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Sprache als Machtinstrument

Sprache als Machtinstrument

Heute wollen wir den Mißbrauch der Sprache als Machtinstrument betrachten, darunter die Bereiche: Werbelügen, manipulative Machtkonzepte (Schuld, Sünde, Erfolg), „Fach-Chinesisch“, Zerstörung der deutschen Sprache (von außen: Anglisierung, Verprimitivierung; von innen: Rechtschreibreform, Phrasen rund um die Uhr), „Neusprech“ (das Gegenteil ist wahr) – abschließend werden Schlußfolgerungen für einen sauberen Umgang mit der Sprache angeboten.

Sprache lebt, sie entwickelt sich ständig weiter – neue Wörter entstehen, andere werden nicht mehr verwendet – meist weil der bezeichnete Gegenstand nicht mehr in Gebrauch ist. Die Dynamik dieses Vorganges hat in den vergangenen Jahren zugenommen – bis hin zu dem jetzigen Zustand, da Sprache zielgerichtet für bestimmte Zwecke mißbraucht wird.

Größter „Schädling“ ist hier die Werbung in allen Medien. Werbung als solche ist schon sehr fraglich – sie stellt bestimmte Eigenschaften eines Produktes in den Vordergrund und verheimlicht gezielt die Schwächen und Nachteile desselben – von „Information“ kann hier also nur sehr bedingt die Rede sein.

Ein gutes Produkt braucht keine Werbung, es „verkauft sich von selbst“ – das bedeutet: jedes Produkt, das beworben wird, muß beworben werden, weil es so schlecht ist.

Um dies zu überdecken, bedient sich die Werbung eines Tricks: sie spricht den Menschen auf der emotionalen Ebene an – mit „orginellen“ Wortschöpfungen („unkaputtbar“) und Sprüchen („Geiz ist geil“), die leider fast nie stimmen – Werbung eben – sinnfrei.
Sie werden aber mit Macht und allen unterschwelligen Mitteln (Sex, Lautstärke, extreme Wiederholhäufigkeit etc.) in die Tagesabläufe der Menschen „hineingeprügelt“.

Damit werden die Menschen zu Denk-(und Handlungs-)weisen erzogen, die im Sinne der Werbung und der „Werbekunden“ (meist Großkonzerne) sind: konsumiere, gehorche, Preis ist wichtiger als Qualität, tu was dir gesagt wird, etc.

Ganz im Sinne des alten Spruches über das Wort Konsum: dies sei eine Abkürzung für Kauft Ohne Nachzudenken Schnell Unseren Mist.

Die Vergewaltigung der Sprache hat hier Methode – orginell manipuliert.

Ein weiterer Bereich, Menschen zu manipulieren, ist die Verwendung von Machtkonzepten. Das älteste ist das Konzept von Schuld und Sünde – hiermit werden alle unschuldig geborenen Kinder bei ihrer Geburt schon belastet – neben „seinem Anteil“ an der sog. „Staatsverschuldung“, den jeder Neugeborene mit in die Wiege gelegt bekommt – gibt es dazu den religiösen „Sündenfall“, der einem gleichzeitig angehängt wird.

Ja, angehängt, denn hier bestimmen andere, was der kleine Mensch an Belastungen zu tragen hat.

Fremdbestimmt“ ist das Kennzeichen aller Machtkonzepte – nicht ich entscheide, was gut und richtig ist, sondern andere haben dabei das Sagen – sie belasten mich, ohne daß ich das will oder ändern kann, mit ihren Konzepten – und das seit Jahrtausenden.

Wie tiefgreifend sich dies auf das Leben der Menschen auswirkt, kann wohl nur jemand ermessen, der in diesem Glauben erzogen worden ist und dem diese Dinge das tägliche Leben zur Tortur gemacht haben – ständig fühlt man sich schlecht, minderwertig, als müsse man etwas abtragen, wiedergutmachen, sich anstrengen dafür – genau das ist auch das tieferliegende Ziel dieser „Schuld“: sei ein braver Untertan sowohl der politischen Herrscher, als auch der geistlichen Herrscher – „Halt du sie dumm, ich halt sie arm“, sprache der Fürst zum Pfaffen.

