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Selbstberauscht in den Abgrund

Gert-Ewen Ungar stellt das Treiben unserer Selbstherrlichkeiten in das scharfe Licht analytischer Klarheit, träfer geht geht kaum.

Und was fangen wir damit an? So lautet meine Frage darauf.

Erkennen ist der erste Schritt. Wer den Wahn- und Irrsinn nicht als solchen sehen kann oder will, bleibt weiterhin Opfer der Furien, läßt sich am Nasenring über die Bühnen ziehen und ist dankbar, wenn ihm Brotkrumen zugeworfen werden. Stalin sagt man nach, er habe vor seinen Schülern ein ausgehungertes Huhn lebendigen Leibes gerupft. Das Huhn muß unsäglich gelitten haben. Dann warf er ihm Futter vor, und gierig, trotz Schmerzen, stürzte sich das Huhn darauf. „Versteht ihr, Jungs, so wird das gemacht, so machen wir das.“

In Zeiten der Krone: Wenn du dich schön schlumpfen läßt, dann darfst du nach Mallorca. Selbstmord für Urlaub.

Wir sehen das Treiben der unseligen „Regierenden“ wohl recht klar. Und was dann?

Feststellung: Es ist heute, wie es ist. Wut und Verachtung sollten wir permanent befrieden, unbedingt! Schon dies eine tägliche Schwerarbeit, zumindest für mich.

Sodann, immer und immer wieder ist für uns angesagt, klare Ziele zu fokussieren und zu visualisieren. Klarer, sprudelnder Bach, reiner, mit den Blättern spielender Wind, reich bewohnte Krume, rauschende Eiche, schäumende Gischt, frohe Gesichter, lächelndes Kind mit klaren Augen.

Tun wir das, so handeln wir in Konkreto in unserem persönlichen Feld entsprechend, und dem haben die Furien nichts, absolut nichts entgegenzusetzen. Sie verdorren, werden letzten Endes hinweggehen oder sich verstecken, hungernd.

Ich vertraue.

Last but not least. Hier auf 3D ist, parallel dazu, mächtiges Aufräumen angesagt. Der Bär macht es vor, in der Ukraine.

Thom Ram, 16.04.10

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Dyonisos – Selbstberauscht in den Abgrund, von Gert-Ewen Ungar

In einem frühen Werk entwirft Friedrich Nietzsche den Gegensatz von Dionysisch und Apollinisch. Zwei widerstreitende Kräfte hätten die antike griechische Kultur bestimmt, so ist Nietzsches zentrale These. Beide sind für sich genommen schöpferisch. Das Apollinische schafft das Helle, Vernünftige und Klare, das Dionysische erschafft das Tragische.

Als Europäer stehen wir in der Tradition des Apollinischen, denken wir. Wir sind der Gegenentwurf zum Slawen, der ein anderes Verhältnis zur Gewalt und zum Tod hat, wie wir erst neulich wieder unterrichtet wurden. Diese Ansicht hat Tradition. Wir halten uns für eine rationale Gesellschaft. Unsere Wurzeln liegen in der Epoche der Aufklärung. Dort entstand die Idee des Bürgertums, der liberalen demokratischen Gesellschaft, die sich die Regeln und Gesetze nach denen sie organisiert ist, selbst gibt. Hell, klar, apollinisch.

Dialektik der Aufklärung

Doch der Weg zur Verwirklichung dieser aufgeklärten Idee von Staat und Gesellschaft trägt in sich sein eigenes Gegenteil. Die Dialektik der Aufklärung führt auch in den dunklen Rausch, den Wahn, ins Manische, in die Zerstörung und den Untergang. Von dieser Dialektik kann der europäische Kontinent gleich mehrere Lieder singen. Die Überheblichkeit mit der wieder auf Russen hinabgeblickt wird, ist Ausdruck dieser rauschhaften Lust am eigenen Untergang. Was heute in deutschen Talkshows wieder sagbar ist, ist Ausdruck von Wahn.
Das Problem am Wahnsinn, ist, dass derjenige, der davon befallen wird, sich nicht als wahnsinnig erlebt. Der Wahnsinnige hält sich für klar im Denken. Lediglich seine Umgebung, das soziale Gefüge bemerkt das Verrückte. Es ist die Sprache, die sich verschiebt. Sie verliert die Anbindung an Welt.

Weiterlesen auf Neuland-Rebellen

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3 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  2. Blue sagt:

    Na, hab‘ ich es nicht beschrieben, es gibt ja auch das kluge Sprichwort „Quem Iupiter vult perdere, dementat prius“:

    https://chironsastrologie.wordpress.com/2022/04/11/jupiter-konjunktion-neptun-in-den-fischen/

    Vorsicht, der Aspekt wirkt noch stark nach.

    Liebe Grüsse, Blue

    Gefällt 1 Person

  3. Wenn man das gesamt Paket dieser Machenschaften objektiv betrachtet und das unumstößliche
    universell gültige Gesetz der Resonanz, (im positiven als auch im negativen Sinne) betrachtet und analysiert
    kann man auch ohne große Vorstellungskraft, Wirtschaft Weisen oder Experten klar erkennen wohin die Reise geht .
    Für Europa endet es auf alle Fälle in einem Mega Desaster mit anschließender Hyperinflation

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