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Die Ehe / Das Zusammenleben / Teil III

In Teil I habe ich gesagt, was mir an der Ehe in christlichen, muslimischen und hinduistischen Ländern nicht gefällt.

In Teil II habe ich die Paarbeziehung in den Hintergrund gestellt und Visionen besseren Zusammenlebens in Gemeinschaften skizziert.

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Ich will nun ein paar Gedanken zum Zusammenleben äussern. Das ist nun wirklich ein Essay, ein Versuch. Ich habe keinen fertig gewobenen Teppich zu bieten. Sollte ich dich, lieber Leser, zu weiterführenden Gedanken anregen, so habe ich mein Ziel erreicht.

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Es gibt keine zwei gleiche Menschenleben. Es gibt keine zwei gleiche Beziehungen. Weltweit nicht, während der gesamten Weltzeit nicht.

Ich bedenke das oft und in Ruhe.

Aus diesem Grunde ist es obsolet, anderen Menschen beibringen oder vorschreiben zu wollen, wie sie das Zusammenleben mit Kameraden, Freunden und Intimpartnern zu gestalten haben.

Warum? Es gelten doch für uns Menschen allesamt wichtige Grund – Sätze?

Richtig. Doch wie diese Grund-Sätze im einzelnen Fall in die Tat umgesetzt werden, unterscheidet sich immer. Es gibt keine zwei gleiche Situationen. Nie.

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Ein Grund-Satz ist: Nehmen ist in Ordnung. Den Fokus auf „geben“ zu halten, bringt Glück ins Haus. Halte ich ihn auf „geben“ statt auf „nehmen“, so werde ich ohne die Hand auszustrecken belohnt, mal direkt, mal über Umwege, mal schnell, mal später.

Diesen Grund-Satz in Kameradschaft, Freundschaft und Partnerschaft zu leben bewirkt Wunder.

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Ein Grundsatz ist: Treue bringt Segen.

Da sind wir mitten im Getümmel. Warum? Weil in „Treue“ „Verzicht“ eingebaut worden ist. Treue bedeutet nie, dass ich etwas nicht tun darf. Treue bedeutet, dass ich für mein Gegenüber das Beste leiste, ihm mein Bestes gebe, auch dann, wenn es mir mal nicht passt, auch dann, wenn mein Gegenüber „es grad so gar nicht verdient“ hat. Das ist Treue.

Treue ist wunderbar. Treue trägt menschliche Beziehungen, auch in Zeiten äusserer und innerer Nöte.

Treue kann im kleinsten Alltag, bei ganz loser Beziehung, gelebt werden. Die Bäckerin (ich kenne grad mal ihren Namen, viel mehr weiss ich von ihr nicht) macht grad einen Lätsch, sie begrüsst mich nicht mal richtig. Bin ich diesem Menschen treu, so strahle ich sie an und wünsche ihr einen herrlichen Tag. Bin ich untreu, nehme ich Abstand und behandle sie unfreundlich.

Ein guter Mensch ist treu von Natur aus.

Ein Mensch kommt als guter Mensch zur Welt.

Wird einem Kinde gegeben, was es zu seiner Entwickelung braucht, wird das Kind Treue leben, Treue gegenüber Scholle, Pflanze, Tier und Mensch.

Was ist es eigentlich, im Grunde, die Treue?

Treue ist dicht bei der Liebe angesiedelt, für mich schon fast Synonym. Und wenn ich „Liebe“ sage, so meine ich bedingungslose Liebe.

Was ist bedingungslose Liebe?

Ein Beispiel.

Ich wandere, und am Wegesrand stehen wunderschöne Birken. Ich bleibe stehen und erlabe mich am Spiel ihrer silberigen Blätter, am leisen Rauschen, am leichten Wiegen.  Lichte Gefühle durchwallen mich. Ich liebe sie in diesem Moment, die Birken.

Will ich etwas von ihnen? Will ich nun Aestchen abreissen und zuhause einstellen? Fälle ich sie in Gedanken, weil mein Brennholz nämlich alle ist? Nein. Natürlich eben gerade nicht. Gefühle der Freude sind da. Ich freue mich, dass diese Birken hier stehen und gesund sind und das Leben geniessen. Die Bäume und ich sind in Liebe verbunden.

