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Wunder 5 / Fuss

Unter Wundern stellt sich der Mensch meist mit dem Verstand nicht nachvollziehbare Ereignisse vor, dabei völlig ausser acht lassend, dass derselbe Verstand letztlich überhaupt nichts versteht, nicht einmal so alltägliche Dinge wie die Schwerkraft oder ein menschliches Lächeln.

Die vorliegende Geschichte nun ist auf den ersten Blick ebensowenig ein Wunder, wie jedes andere Tagesgeschehen auch. Für mich ist sie überhaupt kein Wunder, weil ich nämlich durchschaut habe, dass Wunder um nichts mehr Wunder sind als das, was die Menschen als normal bezeichnen, wie, um noch ein Beispiel zu erwähnen, der menschliche Körper, welcher auf für den Menschen nicht nachvollziehbare weise funktioniert. Für mich aber ist sie hinwiederum doch ein Wunder in dem Sinne, als sie zeigt, wie unsere Seelen planen, und wie sie ihre Planung materialisieren auf ganz und gar unglaubliche Weise.

Hier die Geschichte:

Ich habe abends ein wenig Zeit übrig, kann nichts rechtes mit mir anfangen und beschliesse daher, endlich mal den längst versprochenen Plattenspieler zu meiner Tochter nach Lenzburg zu fahren. Ich fahre also mit dem Porsche gemütlich, einer vor mir fährt noch langsamer, ich frage mich lässig, ob ich den Langweiler fressen soll, ach, was solls, ich habe Zeit, und ich muss ihm meine PS nicht beweisen. Stop, linksabbiegen, weit vorne Ampel auf grün, also kurz beschleunigen, vor mir und hinter mir kein Auto, links von mir eine stehende Autokolonne in gleicher Fahrtrichtung, alles klar.

Es geht blitzschnell und doch so klar wie in Zeitlupe. Ich glaube es nicht, aus der stehenden Kolonne löst sich ein Moped mit einem Mann drauf, quert meine Fahrbahn, ich bin voll auf der Bremse, zermalme mit meiner Schnauze was, der Mann fliegt auf meine Windschutzscheibe, ich sehe nur gesprenkeltes Glas, mein Wagen steht, ich sitze da. Bin ich verletzt? Nö. Erste Massnahme ? Weitere Schäden verhüten. Türe auf, gucken, Wagen nach rechts, Motor aus, Warnlampen ein. Es ist tiefe Dämmerung, einige Menschen kommen herbeigeeilt. Ich steige aus, wo ist der Mann? Zwanzig Meter weggeschleudert das Moped, noch weiter weg liegt etwas, der Mann. Ich gehe ruhig zu ihm hin. Er ist totenbleich, hebt den Kopf, sieht jung und hässlich aus. Er erinnert sich an seinen Namen, sonst begreift er überhaupt nichts, Schock, Gehirnerschütterung.

Es war die Zeit, da ich mich intensiv mit Energiearbeit beschäftigte, Energiearbeit mit der  menschlichen Aura. Ich besuchte meinen Unfallpartner täglich im Spital und behandelte ihn mit meinem neuerworbenen Wissen und Können. Frank hiess er, war ein rassiger, liebenswerter, hübscher Jüngling. Sein rechter Fuss war ein einziges Knochenmus. Erstklassige Aerzte hatten  das Ganze zusammengeflickt. Ich vermittelte täglich kosmische Heilenergien. Wir sprachen über die Welt, Gott, das Stilliegen im Spital und über Ursache, Wirkung, Schuld und Unschuld. Es waren gute, berührende Gespräche, von Mensch zu Mensch. Der Unfall warf Franck in einigen Projekten zurück. Er verpasste zum Beispiel eine Aufnahmeprüfung für Fallschirmspringen, musste eine Lieblingsidee damit begraben. Auch sein Beruf, mit Stehen verbunden, wurde in Frage gestellt. Er genas unglaublich schnell. Die Aerzte sagten, eine so schnelle Heilung hätten sie noch nie beobachtet. Franck und ich, übrigens auch seine Eltern, gingen als Freunde auseinander.

Wo, bitte, ist das Wunder?

Wunder 1:            Der Unfall selbst. So einen Unfall gibt es eigentlich gar nicht. Franck kannte die Verkehrssituation am Unfallort wie seine Westentasche. Er war voll auf das Verkehrsgeschehen konzentriert. Und trotzdem machte er den Fehler eines Kleinkindes.

