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Der 9. Mai – „Tag des Sieges“

Ich danke dem Autoren Luckyhans für diesen klärenden Artikel.

Oh wie wäre es, würden Luckyhansens in den öffentlichen Medien schreiben. Entspannung und gegenseitiges Sich Verstehen wäre die Folge…

thom ram 12.05.2014

Es hat gestern wieder viele, teilweise recht gehässige Kommentare gegeben zur Sieges-Parade auf dem Roten Platz und dem Besuch auf der Krim durch W.Putin. Mit diesem Artikel möchte ich ein wenig Verständnis wecken für die „russische Sichtweise“ auf diesen „Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus“, wie der 9. Mai dort offiziell heißt.

Die Geschichte

Wir werden uns wohl einig sein, daß der Kampf zwischen den Deutschen Hitlers und den Russen Stalins damals gezielt herbeigeführt worden ist, durch Intrigen der Angelsachsen-Führer – mehr siehe auf der Duröhre: Gerd Schulze-Ronhoff „Der Krieg der viele Väter hatte“ oder die Doku „Der zweite Dreißigjährige Krieg“.

Und wer da im Einzelnen auf beiden Seiten diesen Krieg wie geführt hat, ist heute noch schwierig zu beurteilen, da wir mehr oder weniger alle nur die „herrschende Geschichte“ (laut K. Marx stets die „Geschichte der Herrschenden“) oder die „Geschichte der Sieger“ kennen.
Überlassen wir diese Nachforschungen und die Verbreitung deren Ergebnisse einer Zeit, da nicht mehr bestimmte Aussagen zu geschichtlichen Ereignissen durch gesetzliche Vorschriften verboten oder vorgeschrieben sein werden.

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Auch das Thema des bis heute „unvollendeten“ Krieges, der als 2. Weltkrieg bekannt ist, sei hier ausgespart – es soll wirklich nur um die „heiße Phase“ 1939 – 1945 und deren teilweise Folgen gehen.

„Land lease“-Verträge hin oder her – die Hauptlast des Kampfes gegen Hitlerdeutschland trug damals die Sowjetunion – nicht nur weil ein Großteil der Kämpfe auf ihrem Territorium stattfand, sondern auch weil ohne die Massenproduktion von Waffensystemen wie des T-34 und der „Katjuscha“ genannten reaktiven Werfer sowie ohne die erstaunliche Widerstandskraft der Sowjetsoldaten, man denken nur an Stalingrad, ein Zurückwerfen der deutschen Angriffe nicht denkbar gewesen wäre.

Auch die beiderseitigen ideologischen Auswüchse dieser Zeit und deren Umsetzung durch die Armeen beider Seiten, vor allem in der Endphase der Kampfhandlungen, sollen hier nicht behandelt werden – es gäbe sicherlich eine Menge dazu zu sagen – Krieg ist immer eine zutiefst unmenschliche Angelegenheit und muß deshalb an seiner Wurzel, der Vorbereitung und Entfesselung/Auslösung, gepackt werden.

Was diesen Krieg so „besonders“ gemacht hat, das war die massive Einwirkung auf die Zivilbevölkerung, vor allem Deutschlands und der Sowjetunion. Die Opferzahlen sind enorm, auch im Vergleich zu den Gefallenen unter den „Kombattanten“ nach HLKO.
Was auf bestimmte Absichten der Hintergrundmächte hinweist – auch dieses Thema harrt noch seiner detaillierten Aufarbeitung.

All dies, und noch einiges mehr, ist zu berücksichtigen, wenn wir uns die Auswirkungen der „heißen Phase“ ansehen wollen.

Was finden wir vor, wenn wir den 9. Mai 1945 betrachten?

Ein von Massen ausländischer Soldaten besetztes, teilweise vollständig zerstörtes Deutschland, das erneut ohne Beteiligung der deutschen Völker mit den alliierten Vereinbarungen von Jalta und Potsdam territorial aufgeteilt und auf lange Zeit unterjocht werden wird.

Und eine wirtschaftlich vollständig auf Kriegsproduktion umgestellte Sowjetunion (SU), im europäischen Bereich bis zur Wolga mit weitgehend zerstörten Städten, verbrannten Dörfern, und im ganzen Land mit Massen von deportierten Menschen und Gefangenenlagern.

In der SU praktisch kein Dorf, keine Familie ohne Opfer in dieser oder jener Form – ein multinationales Gebilde mit Dutzenden von unterschiedlichen Völkerschaften – zusammengeschweißt durch den gemeinsamen Kampf gegen den äußeren Feind.

Was wurde daraus gemacht?

Daß dies jetzt ideologisch von den Herrschenden ausgenutzt wurde, um andere Probleme zu überdecken und den Wiederaufbau unter starken Entbehrungen zu meistern, versteht sich von selbst.
Der Kampf und vor allem der Sieg wurde in der SU einer der wichtigsten ideologischen „Hebel“, um die Volksmassen für das System „bei der Stange halten“ zu können.

Man konnte jederzeit alles mögliche diskutieren und auch Gegenwärtiges vorsichtig kritisieren – der Sieg stand stets hoch oben über allen Erörterungen – unantastbar.
Ich habe selbst in den 70er Jahren fünf Jahre studierend in der SU zugebracht – kann da also aus eigener Erfahrung berichten.

Fast jeden Abend gab es einen Kriegsfilm im Fernsehen zu sehen – bei dieser dafür erforderlichen Masse an Filmen natürlich nicht nur „intellektuell wertvolle“ Filme.
Auch in den Kinos (gerade erst fanden die Farbfernseher eine weite Verbreitung in der Bevölkerung, daher war dies nach wie vor ein wichtiges ideologisches Medium in der SU) liefen viele gute, aber auch weniger gute Kriegsfilme. Die Erinnerung wurde so stets wach gehalten.

