bumi bahagia / Glückliche Erde

Wir hatten dieses Thema schon mal hier: https://bumibahagia.com/2015/07/12/frei-sein/ – mit einem schönen Text on K.O.Schmidt. Heute nun zwei neue Beiträge dazu.

Denn der Begriff der Freiheit ist einer der schwierigsten überhaupt – nicht zuletzt, weil es so viele gezielt falsche Interpretationen davon gibt.
Luckyhans, 1. August 2015
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Der nachfolgende Artikel vom „Fassadenkratzer“ ist sehr schön klar in seinen Aussagen:

Die verkannte Freiheit – oder warum viele Menschen Unfreiheit hinnehmen

27. Juli 2015

Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit.”
(G.W.F. Hegel: Philosophie der Geschichte)

Es scheint ein soziologisches Gesetz zu sein: Je mehr von einer Sache geredet wird, desto weniger wird sie verstanden. Alle wollen Freiheit, diskutieren über sie und fordern ihre Verwirklichung oder meinen, sie schon zu besitzen. Die westliche Demokratie beansprucht, die Freiheit der in ihr lebenden Menschen realisiert zu haben. Sie propagiert Freiheit als die freie Wahl von Vertretern, welche die Gesetze machen und die Regierungsgeschäfte besorgen. Viele glauben das, zumal es ihnen ständig versichert wird, und nehmen die vielen Gesetze, die sie in Wahrheit bevormunden, gedankenlos hin und sind froh, dass sich der Staat um alles kümmert, sie umsorgt und versorgt. Er weiß schon, was das Beste für sie ist, und es geht ihnen doch ganz gut. Man hat ja auch seine Freizeit, in der man machen kann, was man will.

Aber was ist eigentlich Freiheit? Ist sie einfach die ungehinderte Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten? Sicher auch, doch das ist nur die äußere Entfaltungsbedingung für die eigentliche Freiheit, die wir im Inneren des Menschen selbst aufsuchen müssen. Wird die Freiheit im Inneren nicht erlebt, wird sie auch im Äußeren nicht vermisst und gesucht.

Was liegt dem Freiheitsanspruch zugrunde?

Freiheit wird zutreffend auch als Fähigkeit der Selbstbestimmung bezeichnet. Der Mensch will sich selbst bestimmen und nicht von anderen bestimmt werden. Das setzt aber voraus, dass jeder Mensch potenziell die Fähigkeit hat, die Wahrheit im eigenen Denken selbst erkennen und danach handeln zu können, ohne auf eine Autorität angewiesen zu sein, die sagt, wie es ist und wie es am besten sein soll. Darin sind die Freiheit und auch die Gleichheit der Menschen begründet. Das macht ihre Würde aus.
Jeder Anspruch eines der Gleichen, den anderen ihr Denken und Handeln inhaltlich vorzuschreiben, ist die hohle Anmaßung, ihnen nicht gleich zu sein, sondern höher zu stehen. Es ist daher ein Rätsel, wie man die Demokratie, in der man seine Vormünder lediglich wählen darf, als Realisierung der Freiheit bezeichnen kann.

Ein Kind kann sich und sein Leben noch nicht selbst bestimmen, weil seine Seelenkräfte des Denkens, Fühlens und Wollens in ihrer Entwicklung noch nicht ausgereift sind, um eigenständig zu sicheren Erkenntnissen kommen und selbstverantwortlich handeln zu können. Es erlebt sich daher noch nicht als eine unabhängige Individualität, sondern als unselbständigen Teil der Familie. Es muss erst unter Anleitung von Erwachsenen, die diese Selbständigkeit bereits erreicht haben, die dazu notwendigen vollen Jahre absolviert haben, also voll-jährig und damit mündig, d. h. fähig geworden sein, mit eigenem Mund zu sprechen.

Auch die Menschheit insgesamt hat in ihrer Entwicklung vergleichsweise eine solche Kindheitsphase durchgemacht. In den orientalischen Hochkulturen der Jahrtausende v. Chr. erlebte sich der einzelne Mensch noch als ein unselbständiges Glied der Gemeinschaft des Stammes oder Volkes, die vom Herrscher repräsentiert und angeführt wurde. Das von diesem gelenkte soziale Ganze umhüllte und versorgte kulturell, wirtschaftlich und als staatliche Ordnung den Einzelnen, der dem gleichsam übermenschlichen Herrscher und seinen ebenfalls als höher stehend empfundenen „Beamten“ dafür Dankbarkeit und selbstverständlichen Gehorsam entgegenbrachte. Es war das Verhältnis einer in überlegener Erkenntnis gegründeten Autorität, einer väterlich herrschenden Führungsschicht zu einem kindhaft unmündigen Volk von Untertanen (vgl. Der Staat als Instrument).

Aus dieser Unmündigkeit hat sich die Menschheit allmählich heraus- und zur eigenständigen Erkenntnismöglichkeit jedes Menschen hin entwickelt, in der sich sein Selbstbewusstsein gründet. Es stützt sich darauf, die Weltinhalte nicht von außen passiv zu empfangen, sondern im eigenen Denken selbst erkennen und beurteilen zu können.
Das Handeln muss aus eigener Erkenntnis hervorgehen, wenn es frei sein soll.
Mir muss klar sein, wie sinnvoll sich mein Handeln in einen bestimmten Lebenszusammenhang hineinstellt. Und ich muss wissen, aus welchen Gründen und zu welchem Ziel ich etwas tun will. Sonst tappe ich mit meinem Handeln völlig im Dunkeln und werde aus dem eigenen Inneren oder aus der Außenwelt zu etwas gedrängt, das ich gar nicht selbst bestimme und will.
Es greift also zu kurz zu meinen, Freiheit sei die Möglichkeit, tun und lassen zu können, was man will. Ich muss eine klare Erkenntnis in das haben, was ich will, sonst weiß ich gar nicht, was ich in Wirklichkeit tue.
Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten des Handelns: Entweder handle ich aus eigener voller Erkenntnis selbst, oder ich werde, mir nicht voll bewusst, für fremdes Wollen von innen oder von außen instrumentalisiert.

Antriebe und Motive des Handelns

Die Willenshandlung des Menschen wird einerseits aus den Tiefen seiner Organisation beeinflusst, andererseits dringen von außen Einflüsse auf ihn ein, die seinen Handlungswillen bestimmen. In beiden Bereichen ist er Einflüssen ausgesetzt, die ihn unfrei machen. Diese müssen wir daher genauer ins Auge fassen. Von allen Philosophen hat dies m. E. Rudolf Steiner am klarsten herausgearbeitet.
Für eine Handlung kommt in Betracht, was an Motiven ins Bewusstsein tritt und was als Triebfedern aus der menschlichen Organisation wirkt.
Zu Motiven werden augenblickliche Gedankeninhalte, Triebfedern sind in der dauerhaften individuellen Beschaffenheit, in seinen charakterologischen Anlagen begründet.1

Die sozusagen unterste Stufe der Triebfedern sind die sinnlichen Triebe und Begierden selbst, die sich wie der Hunger oder der Geschlechtstrieb unmittelbar in Wollen umsetzen.
Eine zweite Stufe bilden die Gefühle, die durch Begabung und Erziehung charakterologische Anlage geworden sind. Durch Wahrnehmungen der Außenwelt werden sie angeregt und können so unmittelbar zu Triebfedern des Handelns werden: Mitgefühl, Schamgefühl, Stolz, Ehrgefühl, Reue, Rache, Treue, Dankbarkeit, Pflichtgefühl usw.
In der dritten Stufe werden von bestimmten Wahrnehmungen unmittelbar Vorstellungen ausgelöst, wie man selbst in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen schon gehandelt hat. („Das haben wir schon immer so gemacht.“) Sie sind bestimmende Muster unseres Handelns und so Teil der charakterologischen Anlage geworden.

