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Putin-Phobie – Путинфобия

Da hier nun schon einige „Analysen“ zu Putin und Rußland immer wieder auf Interesse stoßen, soll auch ein etwas anders gearteter Beitrag zum russischen Präsidenten hier Platz finden – der Hinweis auf eine ausgeprägte Putinphobie.
Meine Kommentare dazu folgen später.
© für die Übersetzung aus dem Russischen: Luckyhans, 24. April 2016
русский оригинал см. ниже

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Neuerscheinung: das Buch von Giulietto Ciesa „Putinphobie“ – antirussische Hysterie als letzte Waffe des Gegners

Donnerstag, 21 Аpril 2016

Dieser Tage erscheint das Buch des bekannten italienischen Politikers und Journalisten Giulietto Ciesa „Putinphobie“. Zuerst erscheint es in russischer Sprache, und in den nächsten Wochen in italienischer, französischer und englischer Sprache. Es wird erwartet, daß es ein bemerkenswertes Ereignis in der Welt der Dokumentationen, Publizistik und Literatur wird.

Putinphobie“ analysiert solch ein Phänomen wie den Haß gegen Rußland, welchen der Westen schürte, vor allem im Verlauf der letzten Jahrhunderte, aber eigentlich immer, meint der Autor.

Dieser Haß ist irrational, in ihm hat Logik keinen Platz. Giulietto Ciesa zeigt auf, daß er ein irrationales Gefühl ist, auf dem diese Angst und diese besessene Unnachgiebigkeit von Seiten des Westens in Bezug auf Rußland gründen.

Im Interview mit dem italienischen Journalisten Alberto Melotto auf „Pandora TV“ erzählte der Autor, wovon er ausgegangen war, als er an dem Buch arbeitete.

Das Erste: die Russophobie ist das Nichtannehmen dessen, was anders ist.

Das Zweite: dieses Nichtannehmen dessen, was anders erscheint, ist ungewohnt und es wird beklagt, daß dieses „andere“ uns sehr ähnlich sei.

Die Russen sind uns sehr ähnlich, scheinen uns ähnlich, und wir können nicht verstehen, worin denn der Unterschied besteht. Das zeigt sich darin, daß die Russen Europäer sind, aber gleichzeitig sind sie auch Asiaten.

Das Dritte ist, daß der Westen den Osten fürchtet.

Das Vierte, möglicherweise das wichtigste von allen: das ist die Angst vor einer reichen Kultur und einer riesigen Zivilisation, die man dem Westen, in unserem Falle Europa, nicht unterordnen kann“, erzählte der Politiker.

Außerdem stellt Ciesa in seinem Buch verschiedene Einflußzentren der Welt einander gegenüber. Im Einzelnen geht es um die VSA. Gemäß der Bemerkung des Moderators Alberto Melotto machen diese den Eindruck einer ziemlich mächtigen Kraft vom militärischen Standpunkt aus, allerdings wirtschaftlich wohl nicht unbedingt, da ihre Wirtschaftskraft wenig realistisch sei und die VSA zu verschiedenen Maßnahmen griffen, um sich für die anderen Länder in positivem Licht darzustellen, was einfach als Strategie und berechnender Zug erscheint. Ein Beispiel dafür: die Technik des berüchtigten Frackings, welche die Umwelt verschmutzt und einen unverständlichen Vorteil bietet. All das läßt verstehen, daß die VSA eine Koloß auf tönernen Füßen sind, stellt Melotto fest.

Vor diesem Hintergrund, so bemerkt der Moderator, sieht Rußland viel überzeugender aus, mit großen Gasvorkommen, welche noch der Erschließung harren, auf dem eigenen Territorium und im Unterschied zu anderen Orten auf dem Planeten, wo die Reserven zur Neige gehen. Aber wie selbst Putin gesagt hat, garantiert dies nicht einen Platz in der Weltwirtschaft, die immer stärker konkurriert.

Melotto interessierte sich beim Buchautor dafür, welche Strategie Rußland einschlagen sollte, um sich auf einem Weltmarkt zu behaupten, der gerade in einer fundamentalen Krise steckt.

Ich möchte bemerken, daß die Wirtschaftsmacht der VSA nichts Ausgedachtes ist, sie ist real, und es ist eine riesige Macht, welche die Welt verändert hat, aber es ist gleichzeitig ein Selbstbetrug dieses Amerikas, welcher dank dieser Macht ein Weltselbstbetrug wurde.

Auf die Frage zu antworten, welche Strategie Rußland umsetzen solle, um die Krise zu meistern, ist hinreichend schwierig. Und ich würde ergänzen, wenn Zeit dafür ist, daß diese Krise sich so schnell verschärft, daß ich bezweifele, daß die Zeit ausreichen wird.
Jedenfalls ist zu tun, was bisher nicht getan wurde. Eine tiefgehende innere Reform: wirtschaftlich, moralisch, staatlich. Rußland ist ein Land, in dem es zur Zeit noch Korruption gibt. Es ist ebenso ein Land, in dem es keine adäquaten staatlichen Strukturen gibt. Und der einzige aus meiner Sicht wichtige Faktor, der fehlt, ist die nicht ausreichende demokratische Erfahrung.
Rußland fehlt vieles. Angesichts der tiefen Krise der westlichen Demokratie denken die Russen, daß Demokratie einfach nicht benötigt wird, und kehren zurück.

Meine Meinung ist, daß Demokratie gebraucht wird, und zwar sehr, weil wenn in einem Land mit einer solchen Kultur eine breite demokratische Teilhabe der Massen hinzukommen würde, dann wird dieses riesige Land unbesiegbar sein. Mit anderen Worten, Putin mit seiner Mannschaft muß das tun, was Gorbatschow nicht schaffen konnte.

Als er versuchte, das Problem der Demokratie in der UdSSR zu lösen, ist er gescheitert. Aber das Problem ist geblieben, und es existiert bis heute. Dies ist die Begrenzung, die durch Putins Mannschaft nicht überwunden wurde. Ich denke, daß diese Frage unbedingt zu lösen ist.
Als letztes würde ich hier ergänzen: Rußland ist dank den mir bekannten verschiedenen historischen Motiven weiterhin ein Land, das auf sich selbst, nach innen, gerichtet ist, während es gleichzeitig notwendig wäre, mit anderen zu reden, wenn es wieder eine bestimmende Kraft in der Weltarena werden will. Es muß beginnen, im Namen des Friedens zu sprechen, wie das die VSA seinerzeit mit ihren Methoden getan haben, die ich absolut deformiert finde, aber sie haben es mit Erfolg getan.

