bumi bahagia / Glückliche Erde

WWW (1) – Werbung

Das WWW steht in diesem Falle für Wirklichkeitsnahe Wirtschafts-Wissenschaft – zwecks besserem Verständnis der nicht immer nachvollziebaren Denkweise der meisten aus-gebildeten Ökonomen soll hier Punkt für Punkt gezeigt werden, daß die heutige sog. “Bürgerliche Ökonomie” in ihren Grundlagen voller Widersprüche steckt, nebst einigen Vorschlägen, wie es vielleicht besser zu machen wäre.
Dabei geht es weniger um eine Kritik des Wirtschaftssystems als solchen, sondern vor allem um eine kritische Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Erfassung und Darstellung desselben.
Gelernte “Wirtschaftler” (BWL, Finanzen, VWL) sind eingeladen, die Argumente und Schlußfolgerungen zu prüfen und mit ihrem Lehrwissen in Beziehung zu setzen.
Sie dürfen sich jedoch nicht scheuen, in ernste Konflikte mit ihren bisherigen angelernten Überzeugungen zu kommen, denn für die Folgen solcher Konflikte können wir keine Haftung übernehmen. 😉

Euer Lucky

————-

Werbung ist versteckter Betrug. Immer und überall.

Die Werbung tut folgendes: Hervorheben der Vorzüge eines Produktes oder einer Dienstleistung, Verschweigen der Nachteile des Produktes oder der Dienstleistung, Vergleichen der Eigenschaften nur selektiv, wo es für das Produkt/DL vorteilhaft ist.

Damit wird der potentielle Kunde angelockt, ein Produkt zu kaufen oder eine Leistung anzunehmen, deren Eigenschaften ihm nur einseitig bekannt sind.

Es wird also nicht informiert, sondern manipuliert.

Dieser versteckte Betrug wird zur Zeit in voller Höhe als Kosten anerkannt.

Der Kunde, der die Produkte kauft, hat keine Ahnung, wieviel vom Preis, den er bezahlt, für die Werbung ausgegeben wurde. Auch das ist Manipulation.

Und:
Werbebudgets sind eine wesentliche Einnahmequelle vieler Medien.
Folglich haben diejenigen, welche die Werbebudgets „bereitstellen“ (Werbung „schalten“), einen entsprechend großen Einfluß auf die „sonstigen“ Inhalte des jeweiligen Mediums.

Dies geht von der stillschweigenden Selbstzensur bis hin zur offenen Einflußnahme und telefonischen Erpressung.

Mit anderen Worten: der Betrüger legt auch noch die sonstigen Medieninhalte fest.

.

Vorschlag – was ist zu tun?

Welches war der Grundgedanke der Werbung?

Die Information der potentiellen Kundschaft über neue Produkte und deren Eigenschaften.

Was soll uns hindern, eine wirklich unabhängige Verbraucher-Information zu organisieren?

Eine neue „Stiftung Warentest“ – viel breiter aufgestellt, viel umfassender organisiert und von allen Firmen mit einem verpflichtenden Obulus, zum Beispiel 1% vom Umsatz als „Testbeitrag“, der auch in die Kosten eingeht, finanziert.
Mit eigenen Labors und dort mit gut ausgebildeten erfahrenen Fachleuten, die ohne Beeinflussung durch die Hersteller Waren und Dienstleistungen „einkaufen“, prüfen, erproben und unvoreingenommen darüber Bericht erstatten – kostenlos abrufbar für jeden im Zwischennetz.
Aus den Netz-Abfragen wird automatisch das jährliche Prüfprogramm generiert.

Zusätzlich darf jede Firma und jeder Selbständige weitere bis zu 5% seines Umsatzes (Großunternehmen ab 300 Beschäftigte im Firmenverbund maximal 2%) für die allgemeine Selbstdarstellung seiner Leistungsfähigkeiten (keine Produktwerbung!) als Kosten verbuchen.

Weitere Zuwendungen jeglicher Art an die Stiftung sind nicht zulässig. Ebenso ist weitere Produktwerbung nicht gestattet.

