bumi bahagia / Glückliche Erde

Ausgehend von der in jedem Falle richtigen Mahnung, andere Menschen und ihre Handlungen nicht zu verurteilen, kamen wir zu der unterschiedlichen Auffassung, entweder urteilsfrei zu bewerten oder wertfrei zu betrachten.

Dies hatte uns zu der Erkenntnis geführt, daß wir alle mit einer vielfältig bedingten, umfassenden Voreingenommenheit an alle Fragen und Probleme herangehen.

Und es sind genau diese „Vor“s, von denen wir uns leiten lassen, wie wir unsere Unterscheidungen setzen, wenn wir bewerten.
Somit ist genau die angestrebte „Ergebnisoffenheit“ nicht mehr gewährleistet, da wir alles unseren vor-handenen Wertmaßstäben unterwerfen – ganz abgesehen davon, daß eine Einbeziehung wirklich aller relevanten Fakten ein Ding der absoluten Unmöglichkeit darstellt…

Die Wortmeldungen dazu hier hatten gezeigt, daß es vielen Menschen sehr schwer fällt, auch nur einige dieser vielen „Vor“s bei sich selbst zu erkennen – geschweige denn aus ihnen herauszutreten.
Sondern daß gerade diese Vorurteile und erworbenen „Überzeugungen“ uns daran hindern, unseren eigenen Standpunkt (=“Stehpunkt“?) zu verändern.

Nun mag es für die meisten von uns auch nicht gerade angenehm sein, sich so mit den eigenen Prägungen und Konditionierungen konfrontiert zu sehen. Was zwar einerseits verständlich ist, weil niemand gern einen Leuchtspiegel vor die Nase gehalten bekommt, der sein Innerstes auch nur teilweise schlaglichtartig erhellt – man fühlt sich „nackt auf der Straße“.

Andererseits ist es absolut unverständlich, warum wir uns so an unsere Vorurteile und Vorbehalte klammern, ist doch ein/e jede/r von uns weitgehend ohne besondere „eigene Anteile“ daran (von „Schuld“ kann ja eh nicht gesprochen werden, so etwas gibt es nicht wirklich, es ist nur ein Ausbeutungs- und Unterdrückung-Konzept) zu diesen Vorstellungen und Wertmaßstäben gekommen.

Sind sie doch über das Karma unserer eigenen Inkarnationen, über unsere Ahnen und deren Leben (über die DNS) sowie vor allem über das „allgemeine“ (morphogenetische) Feld unserer Völker auf uns übergegangen: per Sprache, Kultur (Bücher, Musik, Theater, Bilder, Symbole, Statuen, ein Denk-mal), Religionen, Ideologien, „Erziehung“ (was meist eine Art „Abrichtung“ war und auch heute noch ist), Propaganda etc., aber gewiß auch über vielfältige feinstoffliche Einflüsse – aus den verschiedensten „Quellen“.

Und da jeder Mensch nicht nur psychologisch, sondern auch rein physiologisch in einer eigenen Welt lebt, sind auch in jedem Menschen sehr unterschiedliche Vorurteile und Wertmaßstäbe vorhanden.
Natürlich werden sich in bestimmten Gruppen recht viele Übereinstimmungen finden, zum Beispiel innerhalb der Rotary- oder Lions-Clubs werden die Leute weitgehend ähnlich beurteilen und bewerten – wie auch innerhalb einer Gruppe von Obdachlosen, die unter einer Brücke hausen, um mal zwei recht gegensätzliche „Ansichten“ von Moral und Recht anzusprechen.

Wir sehen also: das was wir Gesetz oder Moral nennen und was die allgemeine Grundlage unserer Beurteilungen oder Bewertungen bildet, hängt auch sehr stark von der jeweiligen Position im jeweiligen Gesellschaftssystem ab – unsere Wertmaßstäbe, nach denen wir bewerten, oder unsere Vorurteile, nach denen wir beurteilen, sind individuell sehr verschieden.

Wie wollen wir da urteilsfrei bewerten oder wertfrei beurteilen?

Denn der Unterschied zwischen beurteilen und verurteilen liegt doch lediglich darin, daß beim Be-Urteilen die Urteile schon vorher (als Vor-Urteile) in uns vor-liegen, während sie beim Ver-Urteilen nachträglich „gefällt“ werden – ebenso auf der Basis von unserem inneren oder äußeren „Recht und Gesetz“, also verallgemeinerten Vor-Urteilen.
Und wie sog. Wertmaßstäbe entstehen, haben wir ja gerade verdeutlicht.

