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frei / gratis / free

Frei und gratis sind zweierlei.

Konkret:

Frei flatterte die Fledermaus durch den Wald.

Gratis, also ohne Gegenleistung zu erbringen, besuchte ich die Vorstellung.

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Das englische „free“ fasst die beiden unterschiedlichen Begriffe locker in Einem zusammen, vermischt und versaut sie damit. Anglikaner eben. Wenn es um Besitz und Freiheit geht, dann ist alles wurschd exakt so lange, als es der lieben Krone, den lieben in der City of London und den lieben Dahinterstehenden, teils Nichtinkarnierten, teils kläglich notdürftig „Inkarnierten“ zu no emene bitzeli mehr Macht verhülfet.

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Sprache verrät den dahinter stehenden Geist. Das englische „free“?

Selber bitte darüber weiter sinnieren, Leser du. Für mich ist es Reizwort der Sonderklasse, dieses „frei“ „gratis“, welches in Engellisch als doppelsinniges „free“ daherschwebt.

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Thom Ram, 25.07.07

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13 Kommentare

  1. jpr65 sagt:

    Im deutschen gibt’s dann auch noch

    kostenlos und

    umsonst.

    Mit feinen diffizilen Unterschieden:

    Ich war umsonst auf der Schule.

    Ach. Bei mir war’s kostenlos, aber gar nicht umsonst…

    Gefällt 4 Personen

  2. haluise sagt:

    DEUTSCH ist die sprache des GEISTES
    ENGLISCH ist die sprache des kommerzes … spricht Rudolf Steiner

    englisch ist simpel
    und
    nennt einmal FREEDOM und einmal LIBERTY … luise

    Gefällt 1 Person

  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. Wolf sagt:

    Das englische Wort „free“ in der Bedeutung von „kostenlos“ ist eine Verkürzung bzw. Kurzform des Ausdrucks „free of charge“. Kurzwörter, die durch Weglassen eines Wortteils oder mehrerer Wortteile gebildet werden (sogenannte Dekompositionen) findet man auch im Deutschen. Es handelt sich dabei schlichtweg um eine Form der Sprachökonomie (Redefaulheit).

    Beispiele für Kurzwörter/„Wortstummel“:
    „Rad“ statt „Fahrrad“
    „Korn“ statt „Kornbranntwein“
    „Hoch“ statt „Hochdruckgebiet“

    Gefällt 3 Personen

  5. Wolf sagt:

    Bleifreies Benzin hat auch nichts mit Freiheit zu tun. Die US-Amerikaner und die City of London trifft in diesem Falle ausnahmsweise keine Schuld.

    Gefällt 1 Person

  6. Mujo sagt:

    In Bayern ist das Frei-Bier das schönste Wort. Das Zaubert den meisten ein lächeln im Gesicht.

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  7. Wolf sagt:

    Dazu fällt mir das gebührenfreie Telefongespräch ein.

    Anstatt „kostenlos“ sagt der Engländer „gebührenfrei“ (free of charge).

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  8. Wolf sagt:

    @Mujo

    Dein Hinweis auf das Freibier dürfte auch den letzten Skeptiker überzeugen.

    Wikipedia: „Als Freibier bezeichnet man kostenlos ausgeschenktes Faßbier oder kostenfrei abgegebenes Flaschen- oder Dosenbier.“


    Ankündigung von Freibier für Zuhörer von Helmut Kohl

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  9. webmax sagt:

    Gemach, gemach.

    So weit auseinander klafft die Sache nicht.

    For free oder free entrance meint im Englischen freier Eintritt, ohne Zugangsbeschränkungen. Also auch eine Form von Freiheit.

    Interessant:
    https://hinative.com/de/questions/22121
    „Essentially, freedoms is the ability to make decisions freely. But, liberty is the freedom that has been given to you by some group (like a country).

    This is a good example sentence from that website: People are, by nature, meant to live in freedom, and the new government will grant such liberty to its citizens.“

    Gefällt 1 Person

  10. katja sagt:

    ‚Freier Eintritt‘ wollte ich auch schon anbringen, ebenso ‚frei machen‘ = frankieren.
    ‚Frey‘ ist ein sehr altes Wort – ohne Hindernis – nicht in Knechtschaft – und man muss solch alten Wörter schon die ‚Freiheit‘ einräumen, sich zu wandeln und verschiedene Bedeutungen anzunehmen, besonders, da die Knechtschaft, Leibeigenschaft etc. als solche nicht mehr existieren – wohingegen andere Formen der Unterdrückung (die mit Geld in Verbindung stehen und wovon die Fledermaus im Walde ‚freilich‘ nichts verstehen kann) sehr wohl.

    Ähnliche Vorwürfe wie von Thom vorgebracht (dass nämlich eine Art spirituelle Thematik mit einer wirtschaftlichen vermengt wird) kann man deutschen Worten wie ‚reich‘ machen, indem das Wort manchmal ‚gut betucht‘ und dann ‚viel‘ bedeutet (z.B. wortreich, zahlreich) — oder auch ‚gut‘ (auf irgend eine Weise positiv) und ‚Gut‘ (Privatgrundstück oder Eigentum).

    Was mich in Bezug auf ‚frei‘ schon immer als Widerspruch verwundert hat (und das Englische kennt dieses Problem so viel ich weiß nicht), ist dass ‚frei‘ = nicht in Knechtschaft, auf Frauen bezogen ‚ledig‘ bedeutet, wohingegen eine Frau ‚freien‘ oft ‚heiraten‘ meint (bzw. früher meinte, da nicht mehr üblich) und in Grimms Wörterbuch steht als Synonym für ‚freien‘ unter anderem ’sich aneignen‘. – Wirklich das Gegentei von losgelöst.

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  11. katja sagt:

    Und auch wenn man ‚freien‘ nur als ‚Geschlechtsverkehr haben mit‘ versteht, was es manchmal auch bedeutet hat, je nach Kontext: Wie soll die Frau dadurch befreit worden sein? Oder wer oder WAS wurde durch eine solche Handlung befreit/freigesetzt? Finde ich immer noch mysteriös.

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  12. Wolf sagt:

    katja 03:52/03:59

    In der niederländischen Sprache bedeutet das Wort „vrijen“ (deutsch: freien) auch heute noch „liebkosen“ / „körperliche Intimitäten austauschen“ / „Geschlechtsverkehr haben“. Zwei Menschen, die miteinander „vrijen“ (freien), gehen körperlich (intim) oder sexuell frei miteinander um. Der Grundgedanke der Freiheit und Ungezwungenheit spiegelt sich auch im deutschen Wort „Freikörperkultur“. Da der freie, ungezwungene Umgang zwischen zwei Menschen früher nur innerhalb der Ehe gestattet war, wurde eine Eheschließung früher wohl tatsächlich als eine Form der Befreiung gesehen.

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  13. Hilke sagt:

    Hab die Tage eine Sprayerbotschaft auf einer Wand gesehen:

    „Wir sind nicht frei nur weil in New York eine Scheissstatue steht“. Rechts daneben die „Freiheitsstatue“ -echt gut gezeichnet- , die sich die Augen zuhält…

    Sage noch einer, alle sind schlafend…

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