bumi bahagia / Glückliche Erde

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thom ram / Vom äusseren und inneren Lächeln

 

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Oft denke ich: Ich habe nichts mehr zu sagen. Und dann fällt mir etwas zu, und ich möchte es sagen.

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Ich bin Schwiizer, wurde durch Sitten dort geprägt, wie könnte es anders sein.

Ich wurde auf erlesene Höflichkeit abgerichtet. Weil ich als junger Mensch die Vorstellungen der mich dirigierenden Autoritäten übernahm, übernahm ich auch die Gleichsetzung, oder doch die schiere Gleichsetzung von Höflichkeit mit Freundlichkeit und Herzlichkeit.

Voll verrückt. 

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Meine Fuffziger verlebte ich hauptsächlich in Berlin. Was mir eklatant auffiel: Wenn mich ein Berliner freundlich anlächelte, so war das unbestreitbar ein Lächeln, welches von seinem Herzen kam. Es kommt in Berlin – Gottchen sei es geklagt – nicht allzusehr allzuhäufig vor, aber es kommt vor. Statt der dort übelich zur Schau getragenen Griesgrämigkeit und Kurzangebundenheit und schierer Unfreundlichkeit kann es dir widerfahren: Oh, ein Mensch, der dich anlächelt. Und dieses Lächeln dort, in dieser besonderen Stadt, dieses Lächeln, das ist echt.

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Echt? Was heiss echt?

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Lächeln ist Lächeln!?

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Scheise ist Lächeln Lächeln.

Und da sind wir im Thema.

Ich verallgemeinere nun schier unzulässig, denn die Schweizer Bevölkerung hat sehr sehr viele Phacetten. Vergleiche einen Bündner mit einem Zürcher und einem Walliser, und du musst Welten unterscheiden. Ich weise auf eine allgemeingültige Tendenz hin. Nochmal. Ich werde gleich verallgemeinern, lieber Leser, bedenke, dass es keine zwei gleichen Menschen und Situationen gibt.

Der Schweizer lächelt meist äusserlich. Wenn der Berliner äusserlich lächelt, dann ist dieses Lächeln von seinem Herzen angeregt. Schweizer lächeln bei jeder Gelegenheit. Ich sage warum. Er hat Schiss. Weil er Schiss hat, lächelt er. Erstens, damit das Gegenüber ihn für nett hält. Zweitens, damit das Gegenüber ihm nichts tut. Drittens, damit er seine eigenen Anliegen durchbringen kann – mittels gespielter Freundlichkeit. Berliner mit Nichten und Neffen tun so. Wenn sie sich als Stein fühlen, dann machen sie einen Stein wie ein Stein, und des öfteren komme das vor.

Der Schweizer ist cleverer als der Berliner (obschon der Berliner unendlich eloquenter spricht, wahrlich, haha), besser ist er – weil er lächelt – nicht.

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Das war das Exposé.

Ich komme endlich wirklich zum Thema.

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Ich übe es täglich.

Wenn mir ein Mensch begegnet, dann nehme ich ihn so gut, wie es meine Tagesform erlaubt, möglichst umfassend wahr. Ohne Analyse. Ohne Analyse. Ohne Analyse. Das ist der Punkt, der springt. Ohne Analyse. Ich stelle für mich innerlich fest: Hier ist dieser Mensch. Und das ist alles.

Das ist der erste Schritt.

Fast gleichzeitig tue ich den zweiten Schritt.

Ich suche und finde mein eigenes inneres Licht, mein eigenes und inneres Lächeln, meine eigene Herzlichkeit. Meine Herzlichkeit. Das, was schön und gut und bejahend und warm ist in mir darinne.

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Es begibt sich, dass beide Vorgänge sich vermischen. Das ist Magie, ist göttliche Magie, geschieht unwillkürlich.

Die Folge ist, dass ich innerlich lächeln kann. Die Folge ist, dass ich freundschaftliches Gefühl für mein Gegenüber empfinde, unbesehen, ob er eine zartschöne Jungfrau, eine hochinteressant ältere Frau, ein sympathisch daherkommender Mittelalterlicher, ein offensichtlicher Macho oder ein Mensch mit Ohrfeigengesicht ist.

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Was mein Gesicht dann macht, weiss ich nicht.

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Vergass, zu erwähnen. Das mir andressierte „lächle, Thooomasss, korrigiere deine Muugge (verdriesslich böses ablehnendes Gesicht), lächle endlich, verdammt nochmal“, das abzulegen übe ich seit vielen Jahren.