Somit hat jeder Mensch seine eigene „Wahrheit“ – es gibt keine „allgemeine und endgültige“ Wahrheit zu „erkennen“ – es gibt nur eine Wirklichkeit, eine Fülle von Vorgängen und Prozessen, die wir betrachten können…

.

Warum soll es denn nun so schwer sein, sich von all diesen doch immer nur von außen in uns hineingetragenen Vorurteilen und Wertmaßstäben zu lösen?

Warum können wir nicht nach einem einfachen, vorbehaltsfreien Kriterium an die Betrachtung aller Vorgänge um uns herum herangehen?

Oder gibt es gar ein solches wertfreies Kriterium nicht und wir sind verurteilt, stets dieselben Fehler wieder zu reproduzieren, die in Jahrhunderten sich eingeschliffen haben und „Allgemein-gut“ (?) geworden sind?

Klar, selbstverständlich gibt es dieses einfache Kriterium, nach dem wir jederzeit wertfrei betrachten und uns eine vorurteilsfreie Meinung über alle Vorgänge um uns herum und unsere eigenen Handlungen bilden können.

In der Formulierung meiner Oma würde es etwas lauten: „Möchtest Du, daß mit Dir genauso umgegangen wird?“

Oder als Volksweisheit: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.“

Oder sinngemäß in der Kantschen Fassung: „Jeder deiner Handlungen sollte so beschaffen sein, daß sie auch als allgemeine Regel festgelegt werden könnte.“
Wie wir auch jedem anderen Menschen genau dasselbe zugestehen…

Man könnte es auch als „erweiterte Anwendung“ des zweifellos guten Grundsatzes sehen: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, mit anderen Worten: liebe dich selbst, und deinen Nächsten genauso – dann kann nichts „schiefgehen“. 😉

Wir sehen also, daß es gar nicht notwendig ist, sich mit den vielfältigen Vorstellungen und der Voreingenommenheit einer/s jeden Einzelnen auseinanderzusetzen und darüber zu disputieren, wessen Wertmaßstäbe denn nun die „richtigen“ oder „gültigen“ seien, und wessen Vorurteile denn die Interessen der Allgemeinheit „besser“ zur Geltung bringen würden.
Ebenso gibt es in einer wahrhaft menschlichen Gesellschaft keinerlei Notwendigkeit für Moral, Recht, Gesetz und alle damit verbundenen Einrichtungen.

Jede/r kann, wenn sie/er es für nötig hält, sehr schnell und richtig, zu jedem Zeitpunkt, ihre/seine Betrachtungen der Wirklichkeit allgemeingültig einordnen, indem dieses einzige Kriterium angewendet wird.

Indem sich einfach nacheinander in jeden beteiligten Menschen hineinversetzt wird und sich gefragt wird: „Wäre das für mich so auch in Ordnung? Und für dich auch?“

Luckyhans, 6.5.15


17 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Luck

    „Ebenso gibt es in einer wahrhaft menschlichen Gesellschaft keinerlei Notwendigkeit für Moral, Recht, Gesetz und alle damit verbundenen Einrichtungen.“
    Dieser Satz soll stellvertretend für eine weichgespülte, „humanistische“ Betrachtungsweise stehen.
    Der ich überhaupt nicht anhänge.
    Bis zur wahrhaft anarchistischen, und darum menschlichen Gesellschaft, ists noch ein Weg.
    Und auf dem steht der Diskurs, weil jeder seine wirkliche Wirklichkeit (Watzlawik) hat.
    Und darum starben Leute die Hilfe brachten.
    Andere zogen weiter, weil man ihnen nicht zuhörte.
    Kant meinte: das moralische Gesetz in mir und das Firmament über mir.
    Da hat er übersehen, daß das moralische Gesetz nichts Statisches ist – eben die Freiheit beinhaltet.

    Ja, ja was ist Freiheit – diese gibt es nicht (auch bei Kant), sagen viele.
    Ihr Bier, Dynamik ist Leben, ist Freiheit.

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  2. Dude sagt:

    „urteilsfrei bewerten“ schliesst „wertfrei betrachten“ nicht aus!!!
    Im Gegenteil benötigt das bewusste, vernunftbegabte Individuum ZWINGENDbeides in der Existenz ( https://dudeweblog.wordpress.com/2013/04/07/bewusstsein-und-existenz/ ) in einem polaren Kosmos!

