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Tanz auf der Säbelspitze

Der Propaganda-Krieg zwischen Rußland und „dem Westen“ ist in vollem Gange, von beiden Seiten wird massiv auf die Öffentlichkeit Einfluß genommen.
Dabei sind die Propaganda-Arsenale des „hybriden“ Krieges sehr unterschiedlich ausgestattet: während „der Westen“ in Rußland mit Hilfe der international vernetzten russischen Oligarchen über eine deutliche Mehrheit bei den Massenmedien verfügt, hat Rußland nur wenige eigene Presse-Organe, die sich im Westen dem dortigen weitgehend gleichgeschalteten Pseudo-Informationsstrom entgegenstellen, allen voran RT, das in russisch, englisch, deutsch, spanisch, arabisch und französisch im Weltnetz zu finden ist, wobei sich das Angebot auf den verschiedensprachigen Seiten deutlich voneinander unterscheidet. Aber das kann jeder, der diese Sprachen beherrscht, selbst nachprüfen.

Heute wollen wir beginnen, ausschließlich anhand öffentlich zugänglicher Quellen die tatsächliche Lage an den Fronten dieses bereits seit längerem „hybrid“ laufenden „Dritten Weltkrieges“, der sich manchem als die anstehende „nächste“ Etappe des inzwischen über 100jährigen Krieges zur Vernichtung der europäischen Kultur darstellt, näher zu betrachten.

Dabei werden wir sowohl die aktuelle wirtschaftliche Situation in den jeweiligen Zentren wie auch die militärischen Vorbereitungen ansehen und sachlich bewerten. Und schließlich auf der Basis dieser Analyse eine Prognose für zu erwartende Ereignisse wagen.
Damit diese Analyse nicht zu einem Buch ausartet, ist es notwendig, sich auf bestimmte Grundlagen zu konzentrieren – dadurch mag die eine oder andere „Feinheit“ als nicht genug beachtet oder vereinfacht dargestellt erscheinen, dies ist aber nicht zu vermeiden.

Zwecks allgemeiner Verständlichkeit werden wir bei der Analyse uns in der Begriffswelt der westlichen Medien bewegen, d.h. wir werden „Staaten“ betrachten, ohne deren historischen Hintergrund oder aktuelle Ausformung zu kontrollieren.
Das Thema „Geschäftswerdung der Welt“ soll hier vorerst keine Rolle spielen.
Luckyhans, 27. Mai 2016
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1. Die aktuelle Situation in den VSA und China

Beginnen wir mit der wirtschaftlichen und politischen Situation in den VSA.
Nachdem ein Großteil der Wirtschaftsunternehmen bereits vor Jahren nach Asien „verlagert“ worden ist, verfügen die VSA im eigenen Lande heute vorwiegend über Teile der Grundstoffindustrie, Teile der Automobilindustrie, eine hochentwickelte wehrtechnische Industrie, mit dem „zivilen Anhängsel“ Flugzeugbau, und den weltbeherrschenden Finanzsektor.
Letzteren als „Industrie“ zu bezeichnen, sträubt sich mir das Gefieder, da dort ja bekanntlich keinerlei reale Werte geschaffen werden, und sich die Profite und „Zuwächse“ lediglich in Computerzahlen ausdrücken – bei einem Zusammenbruch des entsprechenden Computersystems also weder verfügbar noch nachweisbar sein werden.

Es gibt auf verschiedenen kritischen VSA-Netzseiten hinreichend genug Analysen, welche dem Land eine permanente schwere Krise bescheinigen, die sich in Wirtschaftszahlen, aber auch in der sozialen Lage weiter Bevölkerungskreise manifestiert.
So hat die Zahl der „Food stamps“-Empfänger inzwischen die 40 Millionen überschritten, wobei ein Großteil der Bevölkerung (ca. 30% der VSA-Bürger sind vorbestraft und daher nicht erhaltsberechtigt, ebenso wie Menschen, die ihre aktive Jobsuche aufgegeben haben) von vornherein davon ausgeschlossen ist.

Die Masse der Bevölkerung der VSA profitiert schon seit langem nicht mehr von dem angeblichen Reichtum des Landes, der schon seit über 2 Jahrzehnten praktisch nur noch einem ganz kleinen „erlauchten Kreis“ zugeht.
Diesen ausgehöhlten Staat weiterhin als das Führungsland der Welt zu bezeichnen, läßt eine relativ einseitige Weltsicht vermuten.

