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WWW (4) – Der Markt / Arbeitsplätze

Das WWW steht in diesem Falle für Wirklichkeitsnahe Wirtschafts-Wissenschaft – zwecks besserem Verständnis der nicht immer nachvollziebaren Denkweise der meisten aus-gebildeten Ökonomen soll hier Punkt für Punkt gezeigt werden, daß die heutige sog. “Bürgerliche Ökonomie” in ihren Grundlagen voller Widersprüche steckt, nebst einigen Vorschlägen, wie es vielleicht besser zu machen wäre.
Dabei geht es weniger um eine Kritik des Wirtschaftssystems als solchen, sondern vor allem um eine kritische Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Erfassung und Darstellung desselben.
Gelernte “Wirtschaftler” (BWL, Finanzen, VWL) sind eingeladen, die Argumente und Schlußfolgerungen zu prüfen und mit ihrem Lehrwissen in Beziehung zu setzen.
Sie dürfen sich jedoch nicht scheuen, in ernste Konflikte mit ihren bisherigen angelernten Überzeugungen zu kommen, denn für die Folgen solcher Konflikte können wir keine Haftung übernehmen. 😉

Euer Lucky

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Einer der fast schon mystischen Begriffe der bürgerlichen Ökonomie ist „der Markt“ – oder heutzutage auch manchmal „die Märkte„.

Bei letzterem sind meistens die sog. Finanzmärkte gemeint, die bei näherer Betrachtung sich als einige wenige große „internationale“ Anleger bzw. deren Handlungsgehilfen entpuppen – also durchaus konkrete Personen und Organisationen, die man auch so benenen könnte – wenn man wollte. Warum wohl tut „man“ es nicht?
Was wollen diejenigen, die diesen Begriff gebrauchen, damit wohl verschleiern?

Jeder suche sich selbst Antworten… 😉

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Der Markt“ ist in der sog. Marktwirtschaft der Ort des Austausches, wo Angebot und Nachfrage aufeinander treffen und sich daraus der „Marktpreis“ bildet.
Wunderbar.

Damit „der Markt“ auch funktionieren kann, sind gewisse Voraussetzungen Bedingung, die wir zum Teil in WWW2 bereits ein wenig beleuchtet haben (ggf. bitte dort nachlesen).

Was beim Austausch „am Markt“ so ganz sang- und klanglos „unter den Tisch fällt“, das ist die ungleichgewichtige Stellung, die Angebot und Nachfrage haben.

Denn jede Nachfrage schafft sich ihr Angebot, da ein Bedürfnis nach einer Ware oder Leistung jeweils mindestens einen Anbieter auf den Plan ruft, der bereit ist, diesen Bedarf zu befriedigen – allerdings nur, wenn dahinter auch eine zahlungsfähige Nachfrage steht. Es genügt also nicht, daß jemand etwas benötigt – er muß auch in der Lage sein, dies zu bezahlen, sonst kommt kein „Geschäft“ zustande.

Im Gegenzug war es in der ursprünglichen Marktwirtschaft allerdings nicht „gesetzmäßig“ vorgesehen, daß auch jedes Angebot eine Nachfrage findet (oder gar „sich schafft“) – im Gegenteil, es ist für das Funktionieren des Marktes sogar entscheidend, daß nur die Waren gekauft werden, die dem Kunden auch wirklich einen zählbaren Gebrauchswert bringen. Alles andere ist Ressourcenverschwendung.
(wobei ein „Gebrauchswert“ selbstverständlich auch ein Genuß, z.B. von Schönheit, sein kann)

Es war der „modernen“ manipulierenden Werbung vorbehalten, dieses scheinbare „Gleichgewicht“ (das in Wahrheit nichts anderes als die geistige Vergewaltigung des „Verbrauchers“ ist) herzustellen und auch Waren „in den Markt zu drücken“, für die ein Bedarf eigentlich nicht bestand und für die ein Bedürfnis erst „geweckt“ (suggeriert) werden mußte.
Wir sehen also: Werbung verzerrt die Marktverhältnisse.

Zurück zum Markt.

Neben dem Gütermarkt (für Waren und Dienstleistungen) gibt es den Kapitalmarkt (für Finanzmittel) und den Arbeitsmarkt, wo „der Arbeiter seine Arbeitskraft zu Markte trägt“.

