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Die Heilung des Schmerzes liegt im Schmerz (Rumi)

von Angela, 28.01.2022

Zwei Jahre hält dieser Corona-Wahnsinn nun schon die Welt in Atem und gipfelt in immer neuen Ungeheuerlichkeiten. Ein Ende ist – zumindest hier in Deutschland –  kaum abzusehen, zu verhärtet sind die Fronten.

Unzählige Menschen sind seelisch am Ende, versinken in Depressionen und füllen die psychotherapeutischen Praxen. Am schlimmsten trifft es wohl die Kinder, sie leiden nachweislich am meisten. Schon zwei Jahre ihres Lebens wurden sie damit konfrontiert, ständig durch irgendeinen „gefährlichen“  Virus bedroht zu sein, sich schützen zu müssen und  ganz normale Kontakte und Aktivitäten zu vermeiden. Auch den  alten Menschen in den Heimen geht es kaum besser.

Um die Kinder, die Hilflosen  und uns selbst  zu schützen, ist es für uns Erwachsene wichtig, die Geschehnisse nicht unnötig noch mehr zu dramatisieren, sondern DAS GANZE  in einem umfassenderen Zusammenhang zu sehen und Raum für eine mögliche Veränderung zu lassen.

Um eine unerwünschte Situation zu verändern, sollte  jeder das  tun, was er tun kann und wozu er sich innerlich gedrängt fühlt, was er als sinnvoll erachtet, denn Ohnmachtsgefühle  bringen niemanden weiter und münden in Wut. 

Einem Menschen, dem es seelisch oder körperlich schlecht geht, fällt es schwer, sich daran zu erinnern, dass dies nur ein vorübergehender Zustand ist. Alles im Leben  verändert sich , geht wieder vorbei. Sehr schön ist das im Artikel von der  Geschichte des Königs verdeutlicht, der von einem Weisen einen Ring erhält, auf dem der Satz steht:  „Auch das geht vorbei“ .

Wer leidet, ob körperlich oder seelisch, hat es schwer, zu erkennen, dass es zu dem derzeitig elenden, unerwünschten –  , einen genau entgegengesetzten Zustand gibt.

Wir alle kennen  das Gefühl des Leidens, des Schmerzes – und je mehr wir uns mit unserem Leiden identifizieren, desto länger erhalten wir es am Leben.  Für jeden Menschen sind  Schmerzen und Einschränkungen  eine überwältigende Tatsache. Niemand kann guten Gewissens diese Wirklichkeit leugnen.

Doch es zwingt einen auch niemand dazu, sich mit dem Leiden zu identifizieren. Denn genau diese Identifikation hält den elenden Zustand in der eigenen Seele aufrecht und verschlimmert jeglichen Schmerz.

Aus lauter Gewohnheit sagen wir  „Ich bin krank, ich habe Schmerzen, das macht mich traurig, ich bin wütend“ , ich fühle mich ausgegrenzt, einsam, hilflos……  usw.

Genausogut könnten wir uns aber  sagen: ICH bin weder mit meiner Verzweiflung, noch mit  meinem Ärger identisch. In meinem tiefsten Wesen bin ICH unabhängig davon.

Das erschafft schon einen gewissen Abstand. Es bewirkt, dass wir unsere Gedanken mittels eines sprachlichen Kunstgriffs durch den bewussten und intelligenten Einsatz von Wörtern in eine ruhigere  Bahn lenken.

Falsch benutzte Wörter können unendlichen Schaden anrichten, doch wenn Wörter gut eingesetzt werden, werden sie außerordentlich hilfreich sein.

Anstatt zu klagen, könnte man sich selbst  sagen: “ Jetzt gerade sind Schmerzen da,  Möglichkeiten wurden beschnitten… ,da sind Ärger und Wut“.           „Es geht gar nicht um MICH“ !


Um das zu üben,  erkennen wir zuerst den unerwünschten Zustand an, er ist einfach im Moment so wie er ist. Dann aber lösen wir uns aus der Identifikation und sagen statt „Ich habe Schmerzen, bin gereizt, müde, krank“ etc  DA IST EIN SCHMERZ ( oder Gereiztheit, Müdigkeit, Krankheit)  Und dann blitzschnell den Satz: “ Es geht gar nicht um mich“. Der letzte Satz eignet sich besonders gut , wenn es sich um Kränkungen, Ärger, Missachtung geht, die auch Schmerz verursachen können.