Das heißt, im Namen des Friedens sprechen, und nicht nur Rußlands, und eine neue alternative Sicht, eine neue Herangehensweise und neue Konzeption der Probleme unserer Zivilisation anzubieten“, stellt Ciesa fest.

In seinem Buch „Putinphobie“ hat Ciesa auch dem Informationsproblem seine Aufmerksamkeit geschenkt, und dem Mainstream, den Ciesa als Falsifikator der Fakten beschreibt und der jegliche Verbindung zur Realität verloren hat. Er erzählt von einer Information, welche sich auf die herrschenden politischen Kreise stützt, italienische wie internationale, die kein Interesse daran haben, die Realität zu kennen. Sie sorgen sich nur um die eigenen Interessen und wollen alles entsprechend ihren eigenen Überzeugungen sehen, was bedeutet, daß sie die Vergangenheit vollständig ignorieren, und auch die Gegenwart in ihrem Wesen, ist der Autor überzeugt.

Ciesa führt als Beispiel bezüglich der westlichen Führer an, daß diese ohne Kenntnis der Geschichte im Mai vergangenen Jahres nach Rußland zur 70-Jahr-Feier der Beendigung des Zweiten Weltkrieges und des Sieges der UdSSR über den Faschismus gefahren seien.

Der Autor erinnert auch an die unlängst geschehene Episode mit dem Abschuß der Boeing der Malaysischen Fluglinie. Die Information dazu wurde oberflächlich verbreitet und es wurden sofort die Schuldigen benannt: die russischen Streitkräfte. Gleichzeitig ist gut bekannt, daß es keinerlei Beweise dafür gibt.

In diesem Zusammenhang interessierte sich Alberto Melotti beim Autor dafür, ob denn Rußland immer als Agressor und Okkupant dargestellt werden müsse und warum nicht gesagt würde, daß es in vielen Fällen auch Opfer sei?

Die Polemik dagegen, was ich ‚die große Fabrik der Träume und Lügen‘ genannt habe, wurde von meiner Seite in den vergangenen Jahren ständig geführt. Dieses Buch ist nichts anderes als die Aufdeckung der lautesten Falsifikationen, welche der Westen gegen Rußland produziert hat. Ich würde sagen, daß diese Falsifikationen von noch einem Element begleitet werden: einem pathologischen und hysterischen.

Der Westen ist nicht beunruhigt, er ist besorgt. Denn er weiß, daß seine Zeit abgelaufen ist, die Tage gezählt sind. Es geht eine Epoche zu Ende, geschichtlich, eine Periode der Menschheitsgeschichte. Und deshalb werden diese Besorgnis und Hysterie vom Westen benutzt, um den Gegener zu zerstören, der in der Zeit überlebensfähiger erscheint. Das ist Rußland, aber auch China.
So scheinen mir die Motive der Russophobie als Waffe des Gegners.
Aber genau auf diese Weise demonstriert der Westen den Niedergang seiner Werte, welche zum jetzigen Zeitpunkt nur als Losungen geblieben sind, obwohl sie seinerzeit Sinn und Gewicht hatten. Die Pressefreiheit zum Beispiel ist im Westen beendet und hat sich zu einer gegenwärtigen Verstellung in Stile Orwells verwandelt“, stellte Ciesa fest.

Als Anhänger linker Ansichten hat Giulietto Ciesa einen gewichtigen Teil seiner Gedanken in seiner Arbeit der sowjetischen Preiode 1917 – 1991 gewidmet, welche wie er meint nicht als Kommunismus bezeichnet werden kann. Giulietto Ciesa hält sich ausführlich an den Fehlern der sowjetischen Periode fest, welche dem Westen die Möglichkeit gaben, ein Übergewicht im Widerstreit mit dem Sowjetsystem zu erlangen, worunter auch der Mangel an Demokratie war. Allerdings ist der Kapitalismus selbst jetzt nahe am Zusammenbruch, meint Ciesa.

Wir im Westen sagen oft, daß es ein Problem der nichtausreichenden Demokratie ist. Aber das Problem ist schwieriger zu verstehen. Die kapitalistische Gesellschaft brauchte einfach mehr Zeit zum Zerfall, was wir jetzt mit einer Verspätung von 100 Jahren erleben. Wir beobachten deren Tod. Den Tod eines Systems, das nicht mehr lebensfähig ist. Der Konflikt des sozial-ökonomischen Systems im Kapitalismus, das in etwas unverständliches transformiert, dazu führt, daß die historische Prüfung nicht bestanden wird. In gewissem Sinne ist das unsere westliche Verirrung, daß wir gewohnt waren zu denken, daß das Problem in der Demokratie läge. Gleichzeitig haben wir die Demokratie gestürzt“, stellte der Politiker fest.

In seinem Buch redet der Politiker viel davon, daß nicht alle Völker den gleichen Entwicklungsweg durchlaufen – mental, intellektuell und kulturell.

In den letzten Abschnitten der „Putinphobie“ richtet Ciesa die Aufmerksamkeit auf eine solche Erscheinung wie die Russophobie in Rußland selbst, welche für einen Teil seiner Bürger charakteristisch ist, besonders die Vertreter der Intelligenz. Diese Erscheinung ist an sich schockierend und einmalig: es gibt nichts ähnliches in keinem anderen Land der Welt. Ciesa selbst wurde Zeuge der Aussagen eines der Vertreter der russischen gebildeten Klasse, der erklärte, daß Markt und Kapitalismus über allem stehen und es nichts Schlimmes sei, wenn sie den Tod von Millionen überflüssiger Leute in Rußland nach sie ziehen werden, wobei er nicht verhehlte, daß er sein eigenes Volk haßt.

Tatsächlich denke ich nicht, daß in anderen Ländern ein Teil der Leute derart ihr Volk hassen. Darüber spreche ich im Buch. Es gibt keine Indianer als Indianerhasser, keine Italiener als Itelienerhasser, aber es gibt Russen, die Russophob sind. Das ist erstaunlich, und das erfordert Nachdenken zu diesem Thema.

