Valeriy Viktorovich richtet den Strahl der Wahrheit auf Vieles, was immer noch hinter den Kulissen wirkt und auch in der Szene kaum zur Sprache kommt.

Moderator: Guten Tag, Valerij Viktorovich!
Valeriy Pyakin: Guten Tag.
Moderator: Guten Tag, sehr geehrte Zuschauer, Zuhörer und Gäste im Studio! Heute ist der 07. September
Ich schiebe hier den Briefkopf ein.
Thom Ram, 18.09.NZ14
Beitrag : Das Russische Haus in Deutschland und das Goethe-Institut in Russland
URL : https://fktdeutsch.wordpress.com/2026/09/18/das-russische-haus-in-deutschland-und-das-goethe-institut-in-russland/
Verfasst : 18. September 2026 um 01:56
Autor : FKT Team
Schlagwörter: 1990, 2+4 Vertrag, Anschlag, EU, FKT, FKTdeutsch, Fonds Konzeptueller Technologien, Goethe-Institut, Krieg, Lawrow, Leipzig, nicht unser Krieg, Pjakin, Pyakin, Raumanzug, Russische Haus, russland, UdSSR
Kategorien : Aktuelle Analytik
Beide sind durch einen 1990 geschlossenen und als 2+4 bekannten Vertrag miteinander verbunden.
Zusammenfassung der «Frage-Antwort»-Sendung vom 07.09.2026
https://fktdeutsch.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/09/image.png?w=504
( https://ria.ru/20260326/tramp-2083127886.html )
Pyakin:
Eine Äußerung von Sergej W. Lawrow stieß vergangene Woche auf große Resonanz. Am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok erklärte er, dass der Westen konzeptionell stets Feinde benötige. Darin erklärte er, dass der Westen konzeptionell stets Feinde benötige. Deshalb seien in den vergangenen 500 Jahren alle Nöte der Menschheit auf die Aggression und Expansion des Westens zurückzuführen. Zugleich wies Lawrow die im Westen geäußerte Behauptung entschieden zurück, Russland träume nur davon, erneut unter die Herrschaft des Westens zurückzukehren. Gerade mit der Unbeugsamkeit Russlands hänge die jüngste Zuspitzung der Beziehungen zwischen Russland und dem kollektiven Westen zusammen. Die Ereignisse um die Schließung des Russischen Hauses in Berlin und die Äußerungen deutscher Politiker bezeichnete er als offene Kriegserklärung an Russland. So erklärte er insbesondere: All diese Aussagen von Merz, Deutschland werde wieder zur führenden Militärmacht Europas, werden nun in die Tat umgesetzt. Er erklärt uns faktisch den Krieg.
Valeriy Viktorovich, wie stellen sich all diese Ereignisse aus Sicht der Konzeption gesellschaftlicher Sicherheit und unter dem Blickwinkel der hinreichend allgemeinen Theorie der Steuerung dar?
Valerij Pyakin: Zunächst ist festzuhalten, dass dies bei Weitem nicht alle Ereignisse sind. Die vergangene Woche war von einer ganzen Reihe von Ereignissen geprägt, die in der Weltöffentlichkeit und in der politischen Gemeinschaft jegliche Souveränität Russlands als Staat und sogar die Möglichkeit seiner Existenz als Rohstoffanhängsel des Westens vollständig verneinen. Leider haben unsere Pseudo-Politologen und Pseudo-Analytiker diese Zusammenhänge nicht erkannt. Sergej Wiktorowitsch Lawrow kann in einzelnen Reden schlichtweg nicht alles auf einmal erfassen. Zudem erfahren nicht alle seine Äußerungen die gebührende Beachtung in den Massenmedien.
Die verschiedenen Experten und Politologen haben ja nicht einmal versucht, Lawrows Erklärung inhaltlich zu analysieren, in der er sagte, der Westen erkläre Russland offen den Krieg und dies sei mit dem Leipziger Zwischenfall sowie der Schließung des Russischen Hauses verbunden. Das ist doch eine schwerwiegende Aussage! Zumindest aus Respekt und aus dem Verständnis heraus, dass das immerhin von einem amtierenden Staatsmann so formuliert wurde, und somit in direktem Zusammenhang mit der Staatspolitik Russlands steht, muss diese Aussage doch ernst genommen werden.
Deshalb müssen wir erstmal klären, worum es hier geht. Ich erinnere an die letzte Frage-Antwort-Ausgabe. Nicht zufällig habe ich davon gesprochen, dass es Unterschiede zwischen den Terroranschlägen, die im Westen stattfinden, und solchen, die in Russland verübt werden, gibt. In Russland finden tatsächlich Terroranschläge statt, bei denen Militärangehörige, Generäle und Offiziere getötet werden. Entwickler und Führungskräfte verschiedener Bereiche werden getötet. Symbolträchtige Persönlichkeiten werden getötet. Der Terror ist also in vollem Gange. In der Ukraine, die diese Terroranschläge verübt, oder im Westen, der sie beauftragt, geschieht dagegen nichts, was dem gleich käme.