Jeder anerkannte Kriegsteilnehmer („Veteran des Großen Vaterländischen Krieges“) hatte eine ganze Reihe von Vorrechten und Vergünstigungen: in der kostenfreien Benutzung von Verkehrsmitteln, im Besuch von öffentlichen Einrichtungen, im Erlangen außer der Reihe und in der Bezahlung von Dienstleistungen und – was damals durchaus schon wichtig war – er brauchte sich nicht in die langen Schlangen einreihen, die sich in vielen Läden bildeten, um die eine oder andere „defizitäre“ Ware zu bekommen – überall hingen Schilder und es wurde auch praktiziert, daß „Veteranen des GVK außer der Reihe bedient werden“.

Damals (in den 70ern) wurde die Planwirtschaft zunehmend von persönlichen Interessen bestimmter „Kader“ der „Nomenklatura“ im Partei- und Staatsapparat bestimmt – was zu wirtschaftlichen Ungleichgewichten und dann zu zeitweiligen Versorgungsengpässen führte, was ideologisch im Westen natürlich breit „ausgeschlachtet“ wurde – mit hemmungslosen Übertreibungen und Erfindungen. Wobei der Westen auch seinen Anteil an den Problemen des sog. „real existierenden Sozialismus“ hatte – da wäre ein ganzes Buch drüber zu schreiben.

Aber fast jeder Einzelne tat sich am Volkseigentum auch privat gütlich, indem er sich im Betrieb das Material für Arbeiten in Haus und Garten „beschaffte“ – Diebstahl am Volkseigentum, obwohl offiziell geahndet, war ein Kavaliersdelikt – sehr viele taten es, und fast jeder benutzte zumindest (das war sogar offiziell zugelassen) die betrieblichen Maschinen und Werkzeuge für private Arbeiten.
Bekannt war damals ein früher Ausspruch des in der DDR gerade an die Macht gekommenen Dachdeckergesellen EH: „Aus unseren Betrieben ist noch viel mehr herauszuholen“ – das haben viele Menschen einfach wörtlich genommmen.

Und wer damals einmal am „Tag des Sieges“ gesehen hat, wie die ordengeschmückten Veteranen, ältere Leute in ihrem besten Anzug, sich mit breiter Brust in den Parks versammelt haben und miteinander gesprochen, geweint und gefeiert haben, der hat die tiefen Wurzeln erleben können, die die jahrelange ideologische Beeinflussung inzwischen im Volk geschlagen hatte.

Es ist noch ein Aspekt zu berücksichtigen, der nicht unwichtig ist. Im Kriege werden alle Menschen gleicher – es spielt keine große Rolle mehr, ob du im Zivilleben Maurer, Zugschaffner, Buchhalter, Sänger oder Ingenieur bist – im Schützengraben zählen nur der Überlebensinstinkt und das gegenseitige Aufeinander-rechnen-können – man wächst zusammen und kommt sich näher, auch Menschen, die im friedlichen Leben niemals auch nur miteinander geredet hätten.
Es gibt eine schöne deutsche Erzählung (hab leider vergessen von wem) darüber, wie der sog. erste Weltkrieg endet, welche diesen Prozeß sehr treffend beschreibt: das blanke Überleben in den letzten Kriegstagen, der gemeinsame Rückzug in die Heimat, die langsame Rückkehr in ein ziviles Leben, die allmähliche Loslösung der Verbindungen zu den ehemaligen Frontkameraden, die jetzt wieder „Fremde“ werden.

Und genau hier, am 9. Mai, trafen sich nun die ehemaligen Frontkameraden doch noch einmal im Jahr, um miteinander zu trinken, sich an die schlimme Zeit zu erinnern, die damals gefallenen und die inzwischen verstorbenen Kampfgefährten zu beweinen – und eben auch aktuelle Fragen und Probleme auszutauschen – Menschen, die sonst im Leben nichts mehr miteinander zu tun hatten, sprachen wieder miteinander, und so manche Hilfe bei kleinen alltäglichen Problemen resultierte auch daraus.

Das soll jetzt nicht idealisiert werden, sondern es geht darum, die menschliche Dimension dieser „Siegesfeiern“ zu zeigen – die Paraden waren stets nur ein Erinnerungsritual: „wir sind immer noch stark“ – es geht da im Volk um deutlich mehr: es geht um den Zusammenhalt des Volkes, das historisch bedingt einen Großteil seines jahrzehntelang von der Partei-Diktatur geschändeten Selbstbewußtseins aus diesem „Sieg“ beziehen muß.

Was ist heute daran wichtig?

Natürlich gibt es heute praktisch keine „Veteranen des GVK“ mehr – sie sind fast alle verstorben, und die älteren Herren, die auch heutzutage am 9. Mai in ordenbehangenen alten Uniformen flanieren, sind Kriegskinder oder die Kinder der Veteranen. Aber sie halten eine Tradition und Erinnerung aufrecht, die auch heute noch Wirkung erzielt.

Und die Ereignisse in der Ukraine haben uns gezeigt, wie schnell bei geldkräftiger Unterstützung durch einflußreiche Kreise des Westens, der blanke Faschismus fröhliche Urständ feiern kann – bis hin zu Pogromen und Morden wie in Odessa – auch in unserer „modernen“ Gesellschaft finden sich immer wieder verirrte Köpfe, die für Kampf- und Kriegslosungen empfänglich sind – frustrierte junge Leute, die keinen Halt gefunden haben und nun diversen Rattenfängern („Demokratie“, „Freiheit“, „Unabhängigkeit“, „Europa“, „die Ukraine den Ukrainern“ etc.) nachlaufen.

Das ist nach meiner Meinung der Hauptgrund, warum auch heute noch in Rußland dieser Sieges-Kult seine Rolle und Berechtigung hat im täglichen Leben.

Würde man schon heute zulassen, daß bestimmte „historische Wahrheiten“ hinterfragt werden bezüglich dieser Zeit, dann würde ein wichtiger Stützpfeiler des Selbstverständisses des russischen Volkes plötzlich zu bröckeln anfangen – mit ungeahnten Folgen für einen logisch darauf folgenden Zerfall, mit nachfolgender Radikalisierung der gesamten Gesellschaft.
Wir sollten nicht vergessen: gerade erst hat Rußland 25 Jahre hochkomplizierte gesellschaftliche Veränderungen (einen Systemwechsel) einigermaßen glimpflich hinter sich gebracht – nun dürfen bestimmte ideologische Grundagen (noch) nicht angetastet werden.

