bumi bahagia / Glückliche Erde

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Essay / Positiv / Negativ / Mitte

Wer sich äussert, setzt sich Kritik aus. Jede Kritik enthält Samen, denen Erkenntnis entspriessen kann.

Seit sieben Jahren schallen mir Stimmen entgegen, die sagen:

Thomas, wann endlich wirst du es lernen. Du scheinst es nicht lassen zu können, im Dunkeln zu fischen, die Erdentragödien von gestern und heute aufzumischen, du scheinst lernresistent zu sein gegen die Einsicht, dass du damit das Negative, also das Trennende und Leid Schaffende förderst. Denke doch endlich, endlich entschieden positiv.

Seit sieben Jahren schallen mir Stimmen entgegen, die sagen:

Thomas, es ist unerträglich, was du mit aufgesetzter Rosabrille alles daherschwadronierst. Töricht angesichts des Weltgeschehens bist du, permanent von „Vertrauen in dich, Vertrauen in das Leben“, von „Jedes Jetzt ist perfekt“, von „Ich gestalte meine Realität eigenverantwortlich selber“, letztlich von „Alles wird gut“ zu reden.

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Es kann sein, dass ich mich oft nicht umfassend verständlich genug auszudrücken vermag.

Es kann sein, dass Leser gelegentlich nicht in der Lage sind, Aussagen so zu deuten als wie sie gemeint sind.

Beides dürfte immer mal greifen.

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Ich vertraue nicht blind.

Ich erzähle vom Übel ohne darin zu suhlen.

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Ohne Vertrauen gäbe ich alles verloren. Alles.

Ohne die Übel im Auge zu behalten würde ich Schiffbruch erleiden.

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Das Schiff steuert in schwierigem Gewässer, bei starken Strömungen, bei hohem Wellengang und Sturmböen den Hafen an.

Der Steuermann hält den Bug stur geradewegs auf die Hafeneinfahrt gerichtet. Das Schiff läuft auf  auf eine Untiefe. Oder und das Schiff wird abgetrieben in ungünstigen Winkel. Oder und das Schiff droht zu kentern.

Törichter Steuermann. Er hat das Ziel klar vor Augen, verschliesst sich doch der Realitäten.

Der Steuermann horcht den Angaben des Lotsen, umfährt die Untiefen. Er berücksichtigt die Strömungen, steuert vorsorglich in Lee. Er hält das Schiff mit Bug gegen den Wellengang. Er steuert das Schiff sicher in die Hafeneinfahrt.

Kluger Steuermann. Er hat das Ziel klar vor Augen, und er bezieht die Realitäten für seine  Kurswahl mit ein.

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In der Mitte zu sein und sicheren Weg zu beschreiten, das ist keine statische und langweilige Angelegenheit.

In der Mitte zu sein, das bedingt höchste Aufmerksamkeit und letzte geistige Geschmeidigkeit.

Wer in der Mitte sich bewegt, ist stets in Bewegung. Es ist ein Spiel mit tausend Phacetten.

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Odysseus war ein kluger Mann. Er verbannte die Sage von den schönen und tödlichen Sirenen nicht ins Reich der Sagen. Er nahm sie zur Kenntnis, akzeptierte sie als gegeben, liess die Mannschaft in Konsequenz die Ohren sich verstopfen und liess sich an den Mast fesseln und befahl rechtzeitig, nämlich vor Einschiffen in die gefährliche Zone strengstens, die Mannschaft dürfe seinen vermutlich erfolgen werdenden Befehlen, ihn zu befreien, auf gar keinen Fall Folge leisten. Am Maste angebunden schrie und keifte er die Mannschaft an, seine Fesseln zu lösen. Die sahen das wohl, befolgten indes seinen in Friedenszeit ausgegebenen Oberbefehl, seine verrückte Wut zu ignorieren.

Schiff, Mannschaft und Odysseus meisterten die Situation.

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Der Gefahr ins Auge schauen.

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Gott vertrauen.

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Gott ist Alles-was-ist. Gott vertrauen heisst meinem Leben vertrauen. Alles ist richtig. Und jeden Moment kann ich entscheiden, so oder anders zu denken und zu handeln. Es ist unglaublich grossartig.

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bb ist wie ein Wiesenblumenstrauss.

Nimm, was dir dienlich sein kann.

Lass beiseite, wofür du keine Verwendung hast.

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Lasset uns aus jeder Situation heraus das Beste erwachsen.

Herzensgruss in die Runde.

Thom Ram, 04.04.NZ8 (Neues Zeitalter, Jahr acht)

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11 Kommentare

  1. petravonhaldem sagt:

    Klare Worte in stürmischen Zeiten, mit aussagekräftigen Bildern.
    Großes Danke.

    Lieber Thomas, liebe Freunde und Leser von und auf bumi bahagia,
    es beginnt bei uns die herrliche Frühjahrszeit und wir haben einen Garten……
    alles wartet auf unseren Einsatz.

    Das heißt für mich:
    kein stundenlanges pc-Hocken, lesen, recherchieren, mitdenken, kommentieren……..
    und nun habe ich „kein“ geschrieben….es wird in diesen spannenden Zeiten heißen müssen:
    zeitlich „weniger“……..
    Kurz:
    ich bin geistig mit dabei, nur vielleicht in der Art wie gaaanz viele Leser hier, ohne dass ich meine Finger über die Tasten tippeln lasse,
    vor allem bei so genanntem „schönen Wetter“.