Wunder 2:            Nochmals der Unfall selbst. Es war purer Zu- fall, dass ich zu exakt jenem Zeitpunkt an exakt jenem Ort mit exakt dieser Geschwindigkeit  fuhr. Vor und hinter mir war kein Fahrzeug. Mit der Präzision eines kosmischen Uhrwerks traf meine Autoschnauze Francks rechten Fuss.

Wunder 3:            Nochmals die kosmische Präzision. Nicht nur zermalmte ich exakt Francks rechten Fuss, mehr noch, der ganze weitere Ablauf war ganz eindeutig und klar.

Franck flog so auf meine Windschutzscheibe, dass ihm ausser Fussverletzung und Hirnerschütterung kein Härchen gekrümmt wurde.

Er, der sonst immer ohne Helm herumkariolte und meistens mit frisierten Mopeds, hatte zum Zeitpunkt des Unfalls ein Normgerechtes Fahrzeug unter dem Hintern und eine Schüssel auf dem Kopf, was für die Bestandesaufnahme der Polizei wie auch für Francks Gesundheit von Bedeuteung war.

Franck wurde von erstklassigen Aerzten erstklassig zusammengeflickt, und seine Genesung wurde, durch meine Energiearbeit unterstützt, ein Ausnahmefall für die Unfallstation.             Die Rechtslage wurde weder von Franck noch von dessen Eltern in Zweifel gezogen, sodass nicht nur seine Spitalkosten und meine exorbitant teure Autoreparatur von seiner Versicherung bezahlt wurde, sondern dass ich darüberhinaus eine Wertsteigerung meines Fahrzeuges hatte, weil es nämlich auch noch gleich frisch vorgeführt wurde.

Schliesslich werte ich auch als nicht alltäglich, dass aus einem hässlichen Unfall ein freundschaftliches Verhältnis entstand.

Für mich steht ausser Frage: Franck und ich hatten diese Begegnung für dieses Leben für Karmaharmonisierung geplant.

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Zu einem späteren Zeitpunkt erhielt ich exakte Auskunft darüber, was es mit Franck, mir und dem Fuss auf sich hatte. Es ist eine wunder – bare Karma – Geschichte.

Ich war mal, vor vielen hundert Jahren, in fernöstlichen Gefielden sowas wie ein Boss. Franck war einer meiner jungen Bodyguards. Bei einer unliebsamen Begegnung wollte mich ein Gegenüber tätllich angreifen. Franck schritt ein und tötete den Mann mit einem Kick mit dem rechten Fuss. Das war nun eine Sünde.

Sünde ?

Ja, eine Sünde. Sünde ist, wenn ein Wesen einem anderen Wesen dessen Entwicklungsmöglichkeit einschränkt.

Was heisst das im vorliegenden Fall ?

Franck hätte den Gegner zu Fall bringen können. Er tat, von unbeherrschter Emotion geleitet, zu viel. Unnötigerweise gab er die volle Energie in seinen Kick mit der Absicht, den Gegner zu töten. Angemessen und ohne karmische Folge wäre gewesen, den Gegner kampfunfähig zu machen. Der Tod des Gegners verkürzte dessen Leben entgegen seinem Lebensplan.

In nichtinkarniertem Zustand berieten Franck und ich, wie er sein Karma auflösen könne und wir ersannen den Unfall. Franck wollte Sühne leisten (gebrochener Fuss, Durchkreuzung von ihm lieben Plänen). Ich stellte mich als Erfüllungsgehilfen zur Verfügung.

Wer hätte das gedacht, als ich den Plattenspieler nahm und losfuhr…

Du erinnerst? Aus Langeweile und absichtslos bezüglich Fahrweise startete ich. Nein, ich überholte den Langsamfahrer nicht. Ja, ich gab etwas Gas, weil weit vorne grün war. Haagenau, in exakt der richtigen Sekunde waren meine Autoschnauze und Francks rechter Fuss zwecks Zertrümmerung am haargenau richtigen Ort.

Was scheinbar als Wunder daherkommt, hat eine innere Logik und ist erklärbar. Mein Ueberbewusstsein liess mich so fahren wie ich fuhr. Francks Ueberbewusstsein liess ihn den Fahrfehler eines Kleinkindes machen.

Co – Kreation.

Wunder?

.

thom ram 2013 / 01.09.2015


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