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Schau auf die Welt, aber mit Respekt

von Angela, 02.01.2020

Das Wort „Respekt“ kommt aus dem Lateinischen, dort heißt es „re-spicere“ und im Deutschen bedeutet dieses Wort unter anderem „Achtung“, „Anerkennung“.

Im Artikel 1 unseres Grundgesetzes wird die „Würde des Menschen als unantastbar“ bezeichnet und Beleidigungen zum Beispiel unter Strafe gesetzt.Und doch sind wir meilenweit von gegenseitigem Respekt entfernt.

Respekt ist das Schlüsselwort für alles, was es gibt. Je mehr Respekt wir für die Dinge, die Wesen und die Personen in unserem Umfeld und in der Welt haben, desto wirkungsvoller wird er sich in unserem Wesen zeigen und auf andere ausstrahlen.

Das ist für viele, die sich ein respektloses Verhalten angewöhnt haben,  schwer zu verstehen. Zu verlockend ist es für sie, andere herabzusetzen und sich damit größer zu fühlen. Beleidigungen und Beschimpfungen, manchmal wüst, oft ganz subtil, Demütigungen bis hin zu Vergewaltigungen sind bei mangelndem Respekt anderer Menschen nicht selten. Und doch zeigt ein solches Verhalten nur ein schwaches Selbstbewusstsein an, was seinerseits nach Anerkennung schreit.

Ein respektvoller Ausdruck kann sich ganz unterschiedlich äußern: „Achtung, Aufmerksamkeit, Lob, Höflichkeit, Freundlichkeit, Fairness, Toleranz und Hilfe“ gehören dazu. Respektloses Verhalten kann man mit den Begriffen „Geringschätzung, Herablassung, Demütigung, Missachtung oder Kränkung“ beschreiben.

Alle Religionen und Philosophien sind sich darin einig: Anerkennung oder Lob, auch Aufmerksamkeit sind gelebte Liebe.

Um diese Kraft wird überall gerungen – zwischen Nationen ebenso wie zwischen einzelnen Lebenspaaren. Soziale Gruppen ringen untereinander genauso darum, wie die einzelnen Mitglieder dieser Gruppen. Es findet ein unentwegter Kampf um Anerkennung statt, meist mit ungeeigneten Mitteln. Dieser Kampf – im Grunde ein Kampf um Energie- ist eine Falle, weil jeder Mitkämpfer den oder die anderen Menschen, von denen er sich Anerkennung wünscht, durch sein Kämpfen eher abstößt. Die Lieblosigkeit auf der Erde ist daher eine direkte Folge des RINGENS um Anerkennung, Beachtung und Lob, eine Folge des Ringens um Liebe.

Paradoxer geht´s nicht, aber kaum einer merkt es.

Aufmerksamkeit oder Beachtung  ist nichts anderes als Energieübertragung und aus diesem Grunde wächst das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.

Die Medien zum Beispiel leben wortwörtlich von unserer Aufmerksamkeit, je mehr davon vorhanden, desto mehr Einnahmen. Aber es geht nicht nur um das Geld allein, Macht ist ebenfalls Aufmerksamkeit, sexuelle Begierde, der Wunsch, berühmt zu werden und vieles mehr gehören dazu.

Im Universum ist alles mit allem und jeder mit jedem und allem verbunden. Wenn wir andere, seien es nun Dinge, Wesen oder Personen nicht respektieren, fühlen wir uns von ihnen getrennt, wir kapseln uns vom Universum ab, unsere Verbindung mit dem Ganzen ist nicht mehr vorhanden. Doch je höher der Grad unserer Verbundenheit ist, desto leichter wird es uns fallen, Gewünschtes zu realisieren.

Sehr wichtig ist es auch, sich selbst Achtung entgegenzubringen. Wer sich selbst respektiert , achtet auf seine wahren inneren Wünsche. Wer das nicht tut, kann auch nicht erwarten, dass andere das tun.