Im Buch führe ich das zum Teil aus. Meistens, wenn auch nicht vollständig, sind das Intellektuelle. Sehr reiche und wohlsituierte Intellektuelle, viele davon sind Juden. Gerade eine Jüdin sagte, daß für den Aufbau des Kapitalismus in Rußland es nötig wäre, daß einige Millionen Menschen umkommen. Sie sind überflüssig und für den Kapitalismus unnötiges Material.
Und dieser Teil der russischen Intelligenz würde gern ein Teil des Westens sein. Vielleicht sind sie auch psychologisch mit dem Westen, aber sie verstehen überhaupt nicht, daß der restliche Teil des russischen Volkes mit dem Westen nicht kompatibel ist.
Das ist eine andere anthropologische Form innerhalb der europäischen Kultur. Wir sind gewohnt zu denken, daß Rußland ein Teil Europas ist, aber gleichzeitig stoßen wir es ab, weil es anders ist. Wir wollen es zwingen, ein Teil Europas zu sein, aber Rußland hat keinerlei Wunsch Europa zu sein, und es wird es auch nicht können, denn es ging einen ganz anderen historischen Weg. Das ist auch die besondere Charakteristik Rußlands, das eine völlig andere innere Komponente hat. Und von der Seite sehen wir den Teil Rußlands, der uns ähnlich ist, aber es hat einen anderen wichtigen Teil. Und wir verstehen nicht, daß es noch einen Teil der Welt gibt, der uns nicht ähnlich ist, und dessen Teil Rußland auch ist.

Es ist an der Zeit, daß wir lernen, daß es noch 6 Milliarden Menschen gibt, welche verschiedene Zivilisationen vertreten, die anders als unsere sind. Und das darf man auch nicht vergleichen. Und sie leben selbst. Aber wir haben die Globalisierung erschaffen, wo alle diese Unterschiede miteinander im Konflikt stehen. Das ist das Hauptproblem.

Die Russophobie ist das eine Problem in der russischen Gesellschaft. Die reiche Intelligenz kennt ihr Volk schlecht. Es gibt sehr wenige russische Intellektuelle, die Rußland wirklich verstehen. Einer von ihnen war Leo Tolstoj. Eines seiner Werke erklärt den Russen, daß sie von allen anderen verschieden sind, das ist ‚Krieg und Frieden‘.

Ich rate allen, ohne Eile dieses großartige Werk durchzulesen“, resumierte Ciesa.

– Video: Interview Chiesa – Alberto Melotto in italienisch (siehe Link) –

http://antifashist.com/item/v-svet-vyhodit-kniga-dzhuletto-kezy-putinfobiya-antirossijskaya-isteriya-poslednee-oruzhie-protivnika.html
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В свет выходит книга Джульетто Кьезы «Путинфобия»: Антироссийская истерия – последнее оружие противника

Четверг, 21 Апрель 2016

В самом скором времени в свет выйдет книга известного итальянского политика, журналиста Джульетто Кьезы «Путинфобия». Сначала она выйдет на русском языке, а в ближайшие недели на итальянском, французском и английском языках. Ожидается, что она станет заметным событием в документальной, публицистической и литературной среде.

«Путинфобия» анализирует такой феномен как ненависть к России, которую Запад испытывал, скорее всего, всегда, и по крайней мере, в течение последних столетий, утверждает автор.

Ненависть эта иррациональна, в которой нет места логике. Джульетто Кьеза повествует, что представляется из себя это иррациональное чувство, на чем базируется этот страх и эта одержимая непримиримость со стороны Запада по отношению к России.

В интервью итальянскому журналисту Альберто Мелотто в эфире «Pandora TV» автор рассказал, из чего он исходил, работая над книгой.

«Первое: русофобия это неприятие того, что является другим.

Второе: это неприятие того, что кажется другим, непривычным, и обвиняется в том, что это «другое» очень похоже на нас.

Русские очень похожи на нас, кажутся похожими, и мы не можем понять, в чем же разница. Это проявляется в том, что русские европейцы, но в то же время они и азиаты.

Третье это то, что Запад боится Востока.

Четвертое, может быть, более важное из всех: это страх перед богатой культурой и огромной цивилизацией, которые невозможно подчинить Западу, в нашем случае, Европе», – рассказал политик.

Кроме того, в своей книге Кьеза сопоставляет различные мировые центры влияния. В частности, речь идет о США. По замечанию ведущего Альберто Мелотто, они производят впечатление довольно мощной силы с военной точки зрения, однако, похоже, не очень сильны экономически, их экономическая мощь малореальная, и США прибегают к различным мерам, чтобы показаться в позитивном свете для остальных стран, что кажется просто стратегиями и просчитанными ходами. Как пример тому: техника пресловутого фрекинга, которая загрязняет окружающую среду и обладает непонятной выгодой. Много вопросов и по созданию капиталов из ничего, посредством финансовых операций. Все это дает понять, что США это гигант на глиняных ногах, отмечает Мелотто.

На этом фоне Россия, отметил ведущий, выглядит более уверенно, имея большие запасы газа, которые ещё предстоит добыть на собственной территории, в отличие от других мест на планете, где уже имеет место истощение запасов. Но как сказал сам Путин, это не гарантирует место в мировой экономике, которая становится все более конкурентной.

Мелотто поинтересовался у автора книги, какую стратегию должна вести Россия, чтобы еще больше укрепиться на мировом рынке, погрязающем, к тому же, в масштабном кризисе.

«Замечу, экономическая мощь США это не выдумка, она реальна, и это огромная мощь, которая изменила мир, но в то же время самообман, самообман самой Америки, которая стала благодаря этой мощи мировым самообманом.

На вопрос, какие стратегии должна проводить Россия, чтобы преодолеть кризис, ответить довольно сложно. И я бы добавил, если будет время на это, потому как кризис набирает обороты так быстро, что я сомневаюсь, что на это будет время. Но в любом случае, то, что не было сделано до сих пор. Глубокая внутренняя реформа: экономическая, моральная государственная. Россия – страна, в которой пока ещё есть коррупция. Это также страна, в которой нет соразмерных государственных структур. И единственный, на мой взгляд, важный фактор, которого не хватает, это нехватка демократического опыта. России много не хватает. Идет глубокий кризис западной демократии, и русские, глядя на это, возвращаются назад, думая, что демократия просто не нужна.

Мое мнение, что демократия нужна, и очень потому, что если стране с такой культурой добавить широкое демократическое участие масс, то такая огромная страна будет непобедима. Другими словами, Путин должен со своей командой сделать то, чего не смог сделать Горбачев.

Когда он попытался решить проблему с демократией в СССР, он провалил задачу. Но проблема осталась, и до сих пор существует. Это тот ограничитель, который не был преодолен путинской командой. Думаю, что этот вопрос необходимо решать.
И последнее, что я хотел бы добавить. Россия, благодаря различным историческим мотивам, которые мне известны, продолжает быть страной, которая направлена внутрь себя, в то время когда необходимо начать говорить с другими, если она хочет стать снова определяющей силой на мировой арене. Она должна начать говорить от имени мира, как это сделали США в свое время и своими методами, их методами, которые я считаю абсолютно деформированными, но они это сделали с успехом.

