bumi bahagia / Glückliche Erde

Das Dorf / Die Vernetzung

Ich kenne Schlafdörfer. Du auch?

Ich kenne verschiedene Kiez in Berlin. Du auch?

Ich kenne von vielen Städten viele Stadtteile. Du auch?

Mal fragen;

In welchen Schlafdörfern / Kiez / Stadtteilen, die du kennst, fühlt sich ein Kind, ein Mittelalterlicher, ein Alter heiter, wohl und angeregt, wenn sie von A nach B gehen?

Gehen habe ich gesagt, nicht fahren, oder wenn fahren, dann mit Pedale.

Wieviele Plätze fallen dir auf diese Frage ein?

Ich weiss welche. Sie sind briefmarkengross. Die mir einfallen sind alle mit Bäumen bestellt. Bei einigen davon haben Motorfahrzeuge Zutritt, doch ist die Strasse so, dass mehr als 20 nicht ist. Einige haben einen Kaffeestand, einige einen Pizzastand, an einigen treffe ich periodisch Gemüsestände.

Ich kann forsten, wie ich will, ich finde keine grossen Plätze in Agglomerationen, Parks ausgenommen, welche ich einem Menschen rundheraus empfehlen könnte: Geh dort hin, dort kannst du dich ausruhen, kannst plaudern, kannst dich inspirieren lassen.

Ach so, ich muss beifügen natürlich: Ich spreche von der Schweiz und von Deutschland. In Italien ist es schon besser. An einer Piazza Centrale, zum Beispiel in Levanto, da ist es einfach saugut, es hat Menschen vom Säugling bis zum Greis, es wird nicht gesoffen, es wird geplaudert, gespielt, gelacht, und wer was braucht (selten), für den hat es entsprechende Läden in Rufweite. Von Fernost sage ich hier nichts. Dort ist alles ganz anders. Anderes Thema.

***

Ich komme dem Thema näher.

Die Stadt- und Dorfbilder sagen viel über die gesamte Lebensweise aus, sie sind mir äusseres Abbild davon.

Die Lebensweise? Brauch ich dir, lieber irgendwie deutsch sprechender Leser, nicht zu erzählen. Jeder weiss, wovon ich rede. Durchorganisiert und getrennt nach Arbeit, die man tun muss, und Freizeit, die man geniessen muss. Betonung auf muss.

In der Schweiz hat einer vor, etwas zu tun, was nicht „Arbeit“ ist. Was sagt der Andere? Er macht leuchtende Augen und sagt: „Geniesse es!“ Er sagt es betont froh, und imperativ. Als Schweizer muss man sich darauf besinnen: Jetzt tue ich keine Arbeit, jetzt tue ich etwas zum Geniessen, also muss ich geniessen.

Krank, oder?

Du kannst ein Handwerk oder eine geistige Tätigkeit, welche du gerne und gut ausübst, lieber Leser? Klar kannst du sowas. Ist das nun Arbeit oder nicht Arbeit? Du tust es einfach, vielleicht ist es auch sehr notwendig, dass du es tun musst, aber du tust es einfach, du tust es mit Hingabe und damit sind angenehme Gefühle verbunden. Richtig?

Wenn du gerne Komputerprogramme machst, ist es dann Arbeit, wenn du das für einen Auftraggeber tust, und ist es nicht Arbeit, wenn du für dich alleine tust? Du tust es einfach, und zwar gerne? Eben.

Du ziehst gerne Tomaten? Wo ist der Unterschied, ob du das in der Gärtnerei für Lohn oder für dich und die Deinen im Schrebergarten machst? Du tust es einfach, und du tust es gerne.

Ich mache einen Schritt nach vorn.

Es gibt so sehr Vieles, das tut man besser in Gemeinschaft. Tomaten ziehen, das lässt sich teilen. Den Balkon neu zementieren, das ist zu zweit oder zu dritt sehr viel rationeller und vor allem lustiger. Umziehen. Alleine fürchterlich, vier Familien zusammen mit ha und ho und holla verbunden. Ein neues Haus planen? Dein Onkel hat immer so gute Ideen, dein Sohn hat immer treffliche Einwände, deine Frau so viel Sinn für Details. Zusammen ist es schlicht besser.

Ich tue einen Schritt weiter.

