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Ein einheitliches Weltmodell (1)

Wenn wir ein einheitliches Weltmodell schaffen wollen, so müssen wir von klaren Grundsätzen ausgehen. Diese könnten beispielsweise lauten:

a. Es muß alles mit ein und demselben Modell erklärt werden können. (Einfachheit)

b. Das Modell muß in sich logisch, nachvollziehbar und für Neues offen sein. (Schlüssigkeit)

c. Es darf überall stets höchstens eine Ausnahme zulässig sein. (das hält die Waage zwischen einerseits „Ordnung“ und andererseits „Entwicklungsmöglichkeiten“)

Nachfolgend wollen wir die Voraussetzungen und Inhalte für ein solches einheitliches Weltmodell zusammenstellen. Diese könnten in etwa lauten:

1. Es muß ein einheitliches Verständnis möglich sein. Wir können nicht mit verschiedenen Modellen, je nach „gusto“, operieren, d.h. mal Teilchen, mal Wellen, mal Felder als Denkmodell für unsere Erklärungen annehmen.

Ein solches einheitliches Denkmodell wäre der VORGANG.
Wenn wir alles, was grobstofflich und feinstofflich unseren Beobachtungen zugänglich ist, als Vorgänge (mit jeweils unterschiedlichen „zeitlichen“ und „sonstigen“ Charakteristika) auffassen, können wir mit entsprechenden Beschreibungen diese Vorgänge einheitlich erklären.
Diese Herangehensweise ist dadurch begründet, daß Bewegung offensichtlich die Grundlage für alles grobstofflich Existierende ist – im Großen wie im Kleinen – alles ist ständig in Bewegung.
Und da Bewegung auch die Grundlage für alles
Leben ist, und dieses wiederum die Basis von Bewußtsein, sollte mit dieser Sichtweise eine umfassende Interpretation aller Erscheinungen möglich sein.

2. Alles, was wir beobachten und messen können, sind ausschließlich WIRKUNGEN.
Das ist trivial und benötigt keine Erläuterung.

Wirkungen laufen immer zwangsläufig und gesetzmäßig ab.
Auch das ist trivial, denn „Kosmos“ bedeutet schließlich „Ordnung“ – alles andere wäre Chaos = Unordnung, Durcheinander, Wirrwarr. 😉
Und das Thema „die Ausnahme“ hatten wir schon ganz zu Anfang.

Alle diesen Wirkungen zugrunde liegenden Ursachen sind stets mit mindestens einem Freiheitsgrad, einer „Unsicherheit“ ausgestattet, welche mal die eine und mal eine andere Wirkung hervorbringen kann.
Anders ist die Vielfalt der zu beobachtenden Erscheinungen kaum zu erklären.

Ursachen treten stets gemeinsam auf und befinden sich in ständiger Wechselwirkung miteinander, d.h. für jeden Vorgang gibt es stets mehrere, sich gegenseitig beeinflussende Ursachen.
Auch das ist logisch, wenn auch nicht immer gleich offensichtlich – es gilt aber für alle Erscheinungen: nicht „umsonst“ sind elektrische „Felder“ immer mit Magnet“feldern“ gekoppelt, ist Bewegung ohne Bezugssystem nicht vorstellbar, sind überhaupt alle von uns bisher beobachteten Erscheinungen an die nahe der Erdoberfläche wirkenden (und gewiß noch nicht vollständig erkannten) vielfältigen Einflüsse „gebunden“.
Das gilt auch für die Ursachen dieser „Teil-Ursachen“, d.h. der gesamte Welten-„Ablauf“ = die Summe ALLER Vorgänge, ist wieder ein in sich einheitlicher Prozeß von Wechselwirkungen.
Eine oder mehrere „letztendliche“ Ursache/n sind also nicht „vorhanden“, weil nicht eindeutig herausfindbar.

Daraus ergibt sich auch ganz logisch, daß die grobstoffliche „Welt“ keinen „Ursprung“ hat, sondern ständig aus den Vorgängen der feinstofflichen „Welten“ neu entsteht und vergeht.
Und auch die feinstofflichen Prozesse haben dementsprechend weder „Anfang“ noch „Ende“… 😉

3. Bei jeder Beobachtung oder Messung wirken wir als Beobachter bzw. mit unserer Meßeinrichtung auf den jeweiligen beobachteten Vorgang ein, d.h. jede Beobachtung oder Messung ist ein Resonanzprozeß zwischen den zu beobachtenden oder zu messenden Wirkungen und dem Beobachter und seinem Instrumentarium.
Das wird zwar gern vernachlässigt, ist aber auch offensichtlich.