Die Blogger und Kommentatoren, die also heute von W.Putin als „Voraussetzung“ für seine „Anerkennung“ als „Guter“, als Nicht-Marionette der internationalen Finanzoligarchie, fordern, nun endlich der historischen Wahrheit auch bezüglich des sog. WK2 und der Rolle Deutschlands und der SU darin zum Siege zu verhelfen, verkennen komplett die möglichen Folgen eines solchen Schritte in der russischen Volksseele.

Zumal die damaligen Vorgänge hinreichend kompliziert sind, so daß sie für viele „einfach denkende“ Menschen erst in einem langen Erkenntnisprozeß zu erarbeiten wären.
Und unter dem ständigen ideologischen Störfeuer der westlichen Medien – man sehe sich die massive Einflußnahme von BBC und anderen westlichen Medien im russisch- und ukrainischsprachigen Internet mal an – kann dieser Vorgang momentan nur „nach hinten losgehen“ – siehe Odessa.

So schade es für alle ist – die Dinge sind, wie sie sind – wir können sie langsam verändern, aber wir sollten uns bei jedem Schritt der Folgen bewußt sein, die dieser haben wird. Und Vorsicht ist da besser als Nachsicht bzw. dann das Nachsehen zu haben.


12 Kommentare

  1. Petra von Haldem sagt:

    Danke für den ent-polarisierenden Beitrag, der vermutlich aus der Feder von luckyhans kommt.

    Es ist einer langer Weg bis genügend Menschen „in den Schuhen des Feindes“ ein Stück Weges gegangen sein werden.
    Aber wir beginnen und üben täglich.

    Welchen Tag des Feierns erküren wir uns eigentlich???

    Was meint Ihr?
    Ein weltweiter bumi bahagia Tag??

    der 23.Juli ist meines Wissens nach der Tag der „Kleingärtner“ für die Erde.
    Wer weiss mehr?

    Wir können ja mal Aspekte sammeln und Daten dazu.
    Thomram, wie wär’s??

    Oder wir nehmen auch den 9.Mai, wäre doch was, oder??
    Wir können doch mit den Nachbarn feiern, Sieg über den Faschismus!!!!!!!

    ( au ja, alle lebenden Deutschen feiern den Sieg über den aktuellen F. )

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  2. Petra von Haldem sagt:

    thomram, ich bitte um Korrekturen, hab vergessen, nochmals zu lesen…….danke

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  3. luckyhans sagt:

    In Ordnung, ich oute mich – der Artikel ist von mir, hab vergessen zu unterschreiben – bitte um Vergebung.

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  4. Herzlichen Dank Euch Beiden, Russland ist es mit den vielen Opfern gelungen den Faschismus zu stoppen. Die verführten Menschen im Faschismus also unsere Großeltern und Eltern hatten ihre Ideale, die ihnen eingeimpft wurden, und an die sie geglaubt haben. So kommt es immer zu solchen Kriegen, wenn nicht erkannt wird, das diese Ideale aus einer Triebstruktur kommt, besser als andere sein zu wollen, was in den Ritualen der Olympiaden oder anderer Kämpfe noch sichtbar ist. Das hat der Gewaltforscher Rüdiger Lenz

    auf der Montagsdemonstration deutlich formuliert. Und wenn ich Menschen in die Enge treibe, so wie das zur Zeit unsere Ideologen in dem Medien praktizieren, so fördern sie die Notfallprogramme des Menschen Angriff, Verteidigung oder Totstellen. Und hier beginnt unsere Verantwortung, durch die Aufdeckung dieser Lügen das zu verhindern. Denn das Kapital hat 1929 den Krieg vorbereitet und tut es heute wieder- SO IST DER EINZIGE WEG ZUM FRIEDEN UNSERE MENSCHLICHKEIT – UND DAS JEDER BEI SICH UM ZU ERKENNEN DER MENSCH IST NICHT MEIN FEIND; WEIL ICH EIN MENSCH BIN- DIE LIEBE ZU SICH UND DAMIT ZUM MENSCHEN ERKANNT HAT: und nicht mehr steuerbar ist durch Belohnung und Bestrafung SONDERN IN BEGEISTERUNG MIT RUSSEN & MOSLEMS & JUDEN USW. FEIERN KANN!

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  5. Petra von Haldem sagt:

    Ganz herzlichen Dank, lieber Axel, für dies wunder-schöne Video!
    Habe es eben in stillen fünf Minuten sehr genießen können.
    Bin sehr dankbar für solche Fundstücke.

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  6. Kurzer sagt:

    „…Russland ist es mit den vielen Opfern gelungen den Faschismus zu stoppen….“

    Knoppsche Propaganda unterster Schublade. Schon allein die Hoheit über die Begriffe. Faschismus gab`s in Italien. Der hat mit dem Nationalsozialismus nicht so viel gemeinsam.

    Aber mit solchen „Nebensächlichkeiten“ muß man sich ja nicht aufhalten, wenn Tavistock-Propaganda nachgeplappert wird.
    Da läßt man sich auch nicht von, für jeden leicht recherchierbaren, Tatsachen abbringen:

    „…Ein Schlüsseldokument welches viele scheinbare Widersprüche der jüngeren Weltgeschichte aufklärt ist das Rakowskij‑Protokoll.

    Hier erklärt der Hochgradeingeweihte Rakowskij, der während der stalinschen Aktionen gegen die Trotzkisten in Gefangenschaft geriet, seinem verblüfften GPU-Vernehmungsoffizier, die wirklich treibenden Kräfte des Kommunismus und des Kapitalismus.

    Dazu muß man wissen, daß als Nachfolger Lenins, der schleichend vergiftet worden war, Trotzki vorgesehen war. Im entscheidenden Moment kam ihn Stalin, der nicht in alle Pläne eingeweiht war, in die Quere. Er lies alle Trotzkisten unerbittlich verfolgen.

    Ein interessantes Detail, welches aber selbst im Rakowskij-Protokoll nicht zur Sprache kommt, ist Folgendes.