So verwischt man sehr einfach die Grenzen zwischen Glauben, Religion und Kirche – es erscheint alles als wäre es eins oder gehöre zusammen.

Ein moderneres Machtkonzept ist der „Erfolg“ – auch hier wird wieder suggeriert, daß ANDERE deine Leistung erst anerkennen müssen, bevor du damit zufrieden sein darfst. Weitere Machtkonzepte werdet ihr sicherlich selbst erkennen können – und überwinden – denn dies ist eine wesentliche Vorbedingung für unsere geistige Befreiung.

Eine andere Methode, uns in unserer Selbstwahrnehmung klein und minderwertig zu halten, ist die sog. Fachsprache. Es haben sich inzwischen ALLE Bereiche der Wissenschaft und auch der Wirtschaft ihr „Fachchinesisch“ zugelegt und dieses soweit entwickelt, daß ein interessierter „Seiteneinsteiger“ (vom „Normalmenschen“ ganz zu schweigen) kaum noch ein Chance hat, ein „fremdes“ Fachgebiet zu betreten und dort „anerkannt“ zu werden. Genau das ist auch das Ziel dieser Sprachmanipulation – sich abzuschotten von der Allgemeinheit, sich in einen exklusiven Zirkel zu vereinen, in den kein Außenstehender so ohne weiteres hineinsehen kann, und dort dann schön geschützt die „reine Wissenschaft“ zu betreiben. „Wozu hab ich jahrelang studiert…“

Solche Geheimniskrämerei benötigen regelmäßig nur diejenigen, die sehr wenig leisten und Angst davor haben, daß die Gesellschaft davon erfährt. Wer von sich und seiner Leistung überzeugt ist, der hat keine Bedenken oder Hemmungen, sich dem Urteil „der Menge“ zu stellen, sich ihr verständlich zu machen und mit ihr zu diskutieren. Der oftmals so geschmähte Rudolf Steiner hat immer Zeit und Möglichkeiten gefunden, Vorträge und Fragestunden mit Bauarbeitern und Fabrikarbeitern abzuhalten – welcher Professor heutzutage sieht solches noch als wichtig und notwendig an?

Wir sehen: all das dient nur dazu, vor uns den Schaden zu verheimlichen, der da mit unseren Steuergeldern und „für uns“ angerichtet wird.

Ähnlich gelagert ist die Sphäre der Politik. Es ist für einen denkenden Menschen kaum nachvollziehbar, daß die meisten Menschen in diesem Land wissen und es den Politikern zugestehen, daß diese nicht nur vor der sog. Wahl lügen, sondern fast nie die Wahrheit sagen – und gleichzeitig diesen Figuren dann auch noch wichtige Entscheidungen über ihr Leben überlassen.

(Anmerkung: der oft zitierte „Klassiker“ – Kanzler Adenauer: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.“ – ist aber unvollständig, denn er hat wohl fortgesetzt: „Es kann mich doch niemand daran hindern, jeden Tag klüger zu werden.“)

Die Vielfalt und Tiefe der sprachlichen Vernebelung ist verblüffend: von leeren Worthülsen, die bar jeglicher Bedeutung sind („Bankenrettung“), bis hin zur gezielten Verdummung mit verlogenen Wortbildungen („alternativlos“), von „viel reden und nichts sagen“ bis hin zu offen dargestellten „geheimen Entscheidungen“.

Der Gipfel der Verblödung ist das moderne „Neusprech“ – wo Wortbedeutungen in Zusammenhänge gestellt werden, die das komplette Gegenteil beinhalten – „Krieg ist Leben“ oder „Bomben für den Frieden“ – ein spannendes, aber abendfüllendes Thema, das aufgearbeitet aber den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.

Im Allgemeinen geht es dieser „Politik“ darum, zusammen mit den Massenmedien die Menschen zu verwirren, die Politik als etwas „Hochkompliziertes“ darzustellen, was nur gutbezahlte „Profis“ bewältigen können, und die wahren Abläufe zu verschleiern.

