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Rußland nach Putin

(LH) Wir hatten hier vor kurzem die Welt nach Putin betrachtet – heute wollen wir uns der „inneren Küche“ von Rußlands Machteliten zuwenden und mal sehen, was uns da so ins Auge springt.
Luckyhans, 20./24.01.2019
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Wie bekannt, hat Wladimir Putin dieser Tage Serbien offiziell besucht, wo er den dortigen Präsidenten Vucic in seinem Bestreben, das Land aus der EU und der Nato fernzuhalten, unterstützt hat. Es sollen über 130 Tausend Menschen gewesen sein, welche Putin dort begrüßt haben – ein deutliches unterstützendes Votum des Volkes – in „unseren“ Lizenz-Lügenmedien kaum erwähnt, da liest man eher von (westlich gesponserten) angeblich vielen Demos gegen Vucic.

Was ebenfalls nicht so laut berichtet wurde, das war die Festnahme eines jungen Mannes, der angeblich ein Attentat auf Putin vorbereitet hatte. Ein Einzeltäter, wie immer und überall, wenn solche Ereignisse passieren. Oder rechtzeitig verhindert werden.

Wie wahr dies nun gewesen sein mag, sei dahingestellt – uns soll es Anlaß sein, mal der Frage nachzugehen, was denn in Rußland nach dem Weggang Putins aus seinem Amt vor sich gehen könnte.

Betrachten wir dazu mal die aktuelle Lage. Momentan ist festzustrup1ellen, daß in fast allen unsozialen Medien des Landes von den Schläfern des Westens eine beispiellose Kampagne zur Diskreditierung des Präsidenten losgetreten wurde.
Dieser gut organisierte, klar geplante Angriff auf den Präsidenten ist nicht durch sachliche Kritik an seinen Entscheidungen gekennzeichnet, sondern durch offene Lügen, begründungslose Schlamm-Lawinen, bis hin zu dem ihm Zuschreiben von Handlungen, die in den 1990er Jahren unter BNJelzin stattgefunden hatten.

Freilich ist Putin nicht fehlerfrei, und es gäbe durchaus einiges zu kritisieren an seinen Entscheidungen, aber das, was da passiert, ist eine offensichtlich vom Westen geplante und gesponserte Kampagne, die einzig das Ziel verfolgt, das Ansehen Putins mit frechen Lügen zu beschädigen („Ohne Feuer kein Rauch“) und seine Unterstützung im Volk, die durch die von Putin nicht verhinderte neoliberale Rentenreform bereits einen leichten Rückgang gezeigt hatte, weiter zu reduzieren.

Dabei scheut man sich nicht, plötzlich auch an Stellen „Fehler“ aufzufinden, wo bisher klare Vorteile für den Präsi zu verzeichnen waren: in der Syrien-Politik, wo das Getrickse des D.T. plötzlich Putzi angehängt wird, oder in den vorbildlichen Verhandlungen mit Japan über einen Friedensvertrag, der dort endlich den 2. Weltkrieg formal beenden könnte, damit die Kurilen-Frage endgültig klären und – auch nicht unwichtig – für Korea und Deutschland ein Beispiel geben könnte.
Und die Ami-Basen in Japan überflüssig machen würde.

Sogar neoliberale Regierungsmaßnahmen, wie die jüngste Erhöhung der Umsatzsteuer auf 20%, werden Putin in die Schuhe geschoben.

Alles in allem zeigen sich deutliche Parallelen der Vorgehensweise sowohl bei „liberal“ wie bei „kommunistisch“ orientierten Bloggern – offenbar wird bei allen nach denselben Vorgaben gearbeitet. Am Ende soll Putin fallen, jetzt oder später, aber auf jeden Fall soll er nicht als geachteter Präsi des Landes mit gigantischen Verdiensten in Ruhe gehen dürfen.

Es ist auch nicht schwierig zu bestimmen, wem diese Schmutzkampagne und eine mögliche Beseitigung Putins vor Ablauf seiner letzten Amtszeit Vorteile bringen würde.
Da sind die äußeren Feinde Rußlands, die nach wie vor dessen ungehemmte Ausbeu­tung der Naturressourcen anstreben, und zwar nicht zum Nutzen der Völker des Landes.

