Bei Koffeein und Nikotin
vor dem Warung ich eben saß,
ließ den Gedanken freien Lauf,
Erinnerungen tauchten auf.
Der Begegenungen hundert streifte ich,
und das Fazit war, unter’m Strich:
Wo auch immer ich hinkomme
vergönnt ist mir die Wonne
Menschen anzutreffen freundlich gut;
Das nährt mein Herz und schenkt mir Mut.
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Vielleicht wurde es mir zwar in die Wiege gelegt, doch in der ersten Kindheit ausgetrieben, Menschen zu lieben. Ich verweigerte, angstgesteuert, den Kindergartenbesuch, und als die Schulpflicht kam, da heulte ich vor Schiß und Widerstand. Bis über die Pubertät hinaus konnte ich keinem Menschen gegenüber ähnlich natürliche Liebe empfinden als wie gegenüber einem Tier.
Heute freut mich jede einzelne Begegnung mit Menschen hier. Warum sage ich „hier“? Ich werde darauf zurückkommen.
Wie geht das vor sich.
Ein kleines, schnelles Heben, ein „zuwinken“ mit den Augenbrauen, dabei andeutungsweise bis offen lächelnd. Das wird verstanden. Jedes Gegenüber „winkt“ zurück.
Unbewusst ist dabei meine Körpersprache verschieden bei Mann und Frau, verschieden bei Jung und Alt. Wenn ich mich beobachte dabei, stelle ich fest:
Bei Mann vielleicht mehr „leicht ironisch ernsthaft“, nämlich mit anschließendem angedeuteten Stirnerunzeln, verbunden mit Lächeln,
bei Frau vielleicht mehr „einladend anerkennend“ mit angedeutetem schräg seitlichen Senken des Kopfes.
Bei Kind „zum Spiele einladend“ den Kopf andeutungsweise, blitzschnell aufwerfend,
bei altem, gestandenem Menschen Kopf, ja Oberkörper gar, anerkennend senkend.
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Es gehört dazu, daß ich mich beim Warung (einfacher Essladen, eine Mahlzeit für 1 bis 1,5 Euro) nur ausnahmsweise an einen unbesetzten Tisch setze, in der Regel mich zu Anwesenden geselle. Es ist selbstverständlich hier, zu fragen „woher, wohin, du ursprünglich woher, wie geht es deiner Frau, wieviele Kinder“. Manche Male entwickelt sich in der Folge so mancher für beide Seiten interessanter Austausch, Austausch über x ein Thema.
Und jetzt kommt der oben angedeutete Punkt. Mich beschäftigt die Frage:
Könnte ich es in Europa auch? Die oben beschriebene Körpersprache, sie wird in West!europa immer noch als Anmache gedeutet? Sitzt einer an einem Tisch und ich geselle mich zu ihm, immer noch in West!europa riecht er oder sie Lunte, fühlt sich bedrängt, meint unbewusst, ich wolle etwas von ihm oder von ihr?
Hier herrscht unverbindliche Verbindlichkeit. Ich kann mit fremden Einheimischen kurz oder lang palavern, kann unvermittelt sagen „aku pulang“ „ich gehe nach Hause“, aufstehen und weggehen – das ist üblich, jeder macht es so. Man war sich eine kurze Wegstrecke lang nahe und es braucht keine Scheidungszeremonie, wenn ich oder er oder sie weggeht.
Mit Europäern ist es umständlicher, mindestens muß gesagt werden, daß dies doch eine gute Begegnung war und ein Wiedersehen wäre wünschenswert. Oder so ähnlich. Gehe ich mit Westeuropäer in ein Gespräch, dann wird allsogleich eine „verbindliche Verbindlichkeit“ aufgebaut.
Schweizer sind (waren?) diesbezüglich extrem.
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Ich freue mich täglich darüber, daß hier der Umgang mit Wildfremden so natürlich offen ist. Ich freue mich darüber, daß ich mich dahingehend entwickelt habe, in jedem Menschen einfach den zu sehen, der er ist, wertefrei.
