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Frau von der Leyen / Selbstgespräch

Ich verfiel eben in ein Selbstgespräch. War im Geiste in einer öffentlichen Gesprächsrunde, falsch, in der Gesprächsrunde, da Frau Ursula von der Leyen sagte, dass dem Assad eine vor den Bug geknallt gehöre, damit keine Verbale Ohrfeige, sondern Bomben auf Syrien meinte.

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Ich, Diskussionsteilnehmer, hebe die Hand.

.

„Stopp.

Alles stopp.

Bitte alles stopp.

Ich habe etwas zu sagen.“

Pause.

„Bitte kommen Sie alle runter. Langsam und gründlich.“

Pause.

„Ich sage jetzt etwas.“

Pause.

Stille.

„Frau von der Leyen hat soeben gesagt, dem Assad gehöre eine vor den Bug geknallt. Habe ich das richtig gehört?“

Schweigen.

„Aus dem allgemeinen Schweigen schliesse ich, dass ich richtig gehört habe.

Es ist ein klares Bild. Grosses Schiff schmeisst eine Kanonenkugel kleinerem Schiff vor den Bug, zum Zwecke, dass das kleine Schiff beidrehe. Richtig?“

Schweigen.

„Also richtig. Was die auf dem grossen Schiff danach mit denen auf dem kleinen Schiff machen, das ist ausserhalb des Bildes, welches Frau von der Leyen benutzt hat, darum hier kein Thema.

Das Thema ist…..“

Kartoffelaugen.

„Das Thema ist die von Frau von der Leyen gedachte und nicht ausgesprochene Realität hinter dem Bilde.

Schuss vor den Bug, damit wird keiner verletzt.

Richtig?

Der Schuss vor den Bug, den Frau Laie zu empfehlen beliebte, ist jedoch nicht eine Eisenkugel vor einen Schiffsbug. Dieser „Schuss vor den Bug“, den Frau von den Laien gut fände, das wären Bomben. Abgeworfen. Wohin? Frau Laie sagt das nicht. Sicher nicht in die Wüste, oder?“

Moderatorin will einschreiten.

Ich:

„Bei allem Respekt. Schweigen Sie. Die Hauptsache kommt.“

Betretenes Schweigen.

„Liebe alle Ihr hier.“

Rundumblick. Augenkontakte.

„Stellen wir uns doch mal vor, irgend ein lieber Pilot schmeisse hier jetzt eine liebe Bombe in dieses liebe Gebäude, hier und jetzo.

Was wäre?

Sagen mal 50 Tote, 500 Verletzte, damit 500 Menschen notlindernd engagiert und 5000 Menschen selber Not leidend.

Ja? Grössenordnung oh kee?“

Kurzes Schweigen.

„Wenn die Laie indes von „Schuss vor den Bug“ blafft, dann meint sie damit nicht eine Bombe. Sie meint damit 10, nein 100, besser 1000 Bomben. Bestenfalls also 1000 mal 5000 gleich fünf Millionen direkt und indirekt Betroffene Opfer, vom Ermordeten über den Invaliden über den Leichtverletzten bis zu trauernden Familien.“

Pause. Schönfrau Leye lächelt milde, die die letzten 13’000 Jahre lang immerwährend mächtige Kabale im Rücken wähnend . Welch töricht Wahn. Die Kabale lässt jeden Unnützen fallen. Zudem ist sie selber in Panik, da am Abhalftern. 

Die Moderatorin versucht, irgendwas rauszubrabbeln. Ich unterbreche schroff.

„Diese äusserlich schöne Frau hier, Frau von der Leye, so sie die Situation erfassen sollte, sagte sie hier, jetzt in diesen Minuten, dass sie zurücktrete. Per sofort. Morgen schriftlich bestätigend.

Sie wird angeklagt des Volksverrates.

Das Gericht muss weise entscheiden. Richter müssen wissen, dass Strafe keine Besserung erwirkt, nie. Wissen sie es nicht, sind sie von ihrem Amt zu entfernen, die Richter.  Sie müssen wissen, dass Verbrecher verwahrt werden müssen so, dass sie keinen Schaden mehr anrichten können, und sie müssen wissen, dass Verbrecher einzig mittels gesellschaftlicher Zuwendung und ihren Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeiten geheilt werden können.

Frau von der Leye darf von Menschen nicht bestraft werden, doch muss sie sich entscheiden für eine Tätigkeit, da sie der Allgemeinheit kleinen Gewinn bringt statt unbeschreiblichen Schaden zufügt. Sie arbeitet gerne handwerklich? Korbflechten ist eine heilige Tradition. Sie hat ihre 7 Söhne selber aufgezogen, liebevoll? Dienst an Kindern ist eine heilige Tat. Sie möge (unter Aufsicht erst) verlorene Kinder betreuen, im Wald, beim Spiel, mit ihnen kochen, singen und lachen.“

Pause.

„Ich habe geendet.“

.