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  3. Dude sagt:

    Um das noch deutlicher zu machen:
    Du kannst nicht wertfrei die Realität betrachten, ohne zuvor urteilsfrei zu bewerten! (weil Du ansonsten in Phantasialand abdriftest und nicht die existentielle Realität wahrzunehmen im Stande bist…)

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  4. luckyhans sagt:

    @ Volli:
    Selbstverständlich ist das Dargelegte nicht das Programm für heute – zumindest nicht für die meisten Menschen. Es soll hier „nur“ eine Möglichkeit aufgezeigt werden, sich nicht immer wieder in fruchtlosen Diskussionen zu verfangen, sondern erstmal bei sich selbst und der eigenen Voreingenommenheit anzufangen.
    Auch hat der Autor keinesfalls die Vorstellung, hier anderen Menschen irgendwelche „Wahrheiten“ zu verkünden – wer die Artikel aufmerksam liest, der findet die entsprechenden klar ausgedrückten Passagen. Es kann nur darum gehen, zu Denkprozessen anzuregen – überzeugen kann sich immer nur jeder selbst. Und das ist auch nicht unbedingt notwendig, wie sich zeigt…

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  5. luckyhans sagt:

    @ Dude:
    Deine Repliken sind ein tolles Beispiel dafür, wie ein Mensch an seinen Überzeugungen hängt und sich standhaft weigert, eine andere Meinung zu akzeptieren – ja, nicht mal bereit ist, sie wahrzunehmen und darüber nachzudenken – dafür danke.
    Wenn bis jetzt nicht klar geworden ist, daß es keinerlei „Urteile“ und „Werte“ braucht – außer dem genannten Kriterium – dann wird es wohl auch nicht so bald…

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  6. Dude sagt:

    Ps. „Oder als Volksweisheit: “Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.”“
    Das allein reicht nicht…
    –> https://dudeweblog.wordpress.com/2013/04/03/uber-das-leben-die-selbstverwirklichung-und-die-freiheit/

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  7. Dude sagt:

    @Hans

    Du schwafelst Dünnpfiff. Ich verstehe ganz genau, was Du hier kolportierst, und kann das beim besten Willen nicht goutieren, weil es übelste NewAge/Eso-Desinfo ist…

    Ps. Lies mal Risis Licht wirft keinen Schatten… dann merkst Du, was für eine Ideologie Du hier propagierst…

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  8. Dude sagt:

    und apropos „wie ein Mensch an seinen Überzeugungen hängt und sich standhaft weigert, eine andere Meinung zu akzeptieren“
    genau das machst Du hier: „entweder urteilsfrei zu bewerten oder“
    deshalb auch https://bumibahagia.com/2015/05/07/werte-beurteilende/comment-page-1/#comment-28953

    Fazit: Im Gegensatz zu Dir, kann ich also andere Meinungen durchaus tolerieren. Ich werde niemals eine falsche Meinung akzeptieren können noch wollen… wär auch schwachsinnig… 😉

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  9. Dude sagt:

    denn im Gegensatz zu Dir bin ich der Auffassung, dass eine urteilsfreie Unterscheidung nach ovrhergehender Bewertung durchaus genügt, bzw. eine urteilsfreie, objektive Betrachtung der Realität automatisch nach sich zieht, nachdem die urteilsfreie Unterscheidung abgeschlossenn…

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  10. thomram sagt:

    @ Volli 06:14

    Wenn sich Menschen wieder erinnern, wer sie sind, entfaellt die NOtwendigkeit von Moral und gaengigem Gesetz. Mich erstaunt, dass dir das als Weichspuehlung vorkommt und nicht als selbstverstaendliche Tatsache.
    Der Mensch, der sich erinnert, ist frei von Angst. Damit ist er frei von allen Auswuechsen der Angst, als da zum Beispiel sind Eifersucht, Machtsucht, Besitzsucht.

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  11. Vollidiot sagt:

    Thom

    „Wenn sich Menschen wieder erinnern, wer sie sind, entfaellt die NOtwendigkeit von Moral und gaengigem Gesetz.“
    Dieser Satz ist eine propere Hülse, mehr nicht.
    Ich bin immer wieder erstaunt, daß man mit sowas reüssieren kann.