Das wird von unabhängigen Verbraucherschutzanwälten kontrolliert und ggf. per Klage durchgesetzt.
Ein Minimum an solchen Anwaltsbüros wird in Form einer weiteren Stiftung/Fond durch einen festzulegenden Anteil vom Testbeitrag finanziert – falls mehr erforderlich, dann per Eigenfinanzierung von ggf. verhängten Strafen.

.

„Ketzerische“ Schlußbemerkung:

Ein Produkt, das heute noch beworben werden muß, ist so schlecht, daß es sich nicht „von allein“ (über die Qualität!) verkauft.

Wer sowas kauft, ist selbst für das dadurch entstehende Unheil verantwortlich – er unterstützt „die falschen“ Produzenten… 😉


19 Kommentare

  1. Diese Vorschläge werden bei den Kapitalisten auf breite Zustimmung treffen!
    Ich sehe die bereits eine Party für solche Vorschläge feiern.

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  2. Ludwig der Träumer sagt:

    …Werbung ist versteckter Betrug. Immer und überall.

    Wo beginnt Werbung? Na? Spätestens bei der Balzerei. Kann mich da noch gut erinnern. Was hatte ich mit meinen Vorzügen geprahlt als mir die erste süße Maus über den Weg lief. Meine Nachteile behielt ich natürlich für mich, sonst wäre die gleich wieder davongelaufen.

    Hier möchte ich die Idee von Lucky aufgreifen und einen unabhängigen Lebensabschnittsgefährten-Verbraucherschutz, eine Art KTÜV (Kuppel-TÜV) ins Leben rufen.

    Nur mit gültiger Plakette darf dann noch gebalzt werden. Diese sollte vornehmlich nicht auf üblicherweise verdeckte Körperteile tätowiert werden – dann kann es zu spät sein, sondern gut sichtbar auf der Stirn.

    Die Kosten dafür sollten in einem Kuppelfonds zusammen mit dem Rundfunkbeitrag eingezogen werden, damit sich niemand davor drücken kann.

    Das schützt die schöne Tochter, die es einmal besser haben soll als die Mutti vor solchen faulen Säcken wie mich.

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  3. “Ketzerische” Schlußbemerkung:

    Ein Produkt, das heute noch beworben werden muß, ist so schlecht, daß es sich nicht “von allein” (über die Qualität!) verkauft.

    Wer sowas kauft, ist selbst für das dadurch entstehende Unheil verantwortlich – er unterstützt “die falschen” Produzenten…

    WWW= 500 +500+500 = 1500 – 00 = 15 wir sind angekommten im Jahr des Teufels

    Wer braucht denn die Werbung? Alle, die uns belügen müssen, damit die Ziele der globalen Elite erfüllt werden.
    Schauen wir nur mit welchem Aufwand CHARLIE beworben wird, mit welchen Einsatz mit welcher Medienpräsenz

    http://www.rep.de/cms_client/objectruler_image.aspx?FileID=d8c150a8-5d77-43c5-ab05-22b111bd2584&ParagraphID=2986908d-780d-4bc8-a89c-9fcf4f832e69&maxwidth=800&maxheight=600&Unit=1&quality=90&bordercolor=13171B&bordersize=0&backgroundcolor=13171B

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  4. WWW= 23+23+23= 69= MAMMON = TEUFEL wenn gilt von A-Z= 1-26 also die selbst Vergötterung des Menschen „ICH bin €$“ dieser Seelenverkäufer

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  5. Vollidiot sagt:

    Werbung, Geld, Politik, Menschen (Tiere nicht, die sind unmittelbar – hier herrscht eine leichte Affinität zu Idioten) sind alle für uns da.
    Weil außer mir und das ist das Problem es noch ein paar Menschen gibt.
    Gäbs nur mich – gäbs kein Problem – keine Werbung, Geld, Politik.
    Nur Tiere, Katzen zum schnurren, Mäuse zum Knuddeln (meine Verwandtschaft zum dem Typen in „von Menschen und Mäusen“).
    Der Gott der Liebe hat also uns mit Werbung, Geld, Politik und Politikern versorgt.
    Nur wer den Menschen wirklich liebt ist so vorsorglich.
    Und weil er wirklich Liebe ist, hat er das ganz vielen Menschen vermittelt, indem er sie alle hierher auf diesen Planeten hat kommen lassen.
    Schaut her hat er gesagt, ich bin der Gott der Liebe und jeder von euch hat ein Stück von mir
    Und dann meinte er ganz lapidar: macht was draus.
    Und nun schaut er zu – diesem Treiben – mit der Werbung und Geld und Politik – und den Menschen.
    Er schaut schon lange zu und freut sich – es wird jetzt ein ganz klein bizzele besser.
    Also sah er auf seine Schöpfung und sagte swerdschowerrn.