Thom Ram, 21.10.06

.

.

 

 


14 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Thom, kennst Du Rüdiger Lenz und sein von ihm selbst entwickeltes
    „Nichtkampf-Prinzip?“

    Ich sah Rüdiger als Sprecher auf einer Montagsdemo.
    Daraufhin bestellte ich sein Buch, Titel wie oben unter Anführungsstrichen.

    Was Rüdiger im Alleingang geleistet hat, ist echt stark.
    Heute steht er im Einsatz bei den „Schweren Jungs“ Er berichtet im Buch
    darüber und das beleuchtet eine andere Ebene von Krieg, wie hier im
    Blog seit Tagen kolportiert und offengelegt.

    Weißt Du Thom Ram eigentlich, auf wie vielen Ebenen Du tatsächlich
    täglich unterwegs bist, hier auf bb? Du hast die Tatkraft eines Jungen
    und schmeißt einfach so die echt wichtigen Themen an, ich bin baff.

    Du hast den „Riecher“.
    Aus dem Inhalt:

    Geleitwort von Dr. Michael Heilemann

    Teil 1 Angriff ist die schlechteste Verteidigung (…meine Anmerkg.: Dein Selbstgespräch…)

    Vom fehlgeleiteten Selbstverteidigungsmythos Seite 39

    Teil 2 Von der Unversehrtheit zur Friedfertigkeit

    Die Lehre vom Überwinden des Zweikampfs Seite 104

    Teil 3 Das Tao vom Nichtkampf

    Kampfvermeiden im Alltag drei Schritte Seite 135
    Inhaltsverzeichnis sehr unvollständig…..

    ISBN 3-89967-153-8
    http://www.pabst-publishers.de

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  3. Hilke sagt:

    Thom,
    köstlich zu lesen, ich hoffe und vermute stark, du bist einer der Sender hier op de erd.
    Die Von der Laienspielgruppe hat mal ein Dozent von uns per Großbild-an die Leinwandgewerfe auseinandergenommen, damit lediglich ihr Minenspiel detailliert erklärt u. interpretiert. Ich fiel fast vom Stuhl, was der über sie sagte. Die würde ich noch nicht mal Kinder unter Aufsicht hüten lassen! Never ever.

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  4. Hilke sagt:

    Ich glaub, ich würde sie in die Wüste schicken zwecks Visionssuche od. generell in die Natur, daß sie sehen kann, wie auch die geplagteste Natur sich selbst wieder renaturiert, auf daß sie die Wunder der Erde ent-decken kann. Vielleicht wird sie am Ende weinen, vor Glück… und Heilung und Renaturierung wäre geschehn.
    Sagt ein Planet zum anderen als sie sich anner Umlaufbahn treffen: „Was hast du Mütterchen Erde, gehts dir nicht gut?“ Sagt sie: „Ach, ich habe Menschen“. Sagt der andere Planet: „Hatte ich auch. Das vergeht“…

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  5. Arno Energieheiler sagt:

    Das Grundgesetz sagt die Würde des Menschen ist Unantasbar ,aber es wird jeden Tag mit Füßen getreten , eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus ,wenn man überlegt das man wegen falschen Meineid hinter Gitter kommen kann , es gibt Politiker die einen Amtseid Schwören , und dann eine Rede halten , schon die Unwahrheit sagen , ich habe noch nicht gehört das ein Politiker wegen Meineid hinter Gitter gekommen ist , sowie Kirchenmönche Kinder Vergewaltigen können ohne hinter Gitter zu kommen , Also ist das Grundgesetz eine Mogelpackung ,AMEN

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  6. Thom Ram sagt:

    Hilke 00:58

    Sie ist für mich undurchsichtig. Ich erkenne sie nicht. Eines höre ich in ihrer Rede: Gegentum von gescheit. Und von Klugheit unbeleckt.

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  7. Thom Ram sagt:

    Hilke 00:58

    Sender op de erd.
    Lach.
    Schon so lange möcht ich mal Einblick nehmen mittels Tagesbewusstsein dort ind das, was ich in anderen Ebenen bastle. Vorläufig mir gänzlich verborgen.

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  8. WiKa sagt:

    Hallo Thom,

    die Gedanken sind nicht nur frei … sie sind sogar der Ursprung aller Realität. Glücklich, wer das fassen kann. Von der teils unbegreiflichen Realität (wir sagen auch Schönheit der Natur) können wir dabei nur ansatzweise auf die Größe der zugrundeliegenden Gedanken rückschließen. Das stimmt ehrfürchtig, macht nachdenklich … aber auch fröhlich, wegen der unendlichen Perspektive(n).

    Mit der Vorstellung haben viele Menschen Probleme und lassen sich zuweilen lieber von anderen Interessierten geradezu „vernichtsen“. Deshalb ist es einigen Finsterlingen zu jeder Zeit enorm wichtig unsere Gedanken in den Griff zu bekommen. Wir sehen sehr viele Anstrengungen dieser Tage dazu. Die „von den Leichen“ gehört auch auch dazu.