Dich stört tiefgreifend, dass du und einige Bekannte genötigt sind, ihre kleinen Kinder in die Kita zu schicken? Ueberlege bitte mal. Könnte es sein, dass diese deine Bekannten sich komplett neu organisieren könnten?

Da ist eine – heute die Bankräume putzende – Mutter die geborene Kinderfreundin? Vielleicht möchte sie 5 Tage die Woche alle fünf oder sieben Kinder hüten? Abwechselnd in drei geeigneten Haushalten, mit viel Spiel draussen im Garten des Bekannten Numero zwei? Ihr könntet diese Mutter, deren Mann und zwei Kinder entlöhnen? Mit Einladung zum Essen an den Wochenenden? Mit einem Zustupf in die Haushaltskasse? Mit einer Massage Samstag morgens früh? Mit gratis Mathe Nachhilfe für die ältere Tochter?

Ich tue einen Schritt weiter.

Dich stört noch viel mehr, dass du und deine „Dorf“genossen null nichts zu bestimmen haben? Und zusätzlich stört dich, dass in deinem Dorf ausser der sieben Verkehrsampeln nichts läuft? Du möchtest Kindergarten und Unterstufe wieder im eigenen Dorf? Du möchtest einen Dorfladen? Du möchtest Dorffeste? Du möchtest eine Reparaturwerkstätte für Fahrrad und Rasenmäher? Du möchtest, dass deine Kinder wieder mal eine singende Sense und eine furzende Kuh hören? Du möchtest im Grunde, dass sich wieder Berührungspunkte mit deinen „Dorf“bewohnern ergeben, bedingt ganz einfach durch unsere menschlichen Bedürfnisse?

Das alles ist zu verwirklichen. Nicht von heute auf morgen. In zuerst kleinsten, dann kleinen, dann grösseren Schritten jedoch schon. Wer nicht damit anfängt, wird es nicht erreichen. Wer heute damit anfängt, ist sehr gut beraten, denn:

Ich prognostiziere kurzfristig eintretende Zeiten, da man sich überlegen müssen wird, wie nachts die Lampe zu betreiben und wie den Käse auf’s Brot zu ergattern. Wer sich in Frieden vorsieht, hat Reserve in der Not, und mit Reserve meine ich jetzt nicht Waren, sondern ich meine Beziehungen, welche zuverlässig funktionieren.

Du kannst vom Bauern, bei dem du im Beemwee immer vorbeigeblocht bist, nicht erwarten, dass er dir Kartoffel schenkt, wenn der Euro futsch ist und du ausser guter Worte nichts anzubieten hast.

Gründest du jetzt eine Gemeinschaft, da jeder gibt, und da der Bauer mit einbezogen ist, dann wirst du keine Not haben, der Bauer wird lachen und dir auf die Schulter hauen, denn du hast ihm schon 17 mal den Komputer gerichtet und 13 Programme erklärt. Jetzt laufen Komputer und Programme zwar nicht mehr, aber ihr habt eine Vertrauensbasis.

Mal ne Frage.

Braucht der Friseur einen Laden mit 3000 Euro Monatsmiete? Natürlich nicht. Die Haare kann man trefflich im Flur oder in der Garage oder in der Küche schneiden.

Braucht der Allerweltsmechaniker eine Werkstatt mit Klimaanlage und 200m2 Grundfläche? Natürlich nicht. Eine Doppelgarage genügt, wenn’s nicht eisesklirrt auch ein Schuppen im leerstehenden Bauerngehöft.

Braucht der Steuerberater ein Büro mit 3456 Euro Monatsmiete? Natürlich nicht. Sone Zeugs kann man auf dem Stubentisch ausfüllen.

Als ich Jiunglehrer war, da sparte ich, weil ich guter Schweizer bin. Jeden Monat ging ich zum Papa des Posthalters. Der besass die Lizenz, für die Raiffeisen zu arbeiten, er besass eine Stube mit einer Schreibmaschine und einem bequemen ausgeleierten Sessel. Ich latschte mich in den Sessel, gab die 30 Franken, die ich auf der Seite haben wollte, er zog an seinem Schtumppe (Zigarre), es stank herrlich, die Schreibmaschine tickelte und tappelte, wir lachten über den dicken Bäcker, der ein Zündholz in mein Brot gebacken hatte, wir besprachen den Nutzen von Kuh – oder Schafsmist, es war immer urgemütlich. Was ich mich heute in Banken langweile. 