Motive des Handelns können nur Vorstellungen und Begriffe sein, die aktuell gefasst werden. Zunächst sind es Vorstellungen, die das eigene oder ein fremdes Wohl zum Ziel haben.
Zugrunde liegt ihnen der Egoismus des eigenen Glücks, das man entweder direkt in rücksichtsloser Weise auch auf Kosten des Glückes anderer anstrebt, oder indirekt durch Förderung des Glückes anderer, weil man sich davon einen günstigen Einfluss auf das eigene Glück verspricht.
Ein weiteres Motiv ist rein begrifflicher Natur und wird aus einem System sittlicher Prinzipien entnommen. Sie können in Form abstrakter Begriffe das sittliche Leben regeln, ohne dass sich der Einzelne um deren Ursprung kümmert. „
Wir empfinden dann einfach die Unterwerfung unter den sittlichen Begriff, der als Gebot über unserem Handeln schwebt, als sittliche Notwendigkeit.“ 2
Sie geht von Autoritäten aus, die wir anzuerkennen gewohnt sind: Familienoberhaupt, Staat, Sitte, Kirche oder göttliche Offenbarung.
Einen sittlichen Fortschritt bedeutet es, wenn der Mensch ein sittliches Prinzip deshalb zu seinem Handlungsmotiv macht, weil er den Grund dafür in einem Bedürfnis des sittlichen Lebens erkennt, seine Berechtigung oder Notwendigkeit also einsieht.
Solche Bedürfnisse sind das größtmögliche Wohl der Menschheit und der allgemeine Kulturfortschritt oder die sittliche Entwicklung der Menschen zu immer größerer Vollkommenheit. Er bildet sich individuell Vorstellungen, wie diese aussehen müssten und was er durch sein Handeln dazu beitragen kann.

Die geschilderten Triebfedern lassen keine freie Handlung entstehen, sondern nur solche, die der Mensch auf einen äußeren Anstoß aus innerem Zwang gleichsam automatenhaft vollzieht. Und die angeführten Motive sind allgemein festgelegte Prinzipien, die nur zu schablonenmäßigen, aber ebenfalls nicht zu individuell freien Handlungen führen.

Freie Handlungen entstehen nur, wenn weder eine innere Notwendigkeit, noch äußere normative Regeln bestimmend wirken, der Mensch im Einzelfall also nicht von einem bestimmten Sittlichkeitsziel ausgeht, sondern „allen Sittlichkeitsmaximen einen gewissen Wert beilegt, und im gegebenen Falle immer fragt, ob denn hier das eine oder das andere Moralprinzip das wichtigere ist. Es kann vorkommen, dass jemand unter gegebenen Verhältnissen die Förderung des Kulturfortschrittes, unter andern die des Gesamtwohls, im dritten Falle die Förderung des eigenen Wohles für das richtige ansieht und zum Motiv seines Handelns macht.“ 3
Frei ist die Handlung, wenn einer bestimmten konkreten Situation gegenüber nicht eine vorgefertigte Handlungsschablone aus einer Schublade gezogen, sondern originär intuitiv erkannt wird, welches moralische Motiv hier angemessen ist und dem eigenen Handeln zugrunde gelegt werden soll.

Erkennen und freies Handeln

Stehen wir einer bestimmten Situation gegenüber, die uns zu einer Handlung aufruft, haben wir indessen zweierlei zu beachten. Wir müssen die Situation, wie sie ist, erkennen, damit wir völlige Klarheit haben, worum es sich handelt. Auf der Grundlage dessen müssen wir intuitiv die richtige Handlungsmaxime finden.
Bei beiden handelt es sich um ganz unterschiedliche Begriffe. Die Situation finden wir aus der Vergangenheit vor, und es kommt darauf an, sie mit darauf bezogenen Erkenntnisbegriffen zu durchdringen. Wie sie durch unser Handeln werden soll, liegt in der Zukunft, und der sich darauf beziehende, dahin führende moralische oder handlungsleitende Begriff muss gesondert gefunden werden.

Den handlungsleitenden Begriff entnehmen wir nicht der Situation. Diese regt nur dazu an, ihn intuitiv zu finden. Eine Situation oder ein Objekt hat kein Etikett mit einer Anweisung umhängen, wie ich zu handeln habe. Dann wäre das Handeln nur die automatische Folge einer Erkenntnis und die Freiheit ausgeschlossen.
Wenn ich auf dem Standpunkt eines bestimmten Moralprinzips stehe, ist das in gewisser Weise der Fall. Dann löst eine bestimmte Situation sofort das gespeicherte Moralprinzip aus, und ich setze mich entsprechend in Bewegung. In der Politik wird ein solcher zwingender Zusammenhang gern suggeriert, wenn bestimmte Maßnahmen als alternativlos bezeichnet werden.

Unser Handeln ist nur dann frei zu nennen, wenn allein die Einsicht in eine klar im Bewusstsein stehende, von uns selbst produzierte moralische Idee das Bestimmende ist.
Mit ihr liegen die Antriebe unseres Handelns nur in uns selbst.
Unser Tun fließt allein aus der in uns zur freien Verfügung stehenden Idee. Ich handle nicht, weil ich einen Herrn über mir anerkenne, nicht ein göttliches Gebot, das allgemein Übliche oder die äußere Autorität eines wie auch immer gearteten Gesetzgebers. Es wären alles nur Zwänge. Aber wenn uns nichts mehr zwingt, warum handeln wir dann noch?
Aus – Liebe. Die Einsicht in eine sittliche Idee weckt in uns das Bedürfnis nach ihrer Verwirklichung, rein um ihrer selbst willen.
Ich fühle keinen Zwang, nicht den Zwang der Natur, die mich bei meinen Trieben leitet; nicht den Zwang der sittlichen Gebote“4
Ich will einfach ausführen, was ich selbst erkannt habe.

