bumi bahagia / Glückliche Erde

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Schlagwort-Archive: Erlösung

96. von 144 – ELTERN KIND UND KINDERSTUBE – Wieviel ist die Erde wert?

Eclehardnyk, 29. März NZ9

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Alles Mögliche über Himmelskörper kann man in Zahlen ausgedrückt finden, nur eines nicht: Was sie kosten! Auch von unserer Erde wissen wir es nicht. Zumindest interessiert sich niemand sonderlich dafür. Du erkennst an diesem Umstand, daß Geld eigentlich gar nicht existiert, sondern eine Art Zwischenlager ist für handelbaren Wert von Objekten und Diensten. Daß Himmelskörper einschließlich Erde nicht handelbar sind, heißt das schon, dass sie nicht existiere, unsere Erde? Buddhisten würden wohl Ja sagen, denn sie könnte handelbar sein, und jegliches Handeln beruht auf der Täuschung, daß es ein Vorher und Nachher geben müsse, das in der Zeit stattfindet. In allem was ist, gibt es weder Geld noch Zeit. Also wozu brauchen wir die Erde, was ist sie wert?

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Der kommende Messias / Die Befreiung

Puh. Danken für Obst. Soll also ein mich dich uns Erlösender kommen.

Puh. Danke……………… Genau so ist es!

Und wo und wer soll dieser Erlöser sein?

Karma Singh sagt, dessen ich auch gewiss bin. Ich habe gehört Minuten 1-3. Genügt. Alles gesagt.

Thom Ram, 29.04.NZ8 (mehr …)

Ich mach jetzt den Horstmann

(Ludwig der Träumer) In Anbetracht der täglichen Wahnsinnsmeldungen sei es angebracht über dem Mensch als „Krone der Schöpfung“ nachzudenken. Vielleicht hat er sich als ultimativen Pfusch der Götter insgeheim erkannt und sehnt sich nach Erlösung durch seinen selbstbestimmten Untergang. Mit diesem Gedanken erhebt er sich sogar über Gottes unausgereifte Absicht, es ihm gleichzutun – die perfekte Schöpfung zu schaffen. Lieber das Unvollendete zerstören als es weiterzuentwickeln, ist heute Konsens in allen Parteien (s. das deutsche linksgrüne Parteiprogramm, das immer beliebter in der Bevölkerung wird).
Die Ironie des Idioten Mensch dieser Geschichte ist – vor dem Untergang noch möglichst viel Monetäres zu raffen und oder  sinnlose perverse Macht über Mitmenschen zu generieren um den selbstgeschaffenen Armageddon zu überleben. Sinnloser geht’s nimmer.

Gott hat den Menschen mit der Erde die höchste Dimension gegeben, auf der diese seinen Plan vollenden können – die Menschen mit Liebe zum Sein, Intelligenz und Erfindungsreichtum zum Paradies (auf Erden) ausgestattet. Warum tut sich der Mensch so schwermütig damit? Es gibt keinen Weg mehr zurück in sog. höhere Dimensionen, die uns Gurus, Pfaffen, Politikschranzen und sonstige Idioten vermitteln wollen. Sie alle haben eins gemeinsam: uns zu ihren eigenen (kurzfristigen) Vorteil von unseren Möglichkeiten abzulenken.

Gott müßte schon ein perverses Kerlchen sein, wenn er die Dimension in der wir heute leben nur aus dem Grunde geschaffen hätte, damit wir über das ‚Leid‘ geläutert seine Herrlichkeit mit zurück in seinen Schoß finden. Hat er das nötig? Hier auf Erden spielt die Musik und sonst nirgends. Wann begreift der Mensch seine Freiwillige Knechtschaft und löst sich von ihr?

Dem Menschen sei nochmals die klaren Worte von Étienne de La Boëtie ans Herz gelegt:

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Fünf Minuten Rach mit Scheps / Ausserirdisch

Beispiel 2:30. Sowas gibt es nicht, und trotzdem höre ich es, weil sie es macht, die Olga auf dem überirdischen Steinway.

Daneben die klare Ansage, bah, was heisst klare Ansage, daneben die brutale Gewalt. Dann, wenn sie eben angesagt ist.  Verdammnis und Seligkeit. Leben pur.

Thom Ram, 18.08.07

Nachtrag.