Ich übe das oben Beschriebene. Das oben Beschriebene weckt mir ein inneres Lächeln. Ich wette meine ganze linke Hand, dass dieses innere Lächeln von einer Mehrzahl von Menschen unbewusst, oder sogar bewusst gesehen wird, und dass es hilft, na ja, dass es helfen kann.

Es kann helfen, humorig zu kommunizieren, was uns allen einfach immer gut tut. Es kann helfen, sachlich schnell zu kommunizieren, was die meisten von uns angenehm berührt. Es kann helfen, eine Situation zu entschärfen, in Beruf, in was weiss Gott wo.

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Ich meine.

Das innere Lächeln hat eine enorme Wirkung. Es wechselwirkt. Es macht unser aller Leben schön.

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Ich wünsche dir, lieber Leser, eine Woche mit öftigem innerem Lächeln.

🙂

thom ram, 03.07. NZ 0004 (für Leute, welche vorzugsweise nur äusserlich lächeln, immer noch 2016)

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19 Kommentare

  1. Um meinen Fokus zu halten habe ich vor ca. einem Jahr zur Unterstützung mir 2 tägliche Wecker im Handy gestellt. Morgens kommt das Signal: „Gedanken werden Realität“ und Abends, meist im Wohnzimmer sitzend folgt: „Lächel alles ist gut ❤ "

    Bisweilen ganz schön anstrengend, sich allen gegenüber zu öffnen und anzulächeln, aber Übung macht den Meister 🙂

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  2. thomram sagt:

    Hannes

    „Lächel. Alles ist gut.“

    Als Schulmeister weise ich darauf hin: Du meinst das verd nochma (bitt‘ um Entschludigung, holzklotzig‘ Sprack, LoL) innere Lächeln.

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  3. Marietta sagt:

    Ich möchte eine kleine Geschichte von heute morgen gerne dazugeben.
    Man sagt ja „wie Innen so Aussen“

    Ich hatte Nachtdienst, mein Bus fuhr mir, wie so oft, direkt vor der Nase davon, der nächste erst in 20 Minuten.
    Es war noch still draussen, wenige Autos, kein Regen, blauer Himmel ohne Chemtrailstreifen.
    Ich hätte mich ärgern können, entschied mich dafür zu laufen, denn mein Weg beträgt ca. 20 Minuten zu Fuss, wenn ich schnell gehe.
    Wegen zu müde sein, schlenderte ich nach Hause….okay, das waren jetzt 5 Minuten halt mehr.
    Daraus wurde eine morgendliche Zen Gehmeditation 🙂

    Ich spürte die Unebenheit des Bürgersteigs, sah die Wurzeln der Bäume, die versuchten aus dem Asphalt herauszukommen an das Tageslicht ( mein Weg führt am Zentralfriedhof vorbei ). Sie hatten alle kleine Beulen und Krater auf dem Gehsteig hinterlassen, und manchmal wagte sich ein Pflänzchen hindurch, hatte so viel Kraft durch den extrem harten Asphalt durchzukommen.

    Es lagen überall kleine Zapfen von den Bäumen herum, die ich ebenso unter den Füssen spürte, sie waren ganz hart, so als ob sie sich auf die Härte des Bodens eingestellt hatten.

    Beim Weitergehen sah ich an der Strasse eine Abgrenzung, damit Autos nicht auf dem Seitenstreifen parken. An beiden Seiten wuchs dort, wo die Pfeiler in den Boden gesteckt worden, eine Pflanze mit weissen Blüten, sah wunderschön aus…..und mittendrin…..eine kleine Flechte auf dem Boden, die die Form eines Herzens hatte.

    Ich freute mich wie ein Kind, welches etwas Neues entdeckt hat.

    Ich ging weiter, und da kam die Krönung meines morgendlichen Ganges 🙂 da hatte doch jemand der mit der Farbsprühdose in der Stadt unterwegs gewesen ist, einen lächelnden Smiley auf den Asphalt gesprüht.
    Ich konnte nur noch lächeln, trotz aller Müdigkeit die in mir steckte.

    Einen Herzensgruss hier in die Runde
    von Marietta ❤

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  4. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  5. thomram sagt:

    Marietta

    Grüss‘ mir Wurzeln, Zapfen, Smäili und deinen ganzen Weg.