Wer handelt, weil er bestimmte sittliche Normen anerkennt, dessen Handlung ist das Ergebnis der in seinem Moralkodex stehenden Prinzipien. Er ist bloß der Vollstrecker. Er ist ein höherer Automat. Werfet einen Anlass zum Handeln in sein Bewusstsein, und alsbald setzt sich das Räderwerk seiner Moralprinzipien in Bewegung und läuft in gesetzmäßiger Weise ab, um eine christliche, humane, selbstlose oder eine Handlung des kulturgeschichtlichen Fortschrittes zu vollbringen.
Nur wenn ich meiner Liebe zu dem Objekte folge, dann bin ich es selbst, der handelt. …
Ich erkenne kein äußeres Prinzip meines Handelns an, weil ich in mir selbst den Grund des Handelns, die Liebe zur Handlung, gefunden habe.“
5

Man könnte einwenden, damit würde der individuellen Willkür Tür und Tor geöffnet und kein Unterschied zwischen guten und bösen Handlungen gemacht.
Doch eine böse Tat geht aus dem Ausleben blinder Triebe hervor, die sich dazu des Verstandes bedienen, und ist nicht mit dem Ausleben der Individualität zu verwechseln, die sich zur intuitiven Erfassung einer sittlichen Idee erhebt. Der blinde Trieb, der zum Verbrechen treibt, steigt aus meinem Organismus auf, der sich bei allen Individuen in gleicher Weise geltend macht, aus dem sich die geistige Individualität aber gerade im Erfassen der besonderen Form einer sittlichen Idee herausarbeitet.
„Die Handlung aus Freiheit schließt die sittlichen Gesetze nicht etwa aus, sondern ein; sie erweist sich nur als höher stehend gegenüber derjenigen, die nur von diesen Gesetzen diktiert ist.“6
Eine aus der freien individuellen Intuition hervorgehende Handlung dient nicht weniger dem Gesamtwohl, als diejenigen, die aus Pflicht gegenüber den allgemein geltenden Geboten und Maximen vollzogen werden. Der bloße Pflichtbegriff schließt aber die Freiheit aus und fordert Unterwerfung unter eine allgemeine Norm.

Auch allgemeine Sittengesetze sind einmal individuell von einzelnen Persönlichkeiten erfasst worden. Das Verbindende zwischen den Individualitäten besteht in derselben Ideenwelt, zu der jeder sich nach seinem Vermögen und seinem individuellen Ausgangspunkt erhebt, und in der sie sich in ideeller Übereinstimmung treffen. Sonst wäre ein Zusammenleben der Menschen gar nicht möglich. Man könnte ihnen die Verträglichkeit durch keine äußeren Gesetze einimpfen.
Wenn zwei Menschen
„wirklich aus der Idee schöpfen und keinen äußeren (physischen oder geistigen) Antrieben folgen, so können (sie sich) nur in dem gleichen Streben, in denselben Intentionen begegnen. Ein sittliches Missverstehen, ein Aufeinanderprallen ist bei sittlich freien Menschen ausgeschlossen. Nur der sittlich Unfreie, der dem Naturtrieb oder einem angenommenen Pflichtgebot folgt, stößt den Nebenmenschen zurück, wenn er nicht dem gleichen Instinkt und dem gleichen Gebot folgt. Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen“ 7

Ideal und Wirklichkeit

Aus den bisherigen Überlegungen ergibt sich, dass die Freiheit ein Ideal, ein Entwicklungsziel ist. Wir sind nicht entweder unfrei oder frei, sondern beides. Ja, der größte Teil unserer Handlungen ist, wie wir uns eingestehen müssen, noch immer unfrei.
Die zu unfreien Handlungen führenden Triebfedern und Motive sind aber selbstverständlich nicht bedeutungslos. Sie haben in der Entwicklung des Menschen ihre Berechtigung, und wir können sie auch nicht mit einem Schlage hinter uns lassen.
Sie müssen sukzessive durch freie Handlungen ersetzt werden, die indessen nicht wie die unfreien Handlungen ohne unser Selbst entstehen, sondern durch Selbst-Erziehung errungen werden müssen.

Es kommt dafür darauf an, eine Gesellschaftsordnung zu bilden, die dieses tiefe Streben der Menschen nach Freiheit, nach der freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit (Art. 2 GG), nicht verhindert, sondern ermöglicht und fördert.
Dies schließt aus, dass die Gesellschaft oder der Staat dem Einzelnen übergeordnet sind und ihn durch Handlungsvorgaben in Form von Gesetzen fremdbestimmen.
Sie bilden dadurch ein System kollektiver äußerer Unfreiheit, ein Gefängnis des Denkens und Handelns, welches das Streben des Menschen nach freiem Handeln bindet und die Entwicklung seines innersten Wesens weitgehend blockiert.
Der Sinn der Gesellschaftsordnung hat sich heute vollkommen umgekehrt. Nicht mehr hat sich der Einzelne einem Ganzen dienend einzufügen, sondern die Ordnung des Ganzen hat dem einzelnen Menschen und seiner Entwicklung zur Freiheit zu dienen.

Aber gewisse Gesetze, die Recht und Ordnung herstellen, und Menschen, die befugt sind, für ihre Durchsetzung zu sorgen, muss es doch geben, wird man einwenden, sonst herrscht ja das Chaos. Natürlich, weil ja auch der Zustand der vollen inneren Freiheit aller Menschen, der eine moralische Vollkommenheit einschließt, noch lange nicht erreicht ist.
Aber es dürfen keine Gesetze sein, die das Handeln der Menschen in ihren wirtschaftlichen und kulturellen Lebensfeldern inhaltlich regeln, weil sich dadurch Wenige oder die Mehrheit, die Gesetzgeber, über die Anderen stellen, eine höhere Sachkenntnis und Erkenntnisfähigkeit behaupten und deren Möglichkeit unterbinden, freies Handeln zu entwickeln.
Nur Gesetze, die das Recht im engeren Sinne betreffen, d. h. die Regeln des gerechten Verhaltens festlegen (dazu siehe das Buch: „
Macht macht untertan“ von Herbert Ludwig), werden auch weiterhin notwendig sein.

Durch die Gesetze des Rechts wird sich ein Freier dann nicht gebunden fühlen, wenn sie der Gerechtigkeit entsprechen, zu der er in seiner individuellen Intuition auch gekommen ist.
Dann handelt er frei nach dem, was er selbst erkannt hat, und das Gesetz ist für ihn überflüssig und stört ihn nicht. Nur durch Gesetzesbestimmungen oder Gerichtsurteile, die seiner eigenen Gerechtigkeits-Erkenntnis nicht entsprechen, wird er unfrei. Aber das muss er hinnehmen, solange sich alle noch in der Entwicklung zur Freiheit befinden und die Findung des Rechts von der Erkenntnisreife derjenigen abhängt, die es als Mehrheit oder gewählte Vertreter allgemein verbindlich beschließen.

Ausblick

Die Freiheit primär als Frucht eines seelisch-geistigen Entwicklungsprozess des Menschen aus inneren und äußeren Abhängigkeiten zu begreifen, ist noch nicht weit verbreitet.
Das hängt mit der fehlenden Übung der Selbsterkenntnis zusammen, zu der die alten Griechen durch die Inschrift „Erkenne dich selbst“ am Tempel von Delphi noch ständig aufgefordert wurden.
Die innere Freiheit ist die Voraussetzung der äußeren Freiheit.
In dem Maße, wie die innere Freiheit erstrebt und erlebt wird, werden die Strukturen der Gesellschaft durchschaut, die ihr Ausleben verhindern, und es entsteht das Bedürfnis, sie durch solche zu ersetzen, welche die Freiheit schützen und fördern.

Die heutigen Funktionäre der Macht, welche die alten hierarchischen Strukturen der „Demokratie“ besetzt halten und von Freiheit reden, indem sie sie gleichzeitig ausschalten, können von der Freiheit, von der inneren wie auch von ihren äußeren Bedingungen, keine Ahnung haben. An die Stelle der Selbsterkenntnis tritt bei ihnen die Selbstbeweihräucherung.
Sonst würden sie bemerken, dass sie selbst in Wirklichkeit nicht freie Menschen, sondern Getriebene sind: von Machttrieben, Herrschsucht und allgemeinen Handlungsmaximen, die aus Ideologien und Gruppenzwängen hervorgehen.
Wer selbst die Freiheit nicht kennt, kann sie auch in anderen nicht achten.