    Klar, jeder für sich so wie er kann – wenn er will – auch wie er will.
    Nur, wenn sowas propagiert wird, dann wird kolonialisiert und die Späre des Einzelnen bedrängt und das ist nicht i.O..
    Die Tatsache, daß in den letzten Jahrzehnten Eso- und sonstige Wellen permanent über uns rollen, zeigt an, daß die Hintergründigen wissen worum es geht.
    Die Zeitforderung ist Bewußtseinsbildung, sehen wollen, erkennen und daran seine Seele, sein (höheres) Ich ausbilden (Goethe, Steiner).
    Fehler sind erlaubt – das innere Wertesystem, das von außen aus den Sphären der Ideen genährt wird kann so wachsen und so die Zeitaufgabe erfüllen, für die weiteren Aufgaben also gerüstet sein.
    Nun werden Generationen mit diesem Seich von der eigentlichen Aufgabe abgehalten – man versucht also Jedem, der sich infizieren läßt, diese Chance hier in diesem Leben auf dieser Erde zu nehmen und in spätere Zeiten zu schieben. also für Unordnung sorgen.
    Darum geht es und da mach ich nicht nur nicht mit, sondern versuche das aufzuzeigen.

    Also zu propagieren: einfach erinnern und alles ist gut – ist offensichtlich nicht der richtige Weg.
    Was hilft mir zu sagen, daß ich Gott bin und gut und daraus folgt, das ich künftig alles richtig mache?
    Alleine den menschlichen Suchtanteil, den jeder irgendwie hat, zu bearbeiten – mit Erinnern werde ich den nicht wegbekommen.
    Weil jeder Einzelne ein Mensch ist mit seinem Wesen und Schicksal und auch Zeitgenosse ist.
    … daß ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat (Requiem).
    Bis zum Ziel ist auch der Weg das Ziel.
    Und der Weg ist lange und der Tod – alles macht Angst – viele wollen das nicht sehen.
    Mit oder ohne Erinnern.
    Erkenntnis haben, also auch Demut, daß der Weg lang ist und viele Tode zu sterben sind – das nimmt Angst.

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  12. Vollidiot sagt:

    Hallo Genossen
    Was mache ich, wenn ich nicht mehr bewerte?
    Chips unter der Haut machen mir nichts, ich bilde mir nur meine Realität.
    Und die – die ist nur meine eigene, wahrscheinlich falsche.
    Angekränkelt von Verschwörungstheorien.
    Bitte sei voller Vertrauen, wir die Mehrheit sagen: es ist schön, es ist gut – du wirst sehen – mein Freund – der Friede zieht in dir ein.
    So schön kann Faschismus sein.
    Und Fabianisten als „ehrliche“ Makler.
    So wie das Ferkel, „Big Fat“, Fabianistenkreatur und TTIP-Elogensänger Gabriel.

    z.B. aus Heiko Schrang:
    ………………………………………………….
    Der frühere amerikanische Nationale Sicherheitsberater Zbigniew Brzeziński gilt nicht nur als einer der mächtigen Hintermänner der amerikanischen Außenpolitik, sondern zudem als intimer Kenner der wahren Elite.

    In seinem 1982 erschienenen Buch Between Two Ages: America’s Role in the Technotronic Age befürwortet er die Kontrolle der Bevölkerung durch die herrschende politische Klasse mithilfe moderner, insbesondere elektronischer Technologien. »Im technotronischen Zeitalter bildet sich schrittweise eine immer stärker kontrollierte Gesellschaft heraus. Eine solche Gesellschaft wird von einer Elite beherrscht, die sich nicht an traditionelle Werte gebunden fühlt. Bald wird es möglich sein, jeden Bürger praktisch ständig zu überwachen und in umfassenden und ständig aktualisierten elektronischen Akten selbst die persönlichsten Informationen über die Bürger zu sammeln. Auf diese Akten wird von den Behörden unmittelbar zugegriffen werden«, schreibt Brzeziński dort. »In der technotronischen Gesellschaft wird der Trend in Richtung einer Zusammenführung der Millionen einzelner und unkoordinierter Bürger gehen, die leicht durch charismatische und attraktive Persönlichkeiten beeinflusst werden können, die die modernsten Kommunikationstechniken einsetzen, um die Gefühle zu manipulieren und das Denken zu kontrollieren«, heißt es an anderer Stelle des Buches. Er gehört zu den Gründern der einflussreichen Trilateralen Kommission, gilt als „graue Eminenz“ des Council on Foreign Relations und nimmt regelmäßig an den Treffen der Bilderberger (mehr über die geheimnisumwitterten Bilderberger hier: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/162/eilmeldung-0606-09062013-bilderbergertreffen-im-eukritischen.php) teil. Präsident Barack Obama bezeichnete ihn einmal als einen „unserer bedeutendsten Denker“.

    Ein Prosit ein Prosit der Gemütlichkeit!
    Ha, Ha, im Denken!