Immer wieder überwätligen mich musikalische Wiedergaben. Was hier abläuft in den paar Minuten, das ist mir kaum jemals erebtes Konzentrat. Spektrum von nackter Gewalt bis zu feinstem Wahrnehmen, dabei, oh Gott, in der nackten Gewalt noch mit eingespielt, dass sie nicht alleine herrsche. Kirre genial. Göttlich. (mehr …)

Dresden 17.02.2018 / Irrlichternd Verrücktes

Vorangestellter Nachtrag, 20.Feb.

Dresden 17.02.2018 in Verbindung mit TARGET2, womit ich mich aktuell auch beschäftige,  geht mir an den Zentralnerv. Beim Malern gewohnt, den Pinsel haargenau nach meinem Willen führen zu können, habe ich heute alles verzittert. Noch nie sowas gehabt.

Dresden.

Die massenhaft herangekarrte, schwer ausgerüstete Polizei schikanierte auf erlesene Art friedfertige Menschen, welche der Toten ihres Volkes gedenken wollten. Der Bericht von Mkarazzipuzz in Verbindung mit dem Video zeigt das Geschehen.

Dresden 17.02.2018 zeigt NWO in der Praxis.

TARGET2,  das ist ein Instrument, welches Völker ausraubt, still, leise, unbemerkt – und beim unweigerlich folgenden Knall, da werden zusätzlich kirre Rechnungen präsentiert werden.

TARGET2, das ist NWO hinter dem Vorhang.

Die Kombination macht’s. Dresden und Target. Gute Menschen werden mit Dresden in Atem gehlalten. Monster wie Target wirken unbemerkt und unbehelligt. (mehr …)

Marcelito Pomoy / I pray you’ll be our eyes

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Original: „The Prayer“ (Celine Dion/Andrea Bocelli)

Hier: Marcelito Pomoy

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THE PRAYER SONGTEXT

I pray you’ll be our eyes

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Wer erlöst uns? Und wie?

Aus aktuellem Anlaß soll ein Text hier neu erscheinen, der sich ein wenig detaillierter mit dem Weg der Veränderung befaßt – in der Überzeugung, daß die bevorstehenden Ereignisse von allen angenommen und bewältigt werden können.
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Die Er-Lösung liegt ausschließlich in einer Veränderung der täglichen Handlungsweise von möglichst vielen Menschen, die “plötzlich” ganz normal und menschlich miteinander umgehen – sowohl mit den eigenen “Volksgenossen” als auch mit ALLEN “Andersartigen” – lokal, regional, national, international und kosmisch.

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Wie es zur folgenschweren Sage des Kreuzestodes kam

Der Artikel stammt von 2013.

Ich stelle ihn neu ein, da er nach wie vor gültig auf eine der Ursachen vergeblichen Strebens von Millionen Menschen hinweist.

Als Motiv kommt dazu, dass das Thema durch einen heute erschienenen Artikel  aktualisiert wird.

Ich wünsche dir einen herrlichen Tag, lieber Leser.

thom ram, 15.06.2015 (mehr …)

Frohbotschaft

Lieber Leser. Bei solchen Berichten stellt sich mir stets die Frage: Wahr oder gut erfunden? Ich persönlich halte es so: Ich lese mit grossem Vergnügen und lasse die Frage für mich unbeantwortet stehen. Wenn gut erfunden, so hat mich der Bericht doch gefreut. So wahr, dann wunderbar. (mehr …)

Ex-Priester packt aus / Die liebe katholische Kirche

Nein, hier ist nicht die Rede von Sex und Geld, welche im Versteckten wichtig seien. Hier geht es um sehr viel mehr. (mehr …)

Chruut und Rüebe

Grün gehört zur Venus und zum Herzchakra. Grün (runteroktaviert) entspricht dem Kammerton „a“, und zwar bei 436 – 438. Grün darf man mit Liebe assoziieren.

Die Grünen wollten erst der Natur helfen. Heute wollen sie das nicht. Heute wollen sie, dass die Menschen unreif bleiben. Aus diesem Grunde werden die Kinder zu Sexinformation und Sexinformation und Sexinformaition gezwungen. Sex wird dadurch zu einem mechanischen Akt, die Heiligkeit und Tiefe ist plattgemacht. Es ist dasselbe, wenn man eine Rosenknospe mit Gewalt öffnet. Die Blume kann sich nicht entfalten. Das Kind ist in seiner Entwicklung schwer gestört. Die Grünen wollen das, und nicht nur die Grünen. (mehr …)

9+1 todbringende Geister – eine Befreiung

In der Neujahrsnacht verunfallte D., ein 37 jähriger indonesischer Freund von mir, zusammen mit seinem Soziusfahrer R. nachts um zwei Uhr mit seiner 150er Yamaha an einer ungefährlichen Stelle ohne jede äusserlich erkennbaren Anlass. Es war kein Auto, kein Moped, keine Kuh, kein Hund, es war nichts da, was ihn irritiert hätte. (mehr …)

Wer erlöst uns?

