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Gedenke der Quelle, wenn du trinkst

 

von Angela, 05. 03. 2019

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Als wir ein Kind waren, brachten uns die Eltern bei „bitte und danke“ zu sagen., weil man das eben so tut… Doch haben wir dieses Danken auch von Herzen empfunden?

Es war wohl eher eine mechanische Äußerung und so ist es bei vielen Menschen auch heute noch geblieben . Das Anspruchsdenken herrscht vor und vieles wird als selbstverständlich genommen. Das ist sehr schade, denn ein Mangel an Dankbarkeit beraubt uns einer wundervollen Erfahrung und der Möglichkeit zu innerem Wachstum. Zum Thema Dankbarkeit gibt es viele Zitate großer Geister, so fand ich folgende zwei besonder schön:   „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens“ (Jean-Baptiste Massilon) und “ Nicht die Glücklichen sind dankbar, es sind die Dankbaren, die glücklich sind“ ( Francis Bacon ) .

Lieben wir nicht alle Menschen, die Dankbarkeit ausstrahlen? Sie sind für alles, was ihnen geschenkt wird, dankbar, seien es materielle Güter oder irgendeine Form von Zuwendung. – und  drücken es auch mit Worten aus. Dadurch haben wir den starken Drang, ihnen noch mehr Gutes zukommen zu lassen. Was unterscheidet diese Menschen von anderen?

Sie leben aus ihrem Herzen heraus,, denn nur, wer über genügend Liebe verfügt, kann auch  dankbar sein. Ein dankbarer Mensch erkennt in seinen Mitmenschen primär das Göttliche und wird das auch in Form von Wertschätzung und liebevollen Worten ausdrücken. Dadurch entsteht ein wirklicher Herzens-Kontakt und der Strom der Liebe kann fließen.

Oft sind wir mit usneren Gegebenheiten unzufrieden und hadern mit unserem Schicksal. Das führt uns niemals zum Gewünschten hin. Das Gegenteil ist der Fall. Wir könnten innehalten und das, was wir schon besitzen, wirklich wertschätzen. Das Universum regiert darauf in ähnlicher Weise wie wir selbst und wird uns noch mehr von allem Guten zukommen lassen. Wir geraten in eine Resonanz der Liebe und diese Schwingung zieht die Essenz dessen an, was wir ersehnen.

In Schweden gibt es einen schönen Brauch. In jeder Familie wird am Ende eines Gemeinschaftsessens von allen Teilnehmern der Satz “ Danke für die Mahlzeit“ ausgesprochen. Das ist eine liebevolle Geste und macht bewusst, dass nichts als selbstverständlich hingenommen werden sollte.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seinen Dank an das Universum auszusprechen. Wir können es in Gedanken tun, doch noch besser wäre es, wenn wir es laut aussprechen oder unseren Dank aufschreiben. Er gerät dann leichter in „Die Welt der Formen“ und kann sich auf vielerlei Weise in unserem Leben manifestieren.

Eine wirkungsvolle Übung könnte darin bestehen, , sich jeden Abend kurz aufzuschreiben, was wir am Tag an Wunderbarem und Schönem erlebt haben und dann dafür zu danken. Das können ganz kleine Dinge sein: ein unverhofftes Lächeln, eine liebevolle Geste, das Schnurren eine Katze oder ein Kompliment, die Schönheit eines Sonnenuntergangs, das gute Gelingen eines Vorhabens , ein gerade passender Parkplatz und vieles mehr.

Falls wir uns darauf konzentrieren, werden wir uns wundern, mit wie vielen schönen Dingen wir jeden Tag beschenkt werden. Die Wahrnehmung verstärkt sich und unser Gefühlskörper, der ja im allgemeinen unruhig hin-und her schwingt, wird friedlich. Negative Erlebnisse treten in den Hintergrund und wir können uns mehr auf unser höheres Wesen konzentrieren.

Es gibt noch einen weiteren positiven Effekt der Dankbarkeit:

Indem wir unser Herz öffnen und danken, verbinden wir unsere beiden Gehirnhälften, und das führt uns über unser normales emotionales Denken hinaus. Wir sind dann imstande, unser Leben als Ganzes zu überschauen und unser Denken und Fühlen spielt sich auf einer höheren Ebene ab.