То есть, начать говорить от имени мира, а не только России, и предлагая новый альтернативный взгляд, новый подход и новую концепцию проблем нашей цивилизации», – отметил Кьеза.

В своей книге «Путинфобия» Кьеза также уделил внимание наличию проблемы информации, и о мейн-стриме, который Кьеза описывает как фальсификация фактов, и которая потеряла всякую связь с реальностью. Он рассказывает об информации, опирающейся на правящие политические круги, итальянские или интернациональные, у которых нет никакого интереса знать реальность. Они заботятся только о собственных интересах и хотят видеть все согласно своим установкам, что значит, что ими полностью игнорируется прошлое и настоящее по своей сути, уверен автор.

Кьеза приводит пример касаемо западных руководителей, которые не зная истории не поехали в Россию в мае прошлого года на празднование 70-летия окончания Второй мировой и победы СССР над наци-фашизмом.

Вспоминается автором и недавний эпизод со сбитым Боингом малазийских авиалиний. Информация об этом была подана поверхностно и сразу были названы виновные: российские войска. В то время как хорошо известно, что нет никакого доказательства на этот счет.

В этой связи Альберто Мелотто поинтересовался у автора, неужели Россия должна быть всегда представлена как агрессор, оккупант и почему не говорится, что она во многих случаях жертва?

«Полемика против того, что я назвал «большой фабрикой снов и лжи» была с моей стороны постоянной в течение последних лет. Эта книга ничто иное как развенчивание самых громких фальсификаций, которые Запад сфабриковал против России. Я сказал бы, что эти фальсификации сопровождаются ещё одним элементом – патологичным и истеричным.

Запад не спокоен, он встревожен. Потому что знает, что его время закончилось, дни сочтены. Подходит к концу эпоха, история, период истории человечества. И поэтому эта тревога и истерия используются Западом, чтобы разрушить противника, который кажется более жизнеспособным во времени. Это Россия, но также и Китай. Такими мне кажутся мотивы русофобии как оружия противника. Но именно таким образом Запад демонстрирует закат своих ценностей, которые на данный момент остались только как лозунги, но в свое время они имели смысл и вес. Свобода прессы, например, закончилась на Западе и превратилась в настоящее представление в стиле Оруэлла», – отметил Кьеза.

Как сторонник левых взглядов, увесистую часть размышлений Джульетто Кьеза посвятил в своей работе советскому периоду 1917-91 годов, который, как он считает, нельзя назвать коммунизмом. Джульетто Кьеза подробно останавливается на ошибках советского периода, которые позволили Западу одержать верх в противостоянии с советской системой, среди которых все та же нехватка демократии. Однако и сам капиталистический Запад ныне на грани краха, утверждает Кьеза.

«Мы на Западе часто говорим, что это проблема нехватки демократии. Но проблема более сложна в понимании. Просто капиталистическому обществу понадобилось больше времени на распад, что мы сейчас и наблюдаем с опозданием в 100 лет. Наблюдаем его смерть. Смерть системы, которая больше не жизненноспособна. Конфликт социально-экономической системы при капитализме, трансформированной во что-то непонятное приводит к тому, что она не выдерживает проверки историей. В какой-то степени это наше заблуждение, нас, на Западе, что мы привыкли думать, что проблема в демократии. В то время как мы сами свергли демократию», – отмечает политик.

В своей книге политик также много говорит о том, что не все народы проходят один и тот же путь развития, ментального, интеллектуального и культурного.

В последних главах «Путинфобии» Кьеза обращает внимание на такое явление как русофобия в самой России, которая характерна для некоторой части ее граждан, особенно, представляющих интеллигенцию. Явление само по себе шокирующе и уникально: ничего подобного нет ни в одной стране мира. Кьеза сам стал свидетелем изречений одного из представителей российского образованного класса, заявившего, что рынок и капитализм – превыше всего, и ничего страшного, если они повлекут за собой смерть миллионов лишних людей в России, тем самым не скрывая, что испытывает ненависть к своему народу.

«Действительно я не думаю, что в других странах есть часть людей, которые так ненавидят свой народ. Я говорю об этом в книге. Нет индийцев индиафобов, нет итальянцев италофобов, но есть россияне, которые являются русофобами. И это удивительно, и требует размышлений на эту тему.

В книге отчасти я это делаю. Большей частью, если не полностью, это интеллектуалы. Интеллектуалы очень богатые и хорошо устроенные, многие из них евреи. Именно женщина-еврейка говорила, что для построения капитализма в России нужно, чтобы умерло несколько миллионов человек. Они лишние и это ненужный материал для капитализма. И эта часть российской интеллигенции хотела быть частью Запада. Может они и были психологически с Западом, но совершенно не понимали, что остальная часть российского народа несовместимы с Западом. Это другая антропологическая форма внутри европейской культуры. Мы привыкли думать, что Россия это часть Европы, но в то же время мы ее отталкиваем, потому что она другая. Мы хотим заставить ее быть частью Европы, но у России нет никакого желания быть Европой, и она не сможет, потому что прошла совсем иной исторический путь. Это и есть особая характеристика России, которая имеет совсем другую внутреннюю составляющую. И со стороны мы видим часть России похожую на нас, но она имеет и другую важную часть. И мы не понимаем, что есть ещё одна часть мира, которая не похожа на нас, и частью которого Россия также является.

Нас бы пора научить, что существует ещё 6 миллиардов человек, представляющих разные цивилизации совершенно отличные от нас. И нас нельзя сравнивать. И они живут сами по себе. Но мы создали глобализацию, где все эти отличия начали конфликтовать между собой. Это главная проблема.

Русофобия это проблема в российском обществе. Богатая интеллигенция плохо знает свой народ. Очень мало было русских интеллектуалов, которые действительно понимали Россию. Одним из них был Лев Толстой. Среди его произведений есть одно, которое объясняет русским, что они отличаются от остальных, и это – «Война и мир».

