bumi bahagia / Glückliche Erde

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Geldreich = glücklich?

Nun ist es also erneut passiert – der Umstand, auf den viele „pöse Verschwörungstheoretiker“ schon seit Jahrzehnten oft und ausgiebig hingewiesen haben, nämlich daß eine Gesellschaft, die nur auf Eigeninteresse und Ungleichheit beruht, niemals zu Glück und Wohlstand führen kann – für keinen – diese Erkenntnis ist nun (wieder mal) durch wissenschaftliche Arbeiten belegt worden.

Dieser Artikel und dessen Quellen sind sehr zum Studium empfohlen:

http://www.hintergrund.de/201412213368/feuilleton/zeitfragen1/kapitalismus-und-soziale-ungleichheit.html

Daß sogar die freilich durch einige unsinnige Grundannahmen weitgehend fehlgeleitete „moderne“ Wirtschaftstheorie ebenfalls zu ähnlichen Ergebnissen kommt, nämlich daß für jegliche produzierte Waren auch ausreichend viele kaufkräftige „Verbraucher“ da sein müssen, damit der Wirtschaftskreislauf geschlossen werden kann, beweist sich hier erneut anhand praktischer Ergebnisse.

Daher sollten für jeden Ökonomen, egal ob BWLer, Finanzfachmensch oder VWLer – auch die schon „aus-gebildeten“ – die genannten Bücher von Thomas Piketty und von Kate Pickett / Richard Wilkinson zur weiterbildenden Pflichtlektüre gehören – schon aus der beruflichen Ehre heraus.

Wir wollen noch einen Schritt weiter gehen und uns der Frage widmen, ob denn in der heutigen Gesellschaft des ungebremsten Egoismus und der zunehmenden Ungleichheit die Menschen, denen – oft ohne eigenes Zutun – die Geldreichtümer zugefallen sind, auch wirklich glücklich sein können.

Für den „Normalbürgen“ ist das keine Frage – wer jeden Tag jeden Zehner (nicht wenige sogar jeden Euro) nochmal herumdrehen muß, damit er ihn auch so einsetzt, daß er den erwünschten „Nutzen“ bringt, der sehnt sich erstmal danach, nicht mehr so „aufs Geld achten“ zu müssen – das ist ganz natürlich.

Wie wir aber im oben angeführten Artikel gelesen haben, hat ein zusätzlicher „Reichtum“ oberhalb von 25.000 Dollar pro Jahr nur noch wenig Einfluß auf das „Wohlbefinden“ der Menschen.

Das bestätigt die Aussage vieler Ökonomen, daß ab einer bestimmten Höhe die Einnahmen eine viel geringere Rolle spielen als vorher – vor allem weil diese nicht mehr für die „Dinge des täglichen Bedarfes“ ausgegeben werden müssen.

Mit anderen Worten: je größer der Geldreichtum, desto weniger davon (ab einer bestimmten Höhe) fließt wieder in den Wirtschaftskreislauf der physischen Ökonomie – der sog. Realwirtschaft, in der die greifbaren und damit einzig wirklichen Werte geschaffen werden – zurück.

Das ist einer der Grundfehler des Kapitalismus, der auch sehr ungern zugegeben wird – denn damit würde man ja bestätigen, was viele „linke“ Ökonomen nicht erst seit Marx predigen: eine „zu ungleiche“ Verteilung der Reichtümer führt zwangsläufig zum Stocken der kapitalistischen Wirtschaftsmechanismen.

Und zu den daraus folgenden hektischen Bemühungen, mit Hilfe von Schwundgeld, Krediten, jeglicher Art von „Wertpapieren“ und anderen Maßnahmen diese Erscheinung wenigstens zeitweilig zu übertünchen – außer Kraft zu setzen ist sie eh nicht.

Nach dieser kurzen ökonomischen Erörterung zurück zum Thema.
Wie glücklich ist der Geldreiche?

Beginnen wir beim Materiellen.

Ohne jetzt breit die Frage nach der Sinnfälligkeit der „modernen“ Lebensweise stellen zu wollen, lassen sich die Bedürfnisse eines vernünftigen Menschen offensichtlich mit einem sehr überschaubaren Einkommen bereits befriedigen.
Der Geldreiche kann sich also vieles an Waren zulegen, was er weder „braucht“ noch regelmäßig benutzen kann – eben weil er schon soviel hat, und weil auch sein Tag nur 24 Stunden lang ist.