Dank von bumi bahagia an Luckyhans. 

 

Hans- im- Glück schreibt:

Die Lösung liegt ausschließlich in einer Veränderung der täglichen Handlungsweise von möglichst vielen Menschen, die “plötzlich” ganz normal und menschlich miteinander umgehen – sowohl mit den eigenen “Volksgenossen” als auch mit ALLEN “Andersartigen” – lokal, regional, national und auch international.

Alles andere ist das Warten darauf, daß “jemand anderes” kommt und unsere Probleme löst – was erfahrungsgemäß nicht funktioniert.

“Es rettet uns kein höh’res Wesen,

kein Gott, kein Kaiser noch Tribun.

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Jill – Opferdasein ade! 6

Auszug aus Colin Tipping: “Ich vergebe – Der radikale Abschied vom Opferdasein“

Folge 6 und Schluss.

Ich kam dann auf ihre Frage zurück: „Du brauchst nichts Besonderes

zu tun, wenn du nach Hause kommst. Ich möchte sogar,

dass du mir versprichst, erst einmal überhaupt nichts zu tun. Auf

keinen Fall solltest du Jeff von deiner neuen Sicht der Dinge berichten.

Ich möchte, dass du siehst, wie sich alles allein schon

durch deine Wahrnehmung eurer Situation ändert.“

„Du wirst außerdem das Gefühl haben, dass du dich selbst geändert

hast“, fügte ich hinzu. „Du wirst dich innerlich ruhiger,

mehr in dir selbst und entspannter fühlen. Du wirst eine innere

Gewissheit ausstrahlen, die Jeff eine Zeit lang möglicherweise

Jills Geschichte

36

etwas seltsam vorkommt. Es wird eine Zeit brauchen, bis sich

deine Beziehung zu ihm einrenkt. Möglicherweise ist es am Anfang

noch etwas schwierig, doch das Problem wird sich nun lösen“,

schloss ich voll Überzeugung.

Jill und ich sprachen noch häufig über die Einzelheiten ihrer Situation,

bevor sie wieder nach England zurückkehrte. Es ist immer

schwierig für jemanden, die Perspektive der Radikalen Vergebung

anzunehmen, wenn er emotional stark belastet ist. Um

so weit zu kommen, dass Radikale Vergebung wirklich stattfinden

kann, muss man sich damit häufig erst einmal gründlich

befassen und sich diese neue Perspektive immer wieder vor Augen

führen. Zur Unterstützung zeigte ich meiner Schwester einige

Atemtechniken, die ihr dabei helfen würden, Gefühle freizusetzen

und neue Lebensmöglichkeiten zu integrieren. Außerdem

bat ich sie, ein Arbeitsblatt zur Radikalen Vergebung auszufüllen

(siehe Teil IV: Werkzeuge zur Radikalen Vergebung).

An dem Tag, als Jill abreiste, war sie offensichtlich etwas unsicher

bei der Aussicht, in ihre alte Lebenssituation zurückzukehren.

Nachdem sie sich am Flugsteig verabschiedet hatte, schaute sie

noch einmal zurück und versuchte, so zuversichtlich wie möglich

zu winken. Doch ich wusste, sie hatte große Angst, ihr neu gefundenes

Verständnis wieder zu verlieren und erneut in die Dramatik

der Situation verwickelt zu werden.

Offensichtlich verlief das Wiedersehen mit Jeff dann zufriedenstellend.

Jill bat ihn, sie nicht sofort darüber zu befragen, was mit

ihr während ihrer Reise geschehen sei. Außerdem erbat sie sich

während der nächsten Tage etwas Distanz, um sich einzufinden.

Sie stellte jedoch sofort einen Unterschied bei Jeff fest. Er war

aufmerksam, freundlich und einfühlsam – eher wie der Jeff, den

sie aus der Zeit vor der traurigen Episode kannte.

