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7. von 144 / Keine Einleitung

Dies ist der Anfang einer Folge. Wohin wird die Reise gehen? Ich lasse mich überraschen.

Thom Ram, 09.10.7

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7. von 144 Keine Einleitung

Autor: Eckehard

Ich glaube, die in den ersten Abschnitten angesprochene Bereitschaft zu Offenheit und Bewußtwerden über sich selbst ist nötig, um unsere Kinder zu verstehen. Erst damit werden uns die folgenden Beispiele, wie Kinder sind, wie sie sich verändern, wachsen und ihre Eltern dabei mitnehmen, im doppelten Sinn des Wortes, für Sie wirklich fruchtbar. Es sind Erfahrungen, die der Autor, also ich, in vielen psychotherapeutischen Gesprächen mitbekommen hat und dadurch zu Antworten herausgefordert wurde. Manche Fragen standen unausgesprochen im Raum. Wenn Sie wollen, erhalten Sie eine Rezeptsammlung, gewürzt mit Fragen zur Einstellung zu der Welt, den Menschen, Wesen und Dingen gegenüber. Man nennt das ja heutzutage „Philosophie“. (Sie können mich deshalb als Ihren Philosophen bezeichnen.) Aber keine Sorge, von Popper oder Wittgenstein werde ich Ihnen hier nichts erzählen. Über andere Philosophen können Sie aus „Sofies Welt“ mehr erfahren.

Doch Sie haben ein Recht zu wissen, wo außer in Gesprächen mit Eltern und Kindern direkt meine Quellen sind, auf die sich manche meiner Aussprüche zurückführen lassen. Die Nennung solcher Quellen wird immer mit Danksagungen verbunden. Auch das soll hier und jetzt nachgeholt werden. Darüber hinaus mögen Sie aus dem Literaturverzeichnis Nutzen ziehen.[1]

Da ist zunächst meine Frau[2], die mir Gelegenheit gab, in hunderten von Gesprächen mit Patienten und Eltern ihrer Kinderarztpraxis, dabei zu sein, Protokoll und Kamera zu führen und orientierende Tests zu machen. Ihr verdanke ich auch die Verbindung zur Ärztlichen Akademie (für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen), die 1977 von dem Kinderarzt und Jugendanalytiker Gerd Biermann und seiner Frau Renate gegründet und bis 1994 geleitet worden war. In Kursen dort habe ich einen umfassenden Überblick und Einblick in die verschiedensten Therapieverfahren, Tests und therapeutischen Verhaltensweisen gewonnen. Mitgeprägt haben mich auch einige Jahre als Lehrer an Waldorfschulen in Deutschland, die Menschenkunde Rudolf Steiners, die ich bereits als Kind und Waldorfschüler ohne davon zu wissen aufgenommen hatte. Trotzdem habe ich meine letzten drei Schuljahre inklusive Abitur einem Westberliner Gymnasium zu danken. Gegen Ende meines Studiums (slawischer Sprachen, wozu das Russische gehört,) lernte ich die Psychotherapie zum ersten Mal in einem offenen Gruppenprojekt des tiefenpsychologischen Autors Josef Rattner in Berlin kennen, der mich in den Jahren 1972-78 zur Mitarbeit motivierte. Viel verdankte ich zwei Jahrzehnte später den verhaltenstherapeutischen Seminaren von Fritz Jansen und Uta Streit an der Deutschen Akademie für Entwicklungsrehabilitation, sowie einem psychoanalytischen Selbsterfahrungsprojekt bei Ilias Liacopoulos, auch in München. Kennengelernt habe ich noch als Jugendlicher die experimentelle, pflegerische Gymnastik von Elfriede Hengstenberg in Berlin sowie in persönlichen Begegnungen die Einstellungen Kindern gegenüber von Emmi Pikler aus Budapest. Wer für die Verbreitung der Essenz des Werkes dieser beiden großen Frauen als Vermittlerin Seminare hält und die Welt bereist, ist meine Schwester und in diesen Fragen meine kompetenteste Beraterin.