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  6. Cimi sagt:

    Danke Ludwig, für den morgendlichen Lacher, durch deinen obigen Text, herrlich 🙂

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  7. Cimi sagt:

    Noch ein Danke, an dich, Vollidiot. Mir bleibt das Lachen erhalten
    (wenigstens für eben und es gibt ja nur eben, Jetzt).
    Der erste Lacher wurde so zum „Doppeldecker“ 🙂 🙂

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  8. luckyhans sagt:

    @ LdT:
    Warum nicht konsequent sein und gleich eine Prüfung für Heirats- und Familienfähigkeit einrichten, mit entsprechender Zulassung für bestimmte Balzrituale auf eine gewisse Zeit? Je nach Reifegrad und so? Das läßt sich doch hervorragend ausbauen… 😉

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  9. […] haben bereits nachgewiesen, daß Werbung keine nützlichen Informationen für potentielle Kunden beinhaltet, sondern nur sehr […]

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  10. […] war der “modernen” manipulierenden Werbung vorbehalten, dieses scheinbare “Gleichgewicht” (das in Wahrheit nichts anderes als die […]

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  11. […] Werbung hat die erklärte Aufgabe, uns dazu zu verführen, Dinge zu kaufen, die wir eigentlich nicht brauchen – entweder überhaupt nicht (künstlich erzeugte Bedürfnisse), oder in der Menge nicht (der zweite oder dritte Akku-Schrauber im Haushalt). […]

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  12. […] Werbung hat die erklärte Aufgabe, uns dazu zu verführen, Dinge zu kaufen, die wir eigentlich nicht brauchen – entweder überhaupt nicht (künstlich erzeugte Bedürfnisse), oder in der Menge nicht (der zweite oder dritte Akku-Schrauber im Haushalt). […]

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  13. […] des modernen Wirtschaftslebens – dies könnte man auch als Ergänzung oder Bestätigung unserer WWW-Reihe ansehen. Nicht ganz verständlich ist, wie ein so sachkundiger Mensch und Fachmann gewisse Dinge […]

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  14. […] als Machtinstrument, mit sog. “Unwörtern”, als professionelle Propaganda-PR und Lügen-“Werbung” sowie in vielen Kommentaren, wo wir eine klare Sprache als Voraussetzung für klares Denken (und […]

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  15. […] war der “modernen” manipulierenden Werbung vorbehalten, dieses scheinbare “Gleichgewicht” (das in Wahrheit nichts anderes als die […]

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  16. […] daher kommt sie sofort hier als leuchtendes Beispiel an, wie man einen trockenen Text, wie ich ihn zum obigen Thema verfaßt habe, ganz anders bringen kann. Lieben Dank zum zweiten Mal an unseren Ludwig und viel […]

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  17. […] soweit der „gelernte“ Ökonom, pardon, natürlich: der „studierte“ Ökonom. Wer unsere mehrteilige Reihe zur Wirtschafts-Witzenschaft gelesen hat, der hat eine leise Ahnung davon, welchen falschen […]

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  18. […] noch von deren Grundlagen. (dazu gäbe es schon mal einiges zu sagen, aber besser weisen wir auf unsere hiesige Artikelserie hin – und auf unseren Lösungvorschlag – […]

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  19. […] Je weiter weg von Mutter Natur, desto hektischer muß alles „beworben“ werden. Werbung – wir erinnern uns – ist Betrug von Anfang an: hervorheben der Vorzüge, Verschweigen der Nachteile: alles das, was […]

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