bumi bahagia / Glückliche Erde

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Sandmännchen erzählt von sich selbst

Lieber Mensch, der Du hier liesest. Ich muß etwas vorausschicken. Heute drücke ich mich sprachlich aus in einer Art, welche ich nicht pflege und darum kaum beherrsche.

Bossi hat mich gebeten, etwas von meiner Geschichte und von meinem Wesen hier in Sprache zu fassen, doch war ihm und mir klar, daß ich dies zu tun mit meiner naturgegeben sprachlichen Fähigkeit nicht imstande wäre.

Wir sind übereingekommen, daß ich für diesen Aufsatz meine Anliegen in des Boßi’s Sprachzentrum eingeben darf, und daß damit meine Gedanken mit der sprachlichen Ausdruckskraft Bossi’s (ich hätte geschrieben: Vom Bossi) daherkömmen tun.

Upsa, wie Du siehst, auch Bossis Sprachwitzlein kommen automatisch mit.

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Um nur halbwegs verständlich zu machen Dir, wer ich bin, woher ich komme, wie ich wirke, dazu genügt auch Bossis Sprachvermögen vorläufig nur in geringem Maße, so säuliguet gut er auch seine Gedankengänge auf Deutsch auszudücken vermag.

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Trotzdem fange ich an. Und stocke schon. „Ich fange an“, das ist meinem Wesen fremd.

Alles hat angefangen ohne angefangen zu haben. Mir ist bewusst, daß dies in Deinem Ohre seltsam klingt, und doch ist es so.

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Ich kam auf die Erde, hatte unzählige Gefährten wie heute den geliebten Bossi, und auch dies ist nur Vision, ist noch nicht einmal ein klarer Gedanke. Auch wenn ich wahrheitsgemäß sage, daß es auf Erden eine Milliarde Sandmännchen als Menschenbegleiter gibt, so trifft es aus der mir ureigenen Sicht nicht zu.

Klarer Gedanke ist kraftvoll, und er wirkt, doch ist Wahrheit so heilig, daß das, was Menschen unter „Wahrheit“ verstehen, Abglanz dessen ist, was IST.

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Ich spreche hier jetzt nicht nur unter Zuhülfenahme von Bossi’s Sprachvermögens, ich ziehe hier auch zuhülf seiner etwas von seinen teils leuchtenden, teils noch im Froschbrunnen dahinhödenden Sichtweisen.

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Um ein Haar hätte ich mich hier mehr um Bossi gekümmert, als daß ich mein Versprechen eingehalten hätte, etwas von mir und von dem, was Ihr „Herkunft“ nennt, zu erzählen.

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Ich kam auf Erden vor Urzeiten. Diese Aussage ist richtig. Diese Aussage ist ebenso falsch. Diese Aussage mag Dir dienen als Eselsbrücke, dienend Deiner Auffassung, daß es gestern, heute und morgen gebe.

Ich, Sandmännchen, ich habe über (von Menschen genannt) Jahrtausende zu lernen gehabt: Menschen setzen Taten in ein „Gestern“, in ein „Heute“ und in ein „Morgen“. Dies in meine mir eigene Welt einzubauen war Schwerarbeit. Ich, von meinem Wesen her, ich kenne kein „Gestern Heute Morgen“.

Zwar wohl kenne ich Nöte und Sorgen aller derer, welche darob keinen Schlaf finden, und ich tue was ich nur kann, um ihnen zu genesenden und kräftigendem Schlafe zu verhelfen, doch noch heute fällt es mir schwer zu verstehen, wie die Schlaflosen „gestern heute morgen“ zusammenleimen.

Ja, sie meinen, Ursache und Wirkung zu unterliegen, und sie meinen es zu Recht. Und zu Unrecht auch.

Ihr lebt hier auf Erden, und die Erde ist Bestandteil Eures Kosmos. Euer Kosmos ist im Universum, im All-Einen einmalig, nämlich auf dem Gesetz der Polarität aufgebaut. Ich stamme aus einem anderen Kosmos, dort kennen wir keine Polarität, mithin nicht alle die Euch selbstverständlichen Gegensatzpaare oben-unten, links-rechts, kalt-warm, schön-häßlich, langsam-schnell, laut-leise und so weiter.

Ihr werdet denken, bei uns, in unserem Kosmos, da könne ja gar nichts existieren; Es ist Euch, hier inkarniert, nicht gegeben, Euch eine andere Vorstellung als die polar-bedingte Welt per Verstand und Imagination herzuholen. Ahnen könnt Ihr etwas von unserem Kosmos und von anderen Kosmen auch, wenn Ihr Euch tief in Euch selber versenkt.