Große Dankbarkeit sollten wir auch unserem Körper entgegenbringen. Jede unserer Zellen besitzt ein eigenes Bewusstsein, sozusagen eigene Gefühle . Wenn wir nun an unserem Körper herum mäkeln oder über eine Krankheit entsetzt sind, wird er das nicht so gut aufnehmen. Wenn wir ihm, oder einzelnen Organen dagegen für die gute Arbeit danken , ihn liebevoll behandeln, werden die Zellen auch ihre Energie steigern und er wird es uns durch gute Gesundheit danken.

Auch für unangenehme, schmerzliche Erlebnisse können wir letztendlich dankbar sein, denn gerade sie zeigen uns auf, was wir in unserem Leben noch verändern sollten, um heil und ganz zu werden. Der eigentliche Sinn einer Erfahrung zeigt sich nämlich oft sehr viel später.

Dazu gibt es ein paar Zeilen von Paul Coelho, die es uns ermöglichen, hinter die Dinge zu schauen und in allem das Sinnvolle zu sehen:

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben. Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich belogen haben. Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben. Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben. Sie haben meinen Mut geweckt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten. Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.
Ich danke allen, die mich verwirrt haben. Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.
Ich danke allen, die mich verlassen haben. Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben. Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben. Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben. Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Ich danke allen, die gegen mich gewonnen haben. Sie habe mir gezeigt auch verlieren zu können.

Vor allem aber danke ich all jenen, die mich LIEBEN, SO WIE ICH BIN.

Sie geben mir die Kraft zu leben!
Danke. 

Paulo Coelho – Handbuch des Kriegers des Lichts

Angela


9 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Hawey sagt:

    Liebe Angela,
    hier sprichst Du ein Thema an. Das mir in meinem Beruf als Busfahrer sehr schnell aufgefallen ist. Ich habe es für mich die Feedbacktechnik genannt.

    Aus meinen Beobachtungen konnte ich erkennen das wenn ich ein freundliches Feedback gab, dass sich das positiv auswirkte nicht nur auf die eine Person sondern das ging im Zickzack durch den ganzen Bus.
    Mal war es ein freundliches Guten Morgen, mal ein Kopfnicken, mal eine Augenzwinkern oder ein freundliches hallo. Als ich dann dazu überging das ein jeder meiner Fahrgäste mit einem lächeln ausstieg. Formte sich in mir der Satz bzw. die Erkenntnis, “ Schenke der Welt Dein Lächeln und sie lächelt zurück. In der Tat!

    Kann es was schöneres geben als wenn du denen dann wieder begegnest und er oder sie oder es lächelt dich an, weil er, sie, es dich in guter Erinnerung hat. Ja er, sie, es bringt dir dein Lächeln wieder. In vielen Kommentaren habe ich ja schon darüber geschrieben deshalb hier nur die Kurzfassung. Ich kann es auch nur wiederholen, schenkt der Welt euer lächeln und sie wird zurück lächeln es geht gar nicht anders. Ich lebe das, manchmal ist es einfach wie ein Sonnenstrahl der die Dunkelheit erhellt.

    Übrigens für alle die Ängstlichen die meinen es kostet etwas, nein ein Lächeln kostet nichts und ist doch oft mehr Wert als ein Goldbarren.

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  3. Mujo sagt:

    Liebe Angela,

    „Nicht die Glücklichen sind dankbar, es sind die Dankbaren, die glücklich sind“ ( Francis Bacon ) . “

    Das ist wirklich wieder ein sehr weiser Satz, den ich noch nicht kenne, aber von nun an zu meinen Wortschatz gehört.

    Ich danke dir 😉

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  4. Bitte und Danke und ein Lächeln ist das Alpha und das Omega in dieser Welt. 🙂

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  5. palina sagt:

    mein Tischspruch mit den KIndern, als sie klein waren und heute mit meinen Enkeln.
    „Erde, die uns dies gebracht.
    Sonne, die es reif gemacht.
    Liebe Sonne, liebe Erde.
    Euer nie vergessen werde.“

    Dankbarkeit im Kleinkindalter angelegt.