Diese Schwelle, ab der man einen Haufen „Zeug“ hat, das man nie in die Hand nimmt, beginnt übrigens schon bei relativ „moderaten“ Einkommen.

Ob daraus ein Glücksgefühl entsteht?

Wohl nicht immer, aber manches teure Hobby (Oldtimer-Sammlungen etc.) können schon ein Quell stetiger Freude sein – man muß nur die Zeit haben, diese auch zu genießen.

Dann kommt hinzu, daß der Geldreiche mit Rücksicht auf sein Umfeld seinen Reichtum nicht allzu offen „zur Schau stellen“ kann, sonst gilt er schnell als „Protzer“ – und wird damit sowohl von den ärmeren „Neidern“ als auch von den geschickter auftretenden „Gleichen“ mißbilligend betrachtet.

Auch will man ja nicht zu stark in das Blickfeld der „staatlichen“ Abzocker von der örtlichen Firma „Finanzamt“ (mit Umsatzsteuernummer!) gelangen – da gibt man lieber sein Geld aus für parasitäre „Diener“, wie Steuerberater und Anwälte, die bezahlt werden, um Schlupflöcher und Steuer-„Oasen“ für wenigstens einen Teil „seines Geldes“ zu finden – ob man das dann immer wiedersieht?

Ebenso ist ein großer Teil seines Geld-Reichtums in sog. Wertpapieren „angelegt“ – mit der Folge, daß weitere Parasiten, die keinerlei zählbaren Beitrag zur Realwirtschaft erbringen, damit „durchgefüttert“ werden – Bankberater, Anlageberater, Analysten, Fondsmanager und viele andere Wichtigtuer, auf die diese Welt gut verzichten könnte.

Und mit dem nicht geringen Risiko, daß ein Großteil seiner „Wertpapiere“ im Falle von „Turbulenzen“ an den „Märkten“ ab und zu mal „flöten geht“, d.h. von seinen „Depots“ in die der „größeren Fische“ transferiert wird. Denn es gibt immer (mindestens) einen „größeren Fisch“…

Also, so richtig materielle Freude an seinem Geldreichtum hat er wohl nicht unbedingt. Aber Geld alleine macht ja auch nicht glücklich – es beruhigt nur… 😉

Kommen wir zur emotionalen Ebene.
Der Geldreiche ist tagtäglich fast durchgängig mit vielfältigen negativen Emotionen der Menschen um sich herum konfrontiert: Neid, Mißgunst, Rachegelüste wegen „ungerechter“ Behandlung u.a. – all das wirkt ständig auf seinen Emotionalkörper ein.

Gleichfalls ist sein Alltag durch ein ständiges Mißtrauen gekennzeichnet, mit dem er selbst seiner Umgebung begegnen zu müssen glaubt: „die wollen doch alle nur mein Geld“.
Nicht einmal der Angebeteten, wenn sie ihn ihrer unendlichen Zuneigung versichert, meint er glauben zu können: „Versicherungen sind Betrug“ ist tief in seinem Bewußtsein eingeprägt.

Diese Abwehrhaltung gegenüber allem und jedem führt dazu, daß er nie jemandem voll vertrauen kann – er fühlt sich immer irgendwie allein auf sich gestellt, und daher fehlt ihm ein ganz wesentliches Gefühl – das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gemeinschaft.

Er versucht dies zu kompensieren, durch verschiedene „Mitgliedschaften“ in „zulässigen“ Vereinen – Rotarier oder Lions oder ähnliche „Clubs“ – woraus aber auch wieder neue Verpflichtungen geldlicher und zeitlicher Natur folgen – ohne daß sich dadurch ein echtes Zusammengehörigkeitsgefühl einstellen will – denn dieses beginnt erst jenseits der puren rationalen Interessen-Gemeinsamkeit.

Und schon allein der Zwang, sich stets in „seinen Kreisen“ zu bewegen, läßt ihn mit anderen Menschen nur noch wenig Kontakt haben – und die wenigen „anderen“ Menschen, mit denen er „zwangsläufig“ Umgang hat, spüren seine innere Abwehrhaltung und spiegeln ihm diese zurück.