Aber auch der großen Masse, die sich von ihnen beherrschen lässt, ist das innere Erleben der Freiheit weitgehend unbekannt. Die Sehnsucht danach muss größer sein als die Scheu vor der inneren Anstrengung, mit der es verbunden ist.
So wird bei den meisten das Streben nach Innerer Freiheit in der medialen Beeinflussung ihres Bewusstseins, in der Ablenkung auf Brot und Spiele, Konsum und Sensation erstickt. Freiheit wird von vielen längst mit Freizeit verwechselt.
Freiheit ist in gewisser Weise ein asketisches Ideal, das nicht nur Mut gegen andere, sondern vor allem gegen sein eigenes niederes Ego erfordert.

Nur wenn sich bei einer genügend großen Zahl von Menschen die Sehnsucht nach innerer Freiheit Bahn bricht und die Freiheit immer mehr als die Blüte des Menschseins erlebt wird, wachsen die nötigen voranschreitenden Vorbilder heran, denen immer mehr nachfolgen, so dass die Ketten der Despotie weniger Machtpsychopathen abgestreift werden können, die auf dem Wege sind, die Menschheit weiter in die Selbstzerstörung zu treiben.
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1   Rudolf Steiner: Die Philosophie der Freiheit, Stuttgart 1955, hier und im Folgenden Kap. IX, S. 149 ff.
2   a. a. O., S. 160
3   a. a. O., S. 162
4   a. a. O., S. 167
5   a. a. O., S. 166
6   a. a. O., S. 169
7   a. a. O., S. 170

Quelle: https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/07/27/die-verkannte-freiheit-oder-warum-viele-menschen-unfreiheit-hinnehmen/

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Und ein weiterer Beitrag zum Thema, aus anderer Sicht, ebenfalls gerade erschienen:

Geboren um frei zu sein

31. Juli 2015 (von Christoph Weltenlehrer)

Jedes Wesen, sei es Mensch oder Tier strebt im Grunde danach, seine persönliche Freiheit zu leben. So ist es vom Ursprung her von der göttlichen Schöpferkraft jedenfalls vorgesehen. Doch wenn wir in unsere Welt hineinsehen, dann können wir die Ketten überall erkennen, die dieses Bestreben hindern, sich frei zu entfalten.
Wenn ein Kind geboren wird, bringt es zwar sein karmisches Gepäck mit, aber trotzdem ist es ihm freigestellt, wie es seine Lebenskür umsetzen will. Es lebt noch im Augenblick, im Hier und Jetzt. Doch dann kommt es leider all zu oft vor, das genau diese freie Seele über manipulierte Interessen der selbsternannten Elite beeinflusst wird. Das erreichen sie überwiegend über die Eltern, Kindergarten, Schule, Studium, um angeblich die Interessen der Gesellschaft – publiziert durch die etablierten Medien usw – darzustellen. Schlimmstenfalls wird das Kind zu einem angepaßten und steuerbaren Erwachsenen geformt.

Hierzu werden auch gerne die Religionen in all ihren Formen benutzt. Dazu gehören Entwurzelung von seinem wahren Ursprung, Entfremdung von der Natur und den anderen Lebewesen, Spaltung und Irreführung der Gesellschaften, gezielte Beeinflussung über Politik und Medien.
Die Technologie übernimmt dann die weitere Erziehung zum programmierten Menschroboter! Die Kontrolle wird immer mehr ausgebaut, um diesen Menschen dann vor allem berechenbar zu machen. Die „Herrscher der Schattenwelt“ verfolgen schon immer diesen Weg, um ihre langfristigen Pläne auch umsetzen zu können. Der Mensch soll so geformt werden, das er sich einem Tier im Zoo ähnelt.

Ein Tier im Zoo sieht auch nur das, was die Wärter zulassen und das Tier bekommt auch nur das, was die Wärter ihnen geben. Das Tier wird in einer künstlichen Realität geformt und das Tier weiß gar nicht, das es da draußen noch eine andere Realität gibt, eine wahre Realität, wo es im Ursprung sogar einst mal herkam.
Beim Menschen hier auf der Erde ist es ähnlich, doch das fatale an der Sache ist jedoch, das ein Mensch nicht umsonst ein Bewusstsein und den freien Willen bekommen hat, doch er nutzt beides nicht und gibt aus lauter Angst vor der Eigenverantwortung, auch noch seinen freien Willen in die Hände anderer, die dann mit jenem Menschen machen können, was sie wollen. Der Mensch baut sich sogar noch selber Gitter um sich herum auf und verkleinert seine Sicht. Er verkleinert so sehr sein Bewusstsein, das er am Ende nur noch die Wahrnehmung eines Tieres im Zoo hat.

Nur ein bewusster, unberechenbarer, spontaner und freiheitsliebender Mensch könnte dieser selbsternannten Elite in die Quere kommen und wenn er zu guter letzt dann auch noch die Gesellschaft mit diesem Virus „Persönliche Freiheit“ anstecken würde? Gar nicht auszudenken, denn dann wären ihre Pläne gefährdet und sogar zum Scheitern verurteilt!

Das “ innere Tier“ erwacht! – Was bedeutet das wirklich?

Wir leben jetzt in einer explosiven Zeit, denn genau dieses freiheitsliebende Wesen in uns, das Renate gerne „Das Fühlwesen“ nennt, strebt immer mehr danach sich zu befreien.
Nun ist es aber leider nicht so, dass dieses Wesen immer lieb und freundlich ist, nein, zum Teil ist es sehr wütend, auf Rache sinnend, gewaltbereit und hasserfüllt. Und wenn viele dieser Wesen aufeinandertreffen, bedeutet das einen hochexplosiven Sprengsatz, der jederzeit hochgehen kann.
Wir sind uns sicher, auch die „selbsternannte Elite“ weiß das sehr genau und hat überall ihre Gegenmaßnahmen bereits getroffen.

Der in ein künstliches Koma gelegte Mensch rennt allem hinterher, was die Gesellschaft vorgibt und als Belohnung winken dann vor allem Urlaub, viel Geld, Anerkennung und Macht. Je besser er ist, umso mehr wird er dann von allem haben!
Diese Welt, dieses Wirtschaftssystem, aufgebaut auf falschen Werten, arbeitet mit dem Belohnungssystem! Ein guter Sklave lebt besser als ein schlechter! Ein fleißiger Sklave verdient mehr Belohnung als ein fauler!
Ein Erkennungsmerkmal ist es, dass dann dieser Mensch, auch wenn er noch so viel Geld hat, es nicht teilen will. Denn schließlich hat er, der Sklave, auch dafür gearbeitet und jetzt will er seine „Belohnung“ dafür auch alleine genießen. Ab und zu mal lässt sich so mancher Mensch dann darauf ein, weil ihm ein schlechtes Gewissen gemacht wird, etwas von seiner „Belohnung“ abzugeben, aber wenn er nicht mit Liebe und offenem Herzen dabei handelt, ist es von absolut keinem Wert. Er ist dann im Bewusstsein arm geblieben und bleibt somit in dieser Scheinwelt stecken.

Es ist Zeit aus dem „Künstlichen Koma“ aufzuwachen!

