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Prof.Dr. David Dürr / Migrosgenossenschaft, Coopgenossenschaft und Eidgenossenschaft

Was unterscheidet die Eidgenossenschaft von der Coop- und Migrosgenossenschaft? Auffallen dürfte, daß ich als Coop- und Migrosgenossenschaftsmitglied jederzeit aus der Genossenschaft austreten kann. Wollte ich als Schweizer aus der Eidgenossenschaft austreten…wie wollte ich das bewerkstelligen? Es Briefli a Bundesrat, darin darlegend, daß ich mich in diesem Leben nie als Genossenschaftsmitglied angemeldet habe und deshalb nicht Mitglied der Genossenschaft sein kann?

Lesenswerter Artikel, aufrüttelnd.

Thom Ram, 03.08.10

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„Die offizielle «Schweizerische Eidgenossenschaft» scheint rechtlich gesehen nicht das zu sein, wie es nach aussen gegenüber der Öffentlichkeit verlautbart wird. Eine bemerkenswert grossmäulige Organisation, diese «Schweizerische Eidgenossenschaft», mit ihrem Goldkuppelpalast an bester Lage im Zentrum von Bern und einem Auftritt in den Medien, wie wenn sie die «offizielle» Schweiz wäre.

Dabei ist sie eigentlich nichts anderes als irgend sonst eine Genossenschaft, zwar eine recht grosse mit immerhin 40’000 Mitarbeitern. Aber es gibt auch noch grössere in der Schweiz, beispielsweise die Migros- oder die Coop-Genossenschaft, die jeweils mehr als doppelt so viele Mitarbeiter haben; und trotzdem tun diese nicht so, wie wenn sie die Schweiz wären und den Leuten ständig Vorschriften machen und Verbote auferlegen könnten.

Genau das aber macht die Schweizerische Eidgenossenschaft. Sie erhebt landesweit direkte und indirekte Steuern von jährlich immerhin 80 Milliarden Franken, sie zwingt Männer zum Militärdienst, sie verbietet den Bau von Kernkraftwerken, sie erklärt ihre konkursreife AHV für obligatorisch, sie lässt wegen einer angeblich grassierenden Pandemie Geschäfte, Restaurants oder Schulen schliessen.

Will man sich gegen solche Übergriffe wehren, verbietet sie, dies mit Gewalt zu tun, während sie für sich völlig unverblümt ein Gewaltmonopol beansprucht; nur vor einem Gericht dürfe man sich wehren, aber nur bei Richtern, die bei ihr auf der Lohnliste stehen. Migros und Coop könnten sich derartiges nie erlauben! Aber warum erlaubt sich dies die «Schweizerische Eidgenossenschaft»?

Nun, sie behauptet, das sei «demokratisch» legitimiert, all diese Übergriffe seien durch Gesetze abgedeckt, die das Volk selbst beschlossen habe. Dumm ist nur, dass dies nicht stimmt.

Schon einmal nachgezählt?

Vors Volk kommt nicht einmal ein Prozent aller Bundesvorschriften und die Zustimmung liegt jeweils nicht höher als bei 15 bis 20 Prozent des Volkes (viele sind nicht stimmberechtigt, nehmen nicht teil oder stimmen nicht zu); nur etwa 25 Prozent der Bundesvorschriften wird vom Parlament beschlossen, doch eine Stellvertretung des Volkes ist das ja nicht wirklich, schon eher eine Bevormundung; satte 75 Prozent der Vorschriften kommen von der Regierung und der Verwaltung; da hat das Volk rein gar nichts zu sagen. Kurzum: Keine Spur von Demokratie im Sinn einer echten Volksherrschaft.