Was das Militärbudget der VSA betrifft, so wurde hier vor kurzem dazu mehr gesagt, das im weiteren als bekannt vorausgesetzt wird.
Die in den vergangenen Wochen auf breitester Front in den VSA-Medien (National Interest, WSJ u.a.) und von Seiten hochrangiger jetziger und ehemaliger Pentagon- und NATO-Militärs zu hörenden Beschwörungen von einem weitgehend verloren gegangenen wehrtechnischen Vorsprung der VSA und der NATO gegenüber Rußland und China sind nicht mehr nur mit der „üblichen“ Bearbeitung der Öffentlichkeit während der Anhörungen zum Wehretat zu erklären – dazu sind sie nicht nur viel zu sehr verbreitet, sondern auch gut argumentiert und lassen sich durch harte Fakten (Kenndaten von bestimmten Waffensystemen) untermauern. Dazu später mehr.

Als Mühlstein am Halse des Landes erweisen sich nicht nur die ausufernden DARPA- und Entwicklungsausgaben für Waffensysteme wie die F-35, die von Lockheed bereits in Serie produziert wird, obwohl die Erprobungen noch gar nicht abgeschlossen sind, sondern auch die Kosten für die fast 800 Stützpunkte weltweit – ganz abgesehen von den „kleinen“ Kriegen, welche das Land seit Jahren (zum Teil über „Stellvertreter“ wie private Söldnerfirmen oder „militärische Kampfgruppen und Milizen“ resp. bewaffnete Verbrecherbanden) im Irak, in Libyen, Syrien, der Ukraine und im Jemen führt oder mit tatkräftiger eigener Unterstützung („Instrukteure“ etc.) führen läßt.

Gemäß dieser Einschätzung befinden sich die VSA auf dem Wege von der einzigen Welt-Supermacht zu einer der zerfallenden Großmächte unserer Zeit, ähnlich wie es bereits der Sowjetunion und dem Warschauer-Pakt-Block passiert ist.
Die immer wieder zu vermerkenden Bemühungen einzelner Bundesstaaten (zuletzt Texas), sich wieder selbständig zu machen, sind „internes“ beredtes Zeugnis dafür.
Ob dieser Prozeß weitergehen wird und wohin er das Land führen wird, hängt nicht zuletzt von Wall Street und den lenkenden Kräften hinter der Administration ab.

Mehr wahrheitsnahe Informationen über die Lage in den VSA findet jeder zum Beispiel bei Luftpost-KL, www.antikrieg.com und http://n8waechter.info.

Kommen wir zu China, der zweiten Wirtschaftsmacht in der Welt. Der Weg, den dieses Land in den vergangenen 50 Jahren durchlaufen hat, von einer ideologischen Diktatur (nach Maos „Kulturrevolution“) zu einer der weltweit führenden Ökonomien, kann dem Betrachter nur ungeteilten Respekt abnötigen.
Daß dabei die typisch chinesischen Werte und uralten philosophischen Traditionen sehr weitgehend verlassen wurden, scheint ein Modetrend der heutigen Zeit zu sein.
Gegenwärtig wird, nicht zuletzt bedingt durch die allgemeine Krise, ein Umbau der Wirtschaft angestrebt, der auf der Umsetzung von (eigenen!) Errungenschaften von Wissenschaft und Technik in die industrielle Großproduktion bestimmt sein soll.

Wer das finanzwirtschaftliche Agieren des Landes betrachtet (VSA-Staatsanleihen, Dollarreserven), der kann dort seit Jahren schon einen Trend zum Umsteuern erkennen, hin zu Gold und zur Stärkung der eigenen Währung, wie auch der in Rubel und Renminbi lautende Megadeal zum perspektivischen Erdgaseinkauf aus Rußland bezeugt.

Zudem wurde hier auch schon auf die empfangsbereiten „leeren“ Neubaustädte Chinas und deren mögliche Vorbestimmung hingewiesen.

Ungeachtet des Rückgangs der chinesischen Wachstumsraten ist das Land immernoch die Wachstum-Lokomotive der Weltwirtschaft. Dementsprechend werden die „Neue Seidenstraße“, die Shanghai-Organisation für Zusammenarbeit und vor allem die Eurasische (Wirtschafts- und Zoll-)Union vorangetrieben: nach Vietnam will nun auch Thailand dort mitmachen.
Allerdings zeigen die BRICS-Partner Brasilien (nach dem CIA-organisierten Putsch gegen die gewählte Präsidentin Rousseff) und auch Südafrika zur Zeit einige Schwächen, so daß von dieser Seite nur wenig progressive Veränderung zu erwarten ist. Und Indien hat kürzlich sein Land für das VSA-Militär geöffnet…

