bumi bahagia / Glückliche Erde

Träum ich?

(LH) Manchmal ist man sich nicht sicher, ob man sich noch im Traum befindet oder ob man doch schon wach ist, so realitätsnah sind manche Träume. Ein solcher ist mir unlängst widerfahren…
Luckyhans, 12./16. Februar 2019
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Auf dem Tisch lag ein runder Gegenstand. Ich konnte nicht genau erkennen, welche Farbe er hatte, denn ich schwebte hoch über dem Tisch. An jeder Tischseite saß ein Beobachter, Augenhöhe offenbar nur wenig über Tischkante, denn ich hörte, wie sie sich darüber unterhielten, was sie da auf dem Tisch sahen.

„Ich sehe ein Rechteck“, meldete sich der von links. „Ich kann auch ein Rechteck sehen“, echote der von rechts. „He, auch ich erkenne dort ein Rechteck“, sprach der von vorn. „Genau“, schloß der von hinten, „ich ebenfalls. Damit sollte eindeutig klar sein, was dort auf dem Tisch steht: es ist ein Quader, denn der sieht von allen Seiten aus wie ein Rechteck.“
„Ja ja“, fielen alle anderen ein, „richtig, ein Quader, es ist ein Quader!“

Und nach einer Weile: „He, was sagst du?“

Das ging auf mich. Sonderbar, dachte ich, denn für mich sieht es von oben aus wie ein Kreis. Wenn ich jetzt sage, daß es für mich eher wie eine Kugel aussieht, dann werden alle spotten.
Egal, ich bin ehrlich: „Für mich sieht es aus wie eine Kugel…“

Kurze Stille, dann fröhliches Gelächter rundum: „Hahaha, hört euch den Überflieger an, eine Kugel sieht er da…. Junge, du brauchst eine dicke Brille… Oder ein neues Hirn… Mann, nimm die Tomaten von den Augen… Das IST ein Quader!“

Hm, dachte ich, sehbehindert bist du nicht, du siehst deutlich einen Kreis. Da beißt die Maus keinen Faden ab, deine Sicht ist klar.
Hilft nichts, ich muß mir das Ding da mal aus einer anderen Sicht anschauen.

Also schwebte ich runter und setzte mich neben den linken Kumpel.
Und tatsächlich, das sah eindeutig wie ein Rechteck aus – er hatte mich nicht veräppelt.
Ich schwebte hinüber zum vorderen – und dasselbe Ergebnis.
Die anderen zwei Positionen konnte ich mir sparen – die sahen dasselbe, nur von der anderen Seite.
Was nun?

Denke, denke, denke – KLAR: das ist ein Zylinder auf dem Tisch! Von oben ein Kreis und von allen anderen Seiten ein Rechteck.

Also wieder rauf und verkünde die Wahrheit: „Hallo, Leute, ich hab’s – das da ist ein Zylinder.“

Gemurmel von unten. „Jetzt kommt er schon wieder mit was Neuem – erst Kugel, nun Zylinder.“ – „Mann, wir haben das doch schon durch, das ist ein Quader.“ – „Immer muß der eine eigene Meinung haben…“ – „So ein Quertreiber…“
Dann ein lautes:
„Keine Extrawurst, mein Freund – wir sind hier in der Mehrheit, und wir haben erkannt, daß das eindeutig ein Quader ist.“

„Dann seht euch das Ding doch mal aus meiner Sicht an, dann werdet ihr sehen, daß es von hier aus gesehen wirklich rund ist“, antwortete ich verstimmt.

„Klugschnacker, du weißt genau, daß keiner von uns schweben kann. Du willst uns nur zum Narren halten, und erzählst uns Dinge, die wir nicht nachprüfen können.“

„Ich hole einen Spiegel, dann könnt ihr sehen, was ich von hier aus sehe!“ rief ich verzweifelt.
„Und wer sagt uns, daß du uns dann nicht etwas anderes vorspiegelst? Wir sehen, was wir sehen!“ – „Genau!“ – „Richtig!“ – „Einen Quader!“

Was nun?
Leute, die nicht von ihrem Standpunkt lassen wollen (oder können), sind nicht zu überzeugen.
Überhaupt kann sich jeder nur selbst von etwas überzeugen, ob es wahr ist oder nicht… Also, was tun?