Es ist an der Zeit, das künstliche Koma zu verlassen, in das wir absichtlich hineinversetzt wurden. Ein Mensch, der im Koma bleiben will, glaubt, dass er es alleine nicht schafft zu leben! Deshalb wird genau diese Angst ganz gezielt geschürt, nämlich „die Angst vor dem Leben!“ Die Angst „es nicht zu schaffen!“
Was denn? Den Anforderungen der Gesellschaft nicht gerecht und ausgeschlossen zu werden! Diese Menschen haben Angst davor, mit sich alleine zu sein und haben somit Angst vor dem Leben mit sich selbst! Sie haben den Pfad ihrer Seele verlassen und kennen noch nicht einmal ihren Grund, warum sie hier sind, geschweige ihren Seelenplan.

„Werde dir über deinen freien Willen bewusst und setze ihn aktiv ein und habe auch immer ein Auge auf das Gesetz der Resonanz.“ Dein Weltenlehrer Team.

Hier ein Video für euch, von einem guten Freund „Christian“, welches uns in Form von Bildern und den dazugehörigen Emotionenen, erneut daran erinnern läst, auf welchen Weg wir uns derzeit befinden und ob jener Weg uns emotional auch wirklich gut tut, welchen wir gerade beschreiten und letzen Endes basiert alles auf Resonanz. Jede einzelne Person hat es in der Hand, welche Ralität sie umgibt, denn die eigene Resonanz ist es die Realitäten erschafft.
Sowohl negativ als auch positiv … Was für eine willst Du ? … Erinnere Dich …

https://www.youtube.com/watch?v=tDhgaD2IjWw

Die Gedanken von Christian zu seinem Video:
Mit diesem Video, möchte ich die Menschen daran erinnern, worauf es wirklich ankommt. In diesem System voller Manipulation, Gewalt und Angst, in dem wir uns alle befinden, ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, sich wieder auf die Natürlichkeit, das Mitgefühl und das Miteinander zu besinnen. Die Natur macht es uns vor, doch viele haben es vergessen. Es liegt an uns, was wir mit unserem Leben und aus dieser Welt machen.

Quelle: http://quer-denken.tv/index.php/1594-geboren-um-frei-zu-sein


15 Kommentare

  1. MURAT O. sagt:

    Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

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  2. Dude sagt:

    Muss dieses dauerende Endlos-Gekopierpastiere wirklich sein? Probiers mal per Auszug und Link… Nimm Dir n’Bsp. an UncutNews

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  3. Dude sagt:

    Ps. Ich meine alle paar Wochen mal ein akribisch ausgewählter Volltext-Fremdartikel, ok… aber das, mein lieber, erachte ich als Spam. 😉
    Pps. Und apropos Freiheit: https://dudeweblog.wordpress.com/2015/01/17/name-person-mensch-inkarniertes-wesen/ (mit Nachtrag versehen)

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  4. Ohnweg sagt:

    Aussteigen, autark werden. Je kleiner die Gemeinschaft ist, desto besser kann es funktionieren. Raus aus dem Getriebe und kreativ werden. Materiellen Wohlstand anstreben. Staatliche Einmischung und religiösen Fanatismus ablehnen und ausweichen und das Geld als Instrument zum materiellen Wohlstand für die Gemeinschaft benützen. Ohne Herrschaft hätte die Menschheit längst allgemeinen, materiellen Wohlstand erreicht. Es steht ja alles im Überfluss zur Verfügung. Die einzigste Voraussetzung für eine befreite Menschheit.
    Nicht mehr dienen! Selbstbewusst sein Tagewerk ausüben.

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  5. Angela sagt:

    Puh- ein langer Artikel…..Aber gut ! Da gebe ich doch auch noch meinen Senf dazu…

    Unsere Erde ist etwas Wunderschönes, aber noch ist sie in den falschen Händen. Dagegen zu kämpfen ist eine Falle. Wenn wir das tun werden wir nur noch tiefer hinein verstrickt. Politische Tyrannen kommen und gehen und man kann niemals sicher sein, dass nach einem Sturz nicht gleich der nächste an die Macht kommt. Das haben wir schon oft erleben können. Noch scheint der Mensch Gesetze, Regierungen, Armee und Polizei zu brauchen, um sein inneres Chaos zu kontrollieren. Diese Institutionen wollen ihre Interessen natürlich nicht freiwillig aufgeben. Wenn man beginnt, gegen sie zu kämpfen, würde man von ihnen zerstört werden. Der einzige Weg ist meiner Erfahrung nach in aller Stille das eigene Bewusstsein zu entwickeln, denn das lässt sich auch mit Gewalt nicht verhindern. Aus dieser darin gewonnenen Freiheit wird unser Handeln kraftvoll und zielgerichtet hervorgehen.

    Wenn wir unser inneres Wesen transformieren und uns selbst verändern, werden wir feststellen, dass wir aus dem Gefängnis befreit sind, welches nur durch unser inneres Chaos entstanden ist. Wir sind fähig, die Welt zu verändern, aber nicht durch Kampf, sondern indem wir sogenannte “Aussteiger” werden. Die alten Strukturen unseres Verstandes müssen sich auflösen indem wir unser Bewusstsein dafür schärfen und sie als Illusion erkennen. Alles, was wir dafür in der Hand haben, ist die Gegenwart, der gegenwärtige Augenblick, denn die Zukunft besteht nur aus der Vorstellung und die Vergangenheit aus der Erinnerung. Und es ist unabdinglich, den starken Wunsch nach innerer Freiheit in uns zu verspüren. Frei von der Vergangenheit, frei von der Zukunft zu sein und frei von Vorstellungen, von Wünschen und Begierden, das ist wahre spirituelle Freiheit, die einzige Form, die uns wirklich eine andere Dimension erleben lässt.

    Die SPIRITUELLE Form von Freiheit besteht m.E. darin, zu wissen, dass man weder der Körper noch der Verstand ist, sondern reines, unbegrenztes Bewusstsein. In unserem tiefsten Inneren toben keine Emotionen, gibt es keine Beschränkungen, alles ist möglich. Aber das bedeutet immer auch VERANTWORTUNG. Man kann seine Verantwortung nicht an ein imaginäres Schicksal oder eine Bestimmung oder Karma abgeben, denn m.E. existiert so etwas gar nicht. Diese Vorstellungen versuchen einen nur darüber hinweg zu trösten, dass man seine Ziele nicht erreichen konnte.

    Ohne für alles die Verantwortung zu übernehmen, kann niemand frei sein. Aber man darf den Begriff Verantwortung nicht mit Schuld oder Pflichtgefühl gleichsetzen, das wäre ein Irrtum. Verantwortung ist die Fähigkeit zu ANTWORTEN, Liebe z.B. ist eine Antwort. Wenn der andere ruft, ist man bereit, ansonsten mischt man sich nicht ein, überschreitet die Grenzen des anderen nicht. Verantwortung heißt, offen zu sein, bereit zu sein, zu antworten.

    Die höchste Form der Freiheit entsteht aus wahlfreier Bewusstheit. Man wird ein Zeuge, ein Beobachter des Geschehens, bringt nicht den trennenden Verstand mit hinein in das Beobachtete und spaltet sich somit nicht auf. Man wird eins mit dem Beobachteten und aus diesem Einssein können sich das Wesen und die Wahrheit der Dinge entfalten. Dann ist man weder von irgendwelchen Bedingungen abhängig, noch davon, was man tut. Ein Mensch, der innerlich vollkommen frei ist, wird sich nicht mehr in dem Maße wie ein anderer danach sehnen, auch äußerlich frei zu sein, er akzeptiert das Leben aus einer höheren Sicht so, wie es sich zeigt und aus diesem Akzeptieren erwächst ihm die Kraft zur Veränderung, einer Veränderung ohne in Negativität zu verfallen.

