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Heilsitzung / Ein Protokoll

Ich bin überrascht davon. Eine leise innere Stimme rät mir, den Ablauf einer dieser Tage stattgefundenen Sitzung zu veröffentlichen. „Ich“ wäre nie auf diese Idee gekommen. Die Idee kam wie ein frisches Lüftchen.

Der Mann, nennen wir ihn Pak (Abkürzung von Babak. Hier darf jeder Erwachsene Mann mit Pak angesprochen werden), ist 40 und Vater von vier Kindern. Oft leidet er an Kopfschmerzen, Schmerzen in Nacken und Hals, leidet an Energielosigkeit und an dem, was hier „pussing“ genannt wird. „Pussing“ kann Kopfschmerzen bedeuten, wird aber auch gebraucht für „zwanghaftes Grübeln über anstehende Probleme“.

Er übernimmt Eigenverantwortung, ist ein richtiger Mann, geht nie zum Arzt. Wenn er krank ist, will er es alleine durchstehen und meistern.

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Nun war sein Zustand so elendiglich, dass er mich um eine Sitzung bat. Ich horchte in mich und in ihn hinein, unsere Seelen sagten „ja“, und wir vereinbarten die Sitzung in der Abendstunde. Als Aufgabe bis dahin forderte ich ihn auf, sich genau darüber ins Klare zu kommen, welcher Anlass / welche Anlässe ihn zu den Endlosgedankenschlaufen zwingen.

Eine anspruchsvolle Aufgabe, dies sei erwähnt. Ich wollte damit erreichen, dass er seine Denkerei bedenke, denn mir war schon oft der naheliegende Gedanke aufgestiegen, dass sein Pussing ihn körperlich krank mache – wie so viele andere Menschen eben auch.

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Die Wiedergabe einer Sitzung…schreibenderweise merke ich erst, wie schwierig es ist, per Sprache rüberzubringen, was da auf mehreren Ebenen abläuft. Ich versuche, das Gewusel per verschiedener Schrift übersichtlich zu machen: Zwischenbemerkungen kursiv. Was ich in der Sitzung sagte, in Blau. Was Pak sagte, rot.

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Ich wusch die Hände und legte Metall von meinem Körper ab.

Wir standen gegenüber, beide etwas Aura Soma Djwal Khul in den linken Handflächen. Mit beiden Handflächen leicht verreiben. Mutter Erde widmen, unten. Nicht sichtbaren Freunden widmen, horizontal. Dem Kosmos widmen, oben. Die gesamte eigene Aura damit durchfächeln.

Ich und du verbinden uns mit Mutter Erde. Fühle deine Füsse, fühle den Boden. Lasse sanft und fest Wurzeln in den Grund wachsen. 

Ich und du verbinden uns mit unseren geistigen Freunden. Ich und du laden unsere geistigen Freunde ein, herbeizukommen, uns beizustehen. 

Ich und du verbinden uns mit dem Kosmos. Wir lassen ein hellviolettes Band von unserem Scheitelchakra wachsen. Es verbindet dich und mich mit dem Kosmos. 

Nun lege dich hin. (Kissen unter die Kniekehlen.)

Ich weiss vor einer Sitzung nie, was geschehen wird, nie, was ich machen werde, nie habe ich eine Idee davon. Ich „beschäftige“ mich mit dem „Fall“ vor der Sitzung, einen Tag lang, vielleicht eine Stunde lang, ja, aber nicht kognitiv, nicht planend. Ich lasse den zu Begleitenden mir nahe kommen, „bewege ihn in mir“, lasse ihn „in mich sacken“. 

„Sebentar!“

Sebentar“ heisst  übersetzt „Einen Augenblick, bitte“, wobei der indonesische „Augenblick“ auch mal ne Halbe Stunde dauern kann. 

Pak verstand. Indonesier können „Sebentar“ besser verstehen als wir zielorientierte zeitgestresste DACH Leute.

Während der „Sebentars“ öffne ich mich und mache nichts denn aufmerksam sein. Es braucht grosses Vertrauen, denn ich weiss wirklich nicht, was zu tun ist. Mein Ego ist auch während einer Sitzung anwesend, und es versucht immer und immer, sich einzumischen und mich davon überzeugen, ich sollte etwas wollen, ich sollte nun eine mir bekannte Strategie abspulen. Nö. Nö, lieb Ego, hier hast du keine Aufgabe, du darfst beiwohnen, doch Einmischen stört den Prozess.

Ich horche also gelassen, und, bis zum heutigen Tage in einer jeden Sitzung ist noch immer gekommen die Eingebung.

Sie kam.