Советую всем, не торопясь, прочитать это великое произведение», – резюмировал Кьеза.
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Видео: Интервью Кьеза – Мелотто с русским переводом

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10 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. Ya sagt:

    „In den letzten Abschnitten der „Putinphobie“ richtet Ciesa die Aufmerksamkeit auf eine solche Erscheinung wie die Russophobie in Rußland selbst, welche für einen Teil seiner Bürger charakteristisch ist, besonders die Vertreter der Intelligenz. Diese Erscheinung ist an sich schockierend und einmalig: es gibt nichts ähnliches in keinem anderen Land der Welt.“ und später „Sehr reiche und wohlsituierte Intellektuelle, viele davon sind Juden.“

    Diese Phobie gibt es auch in anderen Ländern, z.B. in Deutschland. Wie sehr müssen sich die Deutschen hassen, um sich von der Merkelregierung so missbrauchen zu lassen. In abgeschwächter Form gilt das für ganz Europa, das von den VSA täglich vergewaltigt wird…

    Diese „Russophobie“ kommt im wesentlchen nicht von Russen, sondern von Juden, wie der Autor selber festgestellt hat. Ob das etwas mit Intelligenz zu tun hat, will ich bezweifeln. Aber Habgier, gepaart mit Arroganz, erzeugen eine gewisse Schläue und das reicht aus, um z.B. Europa zu unterjochen. Wir haben es auch zum Teil mit nichtmenschliche Entitäten zu tun, welche Regierungen benutzen, um ihre Ziele zu erreichen. Vor allem die westlichen Regierungen sind buchstäblich besessen. Anders kann ihr Handeln nicht mehr erklärt werden.

    Ich empfehle, einiges von Cobra dazu zu lesen…

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  3. thomram sagt:

    @ Ya

    Sei willkommen hier im Hause bb, Ya.

    Dass hinter den schwarzen Geschehnissen auf unserer Mutter Erde seit Jahrzehntausenden Mächtige stehen, die wir von Auge nicht wahrnehmen, ist für mich derzeit fact. Sie wirkten durch Einflüsterungen bis hin zu kompletten Besetzungen.

    So viel mir bekannt ist, müssen Heerscharen von diesen Wesen die Erdsphären verlassen. Jetzt, in unserer Zeit. Sie sind gezwungen. Das lässt die Führungsriegen rotieren, denn die schlauesten Ideen werden ihnen nicht mehr geliefert. Dass sie rotieren, scheint mir offenkundig. Früher machten sie alles so sehr langsam, dass Mensch wie der Frosch im heisser werdenden Wasser gar nicht merkte, wie ihm wirklich geschah.
    Heute machen sie Schritte zu schnell, einer davon ist, öffentlich kundzutun, was sie wirklich beabsichtigen. Dafür sind die Menschen noch nicht heiss genug gekocht. Was sie heute tun, fällt auch manchem Tiefschläfer auf.
    Das sind gute Nachrichten.
    Sie genügen nicht für Verbesserung. Wir müssen die Verbesserungen selber tätigen.

    Cobra lese ich gerne. Ich nehm mir davon raus, was mir einleuchtet. Was mir als Schaumschlägerei vorkommt, lasse ich einfach liegen.

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  4. Ya sagt:

    „Sie genügen nicht für Verbesserung. Wir müssen die Verbesserungen selber tätigen.“

    Ja, allerdings, obwohl Hilfe von „Außen“ jederzeit willkommen ist. Mir leuchten die Aussagen von Cobra u.a. über Archonen ein, oder dass der Cern ein interdimensionales Portal öffnen will. Dem naiven Europäer wird gesagt, dass sie das „Gottesteilchen“ suchen. Aber, ich stimme Dir zu, dass man bei allen Informationen selber entscheiden muss, was man für richtig hält. Ich vergeiche Informationen verschiedener Quellen – vor allem gechannelter Botschaften – mit dem, was Cobra oder Corey Goode sagen und obwohl Channels (wie Bashar oder Elias) hauptsächlich auf die Entfaltung des Menschen fokussieren, stimmen sie doch in vielen Aussagen mit Cobra oder Goode überein. Hier ein Auszug von Bashar über kommende Wahrscheinlichkeiten…

    Im Dezember 2014 machte Bashar, der seit 30 Jahren von Darryl Anka gechannelt wird, einige weitgehende Voraussagen über die Zukunft der Menschheit und die Veränderungen, die vor allem ab Herbst 2016 beginnen. Dazu muss bemerkt werden, dass es so etwas wie Weissagungen nicht gibt. Es ist eher so, dass die Energie JETZT gelesen wird und wenn die Energie, welche hinter diesen Erwartungen steht, einen Wahrscheinlichkeitsgrad von 85% oder mehr hat, es unwahrscheinlich ist, dass sich das noch ändern wird.

    Herbst 2016

    Alles wird sich verändern! Einige dieser Veränderungen werden sofort sichtbar sein. Anderen werden sich mit der Zeit manifestieren, aber der Samen der Veränderung für die folgenden Jahre wird gesät sein.

    Man wird mit Sicherheit wissen, dass es in irgendeiner Form außeririsches Leben gibt, sei es als Amöbe oder als komplette Wesen. 98 % Wahrscheinlichkeit

    Es wird eine abrupte Veränderung in der finanziellen und ökonomischen Situation geben. Es wird einen großen Zusammenbruch im Finanzwesen stattfinden und danach wird die Finanzwirtschaft auf neuen Ideen wieder aufgebaut werden.

    Auch wird eine komplette Umgestaltung der Besteuerung stattfinden, so dass die Völker der Erde endlich wieder auf ihre Füße kommen.

    Um 2020

    Bis 2020 sind viele Dinge, die in der Wirtschaft nicht funktioniert haben, verschwunden und neue Systeme werden errichtet, so dass zwischen 2025 und 2030 die Systeme im Rahmen des globalen Planeten sehr viel einfach funktionieren. 87 bis 95% Wahrscheinlichkeit. Aber alles beginnt im Herbst 2016.

    Wir werden das politische System komplett umstellen. 88% Wahrscheinlichkeit.

    Zwischen 2020 und 2025

    Wir werden es endlich zulassen, dass „freie Energie“ entdeckt wird. Das wird durch eine weitere Kernschmelze eine Reaktors beschleunigt, so dass jeder sehen kann, dass man diese schmutzige Energie nicht verwenden kann. 100% Wahrscheinlichkeit

    2017 bis 2019

    Ein weiterer schwerer Terroranschlag wird stattfinden. 98% Wahrscheinlichkeit. Das wird viele Dinge verändern.
    Nach der Kernschmelze werden neue Formen der Energie entdeckt und neue Wege werden sich eröffnen mit Entwicklungen wie z.B. Raumfahrt, so dass man in relativ kurzer Zeit auf dem Mond landen kann.

    2020 bis 2025

    Wir werden als Tatsache wissen, dass Atlantis real ist und existiert hat. Jamand wird die Bibliothek, die noch existiert, finden. Viele der Bücher kommen von der Bibliothek Alexandrias, von denen man dachte, dass sie für immer verloren seien. Dieser Reichtum an Wissen wird die Idee eines neuen Goldenen Zeitalters auf der Erde beschleunigen.

