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Neues Zeitalter NZ / Was kann ich tun

„Was kann ich tun“, eine der Fragen, die jeder gute Mensch sich stellt, und in bb kommen wir noch und noch darauf zu sprechen.

Noch keine Revolution hat gute Früchte hervorgebracht.

Alles Fruchtbare beginnt klein.

Und so werfe ich hier eines von vielen Themen auf, welche zur Gestaltung des Neuen Zeitalters von Bedeutung sind:

Gemeinsames Tun.

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Mehrere Köpfe haben mehr Ideen als einer alleine.

Vier oder viele Hände bewerkstelligen so Manches unendlich viel leichter als deren zwei.

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Zurück.

Als tatkräftiger und sehr arbeitsamer Mann in mittlerem Alter sah ich in Italien zu, wie ein Balkon restauriert wurde. Da waren vier Männer. Mit schöner Regelmässigkeit machte einer oder zweie der Viere nichts. Ausser zuschauen, natürlich. Und auch mal eine rauchen. Nur zwei oder drei waren am Arbeiten, alle Viere nur dann, wenn es wirklich 8 Hände brauchte.

Ich konnte die Männer nicht verstehen. Ich, auf Effizienz und Tempo gedrillt, dass es sich gewaschen hat, hielt die Pausen der gerade mal nicht Arbeitenden für was?

Ich hielt sie für pure Zeitverschwendung. Ich schüttelte den Kopf und fällte Urteil: Sind halt eben ein bisschen faul.

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Und jetzt.

Jetzt finde ich es nur grandios.

Erstens, dass nicht einer alleine sich abmühte, sondern dass sich Viere zusammenfanden und gemeinsam bauten und gestalteten.

Zweitens, dass Mann, der das Bedürfnis nach etwas Ruhe hatte, den Pickel einfach in die Ecke stellte, wissend, dass die Arbeitslust von selber wieder kommen werde.

Drittens, dass Mann, der Pause machte, bei den Arbeitenden blieb. Innerlich mit ihnen und der Arbeit verbunden eben.

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Zum Neuen Zeitalter.

Wir ziehen den Karren nur gemeinsam aus dem Dreck. Garantiert. Gemeinsam Arbeiten können Viele nicht – so wie ich damals – also ist unabdingbar, dass wir es lernen.

Lernen geht in kleinen Schritten. Klein anfangen. Grösseres wird folgen. Gemeinsames Tun wird zur guten Gewohnheit, ja, zur Selbstverständlichkeit werden.

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Zwei Nachbarn mit etwas Garten. Frühling. Erde lockern ist angesagt. Warum nur werkelt jeder alleine in seinem Garten? Zu zweit zuerst Garten 1 und dann zu zweit Garten 2.

Ist viel vergnüglicher.

Ich plane einen Teich. Warum nur im Internet rumgraben, um sinnvolle Bauarten aufzuspüren? Ist doch an der übernächsten Strasse einer, der hat den Teich meiner Träume, und er hat ihn selber gemacht. Warum nicht hingehen, ihn zu einem guten Tee einladen, ihn erzählen lassen, was wie wann wo? Und, wer weiss, vielleicht hat er saumässig Lust, bei deinem Teich mitzuarbeiten, erst bei der Planung, dann beim Buddeln und Ausbauen.

Ist für beide vergnüglicher.

Die Haare müssen geschnitten werden. Warum alleine in einen teuren Salon latschen? Warum nicht zusammen mit Onkel Fritz zur Frau Häärli, die nämlich früher Friseuse war, heute mit Knarz4 zuhause hockt? Haare schneiden in privat zu dritt? Kannst ja Kaffeebohnen mitbringen, oder Frau Häärlis Lieblingsäpfel.

Ach so, warum etwas mitbringen…

Weil wir beim gemeinsamen Tun im Neuen Zeitalter ein Zweites lernen: Arbeiten ohne Schuldscheine, äh, Geld dafür nehmen zu wollen. Einfach arbeiten, zusammen, aus Freude am guten Tun; Das Werk ist die Belohnung im Moment, und der durch deine Arbeit Beschenkte war nämlich Dachdecker und ihr werdet zwei Monate später auf dem Dach rumturnen und es ausbessern.

