mir willkommen,

von Wolkenduft beklommen,

Vergiss Mein Nicht, der Schuft,

darf sich zu uns gesellen. Wir

kennen seine Stellen, die er uns

offen zeigt; im Rausch von

neuem Wein wird er getröstet sein

dass er die andern rufe,

zu wandern, eilen, Stuf‘ um Stufe,

hoch das Bein: Heut soll wer

will, das Beste in euch ergossen

sein.

Frau Merkel / Wenn die Landeshymne gespielt wird / Erinnerung

Eine symbolträchtige Minute.

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Sie zittert, auf dem Vid sichtbar von Knie bis Scheitel. In der Tat zitterte sie von den Zehenspitzen her. Sie weiss nicht, wohin mit ihren Händen. Ihr Mund zeigt höchste Angestrengtheit. Verzweifelt sucht sie Halt. Verzweifelt ringt sie darum, sich einer der gelernten Techniken zu erinnern, welche sie nicht zusammenkklappen lässt. Sie schafft es knapp, mit deutscher Willensanstrengung. Hätten sie fünf Strophen gespielt, wäre die Kanzlerin ohnmächtig zusammengebrochen.

Sie war zwischen Hammer und Amboss. Normalerweise tanzt sie auf dem Amboss. Hier schlug der Hammer zu.

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Solches passiert mit unselig programmiertem und besetzten Menschen, wenn er sich kraftvollem Lichte nicht zu verschliessen vermag.

Hier wurden Schutzschilder der Kanzlerin durchbrochen.

Das Innenleben der Kanzlerin wurde durchdrungen vom Lichte der Wahrheit, übertragen durch klar gespielte Melodie mit einfacher Harmonie.

Das ging dem dunklen Eingepflanzten an die Existenzgrundlage.

In solchem Moment zieht sich das Schwarze zurück und lässt den Wirt alleine dastehen.

In dieser Minute erinnerte sich die Kanzlerin ihrer Selbst. Nicht bewusst, nicht gedanklich. Ihr eigentliches Wesen wurde präsent.

Die Minute muss Höllenqual gewesen sein. Ihr eigentliches Wesen ist kraftlos, getreten, geschindet und geschändet.

Die längst gewohnt tragenden Kräfte waren verscheucht, die Kanzlerin wurde alleine gelassen. Sie stand mit sich da, so wie ein jeder gesunde Mensch mit sich da steht.

Sie aber ist kein gesunder Mensch. Sie lebt nicht sich. Sie wird gelebt und gespeist vom Schwarzen.

Was sie wäre, was sie sein könnte, das wurde mit Stumpf und Stiel ausgerottet.

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Wer Schadenfreude walten lässt, hat nichts begriffen. Wir sind hier weder um zu richten noch um zu strafen. Wir sind hier zum Ordnen und zum Kreieren.

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Das Zittern der Kanzlerin ist Symbol für das, was geschieht.

Musik spielt.

Schwarzes zieht sich zurück.

Spielbälle sind gezwungen, neue Wege zu finden.

Die Bahn wird geebnet für das Neue Zeitalter.

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Thom Ram, 19.06.07

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Planet Erde – Experiment des Universums? / Barbara Thielmann

In die fünfte Dimension aufsteigen? Welch Schwachsinn. Innerlich aufräumen, darum geht es, Seelenanteile einladen, darum geht es, hier auf diesem wundervollen Planeten leben, darum geht es.

Klassemensch, diese Frau, sie nennt die Dinge beim Namen, räumt und baut auf!

Thom Ram, 06.06.07 (mehr …)

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