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A

Du kannst aus Pak hinaustreten. Pak lebt, er liegt lebendig hier auf der Matratze. Und Pak kann gleichzeitig hinaustreten. Der Pak, der hinaustritt, ist weise. Tritt du nun, weiser Pak aus dem hier liegenden Pak hinaus und setze dich bitte auf diesen Stuhl.

Pak bestätigte. Er sass auf dem Stuhl.

Du weiser Pak, auf dem Stuhl sitzend, betrachte Pak, auf der Matratze liegend. Was siehst du? Was fällt dir auf?

Stille.

Du, weiser Pak, auf dem Stuhl sitzend, betrachte Pak, auf der Matratze liegend. Was an diesem Pak gefällt dir? Was an diesem Pak ist schön und gut?

Stille.

Wir beide öffneten die Augen, unsere Blicke trafen sich, Pak verneinte.

Was Gutes sieht der weise Pak?

Leises Kopfschütteln. „Tidak ada“. „Nicht vorhanden“ –  „Er sieht nichts Gutes.“

Das musste ich erst mal verdauen, denn so hatte ich Pak nicht eingeschätzt. Ich hatte wahrlich und offensichtlich fälschlicherweise gemeint, dass er sich höher schätze, dass er in gesunder Liebe zu sich selber lebe.

Sebentaaar.

Stille.

Ich musste mich einkriegen. Dieser hammerharte Bericht liess mich einen Moment aus der notwendigen Gelassenheit rausspicken und absacken in egoerzeugtes mitleidiges Staunen. Dies musste sich auflösen, bevor ich weiterfahren konnte.

Sebentaar.

Stille.

Rufe den weisen Pak wieder in dich selbst zurück. 

Sebentar.

Stille.

Kita perlu sese teman yang membantu. Wir brauchen einen Freund, der hilft. 

Du siehst all deine und meine Freunde, welche uns hier umgeben?

Nicken.

Frage, wer weiterhelfen wolle. Und der Helfer möge sich bitte auf den Stuhl setzen.

Es dauerte. Ich „sah“ einen Vierschrötigen, der sich näher zu begeben begann. Ich staunte, dachte aber, dass ich nicht alles verstehen müsse. Und wartete.

Thom yang mau membantu – Thom ist der, der helfen will.

Ich war wahrlich überrascht. Wie wo was jetzt?

Was für ein Thom ist es, der jetzt hier auf den Stuhl sich setzen und helfen will?

Ja, das ist Thom, das bist du, aber du bist es auch nicht, es ist wie Thom II, du bist hier und Thom II ist hier, und Thom II will helfen. Zuerst wollte einer kommen, den habe ich sofort weggeschickt, der war schlecht, und dann ist Thom II gekommen.

Einverstanden. Lade Thom II ein, sich zu uns zu setzen.

Gehe nun in dich und in dein Gefühl, dass du schlecht seiest. 

Stille.

Nun frage Thom II, was er sieht.

Stille.

Er sagt nichts.

Er sagt nichts???

Ja, er sagt nichts. Er lächelt.

Ich lachte.

Dir ist klar, was dieses Lächeln bedeutet, Pak?

Ja. Es bedeutet, dass er nichts Schlechtes sieht.

Richtig. An Pak ist nichts Schlechtes. Pak ist vollkommen in Ordnung so, wie er ist, und Thom II zeigt dir das mit seinem Lächeln und du verstehst es, und es ist wahr.

Pak!

Immer dann, wenn du dich als schlecht fühlst, erinnere dich dieser Situation. Erinnere dich des Lächelns von Thom II.

Es zeigt dir, dass nichts Schlechtes an dir ist, es zeigt dir, dass du in Ordnung bist.

Leuchtet dir das ein? Hältst du das für eine gute Idee?

Pak, leise lächelnd: Ja.

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B

Sebentar. Ich gebe das Thema „Nackenschmerzen“ ein.

Stille.

Lege dich nun auf den Bauch.

Kissen unter Füsse und unter Oberleib.

Ich erfühle die Aura von Pak, beginnend nahe am Hals. Ich spüre etwas. Es fühlt sich schwarz an. Ich lote aus. Wie gross ist dieses Gebilde. Ich bin platt. Der Mann hat einen schwarzen Ballon in seinem Nacken mit mehr als einem Meter Durchmesser. Noch nie habe ich so ein Ungetüm angetroffen.

Meines Wissens ist es die dritte Auraschicht, die ich fühlen kann. Sie gibt mir Auskunft über Befindlichkeiten.

Sebentar. 

Stille.

Du hast einen grossen Ballon in deinem Nacken. Er enthält gedanklichen Unrat.