So bleibt Rußland auch für China als weltweit wichtiger Handelspartner, vor allem in den traditionellen Bereichen Rohstoffe und Wehrtechnik, im Austausch gegen Konsumgüter. Und damit bei der Wehrtechnik die Chinesen künftig nicht mehr „abgekupfern“, ist ein Abkommen über den Rechtsschutz bei Patenten in Vorbereitung – bevor die neuesten S-400-Luftabwehrsysteme und SU-35-Jäger ausgeliefert werden.
Allerdings gibt es neben den Verträgen über die dreifache Erdgasleitung kaum weitere neue gemeinsame Großprojekte, so daß der Warenaustausch 2015 um fast 30% zurückgegangen ist – auch infolge des schwachen Rubels.
Die Investitionen Chinas in die russische Wirtschaft sind weniger als bescheiden: im vorigen Jahr nur 794 Mio Dollar von insgesamt 116 Mrd chinesischen Auslandsinvestitionen (= 0,7%). Schon verlegt Gasprom der „Tag des Investors“ von Singapur und Hongkong zurück nach London und New York.

Und die chinesischen Preiserhöhungen für Elektronik-Bauteile um das drei- bis vierfache (nach Verkündung der Sanktionen des Westens gegen Rußland) lassen erkennen, daß die Chinesen zuerst und vor allem auf ihren eignen Vorteil bedacht sind. Auch iranische Geschäftsleute berichten davon, daß während der internationalen Sanktionen gegen ihr Land die Chinesen als Handelspartner sehr geldgeil und extrem unzuverlässig waren.

Neuerdings beanspruchen die chinesischen Partner bei gemeinsamen Investitionen auch stets die Mehrheit für sich (50%+1 Stimme), wodurch auch viele Projekte „sterben“, bevor sie angefangen haben.

Schon vor Jahren hatte China sich durch eine Übereinkunft mit Burma (Myanmar) 2013 eine Erdgasleitung mit 12 Mrd cbm pro Jahr und 2014 eine Erdölpipeline für 12 Mio t Rohöl pro Jahr vom Indischen Ozean gelegt, um nicht zu sehr von der nur 500 Meilen schmalen Straße von Malakka abhängig zu sein.
Nicht geklappt hat dagegen das Projekt mit einem chinesischen Kanal durch die südliche Landenge Kra in Thailand, welcher den direkten Schiffsverkehr zwischen Südchinesischem Meer und Indischem Ozean ermöglichst hätte – Thailand ist (noch?) nicht bereit, das 1897 mit Großbritannien abgeschlossene Abkommen, das einen solchen Kanal verbot (um die Bedeutung des damals britischen Singapur zu erhalten), einfach aufzukündigen.

Das extrem vorsichtige Agieren auf der internationalen Bühne weist darauf hin, daß China vor allem seine eigenen Interessen zu wahren bemüht ist, und so mancher vermutet dahinter einen verborgenen Drang zur Weltherrschaft.
Wer am 3. September 2015 aufmerksam die pompöse chinesische Militär-Parade verfolgt hat, der konnte Massen von hinreichend moderner Waffentechnik sehen, wie sie exakt in 4er- bis 8er Reihen zentimetergenau ausgerichtet kilometerlang die zentrale Pekinger Allee entlangrollten.

Im Vergleich dazu nehmen sich Putins alljährliche Militär-Paraden zum 9. Mai fast armselig aus. Allerdings ist die russische Waffentechnik zunehmend technisch gleichwertig und teilweise sogar überlegen im Vergleich mit dem Westen, wenn auch die Stückzahlen erst künftig und nur langsam aus dem homöopathischen Bereich herauswachsen.

China machte seinen zweifellos noch vorhandenen technologischen Rückstand (aber nicht mehr lange: unlängst berichteteThe Washington Free Beacon“ von der erneuten erfolgreichen Erprobung der neuen Interkontinentalrakete „Dunfen-41“, die von China aus jeden Punkt der VSA treffen kann und bis zu 10 gelenkte Sprengköpfe tragen kann; sie kann seit Ende 2015 auch aus einem Eisenbahnzug gestartet werden) bisher vor allem durch Masse mehr als wett, so daß in Anbetracht der nach wie vor hohen Investitionen in Armee und Wehrtechnik mit der chinesischen Armee durchaus zurechnen ist – heute schon, und noch mehr zukünftig.