    LG von Angela

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  6. An Thomram und Dude und selbstverständlich mithilfe von hundert Leseaugen hintenrum nur an mich selbsten:

    Nicht daß ich stets alle Kommentare hier immer lesen würde, aber da ich als Leser die entsprechenden Artikel grundsätzlich immer dort lese, wo sie urheblich herkommen und somit auf der Übernahmeseite nur herumscrolle, um den hoffentlich angezeigten Link zu finden, stieß ich auf den gleich obenauf stehenden Kommentar von Dir Dude, wo Du Dich mich mit folgendem Satz an Dich Thomram wendest:

    „Muss dieses dauerende Endlos-Gekopierpastiere wirklich sein? Probiers mal per Auszug und Link…“

    Wie meinen einleitenden Worten zu entnehmen ist, teile ich Dudes Vorschlag vollständig und möchte mich zunächst als Leser dieser Nachfrage anschließen; gerade auch weil Dein blog einer von denen ist, den ich als Leser hin und wieder gerne besuche.
    Auch als Schreiber und Blogbetreiber stimme ich dem selbstverständlich voll zu, und kann mir in diesem Sinne gut vorstellen, daß Du ebenfalls daran bist, seinen Rat zu überdenken.

    Falls dies der Fall ist, würde ich hierzugegen allerdings von einer radikalen Umsetzung des Vorschlags abraten und zunächst nur den Weg des schrittweisen Entzugs vorschlagen.
    Schließlich läuft diese Maßnahme denjenigen Kommentarianten und Autoren zuwider, die immer ihrem steten Hang, Drang und Zwang erliegen, unterhalb der ihnen jeweils vorgelegten Schrift aufzutreten, weil sie vermutlich teils meinen, sie würden die Leser mit weiteren Vorträgen zum Erwachen verhelfen.
    Will man deren schreibende Köpfe aber noch schonen, ist man selbstverständlich gezwungen, ihnen diese eingebildete Vorstellung haben zu dürfen solange ab und an einzuräumen, wie sie sich unterhalb anderer Textvorlagen ihres zusätzlichen Gedankentums per selbstausgebildeter Wörterketten noch meinen andauernd entledigen zu müssen, bis sie sich vielleicht endlich selbst damit auf den „Wecker“ gehen…

    Zudem würde die radikale Umsetzung dieser neuen Maßnahme, d.h. die Verkürzung hier vorgezeigter Fremdartikel bis runter auf die notwendigsten Angaben, die Folge haben, daß, wenigstens für diesen Teil, die bislang gewohnten Wettbewerbe darüber auszubleiben hätten, wer am meisten die Wahrheit geschaut hat oder was nicht alles er längst erkannt hat – und gerade dieser Schlacht beiwohnen zu dürfen, würden die vielen geliebten Leser bestimmt sehr vermissen.
    Wiederum die meisten von ihnen ohnehin nichts davon verstehen dürften, so tief wie sie sich noch im Schlafe befinden, zumindest ja aus der erhabenen Perspektive der vergleichsweise fast um das Doppelte erwachten und mit bunten Leuchtschwertern sich gegenseitig fechtenden Schreiber, die oftmals meinen, da sie es anderen zum Lesen vorgeschrieben haben, hätten sie es auch vor dem Leser erkannt, was ja oftmals hintenrum so durchkommt und jedoch ein Trugschluß ist, den wiederum übrigens ich als Allererster einmal entdeckt, mehrmals beschrieben und selbstverständlich längst bevor allen anderen erkannt habe, daraus äh darauf möchte ich leider bestehen.

    Ungeachtet meiner teils provokativen Überlegungen ist übrigens die schlichteste aller Fragen noch gar nicht gestellt worden, und zwar, warum man den Artikel des Autors nicht wenigstens dort um seine eigenen Zusatzgedanken ergänzt, wo der Autor ihn ursprünglich hingesetzt hatte? Wieso muß das hier geschehen und wieso wird die Kommentarfunktion hier nicht geperrt? Ist sie aber geöffnet, bestärkt es meine weitere Annahme, daß diejenigen Kommentatoren, die sich all das Obige und Ähnliches eben nicht einbilden, noch eher am ursprünglichen Ort zu finden sind, als am Übernahmeort unter den jeweiligen Herstellungen der zur Diskussion fremdfeilgebotenen Kopierpasteten, oder ist das zu kompliziert gedacht?

    Bei allem was in dieser problematischen Angelegenheit also
    (nebst zusätzlicher Überlegungen https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/anweisung-fur-alle-kopisten-pastaten-und-sonstigen-hersteller-von-kopierpasteten/ )
    zu bedenken ist, komme ich jedenfalls zu dem Ergebnis, daß die Volltextübernahmen anderer Schreiber entweder nur geschehen, weil sie in erster Linie den eigenen Zwecken des Übernehmenden dienen, oder, falls dies nicht so ist, dann weil der stillen Forderung mancher geduldeter, benötigter bis geliebter Kommentarianten vorsoglich nachgegeben wird, deren Leser ein beständiges Zutun der autor-isirten Schreiberkaste zur weiteren Erkenntnisfindung achso dringend benötigen; während die einzige hilfreiche Frage, für wen man eigentlich was unternimmt, bzw. was man nicht alles unternimmt, um anderes zu unterlassen, von allen Beteiligten nur verdrängt wird, nicht weniger auch von mir, der diese ganze überflüssige Schreiberei jetzt auch noch um einen weiteren Teil ergänzt hat.

    Aber warum sollte in meinem Kopf auch weniger Stille herrschen, als an den Orten, wo er sich jeweils rumtreibt…

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  7. luckyhans sagt:

    @ JFlC & Dude:

    Die Volltext-Übernahme hat bei einigen Autoren rein praktische Gründe – teils weil unter dem jeweiligen Link jede Woche in neuer Artikel auftaucht, teils weil anderswo die Kommentarfunktionen gesperrt sind.

    Den schlecht versteckten Vorwurf, sich mit fremden Federn schmücken zu wollen, kann ich nicht nachvollziehen, da wir stets die Original-Quelle angeben. Eine Copyleft-Verletzung ist also nie gegeben; abgesehen von den WP-Regelungen sind geistige Werke sowieso keine originären „Eigenprodukte“, sondern die Wiederholung von Gedanken, die in dieser Form gewiß schon Hunderte Male in der Geschichte dieses Planeten an den verschiedensten Stellen geäußert worden sind – die sog. Intuition ist ja nichts weiter als ein zeitweiliger flüchtiger Kontakt zur Akasha-Chronik, den man geschenkt bekommt.
    Und unsere vielen Hundert eigenen Artikel sind hier sämtlich frei dargestellt und können verarbeitet werden…

    Der tiefere Grund, warum die beiden oben angeführten Beiträge vollständig übernommen wurden liegt darin, daß es manchmal einfach praktischer ist, nicht immer zwischen den Fenstern hin und her zu springen, sondern nur auf und ab zu scrollen.