Manchmal versucht es die Eidgenossenschaft noch mit dem skurrilen Argument, die Staatsgründung im Jahr 1848 sei ein Gesellschaftsvertrag gewesen, mit dem wir uns einträchtig und feierlich zu einer grossen Selbsthilfeorganisation, eben dieser Eid-Genossenschaft, zusammengeschworen haben. Daran ist so ziemlich alles falsch: 1848 fand ein völkerrechtswidriger Staatsstreich von oben statt; da hat eine Mehrheit der Kantone, die sogenannten «liberalen», die katholischen Minderheitskantone in diesen neuen Verbund gezwungen, obwohl dies nur mit Einstimmigkeit aller Kantone zulässig gewesen wäre. Und einträchtig war es überhaupt nicht; es war das Ende des Sonderbundskrieg, bei dem die Liberalen militärisch gewonnen und die Konservativen verloren hatten und nun die Sieger das zelebrierten, was man Siegerjustiz nennt.

Und wollte man noch an die Fiktion jenes angeblichen Gesellschaftsvertrags bei der Staatsgründung von 1848 glauben, so wäre das höchstens ein Grund, für die damaligen Vertragspartner verbindlich zu sein; doch diese sind alle schon seit mehr als 100 Jahren tot. Für die Frage, ob sich solche Vertragspflichten vererben und wer dann jeweils die Erben sind, hat sich das Staatsrecht wohlweislich noch nie interessiert.

Es gibt also keinen überzeugenden Grund, weshalb die «Schweizerische Eidgenossenschaft» etwas anderes sein soll als einfach eine Genossenschaft so wie die Migros und andere Genossenschaften auch. Also müssten auch für sie die Regeln gelten, die sich bei Genossenschaften seit deren Aufkommen im 19. Jahrhundert bewährt haben. Diese Regeln sind nachzulesen im schweizerischen Genossenschaftsrecht (einem Kapitel des Obligationenrechts).

Dort gibt es einen Gesetzesartikel 842 Absatz 1, der wie folgt lautet: «Solange die Auflösung der Genossenschaft nicht beschlossen ist, steht jedem Genossenschafter der Austritt frei.» Angewendet auf die Schweizerische Eidgenossenschaft bedeutet dies: Sie hat bis jetzt nicht ihre Auflösung beschlossen, also haben alle in diese Grossgenossenschaft eingebundenen Landesbewohner das Recht, auszutreten.

Das heisst nicht, dass sie deswegen das Land verlassen müssten. Wer aus der Migros-Genossenschaft austritt, muss dies auch nicht; er gibt nur seine Mitgliedschaft in dieser Organisation auf, nicht auch seinen Wohnsitz. Und genau so muss es auch bei der Organisation namens «Schweizerische Eidgenossenschaft» sein.

Spricht sich dies herum, könnte es zu einer regelrechten Austrittswelle kommen – nicht bei der Migros, aber bei der Eidgenossenschaft.

Dagegen könnte sich diese nur mit einem Mittel wehren, nämlich indem sie ihre eigene Auflösung beschliesst.

Warum auch nicht?

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Netzverweis:

https://www.tell-news.ch/p/die-eid-und-andere-genossenschaften?s=r

<https://www.tell-news.ch/p/die-eid-und-andere-genossenschaften?s=r&utm_camp

aign=post&utm_medium=web&utm_source=direct&triedSigningIn=true> &utm_campaign=post&utm_medium=web&utm_source=direct&triedSigningIn=true

* Prof. Dr. David Dürr studierte an den Universitäten Genf und Zürich sowie an der Harvard Law School. Seit 1979 ist er in Basel und Zürich als Anwalt und Notar und an der Universität Zürich als Titularprofessor tätig.

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27 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt und kommentierte:
    verbrämungen aller orten … hähähä – prust … luise

    Gefällt mir

  2. Mujo sagt:

    Das Mäntelchen der Lüge ist doch überall das selbe Spiel seit Tausenden von Jahren.
    Das Volk wird Dumm gehalten und die Eliten machen was sie wollen.

    Aber etwas ist heute anders, sie können es nicht mehr verbergen. Wir durchschauen ihr Falsches Spiel und werden Angstfreier, damit können sie uns nicht mehr so Manipulieren wie sie möchten. Es hört für uns auf und sie verlieren immer mehr ihre Macht gegen uns bis es eines Tages ganz verschwindet und neue Menschlichere Zeiten kommen.

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  3. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Interessant.