Doch nicht nur im privaten Raum ist Respekt nötig. Für die meisten Menschen zählen Anerkennung, Respekt und Toleranz zu den wichtigsten Werten. Und doch sind diese Werte keine Selbstverständlichkeit, wie wir unschwer am Wesen unserer Gesellschaft erkennen können. Menschen werden benachteiligt aus Gründen der Rasse, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung oder sexuellen Identität. Obwohl es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gibt, sind wir noch meilenweit davon entfernt. Viele Menschen fühlen sich gesellschaftlich ausgeschlossen oder als ein Opfer ungerechter Behandlungen.

Die Orientierung an Werten, wie Respekt ist jedoch wichtig, weil Menschen, vor allem auch Jugendliche, ihr Verhalten in der Regel an ihnen ausrichten und zum Ziel haben, die genannten Werte zu verwirklichen.

Wir sollten Respekt als ein menschliches Grundbedürfnis anerkennen. Er bestimmt nicht nur die Art unseres persönlichen Miteinanders in der Familie, im Freundeskreis, in der Schule oder im Beruf, sondern auch unser Leben in der Gesellschaft auf dem Weg zu sozialer Gleichheit und Gerechtigkeit.

Diese Ziele erreichen wir nur durch respektvolles Verhalten dem Ganzen gegenüber, indem wir erkennen, dass kein Mensch , ja, kein Lebewesen sich ohne Achtung weiterentwickeln und zu seinem höchsten Potential aufsteigen kann.

Angela


18 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. webmax sagt:

    Respicere = zurückblicken
    Respectus
    respectus est = er/sie/es ist berücksichtigt worden

    Jugendliche müssen den Respekt vor Älteren von Älteren lernen, um später dagegen im Wege der Persönlichkeitsbildung dagegen. angehen zu können.
    So schön kurz lässt sich das sagen.

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  3. Bettina März sagt:

    Genau, dieser Respekt fehlte total bei dem Lied Motorrad-Oma, meine Oma ist eine Umweltsau. Noch schlimmer Nazisau. Wie weit sind diese Politdarsteller oder Politkasper entfernt. Sogar die christliche Kirche. Ich schäme mich für mein deutsches oder BRD-Volk, sofern es sich nicht endlich ändert und aufsteht, in Grund und Boden. Denn dann kannst Du nur noch sagen, wie der Herr, so das Gscherr.* Und das Gscherr sind in diesem Falle wir, das arme primitive, dumme Volk.

    *Geschirr.

    Weitere Adjektive erspare ich mir.

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  4. Drusius sagt:

    Ein Lob den Bäumen, (Derr = Baum, hohl … = Holunder), der Feenbaum vor dem die alten Wanderer noch den Hut zogen.
    Weißer Holunder blüht wieder im Garten (https://www.youtube.com/watch?v=DsC12V3aZbs).

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  5. Mujo sagt:

    Wo fängt der Respekt an ?

    Bei sich selbst. Nur wer sich selbst achtet und Respektiert ist in die Lage den gegenüber das selbe zu gewähren.
    Und Kindern lernen von den Eltern. Man muß es ihnen nicht beibringen. Ist man Vorbild lernen sie es von allein.
    Alles andere ist Erziehung oder besser Dressur wie im Zirkus. Oder noch schlimmer es wird mit Druck und Angst den
    Kindern beigebracht.

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  6. eckehardnyk sagt:

    Ich fragte mich immer wieder, was in Johannes 15 am Ende mit dem Ziel: „Liebet einander, wie ich euch geliebt habe“ wohl mit Liebe gemeint war. Es steht dafür im griechischen Urtext AGAPEH oder AGAPEIN, was immer mit „Liebe“ übersetzt wurde. Das kann Er aber so nicht gemeint haben, wenn das ständig und überall und auch Feinden gegenüber funktionstüchtig sein sollte.
    Und genauso nervig ist der ständig und überall und beim Fußball den Gegnern gegenüber geforderte Respekt.
    Im heutigen Angela Wort hab ich’s nun endlich entdeckt und whistle es hier frohen Mutes in die Gemeinde: gemeint war bei Ihm der Respekt; und von ihr, Angela, die Liebe, wie Er sie gemeint hätte, wenn er ihren, Angela’s, Text und nicht die Texte der Propheten gekannt hätte.
    Das hätte zwei Vorteile: Übersetzt man AGAPEH mit „Respekt“, dann wären diese Stellen im neuen Testament weniger verwirrend. Ersetzt man die heutigen RESPEKT-Anforderungen durch LIEBE, dann würden manche Menschen mehr Respekt vor dieser Forderung haben.

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  7. muktananda13 sagt:

    Respekt ist das Mindestmaß der Liebe. Liebe in anfänglichem Stadium als Intensität und Länge ist Respekt.

    Wenn allerseits keine Liebe, dann zumindest allerseits Respekt- das ist das Prinzip der Harmonie. Fehlt dieser, ist dann Konflikt die Folge.Ist ein Konflikt da, so ist die Folge der Folge also Leid.
    Alles beruht auf Gegenseitigkeit, da alles Eines ist.
    Man kann allerdings nicht den Anspruch erheben, immer von allen respektiert oder geliebt zu werden, ohne dass man selbst das allen schenkt.

    Respekt für Respektlosigkeit bringt auch Leid.

    Einseitigkeit ist invalide Gegenseitigkeit, Gegenseitigkeit ist halbe Einheit.

    Liebe hat keinen Ersatz.
    Wer die Essenz von allem liebt, liebt sich auch selbst. Wer nur sein Ego liebt, wird er nur vom Ego geliebt.

    Liebe ist weit mehr als Respekt, wahre Liebe braucht nicht mal Anerkennung.

    Gefällt 2 Personen

  8. muktananda13 sagt:

    Man könnte es auch so fassen:

    du bist das, was du liebst;
    du bist das, wie du liebst.
    du bist das ,was du erkennst;
    du bist das, wie du`s erkennst.
    Und: wie du erkennst, so liebst du- und wie du liebst, das bist du.

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  9. muktananda13 sagt:

    Agape heißt wirklich Liebe.

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  10. muktananda13 sagt:

    Alles Zeit und Raum sind ein Traum.

    Jeder ist eine einzelne und vorübergehende Variante des Einen.
    Jeder ist eine Erscheinung im Sein, in scheinbarer Realität, der Wirklichkeit.
    Jeder ist eine scheinbare Partikel der Unendlichkeit.

    Respekt… ist da nur ein armer Versuch, die Einheit der Wirklichkeit als Gedanke,Gefühl und Benehmen zu erleben, entgegnen oder zu veräußern.

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  11. Angela sagt:

    @ Eckehardnyk

    Zitat: „… Das kann Er aber so nicht gemeint haben, wenn das ständig und überall und auch Feinden gegenüber funktionstüchtig sein sollte.

    „Liebe deine Feinde“ heißt im Grunde „Habe keine Feinde“ . Für einen Joshua ben Joseph und auch noch viele andere Weise gibt es einfach KEINE FEINDE.
    Feinde hat nur das Ego, welches sich von allem abtrennt und das große Ganze nicht erkennen kann.

    Angela

    Gefällt 3 Personen

  12. webmax sagt:

    „Feinde hat nur das Ego, welches sich von allem abtrennt und das große Ganze nicht erkennen kann.“

    Keine drei Sekunden, und die Unsinnigkeit dieser Aussage ist erkannt. So langsam glaube ich an Trolle auch hier.

    Feinde und zwar gewaltige, hat auch der, der im Wissen um das große Ganze das Gute will und gegen mächtige egoistische Interessen ankämpft, wie viele von uns das hier tun – Todfeinde oftmals sogar, wie jeder spätestens seit dem Tod von JFK wissen müsste.