    Letztlich könnte man vermuten, daß sich so mancher reflexartig gegen die Kopierpasteten wehrt, weil er selbst seine Seite mit (von ihm inhaltlich unbeeinflußbarer) Werbung finanziert bzw. sich damit ein „Zubrot“ verdient.
    Wer noch nicht begriffen hat, daß Werbung IMMER Betrug ist, welche die positiven Eigenschaften eines Produktes hervorhebt und die negativen verschweigt oder verniedlicht, der sollte vielleicht mal in sich gehen, ob das denn seinen „heheren“ Idealen nicht doch ziemlich widerspricht… 😉

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  8. Ohnweg sagt:

    Freiheit nimmt man sich und wartet nicht bis sie einem in den Trog geschmissen wird. Am Besten ist es wenn man sich das Wasserelement als Beispiel einflößt. Laßt doch die Sandler sandeln. Der jetzige Zeitstrom mit seiner klärenden Energie wird es ohne Gewaltanwendung richten.

    Allerdings sollte man wissen, das Freiheit Selbstverantwortung bedeutet. Das lernt man indem man in das kalte Wasser springt. „Wenn die eine Türe zugeht, geht die andere auf“. Mein Wahlspruch. In ein paar Monaten beginnt wieder mein freies Leben: Si o si. Europa hängt mir offen gesagt zum Hals heraus. Die Europäer haben alles bekommen was man zum Leben braucht. Natur, Kreativität. Sie sollten sich schämen sich so gängeln zu lassen. Freiheit muss man sich verdienen! Jetzt kann man nur noch auf vernünftige Menschen hoffen die genug Einfluss haben um den Damm der Versklavung zu brechen. Aber zuerst muss man den (Bürokraten) Mief entfernen. Die Kontrollorgien sind ja eigentlich kein Problem und man sollte sich nicht darauf fixieren. Es gibt wichtigeres. Viel Spaß dabei!

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  9. An Luckyhans:

    Ja, blogger die ihre Seite eigenhändig mit Werbetafeln behängen gibt es einige. Viel Einfluß darauf, mit welchen Produkten zu kaufen oder anzuclicken der Leser belästigt wird, hat man glaube ich nicht, das scheint den Schreibern aber egal zu sein. Man ist ja ein Wahrheitsverbreiter und dann ist das ok. Dazu gibt es auch einige, die kritische Artikel über Facebook oder Amazon schreiben, aber einen facebook-Honigtopf platzieren oder Amazon als Shop angeben, bei dem Bücher kaufen kann, schlimmstenfalls auch noch deroselben eigenhändig geschriebenen Machwerke. Sehr eigenartig.

    Was Du ansonsten schriebst, verstehe ich ehrlich gesagt nicht so recht.
    Zum Beispiel die Sache mit dem Eigentum. Da bin ich mit meiner Ansicht näher bei Dir, als Du glaube ich vermutest.

    Ich habe meine Abneigung gegen das Herstellen von Kopierpasteten* schließlich nicht mit den Argumenten untermauert, auf die sich Vertreter des geistigen Eigentums berufen. *(ein Begriff übrigens den ich einst sozusagen aus den ewigen Wortgründen habe herauspflücken dürfen und um den ich nun sehr froh bin, daß er mittlerweile zur allgemeinen Mode geworden ist)

    Wohingegen andere, die mit Ihrem Schreiben „Geld“ verdienen, was bei mir nicht der Fall ist, sich zum Schutz Ihrer Schreibprodukte zwar auf das Urheberrecht berufen, da aus ihren Artikel eben Handelsware geworden ist und sie es anderweitig nicht schützen können. Sie begeben sich aber freiwillig in das Geldsystem und sind dann diesen Gesetzen unterworfen; müssten daher eher den Handelsrechten und Pflichten entsprechen, statt sich auf das Urheberrecht zu beziehen. Denn im gewissen Sinne haben sie das Urheberrecht mit diesem Schritt ins Eigentumhandelstum verwirkt.
    Das erfordert vielleicht eine weitere Erklärung:
    Obwohl ich mit dem Schreiben kein Geld verdiene, berufe auch ich mich auf das Urheberrecht, betrachte es zwar als meine Arbeit und Ergebnissen/Erzeugnissen aus derselben, diese Ergebnisse/Erzeugnisse aber nicht als mein Eigentum.
    Urheberrecht bedeutet meiner Ansicht nach nämlich etwas ganz anderes.
    Ein Mensch in seiner Rolle als Schreibperson hat etwas aus dem Ur herausgehoben. (Ob das gut ist oder nicht, sei dahingestellt – vielleicht hätte er es lieber dort lassen sollen)
    Indem er sich durch Heraushebung nun dieser rausgezupften Sache verschrieben hat, verpflichtet er sich dazu, die Verantwortung dafür zu übernehmen, und neben dieser Pflicht stehen ihm auch diesbezüglich Rechte zu. Das hat (im besten Fall) vielleicht etwas mit der geistigen Ebene zu tun, gewährleistet ihm aber keine geistigen Eigentumsansprüche, da es auf der geistigen Ebene so etwas wie Eigentum nicht geben kann. Kommt es zur Frage des Eigentums, hat es nichts mehr mit der geistigen Ebene zu tun, bzw. sind dergleichen Überschneidungen dann ein Mixprodukt, das allenfalls zur irdischen Unterhaltung dient, so göttlich die Worte auch klingen mögen!

    Das Wort Ur-heber deutet außerdem noch auf einen weiteren unerhörten Umstand hin. Man hebt etwas von unten nach oben heraus, und nicht von oben nach unten herunter – auch wenn sich viele Schreiber gerne einbilden, sie seien der Verkünder von Gottes himmlischen Worten.
    https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/werkskammertintenmeisterei/schreibstublein/notizbuchlein/#comment-866

    Man ist also der Ur-Heber, heben kann man durchaus etwas aus klaren Quellen heraus, genausogut aber auch aus dunklen Gruben, die dann meistens die eigene ist. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, sondern hätte es allenfalls in meiner Stillen Post drüben nochmal einzuführen und weiter auszuführen.

    Noch zu den Dingen, die ich in Deinem Kommentar nicht verstehe:

    „Die Volltext-Übernahme hat bei einigen Autoren rein praktische Gründe – teils weil unter dem jeweiligen Link jede Woche in neuer Artikel auftaucht, teils weil anderswo die Kommentarfunktionen gesperrt sind.“

    „…daß es manchmal einfach praktischer ist, nicht immer zwischen den Fenstern hin und her zu springen, sondern nur auf und ab zu scrollen.“

    Das es praktisch ist, um es besser darzustellen, kann ich nachvollziehen. Ob es beim Lesen so grundsätzlich praktischer ist, weiß ich nicht. Dem einen mag es praktischer sein, von einem Fenster ins andere zu wechseln, dem anderen mag es besser gefallen, runter und wieder rauf zu scrollen, ich betreibe in diesen Fällen lieber die erstgenannte Übung.

    Das ist aber auch egal, weniger verstehen ich, was denn die jeweilige Erscheinungsweise von Artikeln anderswo für einen Einfluß auf die Frage haben soll, ob man sie bei sich auf die Seite stellt? Es erscheint dort jede Woche ein neuer Artikel unter dem jeweiligen Link? Das ist doch immer so, jeder Artikel hat einen eigenen Link. Und während dort jede Woche ein neuer Artikel auftaucht, erscheint hier so gut wie jeden Tag ein neuer Artikel. Ist doch gut, aber was hat denn das eine mit dem anderen zu tun und warum liefert eins die Begründung für etwas anderes.