Wie diese Teilmärkte im einzelnen und miteinander zusammen angeblich funktionieren, lernt jeder BWLer ausgiebig: der Preismechanismus an den Gütermärkten, der Zinsmechanismus an den Kapitalmärkten und der Lohnmechanismus an den Arbeitsmärkten sollen dafür sorgen, daß sich das Wirtschaftsgeschehen wie von selbst steuert (die oft zitierte „unsichtbare Hand des Marktes“, oft auch mit anderen „schönen“ Schlagworten bezeichnet, wie „optimale Allokation der Ressourcen“ u.ä.) – eben über die genannten Faktoren Preis, Lohn und Zins.

Was diese wunderbare Theorie allerdings verschweigt, ist die extreme Ungleichheit der Teilnehmer „am Markt“. Während der Arbeiter/Angestellte gezwungen ist, seine Arbeitskraft zum Marktpreis zu verkaufen, ist der Kapitalist keinesfalls gezwungen, diese in Anspruch zu nehmen.

Er kann sein Geld auch in dieser oder jener Form „horten“ (aufgewahren) – wie wir im entsprechenden WWW-Teil noch sehen werden, ist Geld (Gold) das einzige Wertaufbewahrungsmittel, das keinem natürlichen Schwund unterliegt, wie alle anderen Waren – es erhält zumindest den ursprünglichen Wert über einen langen Zeitraum.

Im Gegenteil, „angelegt“ (verliehen) generiert es in Form des Zinses ständig ein leistungsloses Einkommen – je mehr vorhanden ist, desto mehr kommt hinzu.

Weiter. Je nach den „Marktverhältnissen“ können sich Ungleichgewichte auf allen Teilmärkten herausbilden.

Zum Beispiel kann ein Überangebot an Arbeitskräften entstehen, weil es nicht mehr genug „Bedarf“ an menschlicher Arbeit gibt, da diese durch Steuern belastet ist, während Maschinen und Anlagen nicht besteuert werden – wodurch immer mehr menschliche Arbeit durch Maschinenarbeit ersetzt wird.
Grund dafür ist das Streben nach Maximalprofit eines jeden einzelnen Unternehmers.

(bitte, für diese wie für alle anderen Aussagen gilt nach wie vor: es geht um die Feststellung von Tatsachen, nicht um deren ethisch-moralische oder juristische Beurteilung)

Wenn also zuviele Arbeitskräfte „auf den Markt drängen“, weil gerade die nächste Welle der Robotisierung der Produktion durch die Großunternehmen der Wirtschaft läuft, dann sinkt der Preis der „Ware Arbeitskraft“, der Lohn bzw. das Gehalt, weiter ab.
(auch wird ja immer nur ein geringer Teil der Wertschöpfung als Arbeitslohn ausbezahlt)

Dadurch sinkt aber die Kaufkraft – von den nun mehr und günstiger produzierten Waren kann nur noch weniger gekauft werden – der Preis der Waren kann nicht sinken, da erst die Kredite für die Roboter-Investitionen getilgt werden müssen – der Absatz kommt ins Stocken, was zu weiteren Produktionskürzungen und infolge dessen zu weiteren Lohnausfällen und weiter sinkender Kaufkraft führt – und so weiter – es entsteht ein Kreislauf, genannt „Krise“, welche im Wirtschaftssystem begründet ist und sich (im Rahmen der Gläubigkeitsregeln der bürgerlichen Ökonomie) nicht verhindern läßt.

Diese Krise wird sogar verschärft dadurch, daß ein Teil der Gewinne des Unternehmens (und ein großer Teil des Einkommens der Reichen) nicht wieder in Waren/Dienstleistungen oder in den produktiven Bereich reinvestiert wird, sondern in unproduktive Wertpapiere – dadurch wird dem Warenmarkt weitere Liquidität (Geldmittel) entzogen – die Krisenspirale dreht sich noch schneller.

Nun wird ja immer darüber spekuliert, daß durch „Arbeitskämpfe“ der Lohn der Arbeiter in regelmäßigen Abständen wieder an die steigenden Gewinne „angepaßt“ wird. Dieses Märchen ist schon allein dadurch zu entlarven, daß diese „Anpassung“ wenn überhaupt, dann stets mit zeitlicher Verzögerung erfolgt – der Wertverlust durch Inflation wird damit fast ausschließlich durch die Lohn- und Gehaltsempfänger getragen.

Auch zeigt die inflationsbereinigte Betrachtung der Reallöhne in der BRD, daß seit 1990 der Reallohn (und damit die reale Kaufkraft) sich in der BRD deutlich gesunken sind, während gleichzeitig die Gewinneinkommen sich deutlich verbessert haben – eine weitere Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von „Fleissig“ nach Geldreich“.