Dieser einfache Trick wirkt oft Wunder.  Plötzlich stellen wir fest, dass es ein Selbst gibt, das unabhängig vom seelischen oder körperlichen  Schmerz existiert, wir distanzieren uns davon, – und schon leiden wir weniger, wir haben einen Abstand geschaffen.

Für diese Übung braucht man wahrscheinlich am Anfang etwas Zeit und Überlegung, aber wer sich damit vertraut gemacht hat, kann sie blitzschnell umsetzen. Die Aufmerksamkeit wird auf etwas anderes gelenkt, dadurch ändert sich die Einstellung und man selbst sieht klarer und wird bewusster. Bewusstsein und Leiden schließen sich aus.

LIEBE, FREUDE oder innerer Friede ( Im Gegensatz zum Vergnügen oder irgendwelcher Lust) entspringen dagegen dem eigenen Inneren, sind also identisch und untrennbar vereint mit dem ICH BIN, unserem tiefsten Seinszustand.

Die Vermeidung einer Identifikation wird allerdings bei sogenanntem „Tiefen Schmerz“ nicht ausreichend sein.

Bei TIEFEM Schmerz, wie z.B. bei dem Tod eines Angehörigen, oder dem eigenen bevorstehenden Tod, einem großen Verlust von von materiellen oder immatieriellen Dingen…..   geht es meiner Ansicht nach um Hingabe an das, was ist. Schmerz, Kummer und Leid , all diese Zustände kommen unweigerlich im Leben auf uns zu, auf den einen früher, auf den anderen später.

Tiefer Schmerz wird immer größer, wenn man versucht, davor zu fliehen. Die einzige Möglichkeit ist, hindurchzugehen, den Schmerz in all seiner Intensität bis auf den Grund zu fühlen , aber nicht eine Geschichte um ihn herum zu erfinden, wie die Geschichte vom Karma und sogenannten „schlechten Menschen“, die daran „schuld“ sind.

Ich schrieb ja schon einmal, dass ich von der Idee des Karmas über mehrere Inkarnationen hinweg überhaupt nichts halte. Ein Überbleibsel alter Religionen , um die Menschheit zu versklaven. Das haben die Esoteriker dann übernommen, weil es so herrlich bequem ist, manche Dinge damit zu erklären. Das Gesetz von Ursache und Wirkung dagegen gibt es durchaus. Eine Ursache bringt jederzeit eine Wirkung hervor, manchmal schneller, manchmal mit einer Zeitverzögerung.

Viele Menschen  fragen, ob Leiden wirklich nötig ist. Ich denke, „wenn wir Leiden gar nicht erlebt hätten, würden uns als Mensch Tiefe, Mitgefühl und Demut fehlen. Leiden ist so lange nötig, bis man erkennt, dass es unnötig ist.“ ( Zitat: Eckhart Tolle)

Doch auch hier gilt: Situationen an sich machen uns nicht unglücklich, es sind die Gedanken, die Interpretationen, die wir drumherum erfinden, welche den Schmerz erzeugen und uns unglücklich machen .

Angela


24 Kommentare

  1. Natali sagt:

    Liebe Angela!

    Alles, was Du geschrieben hast, leuchtet mir sehr ein, auch ich mache das so in meinem Leben. Ich schaue auch Sprachen sehr genau an. Als ich die Irische Sprache, das alte Gälisch, lernte, nahm ich dabei wahr, daß in dieser Sprache anders formuliert wird. Wörtlich übersetzt hieße es zum Beispiel: Da ist Freude (auf mir) oder da ist Traurigkeit (auf mir). Es ist also etwas außen, das um mich herum oder auf mir ist, das aber nicht das Ich ist. Dies hat mir seeeehr gut gefallen. Denn die Ich bin Botschaften sind ja so kraftvoll. So bleiben wir dabei – da ist eine Krankheit, aber das geht vorbei, es hat nicht mit meinem wahren Selbst zu tun. ICH BIN DAS TANZENDE GOLDENE LICHT, DIE KÖNIGIN MEINES LEBEN, ICH BIN DIE EWIGE LIEBE… Love&Light, Natali

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  2. Angela sagt:

    @ Natali

    Zitat: „… Es ist also etwas außen, das um mich herum oder auf mir ist, das aber nicht das Ich ist…..“

    Sicher muss man auch zwischen emotionalen Zuständen und SEINS-Zuständen unterscheiden.