Wertefrei?
Oh, wenn einer kommt, der nicht in mein „sympathisches Gesicht-Schema“ passt, dann spontan immer schnellt mein Ego hoch und rät mir dringlich, diesen Typen abzulehnen und zu meiden. Das ist die Natur des Egos. Es will mir das Überleben hier sichern. Es ist seine klare und einzige Aufgabe.
Mittlerweile benötige ich nur noch den Bruchteil einer Sekunde, meine Egoreaktion als Solche zu erkennen, meinem Ego zu danken und sofort umzuschalten auf: „Hier kommt ein Mensch. Er ist wie er ist. Wollen doch mal schauen, wer er wirklich ist!“
In neun von zehn Fällen ist mir Erfolg beschieden. Das steinerne oder „unschöne“ Gesicht öffnet sich, und siehe da, der göttliche Funke in seinen Augen zeigt sich mir. Bei grimmigem Polizist ist es am Schwierigsten. Und klappt meistens 🙂
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Nach nun fast vier Jahren Europa-Abstinenz bin ich neugierig, wie es mir heute dortens damit erginge.
Könnte ich mit meiner Unbefangenheit, mit meiner „unverbindlichen Verbindlichkeit“ bewirken, daß Spontankontakt-gehemmter Westeuropäer sich mit mir unbeschwert von „nun aber bin ich eine Verbindlichkeit eingegangen, wie komme ich da nur wieder raus“ austauschen könnte?
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Gerne zitiere ich unseren beherzten Daniele Ganser.
„Wir sind eine Menschheitsfamilie.“
Herzensgruß in die Runde!
Thom Ram, 01.07.11
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Hat dies auf Märchen von Wurzelimperium S1 SunShinE rebloggt.
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Les ich richtig da heraus, dass du gedenkst, Heimat Schweiz oder so zu besuchen, lass mich wissen, ob so ein Treffen, wie damals in Thurgi möglich sein könnte, per Mail, wie du willst. Mich erwartet eine Reha KLinik am 19, Juli für drei bis vielleicht fünf Wochen. Im Krankenhaus zimmer sind die Begegnungen mit Nachbarn unterschiedlichster Wesensart geboten. Selbst wenn das Gesicht und Gehabe unschön sind, bist du darauf angewiesen zu koexistieren. Eine Zeit lang konnte ich nicht reden. Da war es interessant zwischen betreuender Schwester und Bettnachbar zu unterscheiden. Einem solchen war ich dann Luft, wenig schön; die Schwester (Bosnische Serbin) verstand ohne Worte was von mir gemeint war, dazu zum Verlieben schön. Kontraste beleben!
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Lieber Tom, das kannst Du in Deutschland auch, zu jemandem an den Tisch sitzen,
irgendwo in einem Café, Mittagstisch oder Bistro etc. Das ist auch in Spanien, Frankreich,
Italien etc. genauso üblich. Allerdings fragt man hier zuerst, ob man sich dazu setzen
darf. Vor allem ist das normal, wenn es kaum mehr Plätze gibt und es eng wird.
Wenn genug Platz in einem Gastraum ist, neigt der Deutsche und Europäer doch
eher, sich erst einmal alleine an einen Tisch zu setzen – auch oft, um mal kurz seine
Ruhe zu haben und zu relaxen beim Essen. Wer Unterhaltung sucht, wird sich eher
an einen großen Tisch setzen oder an einen, an dem auch jemand alleine ist und fragt dann.
Ein Wandel fand allerdings in den 90er Jahren statt, indem Cafes, Bistros etc.
in Gasträumen auch große lange Tische platzierten. So kann sich jeder aussuchen, ob
er lieber mit anderen am großen Tisch sitzen und plaudern möchte oder doch lieber
seine Ruhe haben möchte an einem kleinen Tisch.