    Was mir noch wichtig ist:

    „Den schlecht versteckten Vorwurf, sich mit fremden Federn schmücken zu wollen, kann ich nicht nachvollziehen, da wir stets die Original-Quelle angeben.“

    Diesen Vorwurf habe ich gegen euch nicht erhoben und auch nicht heimlich gedacht! Daher kann nun wiederum ich nicht nachvollziehen, wie Du darauf kommst, ich würde euch zu jenen zählen, die das viel besser können, 🙂 selbstgefällig wie sie sind und auch sein müssen, wenn sie sich auf Kosten anderer bereichern oder als sonstwas darstellen wollen

    ;J

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  10. Dude sagt:

    @Jermain

    *sign*

    "betrachte es zwar als meine Arbeit und Ergebnissen/Erzeugnissen aus derselben, diese Ergebnisse/Erzeugnisse aber nicht als mein Eigentum."

    Dennoch obliegt einem Schöpfer eines geschaffenen, textischen Erzeugnis das Nutzungsrecht und wie oder was er damit gemacht sehen will – oder nicht. 🙂

    "Urheberrecht bedeutet meiner Ansicht nach nämlich etwas ganz anderes.
    Ein Mensch in seiner Rolle als Schreibperson hat etwas aus dem Ur herausgehoben. "

    Wunderschön formuliert!

    Ps. Er spricht v.a. auf Michi Winkler an, der immer unter gleichen Links neues Zeug reinstellt. Ist aber nicht so schlimm z.B. bei dem kurzsichtigen Mist, den er mal zur NWO aus einer dunklen Grube ausgegraben hat… 😉

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  11. luckyhans sagt:

    @ Jermain:
    Vielen Dank für deine klarstellenden Worte – um so weniger erschließt sich mir deine Kritik an Volltextübernahmen – aber sei’s drum: mir geht es um Ehrlichkeit und Offenheit, die mir wichtig sind.
    Dazu gehört m.E. auch, daß man einen Hinweisgeber dankbar benennt, wenn man dadurch seinen Blog mit einem schönen „selbstgemachten“ Beitrag „aufpeppen“ kann – was viele besonders „kritisch“ eingestellte Blogger nicht fertigbringen.
    Und:
    Bei mir entsteht immer ein geistiger „Riß“, wenn ich ein Stück hier und dann den Rest dort lesen soll – zumal man die Stelle meist auch erst suchen muß, wo man „abgesetzt“ wurde.
    Auch ein Grund für Volltext-Übernehmen, besonders bei anspruchsvollen Themen wie diesem… 😉

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  12. @ Dude and Luckyhans

    An Dude
    „Dennoch obliegt einem Schöpfer eines geschaffenen, textischen Erzeugnis das Nutzungsrecht und wie oder was er damit gemacht sehen will – oder nicht.“
    Nutzungsrecht! Genau, das ist der Begriff, der mir die ganze Zeit gefehlt hat. Danke! Dieses Recht könnte man sich nämlich durch schlichtes Nachfragen erwerben. So geht man schließlich miteinander um. Blogs die freundschaftlich miteinander verbunden sind, reden in der Regel ohnehin miteinander und können guter Dinger einen ständigen Artikelaustausch hegen. Die anderen derweil haben erstmal grundlegende Anstandsregeln zu lernen; sie würden zwar auch das Nutzungsrecht ebensowenig achten, wie andere Bestimmungen, über die sie sich zwar seither und weiterhin regelmäßig hinwegsetzen, doch wenn wir den Lesern diesen freundschaftlichen Austausch vorleben, bei gleichzeitiger Abgrenzung von den Selbstbedienern, werden letztere vielleicht vonseiten der Leser abgelehnt und zeigen sich einsichtig. Zudem würde auch nochmal deutlicher, wo die Qualität eigentlich herkommt; bestimmt nicht von denen; sie bieten nur Quantität, bedienen sich der Qualität anderer und ziehen dadurch zwar ungemein viele Leser heran, aber das hat meines Verachtens etwa die gleiche Wirkung, als wenn McDonalds auf seine Servietten Schiller-Gedichte abdrucken würde.

    An Luckyhans
    „um so weniger erschließt sich mir deine Kritik an Volltextübernahmen“
    Ich weiß, es wirkt widersprüchlich. Denn normalerweise bin ich gar nicht absolut dagegen; man kann sich diesbezüglich aber freundschaftlich begegnen; und nach Gründung und weiterer Hege des gegenseitigen Wohlgefallens anfangen, Artikel und Inhalte zu teilen, bzw. auszutauschen, (siehe dazu auch, was ich grad an Dude schrieb) denn Inhalte brauchen eine gesunde Grundlage; blogs, die diese geschaffen haben, gibt es aber noch zu wenige, im Vergleich zu der Meute der Raubkopierer – und wenn diese Seuche weiter um sich greift, verlieren viele Schreiber (oder eine bestimmte Art von Schreibern) die Lust, im Grunde auch den Antrieb und die Kraft, sich weiter in Inspiration zu begeben.
    Sie benötigen in dieser kalten, trostlosen ausgeschlachteten Welt irgendwo ein weiches Ruhekissen, oder besser mehrere, mindestens eins in jede Himmelsrichtung, wo sie dann ihren Kopf vertrauensvoll dran lehnen können, um einmal auszuruhen, während ihre Texte gelesen werden, und sie noch im halben Traume zu sich selber sprechen: Ach wie gut, daß es diese Orte gibt, so kann ich meine innern Tore geöffnet lassen, meine Arbeit ist hier gut aufgehoben und morgen, wenn ich etwas ausgeruht habe, ist durch dieses trostspendende Wonnebecken ganz wie von Zauberhand frischeTinte in mein gülden Fässlein geleitet worden, woraus ich wieder neue Sätze bilden kann, deren Worte frei in alle Richtungen wachsen wollen, während sie aber von den Ästen und Zweigen über den Stamm bis hinein ins Irdenreich fest im Grunde verwurzelt liegen, die vom Himmelsregen bewässert werden, aber eben auch von solchen Bauernhöfen und Brunnenanlagen, wie dieser Ort, wo ich meinen müden Kopf grad so fein im Federkissen liegen habe, um bald schon wieder aufzustehen
    und im frühen Morgentau, halb erwacht und halb im Traume, erneut durchs Wörterreich zu wandeln,
    neue Texte zu gestalten, die Obige mit Ehr‘ verwalten und, ohne ein Wort zu erklären, Andere hierdurch belehren, daß, weil sie nie darum gebeten, hätten sie nun abzutreten, mitsamt aller Kopierpasteten.

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  13. luckyhans sagt:

    @ Jermain:
    Danke – nun ist’s klarer, und das Bedürfnis verständlich (auch wenn es wenig Aussicht auf allgemeine Verwirklichung hat) … und sehr schön poetisch 😉
    Wir kommen hoffentlich bald in eine entsprechend fruchtbare Zusammenarbeit…

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  14. Holyshit sagt:

    Mit dem Ei in der Mitte kann es keine FrEiheit geben.
    Ei der Daus! Aus dem Ei kommt doch immer nur ein neuer Teufel raus.

    1.Mose 3:15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

    Das wird erst aufhören, wenn es keine Menschen mehr gibt.

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