Seit ich nicht mehr Lehrer bin, begleitet mich eine Tätigkeit als Kaufmann und Versicherungsmakler, neben der ich behutsam auch die psychotherapeutische Arbeit in der „Freizeit“ neu aufbauen konnte, ohne daß die Bereiche sich vermischten. Indessen hat jedes Treffen, wo es mal um finanzielle, mal um persönliche Fragen ging, meine Sicht vom Menschen und seiner Lebensweise beeinflußt. Jedem Gespräch fühlte ich mich verpflichtet, da es meine Erfahrung bereichert hat.[3]

[1] Auf den Abdruck dieses ausführlichen Literaturverzeichnisses wurde in der publizierten Ausgabe „Abentuer Erziehung“ (Hamburg; tredition 2013, siehe www.eahilf.de, aus Platzgründen verzichtet.

[2] die 2005 mit 65 Jahren verstorbene Kinderärztin aus Baden-Baden, Dr. Charlotte Schöne

[3] Erste pädagogische Erfahrungen sammelte ich schon als Student bei einer Probestunde in einer Berliner Grundschule. Noch während der Teilnahme an dem psychotherapeutischen Großgruppenprojekt von J. Rattner bekam ich sechs Monate die Rolle eines „Privatlehrers“ für jugendliche Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee von Berlin. Den vorläufigen Endpunkt meiner „Karriere“ als Lehrer sah ich nach Fertigstellung dieser Schrift an einer Krankenhausschule der inzwischen aufgegebenen Klinik Reinerzau, Alpirsbach, bei Freudenstadt.

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16 Kommentare

  1. Wohin wird die Reise gehen?

    Kommentar gelöscht, da so überflüssig als wie ein Chropf.
    Thom Ram

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  2. Mujo sagt:

    „Ich glaube, die in den ersten Abschnitten angesprochene Bereitschaft zu Offenheit und Bewußtwerden über sich selbst ist nötig, um unsere Kinder zu verstehen.“

    So sehe ich es auch. Kann dem nur zustimmen.

    Dazu passt noch dieser kleine clip, den ich ZUFÄLLIG heute als erstes gesehen habe nachdem ich meinen schlepptop hochfuhr.

    Gefällt 2 Personen

  3. Angela sagt:

    Ein schönes kleines Video von Sadhguru. Wer solche Eltern erfahren konnte, ist für sein Leben gesegnet.

    Angela

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  4. Mujo sagt:

    @Angela

    Auch die es nicht erfahren haben.

    Es ist nie zu spät eine Glückliche Kindheit zu haben.

    Das hat mich die Arbeit im Familienstellen gelehrt. Ohne Wurzeln keine Flügeln.
    Wenn ich Frieden mit mir und meinen Eltern schaffe habe ich eine gute Ausgangs Basis es an meinen Kindern weiter zugeben.
    Die Schuldgefühle und Vorwürfe gegenüber seinen Eltern die manche haben,
    macht es schwer dies weiter zu geben.

    Gefällt 2 Personen

  5. outside the Box sagt:

    Die Grundlage dafür Offen zu sein ist Unvoreingenommenheit.
    Kann man mit so viel Bildung und Wissen, wofür der Autor immerhin mehr als einen Ganzen Absatz benötigte, noch Unvoreingenommen und somit Offen sein ?
    Ich bezweifle dass.
    Bereitschaft zur Offenheit gepaart mit einem Schema von Analyse und Therapie ?
    – mmmh, man darf Gespannt sein.

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  6. Mujo sagt:

    „Kann man mit so viel Bildung und Wissen, wofür der Autor immerhin mehr als einen Ganzen Absatz benötigte, noch Unvoreingenommen und somit Offen sein ?
    Ich bezweifle dass.“

    Gerade aus Beruflichen Erfahrungsgründen ist man offen für die Belage des Kindes. Und kann dem Kind das geben was es in seiner Entwicklung braucht.
    Nur das was ein Kind am meisten braucht ist die Wärme und Herzlichkeit eines gegenüber. Das können alle, egal welchem Bildungsstand.