Mit diesen relativ einfachen Grundlagen können wir nun an eine stimmige Betrachtung dessen gehen, was unseren Sinnesorganen und unserer Meßtechnik zugänglich ist.

Unabhängig jedoch von „unseren“ Voraussetzungen ergibt sich ganz trivial, daß sowohl der Aufbau als auch die Instrumente einer jeden Beobachtung/Messung stets nur einen bestimmten Ausschnitt des jeweiligen Vorganges erfassen können.

Nämlich jenen „Teilbereich“, für welchen wir die entsprechende Sensorik bereitstellen – in Form von Sinnesorganen und Meßgeräten, die jeweils nur für eine bestimmte „Signalart“ ausgelegt sind und jeweils nur über einen sehr begrenzten Erfassungs- bzw. Meßbereich verfügen.
Und die auch für die „Beobachtung“ oder „Messung“ genannten Wechselwirkungen mit dem betrachteten Vorgang ein gewisses Mindestmaß an „Signalstärke“ der zu beobachtenden „Größe“ (Daten und deren Charakteristik) voraussetzen, damit die Sensorik überhaupt „anspricht“ (wegen deren begrenzter „Empfindlichkeit“).

Es sind somit und außerdem die einer Beobachtung oder Messung zugrunde liegenden Denkmodelle, welche durch den Aufbau, den Zeitpunkt und das Instrumentarium der Beobachtung bzw. Messung das Ergebnis entscheidend beeinflussen.

Auch die Interpretation der Beobachtungs- und Meßergebnisse unterliegt den geistigen Möglichkeiten der beteiligten Menschen und deren Vor(ein)stellungen.

All dies wird gern vernachlässigt, wenn „wissenschaftlich“ gearbeitet wird.

Es ist also größter Wert darauf zu legen, daß stets wirklich ergebnisoffen alles beobachtet, gemessen und interpretiert werden muß.
Jede noch so abwegige Erklärung, solange sie die beobachteten Erscheinungen oder gemessenen Ergebnisse in sich schlüssig interpretiert, muß zugelassen und weiter verfolgt werden.

Hier zeigen sich schon bald die Grenzen der menschlichen Erkenntnis, denn die Vielfalt der Erscheinungen steht einer einheitlichen Interpretation entgegen – falls kein umfassend gültiges Denkmodell für deren Erklärung zur Verfügung steht.
Welches wir oben vorgeschlagen haben.

Und nun: Bühne frei für alle Zweifler, Nörgler und sonstigen geistig regen Menschen! 😉

Luckyhans, 24. Mai 2014


10 Kommentare

  1. Hans Steinle sagt:

    Hier ein Weltmodell der gemütlichen Art: http://facebook.com/737421146331725/videos/857209374352901/?fref=nf
    Titel: La riqueza que dejamos atras para ir en otros paises a ser esclavos.
    Frei übersetzt: Den Reichtum den wir hinterlassen wenn wir in ein anderes Land gehen um Sklave zu sein.
    Anastasia auf paraguayisch. Ein Weltmodell im Kleinen. Ohne Elektrizität leben? Kein Problem. Nur zwei, drei Stunden am Tag in der frischen Luft arbeiten? Kein Problem. Ohne Wasser leben? Grosses Problem. Für Paraguay aber kein Problem. Es ist das süsswasserreichtse Land der Erde. Paraguay ist der grösste Energieexporteur der Erde in elektrischer Energie. Sie selber verbrauchen kaum elektrische Energie. Die überwiegende Landbevölkerung hat noch keinen Stromanschluss. Wen kümmerts?

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  2. Hans Steinle sagt:

    Um beim obigen Thema zu bleiben: Ein einheitliches Denkmodell ist nicht möglich und auch nicht notwendig. Viel wichtiger wäre die Harmonie in den Unterschieden. Leben und leben lassen. Die Philosophie, die Religionen, ja sogar die Mathematik ist für die Katz. Nur das Gefühl für das Richtige ist der Wegweiser.