Dieses Beispiel ist gar nicht so schlecht. Es ist zwar nur beschränkt Beispiel für Vernetzung, aber es ist ein Beispiel, welches zeigt, wie wenig es in Wirklichkeit braucht, um Tätigkeiten auszuüben. Heute kann man in einem Käseladen keinen Käse kaufen, wenn der Strom ausfällt, denn dann fällt der Kassenkomputer aus. Käse da. Kunden da. Verkäufer da. Käse nix handeln können. Komplett verrückt. In einem so grossen teuren Laden, hollaho LoL.

Zurück zur Vernetzung. 

Vernetzung ist das Zauberwort.

Gründe eine Kindertheatergruppe. Du wirst erfreulich erstaunliche Eltern kennenlernen.

Gründe einen regelmässigen Samstag- Kinder- Mut- Probe- Anlass. Du wirst erleben, dass dein Nachbar mal Karate konnte und sich einbringen will.

Gründe einen Schreibverein. Zu viert verfasst ihr wöchentlich einen Leserbrief, den ihr an alle Blätter schickt. Ihr werdet Zentrum künftiger Organisiererei sein.

Gründe eine Fahrgemeinschaft für Beruf, Schule, Gemüsekauf, Wochenendeinkauf.

Gründe eine Thinktank Gruppe mit genau umrissenen Themen. Nehmt bestimmte gute Leute als Adressaten ins Visier. Friedlich gemeint.

Gründe eine Dorfblasmusik.

In unserer Sarmenstorfer Zeit, da wiederbelebten meine Frau und ich in Zusammenarbeit mit einigen rührigen Behördemännern die Fastnacht. Die war verloren gegangen, einzig hauten die Jungs Schweineblasen den Mädels über die Köppe, das war alles. In unserer ersten Fanstnachtblasmusik war ein Horn, schrill dilattantisch, eine grosse Pauke, viel Rasselrassel, und ich spielte mit einem Suppenlöffel auf einem Blechteller. Die Sache griff um sich. Drei Jahre später war die Fasntachtsformation formidabel gut. 

Gib einem Allroundmechaniker deine Garage, da kann er mechanische Reparaturen machen. Dein Golf erfriert draussen nicht, scheints gehe das auch in Moskau ganz gut. Für PWs kann er ja Oelwechsel anbieten. Deine Garage wird ein Baustein für dein Dorf.

Lade den pensionierten Bäcker ein, bei dir allwöchentlich sein Spezialbrot zu backen. Deine Wohnung wird zum Bienenhaus, ihr werdet einen Holzofen brauchen, innert Monatsfrist, gut, dass der Nachbar mitmacht und seinen Gartenschuppen zur Verfügung stellt.

Gründe eine Bücher und CD und DVD – Tauschstelle. Man gibt und nimmt gratis.

Und so weiter.

Das sind Anfänge dafür, dass wir wieder Dörfer haben werden. Bis zur eigenen Dorfverwaltung sind viele Schritte vonnöten, keine Frage. Und doch…bereits gibt es Gemeinschaften, welche sich einfach hinstellen und sagen: Mit den Machenschaften der heutigen BRD – Exekutive haben wir nichts gemein. Wir sind freie Menschen. Als Solche erklären wir unser Dorf als Autonom. Wir bestimmen, was hier läuft. Wir stimmen unser Tun mit den Nachbargemeinden ab, ja. Aber wir lassen uns nichts vorschreiben.

Nun, Letzteres ist von mir salopp hingeklackert, ja. Und wir benötigen es. Wir benötigen die Kleinstzellen, welche sich vereinen. Familie / Nachbarn / Dorfviertel / Dorf / Bezirk / Kanton ( Land ) / Staat.

Die Führungsetagen müssen gerüttelt, geschüttelt,  gereinigt, durchlüftet und durchlichtet werden, ja.

Aber das Neue? Das Neue, es gedeiht von unten nach oben, immer, unbedingt.

Es lebe das Dorf, das Lebendige!

thom ram, 07.01.2016

.

.

