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Der Weg des Gautama Buddha

Wir hatten dieser Tage eine angeregte Diskussion über Buddhismus und ZEN-Buddhismus.

Angela hat eine ihrer Betrachtungen für uns überarbeitet, und mit Vergnügen hänge ich sie raus, zu unser aller Bereicherung.

Danke, Angela.

Thom Ram, 04.01.06

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Der Weg des Gautama Buddha 

Wie ich gerade feststellen konnte, gibt es viel Unkenntnis über die Lehre des Gautama Buddha, der im Jahre 560 vor Christus geboren wurde. Auch wird sehr vieles, was Buddhas Anhänger hinzugefügt und oft auch verfälscht haben, mit der reinen Lehre des Erwachten vermischt.

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Gautama Siddharta Buddha war ein indischer Prinz und stammte aus einer gesellschaftlich hochstehenden Familie. Mit 16 Jahren heiratete er eine Prinzessin, die ihm einen Sohn, Rahula, gebar.

Bis zu seinem 29. Jahr lebte er seinem Stande gemäß in dem Königreich seines Vaters und wurde dort von allen negativen Dingen, die Menschen befallen können, weitestgehend abgeschirmt.

Doch eines Tages widerfuhr ihm eine Konfrontation mit den Problemen des Elends, des Alterns, der Krankheit und des Todes und von dem Moment an verwandelte sich sein Leben radikal.

Er verließ seine Familie, schloss sich einer Gruppe von Asketen, ernsthaften Gottsuchern an und versuchte bei ihnen eine Antwort auf seine drängenden Fragen nach dem Sinn des Lebens zu finden.

Sechs Jahre lang lebte er entbehrungsreich und streng asketisch, doch dann erkannte er, dass dieser Weg nirgendwohin führte und wandte sich davon ab.

Er nahm wieder ausreichend Nahrung zu sich, beging den „mittleren Pfad“, wie er es später nannte und erreichte schließlich durch ständige Meditation unter einem Bodhi-Baum sitzend die volle Erleuchtung.

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Die Erleuchtung ist eine Seins-Erfahrung, in der die Einheit mit dem göttlichen Urgrund, wie wir es formulieren würden, vollzogen wird. Es ist ein gedankenfreies Erleben aus dem tiefsten SEIN heraus und es verwandelt den Menschen für immer.

Ein Erleuchtetet ist zwar frei vom ewigen Kreislauf der Wiedergeburten, er kann aber aus Liebe zu den Menschen zur Erde zurückkommen. Dann wird er Bodhisattva genannt.

Es gibt viele Buddhas- Erwachte- und Bodhisattvas, auch Jesus wird dazu gezählt.

Ein Erleuchteter ist aber keineswegs ein Erlöser oder Heiland, er kann nur den Weg zeigen, gehen muss ihn jeder selbst. Das hat auch Buddha ständig betont.

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Was den historischen Buddha von vielen anderen Erleuchteten unterscheidet, ist sein Entschluss, aus Mitgefühl mit allen Wesen 45 Jahre lang im südlichen Indien umherzuziehen und seine Erkenntnisse über den Weg der Aufhebung des Leidens zu lehren.

Im Gegensatz zu Jesus wurde er auch verstanden, er lehrte  vor der damaligen geistigen Elite Indiens und ließ in seinen Reden durch viele Wiederholungen und genaue Ausführungen nichts unklar; noch heute nennt man ihn auf Grund seiner Kenntnis der menschlichen Seele den größten Psychologen aller Zeiten.

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Buddhas Lehre ist ein praktischer, gangbarer Weg, der keine starren Glaubenssätze, keine Sündenvorstellungen, daher auch keine Erzeugung von Schuldgefühlen zum Inhalt hat.

Es gibt im Buddhismus verschiedene Regeln, die aber als Wegweiser und Hilfen auf dem eigenen Weg aufzufassen sind. Es findet keine Verdammnis statt, es gibt nur heilsame und unheilsame Regungen, zwischen denen sich jeder Einzelne entscheiden kann.

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Rechtes Handeln soll auf Einsicht und nicht auf moralischen Dogmen begründet sein. Unheilsames Handeln verstößt aus Unwissenheit oder sogar wider besseres Wissen gegen die Daseinsgesetze, wodurch der Mensch in seiner Entwicklung zurückgeworfen wird und Schmerz erleidet.

Wer von den inneren Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten des Daseins nichts weiß, wird sehr schwer den Weg aus dem Leiden finden. Vom Leiden freikommen will jeder, und seit undenklichen Zeiten haben die Menschen versucht, die Befreiung durch Gebete, Riten, Opfer, durch gesunde Lebensweise, richtiges Atmen, durch wissenschaftliche Forschung, durch Bewusstseinserweiterung oder Gesellschaftsveränderung zu erzwingen. Viele dieser Bemühungen sind keineswegs falsch oder nutzlos, doch im Kern nicht ausreichend, das Leiden schleicht sich immer wieder ein.

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„Leiden“ sollte als ein unbefriedigender Zustand, der Verfall, Begehren, Unbeständigkeit, Wesenslosigkeit als Kern hat, verstanden werden.

In der „Wahrheit vom Leiden“ wird es genauer beschrieben: Geburt, Alter, Krankheit, Tod, Mit Menschen, die man nicht liebt, vereint zu sein, oder von Lieben getrennt zu sein, nicht erlangen, was man begehrt,  — all das ist Leiden.

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Als „Wahrheit von der Entstehung des Leidens“ wird der Durst, das Begehren bezeichnet und die „Wahrheit vom Vergehen des Leidens“ beinhaltet das Freiwerden und sich Abwenden vom „Durst“ oder dem Begehren.

Buddha lehrte, dass der Grad der Weisheit eines Menschen immer daran festzustellen ist, wieviel Menschlichkeit er erlangt hat. „Grenzenlose Mitfreude“, „Grenzenloses Mitgefühl“ und „Grenzenloser Gleichmut“ ( nicht zu verwechseln mit Gleichgültigkeit!) sind Voraussetzungen zum Begehen eines buddhischen Weges.

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Im Buddhismus gibt es keinen Gottesbegriff, Gott wird aber auch nicht geleugnet. Buddha hat sich niemals irgendwelchen Spekulationen hingegeben, sein Anliegen war, einen gangbaren Weg zur Selbsterfahrung aufzuzeigen.

Zwar gibt es in DER RELIGION auch Himmel-und Höllenreiche, die jedoch als Bewusstseinsebenen aufzufassen sind. Nichts davon ist ewig, alles ist dem Wandel unterworfen.

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Für Menschen, die beschlossen haben, nach Buddhas Lehre zu leben, gibt es fünf Grundforderungen:

1. Abstandnehmen vom Töten

2. Das Enthalten von Nicht-Gegebenen

3. Verzicht auf ausschweifendes (!) sexuelles Leben

4. Enthaltung von jeglicher Lüge

5. Enthaltung aller berauschenden Getränke und Drogen, weil sie das klare Urteilsvermögen trüben.

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Der Weg zur Erleuchtung ist eine Frage der inneren Reife. Nach verschiedenen Lebenserfahrungen sieht jeder Mensch, reif geworden für eine neue Stufe, seine bisherige Handlungsweise als unzureichend an und strebt nach Vollkommenheit. Dabei kann ihm der „Edle achtfache Pfad“ des Gautama Buddha eine große Hilfe sein.

Hier liste ich die einzelnen Punkte des Pfades mit einigen Erläuterungen auf:

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Rechte Erkenntnis

Die Wahrheit des Leidens, der Entstehung und des Vergehens des Leidens.