Richtiges geselliges Zusammensitzen kenne ich allerdings nur von Weingegenden,
z.B. in Straußen-Wirtschaften, wo sich jeder zu jedem hinsetzt. Dort ist es auch so
gedacht. So kommt man automatisch in Gespräche mit anderen.
Ich würde sagen, es liegt an einem selbst, ob man sich als offener, freundlicher,
geselliger Mensch überall dazusetzen kann und willkommen ist.
Anders habe ich das in Amerika erlebt in Cafes und Bistros.
Dort setzt man sich nicht einfach an den Tisch eines anderen, selbst wenn nur
eine Person an einem 4er-Tisch sitzt. Wenn kein einzelner Tisch frei ist, dann
geht man lieber wieder oder wartet, bis etwas frei wird.
Als Deutsche, aus Weingegend stammend, wollte ich so etwas für mich persönlich
nicht akzeptieren und fragte dann einfach jemand, ob ich mich dazusetzen darf.
Meistens schaute man sehr überrascht, ob so einer mutigen Frage, aber dann
bot man mir immer einen Platz an. Natürlich suchte ich mir auch immer einen
Tisch aus, an dem ich einen freundlichen Menschen vermutete.
Vielleicht hat sich das inzwischen gewandelt, aber noch vor ca. 10-15 Jahren
war es jedenfalls nicht üblich, so etwas zu tun.
Selbst Bedienungen, die mir erklärten, daß im Augenblick kein Tisch frei sei,
erklärte ich dann, aber da sind doch x Tische, wo jeweils noch x Plätze frei
sind, ob ich mich nicht dazusetzen könnte. Nein, das ginge nicht….
Ob ich die Gäste mal eben selber fragen dürfe, ließ die Bedienung einfach
stehen, ging an einen ausgesuchten Tisch und fragte einfach freundlich.
In der Regel immer mit einer sehr überraschten Reaktion, bot man mir
freundlich einen Platz an. Oder ich bat die Bedienung, doch einfach
nachzufragen. Meistens war es mit Erfolg.
Es geht also! Man muß nur den Mut haben, freundlich zu fragen.
Klar würde ich einen unfreundlichen Menschen auch nicht so gerne
am Tisch haben wollen.
Nur in ganz seltenen Fällen bekam ich die Erklärung, daß man es
vorziehe, doch lieber allein zu sein. So akzeptierte ich, bedankte mich
und ging zu einem anderen Tisch.
Deutschland und Europa sind da doch viel unkomplizierter und offener.
Ob das in der Schweiz auch so ist, da habe ich leider zu wenig Erfahrung.
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»Vielleicht wurde es mir zwar in die Wiege gelegt, doch in der ersten Kindheit ausgetrieben, Menschen zu lieben. Ich verweigerte, angstgesteuert, den Kindergartenbesuch, und als die Schulpflicht kam, da heulte ich vor Schiß und Widerstand.«
Nee, lieber Thom, das wurde dir nicht „ausgerieben“!
„Du“ hattest es nur noch nicht erlernt!
Dafür hattest du aber etwas anderes erlernt, nämlich die „Angst“.
Was den Menschen in die Wiege gelegt wurde, sind
Reflexe, Instinkte, Triebe und die Fähigkeit Vieles erlernen zu können.
Manches erlernen die Menschen ’schnell‘, manches ‚langsam‘ und manches nie.
„Du“ hast halt die „Angst“ vor Menschen durch irgendein Ereignis, das auf „dich“ eingewirkt hatte, schnell erlernt. Da kann ein Mensch die „Liebe“ zu den Menschen nur sehr langsam erlernen. Manche können ihr ganzes Leben lang nicht einmal erlernen, sich selber zu lieben.
Das hat seine Ursache in der – von der Kirche über Jahrhunderte aufgebauten und scheinbar unerschütterlichen – Schuldkultur, die auf einem extremen Dualismus beruht, nämlich der falschen Vorstellung, daß es sowohl das Gute wie das Böse wirklich geben würde.