Während der nächsten Tage sagte Jill Jeff, sie mache ihn nicht

mehr länger für irgendetwas verantwortlich. Ebenso wenig wolle

Teil I

37

sie, dass er sich in irgendeiner Weise ändere. Sie habe herausgefunden,

dass sie selbst für ihre Gefühle verantwortlich sei. Sie werde

mit allem, was geschehe, auf ihre eigene Weise fertig werden, ohne

ihm Vorwürfe zu machen. Sie ging nicht näher ins Detail und versuchte

auch nicht, sich für irgendetwas zu rechtfertigen.

Die Dinge liefen für einige Tage gut, und Jeffs Verhalten gegenüber

seiner Tochter Lorraine änderte sich dramatisch. Tatsächlich

schien in Hinblick auf ihre Beziehung alles wieder so zu werden

wie früher. Doch die Atmosphäre zwischen Jeff und Jill war nach

wie vor gespannt, und ihre Kommunikation blieb sehr eingeschränkt.

Etwa zwei Wochen später spitzte sich die Situation zu. Jill schaute

Jeff an und sagte leise: „Ich habe das Gefühl, ich habe meinen

besten Freund verloren.“

„Ich auch“, erwiderte er.

Zum ersten Mal seit Monaten verstanden sich die beiden. Sie

umarmten einander und weinten. „Lass uns reden“, sagte Jill.

„Ich muss dir sagen, was ich mit Colin in Amerika gelernt habe.

Es mag sich für dich vielleicht zuerst etwas seltsam anhören, aber

ich möchte es dir erzählen. Du musst es mir nicht glauben. Willst

du es hören?“

„Auf jeden Fall“, erwiderte Jeff. „Ich weiß, dass da etwas Wichtiges

mit dir passiert ist. Ich möchte wissen, was! Du hast dich

sehr zu deinem Vorteil verändert. Du bist nicht mehr derselbe

Mensch, der damals mit John ins Flugzeug stieg. Erzähle mir, was

geschehen ist.“

Jill redete und redete. Sie erklärte die Dynamik der Radikalen

Vergebung, so gut sie konnte – und so, dass Jeff sie verstand. Sie

fühlte sich stark und aktiv. Sie war ihrer selbst sicher und zuversichtlich,

dass sie alles richtig begriffen hatte. Sie war klar in dem,

was sie darüber dachte.

Jills Geschichte

38

Jeff, ein Praktiker, der allem, was nicht rational erklärbar ist,

skeptisch begegnet, sträubte sich dieses Mal nicht. Im Gegenteil,

er war sehr zugänglich. Er zeigte sich sehr offen für die Vorstellung,

dass sich hinter der alltäglichen Realität noch eine spirituelle

Welt befindet. Auf dieser Basis erschien ihm das Konzept der

Radikalen Vergebung einleuchtend. Er akzeptierte es zwar nicht

vollständig, war aber bereit zuzuhören und es zu überdenken.

Und zu sehen, wie dieses Konzept Jill verändert hatte.

Nach ihrem Gespräch spürten beide, wie ihre Liebe wieder erwachte.

Sie hatten das Gefühl, ihre Beziehung habe eine neue

Chance. Sie machten einander jedoch keine Versprechungen und

kamen überein, miteinander zu reden und zu sehen, wie ihre

Beziehung sich entwickeln werde.

Tatsächlich entwickelte sich ihre Beziehung sehr gut. Jeff behandelte

seine Tochter Lorraine noch immer sehr fürsorglich, aber

nicht so sehr wie vorher. Jill merkte, dass sie sich kaum noch etwas

daraus machte, – selbst wenn Jeff sich so benahm wie früher.

Sie fühlte sich nicht mehr wie ein Kind, und sie ließ sich nicht

mehr von ihrem alten Glauben über sich selbst leiten.

Innerhalb eines Monates nach ihrem Gespräch über Radikale

Vergebung endeten Jeffs alte Verhaltensmuster Lorraine gegenüber.

Lorraine wiederum rief nicht mehr so häufig an und kam

nicht mehr so oft zu Besuch. Sie führte wieder ihr eigenes Leben.

Alles renkte sich allmählich wieder ein, und ihre Beziehung wurde

sicherer und liebevoller als je zuvor. Jeff war der zuvorkommende

und einfühlsame Mann, der er von Natur aus ist. Jill war

weniger bedürftig, und Lorraine war viel glücklicher.