Aber selbst dieser offensichtlich nicht fehlerfreie Markt-Gesamtmechanismus ließe sich durch wenige Veränderungen enorm stabilisieren.

Einer der wichtigsten – und zwar völlig unabhängig von allen Ideologien – ist die gleichmäßigere Verteilung der Wertschöpfung. Es nützt allen Marktteilnehmern mehr, wenn die Arbeiter und Angestellten einen deutlich höheren Anteil am durch sie selbst geschaffenen Mehrwert erhalten – in Form von Löhnen/Gehältern, Prämien, Zuwendungen, Sozialleistungen etc.

Das ergibt sich, wie gesagt, aus der reinen Lehre – völlig ohne „linke“ Brille.

Eine weitere Möglichkeit der Stabilisierung der Marktwirtschaft ergäbe sich aus einer freiwilligen Beschränkung für die Abschöpfung von Gewinnen., d.h. wenn zumindest die Groß-Unternehmen sich entschließen könnten, nicht mehr als 1 – 2 Prozent der Gewinne aus dem Wirtschaftskreislauf für die Kapitaleigner zu entnehmen – sprich: diese sich mit einer Kapitalrendite von 1 – 2% zufrieden gäben.
Für die allermeisten heutigen Bezieher eines leistungslosen Kapitaleinkommens wäre das für den Erhalt ihres Lebensstils sowieso ausreichend, und Klein- und Mittelunternehmer (sagen wir: bis 300 Beschäftigte im Verbund) wären davon ausgenommen, da sie eh fast den gesamten Gewinn in das Unternehmen reinvestieren.

Kommen wir nun zu den Abweichungen von der „reinen Lehre“ der Marktwirtschaft, d.h. welchen Einfluß haben heute zu beobachtende Erscheinungen, wie Monopole, Oligopole, Internationale Großunternehmen, aber auch internationale Einrichtungen wie WTO, GATT, Weltbank oder IMF auf das Wirken der Marktmechanismen.

Ein Marktakteur, der – in welcher Form auch immer – eine marktbeherrschende Stellung erlangt hat, in Form eines Monopols oder im Verbund eines Oligopols oder in Form von Absprachen mit seinen Hauptkonkurrenten oder einfach nur durch seinen gegenüber allen Wettbewerbern überragenden Marktanteil, dieser kann also am Markt die Preise diktieren, da alle Kunden mehr oder weniger darauf angewiesen sind, bei ihm oder seinen Kumpanen zu kaufen.

Der wichtige Regelungsmechanismus des Marktes wird so außer Kraft gesetzt.

Auf welchen Gebieten haben wir denn heutzutage international marktbeherrschende Stellungen?

Energie/Erdöl – wenige Großkonzerne (ExxonMobil, ChevronTexaco, British Petroleum, Royal Dutch Shell, ConocoPhilips und Total) beherrschen den weltweiten Erdöl-Markt – sie kontrollieren nur 15% der Förderung, aber 85% von Verarbeitung und Verteilung, also vor allem dort, wo sich mit wenig Aufwand viel Profit erzielen läßt. (die „Förderung“ gehört nicht dazu)

Elektroenergie – vier internationale Großkonzerne teilen sich den BRD-Markt – auch regional.Aufgrund von Fusionen hat sich die Anzahl der in diesem Markt tätigen Energieversorgungsunternehmen zurzeit auf vier Verbundkonzerne beschränkt: RWE, E.ON, Vattenfall Europe und EnBW, die derzeit vier Fünftel der deutschen Stromproduktion erzeugen und einen großen Teil der Verteilernetze betreiben. Dabei besitzen RWE und E.ON fast mehr als zwei Drittel der Stromerzeugungskapazitäten und mehr als die Hälfte des deutschen Leitungsnetzes. Durchgängig ausgeprägt ist dabei die vertikale Integration über die Stufen Erzeugung, Übertragung und Verteilung.“

Computersoftware Betriebssysteme – Microsoft beherrscht nach wie vor den Weltmarkt mit einem Marktanteil von % – da ist völlig egal, daß die Produkte – freundlich ausgedrückt – weit entfernt von guter Qualität, Stabilität, Fehlerfreiheit und Zuverlässigkeit sind – allein die Marktmacht der massenhaften Verbreitung zwingt einen Großteil der Kunden zum Kauf.

