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BÜNDNISSE FÜR KINDER – 10 von 144 –

Was kann mein Kind?

Eckehardnyk , Donnerstag, 13. April NZ 11

1. Sieh den Spielen deines Kindes zu: Da steckt das Können für sein ganzes Leben drin. Du brauchst nur „hochzurechnen“, was aus der Art zu spielen wird. „Die Zukunft hat schon begonnen“, stellte ein Buchtitel der 1950-er in einem anderen Zusammenhang fest.

2. Dein Kind ist eine „Anlage“, für die es „Wahrsager“ gibt, die den zukünftigen Wert solcher Anlagen „berechnen“. Auch Du selbst bist und warst eine solche Anlage. Vielleicht bist du schon bei einem „Hellseher“ erstaunt gewesen, was der schon über dich gewusst hat! Anlagen kann man nämlich auch „zurückrechnen“, quasi abzinsen, wenn man von einem erwachsenen Menschen nur ein paar Details wahrnimmt und daraus die richtigen Schlüsse zieht. Das hat mehr mit Psychologie als mit echter Hellsichtigkeit zu tun. Die Gestaltpsychologie beschäftigt sich mit dem Erfassen der verborgenen Teile der Erscheinung eines Menschen. Eine Fähigkeit dazu haben alle Eltern oder sollten sie wenigstens besitzen, wenn es um die Zukunftschancen ihrer Kinder geht.

3. Die Mutter von Milton Erickson, des bekannten Amerikanischen Psychotherapeuten, zum Beispiel konnte „hochrechnen“: Ihr Sohn hat bis zum fünften Lebensjahr das Reden verweigert. Die Mutter wurde gedrängt, etwas zu unternehmen, sie vermied es jedoch. Sie wusste: Er wird sprechen, und so kam es auch: Plötzlich redete er, und zwar vollständig und wurde der Sprache so mächtig, dass er damit Menschen in eine Art Trance versetzen konnte.

4. Gibst du deinem Kind die Chance, über seine „Fähigkeiten“ zu sprechen, so erfährst du eine erstaunliche Sammlung seines Könnens. Vom Abwaschen und Bügeln bis hin zu der Fähigkeit, Wunden bei sich heilen zu lassen. Jedes Kind kann irgendetwas! In seiner Phantasie kann es sogar „Alles“. Jetzt wirst du einwenden: Es kann ja schließlich „nicht fliegen“, und wenn es sich’s noch so sehr wünscht, wie soll es das können? Was ist denn aber, bitte schön, „Fliegen“?

5. Die Fortbewegung in der Luft mittels Fluggeräten heißt auch Fliegen. Aber in der Luft zu sein ohne Gerät, wie ein Vogel oder eine Fledermaus? Brauchen wir dazu einen Schamanen, der uns zeigt, wie man sich in einen Vogel verwandelt? Es gibt Redewendungen dazu, wie ein Mensch fliegen kann: Er „fliegt die Treppe herauf“ (oder hinunter), er behält den „Überblick“, er „überfliegt einen Brief“. Und im Traum kann der Mensch plötzlich ganz autonom fliegen.

6. Auf die Qualität zu achten, die hinter einem behaupteten Können steckt, führt wieder in die Zukunft. Ein Kind, das sich die Fähigkeit des Fliegens wünscht oder behauptet sie schon zu besitzen, hat gute Voraussetzungen, auch in schwierigsten Situationen eine Lösung zu finden, Ruhe und Souveränität und hervorragende Beobachtungsergebnisse an den Tag zu legen. Es wird wie ein Schwan auf Gefühlen schwimmen, wie ein Kondor Übersicht gewinnen und schließlich dem Nils Holgersson gleich im Traum an sein Ziel „geflogen“, getragen werden. Überlegen sein, aus Minus Plus machen, Hindernisse überwinden – alles das kann in dem Wunsch zu fliegen verborgen sein und sich als ein Können entpuppen. An vielen Orten präsent sein, Kind muss nicht dafür in Zeitungen oder TV-Shows gesehen werden – es kann fliegen und daraus speist sich dein Wach werden für Wünsche, die das Fliegen enthalten!