Seine Kinder, falls vorhanden, werden meist nicht von ihm, sondern von seiner Frau oder bezahlten „Experten“ erzogen – mit dem Ergebnis, daß sie ihm entfremdet sind oder einen ähnlich kalten Emotionalkörper aufweisen – da ist für ihn keine menschliche Wärme zu holen.

Klar, diese Darstellung ist jetzt recht einseitig und pauschal – das Leben ist natürlich viel farbenfreudiger und individueller. Und es gibt gewiß auch den einen oder anderen Geldreichen, der sein Leben wirklich zu genießen versteht und mit Hilfe seines Reichtums zumindest im Nahbereich um sich herum eine Atmosphäre der Freude und des Glücks zu schaffen versteht.

Aber ganz weit hergeholt sind die vorstehenden Betrachtungen sicherlich nicht – jede/r darf sich dazu seine eigenen Gedanken machen.

Es sollte auch hier nicht eine umfassende Antwort auf die eingangs gestellte Frage versucht werden, sondern es wollte dazu angeregt werden, sich Gedanken darüber zu machen, ob es sich denn wirklich lohnt, nach immer „noch mehr“ zu streben.

Oder ob es nicht sinnvoller ist, sich mit einem (möglichst geringen? oder besser verteilten?) Geldreichtum zufrieden zu geben und sein Glück besser anderweitig zu suchen.
Das könnte zu einer Umbewertung dessen führen, wofür man seine Kraft und seine wertvolle Zeit denn so einsetzt jeden Tag – und natürlich auch sein Geld – als Mittel zum Zweck… 😉


14 Kommentare

  1. Dude sagt:

    Das Problem liegt in den Strukturen des System.
    Dank des Prinzips der Bilanzverlängerung ergibt sich solches wie von allein.
    Gepaart mit dem Konsumismusgrössenwahn in der terraren Deppenkolonie ein effizienter divide-et-impera-mechanismus…
    https://dudeweblog.wordpress.com/2013/11/24/uber-das-konsumgebaren-das-unterhaltungstreiben-und-die-plappermentalitat-der-schuldgeldknechtschaftssklaven-dreckskapitalismus-teil-ii/

    Lieben Gruss von der Exponentialfunktion

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  2. anvo1059 sagt:

    Hat dies auf Mein Blog rebloggt.

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  3. Cimi sagt:

    „…daß eine Gesellschaft, die nur auf Eigeninteresse und Ungleichheit beruht…“ Achtung: Lautstärke besser runter regeln.

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  4. heureka47 sagt:

    Das Glücklich-Sein ist, wie schon der Name sagt, (ein) SEIN – wie auch „Bewußt-Sein“ (Bewußtsein) – und nicht (nur) GEFÜHL. Denn Gefühle sind wechselhaft. Das „Bewußtsein“ hingegen ist die „Welt“, in der der Mensch dauerhaft lebt – als Kind im dominierenden „Ego“ / „Niederen Selbst“ und als Erwachsener – nach dem Bewußtseins-Wandel / -Wechsel – als Herrscher im „Höheren / wahren Selbst“.

    Das gelegentlich so genannte „Glücks-Gefühl“ ist übrigens nichts anderes als die seit Menschengedenken bekannte Kraft der FREUDE. Und der wahre Mensch / Christ lebt im Bewußtsein der Freude, im Christus-Bewußtsein, dem „Höheren / wahren Selbst“, welches aus dieser feinstofflichen Kraft besteht, deren Aspekte neben Freude u.a. auch Liebe, Frieden und Heilkraft sind.

    In dieser höheren Bewußtseins-Ebene zu leben bzw. ALS dieses Bewußtsein zu leben bringt das „bedingungslose Glücklichsein“ mit sich, ein Glücklichsein unter allen Umständen bzw. ohne daß irgendwelche Bedingungen erfüllt sein müssen. Denn wer mit der feinstofflichen Kraft des höheren Bewußtseins vereinigt bzw. identifiziert ist, IST die Freude, die Liebe, der Frieden, die Heilung / das Heilsein.

    Die „Zauberformel“, die den Menschen „dort“ hin bringt, ist die durch Jesus und Moses offenbarte „Transformations- / Identifikations-Formel“ in Gestalt des „Namens Gottes“: „ICH BIN“. Das ist nicht nur der Name des universellen göttlichen (Bewußt-)Seins, sondern auch der Name des „Quantums“ göttlichen Bewußtseins im Menschen. Jeder Mensch ist also (ein) Gott. Menschen sind Mens-chen (mens = lateinisch für GEIST), also Geist-chen, Geist-lein. Und zwar GÖTTLICHE Geistlein, und nicht nur irdische Verstandes-Geistlein.