 


14 Kommentare

  1. pieter sagt:

    Wunderbare Gedanken Thom, so sollte es sein.
    Wenn ich mir da meine Heimatstadt mit etwas 13000 Leuten ansehe kann man schon traurig werden.
    Fast alle, groß und klein, zu dumb zu taub zu satt zu fett zu blind und zu versteift um auch nur mit einem Finger wackeln zu können geschweige eine Hand zu rühren.
    Alles wird zwar zur Kenntnis genommen, allenfalls reicht es noch für ein kopfschüttelndes “ ja, ja, unsere Politiker“, aber geschehen, etwas unternehmen, keiner macht es..
    Kopf gesenkt, um ja keinen Anderen ansehen zu müssen, wird weiter gewurschtelt um nur ja kein Risiko eingehen, man könnte ja als Systemgegner gelten.
    Traurig das.

    Liken

  2. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Liken

  3. Angela sagt:

    Toll geschrieben, ThomRam, da bekommt man gleich Lust, mitzumachen…

    Bei uns im Vorharz gibt´s das alles noch! Dörfer, deren Einwohner zusammenhalten, sich treffen, feiern, ( vor allem feiern, haha ) sich gegenseitig helfen…. Wundervoll!

    ABER – so ideal wie sich das auch anhört, ganz besonders für Krisenzeiten, – das Leben in diesen Dörfern kann auch ziemlich einengend sein, – vor allem für Individualisten, die kaum respektiert werden und , -wenn sie nicht mitmachen, evtl. für hochnäsig gehalten werden.

    Doch im Grunde hast Du schon recht, hört sich alles prima an, was du anregst. Aber wie dichtete Bert Brecht: „Doch die Verhältnisse, die sind nicht so….. 😀

    Liebe Grüße von Angela

    Liken

  4. thomram sagt:

    @ Angela

    Ich weiss, wovon du sprichst. Als 21 jähriger Papa hatte ich grosse Hemmungen

    A) sonntags im Garten Wäsche zum Trocknen aufzuhängen. „Der Mann hat keine Religion.“
    B) zu joggen. Joggen war so gut wie Todesurteil. „Hat der Lehrer nichts Gescheiteres zu tun.“
    LoL. Wahr!

    Ach weisst du, enge Geister, sie werden die Erde verlassen. Das ist nicht böse, nicht zynisch, ich sehe das als natürlichen Vorgang, der kommt, als Vorgang, mit dem alle Seelen einverstanden sind.

    Liken

  5. Ludwig der Träumer sagt:

    Oma nur kurz im Altersheim verstarb an Gram
    weil genommen im Dorf ihr das geliebte Altenteil
    von ihren Kindern, die kannten da keine Scham
    Die lieber suchten in der Stadt ihr Glück und Heil

    Tante Emma, Bäcker, Metzger, Schmied aufgegeben
    nun in Lohn und Brot bei REWE, Aldi und der Bank
    lassen sich freiwillig versklaven, wozu noch aufregen?
    Die noch hier mauern sich ein und leben nur noch in Zank

    Freiwillige Feuerwehr, redliche Nachbarn, Kinder, die Alten
    suchst du vergebens im Dorf, ist’s in der Stadt schöner?
    Vermutlich ja, sonst hätten sie doch sicher alles gehalten
    Bequemer mit SUV, fremden Chef und Fast Food vom Döner

    Verkauften Acker, Haus und Hof auf der grünen Wiese
    malochen bei Daimler, Finanzamt und Heuschrecken,
    haben Ordnung im Leben, genießen eben auf ihre Art diese
    Bequemes Leben, weil die lieben Banken das Geld vorstrecken

    Neubaugebiete auf’m Acker weil abgerissen die alte Heimat
    das alte Dorf hat ein neues Gesicht, weil Gartenzäune hier und dort
    auf 100 Quadratmeter mit Tomatenecke, SUV-Parkplatz derjenige hat
    sucht verirrt mit Gewalt zurück was alles auf dem Dorf einst verdorrt

    Des neuen Dorfes Gesicht ist Penny, Aldi, SUV und Gartenzäune
    der Sternenhimmel auf dem Dorfplatz glänzt jetzt im Fernsehen
    Abschottung, Mißgunst, Neid – das sind des Dorfes neue Räume
    Dabei alle das alte Leben auf dem Dorf so gerne herbeisehnen

    Was ist’s, was das Dorf einst hat so schrecklich kaputtgemacht?
    Mit ihr die Familie, der Zusammenhalt, die Liebe zur Natur
    Weiß keine Antwort, ist es wirklich nur eine fremde Macht?
    Kann mir nicht vorstellen, daß nur Fremde daran schuld nur