Und so ist es in einer Beziehung. Wenn ich einen Menschen liebe, dann erwarte ich nichts von ihm. Erwarte ich etwas von ihm, dann ist meine Liebe getrübt von Habenwollen, Besitzenwollen.

Also. Statt der Birken sitzt da die verkörperte Matrix meiner Idealfrau. Glücklich mache ich sie und glücklich mache ich mich, wenn ich sie liebe. Wenn ich sie liebe, will ich nichts von ihr. Wenn ich sie liebe, kann ich strahlend auf sie zugehen, ihr sagen, wie wunderschön sie sei, und ob ich  mich kurz zu ihr setzen dürfe. Sollten wir uns dann gegenseitig angezogen fühlen, nun, dann werden wir uns später auch wieder treffen. Wenn nicht, dann nicht. Einfach so. Nicht. Die Begegnung war eine Liebesbegegnung.

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Und nun schlage ich einen Haken und komme auf die Sexualität. Wenn ich von meiner Partnerin erwarte, dass sie sogenannt „sexuelle Treue“ übt, wenn ich eifersüchtig bin und sie piesake, wenn sie mal mit einem Andern sich vereint, dann liebe ich nicht, dann will ich besitzen. Und treu bin ich auch nicht. Wäre ich treu, würde ich ihr sagen, dass ich nachvollziehen kann, dass sie von diesem Mann angezogen ist, und dass sie frei sei, Gleiches auch künftig zu tun, so es für sie erfüllend Erlebnis sei.

Und weil ich nicht der perfekte Mensch bin, weil mein Ego immer noch gelegentlich dreinschlägt und mich zum Beispiel mit Eifersucht auflädt, so gehört zur Treue auch, dass ich das meiner Partnerin sage, dass ich ihr mein aufgewühltes Innenleben zeige.

So.

Und dann kann meine treue Partnerin mit mir treuem Partner gemeinsame Treue üben. Üben!

Denn Treue heisst nun eben nicht, dass ich zu allem einfach jaja, gutgut sage, was mein Partner denkt, sagt und tut!

Treue heisst, dass mich nicht von ihm distanziere, sondern dass ich ihn im grundzuge ehre auch dann, wenn er denkt, sagt und tut, was mir nicht in den Kram passt oder mir Kummer und Schmerz bereitet.

Zur Treue gehört, dem Gegenüber sein Inneres zu zeigen. Bei Kameradschaften ist das nicht so umfassend, da bleiben innere Bereiche bedeckt. Bei Freundschaft ist es perfekt, wenn der Freund sich gänzlich zeigen darf. Und bei intimer Mann-Frau Beziehung gilt das erst recht. Das sich gegenseitig offen zeigen ist heilig.

Treue übend zeigt sie, was in ihr vorgeht und zeige ich, was in mir vorgeht. Wir üben Treue im gemeinsamen Besprechen, wie wir denn nun weiter vorgehen wollen.  Es ist ein Akt der Liebe, eingebettet in Vertrauen.

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Vertrauen?

Ja Vertrauen ist auch ein Grund-Satz. Eine Beziehung mit gestörtem Vertrauen ist so gut wie tot.

Achtung, jetzt wird es richtig heiss.  „Fremdgehen“ eignet sich hervorragend als Beispiel.

Der Mann, der darauf vertraut, dass seine Partnerin nie nie nie fremd gehen würde, der kann enttäuscht werden. Kein Mensch auf dieser Erde kann für sich Garantie abgeben, dass er „es“ nicht irgendwann halt doch einmal tun wird. Und der Partner, der so sehr doch vertraut hat, dass sie nie nie nie sowas tun könnte, der ist dann der Gehörnte.

Selber schuld. Wer Vertrauen so versteht, wird immer wieder enttäuscht werden. Jeder Freund und jeder Partner kann vielleicht mal etwas Unangenehmes machen, etwas, was ich ihm nicht zugetraut hätte. Klassebeispiel Fremdgehen.