Und nützliche Mitbringsel, sie bereiten immer Freude.

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Einer hat zwei Kinder. Der macht, wenns nur immer geht, etwas Gutes, er geht mit ihnen in den Wald, an einen bemoosten Ort, macht dort ein Feuerchen und sie bräteln eine Wurst. Warum nicht das oft gelangweilte Nachbars-Einzelkind mitnehmen?

Es wird vergnüglicher werden für alle.

Autowaschen? Zu blöd, alleine. Samstags machen das Nachbarn Hinz und Kunz zusammen, indes wechselnd bei Hinz oder Kunz lecker gekocht wird. Die Männer waschen zwei Wagen und reden über Vor- und Nachteile von E Autos und schwärmen vom Ferrari anno dazumals, die Frauen kochen und schnattern.

Es ist für alle vergnüglicher.

Steuererklärung.Es ist der Oberaberwitz, aber jeder macht sie alleine (oder in D gibt er sie dem Steuerberater, da die Formulare absolut unlesbar sind).

Viel lustiger zu viert. Man wird sich gemeinsam einen Schranz in den Bauch lachen über die trickreiche Doofheit der Unsprache. Man wird vielleicht übereinkommen, gemeinsam aufs Amt zu gehen und sich dies das erklären zu lassen, freundlich und spassend. Oder man wird einen netten Brief aufsetzen mit entsprechenden Fragen und ihn im Amt überreichen. Nicht einer! Zu Viert!

Wocheneinkauf auf dem Markt. Warum nur alleine? Warum?

In Indonesien lernt man es ganz von selber. Ausser Pinkeln und so tut man alles am liebsten im Verband. Ist einfach lustiger und anregender.

Bitte richtig verstehen. Meine Anregung betrifft alltägliche Tätigkeiten. Wir brauchen Zeiten des Alleinseins, des All Eins Seins.

Und wir benötigen für die anstehenden Aufgaben die Kunst des gemeinsamen Tuns.

Fangen wir im Kleinen an, so haben wir nicht nur mehr Lebensqualität im Moment, vielmehr noch trainieren wir uns damit an, für grosse und sehr grosse Aufgaben in grösseren Verbänden harmonisch zusammenzuarbeiten. Mit Spass!

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Herzensgruss in die Runde.

Thom Ram, 19.12.06

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6 Kommentare

  1. jpr65 sagt:

    Tja, anfach mal wen ansprechen, das ist außer im Ruhrgebiet in D ziemlich aus der Mode gekommen. Man könnte sich ja eine Abfuhr holen oder Unverständnis. Im Ländlichen, da sprechen die Nachbarn noch miteinander. Oder streiten sich. In der Stadt, da ist es oft anonym. Aber auch da kommt es drauf an, wie die Gemeinschaft in den großen Häusern funktioniert. Es geht auch anders.

    Wenn man aber dem anderen Menschen mit offenem Herzen begegnet, dann ergibt sich Erstaunliches. Ich spreche auch hier und da mal in meiner Mittagspause, wenn ich spazieren gehe, die Bauarbeiter an. Die die Straße hier endlich ausbauen, nach mehr als 10 Jahren.

    Und es entwickelt sich ein herzliches Gespräch mit ihnen. Und ich erfahre manchmal noch interessante Details. Und sie freuen sich, daß sie jemand wahrnimmt.

    Und dann gehe ich weiter. Mir gehts gut und den Bauarbeitern auch.

    Und wenn keine Zeit für ein Gespräch ist, dann grüße ich freundlich. Im Vorbeigehen oder vorbeiradeln. Und werde auch oft begrüßt.

    Und wenn das mit total fremden Menschen klappt, dann sollte es mit Nachbarn oder Gleichgesinnten doch noch viel besser klappen?

    Nur das Herz einschalten, dann wird es viel einfacher. Und auf Augenhöhe kommunizieren. Den anderen wahrnehmen.

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  2. Thom Ram sagt:

    jpr

    Deine Erfahrung ist meine Erfahrung.