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Uhu 15:10
„…wurde mir ausgetrieben…“
Ja. Meine Wortwahl war mal wieder zu salopp, bedarf der Deutung durch den Leser. Gemeint hatte ich das, was Du richtig feststellst: Ich lernte Ängste kennen, welche mich dazu brachten, Menschen unbewusst und generell als kalt und mir im Grunde feindlich „einzuschätzen“. Ich schätzte natürlich nicht ein. Ich hatte einfach fast panische Angst vor Schuleintritt, weil dort mir unbekannte Kinder und ein mir unbekannter Lehrer, und diese Angst verpackte ich für Jahre unbewusst in Ablehnung des Menschen generell. Panzer.
Mittels Rückführung, Channeling, Familienstellen, (erschütterndem!) Time-Line-Walk, sowie Erinnerung meiner 6 Jahre älteren Schwester habe ich ein recht plastisches Bild davon, wie das zuwege kam.
Es hier aufzufächern würde den thematischen Rahmen sprengen.
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Kräuterhexe hat Recht, es ist wirklich so wie ich ich in den Wald hinein rufe so kommt es zurück. Hab ähnliche Erfahrung wie sie gemacht.
Und apropo Wald, wer ein Hund hat und täglich im Wald Unterwegs ist wie ich trifft nicht nur andere Hunde sondern auch interessantes am anderen Ende der Leine 😉
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zu Kraeuterhexe:
Also ich lebe schon seit Jahren in Spanien (2002 – 2004 in Madrid, dann wieder Ösiland, dann 2005 bis 2015 Valencia und seit Oktober 2018 Teneriffa); und ja, teilweise stimmt das, mit Spanien, aber heutzutage würde das den Einheimischen aber auch nicht passen, wenn sich da ein Fremder einfach mal so frech dazusetzt. Und auch wenn ich höflich fragen würde, würden die mich eher sehr seltsam anglotzen, oder sehr frech und böse antworten.
Die Spanier sind ja generell ein sehr lautes Volk und wenn denen was nicht passt, kracht es ordentlich.
Was mir auch aufgefallen ist, in meinen fast 16 Jahren in Spanien, dass zwar so einige Leute freundlich grüßen, aber oft nur ältere Menschen, junge Menschen eher selten, wobei ich selbst ja auch noch sehr jung bin (jünger als 45).
Wo mir aber schon auffiel, dass die Menschen sehr freundlich waren, war in Argentinien (Buenos Aires), wo ich 2001 war, da ich eigentlich dort leben und arbeiten wollte, und die Sprache erlernen (bin mit den Leuten dort immer noch in Kontakt, ganze 22 Jahre später).
Ich bin eher zurückhaltend und kein Restaurantgeher, und so, aber trotzdem beobachtete ich hier in Spanien immer alles sehr; und wenn mich wer grüßte, grüßte ich immer freundlich zurück. Einige reden dann sogar ein wenig, aber generell sind viele Menschen hier den Ausländern gegenüber doch etwas sehr verhalten, einige Menschen auch rassistisch; da waren die Menschen in Argentinien schon ganz anders; aber die haben dort eine ganz andere Mentalität.
Wenn ich könnte, würde ich am liebsten in fast jedem Plätzchen dieser Erde mal leben und arbeiten wollen, da mich das immer schon interessierte, aber sowas ist ja leider nicht möglich.
🙂
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Thom Ram 01/07/2023 UM 18:27
Früher hatte ich öfter mal den ‚dummen‘ Spruch: „So hat ein jeder sein Päckchen zu tragen“, gehört.
Ich habe – es lohnt sich ja überhaupt nicht, sich mit auf Dummheit ‚abgerichteten‘ und ‚dressierten‘ Menschen
zu unterhalten – bei mir dann so gedacht: „Ja, ja, dann tragt mal weiter euer Päckchen, ihr Spießbürger
aus Schilda! Ich geh‘ derweil leicht und beschwingt den Weg des Lebens ohne die Last der Vergangenheit.“
Wie ich mit ‚emotionalen‘ Problemen, bzw. Leiden und der ‚Angst‘ umgehe:
Entweder visualisiere ich die, schaufel dann ein Grab, werfe sie hinein und schütte es zu
Oder ich schreibe sie auf Papier und verbrenne es anschließend. M. a. W., ich analysiere das nicht.