Am 3. September wurde in Engels im Gebiet Saratow erneut ein Anschlag auf einen hochrangigen Offizier unserer Luft- und Weltraumstreitkräfte verübt. Dabei geht es wohlgemerkt um die nukleare Triade. Und dies ist nicht der erste Mord; in diesem Fall ist es vorerst noch nur der Versuch eines Mordes an einem Generalmajor. Ich hoffe, dass er dennoch überlebt. Es hat bereits so viele erfolgreiche und gescheiterte Anschläge von ukrainischen Terroristen gegeben!
https://fktdeutsch.wordpress.com/0d05f2e5-ffeb-4c74-b576-ff0fe36a0005
Und was sehen wir als Reaktion darauf? Kein einziger Terrorist wurde beseitigt. Kein einziger Offizier des SBU [Sicherheitsdienst der Ukraine] oder der HUR [Hauptverwaltung der Aufklärung] der Ukraine wurde beseitigt. Bei uns gibt es nur pompöses Gerede. Wir wissen, welcher SBU-Offizier den Mord an dem jeweiligen Generalmajor organisiert hat. Wie furchtbar muss sich dieser SBU-Offizier erschreckt haben, wenn er genau weiß, dass ihm absolut nichts droht?! Er wurde sogar zur Fahndung ausgeschrieben und als Terrorist eingestuft, und dennoch lebt er ruhig weiter, lacht über Russland und die Russen, plant neue Morde, und ihm wird kein Härchen gekrümmt.
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Im Westen geschehen auch Terroranschläge, doch sie sind merkwürdig: minimaler Schaden (sofern überhaupt welcher entsteht) und größtmöglicher Medienrummel. Der Leipziger Zwischenfall soll insbesondere damit zusammenhängen, dass angeblich jemand versucht habe, ukrainische Flugzeuge auf dem Flughafen Leipzig mit einer Drohne anzugreifen. Die Drohne war zwar mit Sprengstoff versehen, hatte aber einen defekten Zünder. Dort kickte sogar ein Wachposten diese Drohne einfach mit dem Fuß weg, und das war’s. Den Flugzeugen entstand keinerlei Schaden. Aber was für ein Aufruhr! Selenskyj hat verkündet, dass er den Luftraum sperren und Passagierflugzeuge – also Flugzeuge mit Menschen an Bord – abschießen werde.
Übrigens begann der Krieg im Donbass, in der Ukraine, genau so. Sie schossen ein Flugzeug der Malaysia Airlines ab. Selenskyj erklärte: „Wir werden über Russland sämtliche Passagierflugzeuge abschießen.“ Im Westen sagte und unternahm niemand etwas – als sei das alles richtig so. Schließlich würden ja Russen getötet.
Hier hingegen wurde wegen dieses Leipziger Zwischenfalls eine wilde Hysterie entfacht, in deren Zuge das Russische Haus geschlossen wurde. Das Russische Haus ist ein Zentrum der russischen Kultur in Deutschland, das verhindert, dass die Kampagne der Russophobie und Entmenschlichung der Russen in vollem Umfang betrieben wird.
Festzuhalten ist, dass Deutschland in dieser Woche buchstäblich von einer Welle fingierter Terroranschläge überschwemmt wurde. Beispielsweise wurden gewöhnliche Feuerwerkskörper platziert und anschließend als versuchter Raketenangriff auf irgendein Umspannwerk bezeichnet, weil sie unweit von dort gefunden wurden. Dieser Unsinn wurde sehr aufgebauscht. Das fällt natürlich mit den Wahlen in Deutschland zusammen, dient jedoch zugleich als Grundlage für eine Hysterie, anhand derer Russen zu Terroristen erklärt und das Russische Haus als “Terroristenstützpunkt” geschlossen werden kann. Was verkündet Merz? ‒ „Alle Russen müssten getötet werden“, „Wir werden die beste Armee schaffen“, „Wir werden ganz großartig sein“ und „Wir bereiten uns jetzt darauf vor, Europa vor diesen russischen Barbaren zu retten“.
* „Wir wollen nicht, dass erneut eine russische Armee hier bei uns in Deutschland steht“ – eine Erklärung deutscher Politiker.
* „Wir wollen unsere Armee zur stärksten Europas machen, um gegen die Russen Krieg zu führen“ – auch dies ist eine Erklärung deutscher Politiker, nicht nur von Merz.
Durch die Schließung des Russischen Hauses bekräftigen sie das und brechen damit sämtliche Verbindungen ab, um so eine solide Grundlage für einen Krieg gegen Russland zu schaffen. Viele haben bereits darauf hingewiesen, dass dies stark daran erinnert, wie der Krieg in Europa überhaupt begonnen hat.
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Es ist sicher noch jedem die fingierte Brandstiftung am Reichstag durch die Kommunisten in Erinnerung. Es ist damals nicht gelungen, den Beweis zu erbringen, dass die Kommunisten für den Brand verantwortlich waren. Dennoch wurde die Kommunistische Partei verboten und es wurden Maßnahmen gegen Kommunisten ergriffen.
Die Provokation von Gleiwitz, bei der deutsche Häftlinge in polnischen Uniformen erschossen und ein Angriff auf den Radiosender inszeniert wurde, diente als Vorwand für den Beginn des deutschen Einmarsches in Polen. Damit begann nach der allgemein anerkannten Deutung der Zweite Weltkrieg. Tatsächlich begann der Zweite Weltkrieg wesentlich früher, doch darum geht es jetzt nicht. Und analog dazu wird aufgrund der Provokation in Leipzig die Schließung des Russischen Hauses angekündigt.
Sowohl das Russische Haus in Deutschland als auch das Goethe-Institut in Russland basieren auf einem bilateralen Abkommen. Wenn Russland sagt: „Sie haben gegen den Vertrag verstoßen, und dementsprechend wird auch das Goethe-Institut seine Tätigkeit in Russland einstellen, wenn sie das Russische Haus schließen. Beides ist nämlich in demselben Vertrag geregelt.“. Was für eine Hysterie ist da ausgebrochen! „Seht nur, was für Schweine diese Russen sind, sie halten sich nicht an Verträge. Sie schließen das Institut!“
Einen Moment mal: Im Vertrag von 1992 sind die Tätigkeiten dieser beiden Kulturinstitute – des Russischen Hauses in Deutschland und des Goethe-Instituts in Russland – miteinander verknüpft: Sollte eines der Institute in einem der beiden Länder nicht mehr existieren, so gilt dies auch für das andere Institut im entsprechenden Land. Für die Auslegung dieses Vertrags gibt es somit keinen Spielraum. Deutschland verlangt jedoch von Russland, das Goethe-Institut keinesfalls zu schließen – die “Untermenschen“ hätten kein Recht auf gleichberechtigte Vertragsbeziehungen. Warum handeln sie so? – Weil sie das Verhalten unserer ruszionische “Elite” beobachten.