    Es geht den Schweizern also ähnlich, wie den Deutschen und den anderen Völkern in Europa:
    Kein Staat, keine Volksdemokratie, kein Mitspracherecht bei den elementaren Dingen.

    Alle „Bürger“ nichts als Bürgen
    für die Verschuldung der Organisationen, die unsere Länder nach den Vorgaben
    des internationalen Banken-Syndikats – welches sich seit 1930 BIZ nennt – verwalten, welches uns ausplündert …
    und – seit der Niederlage Napoleons – die europäischen Völker von einem Krieg in den nächsten stürzt!

    Freilich sollte man sein Augenmerk nicht „bloß“ auf das BIZ-Banken-Syndikat alleine richten! …
    sondern ‚MUSS‘ sich mit dem Handelshaus Feg & Feuer, welches „Kirche“ genannt wird,
    auseinandersetzten, das mit der Jagd auf, dem Transport und Handel mit Menschen sowie der Sklaverei,
    reich und reicher – mächtig und mächtiger wurde!

    Dann findet jeder ganz schnell heraus, daß das Internationalen Banken-Syndikat
    DIREKT dem Völkerrechts-SUBJEKT – dem PAPST –
    also dem Handelshaus Feg & Feuer untersteht!
    … aber der Papst lediglich der „Geschäftsführer“ dieser ‚FIRMA‘ ist, die Kirche genannt wird!

    Das Evangelium = die Einzigartige Philosophische LEHRE des jüdischen Rabbiners *Joshua*
    — vor allem die „Offenbarung Johannes“ – die im Original „Enthüllung Jesu (Joshua)“ heißt,
    macht keinen Hehl daraus, was die sogenannte „Kirche“ ist, nämlich, die HURE BABYLON !!!
    „die die sogenannten ‚Herrscher der Welt‘ FICKEN TUN !!!“ … bis sie dieser Hure überdrüssig werden …
    und sie den „Vögeln des Himmels“ ausliefern!“

    Jesus [(Joshua, im Original יהושע = Jao-hu-shua = „Jau’hu Rettet“)] bezeichnete dies mit MAMMON
    und Lehrte: „Niemand Kann Gott (dem Leben!) und Mammon dienen!“

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  4. eckehardnyk sagt:

    Das betrifft wieder die Frage: Was ist ein Staat und wofür brauchen die Menschen ihn? – In der nachatlantischen Urzeit (mit Ende der Eiszeit) gab es ihn nicht. In Mitteleuropa gab es ihn bis zum Auftritt der Römer auch nicht. Da herrschte Sitte und Ordnung in den Familien, Großfamilien und Stämmen, und wer da raus wollte, ist eben in ein anderes Gebiet gezogen und schloss sich einem anderen Stamm an, Familiengründung wohl dann auch bald eingeschlossen oder Tod aus Verzweiflung.
    Doch der Platzmangel scheint dieser Idylle den Garaus gemacht zu haben. Außerdem lernte man von reisenden Händlern Sachen kennen, die Begehrlichkeit weckten.
    Stämme oder Stammesteile gingen auf Wanderschaft und stießen auf das Römische Reich. Dies war ebenso aus einer überquellenden Gemeinde entstanden, nur etwa tausend Jahre bevor sich unsere Vorfahren auf die Suche nach neuem Zuhause machten.
    Die Aufteilung in Herrschende und Beherrschte ist hierzulande keineswegs Tausende von Jahren alt, sondern beginnt in Mitteleuropa mit der Reichsgründung unter Karl dem Großen, mit der Zahl 800 der heutigen Zeitrechnung gut zu merken. Er hat das (West-)Römische Reich nach West- und Mitteleuropa einschließlich England verpflanzt.
    Es gibt kluge Leute wie Hajo Müller, die behaupten, diesen Karl habe es nie gegeben. Doch wäre das so, dann müsste man ihn nachträglich erfinden, denn seine Hinterlassenschaft steckt sowohl im Guten wie im Bösen in allem, was heute so als Staatswesen herumläuft.
    Und was wäre dieses Gute, das der große Karl, der ziemlich kurz war, hinterließ?
    Rechtssicherheit von Barcelona bis Lübeck, eine Empfehlung für den Anbau in den Gärten (Capitulare de villis) und die Anerkennung einer Volkssprache (Teudisca Lingua), woraus sich nach und nach das heutige Standarddeutsch ergeben hat (es hat im späten Mittelalter die überall Lateinisch verfassten Urkunden ersetzt. In Frankreich bliebe man natürlich bei der dort angekommenen Form des gallisch durchsetzten Vulgärlateins).
    Außerdem war unter diesem Herrscher jedem Mann seiner Tüchtigkeit entsprechend der Lebensunterhalt auf einer im Dorfverband (Markgnossenschaft mit Allmende) betriebenen Land- und Waldwirtschaft frei möglich. Obgleich der aus Rom übernommene Grundsatz „Kein Land ohne Herr“ zu gelten hatte, war der große Karl weit weg und die Markgenossen konnten sich selber per Los etcpp die Landschaft aufteilen.
    Dass in den folgenden Jahrhunderten unter tatkräftiger Unterstützung durch klerikale Mächte Einiges anders geriet und die meisten Leute zu Untertanen und einige zu Unternehmern wurden, ist nicht der Dummheit (zwar auch), sondern der Verführbarkeit des Menschen zu verdanken.
    Die Urner Ur-Eidgenossenschaft von 1291, die einen Bruch mit der dekadent gewordenen Herrschaft durch Vögte bedeutete, ist sicherlich nicht 1848 wieder hergestellt worden.
    Sie kann auch erst dann wieder erstehen, wenn Freiheit auf ihrem Gebiet von Lernen, Arbeiten, Heilen, Kunst und Neues schaffen erreicht wird. Dann können auch daraus Gesetze fließen, die das Miteinander wirklich gleich für alle regeln (ohne Ideologie) und eine Wirtschaft, deren Hauptanliegen die Versorgung und nicht der Geld- und Machtüberschuss Einzelner sein wird.
    Natürlich haben dann Kirchen, Gewerkschaften, Parteien keine staatstragende, besser gesagt: staatssimulierende Funktion mehr und werden verschwunden sein. Doch dafür müssten wir neu auf die Welt kommen und uns als Helden miteinander dazu verabreden (drüben).

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  5. eckehardnyk 03/08/2022 UM 20:48

    ES GIBT KEINEN Staat!!!

    Staat IST ein ‚*menschliches*‘ ***Gedanken-Konstrukt***

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  6. Vollidiot sagt:

    Wär doch eine gute Zeitgenossenschaft.
    Dann.
    Was solls, was jetzt im Geiste beschlossen wird (von uns), das wird dann (drüben) potentiell.
    Und dann, wieder hier, durchgeführt – wer will uns dann aufhalten.
    Ganz so schnell gehts hier nämlich nedde.

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  7. palina sagt:

    Hans A. Pestalozzi „AUF DIE BÄUME IHR AFFEN“ 1/4

    Staunte gerade, dass das Video von ihm noch vorhanden ist.
    Hans A. Pestalozzi wurde 1955 persönlicher Mitarbeiter von Gottlieb Duttweiler. Dem Gründer des Schweizer Migros Konzerns.
    Nach Duttweilers Tod 1962 Mitarbeiter des Mikros Genossenschaft Bundes.
    Daneben baute er das Duttweiler Institut für wirtschaftliche und soziale Forschung auf.
    Damals eine der bekannstesten Denkfabriken Europas.

    .https://www.youtube.com/watch?v=moy49pB3QS4&t=9s

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  8. Vollidiot sagt:

    Jauhu

    Du weißt doch auch (zumindest Dein tiefstes Innerstes) kein Geist ohne Materie und keine Materie ohne Geist.
    So hat der Begriff „Staat“ auch einen Bezug zum Geistigen – darum, wie Du so schön sagtest, ist es ein Gedankenkonstrukt.
    Hast Du kurz und trocken dargelegt, Danke.

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  9. Ost-West-Divan sagt:

    Einen Staat kann es natürlich nur geben, wenn es Menschen gibt. Maskenträger können keinen Staat bauen, darstellen…Denn welchen Willen wollen sie umsetzen, da sie keinen haben.

