bumi bahagia / Glückliche Erde

Unsere Wirklichkeit besteht aus einer ungeheuren Vielzahl von miteinander verbundenen, voneinander abhängigen und aufeinander einwirkenden Vorgängen – von den „kleinsten“ wahrscheinlichkeitsbasierten Elementarvorgängen bis hin zu kosmischen Dimensionen.

Wir können mit unseren Sinnen, bedingt durch deren Aufbau und Wirkungsweise, nur einen sehr kleinen Teil dieser Vorgänge wahrnehmen.

Durch Versuche und Tests können wir die Vorgänge versuchen, systematisch zu erfassen – so entsteht Wissen, das aber zu jeder Zeit nur einen Teil des jeweiligen Gesamtprozesses abbilden kann.
Dabei ist sauber zu trennen zwischen Erscheinungen und deren Wahrnehmung einerseits, und deren Interpretation und theoretischer Auslegung andererseits.

Jedes Denksystem, das den Anspruch erhebt, Wissen zu schaffen, d.h. wissen-schaft-lich zu sein, muß zuerst einmal
+ folgerichtig,
+ in sich widerspruchsfrei (vielleicht bis auf eine einzige Ausnahme) und
+ unabhängig vom Standpunkt des Beobachters sein.

Beispiele:
– folgerichtig: wenn ich ein System wie das Sonnensystem betrachte, so ist davon auszugehen, daß – falls ich es als ein Mehrkörpersystem auffassen will – alle Körper ähnlich aufgebaut sein müssen, d.h. wenn ein Planet eine kugelähnliche Form besitzt, so muß dies auch für andere Planeten gelten;
– in sich widerspruchsfrei: falls sich bei folgerichtigem Vorgehen ein zweiter Widerspruch (neben der zulässigen einen Ausnahme) ergibt, ist das ganze Denksystem neu aufzusetzen;
– unabhängig vom Standpunkt des Beobachters: alle Gesetzmäßigkeiten müssen gültig bleiben und auf den jeweiligen Standpunkt eines anderen Beobachters umrechenbar sein.

Was die einzige zulässige Ausnahme betrifft, so ist dies möglicherweise eine notwendige Bedingung für Weiterentwicklung.

Sodann sollen die Ergebnisse unter annähernd gleichen Bedingungen nachvollziehbar sein, während gleichzeitig davon auszugehen ist, daß bei unterschiedlichen Verhältnissen auch verschiedene Ergebnisse erzielt werden.

Beispiele:
Wenn ein Meßergebnis auf dem Planeten Erde an einem Ort auf Meeresspiegelhöhe bei definierten Umgebungsbedingungen erzielt wurde, so sollte ein gleiches Meßergebnis auch an einem anderen Ort auf Meeresspiegelhöhe unter fast gleichen Umständen mit demselbem Meßaufbau erzielbar sein – es sein denn, daß es inzwischen zu merklichen Veränderungen in den planetenumfassenden Bedingungen gegeben hat.
Ebenso ist davon auszugehen, daß bei Änderung von einem oder mehreren Umgebungs-Parametern ein anderes Meßergebnis zu erwarten ist.

Da sind wir aber schon an den Grenzen der Erkennbarkeit angelangt.

Wer vermag denn sicher festzustellen, welche Umgebungs-Parameter auf den jeweiligen Versuch oder die Messung einen Einfluß haben? Und welche nicht? Und wie diese eventuell zusammenhängen? usw.

Denn nach der gängigen Lehrmeinung leben wir auf der Oberfläche eines kugelähnlichen rotierenden Planeten, der gleichzeitig von einem Mond umkreist wird, sich gleichzeitig zusammen mit 10 (oder mehr?) anderen Planeten um die Sonne rotiert und mit dieser gemeinsam eine Reihe von Bewegungen (je nach Bezugssystem) im Raum ausführt – wobei neben diesen „internen“ Wechselwirkungen zusätzlich ständig wechselnde Feld- und Schwingungseinflüsse aus dem Raum wirksam sein können.

Wenn das wirklich so wäre:
Wer will bei dieser Vielzahl von sich ständig verändernden Einflüssen, die allein aus dieser (angenommenen?) Konstellation resultieren, gültig entscheiden wollen, welche (uns vielleicht noch nicht bekannten?) Einflüsse für den jeweiligen Versuch oder die jeweilige Messung von Wirksamkeit/Bedeutung sind oder nicht?
Und ob bei einem ähnlich aufgebauten Versuch an anderer Stelle die einwirkenden Bedingungen zumindest hinreichend genau ähnlich sind oder nicht?

Wieviele genau gleiche Versuche mit derselben Meßanordnung sind denn an verschiedenen Orten (und natürlich zu verschiedenen Zeiten) gemacht worden?
Oder mit einer möglichst aus exakt gleichen Komponenten aufgebauten Versuchsanordnung gleichzeitig an verschiedenen Orten?

Nun, es ist sogar müßig, darüber nachzudenken, denn es müßten zumindest dieselben Planetenkonstellationen zueinander bei den verschiedenen Messungen herrschen – schon das ist fast ein Ding der Unmöglichkeit – ganz abgesehen von den lokal immer verschiedenen und sich auch ständig überall ändernden Parametern (Erdmagnetfeld), auf die man gar keinen „Einfluß“ hat und die man auch nicht „ausgrenzen“ (mögliche Abschirmung) kann.