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Bei uns gibt es einen bestimmten Teil der “Elite”, der im Fernsehen auftritt. Schlimmer als ihre Fernsehpräsenz ist jedoch der Umstand, dass sie uneingeschränkten Kontakt zu den Führungen und den “Eliten“ westlicher Länder unterhalten. Ihnen tragen sie die Botschaft vor: Wir werden, solange wir an der Führung Russlands beteiligt sind, alles dafür tun, dass Russland Euer Anhängsel bleibt. Wie Ihr uns haben wollt, so werden wir sein.
Das ist die Position der faschistoiden ruszionische “Elite“, all dieser Wlassow-Faschisten und Amilakaien. Wie bereits mehrfach zu beobachten war, unterhalten amtierende russische Beamte fortwährende und umfassende Kontakte zu amtierenden westlichen Beamten: Mal treffen sie sich dort, mal treffen sich ehemalige Amtsträger. Die gesamte “Elite” Russlands führt also nicht nur Telefongespräche mit ihren Herren im Westen, sondern trifft sich auch regelmäßig mit ihnen und setzt deren Wünsche hier im Land um. Aber warum hat Lawrow dies als echte Kriegserklärung gewertet? Die Sache ist ganz einfach: Die Aufhebung dieses bilateralen Vertrags steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Umsetzung und den Bedingungen eines anderen Vertrags von 1990, der als 2+4 bekannt ist. Warum 2+4? Weil die vier Staaten, die das Dritte Reich im Zweiten Weltkrieg besiegten – Frankreich, Großbritannien, die Vereinigten Staaten und die UdSSR – beschlossen, unter bestimmten Bedingungen ein einheitliches Deutschland wiederherzustellen, die BRD und die DDR zu vereinigen. Die Verletzung dieses Vertrags in Bezug auf das Russische Haus widerspricht unmittelbar den Bedingungen der deutschen Wiedervereinigung.
Aufgrund dieses Verstoßes könnte Russland den 2+4-Vertrag bereits jetzt kündigen. Die zwei Länder – die BRD und die DDR – sollten Maßnahmen zur Vereinigung des Landes umsetzen. Russland könnte aufgrund der Schließung des Russischen Hauses bereits jetzt den Vertrag kündigen und die Wiederherstellung der DDR verlangen, weil die BRD mit Unterstützung westlicher Staaten gegen die Bedingungen für die Schaffung eines einheitlichen deutschen Staates verstößt.
Doch genau darauf ist diese Handlung ausgelegt. Russland wird gerade in dieser Hinsicht auf Schwäche geprüft: Es soll schweigen und sich mit der neuen Realität abfinden. Dabei geht es weniger um eine Stärkung Deutschlands; vielmehr wird Deutschland, wie wir wissen, für ein künftiges europäisches islamisches Kalifat vorbereitet. Das gesamte Potenzial des heutigen Deutschlands soll im Kampf gegen Russland aufgerieben werden, um Russland zu schwächen und Deutschland zu beseitigen. Darauf arbeitet die gesamte deutsche “Elite“ hin: Merz, Scholz, Baerbock, Ursula von der Leyen und all die Anderen – sie arbeiten an der Beseitigung Deutschlands und der deutschen Bevölkerung.
Entscheidend ist hier jedoch gerade die Position Russlands: Wenn Russland nicht als souveräner Staat handelt, wird es diesen Vertrag nicht kündigen. Können wir eine Kündigung des Vertrags derzeit umsetzen? Nein. Aber wir beziehen diese Position, halten daran fest und gestalten im Einklang mit ihr unsere gesamte weitere Außenpolitik, nicht nur gegenüber Deutschland, sondern auch gegenüber allen anderen Ländern.
Diese Position bestimmt die Souveränität Russlands. Wenn Russland schließlich seine Souveränität wiedererlangt, kann es dieses Ziel auch erreichen – nicht die Zerschlagung Deutschlands, sondern die Wiederherstellung der Deutschen Demokratischen Republik als Staat und anerkanntes Mitglied der Vereinten Nationen. Russland kann dabei erklären, dass die drei übrigen Garantiemächte der deutschen Wiedervereinigung ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt haben und BRD als beteiligte Partei unmittelbar gegen die Bedingungen verstoßen hat, unter denen ein einheitlicher deutscher Staat hätte bestehen können.
Das ist eine sehr wichtige Position.
Gerade deshalb wurde die Schließung des Russischen Hauses in Deutschland angekündigt: um die antirussische Position weiter auszubauen und die Politik der Russophobie und Entmenschlichung der Russen voranzutreiben. Sie benötigen um jeden Preis ein homogenes, von einem spezifisch antirussischen Geist geprägtes Umfeld; erst dann können sie Krieg führen. Bereits 2022 wurde versucht, eine antirussische Politik durchzusetzen. Die Existenz von Einrichtungen wie dem Russischen Haus und vor allem die Möglichkeit der russischen Bevölkerung, im Informationsraum bestimmter westlicher Länder präsent zu sein und die Bevölkerung über Telegram und YouTube unmittelbar anzusprechen, vereitelten jedoch diese Politik des Westens.