Das überlasse ich den Priestern der Moderne, die sich Psychologen nennen.
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Irgendwann „erkannte“ ich, daß es gar keine Schuld gibt und das Mea Culpa ein Lüge ist.
Das Schuldbekenntnis: „Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld,
durch meine Schuld, durch meine große Schuld“, habe ich dann in ein Bekenntnis zu Wahrheit verwandelt:
Ich liebe in Werken, Worten und Gedanken durch meine Güte, durch meine Güte, durch meine große Liebe.
Langsam, unendlich langsam, habe ich dann eingeübt, den Kopf gerade zu halten, statt ihn beim Gehen oder beim Sprechen
mit anderen Menschen gesenkt zu halten und zum Boden zu schauen und die Menschen anzulächeln und dabei zu
denken: „Du bist ein guter Mensch, ich bin ein guter Mensch, wir sind alle gute Menschen.“
… und wie sich doch alle Menschen freuen. Erstaunlich, wie sich der versteinerte Blick löst und sie zurücklächeln und
sogar ein „Moin“ über ihre Lippen kommt.
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@Robi Lu
02/07/2023 um 09:25
„Wenn ich könnte, würde ich am liebsten in fast jedem Plätzchen dieser Erde mal leben und arbeiten wollen, da mich das immer schon interessierte, aber sowas ist ja leider nicht möglich.“
Wenn man dies wirklich will ist alles möglich. Haben doch schon genügend andere Menschen gemacht.
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Uhu
M.a.W.
?
Misteln aber Wurzeln
?
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@Robi Lu
danke für deinen Einblick in dein Leben.
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@ Mujo:
Ja, in gewisser Weise hast du Recht, aber in den meisten Ländern kann man ohne Arbeit eher schwer leben, bzw. überall kommt man ja auch gar nicht so einfach mal rein, siehe Australien.
Ich wollte früher mal in Australien leben, aber da ist es sehr schwer, dort unterzukommen, zumal ich heutzutage froh bin, nie dort gelebt zu geben, wenn man sieht, wie es dort so zuging, während „Corona“.
Eine Weltreise ist was anderes, sowas kann ein jeder mal machen, aber überall auf der Welt zu leben und zu arbeiten, das ist dann nicht so einfach (damals in Argentinien scheiterte das ja leider auch, da die zu viel verlangten und man ohne Sprachkentnisse dort niemals eine Arbeit bekommen hätte, und das Geld wäre dann auch in kurzer Zeit ausgegangen).
Aber die Idee an sich gefiel mir immer schon, deswegen wollte ich früher immer News-Reporter werden; aber da die eh alle nur lügen, war es wohl nicht so „gewollt“, dass ich dort in dem Bereich arbeite 🙂
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Thom
M. a. W. ≙ Mit anderen Worten
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Ecki,
wahrlich Heftiges machst Du durch. Ich bewundere Deine Demut!
CH fliegen möchte ich mittlerweile dringend sehr gern. Meine Familie, Freunde, Wald, Seen, Berge…und ich habe das Bedürftnis etwas zu tun, was ich nie getan hatte seit meinem Auslandleben: Stätten aufsuchen. Stätten, da ich mich als Kind rumgetrieben hatte, Stätten von Begegnungen, dazu ein Beispiel. Mit 17 hatten wir vom Seminar aus zwei Wochen Landdienst zu absolvieren. Mir gefiel das so sehr gut, daß ich noch zwei meiner Sommerferienwochen dranhängte. Dort vorbeischauen. Gibt es den Bauernhof überhaupt noch? Lebt möglicherweise der zwei Jahre ältere Ulli dort, der Ulli, der alle zu verrichtenden Arbeiten beherrschte, von dem ich viel lernte, der mich auch Traktor fahren ließ, durchaus auch alleine.