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  13. thomram sagt:

    @ Lucky, aber nicht nur

    In einem zentralen Punkt sind wir komplett nicht eins.

    Beurteilen
    tun wir nicht nur sekuendlich, wir muessen es tun, rein schon zum ueberleben. Dass unser Beurteilen von 1000 vorgefertigten Schablonen gepraegt ist, damit bin ich natuerlich einverstanden. Dass wir das Beurteilen aus diesem Grunde sein lassen sollen, hingegen, das geht ganz gar ueberhaupt nicht, ist auch nicht anzustreben. Ist die Suppe zu heiss oder essbar, ist sie versalzen, ist sie verdorben oder geniessbar. Ohne Beurteilen laeuft gar nichts. Vielmehr aber sollen, muessen wir unsere Schablonen sichten und richten, dies unbedingt und mit allen Mitteln.

    Verurteilen
    ist eine komplett andere Tasse Tee.
    Indes Beurteilen wertfrei vor sich geht, beinhaltet Verurteilen Ablehnung, befeuert von negativen Emotionen. Und das ist des Teufels.

    Zwei Beispiele.

    A)

    Ich sehe, wie Nachbars Kind den Hund misshandelt.
    Ich beurteile das als schlecht fuer den Hund und auch schlecht fuer das Kind. Ich verurteile das Kind nicht. Ich werde nicht wuetend, aber ich schreite entschieden und kraftvoll ein. Ich stoppe des Kindes Handlung, und in der Folge werde ich mit dem Kind Hundesprache, Hundeliebkosung, Hundewitz und so weiter beobachten, so dass es mit dem Thema Hund eine positive aufbauende Erfahrung machen wird in Zukunft. Und Hunde mit ihm auch.

    B)

    Ich sehe, wie Nachbars Kind den Hund misshandelt.
    Ich beurteile das als schlecht fuer Hund und Kind und ich verurteile das Kind, ich werde sauwuetend auf den Jungen. Ich fahre drein, scheisse ihn zusammen, er kriegt Schiss, weil ich groesser und staerker bin und weil ich schreie, und wahrscheinlich haut er ab.
    – Er denkt, ich sei gefaehrlich, eine Angst ist gelegt.
    – Er denkt, ich sei ein Arschloch, eine Verurteilung seinerseits ist durch mich gewachsen.
    – Er wird Hunde erst recht drannehmen dann, wenn das Arschloch nicht da ist.
    – Ich habe mit meiner Wut morphische Felder gespiesen, Felder der Trennung, der Ablehnung, Felder der Aggression.

    A)

    Ich hoere, dass Leute, Elite auch genannt, Kinder zuechten lassen, sie sexuell missbrauchen, sie foltern, sie toeten und schon auch mal fressen.
    Ich beurteile das als schlecht fuer das Kind und als schlecht fuer die Taeter.
    Ich verurteile nicht. Ich werde nicht wuetend, ich stelle fest, dass diese Taten geschehen.
    Ich gehe in meine Kraft, ich schicke das Bild, dass wir alle unereinander verbunden sind und dass unser Leben reich ist, wenn wir uns schaetzen und lieben. Ich verbreite das Wissen dort, wo ich es vermag, damit eine kritische Masse der Menschen sich in moeglichst kurzer Zeit so verhalten wird, dass den Taetern ihre Handlungsfreiheit genommen werden wird.

    B)

    Ich hoere, dass Leute, Elite auch genannt, Kinder zuechten lassen, sie sexuell missbrauchen, sie foltern, sie toeten und schon auch mal fressen.
    Ich beurteile das als schlecht fuer das Kind und als schlecht fuer die Taeter.
    Ich werde rasend vor Empoerung.
    Ich verurteile die Taeter. Ich will sie an den Eiern aufgehaengt baumeln sehen. Ich verzweifele ob der Schlechtigkeit dieser Welt. Ich lasse Hoffnung fahren. Ich verfluche vielleicht in meiner Raserei Gott und die ganze verdammte Schoepfung. Denn ich habe doch Recht, oder etwa nicht? Das Verbrechen ist dermassen aller Worte spottend brutal, dass da jede Wut gerechtfertigt ist, oder etwa nicht?
    Spontan reagiert jeder Mensch, der nicht komplett von Herz und Gefuehl abgeschnitten ist, mit solch einem Tsunami der Empoerung. Ich auch.
    Und es ist kontraproduktiv.
    Mit meiner Empoerung
    – aendere ich an den stattfindenden Handlungen nichts,
    – schade ich mir selber, die Klarheit meines Denkens und vor allem Fuehlens wird ein schmales Band, ich nehme meiner Intuition die Moeglichkeit, mir zu raten, was zu tun sei. Mein Verstand wird zur stumpfen Klinge,
    – schade ich mir selber, indem ich mit meiner Wut meine Aura eben gerade fuer Kraefte oeffne, welche ich bekaempfen will,
    – und der Hauptpunkt::