Dieses Manöver ist ihnen also nicht gelungen. Was unternimmt deshalb die amilakaiische, Wlassow-faschistische “Elite“ Russlands? – Richtig, sie blockiert Telegram. Der Zweck ist inzwischen allen klar: Die Russen sollen nicht im Informationsraum westlicher Länder tätig sein können und der Möglichkeit beraubt werden, ihr Land auf der Informationsebene zu verteidigen. Das ist das Ziel der ruszionische “Elite“. Das soll der neue Schritt, dieser Test mit der Schließung des Russischen Hauses, zeigen: Russland ist nicht nur unfähig, eine souveräne Politik zu betreiben, sondern kann nicht einmal die Grundsätze eines souveränen Staates zu formulieren. Dieser Schritt soll die Existenz der Bundesrepublik Deutschland und die Beziehungen der westlichen Länder zu Russland in eine grundlegend neue Qualität überführen – in eine Qualität, die nur eines bedeutet: die unausweichliche, vollständige Vernichtung Russlands. So denken sie im Westen.
War dies etwa das einzige Ereignis? Nein, am 3. September gab es erneut einen Anschlag auf einen russischen General. Der Westen begann, die Stellung Russlands in der heutigen Welt planmäßig neu zu bestimmen. Ein weiteres Ereignis von ebenso globaler Tragweite wie die Schließung des Russischen Hauses in Deutschland geschah ebenfalls am 3. September. Der 3. September ist ein bemerkenswertes Datum. Es wurde nicht zufällig gewählt. Wir kommen später noch darauf zurück, warum ausgerechnet am 3. September so viele Niederträchtigkeiten begangen wurden.
Nach den Worten des französischen Außenministers Jean-Noël Barrot vertritt der Westen derzeit die Auffassung, Russland befinde sich in einer schwierigen Lage. Gerade jetzt müsse mit Russland in der Sprache der Gewalt gesprochen und der Druck weiter erhöht werden. Dann werde Russland ein Anhängsel des Westens in der Form, in der dieser es sehen wolle. Und Russland werde genau so viele Einwohner haben, wie der Westen ihm zugestehen wolle.
Am 3. September beschlagnahmte Norwegen in Barentsburg (Spitzbergen) das russische RosHydroMet-Schiff “Professor Moltschanow“.
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Dies geschah auf Verlangen der Ukraine zur Sicherung von Reparationen und Kontributionen, die ein westliches Gericht aufgrund einer Klage von Ukrnafta bereits festgesetzt hatte. Vorerst handelt es sich gewissermaßen noch um eine Klage gegen Unternehmen und nicht vollständig gegen Russland; nicht vollständig vonseiten der Ukraine, sondern lediglich um die Klage von Unternehmen gegen russisches Eigentum. Und bei uns heißt es: „Na ja, Norwegen hat unser Schiff beschlagnahmt. Was sollen wir tun? Was können wir denn da nur tun?“
Ich wiederhole: Die Bolschewiki wussten, wie was zu tun war, und sie handelten. Sowohl Russland als auch die Sowjetunion wurden ernst genommen. Russland war eine Supermacht, und die russische Sprache wurde auf der ganzen Welt in den Schulen gelernt. Sie war außerordentlich beliebt. Solange das Russische Zarenreich bestand, hielt es hingegen niemand für nötig, Russisch zu lernen oder gar auf die Interessen Russlands Rücksicht zu nehmen.
Erinnern Sie sich: 1915 erhielt Russland keine Waffen vom Westen. Es kämpfte im Ersten Weltkrieg für die Interessen des Westens und verfügte nicht über genügend eigene Waffen. Deshalb bezahlte es den Westen dafür, mithilfe dessen Industrieanlagen Waffen herzustellen, die nach Russland geliefert werden sollten, damit Russland weiter für die Interessen des Westens kämpfen konnte.
Wie Komura, der japanische Außenminister, 1905 sagte: “Der Krieg setzt alle Verträge außer Kraft. Sie haben verloren und eine Niederlage erlitten. Davon müssen wir ausgehen.“ Der Westen verletzt jeden Vertrag, ebenso übrigens der Osten, sobald die eine Vertragspartei die jeweils andere nicht mehr zur Einhaltung zwingen kann. Sämtliche Verträge im Westen wie im Osten gelten genau so lange, wie eine Vertragspartei die Erfüllung der Vertragsbedingungen der anderen gegenüber erzwingen kann.
Wir können Deutschland nicht zwingen, den Vertrag von 1992 und den 2+4-Vertrag von 1990 einzuhalten. Deutschland verletzt beide vollständig. Welche Verträge wollen sie also schließen, und mit wem? Auf welcher Grundlage? Auf der Grundlage ihrer guten Absichten?
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Das Spitzbergenproblem besteht seit Langem. Es gehört zu den Problemen, welche die Bolschewiki nicht mehr lösen konnten. Ihnen fehlte es schlicht an Zeit und Kraft. Das Problem entstand 1920, als in Russland, ich erinnere daran, nicht nur ein Bürgerkrieg, sondern auch eine ausländische Intervention stattfand.
Churchill erklärte dazu ausdrücklich, die ausländische Intervention habe dazu gedient, Russland zu zerschlagen und seine Trümmer in Kolonien der westlichen Welt zu verwandeln. Genau dafür hatte auch die Weiße Garde gekämpft. Sie halten das für rote Propaganda? Lesen Sie Churchills Memoiren, die Memoiren anderer westlicher Politiker jener Zeit, die des Briten Lloyd George und vieler weiterer.
Sie kämpften für die Zerschlagung Russlands und seine Umwandlung in westliche Kolonien. Dafür kämpfte die Weiße Garde. Wer erkannt hatte, dass er eigentlich gegen Russland kämpfte, wechselte zur Roten Armee. Wer dies nicht erkannte, kämpfte bis zum Schluss in der Weißen Garde weiter.