    LIEBE, FREUDE oder innerer Friede ( Im Gegensatz zum Vergnügen oder irgendwelcher Lust) z.B. sind ja nicht „auf mir“, sondern entspringen dem eigenen Inneren, sind also identisch und untrennbar vereint mit dem ICH BIN, unserem tiefsten Seinszustand.
    ( Ich habe diese Sätze noch dem Artikel hinzugefügt )

    Angela

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  3. Mujo sagt:

    Ich kann dem ganzen zustimmen, bis auf diesen Satz:

    „Ich schrieb ja schon einmal, dass ich von der Idee des Karmas über mehrere Inkarnationen hinweg überhaupt nichts halte. Ein Überbleibsel alter Religionen , um die Menschheit zu versklaven.“

    Das Karma aus alten Inkarnationen ist Realität, nur das gerede das man nichts machen kann ist Unsinn.

    Es gibt Ereignisse die sich wie ein Roter Faden durch mehrere Generationen durchziehen und sich immer wiederholen. Kommt man an die Quelle ran kann man dies Auflösen. Das ist das Prinzip des Familienstellen.

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  4. Angela sagt:

    @ Mujo

    Zitat: „… Es gibt Ereignisse die sich wie ein Roter Faden durch mehrere Generationen durchziehen und sich immer wiederholen….“

    Da gibt es aber noch viele andere Möglichkeiten. Beeinflussung der Eltern, des Umfelds über Generationen hinweg überliefert , die Gene, seelische Wunden, das Morphische Feld usw.

    Ich denke, wenn es keine Zeit gibt, alles gleichzeitig geschieht und jede Tat eine Co-Creation ist, wie kann es dann ein generationsübergreifendes Karma geben?

    Angela

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  5. Ost-West-Divan sagt:

    Das Problem unserer Kultur ist dass wir den Schmerz verleugnen und verdrängen- das bewirkt im Menschen eine Spaltung.
    Und außerdem, wer dann an etwas wie den Schmerz erinnert, der wird als böse wahr genommen, und nicht das, was Schmerz auslöst.
    Man denke an die , die daran erinnern, dass Masken besonders für Kinder sinnlos sind- diese Leute werden diskreditiert und bekämpft.
    Der Überbringer der Botschaft wird bekämpft, nicht die Ursache.
    Schmerz zu empfinden wird als Schwäche und Zimperlichkeit abgetan, genau wie Mitgefühl.

    Wie konnte solches geschehen, dass jahrzehntelang innerhalb der Kirche-und lange nicht nur dort- so unendlich viele Kinder gepeinigt worden!?
    Und in Familien bis auf den heutigen Tag !?
    Oder die Malträtierung der Tiere- das ist nur möglich, weil die große Mehrheit den Schmerz im eigenen Innern verleugnet und damit erst recht den dort draußen bei anderen Lebewesen und das Erinnern daran, löst Hass aus.

    Aber das ist ein Thema mit einer Dimension von einem Planeten.
    Ähnlich wie die Erschaffung einer fiktiven (Person) braucht es sehr lange, das zu verstehen. So man das überhaupt an sich ran lässt, was 90 Prozent nicht tun.

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  6. Mujo sagt:

    @Angela

    Ich will es nicht ausschliessen das es noch andere Ereignisse gibt die eine Rolle Spielen. Das sich aber wiederholungsmuster ergeben die immer wieder kommen und schon mehrere Generationen zurückliegt ist ein Fakt.
    Hunderte von Aufstellungen haben mir dies immer wieder Bestätigt, inklusive meine eigenen Geschichtlichen Vergangenheiten.

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  7. arnomakari sagt:

    Guter Artikel und gute Kommentare—
    Was ist schmerz,? die meisten schmerzen fügt der Mensch sich selber zu, das weiss ich aus erfahrung, denn das Unterbweusstsein vergist nichts, auch wenn das Bewusstsein es vergessen hat, lange habe ich mich mit meiner vergangenheit befast, jetzt nur noch mit der Zukunft, denn das vergangene ist alles in uns gepeichert, man braucht es nur abzurufen, selbst die zukunft ist auch schon in uns gespeichert, wie könnte es sonst sein, das man in die Zukunft reist.
    Nur eines noch angst ist ein schlechter Ratgeber, aber vorsichtig sein, ist ein guter Ratgeber, nach den Motto schenkt Blumen im Leben, auf den Gräber sind Sie vergebens…..

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  8. muktananda13 sagt:

    Nur Naiven würden das kosmisch- karmische Urprinzip verneinen.
    Nun, dieses Recht haben sie ja.

