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Geld und Gold: Die herrschende Irrlehre / Klare Sicht auf Geld und Gold

Wichtiger Beitrag. Warum? Weil er einen schwarzen Jahrhundertzaubertrick erklärt, den Zaubertrick, welcher Allerreichste reicher und den Rest ärmer werden lässt. Marx und co. waren eben schlaue Schlaumeier, und soo gut meinten sie es mit dem gewöhnlichen Volke, es ist zum Stein und Bein erweichen.

Und ich bin stolz auf mein Bauernhirni. Hier lese ich schwarz auf weiss das, was ich mir im Laufe der Jahre über Geld und Gold selber „zusammengedacht“ habe. Geld“wert“ und Gold“wert“ aneinander zu koppeln leuchtete mir nie ein. Warum es so gemacht wurde, darauf kam ich hingegen nicht, das steht im Artikel, klipp und klar!

Sodann liegt doch klar auf der Hand, dass Geld niemals von Privat, sondern von der Volksgemeinschaft ausgegeben werden muss, und zwar auf eine Volksgemeinschaft beschränkt, gemäss wohl überlegtem Schlüssel, der Gesamtarbeitskraft (Geldgewinn durch Leistung) und dem Gesamthandel (vom Kaugummi über Gesundheitswesen bis zum Wasserkraftwerk) adaequat.

Datum der Schrift beachten! Und ist so aktuell, dass es knallt.

Ich danke dem Luckyhans für Uebersetzung und Erläuterungen.

Thom Ram, 13.06.07

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Auszug aus А. Netschwolodow „Von der Verarmung zum Wohlstand“ (А. Нечволодов „От разорения к достатку“) Sankt-Petersburg, 18. Mai 1906

(LH) Wer jetzt etwas langweilig-historisches erwartet, der täuscht sich gewaltig:

der russische General Netschwolodow hat die Wirtschaft im Visier.

Und er beginnt mit einer schonungslosen Analyse der Finanz-Lage des Russischen Imperiums: anhand von kon­kreten „allgemein bekannten“ Zahlen weist er ausführlich nach, daß die Verschuldung des Reiches bei ausländischen Banken und Geldgebern dazu führte, daß dringend für die Ernährung der eigenen Bevölkerung benötigte Lebensmittel exportiert werden mussten, um den Zinsdienst zu tätigen.
So bekamen die russischen Menschen im Jahres-Durchschnitt nur zwischen einem knappen Drittel und einem Fünftel der Summe an Lebensmitteln bereitgestellt wie in den europäischen / westlichen Ländern. Ursache war der Zinsdienst des bei ausländi­schen Geldgebern hochverschuldeten Staates.

Ebenso weist er nach, daß die Einführung des Goldrubels und dessen Kurs dazu führten, daß die Gold-Außenschuld des Imperiums doppelt so hoch ist wie die gesamte damals auf der Erde verfügbare Goldmenge – sie kann also „im gegenwärtigen Geldsystem“ niemals getilgt werden.
Und er zeigt, wie diese Abhängigkeit historisch bei allen Staaten entstanden ist und daß alles denselben judäisch-freimaurerischen Geldgebern geschuldet wird. Anhand von Zitaten selbiger weist er nach, daß diese Lage zielgerichtet herbeigeführt wurde – vor allem auf dem Wege des Ersetzens der vorher gültigen Edelmetall-Deckung, d.h. durch Silber
und Gold, durch die „reine“ Golddeckung der Währungen, die weltweit zu einer künstlichen Verknappung des Geldes geführt hat, die sich besonders im Russischen Imperium mit seiner unterentwickelten Industrie verheerend auswirkt.

