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Meine Welt – ist nicht Deine Welt

Hier nochmal eine Kurzfassung des damaligen Artikels, der aus bisher unerfindlichen Gründen samt den Kommentaren von der Seite „verschwunden“ wurde – es geht um unsere Wahrnehmung, d.h. das, was wir als wahr (an)nehmen.
Luckyhans, 8. Oktober 2015
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Jeder Mensch lebt in einer eigenen Welt – das ist natürlich und auch gut so.

Das ist schon bedingt durch den Aufbau und die Begrenztheit unserer Sinnesorgane.

Wie sehen wir?

Ein Abbild unserer Umwelt fällt durch die Augenlinse auf die Netzhaut – allerdings steht es dort „auf dem Kopf“, d.h. oben ist unten und umgekehrt, und es ist seitenverkehrt.

Auch nehmen wir nur einen ganz kleinen Ausschnitt des Spektrums der elektromagnetischen Wellen (eine Oktave) wahr, und zwar den Bereich der Wellenlängen von ca. 370 (violett) bis etwa 740 (rot) Nanometer – das gesamte Spektrum umfaßt aber ein Vielfaches davon – daher unsere „von Hause aus“ begrenzte Wahrnehmung der Welt um uns herum.

Aber verfolgen wir weiter den Sehprozeß. Das Bild auf der Netzhaut wird durch die verschiedenen „Sensoren“ im Auge (für „Helligkeit,“ „Kontrast“ und „Farben“) in Signale umgewandelt, die dann zum Gehirn geschickt werden.
Über den Charakter dieser Signale ist man sich noch nicht ganz einig – es sind auf jeden Fall auch elektro-magnetische Impulse, wahrscheinlich als magnetische Skalarwellen, da sie sich von außen nur sehr schwer und spezifisch beeinflussen lassen.

Diese Signale unterliegen einer Filterung (der sog. „Bergson-Filter“), da unser Gehirn nur eine begrenzte Signalmenge aufnehmen kann. Von den vom Auge schon begrenzt aufgenommenen ca. 2 Megabit pro Sekunde werden nur etwa 2 Kilobit pro Sekunde im Gehirn verarbeitet (also etwa ein Tausendstel der schon begrenzt aufgenommenen Informationsmenge).

Das Sehzentrum im Hinterkopf (?) ist also das „Organ“, in dem unser „Bild“ von der Umgebung entsteht, das wir wahr-nehmen (= als wahr annehmen).

Wie kommt unser Gehirn aber nun dazu, dieses Bild zu „bauen“?

Das erfolgt in unserer ganz frühen Kindheit – per Erfahrungs- und Lernprozeß, mit „Versuch und Irrtum“ und mit Hilfe unserer Umgebung (Eltern, Erzieher, Nachbarn etc.).

Nun ist aber dieser Prozeß für jeden Menschen unterschiedlich gestaltet, sowohl was die Reihenfolge der Erfahrungen und des Lernens, als auch deren Umfang betrifft.

Ist es daher nicht völlig verständlich, daß sich ein jeder Mensch von der Welt um ihn herum ein sehr „eigenes“ Bild macht?

Wir haben jetzt noch den „Sehprozeß“ der Haut unterschlagen – die Haut ist sensibel für Wärme (also Infrarot-Strahlung) und für Ultraviolett-Strahlung (jeder Sonnenbrand bestätigt dies).

Die Mechanismen der Signalaufnahme und -verarbeitung sind aber hier dieselben: Sensor – Umwandlung – Weiterleitung – „Gefühl“ – diesmal im „Bauch“.

Wie hören wir?

Analog geht der Prozeß des Hörens vor sich. Die Schallwellen eines sehr begrenzten Frequenz-Bereiches, von etwa 15 Hertz (=Schwingungen pro Sekunde) bis etwa 20.000 Hertz (in der Jugend) reicht unser Empfangsbereich – im Verlaufe der Jahre senkt sich die Obergrenze stetig herab.

Die tieferen Frequenzen unseres Hörbereiches werden zum Teil durch den Körper wahrgenommen (per Resonanz mit den inneren Organen), die hohen zum Teil durch den Hirnschädel übertragen – diese „Feinheiten“ sollen uns aber jetzt nicht interessieren – es geht um den grundsätzlichen „Mechanismus“ unserer Wahrnehmung.

Und auch hier werden wieder durch einen filternden (Innenohr) Aufbau elektromagnetische Signale erzeugt, die zum Hörzentrum im Gehirn weitergeleitet werden und dort in „Schalleindrücke“ um-gesetzt werden – getreulich wie oben: durch Erfahrung lernen wir diese Signale zu interpretieren und daraus unsere Wahr-nehmung von der Welt um uns herum zusammen-zu-stellen – ebenfalls wieder sehr individuell.

Zweifelt noch jemand daran, daß jeder Mensch in einer eigenen Welt lebt?

