bumi bahagia / Glückliche Erde

Wie auch immer unsere momentanen Vorstellungen von uns selbst aussehen mögen, also egal ob wir uns als rein materielle Wesen mit nur einem Leben begreifen oder uns als beseelte Geistwesen im Rad der Inkarnationen verstehen, wir sind Wesen, die in einer Wirklichkeit leben, mit der wir durch ein Vielzahl von Beziehungen und Kontakten verbunden sind.
Und wir befinden uns in ständigen Wechselwirkungen mit dieser uns umgebenden Wirklichkeit.
Luckyhans, 23.12.004
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Um diese Wirklichkeit und unsere vielfältigen Verflechtungen mit selbiger auch unbefangen wahrnehmen zu können, ist es sinnvoll, alle zur Verfügung stehenden Wahrnehmungskanäle zu nutzen.
Dazu gehören in jedem Falle unsere sog. Sinne, von denen wir viel mehr haben als die landläufig bekannten fünf (hören, sehen, tasten, riechen, schmecken).
Die darüber hinausgehenden Sinne müssen jedoch genauso sorgsam und geduldig entwickelt werden wie es mit den genannten fünf Basis-Sinnen im Verlaufe des kindlichen Lebens geschieht, bevor man ihnen wirklich trauen kann.
Alle besonderen „Fühligkeiten“ müssen also genauso trainiert und geschult werden, wie das Gehör und alle anderen Sinne.
Daß der Mensch da erstaunliche Leistungen vollbrigen kann, zeigt uns jeder Blinde, der mit geschultem Gehör und sensibilisiertem Tastsinn das fehlende Sehen weitgehend ersetzt.

Das betrifft auch die komplexen Wahrnehmungsmuster, wenn bestimmte Schwingungen direkt erspürt werden.
Bisher erfolgen diese Wahrnehmungen noch unterbewußt, d.h. wir „wissen“ oft nicht, woher dieser oder jener Gedanke oder Eindruck kommt.
Aber es ist ziemlich sicher, daß unsere Gedanken nicht einfach durch chaotische Gehirnprozesse („neuronenfeuern“) in unserem Kopf „entstehen“.

Wie kommen wir jetzt zu einer bewußten unbefangenen Wahrnehmung?

Zuerst einmal muß ich mir darüber klar werden, wie meine Sinne ihre Signale aufnehmen und wie die Verarbeitung derselben in meinem Körper erfolgt – Näheres dazu hier.

Sodann muß ich mir klar sein, daß ich nur etwas wahrnehmen kann, was ich auch bereit bin, als Wahrnehmung zu akzeptieren. Dazu ein Beispiel.

Ich gehe in ein klassisches Sinfoniekonzert. Dort habe ich die Möglichkeit, während der Darbietungen mit meinen Augen zu verfolgen, welche Instrumente gerade beteiligt sind, das momentane „Klangbild“ zu erzeugen.
Dabei ist es nicht ganz einfach, sich auf das Hören eines bestimmten Instruments zu konzentrieren, weil dabei der akustische Gesamteindruck ein wenig in den Hintergrund tritt.

Anders daheim, beim Nachhören desselben Musikstückes von der „Tonkonserve“ – da kann ich bestimmte Stellen mehrmals anhören, um festzustellen, welche Instrumente jeweils beteiligt sind und wie das Ganze dann „zusammenklingt“.
Nun legt meine Frau eine mir unbekannte „Tonkonserve“ auf – ich öffne meine Wahrnehmung, um festzustellen, welche Instrumente dort „mitmachen“, neben der Aufnahme des Gesamt-Klangbildes.
Dazu muß ich mich wieder auf einzelne Teile des Werkes konzentrieren, und der Gesamteindruck geht dabei weitgehend verloren.
Ich kann also nur entweder das Ganze, oder bestimmte Teile ganz präzise wahrnehmen.

Ebenso werde ich, wenn ein „exotischer“ Klang auftaucht (zum Beispiel ein Triangel oder ein Glockenspiel), erstmal unter den mir geläufigen Instrumenten „suchen“, ob der Klang sich einem davon zuordnen läßt.
Je nachdem, wie groß meine geistige „Orchester-Auswahl“ ist, die natürlich nur aus schon mal bewußt gehörten Instrumenten bestehen kann, werde ich in der Lage sein, den „exotischen Klang“ der richtigen Quelle zuzuordnen.
Ein noch nie gehörtes Instrument kann ich also nicht richtig bestimmen – wie denn.

Und solange ich nicht bereit bin, dazuzulernen, werde ich immer versuchen, den „exotischen Klang“ irgendeinem mir bekannten Instrument beizuordnen.

Wir lernen also, daß die Wahrnehmung auch stark von unserer Bereitschaft, Neues überhaupt zuzulassen, abhängt.
Ich kann etwas mir völlig Neues nur dann wahrnehmen, wenn ich dazu bereit bin, dieses Neue auch „anzunehmen“ – zu akzeptieren, daß es da sein könnte.
Eben weil das Neue mit keiner meiner bisherigen Erfahrungen übereinstimmt.