    Erfindungen und Möglichkeiten, die man für unmöglich hielt, werden gemacht werden, weil wir unsere Fähigkeiten koordinieren. Das wird den ersten Kontakt beschleunigen und bekannt machen, dass außerirdische Wesen schon lange mit irdischen Regierungen in Kontakt sind.

    Zwischen 2025 und 2033

    Die Ozeane werden zwischen 12 und 15 Meter steigen, so dass einige Küstenregionen unter Wasser sind. Manche Gegenden mit warmen Klima werden etwas kühler. Das ist so, weil die Industrie die natürlich Zyklen beschleunigt hat und uns in eine Minieiszeit bringen wird, die ungefähr 50 Jahre dauern wird.

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  5. luckyhans sagt:

    @ Ya:
    Mann, von diesen „Voraussagen“ habe ich schon Dutzende gelesen, mit der schönen Folge, daß sie alle nicht wie vorgesehen eingetreten sind. Denn die Voraussetzungen, unter denen diese „Voraussagen“ erstellt werden, ändern sich auch mit der Zeit.
    So wäre schon vor 8 Jahren das Welt-Finanzsystem an seinem logischen und unwiderruflichen Ende gewesen, wenn man nicht – alle Gesetze mißachtend – einfach weiter Unmassen von Computergeld (Hubschraubergeld) generiert hätte, um den Schwachsinn noch ein paar Jahre weiterlaufen lassen zu können.
    Deutlich zu erkennen an den alljährlichen erneuten Gesetzesübertretungen in den VSA, wenn die Defizit-Grenze wieder mal verfassungswidrig erhöht wird…
    Insofern wird es diesen wie auch allen anderen „Vorhersagen“ ergehen, nur daß es dann inzwischen wieder neue „aktuelle“ geben wird…
    Und es ist keine Kunst, heutzutage von Wirtschaftszusammenbruch (der systembedingt nur noch eine Frage der Zeit ist) oder Terroranschlägen (von denen gewiß noch einige inszeniert werden) zu faseln – das sind Dinge, die jedem denkenden Menschen längst klar sind, daß sowas kommen muß…
    Sogar die Hauptströmung merkt schon auf:
    http://money.oe24.at/Topbusiness/Dieses-Jahr-kollabiert-die-Weltwirtschaft/232389675
    http://www.misesde.org/?p=12566
    usw.

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  6. luckyhans sagt:

    Hier nun meine Meinung zu Freund Ciesas obigem Interview.
    1. Interessant daß Putin und Rußland fast gleichgesetzt werden – Putinphobie = Russophobie.
    Ob das so richtig ist?
    Oder wird irgendwann wieder ein ganz Schlauer herausfinden, daß Putins Großmutter DOCH Jüdin war…? 😉 Möglicherweise bleibt uns auch solcher Schwachsinn nicht erspart…
    2. Daß „der Westen“ mit der Mentalität der russischen Menschen ein Problem hat, ist nix Neues, wobei an dieser wie an vielen anderen Stellen eine treffliche Gleichmacherei herrscht – als ob auch nur irgendwo so etwas wie ein homogenes Gebilde vorhanden wäre, wie „die Juden“ (hatten wir hier schon mehrmals) oder „die Russen“ (und natürlich auch „die Deutschen“)… jedes Volk besteht aus Millionen individuell verschiedener Einzelwesen, die zwar ähnliche charakteristische Züge aufweisen, aber doch alle einzeln voneinander grundverschieden sind.
    Ob man dies Verhältnis jederzeit als „Haß“ klassifizieren kann, scheint mir jedenfalls sehr weit hergeholt – es ist bei den meisten wohl eher Unsicherheit und Unverständnis.
    Auch scheint der Autor den Unterschied zwischen „Kultur“ und „Zivilisation“ nicht erkannt zu haben.
    3. Was die „Wirtschaftskraft“ der VSA betrifft, so finde ich eher Melotto auf der richtigen Spur, denn außer der aufgeblasenen Wallstreet mit ihren Scheinumsätzen im Computer und der hypertrophierten Wehrtechnik-Industrie haben die VSA kaum noch richtige Industrie im Lande – von einzelnen Autofabriken eigener wie ausländischer Konzerne, Chemiebetrieben und Atom-Kraftwerken abgesehen – gut, ich übertreibe jetzt ein wenig, aber man vergleiche bitte den Anteil der „Finanzwirtschaft“, die selbst keine Werte schafft, sondern nur umverteilt, am sog. Bruttoinlandsprodukt mit den anderen Branchen.
    Und daß von den VSA warenmäßig das Dreifache vom Exportierten importiert wird, spricht auch Bände – wenn da die Notenpresse nicht wäre und der Petro-Dollar…
    4. Es ist ein Kennzeichen des völlig fehlgeleiteten Kapitalismus, daß der natürliche Reichtum eines Landes absolut geringgeschätzt wird und dem ausgedachten „Wert“ des Kapitals total untergeordnet wird.
    Es ist eine der größten Manipulationen des verirrten Kapitalismus, daß ein Land mit vielen hochwertigen Naturressourcen als bettelarm gelten kann. Ohne die totale Korruption der Landesführungs-Marionetten und die von diesen zu verantwortende Verschenkung der Naturreichtümer (Bohrkonzessionen, Schürfrechte, Wälder, Ackerland usw.) an ausländische Konzerne wäre das völlig undenkbar.
    So wie es auch in Rußland unter dem Alkoholiker Jelzman geschehen war: die VSA-Konzerne konnten in den 90er Jahren bis tief in die „Nuller“ Jahre hinein praktisch aus Rußland das gesamte im Fernen Osten geförderte Erdöl und -gas ausführen, ohne dafür auch nur einen einzigen Dollar an das Land abzuführen, denn die (natürlich von VSA-Anwaltskanzleien gestalteten) „Verträge“ sahen vor, daß die Konzerne zuerst ihre Kosten vollständig gegen die Erträge dagegenrechnen konnten – jeder Buchhalter eines Unternehmens weiß, wie man mit solch einem Freibrief sich arm rechnet und reich wird…
    Erst unter Putin wurden diese Knebelverträge nicht mehr verlängert und der Staatshaushalt bekam nach und nach wieder Einnahmen aus dem Fernöstlichen Schelf.
    5. Die Krise der russischen Wirtschaft hat zwei Arten von Komponenten: zum einen die äußeren – den niedrigen Ölpreis, den Hybrid-Krieg der NATO gegen Rußland und die völkerrechtswidrigen Sanktionen – und die inneren – die vergleichsweise riesigen Zinsen der Zentralbank und die Wirtschaftspolitik der Bürokraten und Unternehmerverbände.
    Es würde zu weit führen, das hier im Einzelnen auszuführen, aber ein großer Teil der „sonderbaren“ Aktionen Rußlands, wie zum Beispiel die Lieferung von Raketentriebwerken an die VSA, wissend daß damit Spionagesatelliten gestartet werden, sind nur so zu erklären, daß durch die den Europäern abgepreßten Sanktionen (die VSA-Konzerne wie Boeing und andere sind fleißig weiter in Rußland tätig und beziehen von dort u.a. das für sie lebenswichtige Titan) Rußlands Handlungsfreiheit derart eingeschränkt ist, daß gar nichts anderes übrig bleibt als gute Miene zum bösen Spiel zu machen.
    Dementsprechend gehen die Empfehlungen von Freund Giulietto, wie Rußland denn aus der Krise kommen könnte, ziemlich weit an den Ursachen vorbei, denn wirtschaftliche Fragen mit moralischen oder politischen Mitteln lösen zu wollen, ist wohl wenig erfolgversprechend.
    6. Natürlich ist Rußland politisch auf einem sehr scharf zu beobachtenden Weg, denn die Freiheiten der Menschen werden ebenso unter dem Deckmantel der Terroristenbekämpfung systematisch eingeschränkt wie im Westen.
    Als Beispiel kann das „eigene“ Satellitenortungssystem „Era-Glonass“ gelten, mit dem ab 2018 alle in Rußland zugelassenen Fahrzeuge ausgestattet sein müssen. Denn dieses System ermöglicht es anerkanntermaßen, daß der Motor (Zündung bzw. Kraftstoffpumpe) eines solchen Autos von jedem Polizisten (und dann natürlich auch von so manchem Hacker) bei Verdacht auf eine Straftat /Flucht /Verfolgung ganz zielgerichtet abgeschaltet werden kann.
    Welch eine Goldgrube für korrupte Polizisten und Mafiosi…
    (kleiner Nebengedanke: kann man per GPS das eigentlich auch?)
    Ein anderes Beispiel ist ein neues Computer-System, entwickelt an der Tomsker Universität, mit dem sehr schnell Gesichter in einem Videostream herausgefiltert und erkannt (verglichen) werden können – es gründet sich auf das neurobiologische Modell der Wahrnehmung von Katzen und kann zum automatischen Monitoring von Menschenansammlungen eingesetzt werden; es erkennt eigenständig „besondere Situationen“ und filtert diese heraus zum Speichern; es soll 10mal schneller sein als vergleichbare Systeme.
    Das nur zur Illustration.
    Ob allerdings die sich im Westen bereits als völlig verlogen erwiesene sog. „Demokratie“ (siehe die Artikel dazu auf bb) da Abhilfe schaffen kann, ist arg zu bezweifeln: was in Ländern mit einer jahrzehntelangen „demokratischen“ Tradition nicht funktioniert, wird in Rußland ohne solche Traditionen erst recht nicht klappen – warum also dieser „Tipp“?
    7. Das Land Rußland ist jetzt schon unbesiegbar – wer das bezweifelt, der hat in Geschichte schlecht aufgepaßt – obwohl es ja nur eine Geschichte der Sieger gibt. Aber offensichtlich gehörte Rußland da schon einige Male dazu… auch aus dieser Sicht braucht es dort keine „Demokratie“.
    Und Gorbatschow, dessen Name im Amerikanischen nicht zufällig mit „Müll“ (garbage) assoziiert wird, hatte ganz anderes im Sinn als ein Demokratie-Problem in der UdSSR zu lösen – siehe unsere „Umbau„-Serie hier auf bb.
    8. Daß Rußland nach wie vor auf sich selbst gerichtet ist, hängt wohl mit seiner Geschichte (und Gegenwart) zusammen; es war als UdSSR (und ist es heute ebenso) jahrzehntelang von Feinden umgeben und mußte, zusammen mit seinen Satelliten, fast alles allein produzieren (gockelt bitte mal „Cocom-Liste“) – was soll nun der Aufruf, sich zu öffnen?
    Der Westen zwingt gerade die russische Wirtschaft mit seinen Sanktionen zu einer hochaufwendigen, viele Milliarden Steuer-Rubel verschlingenden „Importablösung“, und eben hat Putin es geschafft, daß Rußland wieder seine eigenen Interessen deutlich ausspricht und verfolgt, und nun soll es gleich als großer Friedensstifter auftreten?
    „Wie die VSA“, nur mit netteren Methoden? Wo bleibt da die Logik?
    9. „Besorgnis und Hysterie“ des Westens sind ja wohl – gerade hat er davon gesprochen – von den Propaganda-Massenmedien produziert und nicht „tief in den Völkern des Westens verankert“ – diese sind Russen und Putin gegenüber bekanntlich ziemlich aufgeschlossen.
    Und von „Werten des Westens“ reden kann nur einer, der noch nicht begriffen hat, daß der Westen nie welche hatte – außer dem einen: Geld und Macht. Alles andere war doch immer nur Mittel zum Zweck und wurde jederzeit beliebig ausgehöhlt und uminterpretiert.
    10. Eine Analyse des Sowjet-Systems würde hier den Rahmen sprengen – die meisten denkenden Menschen haben inzwischen gemerkt, daß dieses auch nur ein Modellversuch der Hintergrundmächte war, der just in jenem Moment abgewürgt wurde, als die Gefahr entstand, daß mit der durchgängigen Computerisierung die Planwirtschaft sich als das effizientere Wirtschaftssystem erweisen würde.
    11. Zur Russophobie in Rußland ist festzustellen, daß dies KEINE ausschließlich „russische“ Erscheinung ist – in der BRiD ist der Haß der sog. Oberschicht auf das eigene (?) Volk viel weiter entwickelt und wird viel offener praktiziert von der Verwaltungsorganisation der Alliierten – wenn Ciesa nicht mal das erkannt hat, dann ist er als Journalist nicht sonderlich talentiert.
    Denn auch in anderen Ländern gibt es diese Bestrebungen, einen Teil des Volkes gegen das eigene Volk kämpfen zu lassen – „Teile und herrsche“ (divide et impera) lautet der uralte römische Machtspruch dahinter.
    12. Das Besondere an Rußland – das hat Ciesa leider nicht dargelegt – ist die Rolle der „Intelligenzija“, die schon zu Sowjetzeiten eine ganz spezielle war.
    Sie hat sich selbst meist über das Volk gestellt; allerdings wurden auch im Volk wohl nicht „zufällig“ die entsprechenden „Gegenreden“ implantiert: ein verbreiteter Ausdruck aus dem „Volksmund“ ist zum Beispiel „Intelligenzija parschywaja“ – zu deutsch: „die räudige (hundsgemeine) Intelligenz“ – und das ist nicht liebevoll-anerkennend gemeint wie oft im Bayerischen das „Sauhund verreckter“… 😉
    Und es ist ein Kennzeichen vieler gebildeter Schichten in vielen Ländern im vorigen Jahrhundert, daß ein Großteil der „Gebildeten“ eben Juden waren. Das liegt allerdings weniger an diesen selbst als an den „Rekrutierungs“mechanismen des Kapitalismus, welcher Gebildete und deren Kinder eben anders behandelt als die „einfachen Leut“ – die Übergangsmöglichkeit von einer „Bildungs“-Schicht in die nächst höhere war im vergangenen Jahrhundert (und ist es bis heute) noch viel zu gering, als daß man von sowas wie Chancengleichheit auch nur annähernd sprechen könnte.
    Die Kinder von Armen sind in jedem kapitalistischen Schulsystem benachteiligt gegenüber den Kindern von Gebildeten, Reichen – durch die teuren Privatschulen heute vielleicht sogar noch mehr als früher.
    Und es gibt heute in Rußland mindestens genausoviele Juden, die sich in erster Linie als Russen fühlen wie solche, denen die Russen weitgehend egal sind, weil sie „etwas Besseres“ sein wollen…
    Dies also zur Glaubensfrage hochzustilisieren geht völlig am Leben vorbei – wie auch die entsprechenden „ideologischen“ Interpretationen.
    Und daß es sehr viele „Gebildete“ auch im Westen gibt, welche die Masse der Menschen für nicht lebenswert halten, sollte bekannt sein – gibt es (als moderner Malthus) ein besseres Zeugnis dafür als die von den sog. „Eliten“ aufgestellten „Georgia guidestones“, wo gleich als erste Forderung steht, die Menschheit unter 500 Millionen zu halten?
    Es hat also weder mit Glauben noch mit Ideologie zu tun, wenn gewisse Typen sich als etwas Besseres dünken und auf die anderen, welche die Werte schaffen, hochmütig herabsehen – es ist einfach geistige Beschränktheit, die da deutlich wird…
    13. Die Unterschiede zwischen Europäern und Asiaten sind offensichtlich und natürlich weniger äußerer Natur – das ist jedoch kein Grund, diese zu Gegensätzen hochzuspielen – da sind wir auch wieder bei „Zivilisation“ oder „Kultur“ – ein Thema, was sich lohnt, mal ganz losgelöst von den politischen Tagesquerelen zu betrachten – kann ja jeder schon mal für sich tun.