    „Die Pointe von Rousseaus idealisierender Theorie ist, dass der Staat dem Bürger nicht als eine fremde Macht gegenüber steht, sondern den Volonté générale repräsentiert, den ´allgemeinen Willen´ des Volkes, der mehr ist als die Summe seiner Teile. Der ´Volkswille´, dessen gewählte Vertreter die Besitzverteilung regeln und gegen Missbrauch kontrollieren, ist in dieser Idealkonstruktion nichts dem Individuum Fremdes, sondern ein Instrument und Wahrer seiner Interessen.“

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  10. eckehardnyk sagt:

    Jauhu: Wenn es keinen Staat gibt, müssen wir ihn schaffen. OWD 1430 hat die Richtung angedeutet, und diese enthält, was Steiner schon vor über hundert Jahren als Lösung peisgegeben hat. Nun wird es immer schwieriger, das Brauchbare, Nützliche, Menschheitliche aus der Moorsoße von Machtapparaten und ihren ideologischen Pissern und Schwärmern herauszulösen. Wahrscheinlich am ehesten auf der abgetauten Antarktis.

    Gefällt 1 Person

  11. fritz sagt:

    Ja ich frage mich auch. Habe aber schon den Eindruck, dass eine Privatisierung der Staaten, zumindest ein Teil davon,
    stattfindet.

    1) https://www.bar.admin.ch/bar/de/home/service-publikationen/publikationen/geschichte-aktuell/wie-die-beamten-zu-angestellten-wurden.html

    Bundes Bern schreibt da eher einen seltsamen Text als Begründung. Auf alle Fälle haben diese „Beamten“ keine hoheitlichen Rechte mehr sondern
    agieren im Handelsrecht, siehe SiPS unten :

    Als Kommentatoren an der Europameisterschaft das Spiel Spanien – Portugal mit der Schlagzeile „Beamtenfussball“ bedachten, war das kein Kompliment. Mangelnde Kreativität war noch das höflichste Attribut. Erstaunlich ist aber etwas anderes: Beamte sind seit 2002 Geschichte! Damals trat das Bundespersonalgesetz in Kraft, das die Wahl auf Amtsdauer durch eine kündbare öffentlich-rechtliche Anstellung ersetzte und aus Beamten Angestellte machte.

    Erste Vorschriften
    Im 19. Jahrhundert werden Rechte und Pflichten von Staatsangestellten zumeist über Verordnungen definiert. Im Grundsatz bleibt die Gesetzgebung allerdings gemäss Bundesrat „recht lückenhaft“. Ein einheitliches Beamtengesetz wird zum Anliegen: „Das Volk wünscht Ordnung und Sicherheit; diesem Zwecke dient die Staatsverwaltung. Um ihre Beständigkeit zu sichern, vertraut es die Verwaltung nicht einer privatwirtschaftlichen Unternehmung, sondern Beamten an“ – so die Botschaft. Der Beamte hält die Sicherheit des Staates aufrecht und dafür erhält er berufliche Sicherheit. Das Beamtengesetz soll deshalb das „Gegenstück“ zum privaten Dienstvertrag gemäss Obligationenrecht werden.

    Erstes Beamtengesetz
    Am 30. Juni 1927 verabschiedet das Parlament nach langen Debatten das Bundesgesetz über das Dienstverhältnis der Bundesbeamten. Aber nicht alle in der Verwaltung Beschäftigten sind Beamte! Massgebend ist ein Ämterverzeichnis, das der Genehmigung der Bundesversammlung bedarf.
    (Ganzer Text, siehe Link oben)

    2) Auch die SiPs hat einiges zu berichten

    https://hot-sips.com/

    Unser «Staat», die Schweiz, wird hinter unserem Rücken seit Jahren illegal in private Firmen umgewandelt. Aus Gemeinden, Kantonen, Bund, Ämtern und staatlichen Institutionen wurden Firmen einer «Government Industry». Dieser Prozess ist beinahe abgeschlossen.