So könnten wir noch eine ganze Reihe anderer Bereiche betrachten, und wir würden merken, daß die Deckung eines Großteils unseres Bedarfes an wichtigen Gütern durch wenige Firmen erfolgt und, über deren Banken-Eigentümer, letztlich in den Händen von ein paar superreichen Familien liegt.
Was daran noch „Markt“ sein kann, kann jeder selbst eruieren.

Zu dem Regeln des internationalen Warenaustausches – dem Märchen vom Freihandel, der allen nützt – und der Rolle der entsprechenden internationalen Organisationen kommen wir in einer späteren Folge von WWW.

Welche Lösungsmöglichkeiten sind denkbar?

Die Idee des Marktes ist im Grundsatz nicht schlecht – es müßte nur dafür gesorgt werden, daß die Dinge auch tatsächlich so organisiert werden, wie sie in der Theorie vorgesehen sind, d.h. Verbot jeglicher Werbung, Installation verläßlicher Informationssysteme, gleichmäßige Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, Maschinensteuer in gleicher Höhe wie die Besteuerung der Arbeitskraft oder Abschaffung der Sonderbesteuerungen der Arbeitskraft, Vervollkommnung der Regelkreise der Marktmechanismen, Abschaffung des Zinses und Gleichstellung des Geldes allen anderen Waren durch Hortungssteuern, Einführung wertgedeckten Geldes, Einführung von Kapitalverkehrssteuern usw.

Oder es müßte eine Theorie erarbeitet werden, die auf realistischen Annahmen beruht und die realen Prozesse auch widerspiegelt. Das würde zur Vervollkommnung der Staats-, Gesellschafts- und Wirtschafts-Organisation führen.

Die gesamte Steuerlast könnte durch Reduzierung des Staatsapparates deutlich sinken. Es könnte alles über eine Verbrauchssteuer und eine Gewinnsteuer geregelt werden.

Alle Infrastrukturen müssen im Gemeinschaftseigentum (Gemeinde, Land) bleiben, mit striktem Verbot einer Privatisierung.

.

„Arbeitsplätze“

Ja, das ist das hauptsächliche „Argument“, wenn irgendeine unserer Politmarionetten irgendwo an ein Mikrofon tritt. Für „Arbeitsplätze“ sind wir bereit, jede noch so fiese wirtschaftliche oder politische Grausamkeit zu tolerieren – „es bringt ja Arbeitsplätze“.

Daß Politiker keine produktiven Arbeitsplätze schaffen können (das können nur Unternehmer, und zwar vor allem Klein- und Mittelunternehmer, die über 90% der deutschen Arbeitsplätze stellen), sondern nur zu 100% unproduktive (in der Verwaltung), scheint dabei niemanden zu stören.

„Wir haben ja das Primat der Politik gegenüber der Wirtschaft.“

Aber nur noch theoretisch.

Die Praxis sieht da ganz anders aus.

Es ist nicht nur so, daß die sog. „Parteien“ sich in viel höherem Maße über „Spenden“ (für die stets eine „Gegenleistung“ erwartet wird) finanzieren als über Mitgliedsbeiträge – nein, über diverse Vortragshonorare, Beraterverträge und andere Arten von legaler Finanzierung werden viele Politiker direkt von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden bezahlt.

Wir werden darauf in der letzte Folge von WWW zurückkommen.

Jetzt zum wirklichen Bild des heutigen Zustandes.

Wir haben heutzutage näherungsweise in der BRD unter 10 Menschen nur 2 produktiv tätige. Das sind die, welche alle Werte schaffen, die von allen 10 Menschen „verbraucht“ werden.

2 weitere sind im „semiproduktiven“ Dienstleistungssektor tätig – dort wird zwar kein Mehrwert geschaffen, aber es werden reale Bedürfnisse befriedigt – zumindest zum Teil. Denn wenn die Sinnfälligkeit von Friseuren, Müllmännern, Handel und Altenbetreuung (als Beispiele) durchaus einzusehen ist, so gibt es eine Reihe von Berufen, auf die die meisten Menschen ganz leicht verzichten können:
Anlageberater, Steuerberater (ein einfaches Steuersystem könnte sie alle ersetzen), Wertpapier-Analysten und ähnliche.

Für sie alle gäbe es für die Gesellschaft weitaus nützlichere Beschäftigungen – schließlich werden die meisten von ihnen ja nicht von ihren wenigen superreichen Kunden bezahlt, sondern aus dem Gesamt-Topf der Bankeinnahmen, die zum bedeutenden Teil aus unser aller Gebühren und fast zinsfreien Einlagen bestehen.