    Von dieser – wichtigsten – Erkenntnis sind die Menschen der zivilisierten Gesellschaft durch die „Krankheit der Gesellschaft“, die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ abgetrennt. Das geflügelte Wort vom „divide et impera“ hat der „Teufel“ angewendet und einen Teil der Menschheit vom göttlichen Bewußtsein getrennt und beherrscht diese von ihrer göttlichen Seele – temporär – abgetrennten Unglücklichen.

    Wir haben aber das unverlierbare Potenzial, dem Teufel einen kräftigen Tritt in den A…llerwertesten zu geben und uns aus der neurotischen Versklavung zu befreien.

    Was hindert uns daran??
    Angst?
    Müssen Götter der Angst erliegen?
    Was ist denn die stärkste Kraft / Macht im Universum?

    Na also!

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer
    Projekt Seelen-Oeffner

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  5. luckyhans sagt:

    @ W.H.:

    Laut Online-Wörterbuch bedeutet „mens“ Geist im Sinne von „Verstand, Intellekt“, nicht im Sinne von „geistige Wesenheit“ (http://dela.dict.cc/?s=Geist) – das würde Deiner obigen Aussage („nicht nur irdische Verstandes-Geistlein“) wohl etwas entgegenstehen?
    Leider habe ich selbst keinen Latein-Unterricht genießen dürfen, so daß ich das als Frage formuliere. 😉

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  6. heureka47 sagt:

    Die meisten Wörterbücher orientieren sich wohl am aktuellen Sprachgebrauch / -verständnis und nicht an dem, was ursprünglich gemeint war.
    Mir ist bewußt, daß die entfremdeten Menschen Geist begrenzt als / auf „Intellekt“ verstehen und nicht als (die) KRAFT, Geist-Kraft, Seins-Kraft.
    Ich schlage vor, Geist als GE-IST zu erkennen / verstehen, als „Gesamtheit / Ursprung dessen, was IST“, also die Schöpferkraft, universelle Energie, Lebens-Energie.
    Ich hatte in der Schule auch kein Latein. Aber wir lernen ja lebenslang. Und wenn es richtig läuft: GANZHEITLICH. Also nicht nur mit Hirn / Kopf, sondern auch mit Herz / Seele.

    mens sana in corpore sano: Gesunder Geist im gesunden Körper.
    Das kann der rationale Verstand nicht bewirken. Da muß MEHR sein. Mehr SEIN = Seins-Energie.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer

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  7. luckyhans sagt:

    Hallo Wolfgang,

    gerade „der gesunde Intellekt im gesunden Körper“ ließ mich an Deiner Interpretation zweifeln – siehe auch:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Geist
    https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritualit%C3%A4t
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mens_%28Mythologie%29

    Wie gesagt, leider fehlen mir die Latein-Grundkenntnisse, um verstehen und ggf. mit Beispielen belegen zu können, was wie gemeint sein könnte – so bin ich auf fremde Interpretationen angewiesen – vielleicht kann Jauhu oder ein andere „oller Lateiner“ helfen?

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  8. heureka47 sagt:

    @ luckyhans:

    >>gerade “der gesunde Verstand im gesunden Körper” ließ mich an Deiner Interpretation zweifeln – siehe auch:<<

    Ich verstehe nicht, was du meinst, worauf du hinauswillst.
    Sag doch bitte einfach mit deinen eigenen Worten, was du meinst / glaubst usw.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

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  9. luckyhans sagt:

    @ Dude:
    Ich hatte um den Kommentar eines Wissenden gebeten – verschiedene Wörterbücher aufrufen kann ich auch – es geht hier aber um Semantik… 😉

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  10. Dude sagt:

    @Hans

    Mens = Geist = feinstofflicher Körper zur Schaffung grobstofflicher Körper innerhalb des QC.
    Kanal zwischen Bewusst-Sein und grobstofflichem Körper des bewussten Individuums.
    Leider sind die fast ausgestorben in der terraren Deppenkolonie… https://dudeweblog.wordpress.com/2013/10/23/haben-und-sein-realitatsverzerrungen-in-der-deppenkolonie/

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  11. Dude sagt:

    Schaffung im Sinne von Belebung.

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