Rechte Gesinnung 

Die Gesinnung des Freiseins von Begierde, vom Übelwollen und die Gesinnung, keinem Lebewesen Übles zu bereiten.

Rechte Rede

Verzicht auf Lüge, Verleumdung, rohe Rede, eitles Geschwätz.

Rechte Tat

Unterlassen von Töten, Stehlen, ausschweifendem Lebenswandel.

Rechter Lebenserwerb

Verzicht auf alle Berufe, die anderen Leiden bescheren und deren Leben gefährden, z.B. Schlachten, Jagen, Handel mit Gift und Waffen, Sklavenhandel oder ähnlichem….

Rechte Anstrengung

1. Noch nicht vorhandene unheilvolle Zustände nicht entstehen zu lassen

2. Vorhandene unheilvolle Zustände vertreiben

3. Noch nicht vorhandene heilvolle Zustände erwecken

4. Schon vorhandene heilvolle Zustände erhalten

Rechte Achtsamkeit 

Die rechte Achtsamkeit durchdringt alle anderen Glieder des achtfachen Pfades, ihr kommt eine Schlüsselrolle zu. Der Übende sollte eifrig, klarbesonnen in der Betrachtung des Körpers, der Empfindung, des Denkens und der Erscheinungen verweilen und in diesem Leben Begehren und Kummer zu überwinden versuchen.

Rechtes Gesammeltsein

Hier gibt es viele Meditationsübungen. Um nur 2 herauszugreifen:

Meditation über die 4 Unermesslichkeiten, Allgüte, Allerbarmen, Mitfreude, Gleichmut.

Meditation über die drei Grundübel des Menschen:

1.Gier – Sammelbegriff für Habsucht, Besitzwille, Aneignungstrieb..

2. Hass, Reizbarkeit, Erregung, Abwehr gegen Menschen, Missgunst, Argwohn, Neid.

3. Verblendung, Dinge verfälschen, ihnen Eigenschaften, die sie nicht beitzen, zuzuschreiben /!), sie umzufärben.

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Das Ziel eines Buddhisten ist das „Nirvana“, im Westen oft als Leere oder Auslöschen verkannt.

In Buddhas Lehre stellt es einen Zustand dar, der das leidvolle, unbeständige Dasein endgültig beendet und den Menschen vom ewigen Rad der Wiedergeburt befreit.

Am Ende seines Weges angelangt “ fließt der Geist des Erleuchteten in vollkommener Sammlung in den uferlosen Ozean unendlicher Seligkeit“.

Doch auch wenn ein Buddhist in diesem Dasein das höchste Ziel, Nirvana noch nicht erreichen kann, wird ihm auf allen Stufen zu seiner Verwirklichung Glück und Segen zuteil. Es heißt, der Weg des Buddha ist glückbringend am Anfang, in der Mitte und am Ende….

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Mögen alle Wesen glücklich sein.

A n g e l a

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95 Kommentare

  1. webmax sagt:

    Sehr schöne Darstellung.
    Nach meiner Kenntnis war aber der junge Prinz Gautama ein ganz Böser.

    Er hat gesoffen, geraucht, gefressen, gevögelt, vergewaltigt, gehurt und gemordet, bis es – körperlich – wirklich nicht mehr ging.
    Daraufhin ging der fette – chinesische Darstellung – Buddha in die Wüste und kam schlank und geläutert zurück (Thai-Buddha) unter den Baum in Nepal.
    Er verzichtete auf alle weltlichen Genüsse und Ansprüche und lebte den Menschen ein Dasein in reiner Gesinnung und Erkenntnis vor, wie beschrieben. Der Wüstengang wurde später von den Christen für Jesus übernommen.

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  2. Thom Ram sagt:

    webmax 19:36

    Kann sehr gut sein, dass Besäufnis und Gehurerei zum täglichen Repertoire des Gautama gehörte, innerhalb der heiligen Sphären höchsten Wohlstandes und innerhalb Zentrum der Macht. Haben wir ja bis heute.
    Umso eindrücklicher sein Wandel. Hätte ja auch enden können wie lebende Tote Jung ker oder so Ross oder so.

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  3. Angela sagt:

    @ webmax

    Zitat: „… Nach meiner Kenntnis war aber der junge Prinz Gautama ein ganz Böser…..“

    Das ist ja eine irre Version! Davon habe ich noch nie etwas gehört und es kommt mir auch sehr unwahrscheinlich vor. Vielleicht eine Darstellung von Bibelchristen und ihrem diesbezüglichen Gegeifere ? Davon gibt´s eine Menge….
    Was ist denn die Quelle Deiner Vermutung?

    Lg. von A n g e l a

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  4. webmax sagt:

    Quelle: Erzählungen, auch thailändische.

    Hier eine geschönte Version, ich suche weiter:
    „Das Palastleben – Als der Prinz älter wurde, konnte sein Vater das wachsende Mitgefühl gegenüber anderen Lebewesen und Siddharthas tiefes Verstehen der Welt beobachten. Weil dem so war, wurde die Gefahr, dass er dem weltlichen Leben entsagen könnte, immer greifbarer. Der König tat alles in seiner Macht mögliche, um dem jungen Prinzen jeglichen unangenehmen Anblick zu ersparen, oder seinem einzigen Sohn auch nur einen Grund zu liefern, den Palast verlassen zu wollen. Er umgab ihn mit sinnlicher Musik, Gespielinnen, erlesenen Köstlichkeiten, Zerstreuungen jeglicher Art und einer wunderschönen Frau namens Yasodara, um ihn zufrieden zu stellen.“ http://www.phathue.de/buddhismus/wer-war-buddha/
    Erzieht so ein König seinen einzigen Sohn als Nachfolger?

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  5. webmax sagt:

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  6. Thom Ram sagt:

    webmax

    Wenn es so war wie die von dir eingestellte Version (die mir hoch bekannt vorkommt): Der Vater verstand seine Aufgabe als Vater null nicht, war eine pädagogische Oberflasche. Heute würde man sagen: Helikoptervater.

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  7. Hawey sagt:

    @Angela,

    kann dem Artikel voll zustimmen. Leider hast Du sehr wenig über die Geschichte wo er noch bei Hof gelebt hat und wie er mit dem wovon er abgehalten werden sollte konfrontiert wurde und was seine Reaktion war, geschrieben. Über den Klar-blick hätte man auch mehr bringen können. Der Klar-blick ist übrigens sehr leicht zu erlernen. Im Prinzip Dinge so zu sehen wie sie sind ohne denken. Habe ich aber auch schon in verschiedenen Kommentaren beschrieben.

    In meinen Unterlagen aus den 70gern habe ich noch folgen Notiz gefunden. „Der Buddhismus wurde zur einzigen Weltreligion, die keine Gewalt kennt, keine Ketzerverfolgungen, keine Inquisition, keine Hexenprozesse, keine Kreuzzüge.“ Wobei ich denke das Buddhismus nicht als Religion betrachtet werden sollte sondern eher als gelebte Philosophie angeschaut bzw. praktiziert werden sollte.

    Wenn man sieht das wir ja auch im Westen großartige Philosophin hatte der Unterschied ist nur das man die mit Gewalt in die Köpfe der Menschen brachte was dann zu den Auswüchsen in unserer Region und Politik ausartete. Viele sehr viele Sprüche die man in der Bibel findet haben ihren Ursprung in der Philosophie. Unsere Westliche Philosophie endet auf einmal abrupt und existiert heute an den Universitäten nur noch als Gehirnakrobatik wo so mancher Auszeichnungen bekommt, weil er vieles Vermischt hat was nicht zusammengehört.