Vertrauen jedoch ist eine Wunderbare Sache, wenn es sich auf die stabilen, grundsätzlich guten Absichten eines Partners bezieht. Vertrauen ist wirklich herrlich. Jeder Mensch braucht notwendig mindestens einen Menschen, dem er vertraut, in diesem Sinne vertrauen kann.

In Freundschaft und Intimpartnerschaft ist die leise innere Frage ein Lackmustest:

Sind seine Absichten, seine Absichten im Gesamten, seine seinem Leben zugrundegelegten Absichten lauter? Sind sie rein? Die Frage lässt sich nicht per Verstand und Analyse beantworten. Sie beantwortet sich per Hineinfühlen in den Menschen.

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Ich ehre jeden, der treu ist, der vertraut, der in Liebe handelt.

Ich ehre auch jeden, der den Umweg macht und untreu ist, der misstraut und Liebe noch nicht leben kann.

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Wir leben in der Zeit, da wir alte Denkmuster und Glaubenssätze hinter uns lassen.

Fesseln fallen ab. Der befreite Mensch jedoch ist neu gefordert, denn selber nun muss er entscheiden, was und wie er denken, sprechen und handeln will.

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Lasst uns dabei gegenseitig Stütze sein. Leicht ist es, des Andern Tun zu verurteilen. Hilfreich ist es, ihm Hand zu bieten.

thom ram, 22.05.05 NZ, Neues Zeitalter, da Mensch aufrecht, mit leuchtendem Auge wandelt.

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9 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. haluise sagt:

    zu: GEBEN & NEHMEN:bedeutet: es tun, wenn ICH DAZU BEREIT BIN.
    ICH HABE – JEMAND BRAUCHT’S – UND – ICH GEBE
    VICE VERSA

    ICH gebe nicht, ICH überschütte niemand, weil „Der Fokus auf „geben“ gehalten ist, >>> bringt Glück ins Haus. weil >>> ich ihn auf „geben“ statt auf „nehmen“ halte, >>> so werde ich ohne die Hand auszustrecken belohnt, mal direkt, mal über Umwege, mal schnell, mal später.“
    ja, doch nicht als ZWECK & ABSICHT.

    ICH bringe niemand in DANKES-nöte und beschwöre keinen ENERGIE-ÜBERSCHUSS herauf, der mein gegenüber energetisch drangsaliert. (HÄUFIGER UMGANG MIT KINDERN)

    dies nur zur klärung — THOM RAM, DU bestätigst dies , wie ICH vermute.
    diese beGLÜCKung bildet ein ENERGIEfeld, das man (sogleich) spüren kann, war jedoch nicht der ZWECK der ÜBUNG.
    DTO
    auch die materielle , erwartete beGLÜCKung ist nicht der ZWECK,
    SONDERN
    ein zu begrüssendes kollateral-GLÜCK.

    garnichtsoeinfachzumauszumdrückenundmöglichstumfassend …
    BIN LUISE

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  3. Vollidiot sagt:

    Der Mensch als Schöpfer seiner Wirklichkeit und nachfolgend Karmas.
    Spätestens da merkt er, daß er nicht alleine auf der Erde ist.
    Er schafft seine Freiheit mit seinem Karma und mit seinem Karma schafft er seine Freiheit.
    Zum Karma gehören aber neben ihm auch noch andere Zeitgenossen – eine peinigende Erkenntnis für den Egomanen.
    Darum solches lieber verdrängen, weil ich dann nicht weiß was es geben könnte……..
    Bei Bewußtsein stellt sich die Frage nach dem Umfang desselben. Reicht es für die Realität, die ich mir schaffe?
    Oder reicht es auch für die Umgebung oder gar für für den Schluß auf den Folgen meines gerade ablaufenden Lebens.
    Dies könnte bei wissenschaftlicher Betrachtung nicht beweisbarer Nonsens sein?
    Jedenfalls ist die Frage aktuell von der Goethe sprach als „trübem Gast auf der dunklen Erde“.
    Mit der neuen Verantwortungsherausforderung kämen auch die moralischen Veranlagungen ins Bewußtsein (der Mensch als Schöpfer seines Glückes und Kenner seines Zieles) – weniger trübe und weniger dunkel.