Unsere tägliche Praxis zeigt uns immer wieder, daß dies so ist – dabei habe ich das Thema Sprache noch gar nicht berührt.

Wie bekannt, denken wir ja in Worten und Bildern, die wir bei der Kommunikation wieder in Worte umsetzen. Auch hier lebt jeder Mensch in einer eigenen Welt, da auch seine konkreten Begriffsinhalte der einzelnen Wörter und Wendungen genauso „erfahren“ und „erlernt“ sind wie die Bild- und Schall-Eindrücke.

Beispiele für die individuelle Wahrnehmung finden sich im täglichen Leben zuhauf und werden immer wieder klar dokumentiert, von den täglichen „kleinen“ Kommunikationsproblemen („das hab ich nicht gesagt“ oder „das hab ich so nicht gemeint“) bis hin zu Unfallprotokollen und Zeugenaussagen vor Gericht, wo dasselbe Ereignis von fast demselben Standpunkt aus gesehen, deutlich unterschiedlich wieder gegeben wird (3 Zeugen = 6 verschiedene Aussagen).

Ebenso wie die emotionale Färbung der „Gefühle“ und Bilder, die eine enorme Rolle bei der Interpretation aller Signale spielt, d.h. mit welche Emotionen in der Kindheit und Jugend der jeweilige Lernprozeß verbunden oder begleitet ist – dementsprechend wird der Eindruck von der Umwelt noch „eingefärbt“ – erneut für jeden Menschen individuell verschieden.

Was ergibt sich nach meiner Auffassung aus dem oben Gesagten?

Zuerst einmal folgt daraus, daß tatsächlich und ganz natürlich jeder Mensch alle Dinge „etwas anders“ sieht/hört/fühlt/einschätzt/ausdrückt – beachten wir dies genug in unserer täglichen Kommunikation miteinander?

Wie oft wollen wir „recht haben“ anstatt die „etwas andere Betrachtungsweise“ des „Anders-Denkenden“ als Bereicherung und ebenso „gültig“ wie die eigene zu respektieren?

Müssen wir nicht viel öfter zuhören und nachdenken, statt zu „argumentieren“?

Was wenn die Betrachtungsweise des anderen genauso „richtig“ (oder „falsch“) ist wie die unsere?

Sodann folgt aus dem oben Gesagten, daß wir bei jeder Kommunikation erst einmal eine „gemeinsame Sicht auf die Dinge“ herstellen sollten, d.h. gewissen Begriffe präzise definieren, wie wir sie im Weiteren verstehen wollen, d.h. was dazu gehört und was nicht, und dies auch ausrücken, ggf. sogar schriftlich niederlegen.

Weitere Schlußfolgerungen seien jedem selbst überlassen – ich wollte hier nur zum Nach-Denken anregen.

Es bleibt uns eh nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren und anzunehmen – und unser Leben entsprechend zu gestalten…


17 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. luckyhans sagt:

    P.S. der obige Artikel wurde geschrieben, als ich noch dem „alten“ Schema des einseitigen (passiven) Sehens anhängig war.
    Inzwischen bin ich mir sicher, daß Sehen ein Resonanz-Prozeß ist, d.h. das Auge ist nicht nur Empfänger, sondern auch Sender – feinstofflich gesehen – das klare Empfinden, von hinten angesehen zu werden, spricht dafür, wie auch vieles andere.

    Und da Sehen ein Resonanzprozeß ist, wird wohl auch das Erkennen ein solcher sein – nämlich der Abgleich der äußeren Eindrücke mit den Erfahrungen und Erinnerungen im Innern…

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  3. thomram sagt:

    @ Lücki

    Dein P.S. möchte ich verschärfen.

    So ich davon ausgehe, und ich gehe davon aus, obschon auch mein Verstand es als verrückt und unmöglich* erklären muss, so ich davon ausgehe, dass ich das, was ich aussen als Realität sehe, höre, fühle, rieche, schmecke, ertaste, dass ich das komplett samt sonders selber kreiere, dann wird es noch lustiger 🙂 🙂

    ICH, der ich wirklich bin, als den ich mich per Tagesbewusstsein jedoch nicht wirklich fühle, ICH also kreiere da etwas im Aussen. Den Tisch, das Konzert, den Blütendurft, den Appel, den Kuss. Damit ich (hihihi, welches „ich“ nun) merke, dass ich Tisch, Konzert, Blütenduft und Kuss kreiert habe, kreiere ich mir sone Aufnahmevorrichtungen wie Auge, Ohr, Nase, Zunge, Haut, welche mir (welchem Mir?) bestätigen, dass ich etwas für mich kreiert habe.

    *Beispiel Konzert
    Jeder Musiker und Besucher und Kassier wird mir sagen, nönö, ich bin Musiker, Besucher, Kassenwart, ich bin ich du kreierst mich keineswegs.
    Ist das nicht komplett verrückt? Für meinen Verstand schon. Und doch weiss ich, dass ich alles selber kreiere. Passt nicht zusammen, so ich per Tagesdenken denke.