    Der Verein SiPS fordert die sofortige Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit.

    3) https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-20974.htm
    l
    Die neue Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft trat am 1. Januar 2000 in Kraft für das neue Jahrtausend. Die Änderungen waren im Nachhinein grösser als es das Volk bei der Abstimmung erwartete. Das Volk hatte gar nicht genügend Zeit die „Neue Verfassung“ im Detail nachzulesen. Aber die allermeisten haben einfach JA gestimmt, da sie sich wenig dafür interessieren. Die Interessierten haben dann später herausgefunden, dass die Änderungen und Streichungen grösser sind als angenommen.

    Und jetzt wurde nach 22 Jahren die Schweizerische Neutralität, Artikel 173 und Artikel 184 in der Verfassung, einfach nicht mehr eingehalten, obwohl sie der Schweiz viele Vorteile brachte und ein Involvieren in den 1. und 2. Weltkrieg vermeiden konnte. Niemand wurde gefragt, der Bundesrat Ignazio
    Cassis (Ignacio=der Feurige) hat es einfach gemacht und die anderen BR waren einverstanden ? Wurde das Parlament gefragt.

    Also, zweifellos ist vieles im Tun, nicht nur in der Schweiz und zu was es führt ??? Ich weiss es nicht, es sieht aber nicht gut aus.

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  12. Marlies Borth sagt:

    Es ist schrecklich, wie korrupt die obere Elite inkl Schweizer Bundesräte und Parlament sind. Es wird derart Dreck erzählt, und der Schweizer Bürger darf all diese Leute immer bezahlen, selbst als Rentner am Limit. Ich hoffe, dass dieses Lügenkomplott endlich zusammenbricht und die Menschen erwachen.
    Marlies

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  13. Vollidiot 04/08/2022 UM 12:59
    „Jauhu
    Du weißt doch auch (zumindest Dein tiefstes Innerstes) kein Geist ohne Materie und keine Materie ohne Geist.“

    Ja, das weiß ich – wenn auch nicht *von meinem tiefsten Inneren* her, sondern weil es logisch ist.

    Und ich stimme mit dieser Aussage überein, weil sie wahr ist,
    aber eben nur insofern, als unter „Geist“ ‚Bewußtsein‘ verstanden wird.

    Sobald jedoch unter „Geist“ ein ‚gegenständlich Seiendes‘ = „etwas, das objektiv-real existiert“ begriffen wird oder begriffen werden soll, welches obendrein auch noch außerhalb und unabhängig von der Materie da ist = existiert, kann ich – aus logischen (denkrichtigen, folgerichtigen) Vernunftgründen – nicht übereinstimmen.

    Das Seiende = ‚Materie‘ = das, was objektiv-real existiert
    hat keinen Anfang und keinen Ursprung; keinen Ausgang und kein Ende.

    Das Seiende = ‚Materie‘ ist bedingungslos und hat nur eine einzige Eigenschaft,
    nämlich, die Bewegung, die sowohl *raum*- als auch *zeitlos* ist.

    Dieses Seiende = ‚Materie‘ hat den *Geist*, bzw. das *Bewußtsein* „hervorgebracht“:
    dieser *Geist*, bzw. das *Bewußtsein* ist jedoch „subjektiv = unterworfen“ und
    an ein Subjekt [zum Bewusstsein fähiges, denkendes, erkennendes, handelndes Wesen] ‚gebunden‘!

    Dieses *Subjekt* ist – erkenntnis-mäßig – nur der Mensch!

    — auch wenn sich bei den anderen Affenwesen und Säugetieren ein Bewußtsein entwickelt.
    Dieses ist aber „unterentwickelt“, weshalb die übrigen Tiere nichts denken und erkennen können,
    um logisch = folgerichtig handeln zu können. —

    „Zuerst kommt“ das Sein = Materie – „dann kommt“ der Geist = das Bewußtsein.

    … weil der Geist = Bewußtsein an das Subjekt = den Menschen gebunden ist.

    Und da der MENSCH „kein außerhalb der Erde hockendes Wesen ist“ [Karl Marx]

    kann es keinen Geist = Bewußtsein außerhalb oder unabhängig vom Sein = Materie geben!

