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Senator Ron Paul / Syrien / Mein Wunsch ist es, dass nicht bombardiert wird

Ron Paul stellt die Geschehnisse auf die Beine, er spricht wahre Worte.

Und er schliesst mit einem weisen Aufruf. Dieser Aufruf ist heute noch scheinbar ein Schuss in den Ofen, denn Obamas und Kissingers und die weltweiten ihnen verwandten Banden von Befehlsausführenden, sie denken nicht im Traum daran, umzuschwenken und etwas Gutes zu tun.

Es ist scheinbar nur ein Schuss in den Ofen.

Jede Stimme, welche sich erhebt und sagt: „Ich will, dass mein Volk und meine Regierung sich so verhalten, dass es den Menschen zum Besten gereicht“, ist eine Stimme mehr, welche eine bessere Zukunft einläutet. Der Stimmen werden mehr und sie werden vermehrt vernommen und ihre Botschaft weitergetragen. Wir benötigen weder Obamas noch Kissingers, weder Merkels noch Fischers, um eine bessere Welt zu schaffen. Einfach die, welche eine bessere Welt wollen, sie spucken in die Hände und tun vor Ort das, was menschen- und erdenfreundlich ist. Dies ist eine Exponentialkurve. Ewigkeiten scheint sich nichts zu bessern. Sodann geht es schnell und schneller.

So mein deutlicher Eindruck.

thom ram, 07.10.2015

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Gefunden in: http://www.antikrieg.com/aktuell/2015_10_06_meinwunsch.htm

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Mein Wunsch ist, dass niemand Syrien bombardiertRon Paul

 

Die Politik der Vereinigten Staaten von Amerika des Regimewechsels in Syrien war eine Katastrophe. Über 200.000 Menschen wurden getötet und ein ganzes Land in Schutt und Asche gelegt, zumindest zum Teil deswegen, weil Präsident Obama entschied, dass „Assad seine Legitimität verloren hat.“ Wie geht das, dass der Präsident eines 6.000 Meilen entfernten Landes die Befugnis hat zu entscheiden, ob ein anderer Anführer im Amt sein soll oder nicht? Was wenn Rouhani im Iran entscheiden würde, dass Obama seine Legitimität verloren hat, weil er eine Anzahl amerikanischer Bürgern ohne Anklage oder Verfahren per Drohne umgebracht hat? Würden wir das akzeptieren?

Mindestens drei Jahre anhaltende Anstrengungen der Vereinigten Staaten von Amerika, Rebellen auszubilden, die die syrische Regierung stürzen sollten, haben, wie General Lloyd Austin, der Befehlshaber im Central Command der Vereinigten Staaten von Amerika, letzten Monat ausgesagt hat, „vier oder fünf“ ausgebildete und überprüfte „Gemäßigte“ in Syrien ergeben. Die dafür vorgesehenen $500 Millionen sind verschwunden.

Die neokonservative Lösung angesichts des Scheiterns, Assad zu stürzen und ISIS „zu schwächen und zu vernichten,“ ist die Bombardierungen zu verstärken und eine Bodeninvasion in Syrien durchzuführen. Die verwirrende Politik der Bekämpfung Assads und gleichzeitig seiner Feinde scheint die Neokonservativen nicht zu bekümmern. Sie wollen, dass wir alles über ihre jüngsten Fehlschläge in Libyen und im Irak vergessen, und die gleiche verfehlte Strategie ein weiteres Mal versuchen.

Aber etwas dramatisches ereignete sich letzte Woche. Der russische Präsident Vladimir Putin hielt eine Rede vor den Vereinten Nationen, in der er die Politik der Vereinigten Staaten von Amerika kritisierte, sich mit einem Teil der Extremisten – nämlich mit al-Qaeda und deren Verbündeten – zusammenzutun, um sowohl ISIS als auch Assad anzugreifen. „Verstehen Sie jetzt, was Sie gemacht haben?“ fragte Putin.

