bumi bahagia / Glückliche Erde

Wenigstens zu uns selbst sollten wir offen und ehrlich sein.
Denn es bringt nichts, wenn wir uns selbst etwas vormachen.

Dies betrifft in erster Linie unsere Wahrnehmung, d.h. wie wir mit unseren Sinnesorganen und Meßgeräten diese Welt wahrnehmen.

Wir hatten hier schon mehrfach darauf hingewiesen, daß unsere Sinnesorgane nur einen sehr schmalen Bereich der jeweils möglichen Wahrnehmungsspanne abdecken.

So können unsere Augen nur eine einzige Oktave des einfachen elektromagnetischen Spektrums, das (ohne Skalarwellen) insgesamt mindestens 11 Oktaven umfaßt, sehen.
Von der Auflösung eines Adlerauges können wir nur träumen, von der Auffassungs-Schnelligkeit eines Insektenauges ebenfalls.

Unser Hörbereich erstreckt sich von ca. 16 bis ca. 16.000 Hertz ( = Schwingungen pro Sekunde) – während Hunde bis über 50.000 Hertz wahrnehmen.
Akustische Schwingungen unterhalb von 16 Hertz werden von uns gefühlsmäßig wahrgenommen, meist als diffuses Unwohlsein, weil in diesem Bereich die Resonanzfrequenzen unserer inneren Organe liegen.

Unser Vermögen zu schmecken, zu ertasten und zu riechen ist bei den Menschen sehr unterschiedlich ausgebildet – hier spielen Erziehung und Training bereits eine große Rolle, neben den natürlichen Voraussetzungen und Talenten.

Weitere Sinnesorgane haben wir, wenn auch stark verkümmert, zum Beispiel für elektrische Felder – im Nagelbett unserer Fingernägel, mit dem manche Menschen durch die Isolation hindurch feststellen können, ob eine Leitung stromführend ist oder nicht.

Im Bereich von ca. 3 bis etwa 12 Volt können wir per Zungenprobe festellen, ob zwischen zwei Kontakten eine elektrische Spannung vorhanden ist und sogar, wie „stark“ (im Sinne eines möglichen Stromflusses) diese ist – so haben wir auf diese Weise früher zum Beispiel den Ladezustand einer 4,5-Volt-Flachbatterie recht genau bestimmt.

Niemand kann es exakt sagen, welche anderen Sinnesorgane zur Wahrnehmung von elektrischen Feldern oder Spannungen und von magnetischen Feldern (oder auch für andere Einflüsse?) wir von Natur aus noch besitzen, die aber aktuell nicht verwendet werden, weil sie nicht entwickelt („erlernt“) wurden.

Was die feinstofflichen Felder und Energien betrifft, so sollen alle Kinder bis zu einem Alter von etwa 5 Jahren diese sehen und fühlen können (Auren, Feen, Engel etc.), und auch unter Erwachsenen gibt es eine ganze Reihe von Menschen, die hellsichtig sind, d.h. Auren, Dämonen und andere Energien wahrnehmen können. Angeblich soll diese Fähigkeit, über die von Natur aus jeder Mensch verfügt, sogar trainierbar sein…

Wir können also davon ausgehen, daß unsere Sinnesorgane zwar hochspezialisiert sind und nur in stark eingeschränkten Bereichen funktionieren, aber in ihrem Zusammenspiel eine hocheffiziente Aufnahme von Informationen der verschiedensten Art gewährleisten.

Gemeinsam ist ihnen allen, daß die jeweiligen „empfangenen Signale“ im Körper nicht als solche (d.h. als optische oder akustische Schwingungen) zum Gehirn weitergeleitet werden, sondern in Form von elektromagnetischen Skalarwellen.

Diese unterschiedlichen Skalarwellen-Signale muß das Gehirn nun „deuten“, d.h. in optische oder akustische „Vorstellungen“ zurück-umsetzen.
Damit dies in einer für jeden Menschen im Bezug zu seiner Umgebung adäquaten Weise erfolgen kann, damit eine Kommunikation mit der Umgebung überhaupt erst möglich wird, müssen diese Signale bestimmten „Mustern“ zugeordnet werden, und das passiert in einem Lernvorgang.

Dies ist der Basis-Lernvorgang, den wir alle in der Kindheit durchlaufen und in dem wir zum Beispiel lernen, daß Lichtschwingungen der Wellenlänge von bis nm als Farbe „grün“ zu interpretieren sind, welche Figur man als Dreieck zu bezeichnen hat, welcher Körper unter dem Begriff Kegel zu verstehen ist, wie sich Naturfasern anfühlen im Vergleich zu Kunstfasern etc.pp.