Baue einen feinen Schlauch von diesem Ballon zu deinen Lungen. Baue einen feinen Schlauch von deinen Lungen in den Kosmos. 

Atme tief ein das, was im Ballon ist. Es gelangt in deine Lungen. Und atme tief aus dieses Eingeatmete, hinaus in den Kosmos. Der Kosmos sorgt dafür, dass diese Energien an einen Ort kommen, wo sie konstruktiv angewendet werden. 

Tue dies sieben Mal. 

Ich beobachtete und atmete mit. Es gibt Leute, die haben noch nie bewusst tief ein- und ausgeatmet. Nicht so Pak. Langsam und tief atmete er, und nach dem Ausatmen liess er jeweils die natürliche Pause bis zum nächsten Einatmen geschehen.

Ich kontrolliere nun.

Der Ballon war komplett zusammengeschrumpft, war schier nur noch ein Punkt.

Der Ballon ist nun leer. Er ist aber vorhanden. Du musst ihn mit Gutem füllen. Nicht so gross wie zuvor, fussballgross ist längst genug. 

Erinnere dich an drei Bilder oder Begebenheiten, die du liebst, sei es ein Kind, welches spielt, eine Lieblingsstelle in deiner Heimat, eine kleine freudige Begebenheit aus deinem Leben.

Stille.

Ja. Ich habe drei.

Gut. Nimm drei tiefe Atemzüge, ziehe mit jedem Atemzug eines der drei Bilder tief in deine Lungen ein und atme sie durch die kleine Leitung aus, hinein in deinen kleinen Ballon in deinem Nacken.

Ruhig und stark tat Pak so.

Tue dies immer dann, selbständig, wenn du dich an deine Nackenprobleme erinnerst, oder wenn dein Nacken gar zu schmerzen beginnt. 

Leere den Ballon zuerst so, wie vorhin, mit sieben Atemzügen, und gib drei gute Bilder neu hinein.

Pak nickte.

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C

Sebentar. Ich spürte, dass es noch etwas brauchte und horchte.

Stille.

Ja. Dein Dauer-Pussing (quälende Gedankenendlosschlaufen).

Lege dich wieder auf den Rücken.

Stelle dir eine solide Kiste vor, es kann auch ein Geldschrank oder eine Büchse sein, solid muss sie sein, und sie muss abschliessbar sein. Weise ihr einen Stammplatz hier im Raum zu. 

Stille.

Ja, ich habe sie.

Immer dann, wenn du Entlastung von der Denkerei brauchst, dich erholen willst, nimm alle deine Gedanken im Kopf, nimm sie behutsam und lege sie in die Kiste, schliesse die Kiste ab und verwahre den Schlüssel in deinem Herzen. Pass auf, Pak. Das ist keine Heilung. Das dient dir lediglich dazu, von Zeit zu Zeit innere Ruhe erlangen zu können. Es ist unerlässlich, dass du die Kiste täglich öffnest und die deponierten Gedanken wieder in dich aufnimmst. 

Nochmal. Das ist nur tauglich für ein paar Tage oder Wochen. Danach werden wir die Kiste auflösen und den Schlüssel dazu auch. Ich bitte dich zu wiederholen, was ich dir jetzt gesagt habe.

Pak wiederholte exakt. Er hatte verstanden.

Bitte steh auf.

Wir stellten uns gegenüber, bedankten uns beim Kosmos und zogen unsere Sonderverbindung ein.

Wir dankten allen unseren geistigen Helfern und entliessen sie.

Wir bedankten uns bei Mutter Erde und zogen unsere Wurzeln ein.

Ich strich Pak drei Mal von Scheitel bis zu den Füssen ab, beim Kopf nur in der Aura, beim Körper körperlich kräftig.

Ich klatschte in die Hände, er tat es auch. Ich wusch meine Hände, und wir setzten uns draussen eine Weile still zusammen.

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Thom Ram, 16.02.07

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2 Kommentare

  1. Johannes Anunad sagt:

    Mein tiefster Respekt vor Deiner Arbeit, lieber Thom!
    DANKE für das mit uns Teilen!

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  2. arnomakari sagt:

    Man kann seine Aura ganz einfach aufladen , in dem man seine Beide Arme hochhebt und die Finger ,ausstreckt dabei den Daumen auf den Kopft richten und das so lange bis man spürt das es in den Finger kribbelt ,man kann die Aura ganz einfach feststellen mit der Rute und Pendel , mit der Rute kann man auch jede stelle am Körper feststellen wo Blokaden sind , das geht auch an ein Bild .

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