Kurz nach seiner UNO-Rede ersuchte Putin das russische Parlament um die Vollmacht, auf das Hilfeansuchen der syrischen Regierung hin im Kampf gegen die Rebellen in Syrien Gewalt einzusetzen und bekam diese zugesprochen. Russische Kampfflugzeuge und Bomber begannen gleich darauf, Lufteinsätze zu fliegen. In weniger als einer Woche Bombardierung durch die Russen scheint ISIS und den al-Qaeda-Verbündeten beträchtlicher Schaden zugefügt worden zu sein – wobei einige der letzteren von den Vereinigten Staaten von Amerika als Alliierte betrachtet werden und von der CIA ausgebildet worden sind.

Man mag versucht sein, die russische Militäraktion in Syrien zu bejubeln, nachdem es so aussieht, als würde ISIS endlich einige beträchtliche Verluste erleiden. Presseberichte sprechen von großen Zahlen von Deserteuren aus ihren Reihen nach den russischen Angriffen. Im Handumdrehen scheint das, was wie eine unvermeidliche Machtübernahme durch ISIS in Syrien nach dem Sturz Assads aussah, viel weniger wahrscheinlich zu sein, nachdem die Russen da sind.

Aber ich kann nicht über die Bomben jubeln, egal ob es russische Bomben oder Bomben der Vereinigten Staaten von Amerika oder französische oder britische Bomben sind. Ich glaube nicht, dass eine terroristische Gruppe, die durch eine ausländische Intervention in der Region geschaffen wurde, durch mehr ausländische Intervention in der Region aufgelöst werden wird. Bomben bedeuten ein totales Versagen der Politik. Sie zerstören Wirtschaft und Infrastruktur eines Landes.

Mein Wunsch ist, dass das amerikanische Volk endlich fordert, dass seine Regierung mit ihrer destruktiven Politik aufhört, jede Regierung auszuwechseln zu versuchen, die sich Washingtons Forderungen nicht beugt. Mein Wunsch ist, dass der Kongress unsere Verfassung soweit respektiert, dass er verlangt, dass der Präsident eine Kriegserklärung sucht, ehe er ein fremdes Land angreift. Ich wünsche, dass Präsident Bush und seine neokonservativen Berater nie beschlossen hätten, die syrische Regierung zu stürzen. Ich wünsche, dass Präsident Obama die Neokonservativen gefeuert hätte, die ihn von einer törichten Intervention zur nächsten geführt haben. Ich wünsche, dass die CIA nicht Rebellen ausgebildet hätte, um in Syrien an der Seite von al-Qaeda zu kämpfen. Ich wünsche, wir würden die schrillen Schreie der Kriegstreiber zurückweisen. Ich wünsche, dass die Medien der Vereinigten Staaten von Amerika mehr wären als nur das Propagandaorgan der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Ich bin nicht begeistert, weil Russland Syrien bombardiert. Mein Wunsch ist, dass niemand Syrien bombardiert.

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1 Kommentar

  1. Vollidiot sagt:

    Hier irrt Ron Paul: „Bomben bedeuten ein totales Versagen der Politik. Sie zerstören Wirtschaft und Infrastruktur eines Landes.“
    Die Erkenntnis eines Anständigen.
    Aber.
    Alles Kaputte schreit nach Wiederaufbau, nach Investoren mit viel Geld.
    Und Buchgeld und Schwarzgeld schreien nach zinsbringender Verwendung,
    und zinsabhängigen Staaten, z.B..
    Das ist ein Geheimnis von Bomben und auch Maxime politischen Handelns.
    Vor allem bei den Handelnden, die eine angelsächsische Denkweise haben.
    Diese Denkweise ist imperial, rücksichtslos und und und.
    Verständlich das Paul das nicht so klar sieht.
    Den Anständigen in diesen Ländern sei großer Dank gesagt.

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