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  9. Angela sagt:

    @ Muktananda

    Zitat: „… Nur Naiven würden das kosmisch- karmische Urprinzip verneinen…..“

    Sprechen wir vom gleichen Karmagesetz?

    Nämlich, dass man etwas ausgleichen muss, was man falsch gemacht hat , womit man jemanden geschädigt hat, eventuell in einem oder mehreren neuen Leben? Vielleicht sogar dafür büßen, als eine Strafe, wie manche glauben?

    DAS fände ICH naiv. Die Absicht der Religionen geht klar hervor: Es ist ganz alleine deine eigene Schuld, wenn es dir schlecht geht…..

    Es stimmt, dass jede Handlung eine Folge hat, aber nicht irgendwann einmal in einem künftigen Leben. Die Handlungen und ihre Folgen sind ununterbrochen, sie gehören zu ein-und demselben Prozess. Was immer man tut, enthält in sich bereits die Konsequenz.

    Und auch hier das, was ich an Mujo schrieb : Ich denke, wenn es keine Zeit gibt, alles gleichzeitig geschieht und jede Tat eine Co-Creation ist, woran jeder Teilnehmer zu 5O % der eigenen Erfahrung wegen beteiligt ist, wie kann es dann ein Inkarnationsübergreifendes Karma geben?

    Angela

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  10. muktananda13 sagt:

    Co- Creation heißt, dass es Mehrere daran beteiligt seien. Wirklichkeit besteht aus Einheit. Sie ist Einheit. Alles andere ist Illusion. Es gibt nur Eines. Karma ist das Prinzip der Einheit auf der illusorischen Vielfalt übertragen.
    Was du denkst, liebe Angela, ist nicht selten falsch. Echt nicht selten, obschon in die „richtige“ Richtung. Warum? Weil du als Angela denkst. Du denkst zu oft und zu viel. Wie viel andere, die sich getrennt fühlen, die sich Individuen fühlen. Die sich Tropfen, nicht Wasser fühlen.
    Erst wenn der Mensch lernt, nicht immer denken zu müssen, sondern zu fühlen, SICH ZU FÜHLEN, DIE EINHEIT ZU FÜHLEN , wird er tatsächlich sprunghaft fortschreiten. Aber nicht mehr als Mensch…

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  11. muktananda13 sagt:

    Trennung erschafft Polarität, Gegensätze. Die sich unterscheiden WOLLEN. Weil sie NICHT ANDERS KÖNNEN. Und die sich, früher oder später, auch bekriegen. Das ist verblendete Illusion.
    Karma ist weit, weit mehr, als der Verstand weiß und auch jemals akzeptiert.
    Man kann die Polarität akzeptieren, sogar darin WISSEND ODER UNWISSEND mitspielen. Aber es ist ein absoluter Nonsens, ein Irrsinn, sie theoretisch zu „kennen“ und weiter sie über sich als Herr anzubeten.

    Wer nicht meditiert und den höchsten Samadhi erlebt, bleibt Opfer seines Ego-Verstandes im Raum-Zeit. Geglaubte Prozente anzugeben bringt hierzu nichts.

    „Ich denke, wenn es keine Zeit gibt… “ . Du kannst denken, aber du weißt nicht, was du bist.

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  12. Angela sagt:

    @ muktananda

    Zitat: „… Du denkst zu oft und zu viel. Wie viel andere, die sich getrennt fühlen, die sich Individuen fühlen. Die sich Tropfen, nicht Wasser fühlen.
    Erst wenn der Mensch lernt, nicht immer denken zu müssen, sondern zu fühlen, SICH ZU FÜHLEN, DIE EINHEIT ZU FÜHLEN , wird er tatsächlich sprunghaft fortschreiten.“

    Da hast Du etwas sehr Wesentliches gesagt und ich kann es annehmen.

    Zitat: „… Du kannst denken, aber du weißt nicht, was du bist.“

    Tatsächlich stelle ich mir oft die Frage: „Tat Tvam Asi“, WER BIN ICH ? Natürlich gibt es so wundervolle Antworten, wie :
    „Ich bin die Ausdehnung des Schöpfungsgeistes, der sich in dieser Dimension wahrgenommener Realität selbst erfährt“ — aber wie Du schon schreibst, FÜHLEN kann ich das (noch) nicht.