    Gibt es hier bitte noch Verrücktere als mich? Vielleicht der Vollidiot?

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  4. Angela sagt:

    @ Luckyhans und ThomRam

    Zitat: „… Ist es daher nicht völlig verständlich, daß sich ein jeder Mensch von der Welt um ihn herum ein sehr „eigenes“ Bild macht? ..“

    Ja, genau so sehe ich es auch. Das hast du sehr gut erklärt, Luckyhans. Und daraus folgere ich, dass sich auch jeder Mensch all seine Lebensumstände selbst erschafft.

    Entscheidend ist immer das, was ich im tiefsten Inneren glaube. ( Meine Glaubenssysteme) Darauf reagiert das Universum. Was ich erwarte, tritt ein, der „Tanz der Elektronen“ beginnt…

    Im Grunde denke ich immer auf zwei Ebenen, auf der Oberfläche ( worauf das sogenannte „positive Denken basiert, was in den seltensten Fällen die nötige Kraft besitzt) und auf der tieferen WIRK-Ebene. Und von hier aus erschaffen mein Denken, bzw. meine Glaubenssysteme jegliche wahrgenommene Wirklichkeit.

    LG von Angela

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  5. luckyhans sagt:

    @ Angela:

    Genau DAS ist doch Anliegen meiner vielen Artikel: nachzuweisen, daß selbst auf der obersten grobstofflichen „Ebene“ ALLES durch uns selbst hervor-gerufen (Wortsinn!) wird – nicht absichtlich (noch), aber tatsächlich.

    Unsere heutige Wirklichkeit ist vollständig (!) das Ergebnis unserer gestrigen Handlungen – viele Ursachen und Wirkungen, die sich gegenseitig überlagern, verflechten usw., aber verantwortlich ist JEDE/R SELBST für das, was ihr/ihm „wider-fährt“ (Wortsinn!).

    „Der heutige Tag ist ein Resultat des gestrigen.“ (Herrmann Kant, „Die Aula“)

    Und das ist uns nur deshalb noch „verborgen“, weil die meisten Menschen nicht (an)erkennen WOLLEN, daß jede/r ALLES ein klein wenig „anders“ WAHR-NIMMT als alle anderen…

    Und DANACH, wenn wir das kapiert haben, kommt – im feinstofflichen Bereich – das von Dir Beschriebene HINZU: die Chance der BEWUßTEN Einwirkung auf dieses Plasmaversum…

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  6. […] hatten uns hier schon mehrfach mit dem individuellen Erspüren der uns umgebenden Prozesse durch unsere Sinnesorgane beschäftigt und dabei auch die einzigartige Wahrnehmung und natürlich auch Sinngebung für diese […]

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  7. […] wir uns da nicht ins Bodenlose verrennen, müssen wir zu den Grundlagen zurückkehren. Denn so unvollkommen und individuell unsere Sinne auch sein mögen: wir haben nichts anderes, um unser Sein zu […]

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  8. […] kommt, daß jeder Mensch in einer eigenen Welt lebt, die sich aus seinen eigenen Vorstellungen und Erfahrungen ergibt, mit denen er die […]

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  9. […] kommt, daß jeder Mensch in einer eigenen Welt lebt, die sich aus seinen eigenen Vorstellungen und Erfahrungen ergibt, mit denen er die […]

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  10. […] das Prisma der Gewohnheit und Erfahrung beobachten, und dieses Prisma verzerrt enorm! (dazu bitte auch unseren Artikel „Meine Welt ist nicht deine Welt“ lesen – […]

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  11. Renate Schönig sagt:

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  12. […] und Reaktionen arbeiten – je mehr ich mich verändere, desto mehr verändert sich auch „meine Welt“… – – – […]

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  13. […] von dieser grobstofflichen Welt: wir hören, sehen, fühlen, riechen, schmecken. Wobei jeder ein klein wenig „anders“ – auf seine eigene Weise – diese Eindrücke wahrnimmt (d.h. als „wahr“ […]

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  14. […] Zuerst einmal muß ich mir darüber klar werden, wie meine Sinne ihre Signale aufnehmen und wie die Verarbeitung derselben in meinem Körper erfolgt – Näheres dazu hier. […]

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  15. […] von uns lebt in seiner eigenen Vorstellungswelt, ja: jeder in seiner. Ist auch in Ordnung so, geht ja nicht anders. Schwierig wird’s nur, wenn man die Dinge, die […]

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  16. […] gibt es (noch?) keine „objektive“ oder allgemeingültige „Wahrheit“ – und solange jeder in einer eigenen Wirklichkeit lebt, ist das auch gar nicht zu erwarten. Ob auf der Basis einer ehrlichen Wissenschaft später mal […]

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