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  3. Johann sagt:

    Es ist wie es ist. Beides ist Richtig. Der eine Arbeitet im Team, der andere Arbeitet gern allein. Es sei den man benötigt mehrere Hände um es auszuführen. Für mich ist es wichtig allein zu Arbeiten. Da wäre wir wieder beim all-ein’s sein mit seiner Tätigkeit. Wobei Arbeiten sowieso das Falsche Wort ist. Ich bin seit 30 Jahren im Bezahlten Urlaub. Weil das was ich mache auch mein Hobby ist.

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  4. Arno Energieheiler sagt:

    Ich bin seit 24 Jahren in Bezahlten Urlaub , aber es ist mir nie Langweilig geworden , mein großes Hobby ist immer noch mit Energie umzugehen , was man alles mit Energie machen kann ist erstaunlich , da ich auch einen Garten Direckt am Rhein habe wo viele Spaziergänger vorbei kommen , da lernt man viele Menschen kennen , nur die Armen Rentner haben es immer eilig .

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  5. Security Scout sagt:

    Zitat: Zum Neuen Zeitalter.
    Wir ziehen den Karren nur gemeinsam aus dem Dreck. Garantiert. Gemeinsam Arbeiten können Viele nicht – so wie ich damals – also ist unabdingbar, dass wir es lernen.

    Hm???
    Hört sich in der Theorie gut an.

    Allerdings sehe ich in Deutschland zu 80-90% Zombies, welche sich nur im Angesicht einer Katastrophe ändern werden.
    Selbst die, welche sich mit Gleichgesinnten zusammen setzen, kommen zu 90% NICHT in die „Handlung“ und NUR das zählt!

    Es ist wie im Alten Rom.
    Die Patrizier haben das sagen und die Plebejer, das „gemeine Volk“ ist passiv, nörgelt, meckert ABER kommt nicht in die Handlung.
    Später gab es dann schriftliche Gesetze, Brot und Spiele und alles lief weiter.

    Vergleichen Wir dies mit der heutigen Zeit.
    Hat sich etwas geändert???

    JA, es gibt eine Änderung.
    Früher benötigte der Adel immer noch das einfach Volk zum arbeiten und produzieren.
    DAS ändert sich gerade. Durch den Einsatz von Robotern, KI (Künstlicher Intelligenz), benötigt man die Masse(90%) der
    Menschen nicht mehr.

    Wäre es ein dummer Gedanke, dann zu Millionen beispielsweise nicht anpassungswillige Ausländer nach Europa zu schleusen,
    damit sich die Leute gegenseitig die Köpfe einschlagen???
    Gäbe es besseres für die Elite?

    Wäre ich der Chef, würde ich Trump den Auftrag gehen laut zum zu schreien, von Handelskrieg sprechen und selbst die Bombe
    dadurch zünden, daß die FED (Federal Reserve Privatbank der USA) alle paar Monate die Zinsen erhöht plus (unauffällig) monatliche 50 Milliarden Bilanzrückführung vornimmt..

    Bei dem Crash, würde das Vermögen der Mittelklasse dann endgültig abgezogen und nach der Elite transferiert werden.
    Dazu passt perfekt das Gesetz in Deutschland ab 01.01.2019, daß bei Bonitätsänderungen die Bank weitere Sicherheiten fordern MUSS
    ODER dann den Kredit kündigen MUSS (das Gestz sagte eindeutig MUSS).

    Die wenigen, welche sich auf diesen Sturm vorbereiten, werden die Gewinner sein.

    So nebenbei, Kryptowährungen sind derzeit für mich die beste Anlage der Welt!!!
    Wer ist dort investiert? Nicht die 99%, sondern die 1%!!

    Also, es sollte sich niemand beklagen, denn MAN hat es nicht anders gewollt.

    Frohe Weihnachten an Alle hier.

    SS

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  6. Ich denke auch, daß nur gemeinsam wir den Karren wieder flott machen können.
    Das bedeutet aber auch, daß man sich abspricht und nicht einfach alles fallen lässt.
    Ich denke mir, daß auch gemeinsam Pause machen viel mehr Freude machen kann 😉

    Allerdings kann ich da aus meinem Berufsfeld einige andere Auswüchse erkennen.

    Was Anderes ist es, wenn man den Tag sich frei gestalten kann, doch das hat man meist als Arbeiter oder Angestellter nicht.
    Schon gar nicht wenn es Abläufe gibt die so ziemlich vorgegeben sind.

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