    Gelingt es Dir auch jetzt noch? Du schriebst mal, dass Du vor längerer Zeit Samadhi erfahren hast. Und trotzdem haderst Du inzwischen außerhalb „der Einheit“ mit politischen Gegebenheiten? Das soll jetzt keine Kritik sein, ich würde nur gerne wissen, wie Du diese beiden Dinge vereinst?

    Zitat: “ Karma ist das Prinzip der Einheit auf der illusorischen Vielfalt übertragen“
    Könntest Du das vielleicht noch etwas näher ausführen?

    Angela

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  13. outside the Box sagt:

    „Erst wenn der Mensch lernt, nicht immer denken zu müssen, sondern zu fühlen, SICH ZU FÜHLEN, DIE EINHEIT ZU FÜHLEN,…“

    Richtige Richtung und doch falsch.
    Denken drückt sich nicht nur sprachlich aus.
    Denken ist, wenn sich Wahrnehmung und Erinnerungen reflektieren.
    Dazu gehört auch das Fühlen. Hat man etwas neues gefühlt, kann es nicht von der Erinnerung reflektiert werden, und somit nicht gedeutet werden.
    Wenn ma also Einheit fühlst, ist es in erster Linie eine Deutung aus der Erinnerung und somit denken.

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  14. Ost-West-Divan sagt:

    Karma bedeutet für mich das Bewusstsein dessen, dass jede Handlung meinerseits eine Folge haben wird auf das Geschehen. Und darum muß ich bemüht sein jede meiner Handlungen und Gedanken darauf zu richten, keinem Lebewesen Schaden zu zu fügen und alles was ich tue abzuwägen gegenüber der Menschengemeinschaft, dass Schaden von ihr abgewendet sein soll. (Die Handlung eines einzelnen Menschen kann das Schicksal von
    unendlich vielen Menschen bestimmen-hätte der Kapitän der Titanic sich nicht erpressen lassen im Wettrennen um das „Blaue Band“ und die Geschwindigkeit nicht erhöht, wäre vielleicht nichts passiert- nur ein Beispiel, vielleicht war es auch ganz anders, und es haben die Verschwörer hinter dem Vorhang auch den Untergang gezielt gewollt- Federal Reserve etc)

    In diesem Bewusstsein sich klar zu sein, dass jede Handlung eine Kette von weiteren Ereignissen einleitet.
    Darum immer in vollkommener Übereinstimmung mit seinem Gewissen zu handeln , immer im Gedanken um die gesamte beseelte Gemeinschaft wie Tier und Mensch.

    In dem Sinne, keinem Menschen ist es gegeben, über anderes Leben zu verfügen.
    Wird jeder danach handeln, braucht es keine Gesetze und Richter, weil jeder im Sinne der Gemeinschaft handelt, -denn er weiß, er handelt so auch richtig in seinem ureigensten Sinne.
    Das ist Karma – nichts anderes was in der Bibel steht „Was nützte es mir gewönne ich die halbe Welt und meine Seele nähme doch Schaden“
    Und das wußten die alten Meiste, jede Religion sagt im Urgrunde dasselbe.

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  15. Angela sagt:

    @ Ost-West-Divan

    Das ist alles richtig, aber es ging um das inkarnationsübergreifende Karma. D.h. dass im nächsten oder übernächsten Leben alle Deine „Schandtaten“ :)) auf Dich zukommen und ausgeglichen, also quasi „gesühnt“ werden müssen. Das ist das, was ein Westeuropäer gemeinhin unter dem Begriff „Karma “ versteht und was ich als ein Relikt aus alten Religionen bezeichnet habe, einer weiteren Möglichkeiten, die Menschen klein zu halten.

    Angela

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  16. Kunterbunt sagt:

    Wenn mir ein Schmerz widerfahren ist, fasst mich stets ein doppeltes Verlangen nach Leben – nie eigentlich Resignation.
    Franziska zu Reventlow

    Nicht das Reiche, Großartige und Vollständige bildet den höchsten Wert, sondern das Dasein.
    Es hebt die Gegensätze von Glück und Unglück, Lust und Schmerz, Leben und Sterben auf.
    Leben im Sinne von Dasein ist Heilung.
    Peter Schellenbaum

    Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit.
    Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es.
    Thich Nhat Hanh