Im nachhinein bin ich sicher: Jill und Jeff hätten sich scheiden

lassen, wenn Jills Seele sie nicht nach Atlanta geführt hätte, um

unser Gespräch zu ermöglichen. In einem großen Zusammenhang

wäre dies sicherlich auch in Ordnung gewesen. Jill wäre jemand

anderem begegnet, mit dem sie das Drama ihres Lebens

Teil I

39

inszeniert und eine weitere Gelegenheit zur Heilung gefunden

hätte. So hat sie die Chance zu heilen wahrgenommen und ist in

ihrer Beziehung geblieben.

Heute, viele Jahre nach dieser Krise, sind die beiden noch immer

zusammen und führen eine glückliche Ehe. Wie wir alle inszenieren

auch die beiden weiterhin dramatische Situationen. Doch sie

wissen, wie sie diese als Gelegenheit zur Gesundung nutzen und

so schnell und leicht wie möglich auflösen können.

P. S.: Das Diagramm auf der folgenden Seite zeigt Jills Geschichte in

grafischer Form. Sie fand diese Sichtweise sehr hilfreich. Das Diagramm

zeigt die Entwicklung des ursprünglichen Schmerzes, sich vom Vater nicht

geliebt zu fühlen, zur Überzeugung, nicht gut genug zu sein. Und zeigt

weiterhin, wie diese Wahrnehmung sich in ihrem Leben niederschlug. Sie

können diese Darstellungstechnik auf ihren eigenen Lebensweg anwenden,

falls Sie Parallelen oder Ähnlichkeiten erkennen.

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Jill – Opferdasein ade! 4

Aus:Colin Tipping: “Ich vergebe – Der radikale Abschied vom Opferdasein“

.

„Wie war deine Beziehung zu Henry, deinem ersten Mann?“,

erwiderte ich. Sie war mit Henry, dem Vater ihrer vier Kinder,

15 Jahre lang verheiratet gewesen.

„In vieler Hinsicht nicht schlecht, doch er war so untreu. Er suchte

immer nach Gelegenheiten, mit anderen Frauen Sex zu haben,

und ich fand das furchtbar.“

„Genau. Und du sahst ihn als den Bösen und dich als das Opfer

in der Situation. Die Wahrheit ist jedoch, dass du ihn genau

deshalb in deinem Leben angezogen hast, weil du auf einer bestimmten

Ebene wusstest, dass er deine Überzeugung, nicht gut

genug zu sein, bestätigen würde. Indem er untreu war, bekräftigte

er dich in dieser Selbsteinschätzung.“

„Willst du damit sagen, dass er mir einen Gefallen getan hat? Das

kaufe ich dir so nicht ab!“, sagte sie lachend, aber gleichzeitig mit

einer Spur unübersehbaren Ärgers.

„Zumindest hat er dich in deinem Glauben bestärkt, oder

nicht?“, erwiderte ich. „Du warst so deutlich nicht gut genug, dass

Jills Geschichte

26

er sich immer nach anderen, besseren Frauen umschaute. Wenn er

das Gegenteil getan und dich ständig so behandelt hätte, als

seiest du vollkommen genug, hättest du in deinem Leben ein

anderes Drama erschaffen, um deine Überzeugung zu bekräftigen.

Deine Überzeugungen über dich selbst, selbst wenn sie völlig

unzutreffend waren, machten es dir unmöglich, gut genug zu

sein.“

„Ebenso hätte Henry wahrscheinlich sofort aufgegeben, sich an

deine Freundinnen heran zu machen, wenn du damals deine

Überzeugung geändert hättest, indem du deinen ursprünglichen

Schmerz um deinen Vater geheilt und dein Selbstwertgefühl in

gut genug geändert hättest. Wenn er es nicht aufgegeben hätte,

dann hättest du wahrscheinlich überhaupt kein Problem damit

gehabt, ihn zu verlassen – um jemand anderen zu finden, der

dich so behandelt, als seist du gut genug. Wir erzeugen uns immer

unsere eigene Realität gemäß unseren Überzeugungen.

Wenn du deine Glaubensmuster kennenlernen möchtest, dann

schau dir an, was du in deinem Leben hast. Unser Leben ist immer

ein Spiegelbild unserer Überzeugungen.“

Jill schien ein wenig verwundert, also beschloss ich, einiges noch

etwas genauer zu beschreiben. „Jedes Mal, wenn Henry dich betrog,

gab er dir die Gelegenheit, deinen alten Schmerz zu heilen.

Dein alter Schmerz war der, von deinem Vater nicht geliebt zu

werden. Henry stellte deine Überzeugung, niemals gut genug für

einen Mann zu sein, unter Beweis und agierte sie für dich aus.