7. In allem Können steckt etwas vom Machtwillen eines Menschen. Mächtig zu sein ist ein fundamentales Können. Herr sein über Körperkräfte, Gliedmaßen, Gefühle und Gedanken – darin sollte ein zufriedenes Kind heimisch sein. Kommt es hier auf Abwege, so wird es Macht über Menschen haben wollen, und du und wir haben ein Problem. Was tun wir?

© eah für Bumibahagia 2023

Aus Abenteuer Erziehung (Hamburg: tredition, 2012) Seite 28 f


6 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Ja Geduld ist absolut wichtig.
    Jeder Mensch braucht seine Zeit.
    Ich nahm mir diese Geduld selber als Kind.
    Machte das was ich wollte, nicht die andern.
    Nix Gümmi, nix Klavier mit 6.
    Und so wurde ich ein Querdenker, früh schon. Überhaupt, Denker. Fühler sowieso.
    Bin stolz darauf, hätts früher mir nie träumen lassen, daß mich dereinst ein Grüner Politiker „Nazi“ genannt hat.
    So ändern sich die Zeiten.
    Ich war faul am Unnutz und Unsinn, früh erkannt.
    Gierig aber nach Tolstoi und Goethe, früh erkannt.
    Das Elend in Gesichtern sehen.
    Daraus Empfindungen.
    Die Welt ist so reich, Scheiß auf Schule und sonstigen Huereseich……………………..
    Der Staat ist in aller Regel zu hinterfragen, westliche Demokraturen sind hochobskur.
    Sie tragen an uns Bekwemlichkeit, Lüge, Verdummung und Vertierung an.
    Erkennbar z.B. an unseren Blockflöten…………………..

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  2. palina sagt:

    @Volli

    mich hatten meine Eltern und Lehrer auch aufs Gümmi geschickt.
    Saudumme Lehrer da angetroffen.

    Nix gelernt.
    Heute weiß ich, dass dies richtig war.
    Denn so entwickelt man einen eigenen Willen und ist offen für sehr Vieles.

    Und ich war sehr borstig in der Schule. Geschwänzt wo es ging.
    Mit einer Mitschülerin.
    Wir sind heute noch nach ca. 50 Jahren befreundet und lästern ab und zu über diese Zeit.

    Deswegen hat sich bei mir der Gedanke entwickelt, sollte ich mal eigene Kinder haben, gehen die nie auf ein Gymansium.

    Alle 3 Kinder waren in der Waldorfschule und hatten wirklich sehr gute Lehrer.

    Widerstände bei der Famile gab es zuhauf. Da bin ich durch. War dann das schwarze Schaf.
    Macht nix.

    Geht und ging immer gut weiter.

    Und somit bin ich bei Rudolf Steiner „gelandet“.
    Dank meiner Kinder und den Umständen.

    Gefällt 1 Person

  3. palina sagt:

    @ecky
    danke für deine sehr wichtigen Beiträge.

    Würden die Eltern wohl verstehen, dass die Kinder sich die Eltern aussuchen, wäre manches einfacher.

    Die sind derart verkopft.
    Und das jetzt schon fast in der 3. Generation.

    Nun, wir können das nicht ändern.

    Ich versuche immer wieder zu vermitteln.

    Manchmal geht es, manchmal nicht.

    Ohne die Menschenkunde von Rudolf Steiner zu kennen, kann auch kein Waldorflehrer das Not-Wendige vermitteln.

    Und das ist heute bei denen auch nicht mehr vorhanden.
    Wird auch in der Ausbildung nur angerissen.

    Hatte mir kürzlich ein Waldorflehrer erzählt.

    Seien wir zuversichtlich. Wohlwissend auf das Wirken der kosmischen Kräfte.