    Es ist sehr schmerzhaft, sich echten Gefühlen zu stellen, weil wir diese Konfrontation nicht kennen, ihr zeitlebens ausgewichen sind. Die meisten Menschen fürchten sich vor ihren Gefühlen. Viel lieber verstecken sie sich hinter ihrem Denken, errichten einen Schutzwall gegen die scheinbare emotionale Bedrohung. Aber um frei zu werden, führt kein Weg an unseren Gefühlen vorbei, mögen sie zu Anfang noch so schmerzhaft und unerträglich erscheinen. Sobald Sie sich dazu entschieden haben, alles, was an Gefühlen in Ihnen existiert, hochkommen zu lassen, es intensiv anzuschauen, diese Gefühle zu durchleben, erwächst Ihnen daraus eine kolossale Kraft, von deren Vorhandensein Sie bisher keine Ahnung hatten.
    Theo Fischer

    Wir brauchen keine Medizin gegen unseren Schmerz, unsere Angst, unsere Wut.
    Wir können diese Gefühle einfach annehmen.
    Und durch das Annehmen geschieht das Wunder der Heilung.
    Diese Heilung ist nicht nur Rückkehr zu einem ursprünglichen Zustand des Heilseins;
    sie ist viel mehr. Sie beinhaltet immer einen neuen Schritt.
    Safi Nidiaye

    Wenn aber dieses gründliche Denken nur den Zweck hat, uns von unseren schmerzhaften Gefühlen abzulenken, verzerrt es die Wirklichkeit unseres Lebens. Zwanghaftes, perfektionistisches Verhalten ist ein gutes Beispiel dafür – wir konzentrieren uns auf das Detail, um unser Gefühl des Nichtgenügens zu überdecken.
    John Bradshaw

    Der bunte 🌈 entsteht bei Regen und Sonnenschein.
    Kunterbunt

    Wir glauben, wir könnten unserem Leiden entrinnen, es ignorieren oder wegdenken oder jemand anderen dazu überreden, es uns zu nehmen. Wir glauben, nicht dazu bestimmt zu sein, den Schmerz unseres Lebens auf uns zu nehmen. Das Traurige dabei ist, dass wir, solange wir ausweichen wollen, uns selbst vom Wunder des Lebens und vom Wunder dessen, was wir sind, ausschließen.
    Charlotte Joko Beck

    Wenn die Hypothese vom Urschmerz richtig ist, ergibt sich daraus,
    daß der Körper und insbesondere das Herz durch Versuche,
    solche Urschmerzen zurückzuweisen, ungünstig beeinflußt werden.
    Arthur Janov

    Alles, was die Übung des Lebens nach aussen stört, heisst Schmerz.
    Gotthilf Heinrich v. Schubert

    Jede Begierde ist ein Bedürfnis, das sich als Schmerz bemerkbar macht.
    Voltaire (Geburtsname François-Marie Arouet)

    Der Körper ist die Bühne deines Schmerzes, des Ereignisses hinter dem Schmerz.
    Schmerz braucht Ausdruck, damit er sich verflüchtigen kann.
    Monika Minder

    Wenn du dein Hier und Jetzt unerträglich findest und es dich unglücklich macht, dann gibt es drei Möglichkeiten:
    Verlasse die Situation, verändere sie oder akzeptiere sie ganz.
    Eckhart Tolle

    Gefällt 2 Personen

  17. Mujo sagt:

    Thomas Campbell hat im Bezug zum Karma eine Wunderbare erklärung dazu. Frei von Schuld und Opferkomplex.

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  18. Ost-West-Divan sagt:

    „Das ist alles richtig, aber es ging um das inkarnationsübergreifende Karma. D.h. dass im nächsten oder übernächsten Leben alle Deine „Schandtaten“ :)) auf Dich zukommen und ausgeglichen, also quasi „gesühnt“ werden müssen. Das ist das, was ein Westeuropäer gemeinhin unter dem Begriff „Karma “ versteht und was ich als ein Relikt aus alten Religionen bezeichnet habe, einer weiteren Möglichkeiten, die Menschen klein zu halten.“

    Angela

    Keine Ahnung , Angela, wie du darauf kommst dass die Menschen mit dieser Sicht klein gehalten werden. Das Gegenteil ist für mich der Fall.
    Es ist für mich selbstverständlich dass alles was ein Mensch an guten oder schlechten Dingen tut irgendwann auf ihn zurück kommt.
    Nichts was getan wird ist ohne Bedeutung. Diese ganzheitliche Sicht des “ Karma“ ist in allen Religionen gegeben.