Die ersten Male, als dies geschah, warst du wahrscheinlich so

wütend und aufgeregt, dass du leicht mit deinem alten Schmerz

hättest in Kontakt kommen und mit deinen Überzeugungen

über dich selbst vertraut werden können. Als Henry dich die ersten

Male betrog, waren dies die ersten Gelegenheiten, Radikale

Vergebung zu üben und deine alte Verletzung zu heilen. Doch du

hast diese Chancen verpasst. Du beschuldigtest ihn jedes Mal

und schlüpftest in die Opferrolle. So wurde Heilung unmöglich.“

Teil I

27

„Was meinst du mit Vergebung?“, fragte Jill sehr besorgt. „Meinst

du, ich hätte ihm verzeihen sollen, als er meine beste Freundin

und alle möglichen anderen Frauen verführte?“

„Ich meine, er gab dir damals eine Gelegenheit, mit deinem alten

Schmerz in Kontakt zu kommen und zu sehen, dass eine bestimmte

Überzeugung über dich selbst dein Leben beherrscht.

Indem er dies tat, gab er dir die Gelegenheit, deine Überzeugungen

zu verstehen und zu verändern und damit deine ursprüngliche

Verletzung zu heilen. Das meine ich mit Vergebung. Kannst

du erkennen, dass Henry deine Vergebung verdient?“

„Ja, ich glaube, ich kann“, sagte sie. „Er spiegelte jene Überzeugung

wider, in die ich mich geflüchtet hatte, weil ich mich von

Dad ungeliebt fühlte. Er bestätigte mir, dass ich nicht gut genug

war. Ist es das, was du meinst?“

„Ja, und dafür, dass er dir diese Gelegenheit gab, verdient er Anerkennung

– mehr, als dir im Augenblick bewusst ist. Wir wissen

nicht, ob er sein Verhalten geändert hätte, wenn du dein Problem

mit deinem Dad damals hättest auflösen können. Oder ob du

ihn vielleicht verlassen hättest. In jedem Fall wäre er dir eine große

Hilfe gewesen. In diesem Sinn verdient er nicht nur deine

Vergebung, sondern sogar deine Dankbarkeit. Und – weißt du

was? Es war nicht sein Fehler, dass du die wahre Botschaft hinter

seinem Verhalten nicht erkanntest.“

„Es ist sicher nicht leicht für dich, es so zu sehen: dass er versuchte,

dir ein großes Geschenk zu machen. Wir haben nicht gelernt,

es so zu sehen. Wir haben nicht gelernt, auf das Geschehen zu

schauen und zu sagen: ‚Sieh mal an, was ich in meinem Leben erschaffen

habe. Ist das nicht interessant?‘ Stattdessen haben wir gelernt,

zu urteilen, zu beschuldigen und anzuklagen. Wir haben

gelernt, Opfer zu sein und Vergeltung zu suchen. Nicht erworben

haben wir den Glauben daran, dass unser Leben von Kräften

gelenkt wird, die über unser bewusstes Denken hinausgehen.

Jills Geschichte

28

Nicht erworben haben wir das Wissen darum, was in Wirklichkeit

der Fall ist.“

„Tatsächlich war es nämlich Henrys Seele, die versucht hat, dich

zu heilen. An der Oberfläche hat Henry nur seine sexuelle Leidenschaft

ausgelebt. Doch seine Seele – die mit deiner Seele zusammenarbeitete

– setzte diese Leidenschaft für dein spirituelles

Wachstum ein. Diese Erkenntnis ist Radikale Vergebung. Der

Sinn der Radikalen Vergebung liegt darin, die Wahrheit unter der

Oberfläche der jeweiligen Lebensumstände zu sehen und jene

Liebe zu erkennen, die dort jederzeit herrscht.“

.

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Jill – Opferdasein ade! 2

2. Folge aus: Colin Tipping: “Ich vergebe – Der radikale Abschied vom Opferdasein“

.

Dies war das Stichwort, auf das ich gewartet hatte. „Was ich dir

sagen will, klingt vielleicht etwas seltsam, aber warte bitte mit

deinem Widerspruch, bis ich ausgeredet habe. Bleib einfach offen

für die Möglichkeit, dass alles, was ich sage, stimmt; sieh, ob

es für dich am Ende Sinn macht.“

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte John zwar versucht, Jill zuzuhören,

doch das sich ständig wiederholende Gespräch über Jeff hatte

ihn allmählich gelangweilt. Am Ende hörte er ihr überhaupt

nicht mehr zu. Ich merkte jedoch, dass er nun plötzlich die Ohren

spitzte.