    Bei den Khasaren, welche sich ja mit der Revolution die Macht über “ihr Land” wiedergeholt hatten, gab es einen alten Ritus. Danach hatten sie immer zwei Könige. Der eine war der Beck. Das war die Marionette für das Volk. Die wirkliche Macht hatte der Kagan, welcher im Hintergrund agierte. Stalins Schwager und graue Eminenz hieß Lasar Moissejewitsch Kaganowitsch. Da erscheint auch der Machtkampf zwischen (dem Beck) Stalin und Trotzki in einem ganz anderen Licht. Besagter Kaganowitsch, der u.a. federführend bei den Massenmorden (durch Beschlagnahmen ganzer Ernten) an den ukrainischen Bauern war, verstarb unbehelligt und hochbetagt 1991 in Moskau.

    Trotzdem ist das Rakowskij-Protokoll ein wahrer Fundus. Hier erfährt der Leser so nebenbei, daß der Mann mit dem Künstlernamen Karl-Marx bei seinem vielbändigen Werk der Kapitalismuskritik, eine kleine Einzelheit unterschlagen hatte. Marx setzte die Unternehmer gleich den Großkapitalisten, während er die von dem allen profitierenden Banker nicht erwähnte.

    Rakowskij klärte Kuzmin über das betrügerische Falschgeldsystem auf und gab ihm auch ganz wichtige Informationen über Hitler. So sagte er ihm, daß dieser intuitiv ein geniales Wirtschaftssystem geschaffen habe, welches unter keinen Umständen Schule machen dürfe. Und er entwarf einen perfiden Plan, um Hitler in eine Falle zu locken. Ein Ergebnis davon war, daß kurioserweise Deutschland für seinen legitimen Angriff auf Polen von der “Weltöffentlichkeit” verurteilt wurde, der Einmarsch der Sowjetunion in Ostpolen aber ohne jeden Aufschrei erfolgen konnte. Auch durch diesen Plan konnte der deutsch-polnische Konflikt erst zum Weltkrieg ausgeweitet werden, in dem dann die “demokratischen” Staaten gemeinsam mit der Sowjetunion gegen das REICH kämpften.

    Ein hammermäßiges Detail der Ausführungen Rakowskijs ist, daß er seinem Vernehmer mal so ganz nebenbei das größte Geheimnis der Freimaurerei, die nur ein Werkzeug zur Erreichung der Machtziele übergeordneter Kräfte ist, die Rakowskij als JENE bezeichnete, enthüllte.

    JEDEM Logenbruder sei diese Lektüre dringendst empfohlen. So viel schon hier: alles was der Meister vom Stuhl erzählt ist geLOGEn.

    https://ia600409.us.archive.org/26/items/Landowsky-Josef-Rakowskij-Protokoll/LandowskyJosef-Rakowskij-protokoll195080S.Text.pdf

    Während des Polenfeldzuges gab es eine sehr vernünftige und durchaus für alle Seiten annehmbare Friedensinitiative durch Mussolini, die aber von englischer Seite durch unerfüllbare Forderungen sabotiert wurde. Aber auch nach Abschluß des Feldzuges gab es Friedensinitiativen in großer Zahl durch Adolf Hitler, der immer noch an die Vernunft und an das englische Brudervolk appellierte, da er noch nicht erkannte, in welchem Ausmaß die Verschwörer England im Griff hatten. England kämpfte in diesem Krieg ja nicht für die Interessen des kleinen Engländer, was vielen aber erst Jahrzehnte später zu dämmern begann: volksbetrugpunktnet

    Da im Sommer 1941 die “Rote Armee” (Rothschilds Armee) bis an die Zähne bewaffnet bereitstand, um Europa bis an den Atlantik zu überrollen, führte die Wehrmacht eine Präventivschlag. Ein hervorragendes Werk dazu ist “Stalins verhinderter Erstschlag” von Viktor Suworow.

    http://de.scribd.com/doc/34458777/Viktor-Suworow-Stalins-Verhinderter-Erstschlag

    Die sehr großen Anfangserfolge bei diesem Angriff, waren vor allem dem Umstand geschuldet, daß die “Rote Armee” zum Angriff und nicht zur Verteidigung aufgestellt war. Die Legende von der hochgerüsteten Wehrmacht, welche die friedliebende Sowjetunion überfiel, wird in Suworows Buch komplett zerlegt.

    Die Landser nannten übrigens die deutsche 3,7cm Pak Panzeranklopfgerät, da diese dem stark gepanzerten russischen T34 nichts anhaben konnte. Andererseits hatte der weder einen Entfernungsmesser, noch eine Zieloptik und die Deutschen waren damals noch Weltmeister im improvisieren und lernten schnell, daß sich eine 8,8 cm Flak hervorragend zur Panzerbekämpfung eignete. Die tatsächlichen Zahlenverhältnisse der sowjetischen gegenüber dem Stand der deutschen Rüstung, sprechen eine klare Sprache. Allein die Zahl der Panzer und deren Spezifikationen (Panzerung, Kanone…) ist ein Beleg dafür, wer hier wen überrollen wollte. So gab es auf russischer Seite sogenannte Radpanzer, welche ausschließlich auf den Straßen Mittel- und Westeuropas zu gebrauchen waren. Deutsche Panzer wie Tiger und Panther, welche den russischen dann nicht nur ebenbürtig, sondern überlegen waren, kamen erst Ende 1942, Anfang 1943 langsam zum Einsatz.

    Die extrem hohe Zahl an menschlichen Verlusten auf russischer Seite während des gesamten Krieges, hatte nichts zu tun mit einer der deutsche Seite angedichteten barbarischen Kriegsführung, sondern mit der Nichtachtung von Menschenleben auf bolschewistischer Seite. So war selbst die für Deutschland verlorene Schlacht von Stalingrad, unter dem Aspekt der menschlichen und materiellen Verluste, die die russische Seite für ihren Sieg erbringen mußte, für diese ein Fiasko. Und noch auf den Seelower Höhen war Marschall Schukows “bewährte” Taktik, immer weitere Massen nach vorne zu jagen. Dahinter lagen die Kommisare am MG und schossen auf jeden, der sich nicht so verheizen lassen wollte.