    Ich möchte mich abschließend dem Rat von Ciesa anschließen und das monumentale Werk von Tolstoj als Feiertags- oder Urlaubslektüre empfehlen – könnte ja sein, daß sich dabei einige Gedankenverbindungen von selbst herstellen, die zu einem besseren Verständnis der Mentalität auch der heutigen Russen führen… 😉

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  7. Ya sagt:

    „Mann, von diesen “Voraussagen” habe ich schon Dutzende gelesen, mit der schönen Folge, daß sie alle nicht wie vorgesehen eingetreten sind.“ luckyhans

    Es sind Wahrscheinlichkeiten und wenn Du denkst, dass das kalter Kaffee ist und jeder das weiß, dann kannst Du Dich doch zurücklehnen und die Show genießen. Kein 3. Weltkrieg, sondern eine dramatische Veränderung in der Wahrnehmung vieler Menschen; eine neue Perspekive sozusagen.

    „Es hat also weder mit Glauben noch mit Ideologie zu tun, wenn gewisse Typen sich als etwas Besseres dünken und auf die anderen, welche die Werte schaffen, hochmütig herabsehen“ luckyhans

    Ideologie ist Glauben, egal ob diese Ideologie die Dogmata der Religionen sind oder der politischen Systeme. Leider ist es weitgehend unbekannt, dass fast Alles eine Frage des Glaubens ist, und dass man dieses Glauben leicht ändern könnte, in dem man einfach einen anderen Glauben wählt, z.B. einen Schöneren… Dazu hat der Mensch den freien Willen, der natürlich erst dann frei ist, wenn der Mensch seine Glaubenssätze kennt.

    Die ganze massive Propaganda zielt nur darauf ab, den Menschen die Definitionen – Glaubenssätze – der Kabale einzuimpfen, damit sie sozusagen freiwillig ihr Sklavendasein wählen. Das nicht so aufgeklärte Abendland braucht also dringend eine neue, ausgedehntere Aufklärung, damit die hässlichen Ideologien nicht weiterbestehen, so dass z.B. die widerliche Selbstopferung vieler Deutschen aufhört!

    Die Russen scheinen jedenfalls „Mütterchen Russland“ zu lieben und diese Einigkeit für die wichtigsten Zustände sind ihre größte Stärke.

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  8. thomram sagt:

    Ya

    Träf.

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  9. luckyhans sagt:

    @ Ya:
    „Ideologie ist Glauben“ – falsch.
    Ideologie sind Überzeugungen, die sich auf logische Erkenntnis gründen (alles andere ist Religion; moderne „Wissenschaft“ ist auch bereits Religion, weil dogmatisch und nicht mehr logisch erklärbar).
    Und diese Überzeugungen zu ändern, ist eine verdammt harte Sache.
    Frag mal die Russen, wieviele von ihnen noch der Sowjetideologie anhängen.
    Oder schau dir das jüngste Umfrageergebnis an: „würdet ihr die Sowjetunion zurückwollen?“
    74% Ja-Antworten… und das trotz 25 Jahren strammer Kapitalismus-Propaganda auf fast allen Kanälen…

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  10. YA sagt:

    Es gibt nur sehr wenige Wahrheiten im Universum (oder im Bewusstsein), z.B. „Ich Bin“ oder ich existiere, oder Farben und Töne, oder permanente Veränderung… Alles andere sind Wirklichkeiten, welche aufgrund von Definitionen, Glaubenssätzen oder Ideen projiziert werden und deshalb auch veränderbar sind. Jeder Glaubenssatz beinhaltet auch seine eigene Logik und wird gewöhnlich für DIE Wahrheit gehalten. Deshalb ist es schwierig, die eigenen Glaubenssätze zu erkennen. Gewissermaßen muss man über den eigenen Schatten springen.

    Es wundert mich nicht, dass viele Menschen alten Ideologien oder Glaubensrichtungen anhängen, denn diese sind vertraut, egal wie kontraproduktiv sie sind. Wenn die Mutter, die Großmutter und die Urgroßmutter die Hand auf dem heißen Herd ließ, muss es ja etwas bedeuten… So viel zur „kleinen Logik“ der Überzeugungen.

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