Im Umkehrschluß bedeutet das aber auch:
wenn ich etwas nicht für möglich halte, dann wird es mir schwerfallen, dies überhaupt wahrzunehmen, wenn es „erscheint“.

Unbefangen wahrnehmen bedeutet also, jederzeit für Neues offen zu sein, die eigene Wahrnehmung nicht selbst einzuschränken, indem Glaubensmuster als wichtiger erachtet werden als die Vorgänge in und um uns.
Ich werde also zum Beispiel feinstoffliche Wesenheiten garantiert nicht wahrnehmen können, wenn ich deren Existenz nicht zumindest zulasse, d.h. für möglich halte.

Gleiches betrifft alle „absonderlichen“ Dinge, wie Fernwahrnehmung, Gedankenübertragung usw. – wenn ich mich nicht darauf einlasse, daß es sowas geben könnte, und mich nicht darauf einstimme, dann werde ich etwas ähnliches auch nicht fühlen können.
Oft ist es dann nötig, daß bestimmte Ereignisse mich „mit der Nase darauf stoßen“, daß zum Beispiel zwischen meiner Frau und unserer Tochter manchmal eine gedankliche Verbindung besteht, wo sie gegenseitig erfühlen, daß es der jeweils anderen nicht gut geht oder daß sie sich Sorgen macht – schon greifen beide synchron zum Telefon…

Was nun auch sogar einer weitgehend materialistischen Erklärung zugänglich ist, denn während der damaligen Schwangerschaft haben die beiden ja viele Millionen Zellen gegenseitig ausgetauscht – warum sollte da nicht auch weiterhin eine feinstoffliche Verbindung bestehen?

Es ist doch auch bekannt, daß Menschen mit einem transplantierten „fremden“ Herzen nicht nur Empfindungen des Spenders fühlen, sondern daß (beim Herzen) sogar Charaktereigenschaften des Spenders beim Empfänger auftreten können, die es vorher so nicht gab.
Diese Fakten werden leider nur in Medizinerkreisen diskutiert, und die nicht allzu hohe Lebenszeit nach solchen Transplantationen verhindert ausführliche Studien.
Wobei die gesamte Transplantationsmedizin ein sehr stachliges Instrument ist, und dies nicht umsonst: kann man doch einem tatsächlich toten Körper kein lebendes Organ mehr „entnehmen“…

Zurück zu unserer Wahrnehmung. Wir haben erkannt, daß unsere Wahrnehmung bestimmten Einschränkungen unterworfen ist: entweder komplex, oder detailliert, und abhängig ist von unserer inneren Bereitschaft.
Wenn ich das nicht beachte, dann wird meine Wahrnehmung immer selektiv bleiben, d.h. ich werde nie alles, was tatsächlich geschieht und was ich von meinen Möglichkeiten her wahrnehmen könnte, auch tatsächlich aufnehmen können.

Ob auch daraus die manchmal doch sehr unterschiedlichen Interpretationen folgen, die verschiedene Menschen ein und demselben Geschehen zuordnen?

Bleiben wir also aufmerksam – unserem Selbst gegenüber wie auch unserer eigenen Wahrnehmung.
Versuchen wir, die Vorgänge in uns und um uns herum komplex, als Ganzes wahrzunehmen – wissend, daß das Ganze stets mehr ist als die Summe seiner Teile.

Und wenn wir zwecks Detailerkenntnis mal zerlegen und die Einzelteile separat untersuchen, denn vergessen wir bitte nicht, am Ende geistig wieder alles zusammenzufügen – denn nur so werden wir einen richtigen Eindruck von dem untersuchten Vorgang bekommen.


15 Kommentare

  1. Wunderbar.

    und…..
    wie sagte schon der olle Gööhte:

    hab alle Teile in der Hand….
    fehlt leider nur das geistge Band….. 🙂 🙂 🙂

    Wenn das Herz (das Überschauorgan) beginnt, dem Verstand seine Ziselierkunst zuzusprechen
    und wenn der Verstand liebend gerne auf das Herz hört,
    dann kann es möglich werden, im Ganzen die „Teile“ und in dem Teil das Ganze zu erkennen.
    Durchaus fast sowas wie gleichzeitig 🙂
    Dies allerdings unterliegt unserer Willensentscheidung.

    Die Ausführungen oben haben sehr fein den Weg dorthin gezeichnet.
    Danke.

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  2. Angela sagt:

    Danke für diesen schönen und klaren Artikel, Luckyhans!

    „Unbefangen wahrnehmen“, wie Du schreibst – achtsam sein- , auf die „kleinen Dinge des Lebens“ achten wird Neues und „Wundersames“ zulassen.

    Was sich besonders trennend auswirkt, ist das ständige „Benennen“ des Wahrgenommenen durch den Verstand. Dadurch findet nur eine Wiederholung des Bekannten statt. Je größer die Lücke zwischen Wahrnehmung und Gedanke ist, desto tiefer und bewusster ist der Mensch.