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  14. Ost-West-Divan sagt:

    Hans A. Pestalozzi wurde von palina erwähnt.
    Auf die Bäume, ihr Affen , heiß ein Buch von ihm.
    Er hatte es richtig erkannt. Die Leute klettern auf Bäume oder hängen sich eine Atembehinderungsmaske um, so das gefordert wird.
    Lange, lange bevor es so weit kommt, wusste er es, dass es so kommt.

    Das war wirklich ein großer Mann, was für Verwunderung ;er war ja Schweizer-kennen diesen großen Mann die Schweizer nicht!?

    Ich erinnere mich an bestimmte Stellen in dem Buch, wo er schon vor Jahrzehnten warnte vor dem Verkabelungswahn(Digitalisierung) der Politik, der ohne jedwede Befragung der Bevölkerung voran getrieben wurde/wird.

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  15. palina sagt:

    @Ost-West-Divan
    Jeder sollte ich das Interview von Hans A. Pestalozzi anhören.
    Er war seiner Zeit voraus. Und hat genau erkannt wo es hingeht.

    Hast du treffend formuliert OWD.

    Gehört nicht ganz zum Thema ist aber hochinteressant.
    4 min.

    Peter Kruse – Enquete Kommission Internet und Digitale Gesellschaft

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  16. palina sagt:

    @OWD
    danke fürs Einstellen des Interviews.

    Habe das Buch „Auf die Bäume ihr Affen“ mit Original Unterschrift.
    Leider wurde er von den Schweizern vergessen.

    Er lebte die letzten Jahren zurückgezogen in den Bergen und hat sich angeblich das Leben genommen.

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  17. Ost-West-Divan sagt:

    Palina, Du schreibst es gehört nicht ganz zum Thema, aber Pestalozzi war Vize-Direktor des Migros-Konzern, den er „vermenschlichen“ wollte.
    Der Konzern wird ja oben erwähnt.

    1955-1962 wirkte er als persönlicher Mitarbeiter von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler, 1962-1964 als Vizedirektor des Migros-Genossenschaftsbunds und 1964-1979 schliesslich als Direktor des Gottlieb-Duttweiler-Instituts (GDI), das er laut institutseigenen Angaben zu einer international bekannten Denkfabrik für Führungskräfte entwickelte. Seine Vortragstätigkeit wurde zunehmend gesellschafts- und wachstumskritisch, was beim Präsidenten der Migros-Verwaltungsdelegation, Pierre Arnold, auf Widerstand stiess und 1979 zur Entlassung von Pestalozzi und einigen seiner Mitarbeitenden führte. Eine Sammlung von Vorträgen erschien kurz danach in seinem Buch Nach uns die Zukunft.

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  18. palina sagt:

    @OWD
    „Palina, Du schreibst es gehört nicht ganz zum Thema, aber Pestalozzi war Vize-Direktor des Migros-Konzern, den er „vermenschlichen“ wollte.
    Der Konzern wird ja oben erwähnt.“

    Da gebe ich dir recht. Hätte das anders formulieren sollen.

    Das Buch „Nach uns die Zukunft“ steht auch bei mir im Bücherregal.

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  19. Texmex sagt:

    @ palina und OWD
    Pestalozzi wird in (großen?) Teilen der Schweiz und Liechtensteins durchaus kritisch gesehen,
    während meiner Zeit dort wurde ich öfter mit dem Spruch
    „ ich bin doch nicht der Pestalozzi!“ konfrontiert.
    Dabei ging es oft um kleine Gefälligkeiten, die abgelehnt wurden.
    Am Anfang konnte ich mir keinen Reim drauf machen, dachte es ging um den hier, bis der Groschen fiel.😂😂

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Pestalozzi

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  20. palina sagt:

    @Ost-West-Divan
    07/08/2022 um 16:24

    „Palina, noch zu dem Thema Eidgenossenschaft- am Rande.
    Du sagst an einer Stelle bei dem Thema, bezüglich Hans A. Pestalozzi, das gehöre nicht ganz zum Thema.