Die Übersetzung dieser 15seitige historisch-finanzwirtschaftliche Analyse kann ich bei Interesse gern mal „nachschieben“ – jetzt sollen uns erstmal seine Folgerungen interessieren, denn sie sind verblüffend aktuell
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans Kommentare und Farbgestaltung von mir, Formatierungen wie im Original. 5. Juni 2019
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… Halten wir vor allem einige Grundsätze fest:

а) Gold als Geld hat – in sich selbst – keinerlei realen Wert, da es (außer als Wertaufbe­wahrungsmittel) über keinerlei praktische Anwendungen verfügt, sondern nur als Tauschmittel aller restlichen realen Werte für den Menschen dient: Land, Getreide, Kohle, Luxusgegenstände u.a. (dies ist auch heute noch so: die industrielle Verwendun­gen von Gold, z.B. in der Elektronik, sind marginal gegenüber den „Goldreserve“-Käufen der Zentralbanken)

b) nach dem allgemein üblichen Verständnis ist der Wert des Goldes unveränderlich, wegen seiner Unveränderlichkeit in der Zeit (Gold „rostet“ oder „verdirbt“ nicht) und wegen des unbedeutenden jährlichen Zuwachses aus der Erde (Goldgewinnung ca. 1 % p.a.); daher hängt der Goldwert nur von Angebot und Nachfrage ab.

Dies letztere lehrt der Vater aller modernen politischen Ökonomie, Adam Smith, und diese Aussage haben alle geglaubt. Seit Ende des 18. Jahrhunderts (da haben wir schon wieder diesen sonderbaren Einschnitt in der jüngsten Menschheitsgeschichte – was ist da Mitte des 18. Jahrhunderts passiert?) hat sein Buch „Über den Reichtum der Völker“ als Eckpfeiler der ökonomischen Politik aller zivilisierten Nationen gedient und im Ergeb­nis dazu geführt, daß zum Ende des 19. Jahrhunderts diese Reichtümer fast vollständig aus den Händen der Völker in die Hände der Goldhändler gewandert sind.

Der Schöpfer des modernen Sozialismus, Karl Marx, der seine Theorie auf streng wissen­schaftlichen Grundlagen aufbaute, hat genauso streng wissenschaftlich bewiesen, daß der Wert des Goldes unveränderlich ist.

Geld als Maß des Wertes“, sagt Karl Marx, „ist die notwendige Form der Erscheinung des (inneren) Maßes des Warenwertes – der Arbeitszeit.“ – „Der Preis ist der Geldaus­druck der Arbeitszeit, die in der Ware enthalten ist.“ – „Infolge dessen“, so setzt er fort, „daß die Waren im Gold ihren relativen Wert ausdrücken, spielt Gold bezüglich dieser die Rolle des Maßes der Werte (allgemeines Äquivalent)“; deshalb sind nach der Formel von Karl Marx

20 Arschin (0,71 m) Leinen oder 1 Gehrock oder 10 Pfund Tee
jeweils gleich 2 Unzen Gold.

D.h. es wird vorausgesetzt, daß zur Anfertigung von 20 Armlängen Leinen, von 1 Geh­rock und von 10 Pfund Tee jeweils 40 Arbeitsstunden notwendig sind, für den Abbau von zwei Unzen Gold sind ebenfalls 40 Arbeitsstunden erforderlich.

Dieser wissenschaftliche Beweis des unveränderlichen Wertes des Goldes, der sich auf die Anzahl der Arbeitsstunden gründet, die für dessen Gewinnung aus den Tiefen der Erde erforderlich sind, beinhaltet ein riesiges Mißverständnis, auf dem jedoch die ge­samte Lehre Marx‘ vom Kapital aufbaut, die ganze Unausweichlichkeit der Folgerungen des wissenschaftlichen Sozialismus sowie ausnahmslos alle modernen Theorien der Politökonomie und des Sozialaufbaus, wobei nirgends die Frage nach der wahren Bedeu­tung des modernen Geldes, d.h. des Goldes, untersucht wird, und deshalb sind auch deren abschließende Folgerungen unmöglich in die Praxis umzusetzen.