Was sind die wahren Abläufe? Das sind die Vorgänge, so wie sie tatsächlich wirksam sind: Lobbyisten und Massenmedien beherrschen die „politische Meinungsbildung“ der sog. Volksvertreter – diese Lobbyisten schreiben die Gesetze bzw. lassen sie von meist englischen oder amerikanischen Anwaltskanzleiern formulieren. Da die „Angeordneten“ (offiziell: „Mitglieder“) all dies – selbst wenn sie ausgebildete Juristen sind – weder sprachlich noch inhaltlich komplett verstehen (siehe ESM-Vertrag, TTIP/TISA/CETA), können sie nur „abnicken“ – das gilt für die BRD wie die EU.

Die Aufgabe der uns präsentierten Abnicker-Polit-Marionetten ist es also, uns möglichst im Unklaren zu lassen, was abgeht, und uns ein Theater vorzuspielen, damit wir in den Illusionen der Demokratie und Teilhabe gehalten werden.

In Wirklichkeit sind wir die modernen Sklaven des Systems (Sklaven ohne Ketten).

Und zwar wir alle – auch diejenigen, die immer noch glauben, zu den „Steuerleuten“ und „Machern“ zu gehören – wenn sie ehrlich zu sich selbst wären, könnten sie erkennen, daß auch ihre „Macht“ sehr fragil und endlich ist, und daß sie mehr in Zwängen stecken als sie Gestaltungsspielraum haben.

Manch einem mag dies gefallen oder genügen – jedoch vergißt er dabei, daß zwar der Verrat am Volk geliebt wird, nicht jedoch der Verräter – das war schon immer so.

Von den Verrätern hat man sich, sobald es ging, immer getrennt und diese zum Sündenbock gemacht – die Geschichte (auch die herrschende) ist voll von Beispielen dazu.

Und ob man einen ergaunerten Wohlstand oder Reichtum wirklich genießen kann, ist auch noch nicht ausgemacht – entweder das Gewissen oder die Mafia holt einen irgendwann mal ein… Aber ich schweife ab.

Zurück zur Sprache. Und zwar zur deutschen Sprache – sie unterscheidet sich von anderen Sprachen dadurch, daß sie (wie nur wenige andere Sprachen) außerordentlich reich und vielfältig ist – eine schöne, anspruchsvolle Sprache, die vielseitige Möglichkeiten bietet, sich sehr präzise und korrekt auszudrücken.

In der Sprache kommen auch Denkweisen zu Ausdruck. Wenn der Engländer Dinge sagt wie „laßt uns Geld machen“ oder „etwas macht Sinn“ oder „etwas macht den Unterschied“, dann drückt dies eine Einstellung zum Leben aus, wo die Dinge „gemacht“ werden (sollen) – auch Dinge, die sich NICHT MACHEN LASSEN (Sinn) – erst recht nicht von „etwas“. Hier hat die Sprache schon einen Manipulationsgrad erreicht, der eine Denkweise illustriert -„alles ist machbar“ und „etwas wird’s schon richten“- was natürlich nicht stimmt.

Unbegreiflich ist mir, wie solche einfach 1:1 übersetzten sinnlosen Redewendungen in die deutsche Sprache Eingang finden konnten – unsere Kinder werden schon nichts mehr dabei finden, so einen Unsinn zu äußern – „sagt doch jeder“.

Ja, Leute, auch so funktioniert Umerziehung.

Dazu kommt das massenhafte Auftreten primitiver Anglizismen („cool“) – meist als „Schlagwörter“ (ein sehr schön treffender Ausdruck – „sie sollen das Denken erschlagen“), für die es klare deutsche Wörter gibt (toll, wunderbar, prima usw.) – darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen – jedem Menschen, der die deutsche Sprache liebt, sollten diese Verprimitivierungen ein Greuel sein – sie sind täglich überall zu hören, meist gedankenlos dahingesagt.
Wer sowas benützt, der denkt offensichtlich nicht mehr nach oder ist zu faul, sich um klaren Ausdruck zu bemühen.

Und er weiß nicht um die formende Kraft des Wortes, seine Wirkung auf die Denkweise.

Bitte: es geht nicht darum, daß wir keine anderen Sprachen lernen sollen – im Gegenteil: jede andere Sprache bereichert beim Erlernen unsere Denkweise.