    Aber Pestalozzi war Vize-Chef bei der Migros und wollte das Unternehmen „vermenschlichen“(der Ausdruck kam mir so in den Sinn, obwohl er im Unternehmertum ein Widerspruch in sich ist)
    Wenn man dessen Ideen von dem einen genossenschaftlichen Konzern überträgt auf die gesamte Eidgenossenschaft !?“

    Dein Vorschlag wäre eine Überlegung und eine Diskussion wert.

    PS:Habe den Kommentar von dir in den richtigen Strang eingefügt.

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  21. palina sagt:

    @Texmex

    hat schon was wenn man den gleichen Namen hat und das dann verwechselt wird.
    Ich glaube das Gedankengut des Hans A. Pestalozzi haben die Schweizer nie begriffen.

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  22. Thom Ram sagt:

    Palina 03:22
    „Leider wurde er von den Schweizern vergessen.“ Ja, und ich gehöre mit dazu, mehr, erst heute ist in mein Tagesbewusstsein eingekrochen die Erkenntnis, welch hervorragenden Landesmann ich ein Leben lang gehabt hatte, ohne daß es mir bewusst war.
    „Auf die Bäume, ihr Affen“. Du kennst meine Überzeugungen und meinen Wissensstand recht genau. Sollte ich das Buch bestellen?

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  23. Thom Ram sagt:

    Texmex 01:41
    Wenn Schweizer sagt, “ ich bin doch nicht der Pestalozzi“, so ist Heinrich Pestalozzi gemeint, der – so die Überlieferung – selbstlos Kinder förderte und Schulen gründete, von Gottfried Keller im Buche „Der grüne Heinrich“ nacherzählt, so ich richtig erinnere. Konkret aus dem „Grünen Heinrich“ erinnere ich nur noch ein bisschen die von Keller geschilderte Kindheit Heinrich Pestalozzis.

    Seufz, manche Male wünsche ich mir schon die ansehnliche Bibliothek meines Papas, alle Klassiker komplett, sowie mein eigenes Bibliothekchen hierhergezaubert. Alles in der Brockenstube. Nochmal „Das Boot“ lesen, nochmal mich an Rudi Steiner versuchen, ein x tes Mal bei Goethen vorbeischauen, ob da außer Faust und Reinecke Fuchs nicht doch noch was ist, was mich ansprechen täte, dann Hölderlin, Kleist, Eichendorff, alles war da. Seufz.

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  24. palina sagt:

    @Thom
    „Palina 03:22
    „Leider wurde er von den Schweizern vergessen.“ Ja, und ich gehöre mit dazu, mehr, erst heute ist in mein Tagesbewusstsein eingekrochen die Erkenntnis, welch hervorragenden Landesmann ich ein Leben lang gehabt hatte, ohne daß es mir bewusst war.
    „Auf die Bäume, ihr Affen“. Du kennst meine Überzeugungen und meinen Wissensstand recht genau. Sollte ich das Buch bestellen?

    Das Buch ist es wert zu lesen.

    Es gab schon immer „Vordenker“. Dazu gehörte Hans A. Pestalozzi, wie Goethe und Steiner.

    Und viele andere mehr.

    Rudolf Steiner wird ja hier im Blog von einigen Kommentatoren mit seinen Vorträgen ganz stark angezweifelt.

    Nun ja, mir haben diese Vorträge schon seit Jahrzehnten den Weg gewiesen.
    Und in der Zeit der Krone umso mehr.

    Gefällt 1 Person

  25. Texmex sagt:

    @ Thomram
    Zu der Zeit kannte ich nur Heinrich Pestalozzi-also wie von Dir angesprochen.
    Nur passte der Zusammenhang, in dem der Spruch fiel, nicht mit dessen Leben und Wirken.
    Im Ort, in dem ich geboren wurde, gab es eine nach ihm benannte Schule, in der ich auch 8 Jahre abgerissen habe und dessen Leben war somit bekannt. Der Name Hans A. Pestalozzi kam mir erst sehr, sehr viel später zur Kenntnis.

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