Denn China hat seiner Armee bis zum Jahre 2020 eine Reform nach VSA-Vorbild verpaßt, was durchaus auf künftige weltweite Einsätze (!) hinweisen könnte.
Die „Nationale Befreiungsarmee Chinas“ wäre ja die weltweit einzige Armee, die sich eine langfristige Besetzung eines ganzen Kontinents, wie zum Beispiel Europa oder des Nahen Ostens, rein menschenanzahlmäßig durchaus „leisten könnte“.
Und die gegenwärtige politisch groß verkündete „Reduzierung“ von 2,3 Mio Mann auf „nur noch“ 2 Mio läßt sich jederzeit durch Reservistenmobilisierung um ein Vielfaches wettmachen – das Land könnte schon heute ohne Probleme mehr als 10 Mio Mann unter Waffen stellen und hinreichend modern ausrüsten… das Militärbudget steigt auch 2016 wieder – um 7,6%.

Daß daneben momentan andere „Techniken“ der weltweiten Einflußnahme überwiegen, zeigen die stetig zunehmenden Aktivitäten chinesischer Staatsunternehmen und Privatleute in Europa und den VSA, wo nicht nur Hochtechnologie-Unternehmen  im großen Stil übernommen werden, sondern auch attraktive Immoblien aufgekauft (110 Milliarden Dollar investierten chinesische Bürger zwischen 2010 und 2015 in VSA-Immobilien, für 2016 werden von VSA-Maklerbüros gar eine Billion /trillion/ Immo-Käufe vorgeschaut – und das eben nicht in Afrika.
Korrektur: die Nachricht, daß an der Amsterdamer Holding, genannt „Kant“ oder „Newco“, welche die beiden fusionierten deutschen und französischen Panzerschmieden Krauss-Maffei-Wegmann und Nexter steuert, ein chinesisches Staatsunternehmen aus dem Rohstoffsektor beteiligt sein soll, war falsch.
Da lag eine Verwechslung vor: das staatliche chinesische Unternehmen China National Chemical Corporation hatte Anfang 2016 das Maschinenbau-Unternehmen (!) „KraussMaffei Group“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Krauss-Maffei) für 925 Millionen Euro gekauft.

China ist also auf dem besten Wege, von der verlängerten Werkbank der Welt zu der globalen Supermacht aufzusteigen.

Alle vorgenannten Fakten und Einschätzungen zu den VSA und China sind hier im Westen weitgehend verfügbar – wer wissen will, kann finden: er muß sich zwar durch ein Meer von ablenkendem interessengeleitetem Info-Müll hindurchkämpfen, aber es gibt noch einigermaßen gesicherte Daten.
Dies kann zu Informationen und Daten über Rußland nicht gesagt werden: hier finden wir im Westen ausschließlich – mit ganz wenigen Ausnahmen – eine total einseitige und verlogene Propaganda („Berichterstattung“ wage ich das nicht mehr zu nennen), die mit der dortigen Wirklichkeit kaum etwas zu tun hat.
Und diese wird aus dem Westen genauso in russischer Sprache massiv in das große kalte Land hineingetragen… was bleibt Putin anderes übrig, als mit eigener Propaganda da „gegenzuhalten“ – sanft beschönigend bis nachdrücklich ansichtsformend.
Da ist es schwer, ein einigermaßen wirklichkeitsnahes Bild der Lage herauszufinden – deshalb also hier nachfolgend viel ausführlicher zum Thema
Rußland.
(Teil 2 folgt demnächst)


10 Kommentare

  1. Andy sagt:

    Hat dies auf Andreas Große rebloggt.

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. Hawey sagt:

    Hat dies auf meinfreundhawey.com rebloggt.

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  4. […] wollen nun – in Fortsetzung unseres ersten Teils der Analyse – ein einigermaßen wirklichkeitsnahes Bild der Lage in und um Rußland […]

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  5. luckyhans sagt:

    Eine schöne ergänzende Illustration zum obigen Artikel:
    http://www.antikrieg.com/aktuell/2016_05_28_waehrend.htm

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  6. […] wollen – in Fortsetzung unserer ersten beiden Teile – noch einige wenig bekannte Aspekte der internationalen Lage um […]

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  7. […] wollen – in Fortsetzung der vorigen drei Teile dieser Analyse nun nochmal kurz die Beziehungen Rußlands zur EU und zur […]

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  8. […] wollen nun – in Fortsetzung unseres ersten Teils der Analyse – ein einigermaßen wirklichkeitsnahes Bild der Lage in und um Rußland herausarbeiten, […]

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