    Die Kampfkraft der Wehrmacht, aber vor allem auch der Waffen-SS waren unerreicht. So galt bei den Amerikanern noch in den letzten Kriegswochen: angegriffen wurde nur bei mindestens fünffacher Überlegenheit und Luftunterstützung.Ein trauriges Kapitel waren unsere italienische Verbündeten. Hitler sah in den Italienern ein Volk, welches durchaus eine Menge mit Deutschland verband. Um den Duce endgültig für sich zu gewinnen, verzichtete er auf Südtirol. Die überwiegende Zahl der Südtiroler optierten, trotz dem Verlust ihres Landes, einer der schönsten Regionen weltweit, für das REICH und viele kämpften heldenhaft bis zum Ende dafür. Als nach dem italienischen Verrat Hitler über den Rundfunk verkündete, daß nun die Südgrenze des DEUTSCHEN REICHES bei Salurn verlaufe, war der Jubel in Südtirol unbeschreiblich.

    Der Kampfwert der italienischen Verbände war, bis auf wenige Ausnahmen, die dann konsequenterweise auch nach dem italienischen Abfall auf deutscher Seite weiterkämpften, eher gering. Bezeichnenderweise durfte die Wehrmacht für die Italiener am Balkan, als auch in Nordafrika, die Kartoffeln aus dem Feuer holen, als aber die US-Armee auf Sizilien landete, warfen sie sofort ohne jede Notwendigkeit die Waffen fort.

    Auch hier wieder eine kleine Einzelheit: Unter Mussolini wurde die Mafia konsequent bekämpft und viele ihrer Bosse gingen in die USA. Die US-Amerikaner versicherten sich dieser Leute und für das Versprechen im dann “befreiten” und “demokratischen” Italien wieder richtig Einfluß zu erhalten, ließen diese ihre Verbindungen nach Sizilien spielen, um die Landung der US-Armee etws zu “erleichtern”.

    Was lernen wir daraus: Italiener bauen ja bekanntlich sehr schöne Autos und haben eine excellente Küche. Mit diesen beiden Segnungen dürfen sie die Welt gern weiterhin beglücken. Als Verbündete, bei was auch immer, sollte man sich andere aussuchen. Damals schufen die Landser übrigens den Spruch von der treulosen Tomate.

    Mit der bedingungslosen Kapitulation aller Wehrmachtsteile am 08. Mai 1945, begann das dunkelste Kapitel des Deutschen REICHES, welches weder an diesem Tag, noch an irgend einem darauf folgenden Zeitpunkt untergegangen ist, sondern von da an bis jetzt unter Fremdverwaltung steht.

    Die allerwenigsten Deutschen fühlten sich 1945 befreit und wenn dann von ALLEM was ihnen bis dahin heilig war. Ein besonders finsteres Kapitel der “Befreiung” war die millionenfache Schändung und Vergewaltigung von Frauen, auch schon im Kindesalter.

    Mit dem sogenannten “Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof” geschah etwas bis dahin in der Geschichte Undenkbares. Die Sieger saßen über die Besiegten zu Gericht, nach Regeln und Gesetzen, die sie erst während des Krieges geschaffen hatten. Nach den Maßstäben, die sie ansetzten, hätten ALLE sogenannten Siegermächte auf die Anklagebank gehört. Schon allein deshalb, weil sie nach dem 08. Mai 45 noch Millionen Deutsche zu Tode brachten und aus ihrer Heimat vertrieben und auch wegen ihrer barbarischen Luftkriegsführung. Auf deutscher Seite hatte man den massenhaften Einsatz von Bombern zur Zerstörung von Städten und das damit verbundene töten zahlloser Zivilisten nie geplant.

    Auf alliierter Seite gab es solche Überlegungen schon in den zwanziger Jahren und England begann nachweislich den Bombenterror. Die zivilen Verluste bei den deutschen Luftangriffen auf Rotterdam oder Coventry waren das, was man heute als Kollateralschäden abtut und hatten nicht im Ansatz etwas mit dem zu tun, was anglo-amerikanische Bomber z.B. in Hamburg oder Dresden anrichteten. So baute man in der Wüste von Utah eine deutsche Stadt nach , um unter realen Bedingungen zu erproben, wie sich am besten ein alles verschlingender Feuersturm entzünden ließ. Dies wurde ja dann in Dresden vorgeführt.

    http://www.spiegel.de/einestages/us-geheimprojekt-a-947518.html

    Das die Zahl der dortigen Opfer heute von sogenannten “Historikerkommisionen” immer weiter heruntergelogen werden, rundet das Bild vom bundesdeutschen “Fachhistoriker” nur ab.

    Sehr interessant ist hier auch wieder, was der dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber stehende Douglas Reed in “Der Streit um Zion” über die Nürnberger Prozesse zu sagen hat: im Netz:

    http://www.controversyofzion.info/Controversy_Book_German/

    Zitat: “…Indem sie die zum Tode verurteilten nationalsozialistischen Politiker und deutschen Generäle am jüdischen Tag des Gerichts hängen ließen, sorgten die westlichen Führer dafür, dass der Schlussstrich unter den Zweiten Weltkrieg mittels eines Racheaktes gesetzt wurde, der spezifisch im Namen der Juden geschah. Die Art und Weise, wie der Nürnberger Prozess geführt wurde, stellte die logische Fortsetzung der während des Krieges verbreiteten Lügenpropaganda dar, zu der ich mich bereits geäußert habe. „Verbrechen gegen Juden“ wurden als besonders abscheulich dargestellt, als seien jüdische Opfer grundsätzlich beklagenswerter als andere.