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  3. Hans Steinle sagt:

    Übrigens: Die Sprache die bei dem obigen facebook Videolink benützt wird ist das Guarani. Das Video erklärt sich aus den Bildern selbst. Die Musik ist eine einzigste Ode an die Heimat Paraguay. Die Wurzelknollen die der Landbewohner aus der lockeren Erde rupft ist die Mandioka. Sie braucht keinerlei Pflege. Das Hauptnahrungsmittel der Paraguayer.
    Die Landbevölkerung ist nicht zurückgeblieben. Sie weiss durch zahlreiche Kontakte mit der „zivilisierten Welt“ sehr wohl was da vor sich geht. Die Menschen auf dem Land wissen aber dadurch auch so langsam welch glückliches Leben sie eigentlich führen. Der Neid weicht dem Erkennen der wahren Lebenswerte. Und das ist die Genügsamkeit und die Geruhsamkeit die sich automatisch aus der Genügsamkeit ergibt.

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  4. luckyhans sagt:

    @ Hans St.:

    Mein Lieber, das einheitliche Denkmodell ist für diejenigen gedacht, die meinen, eine theoretische Erklärung für alles, was da auf der Welt vor sich geht, haben zu müssen. Daß man auch ohne solche Erklärungen glücklich leben kann, steht völlig außer Zweifel – und Dank für Deine diesbezüglichen Hinweise, die sehr wichtig sind. 😉
    Der Entwurf ist auch nur ein Rahmen, in den sich dann die einzelnen Ideen, Theorien und Vorstellungen „einpassen“ lassen – so man dies wünscht.
    Es sollte nur darauf hingewiesen werden, daß die hochkomplizierte „Welt“ der heutigen bis ins kleinste zersplitterten Wissenschaft(en) durch ein einheitliches Denkmodell durchaus zu vereinigen wäre – mit der Folge, daß einige wenige Grundsätze und Prinzipien nachzuvollziehen und damit zu verstehen sind, was völlig ausreicht, um in allen Lebenslagen eine befriedigende Erklärung für die vor sich gehenden Vorgänge zu haben – ohne sich durch jahrelange „Studien“ der verschiedensten, ihre kleinen Claims eifersüchtig bewachenden „Fachidioten“-Dickichte hindurch schlagen zu müssen. 😉
    Nur Einfaches kann genial sein – alles was kompliziert ist, kann nie genial sein. Leben ist Bewegung, und jegliche Materie existiert nur in der Bewegung – vom Elementarvorgang bis zu den Galaxien. Somit ist der Vorgang die Grundeinheit von allem, was es gibt… 😉

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  5. Dude sagt:

    @ohnweg

    ISt meine Epost von letzter Woche bei Dir angekommen?

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  6. Petra von Haldem sagt:

    @ ohnweg….ähhh verzeih…lieber Hans!

    schließe mich der Frage von Dude an. Ist meine auch angekommen?? LG!

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  7. […] die der Wirklichkeit eher entsprechen – vielleicht jeder erstmal für sich, in Vielfalt. Meine sehen etwa so aus – insgesamt 6 Teile. Ja – träumen wir doch mal – da sind wir eventuell viel näher an der Wirklichkeit als […]

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  8. Hans Steinle sagt:

    @Petra und Dude

    Nein, bei mir ist alles durcheinandergeraten und ich habe jetzt eine neue Email-Adresse. Hier ist sie:
    jualaku46@gmail.com
    Jualaku ist Hans in Guarani. Eine südamerikanische Indianersprache die in Paraguay als zweite Amtssprache, ausser spanisch gilt.
    Auch in wordpress komme ich nicht mehr hinein, da ich mein Passwort verlegt habe das ichi vergessen habe. Und deshalb benütze ich facebook um zu kommentieren. Dass dann natürlich jeder darin stöbern kann ist mir egal. Es sind nur unverfängliche Dinge darin. Ausserdem bin ich sowieso bekannt wie ein roter Hund. Wie alle die in sozialkritischen Blogs kommentieren.
    In einem meiner Blogs kann man meine Email-Adresse immer herausfinden. Oben meinen Namen anklicken und in facebook herunterscrollen bis man auf einen Artikel stösst der von mir stammt. Zum Beispiel bei meinem für mich selbst gestrickten Blog zum Nachschlagen: http://jualaku46.blogspot.de

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  9. […] nichts rein Digitales – in der Natur ist alles analog und kontinuierlich, das heißt, es ist alles EIN einziger großer Vorgang, und wenn wir davon Teilvorgänge betrachten und versuchen, diese abzugrenzen, dann ist das UNSERE […]

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