Natürlich erfolgt dieser Basis-Lernvorgang in Bezug zu einer Sprache (bei manchen Kindern auch zwei oder mehr Sprachen, was für die geistige Entwicklung des Kindes vorteilhaft ist).
Und der Lernvorgang setzt sich praktisch das ganze Leben hindurch fort – wenn neue Begriffe neuen beobachteten Vorgängen zugeordnet („gelernt“) werden, wenn eine neue Sprachen erlernt wird, wenn kulturelle oder andere Neuigkeiten hinzukommen, die bisher nicht „vorgebildet“ waren (Beispiel Erlernen eines Musikinstruments) etc.

Soweit – so gut.

Nun haben wir ja bereits erkannt, daß eine Sprache immer auch eine bestimmte Denkweise „transportiert“ – wir erinnern uns beispielhaft hier an die häufigen und durchaus nicht „akademischen“ Diskussionen um das „Machen“ (von Sinn, Unterschieden, Geld etc.), das eine typisch anglikanische Denkweise repräsentiert, welche die wahren Zusammenhänge verschleiert.
Dagegen ist die deutsche Sprache („Nach-richten“) von häufig entwaffnender Präzision und, wie auch die russische Sprache, von einer ungeheuren Vielfalt und Ausdrucksstärke.

Dies ist aber nur EIN Beispiel für einen Einfluß auf diese Lernprozesse, denen wir ständig lebenslang ausgesetzt sind.

Weitere Einflüsse resultieren aus der Kultur, dem Rechtswesen, den völkischen Traditionen, der Geschichte und Philosophie des Volkes, den vorhandenen und vorrangigen Religionen und Ideologien und vielem anderem mehr.


Wir schleppen daher einen derartigen Riesensack an Vorurteilen, Prägungen, Konditionierungen und Vorbehalten mit uns herum, wobei wir uns über die meisten davon überhaupt nicht im Klaren sind, weil sie uns nie bewußt geworden sind – sie sind uns dennoch „in Fleisch und Blut übergegangen“.
Was dazu führt, daß jeder Mensch nicht nur bildhaft, sondern ganz konkret in einer eigenen Welt lebt.

All dies sind einfache Feststellungen, die in keiner Weise irgendwelche Wertungen beinhalten – es ist so, wie es ist, und wir sollten es offen und ehrlich zugeben.
Wir müssen nur lernen, diese Dinge zu erkennen und entsprechend „auszusortieren“.

Denn solange wir mit unserem „Vor“sack an die Dinge um uns herum herangehen, „sehen“ wir nicht das, was wirklich ist, sondern nur das, was uns diese „Vor“s erkennen lassen.
Es besteht die reale Gefahr, sehr wichtige Dinge einfach nicht wahrzunehmen, weil wir eine „innere Brille“ aufhaben, die alles ausblendet, was mit unseren „Vor“s nicht übereinstimmt.

Das ist bitte alles sehr konkret und wörtlich zu verstehen, nicht nur bildhaft oder im „übertragenen Sinne“.

Wenn wir also die Dinge so sehen und erkennen wollen, wie sie wirklich sind, dann sollten wir uns zuerst von unseren „Vor“s lösen.

Das ist natürlich nicht ganz so einfach, denn die meisten „Vor“s sind uns, wie schon gesagt, nie richtig bewußt geworden.
Wir werden also immer nur dann einen klaren, ungebundenen Blick für alle uns umgebenden Vorgänge erlangen können, wenn es uns gelingt, frei und offen zu betrachten, OHNE unseren Ratterkasten zwischen den Ohren mit seinen ständigen Bewertungen und Beurteilungen hinzuzuziehen.

Als Kindern haben wir oft das Spiel gespielt: „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das sieht … aus“. Wir sollten uns dieses Kinderspiels erinnern und versuchen, so un-vor-eingenommen, wie es uns möglich ist, die Vorgänge um uns herum zu betrachten.

Die Erkenntnis, daß wir unsere Wahrnehmung zu einer unverfälschten machen müssen, wenn wir ein wahres Bild von unserer Umgebung haben wollen, ist eine der Grundlagen für ein wirklichkeitsnahes Betrachten.

Weil wir ohne dieses nie zu einer neuen Sicht auf unser Leben und seine Inhalte kommen können.
—————————
Luckyhans, 30.4.2015


12 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. Petra von Haldem sagt:

    Interessante Anleuchtung, da wir ja ohne Wahrnehmung nix zum Denken hätten und somit auch nix zum Erkennen… 😉

    ……….hinzu kommt noch, dass wir geübtermaßen „Vor“-STELLEN
    und äußerst selten NEHMEN……
    ähhh…….wahr-nehmen!!