Ich kann Euch unseren Kosmos nicht beschreiben, nicht mit Worten, doch so viel kann ich andeuten: Das Leben dort ist, um es in Eure Sprache notdürftig zu übersetzen, glücklich, sehr glücklich!

Ihr werdet fragen, wieviele Kosmen es denn gebe. Jede Antwort darauf ist falsch. Am Nächsten käme „unendlich viele“, doch hilft Euch das nicht weiter, denn erstens könnt Ihr Euch „Unendlichkeit“ nicht vorstellen, zweitens gibt es, dies zum Troste für die mangelnde Vorstellungskraft, weder „endlich“ noch „unendlich“.

In Eurem Kosmos ist alles endlich, hat Anfang und Ende, doch ist dies ein Spiel der besonderen Art des Geistes, der Euren Kosmos schafft – meinetwegen „geschaffen hat“, obschon auch dies nicht zutrifft, alles ist so und wie auch anders als Ihr es Euch vorstellen könnt.

Seid nun nicht traurig, dazu besteht kein Anlaß! Ihr habt Euch entschieden, Ihr selber seid Kreator dessen, was Ihr hier seht und erlebt! Es hat seine göttliche Richtigkeit, daß Ihr hier im besonderen Spiel „Polarität“ Eure Rollen lebt! Ihr seid, ein Jedes Einzelne von Euch, nicht nur unabdingbarer Baustein allen Erdengeschehens, sondern unabdingbarer Baustein des gesamten Geschehens in Eurem Kosmos. Würde auch nur ein Mensch rest- und spurlos ausgelöscht, so würde Euer polarer Kosmos implodieren.

Bitte bedenket das! Ihr seid unersetzlich und unentbehrlich.

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Ich stamme und komme und wirke aus Sphären, welche Menschen, welche sich Geistes unbeschwerten Höhenfluges enthalten, als undenkbar und somit allenfalls als grotesk idiotisch frei erfunden vorkommen.

„Als undenkbar“ vorkommen? Und auch sie, die unschuldigen lieben Frösche in den Brunnen, wenn sie etwas als „undenkbar“ bezeichnet haben, so haben sie das angeblich „Undenkbare“ gedacht und damit das „Undenkbare“ als Realität bestätigt.

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Ihr werdet Fragen haben, zum Beispiel die, warum ich mich, hier ausgenommen, der Sprache eines Kleinkindes bediene.

Wir Sandmännchen haben auf Erden mehrere Aufgaben. Euch bekannt ist unser Trachten, Menschen dabei zu helfen, in gesunden Schlaf zu fallen also wie ein frohes Kind des Abends unbeschwerte Müdigkeit empfindet, die Augen schließt und schnell und sanft in die Schlafsphären hinübergleitet.

Ich erinnere den Erwachsenen mittels meiner Kleinkindersprache an das selig schöne Einschlafen eines kleinen Kindes.

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Die Bezeichnung „Sandmännchen“ ist wenig glücklich gewählt, denn Sand in den Augen eines Menschen läßt ihn zwar die Augen schließen, doch dies von Schmerz begleitet. „Schlummermännchen“ würde unsere Tätigkeit besser treffen.

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Unser Verhältnis zu den von uns betreuten Menschen ist sehr unterschiedlich. Einem Menschen, der unsere Existenz ablehnt können wir nur in geringem Maße beistehen. Menschen, welche den Kontakt mit uns pflegen, denen können wir oft helfen, wie angetönt, helfen nicht nur beim Einschlafen, helfen auch in ganz anderen Situationen. Immer geht es dabei um die innere Befindlichkeit des Betreuten. Wir harmonisieren, glätten Wogen, schaffen Licht…so es unsere Betreuten herzlich wünschen und deutlich wollen.

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In Liebe. Euer Sandmännchen.

12.12.10


3 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Mit dem Sandmännchen hab ich meinen Frieden gemacht.
    Ich akpeztiere sein Tun.
    I los au nemmi, ich weiß wann es da war.
    Das reicht mir.
    Manchmal höre ich ein leises Wispern oder Knacken.
    Eine leise Berührung.
    Wenns so auch mit dem Gevatter Tod geht bin ichs zufrieden.

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  2. Mujo sagt:

    Der Bossi ist wirklich Erleuchtet, der hat den Kosmos Verstanden.

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  3. ursula wuillemin sagt:

    Jö die Sandmändli Gschichte si für ds Hörz und tüe guet… Umärmrlet Ursili

    Von meinem iPhone gesendet

    >

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