Anton Iwanowitsch Denikin lehnte jede Zusammenarbeit mit Deutschland entschieden ab. Es gab jedoch andere Bastarde – Schkuro, Krasnow und sonstiges Gesindel. Sie kämpften im Interesse ausländischer Staaten gegen Russland. Sie wollten Russland vernichten. Deshalb ist die heute verbreitete Behauptung, zwischen den Roten und den Weißen dauere irgendein Bürgerkrieg an, eine Lüge – eine vollständige, zynische und dreiste Lüge. Der Bürgerkrieg in Russland endete am 22. Juni 1941, als alle russischen Patrioten die UdSSR unterstützten, während das gesamte Gesindel das Dritte Reich, das vereinte Europa, unterstützte.
Betrachten Sie all jene, die heute gegen die Bolschewiki auftreten. Sehen Sie nur, welcher Hass auf die Bolschewiki in diesem Wahlkampf verbreitet wird. Überall werden Filme und Lieder geschrieben, Videoclips gedreht, und überall wird die Behauptung hineingestopft: Es gab einmal ein Russland, doch dann kamen die verfluchten Bolschewiken und stürzten das Land in Schrecken, das Land wurde verwüstet und all das. Wie hätte ein solches Land denn das vereinte Europa besiegen sollen? Wie? Diese Frage wird jedoch nicht betrachtet. Der Sieg im Krieg sei das eine, und das, was die Bolschewiki geleistet hätten, etwas ganz anderes. Und was haben sie getan? Sie wagten es, den Faschismus zu besiegen. Sie besiegten Hitler. Wie konnten sie es nur wagen? Auch das Konzert von Kanye West sollte eine Revanche der Faschisten in Russland sein. Grundsätzlich war gerade der Auftritt in der Arena in Leningrad wichtig. Sie müssen zeigen: “Wir haben Leningrad doch erobert und euch zu Sklaven gemacht.“
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Den Bolschewiki können sie eine einfache Sache nicht verzeihen: Sie bewahrten Russland, verhinderten seine Zerschlagung und ließen nicht zu, dass es in Kolonien des Westens verwandelt wurde. Dagegen kämpfen heute all die Weißgardisten, Monarchisten und sonstigen kirchlich Gesinnten.
In Russland herrschten Bürgerkrieg und Intervention. Russland war stark geschwächt, und zu dieser Zeit beschloss der Westen, es in Stücke zu zerteilen. Doch das Jahr 1919 veränderte alles. Die Rote Armee rückte vor. Durch ihre globale Politik haben die Bolschewiki in der Türkei und in anderen europäischen Ländern ein Problem geschaffen. Deshalb war es etwas beängstigend, Russland selbst zu zerreißen. Plötzlich bestand die Möglichkeit einer Gegenreaktion; noch war ungewiss, wie sich alles entwickelt. Daher: Wenn Russland zerrissen werden soll, muss irgendein Prügelknabe bestimmt werden, um den es nicht schade ist. Zu diesem Prügelknaben wurde das Zwergkönigreich Norwegen bestimmt. Und um Russland auf die Probe zu stellen, beschlossen sie, ihm die russische Insel Grumant abzunehmen, die sie nach ihrem Gutdünken Spitzbergen nannten. Im Jahr 1920 wurde der Pariser Vertrag zwischen den westlichen Staaten geschlossen, wonach Grumant in Spitzbergen umbenannt und vorübergehend unter norwegische Verwaltung gestellt wurde. Nein, es ging noch nicht vollständig in norwegischen Besitz über. Aber irgendjemand muss ja dieses herrenlose Eigentum verwalten. Na gut, dann soll es eben Norwegen sein.
Die Sowjetunion trat diesem Vertrag 1935 nicht bei, wie Es heißt, sondern ging unter eigenen Vorbehalten ein Verhältnis zu ihm ein. Damit sollte die Lage festgeschrieben und verhindert werden, dass die Insel aufgegeben wurde. Dies geschah während der Vorbereitungen auf einen neuen Weltkrieg, als die Sowjetunion weder über die Möglichkeiten noch über eine starke Nordflotte verfügte, um Grumant zu verteidigen. Ein weiteres Abdrücken von Territorien musste jedoch verhindert werden, damit sich die Sowjetunion auf den Krieg vorbereiten und gegenüber allen Kräften positionieren konnte.
Dieses Gleichgewicht bestand lange Zeit. Im Jahr 2010 entschied jedoch der US-P-Resident in Russland, Dmitri Anatoljewitsch Medwedew, aus eigener Initiative und mit dem Bestreben, russische Territorien abzutrennen, die Zeit sei gekommen, Grumant vollständig an Norwegen abzutreten. Einen Vertrag konnte er unterzeichnen und vieles konnte er abtreten, aber nicht alles. Der norwegische Gouverneur über Spitzbergen ist gegenwärtig eine nominelle Figur ohne jegliche Bedeutung. Norwegen besitzt nicht mehr Rechte auf Spitzbergen als Russland. Deshalb übt Russland dort auf seinem eigenen Territorium wirtschaftliche und wissenschaftliche Tätigkeiten aus und verfügt über russische Ressourcen. Irgendein Clown von einem norwegischen Gouverneur besitzt keinerlei Rechte, auch nicht zur Sicherung der Entscheidungen irgendwelcher westlicher Gerichte. Zumal Russland die Gerichtsbarkeit dieses Gerichts nicht anerkennt. Dafür gibt es den gesamten Rechtsrahmen, der von den Bolschewiki durchgesetzt wurde, die von all diesen Monarchisten, Weißgardisten und Wlassow-Anhängern so sehr gehasst wird. Denn sie haben im Jahr 1920 verhindert, dass Spitzbergen vollständig eingenommen wird. Blieb dieses Ereignis etwa das einzige? Vielleicht ist am 3. September nichts weiter passiert, aber am 3. und 4. September geschahen Ereignisse, von denen man sagen kann, dass sie Teil dieses langen 3. Septembers waren.