„Was du uns beschrieben hast, Jill, entspricht sicher der Wahrheit,

wie du sie siehst“, begann ich. „Ich bezweifle nicht, dass alles so

geschieht, wie du es erzählst. Außerdem hat John die Situation in

den letzten drei Wochen mit eigenen Augen gesehen und bestätigt

deine Version. Stimmt’s John?“, fragte ich meinen Bruder.

Jills Geschichte

18

„Absolut“, bestätigte John. „Es ist wirklich genau so, wie Jill sagt.

Ich fand das auch recht seltsam, und ich fühlte mich ehrlich gesagt

die ganze Zeit ziemlich fehl am Platze.“

„Kein Wunder“, sagte ich. „Jedenfalls sollst du wissen, Jill, dass

nichts, was ich gleich sagen werde, deine Geschichte verneinen

oder entkräften soll. Ich glaube, dass es genau so geschehen ist,

wie du es sagst. Ich will dich nur darauf aufmerksam machen,

dass unter der Oberfläche noch etwas anderes vor sich geht.“

„Was meinst du mit ‚unter der Oberfläche‘“, fragte Jill misstrauisch.

„Es ist völlig natürlich anzunehmen, dass das, was da draußen

ist, die ganze Wirklichkeit darstellt“, erklärte ich. „Doch möglicherweise

spielt sich hinter dieser Realität noch viel mehr ab.

Wir nehmen nur nichts weiter wahr, weil unsere fünf Sinne

dazu einfach nicht ausreichen. Das heißt jedoch nicht, dass es

nicht so ist.“

„Zum Beispiel in deinem Fall. Du und Jeff, ihr seid in dieses Drama

verwickelt. Soviel ist klar. Wie wäre es jedoch, wenn sich hinter

diesem Drama etwas abspielen würde, was spiritueller ist –

dieselben Menschen und dieselben Ereignisse – aber mit einer

gänzlich anderen Bedeutung? Wie wäre es, wenn eure beiden

Seelen denselben Tanz aufführen würden, jedoch zu einer völlig

anderen Melodie? Wie wäre es, wenn dieser Tanz sich um deine

Heilung drehen würde? Wir wäre es, wenn du das Ganze als eine

Gelegenheit zur Heilung und zum Wachstum sehen könntest?

Das wäre eine völlig andere Perspektive, oder?“

Beide, sie und John, sahen mich an, als käme ich von einem anderen

Stern. Ich beschloss, die Situation nicht weiter zu erklären,

sondern direkt zur Erfahrung überzugehen.

„Schau einmal auf die vergangenen drei Monate zurück, Jill“,

fuhr ich fort. „Was hast du hauptsächlich gespürt, als du sahst,

Teil I

19

wie sich Jeff so liebevoll gegenüber seiner Tochter Lorraine verhält?“

„Überwiegend Ärger“, begann sie, dachte aber weiter nach. „Frustration“,

fügte sie hinzu. Dann, nach einer langen Pause: „Und

Trauer. Ich bin wirklich traurig.“ Tränen stiegen ihr in die Augen.

„Ich fühle mich so allein und ungeliebt“, sagte sie und begann,

still zu schluchzen. „Es wäre alles nicht so schlimm, wenn ich

annehmen würde, dass er keine Liebe zeigen kann. Aber er kann

es, und er tut es – aber mit ihr!“

Die letzten Worte schrie sie fast, erregt und wütend. Zum ersten

Mal seit ihrer Ankunft verlor sie die Beherrschung und begann

zu schluchzen. Sie hatte vorher ein paar Tränen vergossen, aber

sie hatte sich immer beherrscht und nicht richtig geweint. Nun

konnte sie endlich loslassen. Ich freute mich, dass Jill so schnell

Zugang zu ihren Gefühlen gefunden hatte.

Ganze zehn Minuten verstrichen, bis sie aufhörte zu weinen und

ich das Gefühl hatte, dass sie sprechen konnte. An diesem Punkt

fragte ich: „Jill, kannst du dich erinnern, ob du dich jemals so

gefühlt hast, als du noch ein kleines Mädchen warst?“ Ohne einen

Moment zu zögern, sagte sie: „Ja“. Sie sagte nichts weiter,

also bat ich sie, es zu erklären. Sie brauchte eine Weile für die

Antwort.