    Gefällt 4 Personen

  6. Liebe Angela, welch wahre Worte…..

    Ich habe heute meiner Zahnärztin sogar Danke gesagt, obwohl sie grad wirklich unangenehme Handlungen an mir vornehmen muss.
    Sie ist normalerweise ein etwas ungemütliches Wesen, faucht öfter mal ihre Angestellten an, wo ich mir dann denke „mei, das würde ich mir nicht gefallen lassen wollen“
    Doch heute war eine andere Stimmung, kann es nicht erklären,
    Sie war so ganz konzentriert auf den einen Zahn, schaute hier, schaute da, kontrollierte xmal das Ergebnis ihrer Vorarbeit bevor sie den nächsten Schritte machte. Das fand ich wirklich spannend, hab in der Vergangenheit nur wenige Zahndoktoren mit solch einer korrekten Arbeitsweise erlebt.
    Dafür hab ich mich nach Abschluss bedankt…….und ihr Gesicht, ihre Körperhaltung, alles veränderte sich in Richtung Entspanntheit.
    Und wisst ihr was, sie bedankte sich daraufhin für meine vielen Fragen, dieses genau wissen wollen was da gemacht wird, dieses Interesse an dem, was der Andere da tut.

    Das hat mir etwas zum Nachdenken gegeben……

    @Palina
    Das Tischgebet kenne ich auch, von meiner anthroposophisch orientierten Schwester her, finde ich sehr schön.

    Bei uns früher war es das Mini Tischgebetchen
    „Komm Herr Jesus sei unser Gast, und segne was Du uns bescheret hast“

    Wir waren halt christlich aufgewachsen, wo Jesus einen ganz besonderen Stellenwert hatte.
    Doch es war nie der Jesus wie die Kirche ihn dargestellt hat, unser Jesus war nicht von Leiden geprägt, sondern wo Freude und Güte und Liebe präsent war. Dieser ist bis heute in mir präsent.

    Gefällt 1 Person

  7. palina sagt:

    @marietta
    Oh weibliche Zahnärzte – mit so einer hatte ich es auch mal zu tun. Barsch und ruppig ist noch milde ausgedrückt.

    Aber du hast sie erfreut. Wie schön. Ist schon bemerkenswert wie sich Leute verändern, wenn man auf sie eingeht.
    Könnte da auch Geschichten dazu schreiben.

    Zum Gebet – ich finde wenn man die Kinder mit der Natur verbindet, verbindet man sie mit dem Göttlichen. Und Kinder haben den Zugang auch dazu.
    Wir dürfen den Faden nur nicht abschneiden.

    Morgenspruch für die vier unteren Klassen von Rudolf Steiner

    Der Sonne liebes Licht,
    Es hellet mir den Tag;
    Der Seele Geistesmacht,
    Sie gibt den Gliedern Kraft;
    Im Sonnen-Lichtes-Glanz
    Verehre ich, o Gott
    Die Menschenkraft, die Du
    In meine Seele mir
    So gütig hast gepflanzt,
    Dass ich kann arbeitsam
    Und lernbegierig sein.
    Von dir stammt Licht und Kraft,
    Zu dir ström‘ Lieb‘ und Dank.

    September 1919 (Lit.:GA 40, S. 350)

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  8. Mujo sagt:

    @mariettalucia

    „Doch es war nie der Jesus wie die Kirche ihn dargestellt hat, unser Jesus war nicht von Leiden geprägt, sondern wo Freude und Güte und Liebe präsent war.“

    Mit ein Gund warum ich schon in sehr frühen Jahren aus der Kirche ausstieg. Dieses Leiden und gekreuzigte stand so in wiederspruch zu meinen gefühlten Leben. In Südamerika sieht man ihn weitgehend stehend mit Ausgebreiteten Händen, was viel mehr meine Vorstellung von Liebe und Mitgefühl entspricht.

    Gefällt mir

  9. @Mujo

    In Indien sah ich nie einen gekreuzigten Jesus in den Kirchen, sondern nur immer schöne Bilder von einem gütigen Menschen mit ebenso weit ausgebreiteten Armen……

    Gefällt 1 Person

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