Oder mein Autohändler, mit dem sich Freundschaftliches entspann.
In vielen Fällen ist die Frage, ob die Leut überhaupt noch inkarniert sind.
Ja, und ich möchte liebend obergerne bbler treffen, Solche, die ich schon persönlich kenne, solche, von denen ich mir äußerlich wohl falsch Bild mache, da ich sie noch nie gesehen hatte.
Der Flug kostet. Ich habe diese Kröten nicht.
Zudem habe ich eine Befürchtung. Sollte der wee haa ooh Oberkasper den paar ah Grafen bekommen, den er dringlichst haben will, sollte er nämlich Plan dem ie ausrufen können, weil in China einer Schnupfen hat, wäre es nicht auszuschließen, daß von heute auf morgen gespritzt werden muß, wenn man international fliegen will. Dann säße ich fest, sozusagen im goldenen Käfig.
Drei Jahre und 9 Monate ist seit meinem letzten Besuche her. Seufz.
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@Robi Lu
03/07/2023 um 06:01
Es gibt so einige die machen Geschäfte allein mit ihren PC. Die brauchen nur ein i-net oder Sateliten verbindung und kann selbst auf eine Segel Scholle um die Welt Arbeiten. Hatte mal zu so einen Kontakt der dies mit seiner Familie schon 7 Jahre lang machte und von seinen Reisen Berichtete.
Ich Denke wenn man etwas wirklich will, dann wird man dies auch erreichen.
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Mujo 21:00
Ja. Ich kenne einen. Er und seine paar Freunde, die haben Laptop und Netzanschluß. Nicht Schaufel, nicht Gabel, nicht Lehrers Kreide, sie flicken keine Zähne, sie ziehen keine Kartoffeln. Sie kaufen und verkaufen europaweit Strom. Clewere Kerlchen, die. Und ich werte ihre Tätigkeit als Tätigkeit von Minivampiren. Sie leisten für die Allgemeinheit nichts. Sie ziehen raus aus echt Erarbeitetem ihre Kohle ohne sinnvolle Gegenleistung.
Hier auch. Alle meine letzten Gäste hier „arbeiteten“ am Kompi. Jaja, auch Kompiarbeit kann kreativ und damit allgemein nützlich sein. Archtitekt zum Beispiel. Oder Lebensberater. Doch „arbeiteten“ sie im Reiche der Bitcoins. Ob Verlust oder Gewinn, einfach nur unfruchtbares Rumgetue. Wenn Verlust, dann selber schuld. Wenn Gewinn mittels Eintausch in Taler, dann unverdienter Gewinn. Fällt zu Lasten von Leut, welche Bohnen stecken und Tomaten ziehen.
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@Thom Ram
06/07/2023 um 17:59
Der mit seiner Segel Scholle verdiente nichts dergleichen. Er Verkaufte seine Reise erlebnisse und gab Tip’s für andere wie man dies und das machte wenn man ihn es gleich tun wollte.
Vielleicht hatte er auch mit ein Paar Bitt-coins zu tun, wer weis schon das. Da Blödelt doch heute schon fast jeder rum, seh das jetzt nicht allzu Negativ da es der Staatlichen Aufsicht sich entzieht.
Ein Veganes Ehepaar mit Kindern machte dies gleich und gab Tip’s wo und wie man sich gut Vegan Ernähren kann. Die vielen Clicks auf der Tube füllte die Reisekasse.
Nebenbei wird Strom wie alle anderen Energieträger doch nur über Börsen gehandelt, sonst hätten wir nicht diese enorme Schwankungen. Da ist es doch legitim sich den Billigsten Anbieter zu holen, jetzt mal auch als endverbraucher. Es sei den man ist davon völlig Autark und macht es selber.
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