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Wir haben bereits über die Demarche und die Position Japans anlässlich des Besuchs unseres Staatsoberhaupts auf Iturup gesprochen. Wir sagten auch, dass Japan mit voller Berechtigung davon ausgehe, im Zweiten Weltkrieg habe nicht Japan, sondern die Sowjetunion eine Niederlage erlitten. Japan verfügt dafür nicht nur über konkrete Gründe, sondern über Dokumente. Gerade die Sowjetunion wandte sich 1956 als “im Zweiten Weltkrieg unterlegene” Seite mit dem Vorschlag an Japan, Frieden zu schließen, und bot als “unterlegene” Seite eigene Territorien an. Deshalb lässt sich die sowjetisch-japanische Erklärung von 1956 nur in diesem Sinne auslegen. Nur so wird sie verstanden. In genau diesem Sinne wird sie seit 1956 von der gesamten japanischen Politik verstanden – und auch von der übrigen Welt, denn diplomatische Vereinbarungen sind diplomatische Vereinbarungen, und ein Dokument bleibt ein Dokument. Wer um einen Friedensschluss bittet und eigene Territorien abtritt, hat eine Niederlage erlitten. Japan verlangt jedoch mehr. Japan ist nicht damit einverstanden, so wenig zu erhalten. Es ist bereit, großzügig zu sein und vielleicht noch einmal über den Vertrag zu sprechen– aber nur, wenn Russland ihm mehr Territorien abtritt. Seit 1956 verhielt sich Japan die ganze Zeit so.
Erst jetzt erklärte Putin, mit der Erklärung sei Schluss. Bis dahin galt sie jedoch. Japan ist allerdings keineswegs der Auffassung, dass die Erklärung erledigt sei.
Nach einem Befehl des Obersten Befehlshabers der Streitkräfte der Sowjetunion, Josef Wissarionowitsch Stalin, ist der 3. September der Tag des Sieges über das militaristische Japan. Auf der zu Ehren dieses Sieges geprägten Medaille steht ausdrücklich das Datum 3. September 1945. Dies ist der Tag des Sieges über das militaristische Japan. Es ist ein symbolträchtiger Tag in den Beziehungen Russlands beziehungsweise der Sowjetunion zu Japan.
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Bislang versucht Japan jedoch, den 3. September zu einem Tag der Schande Russlands zu machen. Dabei hilft ihm die ruszionische “Elite“.
Ein Ereignis, das sich am 4. September in Chabarowsk abspielte, fand bei uns keine große Beachtung. An diesem Tag wurde dort ein Denkmal für die sowjetischen Soldaten eingeweiht, die das militaristische Japan besiegten. Das Denkmal zeigt einen sowjetischen Soldaten, der einen Grenzstein zerschlägt, auf dem sich die Kaiserchrysantheme als Symbol Japans befindet. Hier stellt sich die Frage: “Leute in Chabarowsk, habt ihr da nichts verwechselt? Der Tag des Sieges über das militaristische Japan ist doch der 3. September. Warum eröffnet ihr das Denkmal am 4. September?“ Die Antwort ist ganz einfach. Am symbolträchtigen 3. September unternahm Japan einen diplomatischen Demarche. Es verlangte von Russland, das Denkmal abzubauen, weil dieses Symbol die japanischen Ambitionen demütige. Russland gezieme es nicht, Japan irgendwie zu reizen.
Wie bitte? Das Denkmal wurde doch am 4. September eröffnet, es ist an seinem Platz und wird nicht abgebaut. Entscheidend ist jedoch der Beginn eines Weges. Ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Japan hat diesen Schritt mithilfe des Verrats der ruszionischen “Eliten“ getan. Es verwandelte die Niederlage Japans vom 3. September 1945 in einen Sieg Japans über Russland.
Dies steht in vollständigem Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Schließung des Russischen Hauses und zur Beschlagnahme des Schiffes auf Spitzbergen, auf Grumant. Es sind abgestimmte Handlungen – und zwar nicht nur abgestimmte Handlungen westlicher Staaten, sondern abgestimmte Handlungen dieser Staaten und ihrer amilakaiischen, Wlassow-faschistischen “Elite“ in Russland, die solche politischen Aktionen ermöglicht. Die japanische Premierministerin Takaichi erklärte umgehend, dies sei nur der Anfang und sagte ausdrücklich: "Wir werden es dabei nicht belassen."
Russland habe also seine Wahl getroffen, und wir werden dafür sorgen, dass dieses Denkmal abgebaut wird. Dies wird in der Erwartung eines Verrats innerhalb der Elite unverblümt angekündigt. Zugleich tritt ein japanischer Professor auf und erklärt: “Stellen Sie sich vor: Wenn Russland, wenn die Sowjetunion ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht verletzt hätte, hätten die Amerikaner uns nicht mit Atombomben bombardiert. Da sie uns aber bombardiert haben, ist auch daran Russland schuld.“
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Bei uns haben gerade diejenigen, die das Denkmal eingeweiht haben, konkret Verrat an Russland begangen. Sie haben zugelassen, dass der 3. September als symbolischer Ausgangspunkt für die Einleitung einer antirussischen Politik und die Entziehung der staatlichen Souveränität Russlands genutzt wurde. Und in Chabarowsk gab es Leute, die sich damit befassten und verstanden, dass der 4. September – denn man wollte es eigentlich erst am 5. einweihen und nicht schon am 4. – nicht in Frage kam.