Letzte Chance: in steilem Parabelflug hinab und voll mit Schwung gegen die Oberkante des Zylinders gestoßen – vielleicht kippt er ja um, und dann hätte ich zumindest zwei meiner Opponenten auf meiner Seite…

Gedacht – getan! Vollgas hinab – und Rammstoß!
Bumm!!!

Aua!!! Das tat weh!!! Mir wurde ganz blümerant, es schwanden die Sinne.
Im Wegsacken hörte ich noch von fern: „Jetzt guck dir den Dickschädel an, nur um Recht zu haben, macht er den schönen Quader kaputt – nun rollt das Ding…“

Und da erwachte ich. Mit Kopfbrummen erster Klasse.
Langsam wuchs auf der Stirn eine Beule: ich hatte mir offenbar heftig den Kopf an der Bettkante gestoßen.
Das kommt davon, wenn man unbedingt recht haben will…


9 Kommentare

  1. Thom Ram sagt:

    Lach. Genial. Wirklich geträumt hast du das, du Schlingel?

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  2. Guido sagt:

    Toller Traum! Vor allem so detailliert…

    Man sieht halt was man sieht und vertraut erstmals am Besten auf seine eigene Wahrnehmung.

    Zumindest, wenn anders lautende Infos aus wenig verlässlichen Quellen stammen. Als Beispiel mag die FSM dienen.

    Aber du scheinst da eine Sonderrolle (Vertrauensperson?) bez. der um den Tisch Versammelten eingenommen zu haben. Denn du konntest fliegen, die andern nicht. Auch scheint dies den anderen als selbstverständlich erschienen zu sein. So im alltäglichen Leben würde das aber für Aufregung sorgen…

    Hab selbst heute einen Flugtraum gehabt und noch einen seltsamen weiteren Traum. Leider lässt Letztens mein Erinnerungsvermögen was die Detailgenauigkeit zu wünschen übrig.

    Also ich stand da vor einer riesigen elektronische Tafel. Sie bestand aus mehreren Zeilen und war in der Mitte senkrecht in zwei Teile geteilt. Nun sind da laufen beidseitig Bilder angezeigt worden. Meine Aufgabe war, gedanklich zu verhindern, dass gleichzeitig auf beiden Seiten in der gleichen Zeile das gleiche Bild angezeigt wurde. Denn wenn dies geschah, ist es sofort Realität geworden. Mir war etwas schummrig, denn da wurden auch gefährliche Dinos angezeigt. Dann ist es passiert, dass (wie etwa beim Tetris, wer sich noch daran erinnert) ich mich verhaspelt habe und zwei gleiche Bilder angezeigt wurden. Das wurde dann auch sofort Realität. Zum Glück war es nur ein pflanzenfressender Saurier.

    Hoffe, nicht ins Fettnäpfchen getapst zu sein. Der Faden soll wohl eher nicht als Traumsammelfaden dienen, sondern eher für erhellende Kommentare zu deinem ungewöhnlichen Traumerlebnis…

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  3. Thom Ram sagt:

    Guido 20:21

    Fettnäpfchen?
    Wo denkst du hin? War doch eine logische, weiter bebildernde Fortsetzung, dein Traum.

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  4. Johannes Anunad sagt:

    Sehr bildhaft als Traum erzählt, das bekannte Beispiel für den nötigen Perspektivenwechsel, um ein vollständigeres „Realitätsbild“ zu erlangen, lieber Hans.
    Eine andere Parabel ähnlicher Aussage ist ja das Bild mit dem Elefanten, dessen Natur und Gestalt von einer Gruppe Blinder tastend erforscht wird, die jeweils ein anderes Körperteil des Riesen zu fassen bekommen, und entsprechende Beschreibungen über die Natur und Gestalt des Wesens abgeben… Ihr werdet Euch erinnern…

    DANKE!