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  7. Drusius sagt:

    Die 1000-Jahr-Planung hat das angelsächische ´System etabliert, dahinter das Seerecht. Eigentlich geht es um die Plünderung des Planeten.
    8 Bewohner der Erde haben soviel Reichtum im materiellen Sinne angesammelt, wie 3,6 Milliarden Menschen.
    Das ist die materielle Seite. Es ist die NWO geplant, die eine Unterscheidung der Bewohner des Planeten auf Herrscher und Sklaven reduziert.
    Innerhalb von 12 Jahren soll Kohlenstoff als Energiebasis beseitigt sein. Die Bevölkerung soll reduziert werden.
    Dazu „Demokratie in Gefahr – Holger Strohm“ bei bewusst.tv, (https://www.youtube.com/watch?v=SmqOQAAmm1c)

    Was möglich ist (https://www.youtube.com/watch?v=QtwTarBARF4) -Anunnaki.
    Babylon hieß zu alten Zeiten KA.DIN.GIR.RA, das Tor, durch daß die „Gerechten von den Raketenschiffen“. herein kamen.
    Ich würde mir einmal die „Enscheduanna“ durchlesen und berücksichtigen, daß es schon 8 Zivilisationen auf der Erde gab.
    Vermutlich ist alles nicht so, wie es aussieht.

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  8. „Ein Kind versteht die Rede seiner Umgebung noch bevor es reden gelernt hat. Deshalb sind klare Anweisung und deutliche Beschreibung mustergültige Erziehungsmittel.“ steht auf deiner Seite lieber Eckehard. Wie wahr.

    (wauwau, gackgack & schlüppi ::: über babysprache und echte sprache) von Anna Luz de León. Sie hatte mich inspiriert über die Sprache Gedanken zu machen.

    Auszug:

    […Worte zerstören nur, wo sie nicht hingehören, gab mal eine jüdische Schlagersängerin von sich. Wie war. Am Anfang steht das Wort und nicht das Bild. Das Wort formt das Bild – unsere Bildung. Bei der Zeugung eines neuen Lebens – also mit der Beseelung des Fötus sind wir noch blind und hören nur Worte bis wir einige Zeit nach der Geburt die Augen benutzen. Damit nicht genug. Die Welt selbst entdecken ist nicht. Anstelle dem Neugeborenem sofort eine klare Sprache zu vermitteln, wird es erst mal auf eine Art Affensprache (Verzeih mir Affe den Vergleich) trainiert. Sie sehen die Dinge in ihrem nächsten Umfeld und was sagt Mutti oder Papi dazu?
    Lassen wir Anna Luz de León etwas dazu sagen: hier lesen

    Es wird gerne als abstrakte Sprache entschuldigt, weil der Minderbemittelte äh der noch nicht soweit Entwickelte eine klare Sprache nicht oder noch nicht verstehen kann. Diese fast auf Dummlaute reduzierte Sprache war in früheren Zeiten recht schnell mit der Entwicklung des Kindes vorbei. Heute ist sie trendy. Nicht mehr wegzudenken aus Politik und Werbung, die das kleine Arschloch noch bei Laune hält. Siehe dir nur die jüngsten Wahlplakate an oder die Werbung für den Wohlstandsmüll. Der Informations- oder Bildungsgehalt von Fotos oder Bilder ist ohne begleitende Worte neutral. Allenfalls der angeborenen gesunden Interpretation zugänglich. Hier greift für mich die Poesie, die jedem Menschen aus früheren Inkarnationen noch zugänglich ist, die jedoch durch die verkrüppelte Sprache entmenschlicht wird. …]

    https://ludwigdertraeumer.wordpress.com/2017/09/07/ein-gedanke-zur-sprache-und-bilder-bildung/

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  9. eckehardnyk sagt:

    Zu outside 19:04: Offenheit ist ohne Denken sinnlos. Verfügt man jedoch über freien Zugang zum eigenen Denken, entscheidet man sich für die Offenheit einer Tatsache gegenüber, dann lernt man etwas Neues über diese Tatsache kennen.
    Genauso gut kann ich mich einer Tatsache gegenüber voreingenommen verhalten. Auch dazu brauche ich mein Denken. Es sagt mir über diesen Gegenstand nur das, was ich schon kenne. Das kann nützlich oder falsch sein. Ebenso auch die Offenheit. Sie ist nicht allem und jedem gegenüber richtig. Das erfahren wir doch tagtäglich. „Bildung“ wäre nur da von Übel, wenn sie mich meiner Souveränität im eigenen Denk-Palast beraubte.