    Wer aber mit der Inspiration flirtet, wie Du, statt sich von TV oder anderen Verblödungsapparaturen gefangen nehmen zu lassen, der ist mit seinen freien Gedanken deutlich im Vorteil. 😊 Denn nur diese freien Gedanken verhindern, dass es endgültig zappenduster wird. Schließlich wissen wir, das die Dunkelheit ein Fiktion ist, weil es nicht mehr als die Abwesenheit von Licht ist. Auch ein noch so klein geratener Funke sollte uns immer wieder daran erinnern.

    In dem Sinne gebe ich mal das Kompliment bzgl. der Inspiration zu diesem Artikel zurück. Gedanken … richtig „Ping Pong“ gespielt … sollten doch allerhand in Bewegung versetzen können. In dem Sinne, auch Dir ein herzliches „weiter so“ … WiKa

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  9. Thom Ram sagt:

    WiKa 17:16

    Willkommen auf bb, WiKa!

    Jaa, dette Dingen mit Gedanken und deren Wirkungen, bis da hin, dass alles, was uns „aussen“ begegnet, Produkt unserer Gedanken ist.
    Ich bin auf diese These vor vielen Jahren gestossen, und gleich faszinierte sie mich, wieweil mein Verstand opponierte, dass es krachte.
    Ich habe Jahre mit meinem Verstand geflirtet, bis er endlich akzeptierte, dass es so ist: Unsere Realität ist Produkt von Gedanken. Dabei spielen unsere Gedanken global (und interstellar, so meine ich) zusammen. In Präzision und Zuverlässigkeit, die ich nur als göttlich bezeichnen kann, denn auch hier: Der Verstand hält es für unmöglich, dass Abermilliarden Wesen so perfekt zusammenarbeiten, äh, zusammendenken.

    Yepp. Und wir haben unsern eigenen Spielraum, und dass der sehr viel grösser ist, als was unser Einer heute zu ahnen beginnt, betrachte ich als gegeben.

    Ich danke Dir für Dein Kompliment.

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  10. Thom Ram sagt:

    WiKa again.

    Huch, erst jetzt sehe ich, aus welchem Stall Du kömmest.
    qpress.de
    Also Wort aus Deinem Munde gewichte ich dreifach.

    Ich schrieb es schon auf Eurem Blog, und hier sage ich es für bb Leser:

    Was ihr an Satire hinlegt ist beispielhaft, ist exorbitant phantasievoll, und immer gespannt und erbaut lese ich bei Euch.
    Bei Dir? Einmannbetrieb? Oder hast Du, so wie ich, 137 Angestellte?

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  11. WiKa sagt:

    Haha … die Größe meines Stabes kann ich nicht ermessen, da ich all die guten Geister aus dieser irdischen Perspektive nicht zu zählen vermag. Aber es muss eine mächtige Schar sein. Hier bin ich derzeit mehr oder minder allein für die Umsetzung (Realisierung in dieser Dimension) verantwortlich … und es macht Freude. Noch mehr Freude macht es dann, wenn man auf die wirklich Gleichgesinnten auf gleicher Ebene stößt.

    Mein Wahlspruch lautet übrigens: „Das Leben ist so einfach, nur niemand bemerkt es“.

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  12. Thom Ram sagt:

    WiKa 17:38

    Was heisst denn WiKa?
    Lass mich raten!
    Wie kannst du nur!
    Wichtiges Kader.
    Wixkalender.
    Wir kalben.
    Wissenskartell.
    Wider Kahlheit.

    🙂

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  13. Thom Ram sagt:

    WiKa 17:38

    Ich habe mich bei Lektüre Deiner Satiren jedesmal gefragt: Kann das einer alleine? Ich bräuchte, um die Info-Dichte und die Umformung in Satire auf Deinem Level hinzulegen, vor jedem Artikel Gespräche mit sagnweama drei Männer-Ideen-Bolzen. In meiner Berlin-Zeit, da machte ich allmonatlich einen Herrenabend. Ich machte Pizza und es gab Wein und wir waren zu viert bis zu sechst. Dort ging es jeweils so ähnlich zu. Oft musste der Pikettarzt kommen, unsere Lachbäuche wieder zusammenflicken.

    Also noch einmal, bitte nimm es fröhlich an, es ist ehrlich herzlich: Ich ziehe meinen Hut vor Deiner Schreiberei.

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  14. WiKa sagt:

    … des Pseudonyms Lösung ist recht einfach … ein Blick ins Impressum der Seit klärt das meist sofort. Habe den aber schon seit mehr als 15 Jahren, als ich mit der Fabuliererei begann. Vielen Dank für das das Kompliment, ich nehme es als Ansporn, trotz vielfacher Anfeindungen, unbeirrt diesen Weg weiterzugehen … DANKE …

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