    Während die Urteile gefällt wurden, schmachteten rund hundert Millionen Menschen unter einer Gewaltherrschaft, welche sich in nichts von jener unterschied, unter der Juden (entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung) zu leiden gehabt hatten. Die Anklage der Verfolgung und Ermordung von Juden wurde, um es mit dem bekannten englischen Militärhistoriker Liddell Hart zu sagen, zum „Eckstein“ des Nürnberger Prozesses. Ihr lag die Behauptung zugrunde, sechs Millionen Juden seien „getötet worden“ (oder „umgekommen“). Ein unparteiisches Gericht hätte es von Anfang an abgelehnt, seine Anklage auf vollkommen unbeweisbaren Behauptungen aufzubauen, doch in Nürnberg beriefen sich Juristen, die bei einem unpolitischen Fall für ihren Mandanten Freispruch mangels Beweisen beantragt hätten, auf diese Phantasiezahl, um einen Schuldspruch zu verlangen…

    Zitat: “…Historisch gesehen ist diese Schätzung vollkommen wertlos. Dass die Zahl der „getöteten“ oder „zugrunde gegangenen“ Juden nie und nimmer auch nur annähernd sechs Millionen betragen haben kann, geht aus einem zu Beginn unserer Ausführungen gemachten Hinweis hervor: Die Tatsache, dass die amerikanischen und britischen Richter diese Ziffer kritiklos übernahmen, war schlicht und einfach eine Beleidigung ihrer 825.000 während des Zweiten Weltkriegs auf allen Kriegsschauplätzen gefallenen Landsleute. Vor dem 20. Jahrhunderts wäre so etwas nicht möglich gewesen, denn so tief war der Westen niemals zuvor gesunken…

    …Der – meinen Gesprächspartnern unbekannte – Grund trat in aller Klarheit zutage, als die in Nürnberg zum Tode verurteilten NS-Führer am jüdischen Tag des Gerichts durch Erhängen hingerichtet wurden. Dieser symbolträchtige Akt war kennzeichnend für die Politik, welche sowohl die westlichen als auch die östlichen Besatzer während der ersten Nachkriegsjahre in den von ihnen okkupierten Zonen Deutschlands betrieben, und ließ außerdem erahnen, was für eine Außenpolitik die Westmächte künftig auch außerhalb Europas betreiben würden. Die talmudische Rache von Nürnberg bildete den Startschuss zu einer neuen Ära in der Geschichte des Abendlandes; fortan wurden alle nationalen Belange den Interessen des jüdischen Nationalismus untergeordnet, dessen Führer die Talmudisten aus Russland waren…”

    Zur konsequenten Umsetzung der alttestamentarischen Rache gehört auch die Vereinbarung, die Truman und Stalin auf der Potsdamer Konferenz trafen: Der Begriff des REICHES sollte komplett aus dem Bewußtsein der Deutschen verdrängt werden.

    Denn nur im REICH liegt die Zukunft und das Heil der Deutschen und der Welt. Unter diesem Aspekt denke jeder noch einmal über die tägliche Hetze auf ALLEN Kanälen der alliierten Lizenzmedien gegen das DEUTSCHE REICH und den NATIONALSOZIALISMUS nach.

    Es gibt viele Hirngewaschene, welche mit der hier gemachten Äußerung völlig überfordet sind und die Einschätzung der Rolle des REICHES für überheblich oder größenwahnsinnig halten. Ihnen seien die Worte des damals in Frankreich lebenden Juden: Roger G. Dommergue Pollaco de Menasce die er in seinem 1989 erschienenen Aufsatz: Auschwitz, Das Schweigen Heideggers oder Kleine Einzelheiten schrieb:

    “…daß der Nationalsozialismus die letzte Chance des Menschen, der letzte Versuch des Wiederauflebens einer traditionsreichen Gesellschaft entsprechend den Gesetzen der Natur war…” ans Herz gelegt.

    Ich empfehle JEDEM dringendst die komplette Lektüre dieser Schrift:

    http://www.weforweb.net/uploads/pdf/Das-Schweigen-Heideggers.pdf

    Lesen und staunen was uns ein Jude über Hitler, den Nationalsozialismus, aber vor allem auch über die Seinigen zu sagen hat….“

    http://lupocattivoblog.com/2013/09/01/seit-5-45-uhr-wird-jetzt-zuruckgeschossen-eine-generalabrechnung-der-anderen-art/

    Liken

  7. Kurzer sagt:

    Ich hatte zum Tag der „Befreiung“ einen Artikel über meinen Verteiler geschickt, den mir eine Freundin mit ihrem eigenem Kommentar dazu zurück schickte:

    Lieber Günter,

    ich habe diesen Text vielfältig weiter geleitet und einen Kommentar im Vorfeld dazu geschrieben.

    Liebe Grüße Nicole

    ………………………………………………………………..

    Ihr Lieben,

    dieser Text hat es in sich.
    Diesen Text sollte man lesen, denn was darin beschrieben wird, ist wirklich passiert!!!

    Wenn ich noch einmal irgendjemanden sagen höre, daß es alte Kamellen sind und im Krieg nun mal sowas passiert ist, dann verfluche ich diese Person in die Dunkelkeit – meine starken weiblichen Ahnen haben mir sehr viel Kraft mitgeben – ich bin im Licht!
    Es ist mir als Frau unendlich wichtig, daß solche martialischen Verbrechen an den Deutschen Frauen für immer in den Köpfen der Gutmenschen bleiben, die ja bisher absichtlich vertuscht werden, genauso, wie ständig der Holokaust auf dem Präsentierteller liegt. Wenn ich mich über Tierversuche aufregen, muß ich auch solche Drangsal an Frauen auf den Tisch packen und darf nicht wegschauen. Es ist JETZT die Zeit, in der alle schlechten Taten der Vergangenheit ans Licht kommen.Also LEST den Text bis zu Ende, fühlt Eure eigene Wut und den inneren Schmerz über soviel Schäusal beim Lesen (ich habe gezittert am ganzen Leib) und werdet Euch bewußt, daß wir diese Frauen zwar nicht rächen können/sollen, aber alles dafür tun müssen, daß wir Deutschen rehabilitiert werden und die ganze Welt hinschaut, WAS auch die ANDEREN uns angetan haben, unsere Menschlichkeit und Sanftmut zerstören wollten. Es wird der Tag kommen, an dem das Universum und Gott für alle Taten einen gerechten Ausgleich schaffen. Ich bin ein Teil der Menschen, die Kraft ihres Glaubens und meines Herzens daran mitwirkt.