    Nochn Gedicht. Das mir nahe geht:

    http://www.magistrix.de/lyrics/Hans%20Hartz/Die-Wei-en-Tauben-Sind-M-de-61931.html

    Laßt‘ s Euch gutgehen. Ich denke, daß das Dorf wiederbelebt wird und dieses Lied bald Vergangenheit sein wird. Die eingefleischten Städter mögen ihr eigenes Bewußtsein entwickeln, seien sie auch noch so grün und vegan. Mit Wohlfühlkonto und Solardach kommen die ganz schnell zu uns und wollen ihre grüne Ideologie gegen ein Brot eintauschen. Diese Gutmenschen habe ich gefressen.

    Der letzte Akt der Dunkelmächte ist eingeleitet, die mindestens teilweise in uns selbst angesiedelt sind. Also los ins Dorf gehen, Ideen einbringen, weg von der Glotze. Wir haben nur fünf % unseres Landes besiedelt. Gut, unwirsche Berge und Straßen abziehen. Bleibt immer noch genügend Freiraum um sich neu zu orientieren. Zuerst gilt es aber die toten Dörfer wiederzubeleben. Und – damit der schöne ‚Nebeneffekt‘ ´, den Zusammenhalt, die Familie neu zu entdecken.

    Noch was zum Nachdenken:

    Liken

  6. Texmex sagt:

    Als ich noch in der Schweiz in kleinen Doerfern (2 in GR) lebte, war es annaehernd so fuer mich, den Fremden, den Zugezogenen. Es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich akzeptiert war. Es hat Einiges an Vorleistung und Fronarbeit gekostet. Jetzt, wo wir auf unserem eigenen Rancho am andren Ende der Welt wohnen, ist es aehnlich. Man hat immer Vernetzung.
    Dem baldigen Zusammenbruch des Weltfinanzbeschisses sehen wir gelassen entgegen. Wir moechten mit niemanden in einer grossen oder kleinen Stadt tauschen.
    Zumal es hier auf dem Land vom Staat gefoerderte bewaffnete Wehren gibt.

    Liken

  7. thomram sagt:

    @ Texmex

    Ja.

    Hier in Bali hat jedes Dorf drei handvoll Männer, die stehen nachts um viere auf der Matte, wenn einer im Dorf sich nach gängiger Moral arg vergangen hat. Er hat nichts Lustiges zu erwarten.

    Balinesen klauen nicht. Diebe sind in 99% der Fälle von Nachbarinseln hergezogene Nicht – Hindus. Klaut einer und der Besitzer ruft um Hilfe, dann kommen sämtliche Nachbarn wie der Blitz und vermöbeln den Dieb. Es komme vor, dass er das Zeitliche segne.

    In welcher Ecke hockst du?

    Liken

  8. pieter sagt:

    @Texmex ( aus der alten Zeichentrick Serie entnommen ?)
    Es ist schön, dass es eine Regierung gibt die ihren Bürgern hilft.
    Hier ist es umgekehrt, schön langsam wird der Bürger dazu gezwungen „seine“ Regierung zu bekämpfen und sich zu wehren, sonst geht er unter.

    Liken

  9. Texmex sagt:

    Mein Nick gibt Dir einen Hinweis! Es ist nicht Texas.

    Liken

  10. thomram sagt:

    @ Texmex

    Ich war vor 20 Jahren einige Wochen in Guatemala. Auf der Fahrt nach Mehiko Siti hatte ich die fürchterlichsten Bauchkrämpfe und Fieber wie die Hölle. Meine Erinnerung an Mehiko City ist nur: Die Apotheke, haha.
    Auf dem Lande dort waren wir nur kurz. Die Guatemalteken waren im Vergleich bunter in ihren handwerklichen Erzeugnissen.

    blabla, ich denke laut.

    Ich wünsche dir und den deinen sitzhaften Sess, äh sesshaften Sitz und feine Connections!

    Na ja, könnte auch Texas sein.

    Fiesling, so raten zu lassen.
    Aber ich kann es verstehen.