Ja, auch heute ist es schon ziemlich schizophren, wie nicht wenige Russen stolz darauf sind, daß Rußland enorme Rohstoffexporte in alle Welt schickt, von Erdöl und -gas über Kohle, Getreide und Holz bis zu Gold, Titan und seltenen Metallen.

Und da sind die sog. „inneren Konkurrenten“, meist richtig als „5. Kolonne des Westens“ erkannt, die – geleitet von ihren irrtümlichen neoliberalen Anschauungen – eine Annäherung und Unterordnung unter die VSA anstreben – samt einer Aufteilung des Landes in mehrere Protektorate.
Wie es die „Künftige Karte Rußlands“ des State Depatments vorsieht.
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Allein im Jahre 2015 stellte selbiges Amt für diese Zwecke, benannt als „Entwicklung der Demokratie in Rußland“, 17 Milliarden frisch gedruckter Dollars bereit.
Denn dies ist die einzige Chance des westlichen Wirtschafts- und Finanzsystems, seine Existenz noch um einige Jahre zu verlängern…

Nun hatten wir ja schon mehrfach Zweifel daran geäußert, daß der Mann (oder besser: die Männer), der uns als Putin präsentiert wird, auch wirklich jener Wladimir Putin ist, der seinerzeit für den KGB in Dresden gearbeitet hatte. Dazu gibt es diverse (oft recht gehässige) Videos auf der Duröhre, aber das soll jetzt nicht das Thema sein.
Denn ob es mehrere sind oder einer: es sind ja alle Politiker-Darsteller eh nur Schauspieler, welche den Massen die tägliche Polit-Show zu „verkaufen“ haben – da spielt es keine Rolle, ob „Putin“ nun von einem oder von mehreren gespielt wird.

Insofern sind all die im Westen so „beliebten“ Darstellungen, daß in Rußland alles auf eine Person zugeschnitten sei, und diese praktisch diktatorische Möglichkeiten hätte, nichts weiter als gezielte Lügen – und Nebelkerzen, um die wahren Verhältnisse zu verbergen.

Wenn wir also im weiteren „Putin“ sagen, dann meinen wir vor allem jene Kreise, welche hinter den Putin-Schauspielern stehen und deren Rollen schreiben.
Diese mußten sich aus irgendeinem Grunde damit abfinden, daß in 5 Jahren ein anderer Präsident in Rußland an die Macht kommen wird.
Die Gründe dafür können nur vermutet werden.

Welches sind nun beispielhaft einige der „russischen Oligarchen“, die nur darauf warten, Rußland ihren wahren Herren, den zionistischen Herrschern der Finanzwelt, in den Schoß zu legen?
Dazu gehören all die Rotenbergs, Timtschenkos und sonstigen Kowaltschuks. Und viele andere, welche in Rußland die Interessen ihrer jeweiligen westlichen Lenker vertreten.
Das „Beispiel“ Deripaska dürfte dem aufmerksamen Beobachter diesen Sachverhalt hinreichend deutlich gemacht haben.
Auch die „Könige der Staatsaufträge“ gehören dazu, die ihren Reichtum aus den budgetfinanzierten Investitionen in die russische Wehrtechnik, Wirtschaft und Infrastruktur beziehen.

Und ein großer Teil dieser russischen „Eliten“ schaut „Putin“ treuherzig in die Augen, schwört ihm die Treue und arbeitet tatsächlich intensiv gegen die Interessen des Landes und seiner Völker.