    Ich vermute das Jesus der letzte war der noch ein Element unserer Spirituellen Philosophie hinzufügte und das war und ist die Liebe. Vielleicht war es auch eine Art Erneuerung. Denn die Liebe existierte von Anbeginn der Zeit und er hat sie wiederentdeckt. Wie auch immer.

    Auch bei der Meditation ist in der modernen Zeit die Transzendent verlorengegangen es ist zum EGO Akt verkommen. Ich hatte vor einigen Monaten nach einer Meditation die Eingebung, da ich ja auch den Transzendentalen Teil von Meditation kenne und wir ja in einer Matrix leben auch falsch Meditieren können das heißt die Matrix zaubert uns vor wir würden Meditieren aber im Grunde läuft ein Programm der Matrix ab. Ich habe so drei vier Tage darüber nachgedacht. Nach einigen Tagen bekam ich die folgenden zwei Links zugespielt. Es sind zwei Teile. Sehr beeindruckend und sehr empfehlenswert. Nochmals Danke für den Artikel.

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  8. Hawey sagt:

    @ webmax
    Nach meiner Kenntnis war aber der junge Prinz Gautama ein ganz Böser.

    Wo haste das denn her habe ich noch nie gehört und ich habe alle Geschichten über Buddha gelesen.

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  9. @ Angela

    Neujahr 22:12

    … ist eine HILFE bei stundenlanger Meditation…..

    Was soll ich dazu sagen? Stundenlang meditieren, so, daß die Füße einschlafen?
    Sicherer Weg zur Erleuchtung?

    Leider ist Deine zweimalig erstellte Rechtfertigung für Erleuchtung kein erkennbarer
    Ansatz für mich, was es sein soll. Du hast zweimal eingelernte, gleiche Wörter benutzt.
    Klingt stereotyp und sehr oft durchgekaut. Ist Erleuchtung nichts Lebendiges?

    Ich gebe zu, ich lese nicht jedes Wort Deiner Kommentare, weil sie mir zu langatmig
    sind. Das mit dem Stöckchen habe ich schon beim Ersten Mal mitbekommen, doch
    v o r h e r wußte ich nichts davon. Sobald ich durchblickt hatte, was Buddha eigentlich
    sagte, interessierten mich die ganzen Praktiken und verschiedenen Zustände wie
    Samadhi nicht mehr. Weil der Buddha eindeutig verlauten ließ:

    „Das ist mein Weg, gehe du deinen eigenen Weg.“

    Ja, es ist hier schon angeklungen, (Thom), es gab eine Kaste, die wieder eine (Wolf), Religion draus machte.
    Mit allen Gesetzen, Gebräuchen, Abläufen, Strukturen einer Religion. Weil kein Gott darin vorkommt,
    wird behauptet, Buddhismus sei eine Philosophie. Wird jedoch unter den Weltreligionen wie eine Religion
    betrachtet und gewertet. Als Zweig der hauptsächlichen indischen Religion, des Hinduismus.

    RP schreibt vom Buddhismus: „Religion ohne Gott“.

    https://rp-online.de/panorama/buddhismus-kurz-erklaert_bid-11166189

    Liebe Angela, ich habe die Religionen durch. Soweit. Alle haben mich interessiert.
    Ich weiß, was im Koran steht – in etwa.
    Ich kenne die Veden – in etwa. Krishna, Rama und so weiter.
    Ich kenne Buddha. Soweit.
    Das Judentum kennt jeder Christ – soweit.
    Dann die Zeugen Jehovas. Jetzt auch eine Religion, keine Sekte mehr.
    Fehlt was?

    Religionen sind der Motor dieses Weltsystems. Über die Religionen werden die Menschen
    gesteuert, in Kriege geführt, in heilige Kriege geführt, zum Haß gegen Andersgläubige gebracht.
    Es gibt keine Religion, die die Menschen selbst erschaffen hätten. Die Struktur ging immer vom
    Staat aus. Deshalb auch „Staatsreligion“. Einige Staaten haben die Religion pro Forma vom
    Staat getrennt. (Christentum) Es gibt z.B. nur einen islamischen Staat, der die Scharia nicht in der
    staatlichen Gerichtsbarkeit integriert hat. Welcher Staat ist das?

    Jede Religion hat starre Mechanismen und zweifelhafte Praktiken. Nicht latent, doch in der
    Geschichte immer wieder klar und deutlich sichtbar. Religionen, die nicht angesehen sind,
    haben Zweige, die sehr sympathisch sind, wie etwa der Islam den Derwisch. Das ist ein asketischer
    Ordensbruder, der für seine Bescheidenheit und Disziplin bekannt ist. Ein Derwisch hat mit seinem
    Körper ein Werkzeug, um in Ekstase zu gelangen.

    Der Tanz ist sein Transportmittel, um nicht nur sich selbst, sondern auch Zuseher in andere Schwingung
    zu versetzen, wie ich sie sonst nur von den tibetischen Zauberern kenne. In andere Welten tauchen.

    Das sind Bereiche, die mich restlos faszinieren und denen ich nahe bin. Weil sie nur peripherisch zu
    den Religionen zu zählen sind, eher dem menschlichen Drang nach Erweiterung einzuordnen.

    Ähnlich den Gepflogenheiten der Indigenen, der Indianer, der Amazonasschwarzen.

    Zu viel auf Einmal?

    Bis zum Nächsten Mal, liebe Grüße, Gigi 🙂

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  10. Angela sagt:

    Lieber Hawey, danke…

    Wen ich noch etwas über Gautamas Jugend geschrieben hätte, wäre der Artikel ausgeufert. Es lag mir vor allem daran, seine LEHRE in ihren Grundzügen darzustellen.

    Mit der Meditation hast Du vollkommen recht. Im Osten versteht man unter dem Wort Meditation nicht das, was man im Westen darunter versteht. Im Westen bedeutet Meditation vor allem „Betrachtung“, man meditiert ÜBER etwas. Dadurch konzentriert man sich wieder auf etwas, was von außerhalb kommt. Ob es Liebe, Wahrheit oder Gott ist, macht da keinen Unterschied.

    Im Osten bedeutet Meditation kein Objekt im Geist, keinen Inhalt, also nicht ÜBER etwas zu meditieren, sondern alles loszulassen ( neti, neti – weder dies, noch das) Wenn sich kein Gedanke im Meditierenden regt, tritt Stille ein. Und in dieser Stille wird der Meditierende erkennen, was Wahrheit ist, Liebe und Göttlichkeit sind. Alles andere ist eine Übung in Fantasie, denn mit dem Verstand kennt niemand die Wahrheit, worüber will er dann meditieren? Wahrscheinlich über irgendeine Idee, eine Glaubensvorstellung, die von einem anderen Menschen stammt. Aber das wird einem nicht in der eigenen Entwicklung weiterhelfen.

    Lg von A n g e l a

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  11. @ Lieber Thom 21:56 und 22:02 auf Neujahr

    Meine Rede vom Genie war in Ich-Form, doch wenn Du sie genau liest,
    dann war sie allgemein gehalten. Doch in dieser oder jener Form bin ich
    manchmal ein Genie. Nicht so selten, daß jemand nach einer Idee zu
    mir sagt: „Das ist genial!“

    Du setzt den Anspruch an ein Genie zu hoch an. Deshalb gibt es so wenige
    davon. Anna Netrebko kann keinen PC einschalten. Na und? Sie i s t ein Genie!
    Nicht alle sind solche Voll-Genies wie sie. Doch ich bestehe darauf, daß Genies
    häufiger sind, als die Meisten von uns zugeben würden. Nicht jedes Genie muß
    bekannt sein. Es gibt viele leise Genies!

    Dann zu „festbeissest“ und irgendwas in der Vergangenheit. Lieber Thom.
    Ich habe noch nicht einmal angefangen – zu beißen. Sei versichert. Ich weiß es eben.
    Das lasse ich mir nicht nehmen.

    Ich versichere Dir, es hat Spaß gemacht.
    Es kann meinetwegen weitergehen.
    Ich bin fit.

    Liebe Grüße, Gigi 🙂

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  12. Angela sagt:

    @ Gigi

    Zitat: „…. Du hast zweimal eingelernte, gleiche Wörter benutzt….

    Und wieder hast Du nur flüchtig überflogen, trotzdem Behauptungen aufgestellt, scheinbar eine Spezialität von Dir. Das zweite Mal war eine KOPIE des ersten Kommentars, den du ja wohl nicht wahrgenommen hast.
    Erleuchtung kann niemand beschreiben, ansonsten wäre es keine Erleuchtung. Daher kann ich Dir nur eine UMSCHREIBUNG bieten. Erfahre es selbst…. ( wenn Du kannst, biestig grins…. 😀 )

    Lg von A n g e l a

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  13. Thom Ram sagt:

    Angela und Gigi

    Au ja, jute Idee! Erleuchtungswettbewerb! Wer leuchtet am schnellsten am Hellsten. Alles per TV übertragen und life kommentiert.

    Und für die, welche von Erleuchtung nix halten der Verfinsterungswettbewerb! Also Dasselbe, doch wird der. der am schnellsten am finstersten ist, preisgekrönt!

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  14. Angela sagt:

    ThomRam

    😀 😀 😀

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  15. @ Thom Angela

    Fällt Euch nichts mehr ein?
    Kopien.

    Na ja, nicht mehr viel los hier….

    Liebe Grüße Gigi 🙂

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  16. palina sagt:

    kann allen nur empfehlen sich den Kanal von Axel Burkart anzuschauen.
    Weniger kompliziert und es gibt auch keine Erleuchtung.
    Versprochen.
    Es gibt Bewusstsein und Klarheit im Denken.

    Und viel Arbeit. Nix da mit ausruhen.

    Es braucht keine Religion mehr für die Menschen, wenn man Rudolf Steiner verstanden hat.
    Die Zeiten sind vorbei.

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  17. Hawey sagt:

    @ palina

    Richtig gesehen wird im Buddhismus auch keine Erleuchtung versprochen. Du bekommst eine Anleitung für den achtfachen Pfad, wenn Du ihn betrittst da kann dir Erleuchtung widerfahren. Es steht nirgends das Du sie auch erreichst. Durch verschiedene Übungen und Techniken die du in einem Buddhistischen Kloster erlernst wirst du alle Arten von Bewusstseinserfahrung erreichen. Aber das Nirwana zu erreichen ist eine andere Hausnummer vor allem wenn du das willst dann ist da EGO im Spiel und EGO heißt immer denken und denken ist weder Erleuchtung noch Nirwana.

    Ich könnte mir vorstellen das Buddha dadurch das er als er auf alles verzichtete, was ja einem Menschen immer leichter fällt der alles gehabt hat, wenn er sich nicht an die Dinge gebunden hat. Die Verbindung bzw. die Erleuchtung kamen einfach über ihn, weil sein Gefäß (Gehirn) leer war. Denn wenn da noch irgendwelche Wünsche gewesen wären dann hätte die Erleuchtung ihn nicht erkannt und er hätte die Erleuchtung nicht erkannt, weil alles denken und wünschen ein Störfaktor ist. Die Erleuchtung ist eigentlich immer da aber durch den Lärm den dein Denken veranstaltet kannst du weder hören noch sehen oder du greifst danach aber man kann es nicht greifen. Die Erleuchtung ist wie Wasser keiner kann es greifen doch es ergreift alles.

    Also solange man den Wunsch nach Erleuchtung hat, wird das nichts. Man merkt was und es wirkt sehr lebendig und freundlich aber sofort plärrt das EGO will haben und weg ist es obwohl es nicht weg ist es ist immer da es umgibt dich du bist es.
    Es hat immer bei jedem seine Individuelle Art. Deswegen gehe nicht meinen Weg sondern gehe deinen eignen Weg. Eigentlich bist schon drauf auf deinen Weg lässt dich aber von den vielen Dingen am Wegesrand immer wieder ablenken und so kann es viele Leben dauern bist du all dem Überdrüssig bist und loslässt und dann wird dir geschehen was dir geschieht.

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  18. Hawey sagt:

    Hier weitere Informationen über Buddha

    Buddha – erleuchtet in der Welt

    Als Prinz Siddhartha Gautama in die Familie der Shakya geboren und daher dann als Buddha Shakyamuni bekannt geworden, stellt er wohl eine der herausragenden Gestalten an spirituellen Lehrern. In vier Sammlungen von Lebensgeschichten wurde versucht, sein Leben und Wirken zu übermitteln, damit nachfolgende Generationen sich dies als Vorbild nehmen können.

    Lebensgeschichtliche Quellen

    Das Mahavastu-Avadana der Mahasanghika-Schule aus der Hinayana-Tradition erzählt das Leben Siddharthas von seiner Geburt bis zu seinem Erwachen und seiner Lehrtätigkeit. Der Hauptteil der Erzählung beginnt in einem früheren Leben Siddhartas zur Zeit des Buddha Dipankara vor ca. 5-7.000 Jahren, als er als Sumegha vor Dipankara Buddha gelobte, in Zukunft selbst Buddhaschaft zu erlangen.

    Das Buddhacarita schildert das Leben Buddhas von seiner Geburt bis zu seinem Parinirvana. Besonders hervorzuheben ist in diesem Werk die ausführliche Darstellung der Schlacht zwischen Siddhartha und Mara kurz vor der Erleuchtung.

    Ein umfassendes Werk der Lebensgeschichte ist das Lalitavistara, das im 2./3. Jhdt. entstand und auf mehrere Verfasser zurückgeht. In ihm finden sich in Pali und Sanskrit überlieferte Episoden und beruht wohl auf einem Text aus der Schule der Sarvastivada. Besonders an diesem Werk ist die ausführliche Schilderung des überweltlichen Aspekts vonBuddha Shakyamuni. In dieser Lebensschilderung finden sich die 12 Taten eines Buddha, die in einem weiteren Beitrag geschildert werden.

    Eine weitere Quelle für das Leben Buddha Shakyamunis bilden die Jatakas – die Vorgeburtsgeschichten. Von diesen Jatakas gibt es in Asien mehrere verschiedene Sammlungen.

    Betrachten wir hier zunächst den weltlichen Aspekt des Buddha und nachfolgend in einem weiteren Blog-Beitrag anhand der 12 Taten auch seinen transzendenten Aspekt.

    Buddha – Mensch

    Man kann das Leben Buddhas anhand von vier wesentlichen Orten und Stationen beschreiben und für sich dieselben Bestrebungen und Ziele hinsichtlich Befreiung ableiten. Betrachten wir zunächst einmal den Lebensverlauf des Prinzen Siddhartha und seiner nachfolgenden Lehrtätigkeit als Buddha Shakyamuni. Vier Orte – Lumbini, Bodhgaya, Sarnath und Kushinagar – sind die bedeutsamen Meilensteine seines Lebens und Wirken in der Welt.