    Liken

  11. pieter sagt:

    Texmex, habs kapiert 🙂

    Liken

  12. gabrielbali sagt:

    @ Thom

    „Gründe eine Dorfblasmusik.“

    Ein guter Tipp, Thom. Diesen Tipp haben wir auch schon laengst in die Tat umgesetzt, aber, und jetzt kommt’s und gleich knueppeldick – wir haben bis heute noch keinen einzigen brauchbaren Ton aus den diversen Instrumenten „rausgebracht“, die wir da emsig bearbeiten, zumindest keinen einzigen Ton, den man ernstlich als Musik bezeichnen koennte…

    Deshalb meine Frage an den professionellen Organisten:

    Sollen wir trotzdem weiterwursteln?

    Zusatzfrage: Mit/auf welchen mysterioesen Organen spielt ein „ORGANist“?
    Was habe ich mir bei dieser Frage schon den Kopf zerbrochen…

    😉 😉 😉

    Liken

  13. thomram sagt:

    @ Gabriel

    Organist wird dreierlei interpretiert.

    Es kommt einerseits von Ooohhh rrrrggggg aaaaa, Nun Ist STunden üben immer noch für die Katz.

    Sodann von organisches Treiben.

    Als auch von oh ganzer Mist.

    Es hilft nur eines, üben üben üben. Irgendwann quiikt die Tröte.

    Nachtrag. Für mich längst erledigt, darum fiel es mir nicht gleich ein:

    Die Behauptung, wonach Organisten organisierter onanieren, ist längst mittels grosser Versuchsgruppen widerlegt. Sie stammt von Flötisten, Klarinettisten und Oboisten, welche uneingestandenermassen neidisch auf die grossen Basspfeifen der Orgel schielen. Man kann das verstehen. Der offene 32 Fuss in einer Kathedrale misst etwa 9 Meter, ist also also fast so lang wie ein 10 Meter Sprungturm hoch. Die tiefsten Töne des 32Fusses, in der Region von 20Hertz, die hört man kaum noch per Ohr, nimmt man aber in der Bauchgrube als Schwingung wahr. Vor allem das ist es, was die Kleinbläser zu Verleumdungen organistischer Tätikgeiten verleitet.

    Liken

  14. Ludwig der Träumer sagt:

    @ gabrielbali, Das mysteriöse Organ wird eins mit dem Organisten, schwingt sich auf seine Ebene ein durch Resonanz. Hab mich des öfteren gefragt, warum ich das nicht schaffe. Ist es eine Frage des Talentes oder nur Faulheit in der Übung? Mir scheint es eine Blockade zu geben zwischen Ohr und der Motorik – der Fingerfertigkeit beim Spielen eines Instrumentes oder wie beim Singen zwischen dem Ohr und dem Atemmuskel und Stimmband. Den richtigen Rhythmus beim Tanzen zu finden, den Körper mitschwingen lassen, scheint mir ähnlich blockiert. Ich tanze wie eine Kuh auf dem Glatteis. Die Tanzlehrerin bekam einen Herzanfall als ich mich das zweite Mal zum Grundkurs anmeldete.

    Woher kommt eine solche Blockade? Ich kenne niemanden, der nicht gerne Mozart oder von mir aus Jimmy Hendrix aus sich herausholen würde – oder bescheidener, wenigstens ein einfaches Musikinstrument wie Trommel spielen.

    Manche ‚Talente‘ haben da weniger Probleme, einfach die Stimme etwas erhöhen und schon wird es ein Hit mit Millionen € Umsätzen. Die Politiker erhöhen dazu auch ihre Stimme. Sind eins mit den Heulbojen. Unverschämtes Selbstdarstellen wie uns H. Fischer vormacht, stellvertretend für die gesamte Musikbranche. Ist denn heute nur noch Plärre gefragt, so scheint es, wenn ich das Radio einschalte. Alles gleichgeschaltete Idioten, die nur eines können, ihre eigene Spezies verraten.

    Woher kommt also meine Blockade? Habe ich mich im Kapitalismus verirrt, im dumpfbackenem Konsumieren? Eine Antwort wäre möglich: Das geistige Erbe ist es. Die Eltern waren es – die Schule und Erziehung. Zu einfach? Eine mögliche Erklärung. Schule eben. Wie sollen wir da noch herauskommen, wenn wir diesen Zirkelbezug nicht brechen? Sich selbst mit dem Schopf aus dem Sumpf ziehen? Wer hilft mir dabei?

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: