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Bali / Hinduistische Kindes-Einweihung

Krazzi und ich waren eingeladen, und herzlich gerne folgten wir dem frohen Rufe, fuhren die 100km nach Karangasem (Distrikt in NO), zur Heimat unserer befreundeten Familie, nahe des gewaltigen Vulkanberges Gunung Agung.

Ningsih ist vierjährig. Ihr Bruder Agus wurde eingeweiht, als er 7 war. Soviel ich verstanden habe geht es um innere Reinigung des Kindes, geht es um Verbindung des Kindes mit der Natur und mit guten Geistern, geht es auch um Schutz Schaffen gegen böse Geister.

Nach der Einweihung hat das Kind die Befugnis, Tempel zu betreten.

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Wir kamen um 10 Uhr an, die Männer waren am essen, die Frauen warteten, assen danach.

Generell sind die Männer eher unter sich, die Frauen ebenfalls, doch keineswegs ist das Vorschrift, es gibt keine räumliche oder „heilige“ Abgrenzung, vielmehr scheint es mir ganz natürlich zu sein. Männer unter sich haben es gut. Frauen unter sich anders geartet auch.

 

Hund und anderes Getier ist mit locker mit dabei.

Ninces Papa und mein Gefährte, der Handföhn nota bene hier in Anwendung als Fotoapparat.

Ningsih

Stell dir vor, du solltest den Früchteturm sicher tragen.

Das Leben findet auf dem Boden statt. Nicht alle nehmen an der Zeremonie unmittelbar teil.

 

Spanferkel ist schiere Pflicht. Hier in äh aufbereitetem Zustande.

 

Die Eltern.

Das Hähnchen wurde nicht etwa geopfert. Es war Bestandteil der Zeremonie.

Es musste Ningsih mit den Krallen am Kopfe kratzen und am Unterschenkel, danach wurde es aufgeworfen und unter schallendem Beifall flatterte es zu Boden.

 

Ningsih war während des gesamten Rituals in mütterlicher, gelegentlich auch in väterlicher Begleitung.

Der Kern des Anlasses dauerte eine halbe Stunde.

Singend im Kreise gehen, mannigfaltige Kreatur war dabei, auch ein kleiner Aal, den Ningsih im Wasserbecken zu berühren hatte, was ihr nicht gefiel, doch unter der allgemeinen Heiterkeit war sie innert Sekunden wieder fröhlich.

Um einen tieferen Eindruck zu bekommen, müsste man die Szene filmen. Mich beglückte (einmal mehr) die Gleichzeitigkeit von spiritueller Versenkung, Heiterkeit, Natürlichkeit, Humor, Frohsinn, Gelassenheit.

Bei Agus war ein Mann der Leiter der Zeremonie, hier ganz selbstverständlich eben eine Frau.

Abgang mit Gaben.

Schlusswort.

Während der Zeremonie überkam es mich. Ich heulte. Anlass war ein Gedanke, der mich streifte: Gleichzeitig werden andernorts Kinder gefoltert.

Die Reinheit, Heiterkeit, Schönheit des Augenblickes brannte sich mir dadurch noch tiefer ein.

Leben pur. Leben kreativ. Leben, begleitet von kosmischem Lächeln.

Herzensgruss in die Runde.

Thom Ram, 30.08.07

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Nachtrag.

Die Feier kostet die Eltern zwei volle Monatslöhne.

Schlussfolgerung?

Solche Feiern sind den Menschen hier wichtig und heilig.

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64 Kommentare

  1. Wirklich eine schöne Zeremonie, alle schauen sehr entspannt und fröhlich aus.

    Und ja, mir geht es bei solchen Feiern ähnlich, mich überkommt auch das Heulen wenn mich stark etwas berührt.
    Neuerdings heule ich auch schon, wenn ich in der Natur bin oder vielmehr wenn Natur sich mir in seiner stillen Schönheit präsentiert.
    Es überwältigt mich dann dermassen, daß ich weinen muss, aber nicht aus Traurigkeit sondern einfach nur Berührtheit.

    Kleines Beispiel von meinem Kurzurlaub im Schwarzwald kürzlich.
    Am ersten Morgen rede ich auf den Balkon und im frühen Nebeldunst und der aufgehenden Sonne die auf die kleine Wiese schien, sah ich einige Rinder die friedlich zwischen zwei Bäumen, die sich einander zuneigten, darunter grasten.
    Man hörte nur das Schmatzen und kauen der Kühe, die Vogelstimmen, das Eichkaterchen welches seine fiependen Geräusche machte und den Specht der versuchte ein Loch in den Stamm zu hämmern.

    Ich war überwältigt von dieser Friedfertigkeit und es rührte mich……

    Vielen Dank für diese wunderschönen Bilderszenen aus Bali.
    Sie sind so nah, als wenn man dabei ist.

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  2. Angela sagt:

    Wunderschön und der Tränen würdig! Menschengesichter voller Würde.
    Ganz anders wirkt es als hier die Feste, die sehr häufig in Sauf- Fress- und Klatschorgien ausarten.Dem setze ich mich schon seit vielen Jahren nicht mehr aus.

    Danke für das Teilhabenlassen.

    Angela

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  3. webmax sagt:

    Sehr interessanter Beitrag, danke dafür, lieber Thom.
    Die Art des Feierns ist der in Thailand nicht unähnlich, vom Plastikgestühl bis zur gemeinsamen, aber nach Geschlecht zwanglos getrennten Sirupe auf dem Boden oder niedrigen großen Tischen.Die Frauen treffen sich schon am Tag vorher, Stichwort „Gerüchte-Küche“. Tags drauf werden die Männer „gefüttert“, dann laben sich die Frauen. Üblich sind Geldgeschenk, meist für den Buddha-Geldbaum (an die Mönche im Wat). Und auch die Ahnen im frisch geschmückten „Geisterhäuschen“ werden nicht vergessen.
    Was mir gefällt, denn es soll uns Menschen daran erinnern, dass wir nur ein „durchlaufender Posten“ auf diesem Erdenstück sind.

    Etwa so wie diese lateinische Grabinschrift es ausdruckt: Eram quod es – Eris quod ein (Ich war, was du bist – du wirst sein was ich bin).

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  4. Nightwalker sagt:

    … sowas ist z. B. einfach schön !!!

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  5. Monika Frielinghaus sagt:

    Wenn Sie das lesen sollten: es hat mich tief berührt !

    Ich war vor vielen Jahren auf Bali und liebe die spirituelle Atmosphäre dort – die Menschen wachsen damit auf, es ist ihnen selbstverständlich.

    Danach sehne ich mich immer wieder …

    Vielen Dank und herzliche Grüße

    Monika Frielinghaus

    VHUE e.V.

    http://www.umweltbedingt-erkrankte.de

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  6. Mujo sagt:

    Danke, sehr schöne Fotos.

    Finde diese Brauchtümer immer sehr faszinierend egal in welcher Kultur dieser Erde.

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  7. Mujo sagt:

    Oh Angela, Unterschätze nicht die Feierlichkeiten in andere Länder.
    Vielleicht in Bali wegen der Moslemischen Grund Glauben nicht so, aber oft sind nach Ende der Spirituellen Zeremonie
    und wenn die Priester und Mönche wieder gegangen sind eine Feucht Fröhliche Veranstaltung.
    In Buddistisch geprägten Ländern die ich ware ist es auf jedenfall so.
    Und überwiegend sind es die Männer die dazu neigen, aber ist ja bei uns nicht anders 😉

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  8. Thom Ram sagt:

    Mujo 17:45

    Ich kenne nur ein bisschen (nicht muslimisches, hinduistisches!!!) Bali und ein klein bisschen den östlichen Zipfel des muslimischen Java.

    Nein. Du vermutest falsch.

    Die Männer, die zu sehen sind, die gingen allesamt abends um etwa fünf Uhren weg, nicht zu exzessivem Treiben, sondern zurück in ihre angestammten Familien.

    Anderseits liegst du richtig. Etliche Männer sassen längere Zeiten etwas abseits, spielten (hier streng verbotenes) Kartenspiel (ich wollte fotografieren, das wehrten sie verständlicherweise höflich ab), tranken auch Alk. Doch gab es keinen einzigen Besoffenen dieses Tages.

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  9. Angela sagt:

    @ Mujo

    Zitat: „… In Buddhistisch geprägten Ländern die ich ware ist es auf jedenfall so….“

    Wenn die Religion zur Volksreligion verkommt, ist leider nicht mehr viel von der ursprünglichen Lehre übrig. Bei Buddha selbst heißt es noch : „Ich nehme Abstand von berauschenden Getränken etc.“

    Angela

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  10. Thom Ram sagt:

    Ich war 2008 in Thailand, hatte dort eine nicht nur oberflächliche Begegnung mit einer Frau. Ernsthaft und innig täglich wendete sie sich Buddha und den Geistern zu. Sie sagte mir, die Tempel stehen leer, das Volk sei kaum religiös, an den Vorgaben Buddhas kaum interessiert.

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  11. Hilke sagt:

    Thom, danke für diesen tollen Einblick plus Fotos! Sehr schön.
    Du hast deine weiche Seite auch gezeigt, das mag ich so an dir, u.a. (= unter anderem 😉 )

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  12. Bettina März sagt:

    Ganz ehrlich, wie es auf mich wirkte? Habe mir auch die Bilder angeschaut. Aber nicht alle Personen schauten glücklich lächelnd.
    Das Prozedere ist zwar anders als bei uns, natürlich. Für die Kinder ist das Wichtigste, daß alle Personen dabei sind, die sie gern haben und anders rum.

    Aber wir haben, in unserer Familie, sehr lustige, übermütige, mit viel Spaß, und viel lachend auch total schöne Feiern gehabt. Ich schreibe: gehabt. *Was mich extrem stört, ist, daß die Kinder dort auch diesen ekelhaften schwarzen Spiegel haben. Und das verändert. Anmerkung: Bei diesen tollen Feste von früher, als unsere Kinder klein waren, gab es diesen miesen Firlefanz, mit diesen schwarzen Spiegeln eben nicht. Alte Riten bei uns: Topfschlagen, Blinde Kuh, Tafel Schokolade, die verpackt war mit Handschuhen, öffnen, und verspeisen und viele Spiele mehr, natürlich auch mit Erwachsenen, die es heute nicht mehr gibt. Kleiner Einschub.
    An meinem Geburtstag hatte ich beschlossen, nur meine Kinder und meine Enkelsöhne bei mir zu haben. Mit den erwachsenen Bekannten wollte ich an einem anderen Tag feiern.*
    Also zu etwas späterer Stunde haben die Enkel die Rolläden runtergelassen und wir haben Geist mit Erschrecken gespielt. Das war das absolute Ultra an diesem Tag. Da erinnern sie sich heute noch dran. Sie fanden dies so toll, wie es sie vorher nie erlebt hatten. Das ist es, was zählt.

    Es ist eine Frage der Zeit, bis dieses, wir haben eigentlich alles was wir brauchen, in dieses, Dein Land kommt, Thom, und die Mentalitäten zerstört. Wie bei uns.
    Aber, ich sehe es trotzdem positiv. So lange es geht, verbanne ich all dieses unnütze Zeug um mich herum, und versuche es meinen Nachkommen vorzuleben.
    Könnte noch soviel dazu schreiben, tue ich auch noch, aber ein anderes Mal.

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  13. Mujo sagt:

    @Thom 18:25

    Das meinte ich doch das es in Bali aufgrund der Religion anders läuft.

    Feucht Fröhliche Veranstaltung heißt nicht saufen bis der Arzt kommt.
    In Thailand oft miterlebt heißt das man in der Runde sitzt trinkt Thai-Whisky und redet wirklich Fröhlich miteinander.
    Die älteren Frauen machen mit, die Jüngeren mit ihren Kindern halten sich zurück.
    Karten oder andere Spiele finden nicht statt, stattdessen wird Traditionelle Musik gespielt und getanzt.
    Oder was sehr beliebt geworden ist Karaoke.
    Trinken bis zum umfallen findet in der Dorfgemeinschaft oder unter der Familienfeier nicht statt.
    Jedenfalls hab ich keine miterlebt, und ich war auf vielen Festen.
    Soll aber nicht heißen das es sie auch gibt.

    Der Buddhismus in Thailand hat so wenig mit Buddha und seinen Lehren zu tun wie Jesus mit der Römisch Katholischen Kirche.
    Die wenigsten befassen sich ernsthaft in der Tiefe damit.

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  14. mkarazzipuzz sagt:

    Mojens,

    Vorwort:
    *********
    Der Ursprung des Hinduismus, eine der ältesten Religionen der Welt, liegt in Indien. Vor über 4.500 Jahren lebte ein Volk der Ureinwohner Indiens am Indus, einem Fluss, der von Tibet durch das Himalaya Gebirge bis nach Pakistan fließt (aus dem Netz erlesen).
    Der Buddhismus entstand etwa 500 Jahre vor dem Christentum. Buddha wurde in einem Hinduisttischen „Königshaus“ geboren.
    *********

    Ich war einmal auf Sri Lanka (strahlende Insel). Indien ist sehr nahe…
    Dort ist die Hauptreligion der Buddhismus. Aber es gibt auch Hindu-Tempel. Der Unterschied ist frappierend. Die buddhistischen mit in Stein gehauenen Ornamenten und Elefanten, auch kombiniert mit glockenförmigen Gebilden, die nicht begehbar sind und in den Ländern unterschiedliche Namen haben.
    Die hinduistischen oft schreiend bunt, begehbar und mit den bekannten Göttern verziert, wie den Elefantengott, die achtarmige Kali, Brahma, Lakshmi, Shiva u.s.w. . Diese Tempel haben mit denen auf Bali absolut nichts gemein und ich denke, die Einheimischen hier kennen die Hindu-Götter gar nicht. Sie leben, so denke ich, mit ihren Ungeheuern und Geistern.

    Die Tempel auf Bali haben mich sofort nach Ankunft an Buddistische Tempel erinnert. Sie haben so gar nichts Hinduistisches, sind dennoch sehr schön gemacht und manchmal sauteuer.
    (Thom hatte es mir zu Beginn meines Aufenthaltes erklärt. Ich vergaß…)
    Diese Tempel sind jedoch viel schöner als die tatsächlich schmutzigen und armseeligen Häuser der Bewohner.
    Da ich schon „Liebe und Tod auf Bali “ von Vicki Baum gelesen habe, kenne ich auch den Grund für diesen unmäßigen Aufwand der Einheimischen für diese Tempel.
    Sie leben (jawohl, auch noch heute!) in einer Geisterwelt der guten und bösen Geister und sie wollen damit die guten Geister wohl stimmen und die bösen Geister durch die Pracht und den Prunk davon abhalten in ihre armseelige Hütte zu kommen.
    In meinem Familienblock auf Telegram habe ich also auch die falsche Religion immer und immer wieder zitiert. Ich las Thom daraus vor, was ihn wohl zu diesem Eintrag hier angeregt hat und er verbesserte mich.
    Ich verstehe also Jeden, der hier so wie ich durcheinander kommt.

    So wie ich das Fest verstanden habe:
    *****************************************
    Wir wurden zu Beginn, ohne uns eine Erklärung zu geben, fast sofort mit dem Auto wieder ins nächste große Dorf gefahren. Dort wurden wir ebenfalls ohne große Erklärung in einem Tempel abgeladen. Ein Mönch saß eine Etage höher, murmelte seine Ferse und klingelte mit seinem Glöckchen.
    Dazu gab es frenetisches Hundegebell von einem Hund, etwa einen 3/4m groß, der in einem Käfig stand, nur wenige cm größer als er selbst. Das ist hier normal. Ich weiß nicht warum die das dem Tier antun. Hier bei mir 10m weiter von meiner Haustür entfernt spielt sich das gleiche ab. Nur ist der Hund halb so groß und der Käfig auch. Ich habe diesen Hund jetzt über fast 2 Monate IMMER in diesem Käfig gesehen. Kritisieren geht hier als Bule gar nicht, sagt Thom.
    Wir hatten dort nun die Prozession erwartet, wurden aber zu unserer Überraschung nach einer halben Stunde mit zwei Moped’s wieder abgeholt.
    Die Erklärung dafür war, falls ich das richtig verstanden habe, dass wir „unrein“ an der Feier nicht teilnehmen hätten können, also „gereinigt“ wurden.

    Das Fest selbst begann mit der Segnung aller mitgebrachten Speisen und dem gebratenen Schwein, welches aufwändig von der Bambusstange gelöst wurde (die Trägheit nutzend gegen die Hauswand gestoßen) und anschließen mit viel Kraftaufwand zu den übrigen Speisen auf dem „Altar“ drappiert wurde.
    Dann ging es los. Die Priesterin hatte etliche Schalen Wasser, viele Blütenblätter und 2 Gehilfen zur Hand.
    Die Blüten wurden ins Wasser getaucht, die Speisen damit bespritzt und anschließend nach System(?) verteilt. Dazu wurden Verse gemurmelt und das Glöckchen geklingelt. Eine sehr schöne Zeremonie, die auch uns Freude bereitet hat.
    Beim klingeln haben die hinter dem „Altar“ sitzenden beiden zu reinigenden Mädchen unterschiedlichen Alters, also unsere Ningsih und die kleine Maus, deren Namen ich nicht kenne, jeweils die zusammengeführten Handflächen an die Stirngeführt und sind für Sekunden in sich gegangen.
    Den Rest hat Thom schon sehr gut ausgebreitet.
    Das mit dem Alkohol ist bei Thom ein wenig geschönt. Fast alle Männer haben gut getrunken, es ist aber dennoch niemand aufgefallen.
    Ich wurde köstlich mit Früchten Keksen, Te (Tee) und Kave (Kaffee) bedient.
    Wenn irgendetwas von einem der Teller aufgegessen war, wurde die doppelte Portion neu serviert. Es war ein ausgelassenes Fest und mein Telefon wurde zum unentbehrlichen Helfer. Google kann Sprachen zu meinem Leidwesen doch sehr gut und verhalf zu meiner und anderer Freude zu viel Verständnis und Ausgelassenheit.

    ***********
    Nachwort
    ***********
    Die Armut ist bei den besuchten Großeltern der kleinen Ningsih überaus präsent, dennoch erschienen sie mir sowohl bei unserem ersten Besuch als auch jetzt zur Feier zufrieden und glücklich.
    Ob sie es wirklich sind, kann ich nicht sagen. Meiner Auffassung nach haben sie sich, bedingt durch ihre Religion und das in den Köpfen noch immer präsente Kastensystem, in ihr Schicksal ergeben. Sie murren nicht, sondern leben ihr Leben so gut oder schlecht es eben möglich ist.
    Ich beneide sie darum nicht, werde aber ein Stückchen ihrer Denkweise mit mir nach Hause nehmen. Ich bin hier deutlich ruhiger und ausgeglichener geworden, meine Blutdrucktabletten liegen im Kühlschrank rum und der Arrak (Palmenschnaps) bleibt nun da, wo er ist: beim Händler.
    So, das war es zum Thema.

    Außerhalb des Themas:
    Nun noch ein Hinweis an Alle die Bali UNBEDINGT besuchen wollen, weil es ja sooo schön ist:
    Bali war bestimmt mal sehr schön und ist es in Teilen auch heute noch, aber der Liebhaber von Bali muss starke Nerven haben und Moped fahren können. Eine gute Krankenversicherung sollte unbedingt abgeschlossen an Bord sein und der internationale Führerschein, wenn man Bali nicht zu Fuß erkunden will (was ja geht). Vom Fahrrad würde ich Abstand nehmen. Der Verkehr hier ist mit „irre“ ziemlich wohlwollend umschrieben.
    Das Gesagte gilt nicht nur für den Süden unter Denpasar, sondern für die gesamte Insel. Wer’s nicht glauben will, mag Lehrgels zahlen.

    So, nun habe ich auch einen Monsterbeitrag geleistet, ich denke mein Erster.
    Liebe Grüße von der Insel
    krazzi

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  15. mkarazzipuzz sagt:

    Beim klingeln haben die hinter dem „Altar“ sitzenden beiden zu reinigenden Mädchen unterschiedlichen Alters, also unsere Ningsih und die kleine Maus, deren Namen ich nicht kenne, jeweils die zusammengeführten Handflächen an die Stirngeführt und sind für Sekunden in sich gegangen.

    verbessere ich in:

    Beim klingeln haben die hinter dem „Altar“ sitzenden beiden zu reinigenden Mädchen unterschiedlichen Alters, also unsere Ningsih und die kleine Maus, deren Namen ich nicht kenne, zusammen mit ihren Eltern und Angehörigen jeweils die zusammengeführten Handflächen an die Stirngeführt und sind für Sekunden in sich gegangen.

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  16. palina sagt:

    Thom und Krazzi, vielen Dank für die Bilder und die Schilderungen.
    Habe mich sehr daran erfreut.

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  17. Thom Ram sagt:

    Palina 16:58

    …ist mit Freuden geschehen, obschon mir das Einstellen der Fotos auf fremdem Kompi etlich Zeit gekostet hat…und nicht mal bearbeitet habe ich sie.

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  18. Thom Ram sagt:

    Die Schilderung von Krazzi unterschreibe ich. Sie ist träf!

    Danke, Gefährte!

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  19. Wolf sagt:

    Danke für die Fotos und die beschriebenen Eindrücke. Die Menschen auf Bali zelebrieren dort ihren eigenen Aberglauben.

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  20. Wolf sagt:

    Egal, wo man hinschaut, wenn man auf Menschen trifft, begegnet einem fast überall der Gruppenzwang des Aberglaubens, der durch die menschliche Sprachfertigkeit unter den Menschen verbreitet wurde.

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  21. Wolf sagt:

    Die menschliche Sprachfertigkeit wirkt wie ein Virus. Man kann damit sowohl Wissenschaften als auch Aberglauben oder willkürliche „Popkulturen“ unter den Menschen verbreiten.

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  22. Wolf sagt:

    Ich fühle einen innerlichen Drang, dies zu schreiben. Weder das Mädchen noch deren Eltern haben sich diese Zeremonie ausgedacht. Sie handeln unter Gruppenzwang und müssen dafür zwei Monatsgehälter aufopfern. Warum zahlt die Bali-Sekte nicht für das, was dort angeblich stattfinden muß? „Glückliche Welt“ auf Bali?

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  23. Kunterbunt sagt:

    Wolf
    01/09/2019 um 06:38

    Ich habe dassselbe gedacht wie du: diese Zeremonien sind Gruppenzwang, gar keine Frage.
    Arme Leute stürzen sich in Schuldenberge aus „religiösen“ Gründen, auch andernorts.
    Manche können ihren Hochzeitstag bis ans Ende ihrer Beziehung kaum abbezahlen (Info aus erster Hand eines Ägypters).
    Und das Mädchen weiss mit Sicherheit nicht, worum es geht. Wissen es die Erwachsenen?
    Aber: Die bb-LeserInnen freuten sich über die schönen Bilder, ich trotzdem auch!
    Ausserdem wissen wir jetzt, wer mkarazzipuzz ist, was mich ebenfalls sehr freut.

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  24. Kunterbunt sagt:

    mkarazzipuzz
    31/08/2019 um 10:30 – Kastensystem

    Das Kastensystem gehört ja zum Hinduismus und es handelte sich um eine Buddhistische Feier.
    Wusste nicht, dass in Bali noch dieses unmenschliche System existiert. Interessant, danke!
    Habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Leute der unteren Kasten zuerst daran gewöhnen müssen, wie ein Mensch höherer Kaste behandelt zu werden. In Indien beispielsweise sind sie es sich nicht gewohnt, wie Menschen behandelt zu werden und öffnen sich nur gaaanz langsam.

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  25. Thom Ram sagt:

    Kunerbunt

    Es handelt sich um hinduistische, nicht um buddhistische Feier.

    So viel ich bislang in Erfahrung bringen konnte, gibt es zwei klar getrennte Kastensysteme hier.

    A Materieller Reichtum. Neureiche schauen auf Arme häufig runter.

    Davon völlig abgekoppelt sind

    B Spirituelle Ebenen. Menschen „höherer Klassen“ können durchaus materiell arm sein. Es herrscht gegenseitige Wertschätzung von unten nach oben, von oben nach unten. „Höhere“ fühlen sich nicht „höher“, sie haben tiefere Einsichten und leiten aus diesem Grunde Rituale.

    Das ist holzschnittartig dargestellt, entspricht meinem eingeschränkten Wissen.

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  26. Thom Ram sagt:

    Kunterbunt 06:59

    Dass sich Menschen für Rituale verschulden, kommt hier vor, so krass wie du es schilderst, allerdings in meinem Umfeld nicht.
    Krass habe ich es aber in Java erlebt, unter Muslimen, so wie von dir geschildert. Wäre ich da nicht eingesprungen mit Knete wäre die Familie auf Jahre hinaus in materieller Scheissnot.

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  27. Thom Ram sagt:

    Wolf 05:31

    Was ist Aberglaube? Du glaubst nichts, weisst alles, so darf ich aus deinem herablassenden Kommentar entnehmen?

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  28. Thom Ram sagt:

    Wolf 06:38

    Was verstehst du unter „Bali-Sekte“? Mir ist hier kein Gebilde bekannt, was solchen Namen verdiente.

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  29. Thom Ram sagt:

    Kunterbunt 06:38

    Ob Kind und Eltern wissen, worum es geht? Sie könnten keinen Vortrag darüber abhalten. Sie wissen, dass das Kind gereinigt und gestärkt wird, dass es zudem danach Tempel betreten darf.

    Und dies ist das Schöne, Gute und Sinnvolle an solchem Ritual. Die Handlungen brauchen nicht per Verstand analysiert zu werden. Gemüth und Herz verstehen, was gemeint ist. Es ist eine Segnung. Was ist eine Segnung? Das Kind wird mit allem Natürlichen verbunden, wird eingebettet darein. Es wird von Uebel befreit. Es erlebt, wertvoll zu sein.

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  30. Wolf sagt:

    Thom Ram 09:59

    Aberglaube ist zum Wissen erklärtes Unwissen. Religion ist wiederum organisierter, zum Dogma erklärter Aberglaube. Letzteres ist ein typisch menschliches Phänomen, da meines Wissens der Mensch das einzige Tier auf Erden ist, das die Fähigkeit besitzt, derart phantasievolle Gerüchte in die Welt zu setzen und dogmatisch weiterzuverbreiten. Meine persönlichen Beobachtungen im Reich der Menschen und im übrigen Tierreich haben mich zu dieser Schlußfolgerung veranlaßt. Mein Kommentar zu den Menschen auf Bali war keineswegs herablassend gemeint. Er sollte als menschliche Selbstkritik verstanden werden. Wer auf einen Aberglauben hinweist, braucht deshalb noch lange nicht allwissend oder überheblich zu sein.

    In der BRD und in der Schweiz wird der Aberglaube sogar gesetzlich geschützt. (Warum wohl?) Dabei wäre das Eingeständnis sowohl des eigenen als auch des allgemeinen religiösen Unwissens eine Grundvoraussetzung zum Erlangen tatsächlicher Erkenntnis.

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  31. Thom Ram sagt:

    Wolf

    Gute Antwort. Danke.

    Und meine zweite Frage: Was stellst du dir unter „Bali-Sekte“ vor?

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  32. Wolf sagt:

    Thom Ram 10:00

    Unter „Bali-Sekte“ verstehe ich die unter den Balinesen praktizierte Interpretation des hinduistischen Gerüchts (den „Bali-Hinduismus“).

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  33. Wolf sagt:

    Daß den Kindern solche Feierlichkeiten gefallen und ihnen als Teil der dortigen Gemeinschaft auch guttun, stelle ich gar nicht in Frage. Für mich war meine erste Heilige Kommunion auch ein sehr schönes, wichtiges Ereignis. Ich betrachte das Ganze als eine feierliche Vermischung von Aberglauben und menschlichem Brauchtum. Danke für die schönen Bilder und Einblicke.

    Etwas kritischer sehe ich den praktizierten Aberglauben der „Bali-Sekte“ allerdings, wenn die Zähne abgeschliffen werden. Ich hoffe, daß Ningsih diese Verstümmelung erspart bleibt.

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  34. Thom Ram sagt:

    Wolf 15:15

    Das Abschleifen der Zähne. Es geschieht fast gänzlich symbolisch, es sei ein feines Raspeln, nicht das, was man sich unter schleifen versteht. Dies die Erfahrung der Balinesen, mit welchen ich darüber gesprochen habe. Es ist Sinnbild und Motivation, Aggressives Verhalten unter Kontrolle zu halten.

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  35. Wolf sagt:

    Thom Ram 15:21

    Die Balinesen sollen also durch diese symbolische Handlung gezähmt werden. Ich vermute, daß die Zähmung der Menschen der eigentliche Zweck der meisten Religionen ist.

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  36. mkarazzipuzz sagt:

    Hallo Wolf,
    es gilt zu bedenken, dass der Glaube (hier an Geister) nur in den Familien und den Gemeinschaften weiter gegeben wird.
    Es gibt bis auf die allgegenwärtigen (ständig leeren) Tempel nach meiner Kenntnis keine weiteren Gebäude (Universitäten mal ausgenommen), in denen der balinesische Hindu-Glaube gefördert oder gelehrt wird. Die Familien sind völlig frei, ob und wann sie dem Glauben frönen. So jedenfalls mein Eindruck. Einen Gott oder Götter haben sie offensichtlich nicht. Das ist anders, als bei mir zu Hause.

    Gruppenzwang ist natürlich nichts Neues. Es gibt ihn hier, wie überall (Nachbars Auto? Haus? Party? Reisen? u.s.w.).
    Die Götter der in meiner Heimat lebenden Kinder heißen Nike, Converse, Toms, Birkenstock, Prinzessinnen Schuhe, Viking, Rio Roller u.s.w.u.s.fort.
    Für diese Götter geben selbst die „Armen“ in meinem Heimatlande Alles. Sie verschulden sich teilweise auch, wenn es der Obergott Bank erlaubt.

    Weitere dem Obergott unterstellte Schein-Götter heißen Apple, Samsung, Huawei, u.v.A.m. , die vor allem den Eltern eine Verschuldung scheinbar ersparen, indem sie die „Fernrohre“ zu dem Obergotte und dessen Segnungen fast verschenken.

    Es entgeht den lieben Kleinen in meiner Heimat genau so wie deren Eltern, dass sie für den Blick durch das „geschenkte“ Fernrohr ab nun monatliche Frohnarbeit geleistet und Teile der Ernte abgeben müssen um den Verschluss des Fernrohres zu öffnen und weitere segensreiche Gaben der Götter zu entdecken, die ihnen ansonsten entgangen wären. Natürlich ist eine süßliche Verkleisterung der Hirne und das Einüben einer demütigen Kopfhaltung als Dreingabe enthalten.

    Meinst du wirklich, dass wir die Dreistigkeit besitzen sollten, den Glauben dieser Menschen hier auf Bali mit einer Vorsilbe zu versehen ohne die mindestens 3 Finger, die auf uns zurückweisen, in Rechnung zu stellen.

    Außerdem haben wir in Europa eine alte Nation, die ähnlich wie die Leute hier, an Geister (Elfen und Trolle) glauben. Hier sind es nicht die Alten, es sind die jungen Menschen, die treibend sind.

    Also bitte ich dich um gnädige Duldsamkeit bei der Beurteilung der Balinesen. Lass es beim Glauben ohne Aber….
    Übrigens bin ich schon immer ein Ungläubiger gewesen. Die Welt der Geister ist mir fremd. Noch fremder ist mir allerdings der Vatikan. Was da so alles durch die Gegend Geistert…

    Lieben Gruß
    krazzi

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  37. mkarazzipuzz sagt:

    Wolf,
    eines habe ich noch vergessen. Die rituelle nicht wirkliche Beschleifung der Zähne hier hat bei uns ein reales Gegenstück:
    Die Verstümmelung der Zähne und Knochen durch Fluor. In den allermeisten Familien freiwillig. Und ich habe noch nicht übers Impfen gesprochen. 😉
    krazzi

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  38. Wolf sagt:

    mkarazzipuzz 16:32

    Danke für Deinen vergleichenden Kommentar, dem ich voll und ganz zustimme.
    Ich wollte mit meinem Finger auch nicht auf die Balinesen zeigen, sondern auf den menschlichen Aberglauben und den Gruppenzwang, der offensichtlich auch auf Bali vorhanden ist. Deine Schilderung der materialistischen Vergötterung des Goldenen Kalbes entspricht dem, was ich um mich herum erlebe. Die Vergötterung der Jugend kommt noch hinzu. Am Ende folgt meist die innerliche Leere der kapitalistischen Lehre. Da haben die Balinesen den „aufgeklärten“ Westlern vermutlich noch etwas an Zufriedenheit voraus.

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  39. Thom Ram sagt:

    Krazzi 16:32

    Wir haben Prozessionen gesehen. Da tragen die Menschen bestimmte Gedanken, Bilder, Vorstellungen mit. Sie tun es gemeinsam.

    Und nicht nur zu Prozessionen finden sie sich zusammen. Sehr wohl kommen sie in den Tempeln zusammen für ihre vielen heiligen Feiern, da sie in sich gehen, da der Ablauf im grossen Zuge vorgegeben ist; es ist wie die Fahrt auf einem Schiff, sie fahren gemeinsam, können sich auf dem Schiffe frei bewegen, nämlich denken und fühlen individuell.

    Deine Aussage, wonach die Tradition in den Familien weitergegeben wird, ist die halbe Wahrheit nur. Grosse Zusammenkünfte gibt es viele.

    Nebenbei:
    Beides ergibt kräftige morphische Felder. Wolf würde vielleicht sagen „Felder des Aberglaubens“. Lächel.
    Diese morphischen Felder wiederum tragen die Menschen, so sie ihre Gedanken in ihre Richtung bewegen.

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  40. Mujo sagt:

    Wer an nichts glaubt, der glaubt halt an nichts. Ist auch ein Glaube, nur ohne inhalt.

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  41. Mujo sagt:

    Männer Danke für eure Ausführungen, ihr Zaubert mir ein Lächeln im Gesicht.

    Jede Gemeinschaft hat ihre Rituale die die Zugehörigkeit einordnet.
    Denn das ist das Wichtigste Grundbedürfnis eines jeden Menschen, man möchte dazu gehören. Dafür ist man auch bereit andere Dinge Aufzugeben.
    Wir sind nun mal Rudeltiere, Individuelle Einzelgänger sind eher die Ausnahme.

    Ich sehe das ersteinmal Wertfrei, weil ich sonst nicht umhin komme meine eigene Situation zu betrachten. Denn wenn ich auch sehr gern alleine bin, ist es mir ebenso Wichtig dazu zu gehören wo auch immer mein Herz ist. Familie, Freunde, Natur und der Rest des Universums 😉

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  42. Tabburett sagt:

    @ Mujo, am 01/09/2019 um 21:05

    Jeder Glaube hat nichts anderes zu bieten, als nur die Absenz von Wissen/Gewissheit und ist somit immer „leer/inhaltslos“ im Bezug zur Wirklichkeit.
    Desshalb haben es die „Pfaffen“ ja auch so leicht, die Menschheit zu lenken.

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  43. Wolf sagt:

    Mujo 21:05

    Zum Glauben braucht man nicht unbedingt einen Verein, zur Indoktrination aber schon. Man muß den Leuten nicht alles, was sie so dahinsagen, glauben. Die meisten Menschen möchten natürlich gerne wissen, was es mit dem „Geheimnis des Lebens“ auf sich hat. In Thoms Forum (bumi bahagia) wurde diese Frage oft rege diskutiert. Dort wurden auch schon interessante Hinweise geliefert. Da die Leute kaum etwas Konkretes wissen, kann im Grunde jeder Mensch einen Glaubensverein gründen. Vereine oder Parteimitgliedschaften waren jedoch nie mein Ding. Bei religiösen Fragestellungen ist es wichtig, zu ergründen, wie die Konditionierung des Denkens und Fühlens vor sich geht. Die Theologie ist die Logik, auf die die Theologen sich geeinigt haben. Diese Leute erwarten, daß man ihrem Aberglauben Glauben schenkt. Wenn der Mensch kein Herdentier wäre, gäbe es wohl gar keine Religionen und ganz gewiß keine Religionsführer.

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  44. Thom Ram sagt:

    Wolf

    Hinweis, vermutelich überflüssigerweise.

    Nicht jeder religiös Gläubige, der religiolisierten Fanatiker ehrt, ist selber religiös fanatisiert.

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  45. Kunterbunt sagt:

    @ Thom

    Vielen Dank für deine Erläuterungen! Hatte einen Satz von mkarazzipuzz falsch interpretiert. War übrigens vor vielen Jahren auch mal in Java und Bali.

    Zum Hinterfragen: Erinnere mich, als Kind Rituale hinterfragt zu haben, aber nicht mittels Verstand, eher „automatisch“ also unmittelbar, man könnte sagen energetisch oder geistig (wer weiss, wie man das nennt ;-)), durch Aufnahme der vorhandenen Atmosphäre, Gedanken, Wesen, Felder, Schwingungen… Genau diesen Mechanismus, dass die Menschen um mich herum die Dinge aus einer meist unbewussten Dynamik heraus taten, ohne zu wissen, wieso sie es taten und was es bewirkt, das bekam ich so mit, ABER ohne es zu verurteilen. Es war einfach eine Wahrnehmung der Dynamik. An das Gefühl erinnere ich mich auch: Ich fühlte mich darin fremd, irgendwie „verloren“ oder „weit weg“. Im letzten Schuljahr gehörte das Abendmahl zum Religionsunterricht. Ich vermied es, wann immer ich konnte. 🍇

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  46. Mujo sagt:

    @Tabburett

    „Jeder Glaube hat nichts anderes zu bieten, als nur die Absenz von Wissen/Gewissheit und ist somit immer „leer/inhaltslos“ im Bezug zur Wirklichkeit.
    Desshalb haben es die „Pfaffen“ ja auch so leicht, die Menschheit zu lenken.“

    Jeder Glaube muß ich dir wiedersprechen.
    Um etwas zu erreichen oder haben wollen muß ich in vorhinein daran Glauben das es möglich ist. Die Vorrausetzung des gelingen.
    Und mein Glaubensspektrum vergrößert sich wenn es zur Gewissheit wird das auch aus Wissen besteht. Das ist alles andere als leer/inhaltslos.

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  47. Mujo sagt:

    @Wolf

    Natürlich brauch ich zum Glauben keinen Verein, mein erster Schritt bereits in der Lehrzeit war aus der Kirchen auszutreten. Das ist über 30 Jahre her.
    Darum ging’s mir aber nicht, das was ich sagte diente nur zum allgemeinen Verständnis warum es nachwievor für die meisten Wichtig ist ihren Platz in einer Gemeinschaft zu haben wo auch immer sie ist. Und sei es nur hier auf bb mit anderen zu Kommunizieren.

    Menschen die nicht dieses Wissensspektrum haben wie hier auf bb suchen sich halt in ihren Kreisen wo sie die meiste Zeit verbringen ihr Geistiges Niveau. Und das sind einfache Dorfgemenschaften mit ihren Festen und Ritualen. Für mich eine gute erklärung warum überhaupt noch jemand nach all den Skandalen und Lügen die Vermittelt werden trotzdem noch etliche Millionen in der Kirche sind.

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  48. Tabburett sagt:

    @ Thom (schieb dein Ego beim Lesen der folgenden Replik moeglichst beiseite 😉 )

    „Ob Kind und Eltern wissen, worum es geht? Sie könnten keinen Vortrag darüber abhalten.“ —– Natuerlich nicht, weil auch die Eltern (und deren Eltern, usw.) in/seit jungen Jahren dieses Schema (Religion/Aberglauben) uebergestuelpt bekamen und nur nachahmen!

    „Sie wissen, dass das Kind gereinigt und gestärkt wird“… —– Sie wissen gar nichts, sie GLAUBEN an solchen (unnatuerlichen, Fremd-/“Pfaffen“-gegebenen!) Firlefanz.., welchem die Teilnehmenden auch nur beiwohnen, weil auch sie durch diese Gehirnverkleisterung gegangen sind, dadurch auch sie deren Sinn und Zweck nicht hinterfragen, welcher alleine in der Kontrolle (Unterdrueckung!) der individuellen geistigen Freiheit/Entwicklung liegt.

    „…dass es zudem danach Tempel betreten darf.“ —– Was fuer eine Ehre.., um dort dann im weiteren Leben (und hoechstwahrscheinlich fuer’s Leben lang!) „religioes“ hinter’s Licht gefuehrt zu werden…

    „Und dies ist das Schöne, Gute und Sinnvolle an solchem Ritual. Die Handlungen brauchen nicht per Verstand analysiert zu werden.“ —– Doch, genau DAS sollte man – solche vorvorgestrigen „religioesen“ Rituale mal endlich zu hinterfragen – und zwar gruendlich!

    „Gemüth und Herz verstehen, was gemeint ist.“ —– Aha, desshalb wohl fuehlt sich die Kleine so unwohl…

    „Es ist eine Segnung. Was ist eine Segnung? Das Kind wird mit allem Natürlichen verbunden, wird eingebettet darein.“ —– Ein Kind IST mit allem Natürlichen verbunden und eingebettet darin, aber nur solange, bis die Gehirnverkleisterten (u.a. eben auch mittels solch pseudo-geistig/verblendeten Ritualen) reinpfuschen. Damit wird es abgetrennt/weggefuehrt von der Natur/dem „Goettlichen“; eine „Segnung“ (die eh kein Mensch braucht) wie sie im Buch der „Pfaffen“ steht.

    „Es wird von Uebel befreit.“ —– Von was fuer einem Uebel muss ein Kind befreit werden?!
    „Es erlebt, wertvoll zu sein.“ —– Mittels einer aufgespiessten Sau 😀

    Es ist schlicht ein Ritual, bei dem ein Kind von „religioes“ verblendeten Aberglaeubigen in ein System reingezwaengt wird, welches – wie viele andere – endlich auf die Muellhalde der Menschheitsgeschichte gehoert!

    Wie kann ein „aufgeklaerter“ Westler (und dazu noch „aufgewacht“) einem solchen Treiben nur so kritiklos zuschauen/beiwohnen?! – Wie 2 Touris, die hinterfragen auch nie Nichts (LoL), lassen sich in fernen exotischen Laendern von „Glanz“ (Schein!) und Firlefanz betoeren (blenden!) und erzaehlen dann Daheim, waehrend sie all die farbenpraechtigen Photos rumreichen, wie toll doch der Urlaub gewesen sei…

    Gut Nacht BB! 😉

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  49. Mujo sagt:

    @Tabburett

    „„Es ist eine Segnung. Was ist eine Segnung? Das Kind wird mit allem Natürlichen verbunden, wird eingebettet darein.“ —– Ein Kind IST mit allem Natürlichen verbunden und eingebettet darin, aber nur solange, bis die Gehirnverkleisterten (u.a. eben auch mittels solch pseudo-geistig/verblendeten Ritualen) reinpfuschen. Damit wird es abgetrennt/weggefuehrt von der Natur/dem „Goettlichen“; eine „Segnung“ (die eh kein Mensch braucht) wie sie im Buch der „Pfaffen“ steht.“

    Verwechselst du da nicht etwas ?………es sind keine Pfaffen, und selbst der Vergleich hinkt. Ich habe gerade solche Priester und Schamanen erlebt die neben den Kulturellen Traditionen auch Heilarbeiten Leisten wo die Schulmedizin schon längst versagt hat. Aber dazu muß man sich ernsthaft mit dieser Thematik befassen und es auch vor Ort erlebt hat.
    Die haben zugang zu einer Welt die dir kommplett Verschlossen zu sein scheint, sonst würdest du anders und mit Achtsamkeit darüber Urteilen.
    Die Arroganz zu meinen die Segnung würde vom Göttlichen wegführen zeigt wie wenig Ahnung hinter deinen Aussagen stecken.

    Es gibt Tausende wege die zum Göttlichen Führen, nur ein Bruchteil ist jeden einzelnen Bekannt. Aber hier scheint ja jemand genau zu Wissen welcher weg der Richtige scheint !

    Gefällt 2 Personen

  50. Thom Ram sagt:

    Tabburett 10:51

    Du hast deine Meinung gesagt und ich lasse sie stehen.

    Aus meiner Sicht stolperst du hilflos weit ausserhalb der gegebenen Realitäten, stocherst darin herum, unfähig der Teilnahme.

    Gefällt 2 Personen

  51. Thom Ram sagt:

    Nachtrag, an Taburett gerichtet.

    Nein. Ich lebe hier nicht abgeschottet, gehe nicht in die Schweiz und zeige Fotos rum.

    Ich lebe hier zusammen mit Einheimischen, teile Freuden und Sorgen, mein weisser Schwan.

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  52. webmax sagt:

    Hallo, willkommen, „weißer Schwan“!
    Bisher hatte nur ich das Vergnugen, von thom so rituliert zu werden…
    Ich weiss imer nochnicht genau was es bedeutet – vielleicht päpstlicher zu sein, als der Papst?
    Oder Gegenspion? Egal
    Lieber taburett, deinem Beitrag kann ich überwiegend zustimmen.
    Die Party ist ja auch nicht für das Kind ausgerichtet, dieses ist nur der Anlass. Wichtig als Symbol der Verbundenheit mit Sippe und Volk.
    So wie in Thailand die Geburtstage des Konigspaares der Grund für einen Feiertag und Party überall sind.
    Man stelle sich das in D vor, überall Merkelfotos zum Muttertag… ich wurde auswandern!

    Beim Kaiser war das wohl anders, wohl besser, weil es der Nation Heimat und damit Rückhalt gibt. Haben wir wieder dringend nötig, aber man verhindert dies; zusehends auch in Westeuropa – der Osten sträubt sich aber.

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  53. Thom Ram sagt:

    webmax 14:44

    Nein. Auch du stocherst im Thema rum aus sicherer Distanz.

    Ich war nun schon bei zwei solchen Anlässen. Das Kind steht im Mittelpunkt. Wird aber nicht affig veräfft, muss null unnatürliche Rolle spielen. Alle sind natürlich.

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  54. Tabburett sagt:

    @ Thom am 03/09/2019 um 10:54

    Fast richtig. – Ich stolpere jedoch nicht hilflos und stochere nicht ohne Empathie, sondern ich beleuchte „von ausserhalb“ (der Norm!) die gegebenen(!) Realitaeten (von WEM sind Die gegeben?! DAS ist z.B. endlich zu hinterfragen) aus einem anderen/neuen Blickwinkel.

    Du weisst, ich lebe auch schon mehrere Jahre in Sued-Ost-Asien, bin auch „eingebettet“ in die Gesellschaft (soweit wie das hier ueberhaupt moeglich ist) und habe mehrere Monate in 3 verschiedenen Tempeln gewohnt/gelebt und dadurch (Gesellschaft und Tempel) einen tiefe(re)n Einblick in deren Beschaffenheit/en bekommen. Du darfst mir zutrauen, dass ich exakt(!) weiss, wovon ich spreche.

    Rhetorische Frage: Wieso glauben sogar „aufgewachte“ Westler, dass die (fern-) oestlichen Religionen anders geartet seien, als die westliche(n)?!
    Wo man doch glaubt erkannt zu haben, wes (nicht nur geistes, sondern sogar physisch) Kind da (im Westen) rumgereicht wird?!

    Zu deinem Nachtrag: Das hab ich ja auch nicht gesagt, es ist als Metapher zu verstehen (https://de.wikipedia.org/wiki/Metapher) …

    Mein Nachtrag: Werden eure (deins und Mujo’s) Egos eigentlich dermassen getriggert, dass ihr nicht (mehr) faehig seid, den Sinn hinter den aneinandergereihten Worten (eines Satzes, oder eines ganzen Kommentars) zu erfassen, nur weil er nicht „politisch Korrekt“ daher kommt?!

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  55. Tabburett sagt:

    @ Mujo am 02/09/2019 um 16:11

    „Verwechselst du da nicht etwas ?………es sind keine Pfaffen, und selbst der Vergleich hinkt.“ —– Keinesfalls verwechsele ich etwas und auch der Vergleich hinkt nur dann, wenn man die einzelnen Religionen (und ihre Ableger) separat betrachten moechte, was hier aber nicht gegeben ist; ergo die Anfuehrungs- und Schlussstriche bei „Pfaffen“. (Moeglicherweise hast Du mit dem deuten von Satzzeichen dieselbe Muehe wie mit dem setzen solcher?) – Es ist ein Sammelbegriff fuer all die (allermeist selbst gehoerig) Gehirnverkleisterten, welche in (menschengemachten, daher kuenstlichen!) „Religionen“ eine Rolle spielen; also Pfaffen, Priester, Moenche usw… Schamanen gehoeren nicht in diese Kategorie, da sie mittels der ’natuerlichen Religion‘ wirken und somit (heutzutage) wohl dem Ursinn am naechsten kommen.

    Hast Du das soweit verstanden? Ich frag nur, weil Du schon meinen Kommentar ueber „Glauben“ missinterpretiert/verdreht wiedergegeben hast.
    Da ging es um religioesen (Aber-)Glauben und nicht um ‚ich glaube, ich werde mir morgen mal neue Turnschuhe kaufen gehen’…

    Es gilt, den Ueberbau – also den wahren/eigentlichen Sinn und Zweck/das wirkliche Wesentum hinter solchen Institutionen (und eben auch deren Ritualen) – zu erkennen.
    Im Unterbau arbeitet man im Glauben (und vermutlich mehrheitlich mit der *Absicht) Gutes zu tun, *desshalb erzielt man auch tatsaechlich manchmal Wirkung. – Den allermeisten (wenn nicht gar allen) Involvierten ist es dabei kaum moeglich, zu erkennen/zu begreiffen, welchen Machenschaften man im umfassenderen Zusammenhang wirklich zuarbeitet.

    Nimm – nur als Bsp., da Du ja dort lebst, oder gelebt hast – die Moenche in Thailand. Denkst Du, dass auch nur Ein einziger begreifft/erkennt, wieso aus dem („kulturellen“) Buddhismus – vor nur etwas ueber 100 Jahren – eine Staatsreligion, also etwas Kuenstliches/Institutionelles, mit einer Sangha in Bangkok (zentrales Kontrollorgan) gemacht wurde?! – Nein, da steigt keiner dahinter, weil sie in diese „Psy-Op“ hineingeboren und heran“gezuechtet“ wurden/werden. Genausowenig wie auch Du offensichtlich nicht auf den Trichter kommst, obwohl Du hier eine gewisse Lebenszeit verbracht hast.

    @ „Ich habe gerade solche Priester und Schamanen erlebt die neben den Kulturellen Traditionen auch Heilarbeiten Leisten wo die Schulmedizin schon längst versagt hat.“ —– Netter Schwenk, war aber nicht Thema meiner Erlaeuterungen, somit wurde Solches auch mit keiner Silbe in Abrede gestellt.

    @ „Aber dazu muß man sich ernsthaft mit dieser Thematik befassen und es auch vor Ort erlebt hat.
    Die haben zugang zu einer Welt die dir kommplett Verschlossen zu sein scheint, sonst würdest du anders und mit Achtsamkeit darüber Urteilen.“ —– Lesen (wie auch das Schreiben) scheint nicht deine Staerke zu sein, denn das war eben nicht mein Thema. Also nochmal: „netter Schwenk“… – Aber wenigstens wissen wir jetzt, dass Du „Fachman vor Ort“ bist.

    @ „Die Arroganz zu meinen die Segnung würde vom Göttlichen wegführen zeigt wie wenig Ahnung hinter deinen Aussagen stecken.“ —– Schoen, wie Du dir mit diesem Satz den Spiegel deiner Ignoranz und eigenen Unwissenheit/Konditionierung (und Aengstlichkeit) vorhaeltst. –
    Der Mensch IST bereits („goettlich“/natuerlich) gesegnet mit/durch seinem schlichten Sein/auf die Welt kommen, da braucht’s keinen (kuenstlichen) „Segen“ durch einen „Pfaffen“..!

    @ „Es gibt Tausende wege die zum Göttlichen Führen, nur ein Bruchteil ist jeden einzelnen Bekannt.“ —– Der Einzelne braucht nur einen Weg zu er-kennen: Seinen! – Damit hast Du auch gleich die entsprechende Antwort auf: „Aber hier scheint ja jemand genau zu Wissen welcher weg der Richtige scheint!“

    Heil Dir 🤦

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  56. Tabburett sagt:

    Thom Ram am 03/09/2019 um 18:50

    Du stocherst (nur) im Aussen, im Sichtbaren rum. Das Wesentliche(!) ist nicht sichtbar. – Davon spreche ich!

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  57. Bettina März sagt:

    Finde unsere alte Germanen-Religion gut. Wurde leider durch die satanische Religion, die sich christlich schimpft, zerstört.

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  58. Thom Ram sagt:

    Bettina 20:48

    Von meiner Seite bitte ich um Präzisierung. Ohne Präzisierung, so wie es hier von dir geschrieben steht, müsste ich scharf widersprechen.

    Ich rücke deinen Einwurf in meinem Sinne zurecht.
    Joshua war eine der Ausnahmeinkarnationen. Er brachte heiliges Wissen zum Wohle der gesamten Schöpfung und verkündete es. Wenige konnten und können ihn verstehen, aufnehmen wirklich, was er vorlebte und darlegte. Gutmeinende fassten seine Botschaften in den Evangelien zusammen, so gut sie es vermochten. Die Botschaften wurden über die Jahrhunderte mehr schlecht denn recht weiter übertragen, zum Teil bewusst verfälscht, auch wurden Teile davon unterschlagen. Machtbesessenen gelang es, sich einzuschleichen, so zu tun, als würden sie Joshuas Botschaften heiligen, missbrauchten sie jedoch, richteten gewaltige Zwangsherrschaft auf, die Menschen hatten auf die Knie zu fallen, hatten vieler Lebensfreuden zu entbehren und vor allen Dingen hatten und haben sie sich permanent schuldig zu fühlen.
    Diese ganzen Rieseneiterbeulen haben mit wahrem Christentum nichts gemein.
    Christentum, wahres Christentum, das lässt sich schlicht konzentrieren in der einen Frage: „Was würde die Liebe tun?“
    Ein jeder nicht komplett versaute Mensch findet auf diese Frage die Antwort, welche Leben bejaht und uns alle aus der Bleischwere hebt, hin in Richtung Freiheit und Freuden.

    Gefällt 2 Personen

  59. Mujo sagt:

    @Tabburett

    „„Verwechselst du da nicht etwas ?………es sind keine Pfaffen, und selbst der Vergleich hinkt.“ —– Keinesfalls verwechsele ich etwas und auch der Vergleich hinkt nur dann, wenn man die einzelnen Religionen (und ihre Ableger) separat betrachten moechte, was hier aber nicht gegeben ist;“…“
    ergo die Anfuehrungs- und Schlussstriche bei „Pfaffen“. (Moeglicherweise hast Du mit dem deuten von Satzzeichen dieselbe Muehe wie mit dem setzen solcher?) –…..“
    Es ist ein Sammelbegriff fuer all die (allermeist selbst gehoerig) Gehirnverkleisterten, welche in (menschengemachten, daher kuenstlichen!) „Religionen“ eine Rolle spielen; also Pfaffen, Priester, Moenche usw… “

    Nun, große Rethorik Meister All(besser)wissender. Wenn das nicht gegeben werden sollte, dann sag es auch so das es jeder versteht. Denn dies kann man so nicht entnehmen. Die Begriffs erklärung für Pfaffe kann man leicht nachgoogeln.
    Was ich aber entnehmen kann ist die Herablassende Agressive Art gegenüber Thom und Krazzi und jetzt mir ebenso.

    „Hast Du das soweit verstanden? Ich frag nur, weil Du schon meinen Kommentar ueber „Glauben“ missinterpretiert/verdreht wiedergegeben hast.
    Da ging es um religioesen (Aber-)Glauben und nicht um ‚ich glaube, ich werde mir morgen mal neue Turnschuhe kaufen gehen’… “

    Dann frage ich dich hast du mich eigentlich verstanden was ich sagte ?
    Falls Achtsamkeit und hinhören eurer großen Weisheit ein Fremdwort sind, kann man auch nach dem Begriff googeln.

    „Es gilt, den Ueberbau – also den wahren/eigentlichen Sinn und Zweck/das wirkliche Wesentum hinter solchen Institutionen (und eben auch deren Ritualen) – zu erkennen.
    Im Unterbau arbeitet man im Glauben (und vermutlich mehrheitlich mit der *Absicht) Gutes zu tun, *desshalb erzielt man auch tatsaechlich manchmal Wirkung. – Den allermeisten (wenn nicht gar allen) Involvierten ist es dabei kaum moeglich, zu erkennen/zu begreiffen, welchen Machenschaften man im umfassenderen Zusammenhang wirklich zuarbeitet.“

    Wer ist sich wirklich dessen ständig bewusst welchen Machenschaften man wirklich zuarbeitet ?……..absolut keiner. Der einzige Unterschied ist der das diejenigen die schon sehr weit sind weniger Fehler Unterlaufen.
    Solange wir alle Menschen sind ob Schamane Heilige, oder nur der Hausmeister nebenan machen wir Fehler, bewusst oder unbewusst. Es ist ein Teil unser aller Existenz und ein Lernprozess des Lebens. Denn daraus Entwickeln wir uns erst, alle zusammen und jeder für sich.

    „Nimm – nur als Bsp., da Du ja dort lebst, oder gelebt hast – die Moenche in Thailand. Denkst Du, dass auch nur Ein einziger begreifft/erkennt, wieso aus dem („kulturellen“) Buddhismus – vor nur etwas ueber 100 Jahren – eine Staatsreligion, also etwas Kuenstliches/Institutionelles, mit einer Sangha in Bangkok (zentrales Kontrollorgan) gemacht wurde?! – Nein, da steigt keiner dahinter, weil sie in diese „Psy-Op“ hineingeboren und heran“gezuechtet“ wurden/werden. Genausowenig wie auch Du offensichtlich nicht auf den Trichter kommst, obwohl Du hier eine gewisse Lebenszeit verbracht hast.“

    Jede Religion hat das Problem das viele Dummheiten in sich bergen je größer sie sind. Alle Mönche aber abzuerkennen das keiner den durchblick hat und welche schwächen dies auch hat, muß ich nicht weiter erwähnen.
    Das diskreditiert dich schon selber und macht dich Unglaubwürdig, zumal du dort noch lebst und eine Zeitlang im Tempel gewohnt hast.

    Ich habe da andere Erfahrungen gemacht, wenn ich auch zugeben muß. Die aller wenigsten Wissen was wirklich läuft.

    „@ „Ich habe gerade solche Priester und Schamanen erlebt die neben den Kulturellen Traditionen auch Heilarbeiten Leisten wo die Schulmedizin schon längst versagt hat.“ —– Netter Schwenk, war aber nicht Thema meiner Erlaeuterungen, somit wurde Solches auch mit keiner Silbe in Abrede gestellt.“

    Ach ne, und ob es das Thema ist. Dann lies mal genau was ich Schreibe und weiche nicht aus.

    „@ „Die Arroganz zu meinen die Segnung würde vom Göttlichen wegführen zeigt wie wenig Ahnung hinter deinen Aussagen stecken.“ —– Schoen, wie Du dir mit diesem Satz den Spiegel deiner Ignoranz und eigenen Unwissenheit/Konditionierung (und Aengstlichkeit) vorhaeltst. –“

    Tja, und wie steht es mit deinen Spiegel aus !!
    Wir Spiegeln uns alle im andern wieder wie wir uns geben. Ich bin mir dessen bewusst auch Falsch zu liegen, und meine größte schwäche ist wenn man Herablassend über andere redet.
    Wenn man etwas Wichtiges zum Thema sagen möchte, dann kann man es auch in einen anderen Ton wiedergeben ohne Überheblich zu sein und noch anderen vorwerfen ihren Ego mal beiseite zu legen. Beim Wort Ego huscht mir schon fast ein Lächeln übers Gesicht.

    „Der Mensch IST bereits („goettlich“/natuerlich) gesegnet mit/durch seinem schlichten Sein/auf die Welt kommen, da braucht’s keinen (kuenstlichen) „Segen“ durch einen „Pfaffen“..!….“

    Da sind wir mal einer meinung. Der Mensch ist bereits göttlich.
    Die Segnung wiederspricht, nochweder setzt die eins mehr drauf. Ein Segen geben heist auch eine Zustimmung zu etwas geben. Das man aufgenommen ist in die Gemeinschaft. Eltern geben ihren Kindern ihren Segen wenn sie Heiraten wollen, oder man Segnet sein Essen das es ein gut bekommt.

    In diesen Sinne Danke das neben deiner Richtigstellung der Dinge, das ich auch meine Satzzeichen Falsch setze und mein Ego noch sehr getriggert ist.

    Nur mal so ne frage am Rande ?…..wenn das so schlimm ist wie du wiedergibst, warum hälst du dich noch in Süd-Ost Asien auf ?
    Oder lebt es sich besser wenn man es noch gleichzeitig runter reden kann und andere gleich damit mit ?

    Und ware Göttlichkeit fangt damit an wie ich mich andern über wiedergebe.
    Denn so sieht es auch in mir aus.

    Gefällt 2 Personen

  60. Wolf sagt:

    Mujo
    04/09/2019 UM 09:27

    Um über die Bedeutung dessen, was hier aus der Begriffswelt der Bali-Hindus (womöglich mit Händen und Füßen oder via dem Umweg über die englische Sprache) mit dem deutschen Wort „Segnen“ bezeichnet wurde, diskutieren zu können, müßte man erst einmal genau erörtern, was die Bali-Hindus eigentlich darunter verstehen. Sich über die verschiedenen Definitionen eines deutschen Wortes, das die Balinesen gar nicht kennen, zu streiten, macht die Sache nicht deutlicher.

    Die Katholiken kennen z.B. auch noch die „Weihe“ und das Weihwasser, das gegen böse Geister und „Aberglauben“ schützen soll. Meine Tante hatte am Eingang ihres Schlafzimmers ein Weihwasserbecken und bekreuzigte sich jeden Abend vor dem Schlafengehen mit einigen Tröpfchen Weihwasser. Das Wasser hatte sie von einer Busreise nach Lourdes mitgebracht.

    Das, was ich auf den Fotos sah, scheint mir eher eine Art „Einweihung“ (vielleicht vergleichbar mit der Erstkommunion der Katholiken?) zu sein. Man scheint hier jedoch nichts Genaues darüber zu wissen.

    Oder ist es eine spezielle Form der „Taufe“?

    Wie auch immer, die Balinesen, die daran teilnahmen, haben sich dieses Ritual vermutlich nicht selbst ausgedacht oder sich kritisch damit auseinandergesetzt.

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  61. Mujo sagt:

    @Wolf

    „Wie auch immer, die Balinesen, die daran teilnahmen, haben sich dieses Ritual vermutlich nicht selbst ausgedacht oder sich kritisch damit auseinandergesetzt.“

    Vermutlich nicht, nur da müsstes du dich mit der frage eher an Thom wenden. Denn vor Ort läßt es sich besser klären.

    Wobei ich Weihung und Segnen schon Auseinander halten möchte, das sind zwei Unterschiedlichen massnahmen.

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  62. Wolf sagt:

    Mujo
    05/09/2019 UM 19:17

    „Wobei ich Weihung und Segnen schon Auseinander halten möchte, das sind zwei Unterschiedlichen massnahmen.“

    Du nennst deutsche Begriffe. Die Balinesen sprechen aber kein Deutsch. Man müßte sich mit der dortigen Religion näher auskennen, um sicher zu sein, was gemeint ist. Ansonsten führt das zu nichts.

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  63. Thom Ram sagt:

    Wolf 19:09

    Balinesen, also Hindus, die lebten vor einigen hundert Jahren damals noch in Java, in Java, wo bereits der Islam installiert geworden war. Von Muslimen äh nicht so gut behandelt, wanderte die hinduistische Gesellschaft denne aus, rüber nach Bali. Hatten dortens Zoff mit den Einheimischen, schmissen die, die Einheimischen Namens AGA, in den grossen ehrenwerten Vulkan Gungung Agung. Ist lange seither. Jahreszahlen will ich endlich mal in Erfahrung bringen. Ist mir noch nicht gelungen. Doofforscher, der ich bin.

    Sich mit was auch immer kritisch auseinandersetzen.
    Das tue ich. Und ich empfehle es, genau so, wie du es empfiehlst.

    Doch achte der Gegebenheit. Ich habe hier in meinem engsten einheimischen Freundesumkreis einen einzigen jungen Mann nur, Eki ist sein Name, der das in ähnlicher Weise zu tun imstande ist, wie du es meinst. So weit, so die eine Feststellung. Eine Zweite: Ich meine nicht, und ich sage dir, meine du nicht, dass deine meine Art der Auseinandersetzung mit alledem, was hier geschieht, die einzig hahahahaha Richtige sei.

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  64. Wolf sagt:

    Thom Ram 19:56

    Danke für Deine Ausführungen zur Geschichte der Balinesen.
    Ich sehe das auch gar nicht so eng mit dem Glauben und Brauchtum der Leute. Schließlich nehme ich auch an Beerdigungen verschiedener Glaubensrichtungen (als Gast) teil, um jemandem die letzte Ehre zu erweisen, oder wegen der trauernden Angehörigen. Das Phänomen Leben und Tod betrifft uns alle. Nur der jeweilige Hokuspokus unterscheidet sich und ähnelt sich oft auch zugleich. Wenn zum Beispiel ein murmelnder katholischer Pfarrer in voller Montur mit einem qualmenden Weihrauchfaß um den Sarg herumläuft und mit einer Stielbürste Weihwasser drauf spritzt, dann sieht das Ritual ähnlich aus, wie in einem Indianerfilm.

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