    Klein hält man Menschen mit einem strafenden Gott, mit einer autoritären Kirche , mit Ritualen der Entfremdung und so weiter.
    Was sollte schlecht daran sein verantwortlich sein für seine Handlungen und dieses sich eigen zu machen durch eine Innerlichkeit ?
    Diese Denkweise macht jede Art von äußerer Gesetzgebung überflüssig, weil jeder Mensch sich verantwortlich fühlt mit dem was er tut gegenüber allen Lebewesen.. Das ist eigentlich worum es geht-jede Gerichtsbarkeit überflüssig zu machen, weil der Mensch durch sein Herz und Glauben richtig handelt. Und das genau bringt diese Sicht des Karmas hervor.

    Ich kann hingegen diese entfremdete Sicht von Karma nicht nachvollziehen, wo einem Menschen eingeredet wird, dass alles was ihm widerfährt Schicksal oder Karma sei, damit wird der Mensch zu einem willenlosen Spielball des Zufalls degradiert . Was soll das bedeuten, dass die Passagiere eines verunglückten Flugzeuges dort genau richtig waren zum Zeitpunkt des Geschehens und dieses zu Recht erleben/erleiden!?
    Das ist Verehrung einer absurden höheren Macht die das Schicksal eines jeden Menschen angeblich bestimmt-das ist Budenzauber und Hokuspokus.

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  19. Angela sagt:

    @ Ost-West Divan

    Zitat: „…
    Keine Ahnung , Angela, wie du darauf kommst dass die Menschen mit dieser Sicht klein gehalten werden. Das Gegenteil ist für mich der Fall….“

    Eigentlich müsstest Du es nachvollziehen können mit Deiner häufigen Anklage gesellschaftlicher Zwänge und sozialer Ungerechtigkeiten.

    Wenn eine religiöse Richtung, welche in den Entstehungszeiten dieser Doktrin auch immer weltlichen Einfluss hatte, die Idee einer inkarnationsübergreifenden Karmalehre lehrt, dann kann sie jederzeit bei sozialen Missständen auf das schlechte Karma hinweisen, welches sich ein Mensch selbst geschaffen hat, anstatt die Lebensumstände ( z.B. ) zu verbessern. Das meinte ich mit „klein/ = schuldig“ halten!

    Schau Dich mal in Eso-Kreisen um, wie oft wird mit dem Karma eine Verurteilung ausgesprochen.

    Im letzten Abschnitt Deines Kommentars sagst Du ja Ähnliches !

    Ich leugne keineswegs, dass jede Handlung eine Folge hat, meine nur, dass die Folge in DIESEM Leben eintritt und nicht irgendwann in einem künftigen Leben, wo man sich noch nicht einmal seiner Tat erinnern kann. Die Handlungen und ihre Folgen sind ununterbrochen, sie gehören zu ein-und demselben Prozess.

    Es sind nämlich auch nicht zwei getrennte Dinge, einen Samen zu säen und seine Früchte zu ernten. Es ist ein kontinuierlicher Prozess. Es ist derselbe Samen, der sich explosionsartig vermehrt hat und nun geerntet wird. Da gibt es keinen Tod, der dazwischen liegt. Was immer man tut, enthält in sich schon die Konsequenz.

    Zitat: „…
    Was soll das bedeuten, dass die Passagiere eines verunglückten Flugzeuges dort genau richtig waren zum Zeitpunkt des Geschehens und dieses zu Recht erleben/erleiden!?

    Darüber habe ich auch schon oft nachgedacht. Ich kann mir nur vorstellen, dass der Tod im Grunde gar nicht diese Bedeutung besitzt, die wir ihm geben. Menschen leben, sterben, werden wiedergeboren, sterben wieder … usw, das ist der Kreislauf des Lebens und des Menschseins. Nur wir machen solch ein Drama daraus. Im Meer überleben die meisten Tiere, die neu geboren werden nur einige Sekunden ….. das halten wir für natürlich. Und das ist es ja auch.

    Bitte hör Dir doch mal den Campbell (8 Minuten) an, den Mujo oben gepostet hat. Diese Version finde ich sehr gut.

    Angela

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  20. Mujo sagt:

    @Angela
    29/01/2022 um 19:07

    „Ich leugne keineswegs, dass jede Handlung eine Folge hat, meine nur, dass die Folge in DIESEM Leben eintritt und nicht irgendwann in einem künftigen Leben, wo man sich noch nicht einmal seiner Tat erinnern kann.“

    Tepperwein sagte einmal man fängt da an wo man vorher aufgehört hat. All seine ungelösten Päckchen nimmt man mit und darf jetzt weiter an deren Lösung Arbeiten oder auch nicht. Fühlt sich sehr Stimmig an. Ganz Wertfrei.

    Wer schon mal eine Rückführung in Vergangene Leben erlebt hat kann dies Nachvollziehen was Tepperwein sagt.

    Bei einer Aufstellungsarbeit wo es um Flüche ging konnten wir dies bis 500 Jahre zurück Verfolgen wo sie ausgesprochen wurde. Noch heute hatte es wirkung bei den Klienten. Wobei zu Beginn es gar nicht auf den Schirm war das es um Flüche ging.

    Alles ist im Universum gespeichert und alles nehmen wir mit aus unsere letzten Inkarnationen. Das wesentliche ist aber das es für alles eine Lösung gibt, nichts ist im Stein gemeiselt und muß ewig bestehen. Das ist was viele Religionen verschweigen und ein Verbrechen an die Menschheit ist.

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  21. helmutwalch sagt:

    Ja schön!

    Heilung!

    Ursachen! Nicht Symptome! Du beseitigen mußt!

    Viel Ursache! In falschem Weltbild! Du finden wirst,-)

    .https://www.legitim.ch/post/mensch-person-angeklagter-maskenverweigerer-führt-schweizer-gericht-vor-richter-ratlos

    Oberstes Gebot for President

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  22. Ost-West-Divan sagt:

    Eigentlich müsstest Du es nachvollziehen können mit Deiner häufigen Anklage gesellschaftlicher Zwänge und sozialer Ungerechtigkeiten.

    Wenn eine religiöse Richtung, welche in den Entstehungszeiten dieser Doktrin auch immer weltlichen Einfluss hatte, die Idee einer inkarnationsübergreifenden Karmalehre lehrt, dann kann sie jederzeit bei sozialen Missständen auf das schlechte Karma hinweisen, welches sich ein Mensch selbst geschaffen hat, anstatt die Lebensumstände ( z.B. ) zu verbessern. Das meinte ich mit „klein/ = schuldig“ halten!

    Auf einmal entdeckt man die Lebensumstände, wo das sonst nie eine Rolle gespielt hat.
    Soziale Mißstände haben Ursachen die von Leuten geschaffen werden, die Macht und Einfluss haben.
    Unter diesen Mißständen leidet dann ein Großteil der Bevölkerung, aber der einzelne Mensch ist nicht dafür verantwortlich zu machen, es geht beim Karma um die individuelle Sicht . Und ich bin nicht für die Sicht irgendwelcher anderer Leute verantwortlich, die meinen Karma sei dies oder jenes.

    Dieser Campbell oben sagt,“Karma ist ein einfaches Konzept. Es gibt nicht umsonst , du musst dich weiter entwickeln, -es geht um deine Taten“

    Nichts anderes sage ich. Jeder Mensch ist für das verantwortlich was er tut und muß sich damit vor seinem Gewissen verantworten.
    Damit kann sich niemand mehr raus reden dass er im Auftrag handelt, für eine Organisation, Firma oder „Staat“.
    Der Mensch ist verantwortlich und muss sich ethisch weiter entwickeln.

    Man kann etwas hundertmal sagen, aber es wird erst wahrgenommen wenn ein Guru in einem Video daher kommt , der dasselbe sagt.
    Aber im Buddhismus gibt es keinen Gott, keinen Guru oder eine Kirche die da irgendein Konzept erstellt.
    Das Gewissen des Menschen ist die höchste „Instanz“.

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  23. Thom Ram sagt:

    OWD

    Bitte sprich nicht „Du“ an, sondern bezeichne mit Namen den, den Du ansprichst. Es erleichtert das Finden von Gedankenstrang. Danke.

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  24. Mujo sagt:

    @Ost-West-Divan
    29/01/2022 um 20:50

    „… , aber der einzelne Mensch ist nicht dafür verantwortlich zu machen, es geht beim Karma um die individuelle Sicht . Und ich bin nicht für die Sicht irgendwelcher anderer Leute verantwortlich, die meinen Karma sei dies oder jenes.

    Ich denke Karma wird von vielen Menschen Falsch verstanden, so als ob es eine Sackgasse wäre und man sich seinen Schicksal zu ergeben haben muß. Es ist nur ein Abschnitt im diesen Leben oder im vorigen. Nicht mehr und nicht weniger. Wir haben es immer in der Hand es zu ändern und uns weiter zu Entwickeln.

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