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  6. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  7. haluise sagt:

    was du beschreibst , könnte man mit den strategemen aus dem Chinesischen vergleichen – ursptünglich kriegslisten, dann auch geschäfts-listen.

    als ich in die Schweiz kam und im nächsten supermärkt nach meinen wünschen mit liebevollem lächeln befragt wurde, stieg in mir eine wohlige wärme auf, und die hilfsbereitscheft in jeder lebenslage erzeugen die gefühlsskala von säuli-wohl über pudeli-wohl bis hin zu vögeli-wohl.
    des weiteren gab es zwischenmenschlichkeiten wie überall auch.
    eloquenz mag verblüffen, schafft jedoch eiskalt bewertung, urteIlung konkurrenz– distanz
    BRD-deutsche in der Schweiz ‚wussten ALLES BESSER‘ mit schriller stimme

    dann schon lieber den SMILY im alltag
    von LUISE

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  8. Gravitant sagt:

    Es heißt:
    ..Ein Geheimnis innerhalb eines Geheimnisses,
    das sich richtet und bereitet.
    In einer Schädelform,
    voll kristallinen Taus,
    eine Hautschicht von Luft,
    die sich aufhellt und löst,..
    im Gleichgewicht schwebend.
    Der oberste Wille offenbart
    sich durch das Gebet der Unteren…
    Die Gewahrung des Unteren
    in der Gewahrung der oberen Strömung:
    das sind zwei Fenster im Paradies,
    wodurch allem der Lebensodem sich erweckt…
    (Der Sohar,Seite 104).

    Das Obere spiegelt sich im Unteren.
    (Wie oben,so unten.
    Harmonie und Gleichgewicht,
    eine gerechte Weltordnung.

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  9. jokey sagt:

    Es ist immer ein Sieg z.B. eine miesgelaunte Person mittels Humor oder ganz einfach in herzlicher Direktheit
    zum Schwingen anzuregen. Kostet weniger Energie als die Schutzschilde „Arroganz“ – „Von-oben-herab“
    anzuwenden.

    @thom : Gockel und Katze Bild wie immer geniale Synchro, das Zitat von Gravitant auch. Das sind die Smiley die hier auf dem Weg gemalt sind. 🙂

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  10. thomram sagt:

    Jokey

    Danke!

    Äh, sagtest du „Katze“?

    Ab, inn Kindergarten, Jokey! 🙂

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  11. Angela sagt:

    Das ist ein wunderschöner Text, lieber ThomRam! Hat mir gleich ein schönes Lächeln ins Gesicht gezaubert!

    Und das hatte ich auch bitter nötig, denn völlig „lächellos“ habe ich mich heute in die Unbewusstheit anderer Menschen eingeklinkt und bin dabei selbst „biestig“ und demzufolge auch völlig unbewusst geworden. GGGGGRRRRRRR…, Angela

    Nun schlafe ich mit einem Lächeln ein!

    Liebe Grüße von Angela 😀

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  12. Angela sagt:

    Noch was Schönes zum Lächeln:

    „..Schau mit den Augen der Liebe!

    Wenn du jemanden anschaust, schau ihn mit den Augen der Liebe an. Wenn du andere anschaust, lass Liebe durch deine Augen strömen. Wenn du gehst, wirf beim Gehen mit Liebe um dich.
    Zu Beginn ist es nur eine Vorstellung, doch innerhalb von einem Monat wirst du feststellen, dass es Wirklichkeit geworden ist. Die anderen werden spüren, dass deine Persönlichkeit wärmer geworden ist; sie fühlen sich ausgesprochen wohl, wenn sie in deine Nähe kommen.

    Mache es zu einer bewussten Übung. Werde dir deiner Liebe bewusst und lasse sie immer mehr nach draußen kommen.
    Osho

    LG von Angela

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  13. luckyhans sagt:

    @ Angela:
    Osho ist leider – wie immer – anthropozentrisch… auch die Pflanzen spüren unsere Blicke.

    Wir senden nämlich einen feinstofflichen Sehstrahl aus, wenn wir gucken (mehr dazu bei Klaus Volkamer), und dieser transportiert unseren feinstofflichen (seelischen) Zustand sehr präzise.