Aber jede Sprache ist nun mal eine eigene gewachsene Kulturtradition – Vermischungen sind nicht sinnvoll – viele gepflegte Sprachen ergeben den Reichtum der menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten – ein „einheitliches“ Sprachgemisch führt zu geistiger Verarmung.

Neben diesem von außen hereingetragenen Einfluß, der unsere Sprache zerstört, kommen die „inneren“ Schädlinge – bezahlte Wichtigtuer, die mit meist an den Haaren herbeigezogenen Regeländerungen (getarnt als „neue Rechtschreibung“, die keiner will) versuchen, die deutsche Sprache zu verwässern und ihrer Klarheit zu berauben, wichtige Buchstaben zu beseitigen („in Maßen, nicht in Massen“ – wie soll das ohne „ß“ gehen? ist aber eine wichtige Lebensregel!) oder die klärende Groß-Klein-Schreibung anzugreifen.

Dazu kommt der Rund-um-die-Uhr-Beschuß mit Floskeln, hohlen Phrasen, „Neusprech“, Gewaltverherrlichung und gespielten Emotionen (früher sagte man Hetze dazu) durch die Massenmedien, die auch in unserem Lande inzwischen fast alle den 6 großen Welt-Medienkonzernen gehören und „natürlich“ DEREN Meinung uns oktroyieren. Denen geht es nicht um Sprachpflege, auch nicht um Information, sondern um Manipulation.

Es gäbe noch viel zum Thema Sprache als Machtinstrument zu sagen – den heute ausgeblendeten Bereich „Überwachung und Sprache“ überlasse ich dem Chaos-Computer-Club.

Jede/r kann, angeregt durch die obigen Denkanstöße, selbständig überlegen, was sie/ihn wie betrifft.

Bitte als Vorschläge zu verstehen und als Empfehlungen zum Gebrauch, nun die Schlußfolgerungen, von denen ich meine: je mehr sie verwendet werden, desto besser werden wir uns verstehen.

1. Sprache muß einfach und verständlich sein, egal wie komplex die behandelten Fragen sind – dies trifft auch für wissenschaftliche Abhandlungen zu.

2. Aussagen sind stets klar und eindeutig zu formulieren. Sprache darf nicht dazu mißbraucht werden, Aussagen zu verdecken oder zu vernebeln. Zweideutigkeiten sind zu vermeiden oder als solche zu kennzeichnen.

3. Was auf deutsch gesagt werden kann, soll auch auf deutsch gesagt werden. Fremdwörter sollten wirklich nur verwendet werden, wenn tatsächlich kein bedeutungsgleiches deutsches Wort oder Wortgruppe zu finden ist.

Sorgfalt und allgemeine Verständlichkeit gehen vor Bequemlichkeit.

4. Wörter sind stets in ihrer ursprünglichen Bedeutung zu verwenden. Übertragene Bedeutungen und Ironie sind zu kennzeichnen (Formatierung, Gänsefüßchen).

5. Die sprachliche Vielfalt ist zu fördern, z.B. durch stärkere Verbreitung und Lesen der Werke der deutschen Klassiker.

6. Spielerischer Umgang mit der Sprache sollte dem Thema angemessen sein. „Ein guter Witz ist auch bei einer Beerdigung am Platze“ scheint mir schon grenzwertig.

7. Der spezifische Fachwortschatz in jeder Disziplin sollte so klein wie möglich gehalten werden.

Ein allgemeiner disziplinübergreifender Fachwortschatz soll überschaubar und verständlich bleiben.

8. Abhandlungen, die auf Fachwortschätze zurückgreifen, sollten stets einen Anhang mit der Erklärung der verwendeten Fachwörter enthalten. Dieser darf nicht größer sein als die Abhandlung selbst.

Jeder durchschnittlich gebildete Mensch soll jede wissenschaftliche Abhandlung sprachlich verstehen können.

Nachwort

Ein arabisches Sprichwort sagt, dass jedes unserer Worte
durch drei Tore gehen sollte, ehe wir es aussprechen.