    Lumbini – Geburt als Mensch

    Als Prinz Siddhartha wurde der Buddha in Lumbini im Königreich Magadha geboren. Seine Mutter Mayadevi verstarb kurz nach der Geburt und Siddhartha wuchs bei der zweiten Frau des Königs Shuddhodana auf. Bei seiner Geburt wurde von einem Rishi vorhergesagt, dass es zwei Möglichkeiten gäbe, wie das Leben Siddharthas verlaufen könne. Zum einen könne er ein großer König, sogar ein Weltenherrscher werden, zum anderen könne er ein Weltenlehrer sein. In Anbetracht seinen Thronerben zu verlieren, beschloss König Shuddhodana, den Jungen von der Umwelt abgeschottet aufwachsen zu lassen. Siddhartha meisterte alle erzieherischen Herausforderungen und war begabt in allen Künsten seiner Zeit.

    Doch aufgrund einer tiefen Erkenntnis in der Begegnung mit der Lebenswirklichkeit von Alter, Krankheit und Tod, aber auch der Möglichkeit der Befreiung anhand mehrerer Ausfahrten, beschloss Siddhartha im Alter von 29 Jahren sein wohlbehütetes Leben hinter sich zu lassen und stahl sich heimlich aus dem königlichen Palast. Er schnitt sich sein langes Haar ab und entsagte so seiner königlichen Würde. Dann suchte er die bedeutendsten spirituellen Lehrer – Alara Kalama und Uddaka Ramaputta – seiner Zeit auf. Bei ihnen erlernte und meisterte er rasch ihre meditativen Anweisungen. Damit nicht zufrieden und nicht die von ihm erwünschte Befreiung vom Leiden erlangt zu haben, begab er sich für einige Zeit mit ein paar Gefährten auf die spirituelle Suche. Doch auch durch anstrengende asketische Praktiken stellte sich das angestrebte spirituelle Ziel nicht ein. Schließlich trennte er sich von seinen Gefährten und begab sich nach Bodhgaya.

    Bodhgaya – Erleuchtung

    In Bodhgaya setzte er sich unter einen Baum und fasste den Entschluss, die Lösung seiner Lebensfrage zu erlangen. Nach längerer Zeit der Versenkung und Meditation gelang ihm schlussendlich der Durchbruch. In einem sagenhaft geschilderten spirituellen Kampf besiegte er die zentralen Geistesgifte und Antriebe, und erlangte Einsicht in die Zusammenhänge des Daseins und vieles mehr. So wird kurz seine Erleuchtung geschildert. Nach einiger Zeit der Versenkung in diese Erkenntnis, beschloss er, dieses Wissen und seine Einsichten mit anderen zu teilen. Nachdem seine beiden Lehrer zu dieser Zeit bereits verstorben waren, fand er dann seine fünf Gefährten in einem Wald nahe Varanasi, dem alten spirituellen Platz am Ganges. Zu diesem Zeitpunkt war er 35 Jahre alt.

    Sarnath – Lehrtätigkeit

    In Sarnath begegnete er seinen früheren fünf spirituellen Gefährten und vermittelte ihnen die grundlegenden Einsichten zur Befreiung vom Leiden. Im Hirschpark von Sarnath lehrte er zum erstenMal die Vier Edlen Wahrheiten. Diese sind die edle Wahrheit vom Leiden, die edle Wahrheit von der Ursache des Leidens, die edle Wahrheit von der Beendigung des Leidens und die edle Wahrheit vom Pfad, der zur Beendigung des Leidens führt. Dieser erste Lehrzyklus ist so fundamental und essentiell, dass er sich in all seinen weiteren Lehren wiederfindet. Hierbei zeigt Buddha auf, dass wir aufgrund von Nicht-Gewahrsein in einen Zustand der Verwirrung fallen und in einem anhaltenden Kreislauf an Aktionen und Reaktionen unser Selbstbild – so qualvoll unzulänglich es auch erscheinen mag – immer wieder und wieder erneut manifestieren. Doch neben diesem Hinweis auf die Qual der Unzulänglichkeit aller äußeren Erscheinungen wies Buddha auch darauf hin, dass wir Befreiung dann erlangen können, wenn wir unseren Blick nach innen wenden, wir so dieseProzesse verstehen lernen und ihnen ein Ende setzen können. Das wird als das erste Drehen des Dharma-Rades bezeichnet. Damit ist das Initiieren eines Zyklus von Lehren.

    Dies tat er der Überlieferung nach noch zwei weitere Male, sodass wir von drei Lehrzyklen sprechen. Bei jedem Lehrzyklus wurde eine neue grundlegende Sichtweise eröffnet. War der erste Zyklus noch auf Entsagung ausgerichtet, so wurden im zweiten Zyklus Leerheit – das Leersein aller Phänomene von Eigennatur – und Merkmalslosigkeit gelehrt. Dies geschah zum ersten Mal am Geierberg in Rajgir, als Buddha Shakyamuni 51Jahre alt war. Und im Alter von 63 Jahren wurde von ihm der dritte Lehrzyklus in Shravasti in Gang gesetzt. Dieser Zyklus handelt von der Buddha-Natur, der Klar-Lichtheit der Natur des Geistes, die alle Wesen durchdringt.

    Neben öffentlichen Vorträgen fanden sich auch zahlreiche Treffen im kleineren Kreis oder auch privater Natur im Leben Buddhas. Bei all diesen hat er verschiedenste spirituelle Zugänge und unterschiedliche spirituelle Methoden gelehrt, je nach Notwendigkeit und Fähigkeit seiner Hörerschaft und Schüler. Diese Lehren wurden zunächst mündlich überliefert und wenige Jahrhunderte nach seinem Dahinscheiden nach und nach niedergeschrieben. Manche wenige Lehrreden sind aus seinem Mund, andere wiederum von ihm autorisiert und einige in seinem Geiste, d.h. im Sinne seiner Lehre bestätigt und ihre Gültigkeit besiegelt.

    Kushinagar – Dahinscheiden

    Im Alter von 80 Jahren spürte Buddha Shakyamuni das Nahen seines Todes und beschloss nach Norden zu wandern. In Kushinagar verstarb der Buddha an einer Lebensmittelvergiftung. Er hatte eine verdorbene Pilzsuppe zu sich genommen. Die Lehre, die der Buddha in Kushinagar erteilte, ist die weitreichendste und wohl tiefgründigste. Hier zeigt er am eigenen Beispiel auf, dass Erleuchtung bzw. Befreiung zu keiner Form von Unsterblichkeit oder Göttlichkeit führt, dass sich keine feststehende, immerwährende Substanz in einem befindet und Vergänglichkeit das Zeichen aller bedingten Phänomene ist. Diese Lehre treibt einen an, über grundlegendes Leersein nachzudenken und auf die Klar-Lichtheit der Natur des Geistes zu meditieren.

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  19. Johann sagt:

    Erleuchtung und was dann ?!!

    Ist das so Erstrebenswert ?

    Ich hab da auch so meine eigene Erfahrungen gemacht den Zustand der völligen Gedankenlosigkeit beim Meditieren und war in der Lage sogar meinen Körper zu verlassen. Nur ein Wimpernschlag von einen Gedanken das zu Erfassen hat mich wieder zurück im Körper Katapultiert. Sehr interessante Erfahrung die ich weiter Entwickeln werde, auch weil ich nicht weis wohin es mich führt. Weil jeder Gedanke darüber dem entgegen stehen würde. Ist so meine Wahrnehmung.

    Buddhas Werdegang hab ich schon oft gehört, und auch gelesen vor 30 Jahren als ich Aufgehört habe mich mit den Christentum zu Beschäftigen. Ich habe natürlich für seine Leistung den allergrößten Respekt, und viele seiner Lehren zeugen von großer Weisheit. Nur sehe ich meinen Lebensinhalt als der Weg ist das Ziel, denn wenn man angekommen ist (wo auch immer das sein mag !!), ist es ja vorbei !!
    Darum nochmal ist Erleuchtung das Ziel ?……….wie hat es den Buddha gesehen ?

    Freue mich auf rege Erklärungsmodelle von den anwesenden Weisen hier.

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  20. Thom Ram sagt:

    Johann 10:31

    Andersrum beschrieben bestätige ich deine Sicht. Nach meinen zweimaligen kurzen kleinen Erleuchtungszuständen, vor weiss nicht mehr, 4 oder 5 Jahren, hatte ich grössere Gelassenheit, und ich verfolge seither das Ziel, Erleuchtung zu erlangen null nicht mehr. Nicht, weil erleuchtet unangenehm wäre. Vielmehr weil ich danach wusste, schlicht wusste, dass mein unerleuchtetes Leben exakt das ist, was ich jetzt brauche, was jetzt ich will, was ich mir in meinen Lebensplan schrieb, als Wissender.

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  21. Angela sagt:

    @ Hawey

    Danke, Hawey ,- für die ausführliche Beschreibung des Lebensweges von Buddha. Einiges war mir neu….

    Du hast vollkommen recht, wer nach Erleuchtung STREBT, erreicht sie nicht. Das haben schon unzählige Mönche erfahren. Je mehr sie sich diesen Zustand wünschten, desto mehr entzog er sich ihnen.

    Das ist ja die Aufgabe des Roshis, eines Zen Meisters, – oder überhaupt eines buddhistischen Meisters ,da helfend einzugreifen und dem Schüler Fehlentwicklungen und Ego-Trips aufzuzeigen.

    Und doch ist die lange Bemühung nicht umsonst, denn manchmal ist der Schüler so kurz davor, Satori zu erleben, doch irgendetwas hemmt ihn noch. Der Durchbruch kommt häufig durch ein einziges, überraschendes Wort oder einen körperlichen Schock. Das ist der tiefere Sinn, warum Meister die Schüler manchmal körperlich angreifen, sehr häufig löst sich dadurch eine innere „Sperre“ , plötzlich bricht der Schüler in ein riesiges Lachen aus und ist völlig verwandelt.

    Erleuchtung, Satori, wovon es mehrere GRADE gibt, hat stattgefunden und der Schüler strömt über vor Dankbarkeit, sein Ziel erreicht zu haben.

    Ich weiß, Das ist für Europäer schwer zu verstehen. Man muss sich schon näher damit beschäftigen.

    Wenn ich schrieb, dass „Erwachen“ oder „Erleuchtung“ das Ziel des Menschen sei, meinte ich das ganz allgemein, nicht, dass MEIN derzeitiges Ziel so aussieht. 😀

    @ Johann

    Der Buddha hat ganz entschieden jegliche Spekulationen über ein Jenseits, über den Zustand der Erleuchtung ( bis auf die Bemerkung, dass er Glückseligkeit bedeutet) , ob es einen Gott gibt oder nicht, wann und wie das Universum entstanden ist , usw. ABGELEHNT und immer wieder betont, dass JEDER es selbst erfahren müsse. Er lehrte nur einen Weg dorthin.

    Alles andere, was so kursiert, ist eine Hinzufügung späterer Generationen und abweichender Lehren, z.B. hat der tibetische Buddhismus kaum mehr etwas mit der reinen Lehre gemein.

    Diese Verfälschung ist wohl allen Religionen gemein, mir ging es darum, die ursprüngliche Lehre darzustellen.

    Lg von A n g e l a

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  22. Angela sagt:

    @ ThomRam

    Zitat: “ dass mein unerleuchtetes Leben exakt das ist, was ich jetzt brauche, was jetzt ich will, was ich mir in meinen Lebensplan schrieb, als Wissender….

    So ist es!
    Vor der Erleuchtung: Holz hacken und Wasser tragen.
    Nach der Erleuchtung. Holz hacken und Wasser tragen.. ( Ein sehr bekannter Zen-Spruch )

    Außerlich nichts verändert, aber innerlich ALLES!

    Hier noch eine hübsche Zen-Geschichte:

    „Ein Mönch hatte sich in die Einsamkeit zurückgezogen, um sich fern vom lärmenden Leben ganz der Meditation und dem Gebet widmen zu können. Einmal kam ein Wanderer zu seiner Einsiedelei, und bat ihn um etwas Wasser. Der Mönch ging mit ihm zur Zisterne.

    Dankbar trank der Fremde den ihm gereichten Becher leer, und fragte dann: “Sag’ mir, welchen Sinn siehst du in deinem Leben in der Stille?” Der Mönch wies mit einer Geste auf das aufgewühlte Wasser und antwortete: “Schau’ in die Zisterne. Was siehst du?” Der Wanderer blickte hinein, hob dann den Kopf und sagte: “Ich sehe nichts.”

    Nach einer kleinen Weile forderte der Mönch ihn nochmal auf: “Schau’ in das Wasser der Zisterne. Was siehst du jetzt?” Noch einmal blickte der Fremde auf das Wasser und antwortete: “Jetzt sehe ich mich selber!”

    “Damit ist deine Frage beantwortet”, erklärte der Mönch. “Als du zum ersten Mal in die Zisterne schautest, war das Wasser vom Schöpfen unruhig, und du konntest nichts erkennen. Jetzt ist das Wasser ruhig – und das ist die Erfahrung der Stille: Man sieht und erkennt sich selbst. “

    Lg von A n g e l a

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  23. Hawey sagt:

    @Angela

    Liebe Angela hier habe ich eine Geschichte die ich schon vor langem geschrieben habe. Diese Geschichte gebe ich immer zum Besten wenn mir jemand ähnliche Fragen stellt wie Johann oben. Ist aber typisch für den Westen. Man will was Anfangen damit sonst scheint es ja nutzlos. Hier nun meine Geschichte.

    Abenteuer ins NICHTS Ich habe es verlinkt da kann man auch die Gestaltung sehen wie das auf meiner Webseite war Viel Spaß damit https://content.screencast.com/users/Honigbienen/folders/Snagit/media/6309d0e1-fff1-4dc4-a8fe-0644b2420d3c/01.05.2019-11.04.png Ich habe es mit goldenen Buchstaben geschrieben.
    Hatte es auch schon bei Thom veröffentlicht der hat es leicht verändert s. hier
    https://bumibahagia.com/2017/08/03/hawey-erleuchtung-nichts-hat-sich-geaendert/
    Da findest Du auch einen Kommentar von Dir

    LG Hawey

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  24. Angela sagt:

    Lieber Hawey!

    Eine schöne Zen-Geschichte, die Du geschrieben hast…

    Es ist alles in ihr enthalten:

    – Das lange Warten, um die Standhaftigkeit des künftigen Mönches zu prüfen,

    – Die einfachen „niedrigen“ Arbeiten anfangs, bei denen der Meister den Schüler genau beobachtet…( WIE, in welchem Geiste er etwas tut, achtsam oder ungeduldig etc. ? )

    – Das Koan ( Gans/Flasche) , welches nicht mit dem Verstand zu lösen ist. Ein weiteres berühmtes Koan lautet: „Was ist das Klatschen EINER Hand?“ Es gibt unzählige davon und sie dienen dazu, den analysierenden Verstand beim Meditieren auszuschalten, damit eine höhere Intelligenz aufsteigen kann.

    – Die Verlockung des „Schummelns“ ( was ihm aber bei einem Meister ohnehin nichts nützen würde…. )

    – Zu all den Bemühungen, die aus dem reinen Verstand kommen, sagt der Meister nur „nothing“ ( Bericht der deutschen Zen-Meisterin, Frau Garta Ital, von der ich sprach und die die erste europäische Frau in einem Zen Kloster war.) und schickt den Schüler zum weiteren Üben weg. Geschlagen wurde dort nicht.

    – Dann der Durchbruch, das erste „Satori“, die Teilerleuchtung. Und das große Lachen! ( Davon wird sehr häufig berichtet. Plötzlich ist alles sooo einfach und alles leuchtet, ist verwandelt, ist voller Liebe, wie man selbst auch.

    – Der Meister erkennt es sofort, er braucht keine Erklärung dafür, strahlt und zeigt dem Schüler seine ganze Liebe und Freude.

    Dann, eines Tages geht der Schüler wieder in die Welt hinaus, nach außen hin ist erst einmal alles wie immer, er muss auch garnichts anderes tun als vorher, – aber in seinem Inneren haben gewaltige Veränderungen stattgefunden, die natürlich ganz allmählich auch sein Leben und seine äußere Umgebung verändern werden. ( Wie innen- so außen ) Eins der wesentlichsten Dinge sind wohl die Achtsamkeit und der Frieden, die ein solcher Mensch dann ausstrahlt.

    Lg von A n g e l a

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  25. Schnell und günstig zur Erleuchtung

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  26. Auch ein Weg zur Erleuchtung?

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  27. Jeder kann aufwachen

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  28. Aufwachen ist nur der Wechsel

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  29. Johann sagt:

    @Angela
    „Der Buddha hat ganz entschieden jegliche Spekulationen über ein Jenseits, über den Zustand der Erleuchtung ( bis auf die Bemerkung, dass er Glückseligkeit bedeutet) , ob es einen Gott gibt oder nicht, wann und wie das Universum entstanden ist , usw. ABGELEHNT und immer wieder betont, dass JEDER es selbst erfahren müsse.“

    Ja das klingt sehr Stimmig. Eine Mischung von großer Gelassenheit und Glückseligkeit habe ich seit diesen Zeitpunkt, und je mehr ich nur ans fühlen dieses Ereignis (nicht denken) komme, desto mehr Raum nimmt dieser zustand ein.

    @Thom Ram
    Nicht, weil erleuchtet unangenehm wäre. Vielmehr weil ich danach wusste, schlicht wusste, dass mein unerleuchtetes Leben exakt das ist, was ich jetzt brauche, was jetzt ich will, was ich mir in meinen Lebensplan schrieb, als Wissender.

    Kann ich gut verstehen, den ganzen Tag wie ein Strahlendes Glühwürmchen rumzulaufen ist ja auf dauer auch langweilig. Das Kontrastprogramm Leben mit all seinen Facetten ist ja auch Unglaublich spannend.

    @Hawey
    „Diese Geschichte gebe ich immer zum Besten wenn mir jemand ähnliche Fragen stellt wie Johann oben. Ist aber typisch für den Westen. Man will was Anfangen damit sonst scheint es ja nutzlos.“

    Das trifft vielleicht auf manche zu, und ist kein alleinstellungsmerkmal des Westen. Gerade im Osten wo der Buddismus am meisten Paktiziert wird, wird der Glaube des nutzen besonders hoch gehalten, gepaart mit allerlei ängsten. Darum wäre ich Vorsichtig das zu verallgemeinern.
    Wie Eingangs betont möchte ich mich da weiter Entwickeln ohne Wissen zu wollen wohin es mich führt, denn wenn ich das mit einen nutzen verbinde, sagt mir meine Wahrnehmung sofort das war’s dann.

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  30. Angela sagt:

    @ Gigi

    Danke für den Link zu Sascha A. Jaksic. Er ist großartig und ich habe mich direkt in seinen Seiten „festgelesen“.

    Dabei habe ich einen Auszug kopiert, den ich für sehr wahr und erhellend halte:

    „……………Ich wurde depressiv. Ich meine richtig depressiv.

    Mit 18 war ich soweit mich umzubringen. Ich ertrug es nicht mehr, dieses stupide und sinnlose Teilnehmen-Müssen an einer oberflächlichen, lust- und konsumorientierten Welt hat mich regelrecht zerstört. Also versuchte ich diese Welt zu verlassen. Es war unausweichlich.

    Die unglaubliche Oberflächlichkeit und betäubte Ahnungslosigkeit meines direkten sozialen Umfeldes – und der Welt – angesichts meines privaten, völlig allein gelassenen Seins und des ebenso völlig orientierungslosen Suchens – war einfach zu viel – viel zu viel – Leid und Schmerz.

    Zum Glück entdeckte ich dann ZEN.

    Zen ist eine chinesisch/japanische Spielvariante des Buddhismus. Wie auch immer. Zen war der Anfang vom Ende meiner Spirituellen Suche.

    Der Buddhismus ist für die Gläubigen eine Religion. Aber für alle anderen ist es eigentlich eher eine Philosophie oder noch genauer – eine wissenschaftliche Erkundung der Realität.

    Ich fing an zu meditieren. Meditierte Tage und Wochen.

    Nach 10 Jahren hatte ich mein erstes Erlebnis von mystischer Einheit mit dem Universum (wie im Zen versprochen und voraus gesagt). Das bedeutet, dass das räumliche Erleben sich schlagartig verändert.

    Direkt nach einer stundenlangen Versenkung (Form der Meditation) hörte ich auf zu ein Ich-Zentrum zu haben – oder zu sein.

    Dieses Gefühl, ein Zentrum der Wahrnehmung zu sein – dieses Zentrum des Bewusstseins – dieses “Ich hier drin“ sehe dich „dort drüben” – Erleben hörte schlagartig auf. Alles was “Ich” war, als begrenztes Wesen der Erfahrung war weg und wich einem Erleben der absoluten Verschmelzung mit dem Universum.

    Ich war das, was um mich herum war. Ich war die Möbel. Die Wände. Der Boden. Und alles was um diesen Körper herum war – war ich. Bzw. zwischen mir den dem Rest der Welt – ja dem Universum, gab es keinerlei gefühlte Unterscheidung mehr.

    Ich weiß – für jeden, der das noch nicht erlebt hat, hört sich das ziemlich verrückt an.

    Aber Zen und alle mystischen Traditionen kennen, erwarten und suchen diesen Zustand.

    Unio Mystica. Einheit in Gott.

    Ich wusste, dass das passieren konnte und sollte. Ich wollte, dass es passiert. Aber als es kam war ich nicht vorbereitet. Niemand kann sich jemals vorstellen, wie es ist – Eins zu sein, mit dem Universum. Aufzuhören ein begrenztes “Ich” zu sein und plötzlich – das Wahrgenommene zu sein. Die Vase, die Kaffeemaschine, der Staubsauger…

    Ich bin Gott. Punkt.

    Alles was war war ich und Ich war alles. Es fühlte sich aber nicht leblos an, eine Kaffeemaschine oder ein Stuhl zu sein. Im Gegenteil – es war überwältigend. Vor allem war es unglaublich – unermesslich – sinnerfüllt.