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  4. eckehardnyk sagt:

    Palina 339 im Besonderen, Volli im Allgemeinen – Zustimmung und Like, was vom PC aus nicht geht, nur von Samsung, den ich ausgiebig bediene nächste Woche in Klinik. – Heute bin ich bei der vorletzten Szene, die ich registriere Um den Text brauchbar werden zu lassen für Buchinhaber. Dabei ist mir der Wert eurer Kommentare bewusst geworden, der nun, im zweiten Durchgaang nach Heraushängen der Urschrift aufkeimt als Süßigkeit für die Zukunft.
    Ich war selbst Waldorfschüler, mein Vater war Gründer dieser ersten in Freiburg 1949. Dann Engelberg, wieder Freiburg, Berlin West, die sich nach Rudolf Steiner nennt (Clayallee), doch zuletzt ab Klasse 11 Gym um Latinum magnum zu bekommen (Geschichtsstudium war ohne dieses nicht möglich). Bis zum Abitur waren es 12 ½ Jahre. Damals lernte man sowohl bei Waldorfs als auch im Gymmi, was auch uns nach der Schule noch beschäftigt hat. Wer heute Schüler unterwegs in Gruppen trifft, hört über das Gelernte wohl nie etwas, umso mehr über die Inhalte ihrer Smartfone, über die alltäglichen Nebensächlichkeiten und Kämpfe.
    In der „Kinderhandlung“ (was für ein Wort, aber damals völlig ungefährlich) bei Waldorfs hörte ich den Text: Wir lernen Um in der Welt zu arbeiten – Ohne die Liebe ist das Menschensein öde und leer. –
    Könnte es sein Dass heutzutage in der Schule sowohl das Lernen als auch die Liebe ausgetrieben werden, egal in welcher Schulart? – Könnte es sein Dass die Länder und Völker bei denen es so wie in dem Textbeispiel zugeht, den nächsten Epochen gewachsen sind, während die andern in einer Wüste oder einem Sumpf (wie es Fau Baer Bock gesagt hat: Lasst und dieses Europa gemeinsam) verenden?

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  5. Vollidiot sagt:

    Waldorfschulen, des is so e Sach.
    Da gebbts solche und solche, das schnelle Wachstum hat bei den Lehrern zur „Verdünnung“ gesorgt.
    Wie sagte mal eener im Rahmen eines Elternabig: Ein Drittel der Schüler sind Schrott.
    So gesähen sähe ich die Bewegung der Steinerfolgebemühige durchaus differenziert.
    Es ischt wie im echten Läben, die einen gäben den Ton von Hügels Höhe an und kippen den Steinerurneninhalt in den Lehm, andere versuchen zu retten was zu retten ischt. Corona und Waldischulen, Freiheit und Lehrer entfernen bei Verstoß gegen hybride Regeln – alles normal.
    Die Schule in der Clayallee war einst, als ich noch dort war, eine der besseren, danach folgten auch bedenkliche Erfahrige.
    Auch diese Zeiten sind lange vorbei.
    Meine eigenen Erfahrige und diese aus den Schultypen, also Waldi und Staatsgümmi, haben dann auch zur Erkenntnis geführt,
    wenn notwendig mit Kind darüber zu reden, daß Schule auch viel Blödigkeit vermittelt, welche läßlich ist und das Wesentliche abseits dieser Wege zu finden ist. Man müsse diese durchaus vertane Zeit auch mit anderem füllen und nicht dem Wahne verfallen, daß gute Noten für Wahnhaftes etwas sei, das fürs Läben einen Benefit gewähret.
    Zu offensichtlich ist es, auch für Kinder, daß sie mißbraucht werden, Eltern aber in ihrem Wahne des Staatstragenden und daher Kinderseelentretende sind konditioniert und schänden solcherart die folgenden Generationen, und es wird immer schlimmer.
    Möge Schiller recht haben, der da sagt, was dem Menschenläben immanent ist, als Lernbegieriges oder -vermeidendes: Das alte bricht, es ändern sich die Zeiten, und neues Läben blüht aus den Ruinen.
    Volksmund: Wer net höre will sott fühle.
    Organausbildig für den Empfang Geistigens, das ja beständig west und die Andockstellen beim Menschen sucht, fände er sie in Huufe, gäbs wenicher Ruine.

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