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Gabriel Fauré’s Requiem

…..und wieder einmal bin ich zum Zerspringen voll von unbändiger Begeisterung und tiefer Dankbarkeit.

Dankbarkeit! Es ist mir vergönnt, dieses Juwel so zu hören, daß meinem (sehr kritischen) Ohr kein Wunsch offen bleibt. Alles da, alles da!

Fauré’s Musik ist so etwas von speziell. Nie, never ever kommt in der Folge das, was man „logischerweise“ erwarten würde, noch, noch und noch und noch vollzieht er eine Wende, und immer so, daß sich mir die Haare aufstellen vor Ergriffenheit….obschon ich das Werk kenne, ich hatte es selber aufgeführt.

Fauré’s Musik ist so etwas von speziell. Er vollzieht das Unmögliche.

Seine Musik ist expressionistisch.

Seine Musik ist impressionistisch.

Und dies permanent.

Es ist sein einzigartiger Stil, seine einzigartige Kunst.

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Tja, und da sind da Chöre, Orchester und Dirigenten, die versuchen, die geschriebenen Noten in die musikalische Sprache zu übertragen…und scheitern noch und noch. Das ist kein Vorwurf.

Wenn ihr es nicht erfühlt, ihr werdet es nicht erlangen. Göte hatte es gesagt, und so einfach ist das in der Tat.

Und hier, diese unsere französischen Brüder, sie haben wohl erlanget es. Sagenhaft. Kein langweiliger Ton. Alles ist da Fauré-Welt in seiner Innigkeit und Leidenschaft.

Geh mal, als Auftakt, auf 36:04. Da ist nur der Schlußakkord, über 20Sekunden, die Harfe (elektronisch, doch saumäßig gut, es stört mich überhaupt nicht, und dette will was sagen) ist noch in Bewegung. Erstens horche in den Akkord hinein. Die Reinheit der einzelnen Stimmen! Die Perfektion des Dreiklanges! Und die Gestaltung!!! Die Töne und der Klang wandelt sich, ist keine zwei Sekunden gleich……bis zu den letzten paar Sekunden, da Ewigkeit endgültig angedeutet wird.

22:45 Expressionistischer Impressionismus, Schönheit und Sehnsucht verschmolzen.

23:15 eine der tausend Überraschungen, wie der Tenor vom „logischerweise“ vorgezeichneten Weg abwendet.

23:22 Das Schicksal schlägt zu. Expressis Verbis.

Bah, ich könnte alle 10 Sekunden kommentierend besenfen. Es geht ganz anders: Schließe Deine Augen und gib Dich hinein in dieses Geschehen. Selige Geister Dich besuchen.

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Ganz besonderes Kränzchen winde ich der Dirigentin.

Alles da. Einfach alles da, was ein Ensemble an Führung braucht, was ein Ensemble befeuert, inspiriert, zu Höchstleistund anspornt, voll da, genial, dies Frau. Oh, mit solchen Musikern ist Zusammenspiel göttlich. Chor, Orchester, Solisten, sie lohnen es, wahrlich, Höchstform, ich kriech mich gar nüschd inn.

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Die Musik und die Musiker, sie berühren mich der Zeiten besonders tief. Was sie tun, das steht diametral gegenüber dem, womit unser Einer sich durchaus zu beschäftigen hat, und was mich immer wieder mal mit kalter Hand zu berühren trachtet, das Wirken der Überreste der Vampire, das immer noch Funktionieren der von den Vampiren installierten Systemen, funzend eben auch in Milliarden von Menschen innedrin.

Was sollte könnte wollte ich auf bb noch raushängen? Auch heute noch meine ich:

„Les jeux sont faits“.

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Laßt uns froh und frei konstruktiv kreativ denken, fühlen und wirken.

Thom Ram, 02.11.10

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3 Kommentare

  1. dnob007 sagt:

    Prima

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  2. Kunterbunt sagt:

    „Und hier, diese unsere französischen Brüder…“
    Ich sehe auch Frauen dort ihren Beitrag leisten, deshalb würde ich sie unsere Geschwister nennen. Als Sirianer-Seele ist es mir unerklärlich und mehr als das!, wieso viele hier auf diesem Planeten auf die unsäglichen Freimaurer & Co. hereingefallen sind, welche unter drakonischer Ägide die weibliche Energie zum Verschwinden bringen wollten / und immer noch wollen… Es geht dabei nicht nur um die Gleichwertigkeit von Frauen und Männern, sondern im Wesentlichen um die Wertschätzung weiblicher Energie insgesamt, welche in den Menschen desaströs ‚z u n d e r o b s i‘ geraten ist, praktisch zunichte gemacht wurde. Kinder, Männer und Frauen sollten ganz selbstverständlich dieselbe Gewichtung erhalten 💮

    @ Thom, wollte dieses Fauré-Requiem am 1. November posten, respektive am 31.10. abends (hatte laaange danach gesucht). Habe es dann aber unterlassen, weil ich dachte, es interessiert niemanden 💮

    Auch dieses von Berlioz (* 11. Dezember 1803 in La Côte-Saint-André, Département Isère; † 8. März 1869 in Paris, Komponist der Romantik) ist stellenweise einfach wunderschön; in meinen Zwanzigern war es mein Lieblingsrequiem:
    Louis Hector Berlioz: „Grande Messe des Morts“ – Requiem für Tenor, gemischten Chor und Orchester Op. 5
    https://www.ardmediathek.de/video/wdr-klassik/hector-berlioz-grande-messe-des-morts-requiem-fuer-tenor-gemischten-chor-und-orchester-op-5/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWM4ZjRiN2EwLWM1YmQtNDA0Zi04ZTdlLWU5MjdjOWU1MzcyOQ
    +++Die Grande Messe des Morts von Hector Berlioz wurde 1837 komponiert. Diese Partitur ist aufgrund ihrer enormen Orchesterstärke von Holz- und Blechbläsern einschließlich vier antiphoner Blechbläserensembles, die in den Ecken der Bühne platziert sind, eines der bekanntesten Werke des Musikers. Das Werk dauert etwa 90 Minuten und entstammt dem Text der traditionellen lateinischen Requiem-Messe.
    Berlioz: „Wenn ich bedroht würde, meine ganze Arbeit abzüglich einer Partitur verbrannt zu sehen, ist es für die Messe des Morts, dass ich um Gnade bitten würde“. (Wikipedia)+++

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  3. eckehardnyk sagt:

    Heute an Allerseelen hielt zum Thema Totenfeste Axel Burkart einen Vortrag und vollkommen passt hierzu dies Monument Faurés, weil du in ihm: Den Toten deiner Wahl einen Tempel bauen kannst mit Geist, der nirgends fehlt und nirgends gebraucht wird außer dort, wo Seelen ihren Weg beschreiten in der Öde ihres reinen geistig Seins. Mit Recht beschieden Alte in Latein: De Mortuis Nihil Nisi Bene (Von Toten Nichts, nur Gutes!)

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