    Seid alle herzlich gegrüßt und übt weiterhin an allen „Andersdenkenden“ 🙂
    Kommt alle gut durch die Untiefen.

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  2. petravonhaldem sagt:

    ………ich schrieb: kommt alle gut durch die Untiefen…
    und vergaß zu schreiben:
    und kommt auch alle gut durch die Tiefen!

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  3. Webmax sagt:

    Diese Einstellung ist Ingo richtig und gefällt mir.

    Obwohl: Das Beispiel Odysseus hinkt. Warum?
    Der Mann hatte ein Ziel und einen Kurs, den es zu halten galt.

    Dem gegenüber manifestiert sich hier oft Verwirrung bis zur Ratlosigkeit sowohl bei Anamnese, Diagnose und Therapievorschlägen.
    Darüber nachzudenken ist sicher wertvoll.
    Rausschmeißen bzw. in eine eigene Rubrik verbannen würde ich aber solche wie die Flacherdler. Oder die Mondbewohner.
    Denn schon die alten Ägypter hatten zweifelsfrei mit einfachsten Mitteln Kugelform und Umfang der Erde errechnet. Und wir wären der einzige Fladen unter all den kugelförmigen Stern- und Planetenformen. Absurd.

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  4. Ariane sagt:

    Webmax
    Sprichst Du hier die Wortspielereien von makieken und mir an? In einem noch mehr anderen Thread? So wirfst Du was hin oder vor, woran Du Dich selbst nicht hältst. Gut.

    Kurs halten?
    Kennt der Verstand den Kurs der Seele?
    Erkennt der Verstand den Kurs der Intuition oder erst durch nach-denken.
    Intuition leitet oft indirekt. Ich habe mich auch gefragt, warum das Thema in dem Thread aufpoppte und jetzt hats Dich auch noch angetriggert es in diesen Thread zu bringen. Sowas.

    Apropos Ägýpter: Ja, die alten Ägypter kannte die Form der Erde als abgeplatteten Sphäroiden, weil schon die frühzeitmenschen begeisterte licht und schatten- und himmelsbeobachter wardn und dadurch ausgezeichnete mathematikern, geometren, astronomen, astrologen usw. wurden. Diesen ei-förmigen sphäroiden haben sie aucb auf mumiendecke dargestellt. Die naahsa hat ihre bilder dahingehend noch nicht berichtigen können, und das obwohl diese abgeplattete Form sogar wieder von den heute offiziellen Wissenschaften erkannt wurde.

    Die die aufwachen sollen, sind immer die anderen, gelle?
    Nööö … wir alle!

    Frohe O-Stern …

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  5. Ariane sagt:

    Webmax

    Galaxien sind auch „fladenförmig“, hab ich durch teleskop gesehen, aber vielleicht war das ja nur ein dia-projektor.
    Ich bin übrigens gar kein Flacherdler und hatte mich mit dem Thema auch schon lange nicht mehr beschäftigt. Es kam ganz allein durch die gestellte Frage, die Du ja anscheinend auch nicht beantworten willst oder kannst.

    Sodele, habe fertig. Weiter geht’s …

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  6. enoon sagt:

    „ES“ juckt mich, aber ich will ja nicht kratzen…
    Doch vermisse ich einen vierten, der drei genannten positiv-mitte-negativ Aspekte.
    Ein Ziel impliziert immer den Anfang einer… Odyssee, die in Sisyphosarbeit endet, da das Hier und Jetzt verloren geht.
    Erst im zustandslosem Zustand ist die wahre Realität erkennbar,
    jedoch lässt „ES“ sich niemals beschreiben/benennen/begreifen,
    da „ES“ nondual ist, der wesentlich vierte Aspekt.

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  7. schwidder sagt:

    Danke für deine unermüdliche wertvolle Arbeit! Wir brauchen jetzt alle aufklärenden, beruhigenden Stimmen. Und ja – jeder tut sowieso gut daran, das aus der Blumenwiese zu plücken, was die eigene Mitte und Klarheit stärkt.

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  8. Thom Ram sagt:

    enoon 21:44

    Ja.
    Und in dieser Inkarnation suche ich das „es“ nicht mehr. Ich bin hier, um das Spiel mit den Polen zu spielen, dabei die Dualität als lustig fein leises Gewürz zuzumischen. Ähem…im Idealfall, lach.

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  9. Thom Ram sagt:

    schwidder

    Ich danke dir für deine Anerkennung!

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  10. petravonhaldem sagt:

    Eine Betrachtung, die in Audioform und gleichzeitiger Mitleseform zu einem begreifenden Erlebnis werden kann.

    Von Herzen empfehle ich:
    10 Tage Dunkelheit:

    https://catwise.de/10-tage-dunkelheit/#top

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  11. enoon sagt:

    ThomRam 22:08

    Suchen(?), „es“ ist allgegenwärtig, wie du weißt, wozu also suchen!?
    Stich-Wort „Inkarnation“… eine Lebens-Krücke, ein gedankliches Konstrukt aus Glauben gestrickt, welches dem „ich“ ein ewiges Leben suggeriert. DAS Leben ist, in Raum und Zeit, einmalig und in seiner Vielfältigkeit einzigartig.

    Mein Herz bubbert, „es“ kribbelt in meinem Bauch, so als wenn ich in einem guten Club mit wohlriechenden Leuten stünde, und ein ungemein gutaussehender Typ meine Aufmerksamkeit erregt. DAS Spiel kann beginnen… Nur, wer würzt hier was? Du etwa, oder „ich“?!

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