    Mit friedvollen Grüßen
    Nicole

    Betreff: Zum Tag der „Befreiung“

    Ein Auszug aus dem Bericht der deutsch-brasilianischen Staatsbürgerin Leonore Geier, geb. Cavoa, geb. am 22.10.1925, als Tatzeugin wurden auch von Bernhard Wassermann und Manfred Haer, Angehörigen der Inf.-Geschütz-und Ausbildungskompanie I G 81 bestätigt, die nachträglich mit den Bergungsarbeiten in den Lagern betraut waren, als nach einem vorübergehenden Rückzug der 1. weißrussischen Armee die deutsche Wehrmacht nach einem Gegenstoß Neustettin wieder befreit hatte. Die Zeugin war zu dieser Zeit als Schreibhilfe im Lager “Vilmsee” des weiblichen Arbeitsdienstes tätig. Als Brasilianerin galt sie vor der russischen Armee als Verbündete im Zwangseinsatz des NS-Staates. Die Darlegung dieser Vorrechte weist ein Schriftstück aus, welches vorlag und den Stempel der weißrussischen Armee trägt. Der Bericht wurde am 06. Oktober 1956 verfasst und gibt die Ereignisse vom 16., 17., und 18. Februar 1945 wieder.
    >

    > ”Am Morgen des 16. Februar besetzte eine russische Abteilung das RAD-Lager Vilmsee bei Neustettin. Der Kommissar bedeute mir in gutem Deutsch, dass das Lager aufgelöst sei und dass wir als uniformierte Einheit sofort in ein Sammellager transportiert würden. Da ich als Brasilianerin Angehörige einer verbündeten Nation der Alliierten war, betreute er mich mit der Führung des Transportes, der nach Neustettin in den Hof einer ehemaligen Eisengießerei ging. Wir waren etwa 500 Maiden des weiblichen RAD. Der Kommissar behandelte uns sehr höflich und wies uns die Fremdarbeiter-Baracken des Werkes zu. Der angewiesene Platz war jedoch für alle zu eng, weshalb ich bei dem Kommissar vorstellig wurde. Er sagte, dass es ja nur vorübergehend sei, und dass ich in die Schreibstube kommen könnte, wenn es für mich zu eng wäre. Was ich gerne annahm. Sofort bedeutete er mir, keinen Kontakt mehr mit den anderen aufzunehmen, da diese Angehörige einer illegalen Armee wären. Meine Vorhaltung, dass dies nicht den Tatsachen entspräche schnitt er mit der Bemerkung ab, dass ich erschossen würde, wenn ich in irgendeiner Form nochmals etwas Ähnliches wiederhole.

    > Ich hörte plötzlich lautes Geschrei und schon brachten zwei Rotarmisten fünf Mädchen herein. Der Kommissar befahl ihnen, die Kleider abzulegen. Als diese sich aus Scham widersetzten, hieß er mich, es ihnen zu tun, und mit ihnen ihm zu folgen. Wir schritten über den Hof zur ehemaligen Werksküche, die man völlig ausgeräumt hatte, bis auf ein paar Tische an der Fensterseite. Es war entsetzlich kalt und die Bedauernswerten zitterten. In dem großen, gekachelten Raume erwarteten uns einige Russen, die anscheinend sehr obszöne Bemerkungen machten; denn jedes Wort wurde mit lautem Lachen quittiert. Der Kommissar bedeutete mir, hinzusehen, wie man aus Herrenmenschen Jammerlappen mache. Nun kamen zwei Polen, nur mit einer Hose bekleidet, herein bei deren Anblick die Mädchen aufschrien. Rasch hatten sie die erste ergriffen und mit dem Rücken über die Tischkante gebogen, bis ihre Gelenke knackten. Ich war fast einer Ohnmacht nahe, als der eine das Messer zog und ihr die rechte Brust vor den Augen der anderen herunterschnitt. Dann hielt er einen Augenblick inne und schnitt die andere Seite ab. Ich habe noch nie einen Menschen so verzweifelt schreien hören wie dieses Mädchen. Nach dieser Operation stach er mehrmals das Messer in den Unterleib, was wiederum vom Johlen der Russen begleitet war. Die Nächste schrie um Gnade, doch vergebens, da sie besonders hübsch war, hatte ich den Eindruck, man tat das schaurige Werk sehr langsam. Die anderen drei waren ganz zusammengebrochen, sie schreien nach ihrer Mutter und bettelten um einen raschen Tod, doch auch sie ereilte das Schicksal. Die Letzte war noch ein halbes Kind mit einer kaum entwickelten Brust, ihr riss man buchstäblich das Fleisch von den Rippen, bis der weiße Knochen zum Vorschein kam. Wieder brachte man fünf Mädchen herein, diesmal hatte man genaue Auslese getroffen, alle waren gut entwickelt und hübsch. Als sie die Leiber der Vorgängerinnen sahen, begannen sie zu weinen und zu schreien. Mit schwacher Kraft versuchten sie verzweifelt, sich zu wehren. Doch es half ihnen nichts, die Polen wurden immer grausamer. Der einen schnitten sie den Leib der Länge nach auf und gossen eine Dose Maschinenöl hinein, das sie zu entzünden versuchten. Der anderen schob ein Russe ein Messer in das Geschlechtsteil, bevor sie ihr die Brüste abschnitten. Ein großes Gejohle begann, als aus einer Werkzeugkiste eine Säge gebracht wurde. Jetzt zerriss man den übrigen Mädchen die Brüste damit, was in kurzem den Boden in Blut schwimmen ließ. Ein Blutrausch packte die Russen. Laufend brachte man Mädchen. Wie in einem roten Nebel sah ich das schreckliche Geschehen, immer wieder vernahm ich den unmenschlichen Aufschrei beim Martern der Brüste und das laute Aufstöhnen beim Verstümmeln der Schamteile. Als mir die Knie versagten zwang man mich auf einen Stuhl, der Kommissar achtete stets darauf, dass ich hinblickte ja, als ich mich erbrechen musste, hielten sie sogar inne bei der Marterung. Ein Mädchen hatte sich nicht ganz entkleidet, es mochte auch etwas älter als die übrigen sein, deren Alter um siebzehn Jahren lag. Man tränkte ihren Büstenhalter mit Öl und entzündete dies, was gelang, und während sie aufschrie, trieb man ihr einen dünnen Eisenstab in die Scheide, bis dieser am Nabel heraustrat. Auf dem Hofe liquidierte man mit Knüppeln ganze Gruppen von Mädchen, nachdem man die hübschesten für diesen Marterraum ausgesondert hatte. Die Luft war erfüllt vom Todesgeschrei vieler hundert Mädchen. Doch angesichts dessen, was sich hier abspielte war der Totschlag draußen geradezu human. Es war eine furchtbare Tatsache, dass keines der hier verstümmelten Mädchen die Besinnung verlor. Jede erlitt die Verstümmelung bei vollem Bewusstsein. Im Entsetzen waren alle gleich in ihren Äußerungen; stets war es das Gleiche, das Betteln um Gnade, der hohe Schrei beim Schneiden der Brust und das Stöhnen beim Verletzen der Geschlechtsteile. Mehrmals unterbrach man das Morden, um das Blut herauszukehren und die Leichen wegzuschaffen. Am Abend fiel ich in ein starkes Nervenfieber. Von da an fehlt mir jede Erinnerung bis zu dem Zeitpunkt, in dem ich in einem Lazarett erwachte. Deutsche Truppen hatten vorübergehend Neustettin zurückerobert und somit befreit. Wie ich später erfuhr, wurden in den 3 Tagen der ersten russischen Besetzung etwa 2000 Mädchen ermordet, die sich in der Umgegend in RAD-, BDM- und sonstigen Lagern befanden. Der Chefeinpeitscher war Ilja Ehrenburg. Seinem 1943 in Moskau erschienen Werk “Woina” (Krieg) sind u.a. folgende Passagen zu entnehmen: “Die Deutschen sind keine Menschen. Wenn du nicht im Laufe eines Tages wenigstens einen Deutschen getötet hast, so ist es für dich ein verlorener Tag gewesen. Für uns gibt es nichts Lustigeres als deutsche Leichen… Wir setzen damit die Arbeit von Pasteuer fort, der das Serum gegen die Tollwut entdeckte. Wir setzen damit die Arbeit aller der Wissenschaftler fort, die die Mittel zur Vernichtung tödlicher Mikroben entdeckten….” (nach DJ 23.04.1965)