2 weitere Menschen sind in diversen Verwaltungen tätig – auch da gäbe es per Bürokratieabbau einige Reduzierungsmöglichkeiten, ohne daß die Lebensqualität der Menschen dadurch beeinträchtigt würde – im Gegenteil.

2 weitere sind Rentner, 1 weiterer ist offiziell arbeitslos oder „Minijobber“, 1 ist Kind bis 16 – so etwa sieht es zur Zeit aus.

6 von 10 Menschen leben also vom Umverteilungs-Staat oder der Familie.

Und wir stellen fest:

um alle in der heutigen Gesellschaft benötigten Werte und Leistungen zu schaffen, genügen ca. 57% aller momentan geleisteten Arbeitsstunden (Rentner und Kinder nehmen wir mal aus, obwohl es nicht wenige Rentner gibt, die gern noch etwas arbeiten würden – nicht nur des Geldes wegen, sondern um ihrem Leben mehr Inhalt zu geben).
Und da sind die Freisetzungsreserven noch gar nicht berücksichtigt.

Wenn wir also die gesamte Produktiven und semiproduktiven Arbeitsstunden auf alle arbeitswilligen Menschen verteilen, dann bräuchten diese nur noch etwa 24 Stunden pro Woche produktiv arbeiten gehen – alle hätten dann ein Einkommen, das zum Leben ausreicht, und es wäre viel weniger Streß und damit viel mehr Gesundheit und Freundlichkeit im Leben.

Hartz4 mit dem gesamten Verwaltungsaufwand und den Erniedrigungen der Betroffenen könnte komplett entfallen, die eingesparten Mittel könnten sofort in die verfallenden Infrastrukturen (Straßen, Brücken etc.) des Landes investiert werden.

Die Verwaltungsarbeiten könnten gut an weiteren max. 4 Stunden pro Woche von allen „nebenbei“ mit erledigt werden, ohne daß dies groß auffallen würde – weniger Bürokratie täte allen Menschen gut, und wenn jeder mal vor dem Schalter steht und mal dahinter sitzt, wächst das gegenseitige Verständnis, und der Umgang wird menschlicher.

In Wirklichkeit würde sich durch den Verzicht auf unnütze Produkte, die man nicht wirklich benötigt, und eine naturnahe komplette Kreislaufwirtschaft weitere Freisetzungs- und Rationalisierungs-Effekte ergeben, so daß die genannten Arbeitsstunden die absolute Obergrenze dessen darstellen, was in einer menschlichen Wirtschaft von jedem noch zu leisten wäre.

Optimistische Schätzungen gehen von 12 semi-/produktiven plus 3 Verwaltungs-Wochenstunden aus, um alle Bedürfnisse sachgerecht zu befriedigen – damit wäre sicherlich niemand überfordert, auch nicht jene, die heute noch als „notorisch faul“ gelten.

Die frei werdende Zeit könnte jeder Mensch seiner Familie, seinen Hobbys oder seinen Ehrenämtern widmen – einfach sein Leben genießen.

Ist das nicht ein lohnendes Ziel?


4 Kommentare

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG sagt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Arbeitsschritt und -Recht sind finite,weil Firmen nicht mehr Deutsches sind und zum Markt des Auslandes auch angesiedelt sich dem Besatzer unter stellt, Parlamentsarmee ist so ein Beispiel, wie auch Postbank und da das deutsche Strafrecht durch die Staatsanwaltschaft in eigene Tasche wirtschaftend!

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  2. Vollidiot sagt:

    Der Markt = Gott.
    Man kann tanzen, Mythen bilden, an Regeln glauben, es gibt Profeten.
    Und Papst, Kardinäle und Bischöfe und „Caritas“ (z.B. WWF) und „Misereor“ (Hungerhilfe, UNICEF).

    Immer dar gleiche Scheiß.
    Und immer schreien die Profitierer laut in der Gegend rum.

    Man sollte viel mehr Watschn austeilen.
    Oder genügend trinken und diesen Leuten ans Bein pinkeln.
    Damit sie wenigstens mal erfahren wie sich Wärme anfühlt.

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  3. […] erschaffe erst die “Märkte” – fast immer ohne konkret zu sagen, welche “Märkte” denn damit gemeint sind – die Wochenmärkte/Basare oder die […]

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  4. […] erschaffe erst die “Märkte” – fast immer ohne konkret zu sagen, welche “Märkte” denn damit gemeint sind – die Wochenmärkte/Basare oder die “ökonomischen” […]

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