Das Mißverständnis besteht in folgendem:

1. Gerade der Wert des Goldes kann nicht durch die Anzahl der Arbeitsstunden, die für dessen Gewinnung erforderlich sind, bestimmt werden, weil die Bedingungen (des Ab­baus) völlig unterschiedlich sind: sie hängen vollständig vom prozentualen Gehalt des Erzes im Boden ab, der von 2 Dolja (= 1/96tel vom Solotnik) bis zu mehreren Solotniks (je 4,27 g) pro hundert Pud Erde (1 Pud = 16,38 kg) schwankt, dann von der Waschanla­ge, von der Zeit, die notwendig ist, um von den ständig besiedelten Gebieten zur Erz­grube zu gelangen, und anderem.
Schließlich kommt es auch vor, daß Gold in Form von Adern oder Nuggets gefunden wird. So daß es schon allein deshalb
offenbar absurd ist, den Wert des Goldes in Abhän­gigkeit von der Anzahl der Arbeitsstunden, die für dessen Abbau benötigt werden, zu bestimmen.

2. Das Hauptmißverständnis besteht jedoch in folgendem: selbst wenn wir ungeachtet der Unsinnigkeit voraussetzen, daß beim Abbau von Gold aus der Erde im Mittel etwa für jede zwei Unzen 40 Arbeitsstunden aufzubringen wären, dann können wir es immernoch durchaus nicht als Äquivalent hernehmen für die Bestimmung des Wertes der Produkte der menschlichen Arbeit, und zwar darum:

Das Gold, das aus den Tiefen der Erde gefördert wird, bleibt über Jahrhunderte unverän­dert, aber alle (anderen) Produkte der menschlichen Arbeit sind der (baldigen) Verände­rung und Vernichtung unterworfen, beginnend mit dem frischgebackenen Brot und endend mit den ägyptischen Pyramiden.
Deshalb fehlt, selbst wenn 2 Unzen Gold auch zu jedem Zeitpunkt beim Tausch gleich dem Wert der Waren, für deren Produktion 40 Arbeitsstunden aufgewendet wurden, wären,
der riesige Unterschied in der Lage des Verbrauchers der Ware und des Eigners des Goldes.

Der Verbraucher der Ware muß, damit er erneut genau dieselbe Menge (Goldes) bekom­men kann, wieder 40 Arbeitsstunden aufwenden für die Herstellung irgendeiner Arbeit, dieses Produkt gegen 2 Unzen Gold eintauschen und dafür die bekannte Menge der von ihm benötigten Waren kaufen, diese dann verbrauchen und erneut zur Arbeit schreiten usw.
Die Eigner des Goldes dagegen arbeiten gar nicht; sie leihen nur auf Pump (das Gold) für die Durchführung des Austauschvorganges, und bekommen es dann komplett zu­rück, aber bereits zuzüglich Zinsen – ebenfalls in Gold, das für den Preis menschlicher Arbeit gekauft wurde, und das geht so bei jedem Umlauf (des Goldes).

Deshalb beinhalten jede zwei Unzen (Gold) nicht 40 Arbeitsstunden, sondern deren Mil­liarden, wobei dadurch, daß es nur ganz wenig Gold gibt, im Vergleich mit dem Bedarf der Menschheit an Mitteln zum Austausch, der Wert seines Besitzes, und sei es auch nur für die kurze Zeit, die zum Tausch notwendig ist, ständig am wachsen ist – allerdings nicht durch direkte Verteuerung, sondern versteckt, ausgedrückt in der Verringerung des Wertes der Waren, d.h. der menschlichen Arbeit.

Dies ist der tatsächliche, rein magische Gebrauchswert des Goldes: in ihm sammelt sich, dank seiner Beständigkeit, unmerklich die gesamte Arbeit und das Kapital der Mensch­heit, die es zeitweilig und nur zum Zwecke des Austausches seiner Arbeitsergebnisse benutzt.

Dies hat Karl Marx als Jude selbstverständlich ausgezeichnet verstanden.

Aber es war für ihn natürlich nicht vorteilhaft, die geheime Kraft, die Im Golde verborgen ist, den Nichteingeweihten zu erklären, und daher hat er eine wissenschaftliche Defini­tion dessen Wertes in Arbeitsstunden gegeben, „als notwendige Erscheinungsform des inneren (immanenten) Maßes des Wertes der Waren – der Arbeitszeit“.

Ausgehend von dieser „angeblich wissenschaftlichen“ Grundlage hat er dann auf dem Wege eines streng logischen Aufbaus seine ganze Theorie errichtet, den sogenannten wissenschaftlichen Sozialismus.

Wenn man dieses Mißverständnis im Verstehen des unveränderlichen Wertes des Gel­des, d.h. des Goldes, das von Adam Smith und Karl Marx in das Fundament ihrer Lehren gelegt wurde, aufklären will, dann werden natürlich alle modernen Theorien der Politi­schen Ökonomie, die unausweichlich zu sozialistischen Prinzipien führen, im Leben völlig unanwendbar und sofort in sich zusammenfallen, und die Menschheit kann neue Wege gehen, wobei sie vor sich die hellsten und dabei erreichbaren Ideale hat, durch eine einfache Veränderung ihres Verständnisses vom Gelde.

In diesem Verständnis ist es erforderlich, den genau entgegengesetzten Grundsatz aufzustellen, wie von Adam Smith und Karl Marx angenommen, und zwar genau so:
der Wert des Goldes verändert sich ständig, da ein und dieselbe Menge Gold zu unterschiedlichen Zeiten und unter verschiedenen Bedingungen eine unterschiedliche Menge ein und derselben Ware erwerben kann, die selbst jedoch stets in sich den gleichen realen Gebrauchswert für die Menschheit hat.

Also: ein Pud Roggen ergibt immer eine bestimmte Menge Brot, egal welche Preise auf diesem Brot auch stehen mögen; 1 Eimer (=12,3 l) Hafer sind immer ausreichend, damit ein Pferd im Verlaufe eines Tages satt ist, egal wie teuer oder billig der Hafer sein mag; genauso ergibt ein Klafter Birkenbrennholz in einem gegebenen Ofen immer eine be­stimmte Anzahl von Heizvorgängen, egal wie teuer er kosten mag.

Die Schlußfolgerung daraus ist: ein Geldsystem aufzubauen, das einzig der Erleichte­rung des Austausches realer menschlicher Gebrauchswerte dient und sich auf das Prinzip des unveränderlichen Wertes des Goldes gründet, ist erstens absurd, und zweitens unsinnig, da infolge dessen winziger Menge – im Vergleich mit dem Bedarf der Menschheit an Tauschmitteln – es immer zu einem Zins ausgereicht wird, der sich auto­matisch in ihm (dem Gold) ansammelt und die Menschheit schon zu untilgbaren Schul­den bei dessen Besitzern geführt hat, weil diese Schulden all seine Menge, die in Mün­zen im Umlauf ist, um ein Vielfaches übersteigen, jedoch die Verpflichtung zur Zinszah­lung darauf – ebenfalls in Gold – automatisch die Hoffnungslosigkeit der Lage verstärkt, da deren (der Zinsen) progressierendes Wachstum unermeßlich schneller vor sich geht, als die Anhäufung des Goldschatzes aus den Tiefen der Erde.

Aus dieser Lage kommt man im existierenden Geldsystem nicht heraus, ungeachtet der die Kräfte übersteigenden Arbeit, der Mangelernährung und der Armut, in die – bei Beibehaltung desselben – die gesamte Menschheit unausweichlich verfallen wird, dabei alle ihre sittlichen Normen zerstörend.
(der letzte Halbsatz ist echt prophetisch, denn genau das ist es, was wir heute rund um uns herum beobachten: die Menschen sind entweder zombifiziert oder sie vertieren – die Kultur und die Sittlichkeit im Albert Schweizerschen Sinne gehen ziemlich schnell verloren)

Bemerkenswert ist ebenfalls, daß die Führer des Sozialismus, welche die „Proletarier aller Länder“ zum Kampf gegen die existierende Ordnung und die Kapitalisten aufrufen, unter letzteren nur die Landbesitzer und Fabrikanten verstehen, mit keinem Wort wird jedoch weder über die Bankiers noch über die Börsen gesprochen.“
(auch hier kann ich das nur dick unterstreichen: das „raffende“ KapitalHandel und Finanzen, d.h. jener riesige Bereich, wo kein Mehrwert geschaffen wird, sondern nur Werte umverteilt werden, aber die Bereicherung am einfachsten, auf­wandärmsten und schnellsten vor sich geht – kommt bei Marx praktisch nicht vor; er lenkt den Klassen-Kampf gegen das „schaffende“ Kapital, und damit gegen die- zumin­dest teilweise – Verbündeten der unterdrückten und ausgebeuteten Massen – und das ganz gewiß nicht „zufällig“ – bitte mal darüber nachsinnen)

Nicht unerwartet kommt der General etwas weiter zu folgenden Schlußfolgerungen, die ein Papiergeldsystem in den Händen verantwortungsbewußter Staatslenker – und das waren nicht wenige Monarchen! – beschreiben:

Die Menge der Banknoten im Lande muß, damit der für es (das Land) tödliche Handel mit denselben ausstirbt, der infolge deren Mangels gezwungenermaßen durch Darlehen bei Privaten, die außerhalb des Landes leben, entsteht, (muß) einzig und allein durch den Bedarf an diesen Banknoten bedingt sein.

Dieser Bedarf kann bestimmt werden, entweder auf der Grundlage der Anzahl der Einwohner des Landes, der mittleren Jahresausgaben eines jeden von ihnen und der mittleren Zahl der Umläufe des Geldes im Jahr, oder durch einen staatlichen Kostenplan, zusammen mit der Menge Geldforderungen der Kreditinstitutionen des Landes für die Ausgabe von Anleihen gegen Wechsel und Eigentums-Sicherheit.
(also umlaufgesichertes Geld, staatliche Planung, Wechsel und andere später von Silvio Gesell in seiner Lehre vorgesehene Maßnahmen)

Wenn dabei aus diesem oder jenem Grunde für eine bestimmte Zeit herauskommt, daß das Land durch überschüssiges Geld belastet wird, was sich in einer merklichen Erhö­hung der Preise für alle Waren zeigt, dann kann der Überschuß an Geld stets herausge­zogen werden – auf dem Wege des inneren Darlehens. (was in der UdSSR auch erfolg­reich durchgeführt wurde – als ich in den 1970ern dort studierte, wurde gerade das innere Darlehen aus den 1950er Jahren – natürlich verzinst – an diejenigen ausgezahlt, die der Maßnahme vertraut und ihre Nachweisscheine nicht weggeworfen hatten)

Das Geld, das auf diese Weise herausgezogen wird, kann gelöscht werden, und bei neuem Bedarf, den das Land an Geld hat, kann es neu herausgegeben werden.
(selbstverständlich durch den Staat selbst, nicht durch private Banken – klar)

Wenn wir die Richtigkeit der vor hergehenden Grundsätze anerkennen, gelangen wir logisch zur nächsten Forderung:
Die Banknoten verschiedener Länder, deren Menge nach einer der genannten Grund­lagen festgelegt wurde,
können nicht zum Gegenstand internationalen Handels in irgendwie bedeutendem Umfange werden.

Dieses Prinzip wurde in früheren Zeiten auch in der Praxis mehr oder weniger angewen­det, weil jedes Land seine sehr eigenen und daher nur schwer vergleichbaren Gelder hatte, die fast keinen Wert/Preis in anderen Staaten hatten, und infolge dessen auch nicht zum Gegenstand des internationalen Handels werden konnten, in irgendwelchen breiten Umfängen.

Diese Lage war natürlich für die internationalen Geld-Händler äußerst unvorteilhaft, und daher haben sie mit aller Kraft deren Beseitigung angestrebt. Die Goldwährung hat diese Lage vernichtet und allem Geld einen völlig internationalen Charakter gegeben, indem nur das bekannte Gewicht des Goldes als solches angesehen wurde, was ver­ständlicherweise die Aufgabe stark erleichtert hat – die Unterwerfung der Welt durch das internationale („raffende“) Kapital.
(daher auch die Märchen vom „Freihandel“, der angeblich allen nützen würde, und von der angeblich so erstrebenswerten „frei konvertierbaren Währung“ und viele andere – all diese Schlagworte und Denkschablonen wurden uns tief in die Hirne eingepflanzt – nur zu dem einen Zweck – wie hier beschrieben…)

Nach Aufstellung der oben dargelegten Leitsätze kommen wir logisch zur Folgerung, daß ein vernünftiges Geldsystem sich auf folgendes gründen muß:

Die Erzeugung und Herstellung von Banknoten ist das ausschließliche Vorrecht des Staates, weil diese Scheine zur Durchführung der Austauschvorgänge darinnen dienen und in jener Menge erzeugt werden, die für das Land erforderlich ist; und daher müssen sie aus einer solchen Ware hergestellt werden, welche der Staat durchaus nicht als Verbindlichkeiten aufnehmen darf, und dazu noch zu unsagbar schweren Konditionen.

In der Praxis führt das zu Papiergeld, das nicht in Gold ausgedrückt wird. …

Auf diese Weise sind, damit man Rußland aus jenem wirtschaftlichen Joch, in dem es sich heute befindet, herausführt, viel radikalere Maßnahmen erforderlich als jene, die bisher für die zeitweilige Beseitigung der Schwierigkeiten unternommen wurden und die allmählich genau dazu geführt haben, daß wir gegenwärtig in jenem erbärmlichen Zustand sind.

Es ist erforderlich, sich von unserer Goldwährung loszusagen und auf nicht konvertier­bares Papiergeld umzuschwenken, indem wir die Verrechnungen in Gold nur für den Internationalen Handel und für die Zahlungen zu unseren Außen-Darlehen lassen, wobei wenn wir ab sofort keine neuen äußeren Verbindlichkeiten eingehen, dann wird das Gold, das wir aus der zu unseren Gunsten positiven Handelsbilanz bekommen, zusam­men mit jenem Gold, das jährlich aus den Tiefen der Erde gewonnen wird, uns noch die vollständige Möglichkeit geben, diese Zahlungen durchzuführen, wie das im weiteren detailliert aufgezeigt wird.

Das neu herausgegebene Geld soll für die Befriedigung der unmittelbaren Bedürfnisse des staatlichen Lebens, wie auch für die notwendige Stärkung unserer Lage nach außen gehen, die durch den vergangenen Krieg stark angeschlagen ist, wie auch für die wirtschaftliche Wiedergeburt. …“

aus: „А. Нечволодов „От разорения к достатку“, Санкт-Петербург, 1906″

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6 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  2. Security Scout sagt:

    Hierzu schrieb Carl Friedrich von Weizsäcker ein sehr gutes Buch.

    http://www.ralfhascher.de/wp-content/uploads/2014/08/Carl-Friedrich-von-Weizs%C3%A4cker-Der-bedrohte-Frieden.pdf

    Es ist die „Macht hinter der Macht“ welche dies kontrolliert. Wer sich dagegen auflehnt hat es schwer.
    Das erkannte auch General Ludendorff damals kurz vor seinem Tod.

    Der oben genannte russische General hat völlig Recht mit seiner These.

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  3. Vollidiot sagt:

    Dazu brauchts Staaten.
    Keine globalisierte Welt, da der Machtmißbrauch in spe schon jetzt zum Himmel stinkt, was deren Apologeten in ein schändliches Licht rückt.
    Das Argument, daß es dann wieder zu Kriegen käme beweist nur, daß die Losung ausgegeben wurde: Globalisierung oder Krieg, Klimarettung oder Weltuntergang usw., usw..
    Es iist alles nur teuflischer Dünnpfiff und unser „Brudersystem“ stützt dieses Elend.
    Überall sitzen die „Brüder“ und verbreiten diesen Dreck und haben ihre Seele verkauft.
    Erkennbar an dem verderbten Scheißdreck, der sich ihnen entäußert.
    Völker höret die Signale.
    Von Elend, Geld, Mord, Klima, Demokratie, Populismus, Menschenfeinden.
    Und was sich dahinter versteckt und die Handlanger vorsabbern und wählen läßt.
    Man könnte dann sagen: die Legitimation des Unrechtes.
    Sehet die Symptome der Weltkrankheit, erkennbar an den Knechten und Priestern dieses Götzendienstes.