Klar gibt es eine formale Hierarchie, für den Fall eines Sturzes oder der Beseitigung „Putins“. Da wäre zunächst der Regierungs-Chef DAM, dann der Chef des Föderations­rates (Oberhaus), dann der Sprecher der Staatsduma (Unterhaus)…
Momentan hat jedoch der neoliberale Finanzminister Kudrin viel größere Chancen, nach „Putins“ Abtreten zum Premier zu avancieren: er ist eine den Herren des Welt-Geldes genehme Figur, die ihnen mit Freuden die Krim, den Donbass und dann ganz Rußland in die gierigen Hände legen wird.
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Und solche Witzfiguren wie Nawalny und Xenia Sobtschak dienen nur als Ablenkungsmanöver, sie sind keine erstzunehmenden Bewerber.
Auch wenn Navalny eine persönliche Weltnetzseite im Netz-Auftritt der VSA
-Botschaft in Moskau hat –  
siehe nebenstehendes Bild.
Übrigens ein weltweit ziemlich einmaliger Vorgang…

D.A. Medwedjew hat keine merkliche Unterstützung im Volk, und als „Putin“-Getreuer wohl auch nur wenig Hinterland in den „Eliten“.
Außerdem hat er seinen fehlenden internationalen „Durchblick“ damals bei der Libyen-Kampagne der Nato bewiesen, als er kein strenges Veto im Sicherheitsrat gegen die als „Flugverbotszone“ getarnte beabsichtigte brutale Aggression hat einlegen lassen (Rußland hat sich damals nur der Stimme enthalten).
Und daß die Ukraine sofort sehr lebhaft gegen den Donbass vorgehen wird, sobald „Putin“ neutralisiert wäre, ist auch klar.
Ob DAM dann in der Lage wäre, richtig zu reagieren?

Wer sind andere Bewerber, wer hat heute reale Machtpositionen in Rußland?

Da wäre der nicht unumstrittene General Viktor Solotow, der Chef der „Rosgwardija“ genannten, inzwischen sehr üppig ausgerüsteten und gut ausgebildeten Elite-Nationalgarde zu nennen – welche Position wird er einnehmen?
Was ist mit Ramsan Kadyrow, dem tschetschenischen Präsidenten, der stark auf das System „Putin“ fixiert ist und der über sehr motivierte und kampferfahrene (Syrien!) Truppen verfügt?
Wie wird sich Verteidigungsminister Sergej Schojgu, der Ritter des Malteser-Ordens, stellen, wie die Generalität?
Die Strategischen Raketenstreitkräfte?

Welche Haltung werden jene Horden von Beamten, „Volksvertretern“ und Politker-Darstellern aller Ebenen einnehmen, die ihre Kinder, Gelder und Häuser im Westen haben?

Was werden jene tun, die bei Korruption erwischt und meist recht sanft bestraft wurden? In der Regel mit dem Verlust des einträglichen Postens, nur selten mit erträglichen Geld- oder geringen Gefängnisstrafen, und fast nie mit der Konfiszierung des gesamten zusammengeraubten Eigentums?
Und deren (noch) nicht erwischte Nachfolger und Mittäter?

Was nützen die weltbesten Raketen, wenn ein Teil derjenigen, welche deren Start befehlen sollen, in den europäischen Zielgebieten ihre Villen, Banken und Kinder haben?
Und der normale Russe ist traditionell extrem familien- und verwandtschaftsorientiert.

Nicht „zufällig“ wollen Donnys Jungs im Fünfeck gleich nach der Kündigung des INF-Vertrages neue Mittelstreckenraketen in Europa stationieren… Angriffspotential ohne Gegenschlaggefahr…

Aber was, wenn die russische Generalität ihre schon mehrfach angekündigte Drohung wahrmacht, im Falle eines beliebigen schweren Angriffs der Nato gegen Rußland sofort einen Atomschlag gegen die VSA – bekanntlich der Kommandeur der Nato – zu führen?
Nachdem nun der US-Kongreß dem Donny explizit verboten hat, aus der Nato auszutreten?

Sehr viele Fragen, die einer Antwort harren. Sehr viele Unwägbarkeiten.
Und extrem hohe Risiken.

Wie verzweifelt muß die internationale Finanzoligarchie sein, wenn sie all diese Risiken eingeht, nur um sich noch eine Mini-Chance auf den angestrebten Geldsystem-Neustart zu erhalten?


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