Damit erleben wir einen umfassenden Angriff auf die russische Souveränität. Als Höhepunkt dieses langen Prozesses vom 3. September wurde am 4. September in Litauen der russische Botschafter ins Außenministerium einbestellt. Dort wurde ihm ultimativ erklärt, Russland müsse die Kampfhandlungen gegen die Ukraine einstellen und sämtliche Truppen aus dem Gebiet abziehen, das ihm genannt werde.
Bei uns heißt es: Ha, ha, was soll's, irgendein kleiner Köter kläfft da herum. Aber ich habe schon so oft erklärt, dass solche Banditenmethoden, bei denen die Bande um die Ecke steht und irgendeinen Schläger als Lockvogel vorschickt, damit der jemanden provoziert, und dann auf der Grundlage dieses Verhaltens gegenüber dieser Person die ganze Bande in Aktion tritt – dass diese Methoden auch in der Politik allgegenwärtig sind. Ein solcher Vorstoß Litauens, Estlands, Lettlands oder irgendeines anderen kleinen Staates ruft in der russischen Steuerungssphäre eine bestimmte Reaktion hervor. Auf diese Weise lässt sich diese Steuerungssphäre anhand des vorgegebenen Parameters testen: des Entzugs der russischen Souveränität.
Wenn Fukuyama erklärt: “Russland ist schwach und wird bald eine Niederlage erleiden“, stützt sich dies gerade auf das Verhalten der ruszionischen “Elite“, auf diese fortwährenden Tests und die ständige Entwicklung dahin, dass Russland seine Souveränität ein ums andere Mal preisgibt.
Doch es ist nicht alles so schlecht, wie es scheinen könnte. Zweifellos werden die Feinde Russlands ihre Angriffe fortsetzen. Am 31. August ereignete sich beim G20-Gipfel in den Vereinigten Staaten etwas sehr Interessantes. Europäische Finanzminister weigerten sich, gemeinsam mit dem russischen Finanzminister Siluanow für ein Foto zu posieren. Es gab pompöse Erklärungen wie: Russland sei ein Aggressor, und der betreffende Minister werde sich niemals neben Siluanow stellen. Dies erklärte übrigens der deutsche Finanzminister.
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Ich erinnere daran: Ein Land, das im 20. Jahrhundert zwei Weltkriege entfesselte, die die zwei Etappen des einen Weltkriegs im 20. Jahrhunderts darstellen, ein Land, das Russland durch seine Aggression unermessliches Leid zufügte und dem niemand im Westen verziehen hätte, sodass Deutschland und das deutsche Volk vom Antlitz der Erde getilgt worden wären – was die Russen jedoch nicht taten –, erklärt: “Ihr seid schwach und könnt eure Stärke nicht nutzen, deshalb werden wir euch schlagen.“
Vor diesem Hintergrund schüttelt der US-Finanzminister Bessent Siluanow öffentlich die Hand, beide lassen sich fotografieren, und Bessent weist nicht nur alle europäischen Finanzminister, sondern insbesondere den deutschen Finanzminister zurecht. Alle sagen: “Sehen Sie, wie die Lage ist. Dort haben sie sich aufgelehnt, und ihr Herr, die Vereinigten Staaten, tut gegenüber Russland genau das Gegenteil. Es gibt keine Isolation.“ Eingeladen wurde ausgerechnet Finanzminister Siluanow, der sich durch geradezu bestialische Russophobie und Hass auf Russland und die Russen auszeichnet und alles unternimmt, um die russische Wirtschaft zu vernichten.
Der Kern dieses Fotodemarches ist jedoch ein völlig anderer. Dass Russland keineswegs isoliert ist, ist eine Tatsache. Dies zeigen die SOZ und die BRICS. Gerade erst fand die SOZ in Kirgisistan statt. Es gibt also zahlreiche Belege. Der Grund für die Weigerung, gemeinsam für ein Foto zu posieren, liegt woanders. Sie ist eine unmittelbare Fortsetzung des Treffens in Anchorage.
Warum treffen sich Putin und Trump in Anchorage? Warum erhält Putin eine Ehreneskorte aus Flugzeugen und all diese Ehren von Trump? Weil alle erkennen, dass Russland trotz des Verrats der ruszionischen “Elite“, dieser Wlassow-Faschisten und Amilakaien, langsam, aber sicher seine Souveränität erlangt und zu einer Supermacht wird.
Niemand kann diesen Prozess aufhalten. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, ihn zu stoppen: Sie beginnen einen Atomkrieg gegen uns. Dann kommen wir jedoch ins Paradies, während sie einfach verrecken, denn wir wollen keine Welt, in der Russland nicht existiert. In den Vereinigten Staaten haben sie es begriffen, aber nicht alle, und auch die Globalisten verstehen es. Die Vereinigten Staaten verlieren an Autorität, insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges gegen den Iran. Aus dem Iran sind Stimmen zu hören: Wir dachten, die Vereinigten Staaten seien so stark, doch sie haben sich als gar nicht mal so mächtig erwiesen. Sie können geschlagen werden. Alle sehen, wie die Autorität der Vereinigten Staaten vor dem Hintergrund des Iran abnimmt.
Auch Aktionen wie jene gegen Venezuela retten diese Autorität nicht. Die Schließung der Straße von Hormus trifft die gesamte Welt stärker als die Inbesitznahme Venezuelas durch die Vereinigten Staaten. Zumal sich die gesamte venezolanische Erdölförderung in einem katastrophalen Zustand befindet. Gegenwärtig sind nur zwei Bohranlagen in Betrieb. Deshalb werden dringlichst die während der Sanktionen stillgelegten Anlagen wieder in Betrieb genommen, die damals wegen fehlender Absatzmöglichkeiten für das Erdöl konserviert wurden, und es werden neue Anlagen in Betrieb genommen.