    Gewaltig naehre ich morphische Felder, welche eben die Wesen brauchen, welche Taten wie oben beschrieben begehen. Sie leben davon. Sie tun alles, damit wir (unter anderem) in Wut gehen. Erinnere dich, lieber Leser: Wut ist immer ein Ausdruck von Angst. Ausnahmslos immer. (Scheinbare Ausnahme: Heiliger Zorn. Heiliger Zorn ist ein Aufwallen von Tatkraft, hat mit Wut nichts gemein) Im vorliegenden Fall steht hinter der Wut die Angst, das Leid innerlich mit zu erleben und machtlos zuschauen zu muessen, also Angst, ausgeliefert zu sein! Und dahinter steht die Todesangst!
    Wer angesichts von Taten wie oben beschrieben in Wut und Hass und Verzweiflung geht, hat keine Ahnung, was fuer einen Baerendienst er den Kindern leistet und welch herrliches Geschenk er den Taetern macht. Die produzierte Todesangst, ausgedrueckt durch Raserei, ist Manna fuer SIE. Warum, warum, warum wohl nur foltern SIE? Weil sie durch Angst produzierte Energien brauchen. Sie bevorzugen dabei die von Kindern erzeugten Energien, aber die Deine koennen sie sehr gut auch inkorporieren. Deine als Hauptgericht. Der Kinder Angst als Nachspeise.

    ***

    Habe ich mich deutlich ausgedrueckt?
    Es geht nicht darum, alles im Lotos sitzend zu betrachten und geschehen zu lassen wenn ich sage, emotionsfreies Beurteilen sei die Wahl. Es geht sehr wohl darum, dort, wo ich nicht einverstanden bin, einzuschreiten. Einschreiten mit Intuition, mit scharfem Verstand, mit Geduld, mit Schnelligkeit, je nachdem, aber ohne Emotion, vielmehr mit bis zu heiligem Zorn, das heisst mit der erforderlichen Energie und Macht. Macht, richtig eingesetzt, hat nichts mit Missbrauch zu tun. Nur zur Erinnerung.
    ***

    Leute. Das Thema ist brandheiss. Es ist eines der heissesten Themen ueberhaupt.

    Es muss uns wieder bewusst werden, was wir mit unseren Gedanken erreichen koennen, und was wir mit unseren Emotionen anrichten. Wir sind blutige Anfaenger, und die Zeit draengt, SIE wissen genau, was SIE wollen. An uns ist es, unser Innenleben wieder so weit kennenzulernen, dass wir wieder in unsere Macht kommen. Dann haben SIE kein Brot, keine Chance. Sie fallen ab wie Laub.

    Lies des Buch von Joerg Starkmuth! Es hilft, behaupte ich, jedem Menschen entscheidend auf dem Weg zur Selbsterkenntnis, welche unabdingbare Voraussetzung dafuer ist, dass wir bumi bahagia schaffen.

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  14. Gravitant sagt:

    Wenn jemand ein Geschenk des Todes sendet und
    der oder die Empfänger ihn nicht benötigen,
    geht dieses Geschenk durch einen natürlichen
    Prozess wieder zu dem Ursprung dieser Gedanken
    zurück!

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  15. Petra von Haldem sagt:

    @ Gravitant
    …wenn der Empfänger das „Geschenk“ denn auch erkennt…
    und es eben als unnötig zurückweist……

    und was für ein NATÜRLICHER Prozess ist das??

    Woran erkenne ich ein Geschenk des Todes??

    Danke auch für den platonischen Kuss neulich.. 😉 🙂

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  16. Gravitant sagt:

    @Petra
    Das,was man aussendet,kehrt wieder zurück.
    Wenn z.B. jemand versucht hat,jemanden zu vergiften,
    hat Derjenige nun ähnliches zu erwarten.
    Wer feinfühlig ist und seinen Körper kennt,
    merkt,wenn etwas nicht stimmt.
    Eine Kugel kann man pfeifen hören.
    Es geht sowieso nichts verloren,
    da unsere Seelen ewig sind.

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