Am ersten Tor fragt der Pförtner: «Ist es wahr?»

Am zweiten Tor heißt es: «Ist es notwendig?»,

und am dritten Tor lautet die Frage: «Ist es auch freundlich?»

😉

Euer Luckyhans


9 Kommentare

  1. Grandios!
    Das ist was passiert….
    Die Sprache, unser Komunikation-Medium-Nr.1- wird missbraucht.
    In jeder Schicht – in der Schule, .. …
    Richtig guter Artikel, habe den mal reblogged…
    Gruß koka 🙂

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  2. […] Quelle: https://bumibahagia.com/2014/01/06/sprache-als-machtinstrument/comment-page-1/#comment-3424 […]

    Gefällt mir

  3. jauhuchanam sagt:

    Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Gute Zusammenfassung

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  4. luckyhans sagt:

    Thematisch gehört es hierher, wenn auch woanders hier im Blog geschrieben, daher hier nochmal wiederholt:

    Man sollte auch nicht müde werden, gegen “Dummheit” (meist ist es nur “verschüttete” oder verschrobene “Bildung”) vorzugehen – freundlich, nett, geduldig, keinesfalls belehrend, sondern die anderen selbst zur Erkenntnis kommen lassend (Fragetechnik)… 😉
    (deshalb mag ich auch das Schwyzerische so, mit seinem ständigen “Oder?” – auch wenn es oft nicht so GEMEINT ist)
    ;-))
    Ja, wenn etwas “gemeint” ist, dann ist das eine Bedeutung, die vom Sprecher/Schreiber hineingelegt wird, d.h. seine Interpretation – die andere nicht unbedingt teilen müssen – daher ist Klarheit im Ausdruck kein “Luxus”, sondern Notwendigkeit. 😉
    Jeder kennt das Sprichwort:
    “Gemeint ist nicht gesagt, gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden.” –
    Und dessen “Verlängerung” –
    “Verstanden ist nicht einverstanden, einverstanden ist nicht angewendet, angewendet ist nicht beibehalten.” – wobei “beibehalten” nicht unbedingt ein Ziel sein muß. 😉

    Lassen wir den Weisen zu Wort kommen – eine gute Regel auch für uns:
    Konfuzius (551-479 v. Chr.), Philosoph und Sittenlehrer, wurde einmal gefragt, was er als erstes täte, wenn man ihm die Regierung eines Landes übertrüge. Seine Antwort: “Ich würde den Sprachgebrauch richtigstellen.” –
    “Wie das?”, riefen seine verblüfften Jünger. “Hat denn der Streit um bloße Worte etwas mit den wichtigen Dingen zu tun, die in der großen Politik entscheidend sind?”
    Darauf sagte Meister Konfuzius:
    “Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte.
    Wenn das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte ist, dann sind auch die Taten nicht in Ordnung.
    Sind die Taten nicht in Ordnung, so verderben die Sitten.
    Verderben die Sitten, so wird die Rechtsprechung überfordert.
    Wird die Rechtsprechung überfordert, so weiß das Volk nicht, wohin es sich wenden soll.
    Deshalb achte man darauf, daß die Worte stimmen.
    Das ist das Wichtigste von allem.”

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  5. […] haben wir ja bereits erkannt, daß eine Sprache immer auch eine bestimmte Denkweise “transportiert” – wir erinnern uns beispielhaft hier an […]

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  6. […] “Pranger” von Michael Winkler im Volltext, aus bekanntem Grunde. Einige Themen sind auch hier auf bb schon angesprochen worden. Jedenfalls Dank an den Autor für die klaren Worte und die damit verbundenen Denkstupser! […]

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  7. […] haben uns hier schon mehrfach mit der Sprache als Ausdruck des Denkens beschäftigt – und mit der damit verbundenen Möglichkeit, die […]

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  8. […] haben uns hier schon oft mit der Sprache beschäftigt – als Machtinstrument, mit sog. “Unwörtern”, als professionelle Propaganda-PR und […]

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  9. […] als nächstes könnte es eine gute Idee sein, mal über einige täglich verwendete Begriffe nachzudenken, was sie für mich konkret bedeuten, was ich selbst darunter […]

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