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  8. Kurzer sagt:

    „…Die verführten Menschen im Faschismus also unsere Großeltern und Eltern hatten ihre Ideale…“

    Davon wurden sie ja durch die heroische „Rote Armee“ zu Deinem Glück befreit:

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  9. luckyhans sagt:

    @ Kurzer:

    Danke für Deine ergänzenden Beiträge, welche eine „andere Sicht“ auf dieselben Dinge beleuchten und zeigen, wie unterschiedlich Sichtweisen sein können.
    Es war erklärtermaßen nicht meine Absicht, ein „ausgewogenes“ Bild zu zeichnen, sondern EINEN Aspekt zu verdeutlichen.
    Der, genauso wie die Informationen aus Deinen Beiträgen, in diesem Lande leider (noch) nicht öffentlich gemacht wird.

    P.S. auf das Beurteilungs-„Wapperl“ hättest Du verzichten können.

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  10. preusse sagt:

    @hans
    Einige Deiner Ansätze sind richtig. Es hat viele Tote auf beiden Seiten gegeben. Alle Seiten sollten dieser Schlachten und a l l e r Toten (auch gerade der Alten, Frauen und Kinder) gedenken und daran arbeiten dass es nie wieder passiert.So etwas war auch einmal ein Gelöbnis unserer „Regierung“ und der „Verfassung“. Vielleicht erinnert sich noch jemand von den Älteren. Kein (Angriffs-) Krieg soll je wieder von deutschem Boden ausgehen.
    Und?…Nix mehr damit, über Bord.
    Wir müssen international wieder mehr Verantwortung übernehmen. Inzwischen gängige nachgeplapperte Meinung im „Volk“.Umschreibung für Krieg. Afghanistan hat uns nicht angegriffen. Hat Jugoslawien uns angegriffen? GSG 9 war im Irak, haben die uns vorher angegriffen? Libyen, das gnadenlos zerstört wurde? Syrien etwa, wo unsere flügellahmen Vögel jetzt rumfliegen? Fehlt nur noch der infantile Hinweis, dass unsere Freund und „Waffenbrüder“ und vor allem die Russen nicht besser sind.

    Bezogen auf die Beurteilung unserer Vergangenheit sollten wir aber tunlichst mit den Attributen, die die „Sieger“ uns zugeordnet haben, mehr als vorsichtig sein. Es sei denn, jede/r dieser „Selbst-kritiker/innen“ wäre unmittelbarer Augen- und Ohrenzeuge aller Vorfälle und geäußerten Absichten der damaligen Politiker und Militärs gewesen. Ansonsten übernimmt man Äußerungen vom Hören/Sagen oder Siegermeinung, die wohl den damaligen Umständen in keinster Weise gerecht wird. Sondern nur ein hirnloses Nachplappern von irgendwelchen Vorbetern ist. Ein zarter Hinweis: Putin forderte jüngst die Polen auf, sich zu ihrer Kriegsschuld zu bekennen. Aber eben nur als ein winziges Teil in diesem großen Puzzle.

    Dass Soldaten, die über Jahre hinweg zusammengelebt und gekämpft haben, nach wie vor Kontakt haben und pflegen, ist keine Besonderheit der russischen Soldaten. Gibt es auch in Deutschland. Vielleicht mit dem Unterschied, dass die russischen Soldaten zu den „Siegermächten“ gehörten.

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  11. luckyhans sagt:

    @ preusse:
    Es ist meine ganz eigene Sicht, die ich dargelegt habe, ohne jegliche Ansprüche. Mit der Absicht, einfach nur einiges vor dem Vergessen zu bewahren, was ich selbst erlebt habe und wofür ich jederzeit geradestehe. Aus erster Hand, sozusagen.
    Das sind auch sonst die gebotenen Quellen, aus denen wir schöpfen sollten… 😉

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  12. […] Feiertage wie der Tag des Sieges, welcher ein wenig zu einem Schlüsselfeiertag auf einem Sechstel des Festlandes (nicht nur in der […]

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