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  4. Marianne Berthold sagt:

    Thom
    Nur das dienende Geld System v.Sylvio Gesell würde von Nutzen sein.Gold ich Lache.Die Inkas hatten aus Gold sogar Dachrinnen hergestellt.Das was ich.Essen kann oder was ich.in Händen halte, um Lebensmittel zu erzeugen hilft.

    Wie könnte man aus der Misere rauskommen? Siegfried im positiven Sinne unbezwingbar hatte eine kleine Stelle der verwunbarkeit.
    Jedes System hat auch.diese Stelle und wird von positiven Mächten übermittelt werden.

    Gruß Merry Fuchs

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  5. mkarazzipuzz sagt:

    Hallo Allemal,
    der Artikel ist schwer zu lesen und hat mal recht und mal auch nicht.
    In jedem Fall ist ein verzinstes Geldsystem der Anfang vom Ende…
    Schon der Satz „ich habe Gewinn gemacht“ bedingt, daß wohl ein Anderer „Verlußt“ eingefahren haben muß.
    Denn woher soll denn der „Gewinn“ kommen, wenn nicht aus dem Betrug des Anderen??
    Der Satz „Und ist der Handel noch so klein, so bringt er mehr als Arbeit ein“ trifft nur auf „tüchtige“ Kaufleute zu.
    Es gibt auch hier viele Ausnahmen, nämlich die Verlierer.
    Das Tauschmittel „Geld“, so wie es in der der östereichischen Gemeinde Wörgl 1932 initiert wurde (fließendes Geld) könnte eine Lösung sein.
    Wir alle müssen uns darüber im Klaren sein, das es keine „minderwertige“ Arbeit gibt. Jeder tut das seine gut oder schlecht in der Gemeinschaft. Nur das darf der Maßstab für die Entlohnung sein. Aber das ist Utopie…

    Tja und Gold? Ich mag daran erinnern, das Gold nur bei den Inkas im Überfluss vorhanden war, bis die Spanier es geklaut haben.
    Danach war es weg und genau so rar, wie überall auf der Erde…
    Wenn Währungen tatsächlich mit Gold gedeckt gewesen wären (überprüfbar!!) und von Volks-Gemeinschaften kontrolliert worden wären, hätte es keine Kriege gegeben. Sie wären immer nach einigen Wochen in sich zusammen gefallen. Kein Geld mehr da!

    Das Übel ist tatsächlich das existierende Geldsystem mit dem privat ausgegebenen „Schein-Geld“. Auch von Staaten würde ein Schein-Geldsystem mißbraucht werden. Da bin ich ganz sicher.
    Eine Gemeinde in überblickbaren Ausmaß könnte anständig handeln und wir müßten nicht auf Teufel komm raus Wachstum generieren.
    Ewiges Wachstum nennt sich Krebs.
    Wörgl hatte es bewiesen, bis der Gemeinde verboten wurde, was Allen genutzt hatte.

    Lieben Gruß
    Martin

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  6. mkarazzipuzz sagt:

    Marianne Berthold
    15/06/2019 um 14:53
    Du hast so einen wunderschönen deutschen Vornamen, liebe Marianne. Ursprünglich kommt er aus dem hebräischem und setzt sich zusammen aus Miriam und Hanna. Das ist die Anmutige Schöne und die Widerspenstige.
    Warum verunstaltest du diesen Rufnamen mit der Anglo-Verkürzung Merry?
    Aber ich gebe dir recht. Ein dienendes Geldsystem ist der Schlüssel zu einer friedlichen Welt. Dieses dienende Geldsystem gehört aber in die Hände der erwachten Gemeinschaft. Nicht in die Hände Geldgieriger.
    Lieben Gruß
    krazzi

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