Deshalb unternimmt Trump so große Anstrengungen, damit amerikanische Unternehmen diese Arbeit in Venezuela aufnehmen. Das gesamte frei verfügbare Erdöl, das sich während der Sanktionen angesammelt hatte, wurde von den Vereinigten Staaten bereits abtransportiert; der Mangel an Erdöl hat inzwischen katastrophale Ausmaße angenommen. Dies gilt allerdings nur für die Vereinigten Staaten.
Für die gesamte Welt ist die Straße von Hormus hingegen von sehr großer Bedeutung. Die Autorität der Vereinigten Staaten sinkt, vor allem in den Ländern der Dritten Welt. Diese haben plötzlich erkannt, dass kein amerikanischer Flugzeugträger kommen wird, weil diese Schiffe verrostet und reparaturbedürftig sind. Und trotzdem werden sie gegen den Iran eingesetzt. Deshalb können diese Länder etwas im Interesse ihres eigenen Volkes und Staates unternehmen. Während Russland gegen den gesamten Westen kämpft und alle Kräfte des Westens auf sich gezogen hat, löst die Dritte Welt ihre eigenen Probleme.
Der Autoritätsverlust der Vereinigten Staaten ist eine Katastrophe. Deshalb geschieht in Anchorage etwas ganz Simples. Trump trifft Putin und sagt der gesamten Welt: “Putin und Russland betreiben nicht etwa selbst ihre Politik und erlangen irgendeine Souveränität. Sie tun dies, weil ich es ihnen erlaubt habe. Ich habe ihnen gestattet, ein bestimmtes Maß an Souveränität und eine bestimmte eigenständige Politik zu erreichen. Ich habe es ihnen erlaubt.“
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Das G20-Treffen und dieses ganze Schauspiel um die Weigerung, gemeinsam mit Siluanow für ein Foto zu posieren, liegen genau auf derselben Ebene. Die Bundesrepublik Deutschland besitzt überhaupt keine eigene Außen- oder Innenpolitik. Sie tut alles so, wie es aus Washington angeordnet wird. Als der deutsche Finanzminister sich gegen das gemeinsame Foto aussprach, führte er dementsprechend einen Befehl aus Washington aus.
Washington zeigte damit: “Was soll das? Ihr versteht überhaupt nichts. Ich erlaube ihnen, sich so zu verhalten.“ Darin liegt der Sinn von Bessents Handschlag und seinem gemeinsamen Foto mit Siluanow: Wir, die Vereinigten Staaten, erlauben Russland, sich so zu verhalten und dieses und jenes zu tun; Russland erreicht dies nicht aus eigener Kraft. Auf diese Weise wird die Autorität der Vereinigten Staaten gerettet.
Wäre Siluanow ein Patriot Russlands, hätte er eine simple Sache getan. Er hätte sich auf seinen für das Gruppenfoto vorgesehenen Platz gestellt, trotz der Weigerung der europäischen G20-Minister, sich gemeinsam mit ihm fotografieren zu lassen. Dass sie sich geweigert haben, ist ausgezeichnet. Siluanow hätte dort gestanden, während die Fotografen bereit gewesen wären. All diese Finanzminister hätten sich irgendwo in der Nähe herumgedrückt: der eine noch auf dem Weg, der andere hinter einer Ecke hervorschauend und so weiter. Auf dem Podium für die Aufnahme hätte allein Siluanow gestanden.
Er hätte fünf, zehn oder fünfzehn Minuten dort gestanden, wäre anschließend ganz ruhig gegangen, vor die Journalisten getreten und hätte gesagt: “Sie haben ja gesehen, wie die ganze Welt darauf wartet, dass Russland ihnen die Erlaubnis erteilt, ein Foto zu machen.“ Verstehen Sie, wie darauf eine russische Staatspolitik zur Förderung und Erlangung der Souveränität hätte aufgebaut werden können? Leider jedoch ist unser Finanzminister ein Bastard, der Russland und die Russen verachtet. Er tat es also nicht. Er wies dieses Gesindel nicht in seine Schranken. Er arbeitete lediglich für die Autorität der Vereinigten Staaten, für seinen Herrn. Dieses gemeinsame Foto zeigt jedoch, dass Russland seinen Weg fortsetzt, so sehr sich die ruszionische “Elite” auch bemühen mag, die Interessen Russlands zu verraten und dem Westen zu helfen, Russland eine Niederlage zu bescheren. Sehen Sie nur, was am 3. September geschah: ein massiver Angriff von allen Seiten, an dem sich sogar die regionale Elite von Chabarowsk beteiligte.
So sehr sich diese gesamte ruszionische “Elite” auch bemühen mag, die Interessen Russlands zu verraten, es gelingt ihr nichts. Schritt für Schritt muss sich der Westen zurückziehen. Russland muss standhalten und an der Front siegen.
Unsere Sache ist gerecht. Der Feind wird zerschlagen, und der Sieg wird unser sein. Auch mit all diesem Verrat wird ihnen nichts gelingen. Wir erkennen diese Manöver und decken sie auf. Was sie dort auch immer unternehmen mögen, die Gegenmaßnahmen laufen bereits. Davon zeugt auch die Rede von Sergej Wiktorowitsch Lawrow über die Aktion des Westens gegen das Russische Haus in Deutschland.
Das wäre die Situation kurz zusammengefasst.
Zum Schluss bleibt mir nur noch, mich zu verabschieden und daran zu erinnern: Viele Dinge sind uns unverständlich – nicht, weil unser Verstand zu schwach wäre; sondern, weil diese Dinge nicht zu unserem Verständnisbereich gehören. Der Verständnisbereich eines gewöhnlichen Menschen umfasst nicht das Verständnis der Steuerung komplexer sozialer Supersysteme.
Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Himmel über Ihren Köpfen. Alles Gute und bis zum nächsten Mal.
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