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  4. I AM that I AM sagt:

    Bei uns Inkarnierten kommt es im Austausch und in der Partnerschaft auf die Ausgeglichenheit bzw. Intensität der Chakren – eigentlich der damit verbundenen vorrangig aktivierten Themenfelder – an.

    Dominieren die unteren Chakren
    „Überleben, Existenzsicherung, Besitzstreben, Habenwollen“,
    „Sehnsucht nach Symbiose, Sexualität, Nahrung, Erschaffung“,
    „Emotionale Durchsetzung, Dominanzstreben, Scheinen, ICH-Betonung“
    ziehen wir Menschen mit starker Prävalenz dieser Themen an.

    Sind die Chakren ziemlich ausgeglichen oder dominieren die oberen, ergibt sich ein anderes Resonanzfeld und Partnerbild.

    Wenig Draht haben ICH-Betonte zu WIR-Menschen, welche in den mittleren Chakren des Mitgefühls und des ausgedehnten Bewusstseinsradius‘ zuhause sind.

    Praktisch keinen Draht haben ICH-Betonte zu SELBST-Zentrierten, da sich diese ausserhalb ihrer momentanen schwingungsmässigen Reichweite bewegen.

    Mit Ego-Spielen hauptbeschäftigt sind ICH-Betonte, sie können zusammen aber auch ganze Imperien aufbauen :-).

    Ein ♥ und eine Seele sind WIR-Menschen – Ego-Spiele, Eigenprofit, Schein und Sexualität sind da kein Haupttrigger,
    eher das gemeinschaftliche Erleben, das echte Nähren im Austausch, das Achten, Würdigen, das vertraute (So-)Sein.

    Sogenannt multidimensional, seelisch-geistig, telepathisch, grob- und feinstofflich verbunden mit ihrem Umfeld sind SELBST-Zentrierte.
    Vorrangige Themen sind hier: Wahrhaftigkeit; holistische Wahrnehmung auch von Zusammenhängen, Unmanifestem und Schwingungsfrequenzen; Bewusstheit; Sehnsucht nach dem Reinen Selbst/ dem Quellenbewusstsein/ der Quelle; konsequentes Beschreiten des als richtig erkannten Weges (meist in Autonomie); Befreiung aus der Illusion und Verstrickung.

    Grösste Herausforderung in allen Stadien ist der SELBST-Betrug im Innen und Aussen.

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  5. thom ram sagt:

    I am that I am

    Ich heisse dich willkommen auf bb, der du bist der du bist.

    Danke für deine Erweiterung dessen, was ich eingegeben habe. Es ist hilfreich zu wissen, was du sagst, so manche Situationen erklären sich daraus.

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  6. Vollidiot sagt:

    Was unterscheidet den Ich-Betonten vom Ego-Betonten. Wo ist der Selbst-Zentrierte?
    Was ist ein Wir-Betonter, muß der oder darf oder sollte er ein Ich haben oder ein Ego oder Beides, oder eben nicht?
    Mir bleibt das etwas im Dunst, also unklar. Kann aber auch an einer Hornhautkrümmung liegen.
    Wir sind mit unserem Selbst im Sein, samt Ego und Ich (oder soll ich „Ich“ klein schreiben, weil es oft so klein und unbemerkt vor sich hin vegetiert).
    Und dieses Sein ist endlich, wie unser Ego – aber nicht unser „Ich“.

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  7. thom ram sagt:

    Volli 17:15

    Kommt er und sagt salopp, „dieses Sein sei endlich“. Da ist also bei mir die Hornhautverkrümmung von Auge zu sehen. Ich kann mir nämlich Endlichkeit nicht vorstellen, es sei denn bei der Wurst. Aber zeitlich? Dann rette ich mich in die Unendlichkeit. Und breche zusammen, denn die kann ich mir noch weniger denken. Was sind wir für Dummaffen. Idioten ebend.

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