    Die Pflanzen BRAUCHEN unsere Blicke, damit sie gut für uns wachsen können und die für unseren Körper benötigten (grob – UND feinstofflichen) „Stoffe“ in sich „entwickeln“ können.
    Ich gehe täglich in den Garten und sehe alle Pflanzen an, von denen wir Früchte zu speisen oder Tee zu trinken gedenken – ich begrüße sie und wünsche ihnen alles Gute – ich danke ihnen dafür, daß sie da sind und uns zur Verfügung stehen mit all ihrer Kraft…
    Und sie wachsen und wachsen… 😉

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  14. Dee Dee sagt:

    Hey jokey,

    „eine miesgelaunte Person mittels Humor oder ganz einfach in herzlicher Direktheit
    zum Schwingen anzuregen“

    ist bei mir mittlerweile „zum Hobby“ geworden. Lebe momentan in einem Landstrich mit herkömmlich eher verschlossenen Menschen, aber habe dadurch schon viele Herzen geöffnet. Bei vielen Menschen hab ich das Gefühl, sie warten nur darauf. Es bringt Freude….kann ich nur weiterempfehlen 🙂

    Liebe Grüße, Dee Dee

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  15. thomram sagt:

    Willkommen auf bb, DeeDee,

    und willkommen in Kreisen der Aufheiterer 🙂

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  16. jokey sagt:

    @thomram Der Fuchs ist doch irgendwie eine Mischung zwischen Hund und Katze. Momentan seh ich zwar mehr Hunde – die verbeiten viel Humor und all das was sie können….Katzen sind da langsamer, besonnener.
    Einmal gabs ein tolles Bild: Katze kuschelt sich in den Bauch vom Hund und auf frecheste Nymphensittich nimmt Platz auf dem Kopf vom Hund. Der Vogel war in der Meisterschaft.

    @Angela@luckyhans Zu Leuten die guten „Draht“ zu Pfanzen haben (grüner Daumen) kommt mir manchmal der Gedanke das sie besser wachsen wenn sie nur am Rande sitzen und Blicke wechseln. Also die Pflanzen und die Menschen.

    @Dee Dee Verschlossene Menschen sind nur gefangen…Selbst ernannte Hausmeister(tyrannen) sind das kleine Meisterspiel. Trifft man eher seltener, aber wenn dann ist immer die Möglichkeit gegeben etwas Ruhe zu üben.

    Kleiner Sinnspruch für Bumi Bahagia: Aufklären – Aufheitern – Auf Schwingen

    wüsche allen Gute Wege

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  17. Petra von Haldem sagt:

    Hahaha und Juhuuu:

    Jo-Key holt unseren Wiiberzmorge wieder aus der Mottenkiste hervor:

    Aufklären — Aufheitern — Auf Schwingen

    (Zur AufKlärung: der Wiiberzmorge hier auf bb war eine Zusammenkunft gewesen der mehr oder weniger humorösen „Flugfähigen“ resp. Schwingentragenden)

    Unter welcher Rubrik ist eigentlich der versunkene fünfteilige Wiiberzmorge abgetaucht??

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  18. thomram sagt:

    Petra

    Ich brauche einen Sekretär. Oder einen, der mich ersetzt und ich mache Sekretär.

    Um das Archiv stets übersichtlich zu halten, ist pro Tag locker eine Stunde vonnöten. Warum das so ist, was alles immer wieder auch mal durcheinandergeraten lässt, erspare ich, hier zu erläutern.

    Tatsache: Ich finde Wiiberzmorge 4
    https://bumibahagia.com/2015/01/01/wiiberzmorge-4/#more-13717

    und die ersten drei Folgen werde ich weiter suchen. Wenn ich fündig werden sollte, werde ich das Ganze wieder aufpolieren.

    Es isch es bitzeli e krux. Ich habe so gerne so klare Ordnung. Wäre ich nur Sekretär auf bb, ihr alle würdet lachen und staunen, wie klipp klar alles geordnet und dargestellt und verlinkt und verbunden wäre, so, dass der Intuitivkicker einfach drauf kommt, was er braucht.

    Ich putze nur immer wieder mal einen Themenstrang durch, der mit besonders wichtig ist. Grad eben der Strang „Impfen“.

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  19. thomram sagt:

    Petra und überhaupt alle

    Gestern habe ich an den sogenannten „Kategorien“, welche ich „Themen“ nennen würde, etwas geändert.

    Schauder. Alles nun ein einzig Puff.

    Vielleicht setze ich zwei Tage ein, nur um dieses Gnosch zu entwirren.

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