„Mein Daddy wollte mir auch keine Liebe geben!“, platzte sie

schließlich heraus und begann wieder zu weinen. „Ich wollte,

dass er mich liebt, aber er wollte nicht. Ich dachte, er könne niemanden

lieben! Dann kam deine Tochter, Colin. Er liebte sie.

Aber warum konnte er mich nicht lieben? Verdammt noch mal!“

Sie schlug hart mit der Faust auf den Tisch, als sie diese Worte

herausschrie, und ließ ihren Tränen freien Lauf.

Jill bezog sich auf meine älteste Tochter Lorraine. Zufällig hatten

sie und Jeffs älteste Tochter denselben Namen. Oder war es mehr

als ein Zufall?

Jills Geschichte

20

Zu weinen, tat Jill gut. Ihre Tränen lösten ihre Gefühle und waren

möglicherweise ein Wendepunkt für sie. Ich dachte, ein echter

Durchbruch könne nun nicht mehr weit entfernt sein. Ich

musste ihr nur noch ein paar Anstöße geben.

„Erzähl mir über den Vorfall mit meiner Tochter Lorraine und

Vater“, sagte ich.

Jill raffte sich auf und sagte: „Ich fühlte mich von meinem Vater

immer ungeliebt und hatte immer Sehnsucht nach seiner Liebe.

Niemals hielt er meine Hand, und nur selten nahm er mich auf

den Schoß. Immer hatte ich das Gefühl, dass mit mir etwas nicht

stimmt. Als ich älter war, sagte mir meine Mutter, mein Vater

könne niemanden lieben, nicht einmal sie. In diesem Moment

fand ich mich mehr oder weniger damit ab. Wenn er wirklich

niemanden lieben konnte, war es vielleicht nicht mein Fehler,

dass er mich nicht liebte. Er liebte wirklich niemanden. Er machte

sich nicht einmal viel aus meinen Kindern – seinen eigenen

Enkelkindern – geschweige denn aus Menschen, die nicht zur

Familie gehörten. Er war jedoch kein schlechter Vater. Er konnte

nur nicht lieben. Er tat mir leid.“

Sie weinte ein wenig mehr und nahm sich diesmal etwas mehr

Zeit. Ich wusste, was sie meinte, als sie von unserem Vater

sprach. Er war ein freundlicher und zartfühlender Mann, sehr

still und zurückgezogen. Er schien meist für niemanden emotional

zugänglich zu sein.

Als Jill sich wieder etwas gefangen hatte, fuhr sie fort: „Ich erinnere

mich an einen bestimmten Tag bei uns zu Hause. Deine

Tochter Lorraine war etwa vier oder fünf Jahre alt. Mom und

Dad waren aus Leicester zu Besuch, und wir alle kamen zu euch

nach Hause. Ich sah, wie Lorraine Dad an der Hand nahm. Sie

sagte: ‚Komm Opa, ich zeige dir den Garten und alle meine Blumen.‘

Er war wie Wachs in ihren Händen. Sie führte ihn überall hin

und redete und redete und redete und zeigte ihm alle Blumen.

Teil I

21

Sie umgarnte ihn. Ich beobachtete sie die ganze Zeit aus dem

Fenster. Als sie wieder hereinkamen, setzte er sie auf seinen

Schoß und war so verspielt und gut gelaunt, wie ich ihn niemals

erlebt hatte.“

„Ich war völlig niedergeschlagen. Also kann er doch lieben, dachte

ich. Wenn er Lorraine lieben konnte, warum dann nicht mich?“

Die letzten Worte waren ein Flüstern, gefolgt von vielen Tränen

voller Kummer und Trauer. Tränen, die sie all die Jahre aufgestaut

hatte.

Ich hatte den Eindruck, wir hätten vorerst genug getan, und

schlug vor, einen Tee zu machen. (Wir sind Engländer und trinken

bei jeder Gelegenheit Tee.)

Altknacker an Altknacker – Offener Brief

Was ist die innere Stimme?

Es ist die Seele, die zu Dir spricht. Sie ist beständig da für Dich. Sie will Dich schon so lange erreichen. Vielleicht ist es an der Zeit zu lernen, wie Du den Zugang zu Deiner Seele findest, um mit ihr zu kommunizieren.

Keine Sorge, ich rutsche jetzt nicht auf die esoterische Schiene.

Hier weiter  🙂  Altknacker an Altknacker – Offener Brief.

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