    Wie „das Ganze“ zusammenspielt kann man auch sehen, wenn man einen Zyklus im eigenen Leben im Nachhinein betrachtet. Ich kann jetzt wirklich sagen, dass ALLES, auch das damals als schrecklich Empfundene sich als sinnvoll und im tiefen Sinne heilsam herausgestellt hat.

    Danke auch für Petras klugen Kommentar.

    Liebe Grüße und Thom-Ram und allen Bumis ein Weihnachtsfest voller Wunder!

    Angela

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  3. Kann mich meinen Vorrednern so anschliessen…..und sage auch, dass nichts in der Vergangenheit, so heftig und ätzend es auch war, unsinnig war…..nein, es hatte Alles genau seinen Platz in der Präsenz erhalten ( auch wenn ich oft genug am Lamentieren war: warum ich immer, kann es nicht mal jemand anderen treffen, ich bin eine arme Socke, immer bin ich die Dumme und, und, und…..)
    Dann festzustellen, dass ich damit recht unrealistisch mir das Ganze angeschaut habe, war nicht leicht für mich zu akzeptieren, und ist es manchmal immer noch.

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  4. Renate Schönig sagt:

    LH:1. „Es ist doch auch bekannt, daß Menschen mit einem transplantierten „fremden“ Herzen nicht nur Empfindungen des Spenders fühlen, sondern daß (beim Herzen) sogar Charaktereigenschaften des Spenders beim Empfänger auftreten können, die es vorher so nicht gab.“

    2. „Oft ist es dann nötig, daß bestimmte Ereignisse mich „mit der Nase darauf stoßen“, daß zum Beispiel zwischen meiner Frau und unserer Tochter manchmal eine gedankliche Verbindung besteht, wo sie gegenseitig erfühlen, daß es der jeweils anderen nicht gut geht oder daß sie sich Sorgen macht…“

    ————————————————————————————
    „Das ganze Universum ist im Körper enthalten, der ganze Körper im Herzen. So ist das Herz der Kern des ganzen Universums.“ (Ramana Maharshi)
    ————————————————————————————

    Zu 1. Das HERZ ist ja auch DIE „Instanz in unserem Wesen, die für WAHRHEIT zuständig ist“. (s.auch HERZ-Chakra und Blockaden desselben) Deshalb verwundern mich diese oben genannten „Empfindungen/Veränderungen“ nicht.

    In den Achtzigern wurde (aufgrund diverser Forschungsergebnissen) unser HERZ ja nicht nur als „PUMPE“, sondern auch „Hormondrüse“ klassifiziert…da im „Nervensystem“ des Herzens -wie auch im Gehirn- versch. Neurotransmitter/Hormone „ausgeschüttet werden“, die Einfluss auf den ganzen Körper haben…

    Zu 2. … u.a. Noradrenalin, Dopamin und Oxytocin … wobei Oxytocin vor allem deshalb interessant ist, weil es als das „Liebes-Hormon“ gilt, das maßgeblich Mutterliebe, Verbundenheit, Toleranz, Verständnis und soziales Verhalten beeinflusst. (s. die „Verbindung“ zw. deiner Frau/Tochter, die du da oben beschreibst, Lh…)

    Unser Herz „schwingt“ ja am höchsten. Ich glaub, gelesen zu haben, dass das magnetische Feld des Herzens ca. 5000-mal stärker als das des Gehirns ist.

    Kann mir deshalb gut vorstellen, dass das „Herz-Nervensystem“ uns befähigt, mit anderen Menschen „energetische Infos“ auszutauschen … und dies dann auch umso besser funktioniert, je „gleicher 😉 “ wir schwingen …
    …und dass DANN auch (wie´s so schön im Volksmund heisst) : „Die CHEMIE stimmt“ 🙂

    ALLEN hier friedvolle harmonische Tage 🙂

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  5. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  6. Garten-Amselina sagt:

    Was für ein Wunder-Volles Weih-Nachts-Heil-Geschenk !!!
    Danke!!!
    *JaH!*
    und
    *JaH!*und*JaH!*
    … 😉 … ❤ … 😉
    Helle Flammen-Härtz-Grützeles an alle Bummis torügge!

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  7. SecurityScout sagt:

    Sehr gut geschrieben Thom Ram!!!

    Wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg im Neuen Jahr 2017.

    Es wird mit Sicherheit spannend werden im Jahr 2017!!!
    Für den Einen wird es der Himmel sein, für den Anderen die Hölle!

    Beste Grüße
    SS

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  8. Renate Schönig sagt:

    Ääh…bin bissi perplex jetzt 😉

    ICH seh auf DIESER Seite KEINEN Kommentar oder sonstwas von ThomRam….

    Hat doch Luckyhans geschrieben ….

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  9. […] Es geht um die Vorgänge, die mich betreffen. […]

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