    Gefällt 1 Person

  10. eckehardnyk sagt:

    Ludwig, gack gack wau wau sind Ausdrücke, die nur sie selber sind und darin je nach Artikulation das beschreiben, was sie sind. Das gilt auch für die Tierlaute. „was miaut eine Katze? “ Antwort: Hunger, will raus, hab Respekt“ muss man raushören. So auch Säugling des Reden unkundig noch, lallt, weint, quietscht vor sich hin und ist das, was er ausdrückt, „zufrieden, hungrig, erregt“, er sagt es nicht, sondern lallt, weint oder quietscht es. Was weint ein Kind? folgt später.
    Über den Ernst Jünger-Satz „die Sprache lebt nicht aus eigenen Gesetzen, sonst würden die Grammatiker…herrschen“ aus deinem Link denke ich nach.

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  11. Super!
    Alle haben ihre Erkenntnisse mal wieder rausgehauen,
    wissen wie es geht …

    Meine Fresse, meine Fresse!

    Wenn doch daraus auch nur 1 % Handlung käme!
    Aber es folgt auf jedes Bla Bla nur eine weitere Unterhaltung,
    die im mir gewohnten und bekannten Blubb, Blupp, Blupp endet!

    Aber — Hauptsache ist:
    Es wird sich eingebildet, daß ICH MICH zu den Aufgewachten zähle!

    Schön, wenn man weiß, wer einen zur Schlachtbank führt:
    Das bringt einem so echt viel!

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  12. Thom Ram sagt:

    Uhu 03:20

    Hier ist ein Forum. Handlungen vollziehen tut ein jeder ausserhalb der Schreiberei hier.

    Ich verstehe deinen Weltschmerz. Dein Gejammer hilft aber nicht weiter.

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  13. Drusius sagt:

    Am Spruch „Wissen ist Macht! Nichtwissen macht Sklaven!“ ist zumindest etwas dran, obwohl der Spruch eher eine Lehre mit dem Nudelholz ist.
    Jeder kann nur für seinen Entwicklungsstand der Seele den richtigen Weg finden, das ist noch nie anders gewesen. Aber wissen, um überhaupt entscheiden zu können, ist immer besser. Erkenntnis ist immer positiv und bringt Entwicklung.

    Gefällt 1 Person

  14. Renate Schönig sagt:

    Eckehard: „Kennengelernt habe ich noch als Jugendlicher die experimentelle, pflegerische Gymnastik von Elfriede Hengstenberg in Berlin sowie in persönlichen Begegnungen die Einstellungen Kindern gegenüber von Emmi Pikler aus Budapest. Wer für die Verbreitung der Essenz des Werkes dieser beiden großen Frauen als Vermittlerin Seminare hält und die Welt bereist, ist meine Schwester und in diesen Fragen meine kompetenteste Beraterin.“
    ———-

    Ich find´s Klasse, was Ecki´s Schwester geleistet hat/ bzw.leistet:

    https://www.hengstenberg-pikler.de/info/strub

    Auszug:

    ***Durch ihre Zusammenarbeit mit der Kinderpsychologin Anna Tardos, Budapest, bei der Herausgabe von Werken Emmi Piklers und deren Mitarbeitern im Lóczy, sowie in Vorträgen, Seminaren und privater Familienberatung, setzt sie sich seit Jahren für das Bekanntwerden der Kleinkindpädagogik Emmi Piklers ein.
    Die Einsichten und Erfahrungen zu einem veränderten Umgang mit Angst, Ärger und Schmerzen, die sie mit kranken und schwerkranken Menschen gesammelt hat, dienen ihr heute als Grundlage für die Arbeit mit Gesunden.***

    ———-

    Einblicke und Kurz-Videos:
    https://entfaltungfilm.com/

    ==============================
    @jauhuchanam राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו
    10/10/2019 um 03:20
    ———-
    Ist das nicht ein schönes Beispiel dazu, dass nicht „nur geredet“ – sondern auch „gehandelt“ (umgesetzt) wird ? 🙂

    Gefällt 3 Personen

  15. Süß! Weltschmerz. Echt? Nein.
    Wenn überhaupt: Viele [unverarbeitete] Traumata mit den dazugehörigen Posttraumatischen Belastungsstörungen. 😉

    Gefällt 1 Person

  16. eckehardnyk sagt:

    Die von Renate 14:20 eingestellten Links werden im Beitrag 12. von 144 – Selbständig sein – wahrscheinlich am 18.10.2019 erwähnt werden.

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