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  13. Angela sagt:

    @ webmax

    Ganz falsch verstanden ! Aber das wundert mich nicht, orientierst Du Dich hauptsächlich an der Materie und lässt das Geistige außen vor.

    Es ging um das EIGENE Empfinden. Für mich hat alles im Leben einen Sinn, auch das , was auf mich zukommt, und wie kann ich da einen anderen Menschen als Feind ansehen? Aus dieser Haltung heraus entstehen Kriege und sieht die Welt so aus, wie sie eben aussieht.

    Das bedeutet nicht, ein Märtyrer zu sein und alles hinzunehmen, was Du wahrscheinlich jetzt gleich anführen wirst…. Ein klares NEIN ist oft angebracht, aber es muss nicht reaktiv sein und aus dem konditionierten Verstand kommen, der alles, was ihm nicht passt, als feindlich ansieht.

    Angela

    Gefällt 1 Person

  14. Hilke sagt:

    Warum sollte „auf die Welt mit Respekt schauen“ und die „Feinde“ lieben sich auf 2 unterschiedliche Ebenen beziehen. Beim ersteren, im Artikel, wurde sinngemäß gesagt, daß sich alles zuerst in einem selbst abspielt, aka Respekt zuerst vor/ in sich selbst entwickeln. Die Feinde lieben aber soll Feinde in einem Außen meinen?
    Was ist mit den „feinden“ in einem selbst! Schatten od. wie immer genannt. Wer Feinde im Außen sucht, um nicht bei sich selbst anzufangen, hat das so Bestellte zur Genüge.
    Wer seinen inneren Feind versöhnt aber, der liebt bedingungslos.

    Gefällt 3 Personen

  15. webmax sagt:

    Wie unverbindlich ist doch diese Aussage zum Feind im Innern oder auch zur Neutralität gegenüber z.B. erkennbaren Sklaventreibern, denen man nur mit einem -neutralen – „klären Nein“ begegnen soll. Leicht gesagt, gilt das auch, wenn die eigene Familie sich unter den Sklaven befindet??

    Das alte Testament kennt die Rache – das neue T. empfiehlt, auch noch die andere Backe hinzuhalten.

    Und die Römer erkannten: „Si vis pacem, para bellum“. Also auch m Frieden wehrhaft bleiben!
    Denn: Wer in der Demokratie einschläft, wird in der Diktatur aufwachen.

    Nur zu wahr.

    Ich bin klar beim AT.
    Wer messert, ab mit dem bösen Patschhändchen als lebenslange Erinnerung an die Schandtat.
    Wer vergewaltigt, rigoros ab mit den beiden Wonnespendern. Falsettstimmen sind gesucht.

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  16. Hilke sagt:

    Ob Testament, ob alt ob neu, einem jeden das Seine, das ist m.M.n. genau so gewollt. Die einen Fische schwimmen mit dem Strom, die Lachse aber kommen auch an. Manchmal bin ich Lachs und manchmal Forelle.
    Ungekocht bleibe ich hoffentlich. Denn ich will keinem schmecken 🙂

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  17. Thom Ram sagt:

    Hilke 22:56

    …kommt auf die Startseite, umgehend.

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  18. Mujo sagt:

    @Hilke

    Der Grizzly mag’s Lieber ungekocht, der wartet schon an der Flussmündung 😉

    Und wenn nicht, nach den Ableichen ist sein Ende, auch weil das gegen den Stom schwimmen so Unglaublich viel Kraft Kostet.
    Aber ich weis worauf du hinaus willst und wie du es gemeint hast, darum ist es ein schönes Zitat.

    Im Indianischen Horoskope bin ich ein Lachs, sehe mich aber Lieber als Forelle. Sie hält sich hin und wieder auch gegen dem Strom sucht aber meist die Verwirbelung im Wasser die sie begünstigt. Das Ende ist erst wenn sie ihr Alter erreicht hat, oder jemand anders sie vorher fängt, oder hat Fangen lassen !!

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