Oder man „einigt sich darauf“, daß z.B. die Astrologie (die genau den Einfluß der Planetenkonstellationen betrachtet) keine zu berücksichtigende Wissenschaft wäre (obwohl sie einen statistisch nachweislichen Einfluß auf den Menschen und damit auf jeden Versuchsaufbau und jede Versuchsdurchführung hat).

Ob das wohl der Grund für die Ächtung der Astrologie durch die moderne „Wissenschaft“ ist? Daß es keine genau gleichen Versuchsverhältnisse geben KANN?
Daß damit der „Wissenschaft“ eine der wichtigsten Forderungen – die Nachvollziehbarkeit an anderem Ort und zu anderer Zeit – verloren geht, weil NIE die kosmischen Bedingungen genau gleich sein werden?

Daraus ergibt sich aber zwingend, daß die heutige „Wissenschaft“ nur solche „grobschlächtigen“ Vorgänge erfassen und bearbeiten kann, bei denen tatsächlich der Einfluß der Gestirne und damit der menschliche Faktor vollständig „unwichtig“ sind…

Was das für die vielfältigen feinstofflichen Vorgänge bedeutet, sollte klar sein: sie können gar nicht Gegenstand der heutigen „Wissenschaft“ sein – es sei denn, man akzeptiert auch „einmalige“ („nicht nachvollziehbare“) Versuchsergebnisse… 😉
.

Bitte, es geht hier nicht darum, die heutige Wissenschaft zu „beleidigen“ oder „ad absurdum zu führen“, sondern es geht lediglich darum, die Grundannahmen der heutigen Wissenschaft zu hinterfragen und zu diskutieren: inwiefern entsprechen sie noch dem heutigen Erkenntnisstand, und welche davon sind eventuell wie zu „modifizieren“.

Welche Vorschläge gibt es dazu?

1. Wir beginnen die Wissenschaft nochmal von vorn – allerdings als wirklich exakte Wissenschaft.
Damit ist gemeint: wir sortieren wieder ehrlich den wahrgenommenen Vorgang, die Messung, die Interpretation und die Auslegung auseinander – und benennen sie jeweils exakt.
D.h. bei jeglicher wissenschaftlichen Darlegung werden die genauen Umfeldbedingungen (Planet Erde, Ort/Koordinaten/Lage bzgl. Meeresspiegel, Zeit, atmosphärische Verhältnisse usw.) und der exakte Versuchsaufbau (verwendete Materialien und Geräte, Hersteller derselben, vorherige Prüfungen, Eichungen usw.), die eigenen Wahrnehmungen vom Versuchsablauf und die Meßergebnisse einerseits, sowie deren Interpretation, Diskussion, Auslegung, theoretische Erörterung usw. andererseits sauber voneinander getrennt dargestellt.

2. Unbewiesene Postulate, Modelle, Hypothesen, Theorien usw. sind immer und überall deutlich als solche zu kennzeichnen.

3. Etwas Erdachtes als Gesetzmäßigkeit zu bezeichnen ist nicht zugelassen – diese können nur „gefunden“ (aber nicht „erdacht“) werden.

4. Unzulässige Verallgemeinerungen, d.h. die Übertragung von Versuchsergebnisse oder deren Interpretation auf andere Verhältnisse (z.B. außerhalb der Oberfläche des Planeten Erde), sind tunlichst zu unterlassen, solange nicht unter anderen Bedingungen tatsächlich gleiche praktische Ergebnisse erzielt worden sind.

5. Die eine einzige Ausnahme ist nicht mehr das Kill-Kriterium für eine Theorie, sondern erst die zweite gefundene Abweichung.

Nachbemerkung
Bevor nun also wieder über meine angebliche „Wissenschaftsfeindlichkeit“ hergezogen wird: wie wäre es, wenn man sich mal bemüht, die dargelegten Betrachtungen sachlich zu entkräften?

Luckyhans, 6. Januar 2016


4 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. Vollidiot sagt:

    Wissenschaftstheoretisch gibt es Hypothesen.
    Aus begründeten und bestätigten Hypothesen werden Theorien.
    Theorien werden solange beibehalten bis sie mehrfach widerlegt sind.
    Einfach widerlegen sollte nicht reichen, da sollte man die alte Theorie noch behalten.
    Auch Schulen kommmen und gehen.
    Ganz konsquent betrachtet gibt die „Wissenschaft“ ja zu, incl. Popper, daß ihrer Tun eine Fassade hat, hinter der Suchende und Ahnende und natürlich viele Scharlatane und Manipulierer am Wirken sind.
    Wie im wirklichen Leben.

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  3. luckyhans sagt:

    @ Volli:
    … und ich weigere mich, Theorien und Hypothesen als Natur-„Gesetze“ anerkennen zu sollen. 😉

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  4. […] „Verlängerungen“ unserer Sinnesorgane durch jegliche Meßgeräte und Versuchsanordnungen nur eine sehr eingeschränkte Gültigkeit haben […]

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