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  5. luckyhans sagt:

    zu Guido 16/02/2019 um 20:21
    „du scheinst da eine Sonderrolle (Vertrauensperson?) bez. der um den Tisch Versammelten eingenommen zu haben. Denn du konntest fliegen, die andern nicht. Auch scheint dies den anderen als selbstverständlich erschienen zu sein.“

    Lieber Guido,
    da hast du aber schon wieder eine eigene Interpretation erstellt… 😉
    Die anderen haben das Schweben (nicht fliegen!) einfach als eine Besonderheit akzeptiert, die mich anders machte. Und die ich gern zur Verfügung gestellt habe, um meine Sichtweise ihnen zugänglich zu machen…

    „Anders“ bedeutet ja nicht in jedermanns Vorstellung auch „besser“ oder „im Vorteil“ – es kann ja auch einfach das Akzeptieren des „Andersseins“ gewesen sein… „der is halt so“… für den einen ein Depp, für den anderen ein Spinner, aber jedenfalls ungefährlich… 😉

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  6. luckyhans sagt:

    zu Thom Ram 16/02/2019 um 19:20
    … natürlich!
    Ich träume nie…
    😉

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  7. arnomakari sagt:

    Ich Träume viel . aber am Mittwoch ging ich um 11,30 schlafen ich war noch wach als ich eine Stimme hörte ,dann spürte ich wie meine Decke wegezogen wurde , ich wollte Licht anmachen aber ich konnte miich nicht bewegen , da spürte ich wie etwas weiches neben mir lag , und die Stimme sagte dann es ist Höchste Zeit das du das 12 Gebot bekommst , aber warte noch eine kurze zeit dann wirst du es bekommen , dann gab sie mir die Hand die war so weich wie Watte , sie sagte ich komme wieder dann bekommst du das 12 Gebot , denn Moses hat 12 Gebote bekommen , ich weiß du nennst sie die lebensregeln , dein Unterbewusst weiss wer die 12 Lebensregeln auf die Erde gebracht hat , aber du bist immer noch ein Tapferer Feigling , und dann war sie weg , danach konnte ich mich wieder bewegen und habe gut geschlafen ….

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  8. Silvia Decker sagt:

    Ich hatte Mittwochnacht ebenfalls ein Erlebnis.
    Ich bat meine geistigen Helfer um einen Hinweis, welche frühere Inkarnation unmittelbar mit meiner heutigen zu tun hat.
    Während des Erwachens am Morgen ( ich schlief nicht mehr), sah ich einen Mann und erkannte mich in ihm. Ich war ein Wandermönch, der in Armut lebte und die Menschen zuhause etwas unterrichtete. Es wurde nicht gesprochen und trotzdem wusste ich alles wieder.
    Ich sah außerdem eine brennende Kerze in Orange, die irgendwie in Blau überging. Ich erfuhr das meine Seele sich aus dem Orange zum Blau entwickelt. Als ich völlig erwacht war, habe ich bitterlich geweint vor Mitgefühl mit diesem Bettelmönch, der ichselbst einmal war.
    Den ganzen Tag lang war ich völlig außer mir und musste liegen.
    Am nächsten Tag dann, habe ich alle Gelübde und Eide und alte Verbindungen gelöst.

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  9. arnomakari sagt:

    Hallo Silvia
    Ich habe damit kein Problem mit den vielenTäume , letzte Nacht war ich auf den Planeten Takamorna das ist der Planet der noch nicht bewohnt ist , aber der ist schön , da werde ich hinreisen wenn mein Erdenleben zuende ist , ich habe auch schon mein tot gesehen aus der Vergangenheit , obwohl ich umgebracht wurde , habe ich meine Mörder verziehen , denkt daran wer nicht verzeihen kann , kann auch nicht lieben .
    Ich habe schon viele gute und schlechte sachen gesehen , aber ich denke was gewesen ist kann man nicht ,mehr ändern , aber die Zukunft ?

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