    Zwei vollkommen unterschiedliche Handlungen!

    nach Rudolf Steiner seien dem Menschen 12 Sinne zu eigen.
    Einige davon noch zu entwickelnde. 🙂 🙂 (in Eigenarbeit 😉 )

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  3. Dude sagt:

    „OHNE unseren Ratterkasten zwischen den Ohren mit seinen ständigen Bewertungen und Beurteilungen hinzuzuziehen.“

    Ich sag’s gern nochmal. Bewerten ist zur urteilsfreien Unterscheidung zwingend erforderlich!
    https://dudeweblog.wordpress.com/2013/11/04/urteilsfreie-unterscheidung-erfordert-vorangehende-bewertung/
    Und eine urteilsfreie Unterscheidung ist auch der Unvoreingenommenheit überhaupt nicht im Wege, im Gegensatz zum Ur-Teil…

    Abgesehen also vom wiederholten nicht-bewerten-Eso/NewAge-Quatsch: Super Beitrag, danke Hans! 🙂

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  4. Axel Tigges sagt:

    es geht darum WIE und WAS wir lernen, das WARUM liefert uns Urteile die uns häufig trennen!
    http://www.laisschule.at/unser-konzept/

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  5. luckyhans sagt:

    @ Dude:
    Bevor wir etwas „unter-scheiden“ können, müssen wir erstmal richtig wahr-nehmen lernen, was da wirklich IST (Schritt 1).
    Zu den weiteren Schritten kommen wir noch… 😉

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  6. Petra von Haldem sagt:

    (warum sendet mir wp keine komm.mitteilung??)
    doof……………

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  7. Dude sagt:

    @Hans

    Sicher. Dafür hast Du ja u.a. auch Dank von mir erhalten.
    Meine Kritik zielte auf den ganz konkreten Satz und die wiederholte Fehlaussage bzgl. des Nicht-Bewerten-Sollens…

    @Petra

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  8. Ohnweg sagt:

    Ich habe mich mal kurz in das Wahrnehmungsvermögen einer Weinbergschnecke eingeklinkt. Ich kroch also aus meinem Häuschen und setzte meine Schleimspuren. Langsam schob ich meine Sehrohre aus. Meine Tast- und Riechfühler setzte ich auch in Bewegung. Und oh Wonne…! Überall Grün. Überall duftendes Gemüse. Überall braunes Erdreich. Ich setzt mich also in Marsch und gleitete gemächlich einem Salatkopf entgegen. Zuerst tastete ich ihn ab und zog den Duft des Grüns ein. Dann pendelte ich mit meinen beiden Sehrohren hin und her um die Lage zu peilen. Es war ruhig. Also naschte ich an einem der saftigen Salatblätter.

    Im wohligen Sattgefühl zog ich mich an Ort und Stelle in mein Häuschen zurück. Jetzt war ich geschützt und hatte viel Zeit zum Nachdenken. Und an was dachte Ich? An die saftigen Salatblätter natürlich. Gibt es denn Schöneres zum Denken? Gibt es denn Schöneres als über ein Salatblatt zu philosophieren? Denn ansonsten hatte ich ja alles zur Verfügung. Meine Wahrnehmungsorgane. Mein Häuschen. Salat vor der Türe. Tau am Morgen um meinen Morgentee zu schlürfen. Und morgen? Wann ist morgen? Jeder Tag bringt der Schneckengott das seine. Der Morgen kann mich nicht sorgen! Ich bin eine Schnecke, eine Weinbergschnecke wohlbemerkt. Meine Wahrnehmung ist bodenständig. Autsch…! Ein blöder, zweibeiniger Bauer hat mich plattgetreten. Meine letzte Wahrnehmung? Das Grün der Salatblätter natürlich.

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  9. Petra von Haldem sagt:

    @Dude

    **@Petra

    Weil DU den Kommentarstrang nicht abonniert hast?**

    RICHTIG. und genau das ist eben nicht zu bewerkstelligen…… funktioniert eben nicht, wie auch immer ich es versucht habe.
    Dennoch danke für den freundlichen Hinweis.

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  10. […] hatten wir uns mit unserer Wahrnehmung befaßt und festgestellt, daß wir mit einem ganzen Sack an Voreingenommenheit verschiedenster Art […]

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  11. […] hatte uns zu der Erkenntnis geführt, daß wir alle mit einer vielfältig bedingten, umfassenden Voreingenommenheit an alle Fragen und Probleme […]

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  12. […] durch unsere Sinnesorgane beschäftigt und dabei auch die einzigartige Wahrnehmung und natürlich auch Sinngebung für diese Vorgänge […]

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