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Wir sind nicht die Ersten / Leben ohne Geld

Danke an Autor ohngeld!

thom ram, 02.05.2014

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Ein von mir vorgenommener Auszug aus dem Buch: „Wir sind nicht die ersten“ von Andrew Thomas.

Es passt zum Thema: Welt ohne Geld“.
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IST DER SOZIALISMUS EINE NEUE IDEE?
In der Geschichte hat es eine hochentwickelte Kultur gegeben, in der alle natürlichen Vorkommen des Landes und alle Produktionsmittel dem Staat gehörten. Dieser Staat besaß nicht einmal Münzen oder Banknoten, die in sozialistischen Ländern noch heute im Umlauf sind. Die Bevölkerung dieses Staates ließ sich auch von dem echten sozialistischen Ideal leiten, daß Arbeit der eigentliche Lebenszweck und kein unvermeidliches Übel ist. Dieser Staat war das sozialistische Reich der Inkas.

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Es trifft zwar zu, daß der Staat der Inkas von einer Hierarchie von von Aristokraten und Beamten nach Art eines feudalistischen Systems regiert wurde, aber dennoch war seine wirtschaftliche Struktur sozialistisch, weil der Feudalismus auf Privateigentum beruht, das die Inkas nicht kannten. Auch kann dieser Staat nicht als eine primitive Sozialgemeinschaft bezeichnet werden, wenn man alle wissenschaftlichen und technischen Leistungen des Volkes der Inkas in Betracht zieht.

Die moralische Überlegenheit des sozialistischen Regimes der Inkas läßt sich durch eine historische Tatsache veranschaulichen, die 1589 von Leguisamo berichtet wird: er hatte Gold und Silber im Wert von 100 000 Pesos im Haus eines Indianers gesehen. Die Tür stand weit offen, und nur ein dünnes Stöckchen lag auf der Türschwelle, um damit anzuzeigen, daß der Herr des Hauses nicht da sei und nichts angerührt werden dürfe. Vierhundert Jahre später würde kein Peruaner auch nur daran denken, einem kleinen Stock zu vertrauen. (Gold und Silber hatten bei den Inkas nur dekorativen Wert. Was aber den Sinn dieser Aussage nicht schmälert). Anmerkung des Artikelschreibers ohnweg.

Aber die Vorzüge des Inkastaates lagen nicht nur auf moralischem Gebiet. Die Königliche Straße mit einer Länge von 5230 Kilometern, von Kolumbien nach Chile, war eine der großartigsten technischen Leistungen der Menschen, de erst im zwanzigsten Jahrhundert übertroffen wurde. Die Steinmetzarbeiten der Inkas sind so vorzüglich, daß bei dem Erdbeben von Cusco im Jahr 1950 wo neunzig Prozent der Gebäude der Stadt beschädigt wurden, aber keine einzige Mauer, die von den Inkas gebaut worden war, zeigte auch nur den geringsten Riß!

Babylon, Karthago, Griechenland und Rom beuteten den Boden unter ihren Füßen aus, aber dachten nicht an Gegenleistungen und gruben sich so ihr eigenes Grab. Der Staat der Inkas aber verfolgte einen Naturschutzplan auf lange Sicht. Nirgendwo auf der Welt ist jemals in der Geschichte etwas Derartiges unternommen worden. Niemand brauchte in einem Land Not zu leiden, wo Tausende hungern. Das Erstaunliche an den Projekten aus der Inkazeit besteht darin, daß Boden- und Wasserreserven reicher und nicht ärmer wurden!

Der Inkasozialismus war ganz bestimmt leistungsfähig. Trotz der hohen Zahl von Beamten gab es doch keinen bürokratischen Leerlauf, für den die meisten heutigen sozialistischen Staaten so unrühmlich bekannt sind. Die Verwaltung bestand aus Männern, die für das Wohlergehen in ihrer Region verantwortlich waren. Wenn ein Beamter korrupt war oder nichts taugte und ein Bürger nicht das zum Leben Notwendige erhielt, bekam der Beamte einen kurzen Befehl vom Sonnenkaiser – sich in einen Abgrund zu stürzen!

In einem Land, in dem die Arbeit eine Tugend und die Faulheit ein Verbrechen war, mußten alle arbeiten. Löhne wurden nicht gezahlt, aber der Bürger und seine Familie erhielten völlig kostenlos ein Haus, Nahrung und Kleidung. Ausbildung und ärztliche Versorgung waren gleichfalls kostenlos. Dieses System, ohne Bezahlung zu arbeiten, aber auch das für das Leben Notwendige umsonst zu erhalten, dürfte wohl auf einige Zeit hinaus von keinem unserer modernen sozialistischen Staaten nachgeahmt werden können.
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Hochkulturen ohne Geld? Hier habt ihr eine.

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