    Alles macht plötzlich Sinn. Es gab nur noch Sinn. Die Welt, mein Sein – war durchtränkt mit SINN!

    Endlich hatte sich die Ahnung bestätigt. Und zwar vollständig. Es war, als hätte der Gott meiner Kindheit mir persönlich berührt. Ich wusste alles. Ich verstand alles. Und siehe – alles war gut!

    Also – zusammengefasst: Ich hörte auf, ein begrenztes Wesen zu sein und wurde Eins mit der Welt – und umfassende Sinnhaftigkeit.

    Als Mensch musste ich aber irgend wann schlafen. Und am nächsten Morgen war ich wieder der “alte” begrenze, sinnsuchende Mensch. Oh ja! Ich hatte von etwas unglaublichem gekostet. Ich hatte eben GOTT persönlich ins Auge geschaut. Nein! Ich WAR GOTT. Gott und ich waren EINS. Trennung und Menschsein waren nur eine lächerliche Illusion.

    Endlich wusste ich, dass das Versprechen des Zen wahr war. Ich war kein Narr, kein esoterischer Vollidiot der einem kindlichen Glauben nachläuft. Selbst wenn Einstein mich persönlich für verrückt erklärt hätte – ich wusste. Oh ja. ich war dort. Ich habe gesehen. Ich habe persönlich erfahren, dass unsere Wahrnehmung und Vorstellung der Welt falsch ist. Begrenzt. Es gab eine höhere, umfassendere Realität – und jeder Mensch war schon immer Teil davon.

    Aber – ich war gerade wieder rausgefallen aus dieser tieferen Realität.

    Und daher litt ich umso mehr. Im Kontrast der direkten Erfahrung passierten zwei Dinge gleichzeitig. Ich wusste jetzt, dass Erwachen real ist (endlich!) und gerade, weil ich raus gefallen war, wollte ich umso stärker wieder zurück in die Einheit mit GOTT!

    Die nächsten 10 Jahre lebte ich nur scheinbar in dieser Welt. Ich meditierte.

    Oh ja, ich wollte einfach bloß wieder raus aus diesem Elend. Und ich kannte ja den Weg. Ich wusste ohne Zweifel was die Realität eigentlich ist – nur – erlebte ich es nicht.

    Es war fürchterlich, grauenhaft unendlich schmerzhaft – wieder und weiter in dieser oberflächlichen Illusion gefangen zu sein. Vor allem – nachdem ich das LICHT gesehen hatte…

    Aber so geht die Geschichte dieses Lebens. Es vergingen weitere 10 Jahre – oder mehr?! Wie auch immer ich suchte weiter. Mit dem Zen vertiefte ich mein Verständnis mit anderen Traditionen, Weisen und Mystikern wie:

    Ramana Maharshi, Adi Shankara (Advaita Vedanta), Nisargadatta Maharaj, Meister Eckhart und viele mehr.

    Nach einem weiteren monatelangen Meditations-Aufenthalt in Indien kam ich mit leeren Händen nach Hause.

    Wieder mal erfolglos, desillusioniert und frustriert.

    Ich warf mich auf die Couch und wusste nicht, was ich noch nun sollte. Ich war sooo müde des Suchens, des Meditierens. Und so lag ich und gab endlich auf.

    Ich gab einfach vollkommen auf.

    Ich hatte einfach nur noch die Augen offen und Sehen geschah durch diese Augen. Absichtslos. Sinnloses. Müde, müde, müde.

    Kein Suchen mehr. Nur noch Sein.

    Und nach ein paar Tagen des erschöpften und absichtslosen Existierens und Vegetierens im sehenden Gewahrsein der blöden Ecke am anderen Ende des Raumes, veränderte sich etwas.

    Die Reinheit der Absichtslosigkeit veränderte etwas.

    Ich erkannte, dass ich bisher – dass ich all die Jahre etwas wollte. WOLLTE. Wollen!!! Oh ja, ich wollte erwachen. Ich wollte Freiheit. Ich wollte den Sinn erkennen und erleben. Mein ganzes bisheriges Leben bestand aus dem Wollen, dem Leid zu entfliehen und der Freiheit in die Arme zu fallen.

    Wollen war tun. Tun war Absicht in eine Zukunft. Absicht war Wille.

    Ich wollte und daher tat ich etwas. Ich plante und führte aus. Ich meditierte UM ZU. Ich hatte ein Ziel in der Zukunft vor Augen, welches ich erreichen wollte. Ich hatte eine Ausgangspunkt (Jetzt) den ich vermeiden wollte.

    Dieses Jetzt war Scheiße! Ich suchte ein befreites, glückseliges “Jetzt” – in der Zukunft.

    Aber erst als etwas tief in mir erkannte, dass jedes “Jetzt”, dass genau diese und dieses und dieses “Jetzt” alles war was wir haben – dass nur – NUR dieses Jetzt existiert. Erst da verstand ich, das all mein Suche bislang eigentlich – eine Vermeidung des Findens war. Mein Suchen war der Grund dafür, dass ich nicht finden konnte.

    Und damit endete meine spirituelle Suche. Ich war frei. Endlich frei.

    Ich lachte. Lachte endlos. Es war so einfach. So unglaublich simpel. So offensichtlich. So… so… so ja – so einfach. Und trotzdem konnte ich es all die Jahre nicht sehen. Und deshalb konnte es auch sonst keiner Sehen.

    Nur die Weisen in den alten Büchern erzählten davon. Die Mystiker aller Zeiten und Länder. Nicht aber die Religionen. Nicht die Pfaffen und Priester. Nein – die wusste nichts davon. Jetzt hatte ich das Geheimnis gelüftet.

    Es dauerte noch ein paar Wochen, bis sich dieses neue Sehen stabilisiert hatte.

    Und weiter ein Jahr des Acht-Gebens, bis das SEHEN dauerhaft und selbstverständlich war. Heute sind es über 10 Jahre. Heute ist alles normal. Was damals noch Anpassung brauchte. Was noch eine Zeit der Orientierungslosigkeit bedeutete ist lange vorbei……… “

    https://www.live-satsang.de/texte/das-ende-der-spirituellen-suche/

    Das hört man immer wieder, dass Erwachte Jahre brauchen, um ihr Erleben in den normalen Alltag zu integrieren, das Erkennen also in alles, was sie tun, einfließt. Und das „Aufgeben“, nämlich das Aufgeben des Wünschens und Wollens, ist Grundvoraussetzung für das Finden. Daher ja auch das Koan, an dem die Zen-Schüler schier verzweifeln und dann auch aufgeben….

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  31. @ Webmax

    … zum Penner mutiert…. Da kann ich Dir was vom allseits bekannten Sokrates erzählen. Als er wieder einmal von seiner Xanthippe eins übergebraten bekam, wehrte er sich nicht, nein, er ließ einen weisen Spruch ab! Das sagt mir: Die, die obergescheit und salbungsvoll reden können, passieren die Blut-Hirnschranke mühelos.

    Buddhismus i s t eine Religion. Vielleicht liegt es an der behüteten und verschonten Art des Siddhartha, daß er so dermaßen dekadent wurde und lieber betteln ging, als bei Weib und Kind seine Verantwortung auf sich zu nehmen. Das ist genau das Schema, wo das „Genie“ erkannt wird, wo Huldigung anfällt, vielleicht, weil sich die Leute selbst wiedererkennen? So was schon mal angedacht?

    Immerhin ist bei Glühwürmchen die Erleuchtung bewiesen. Darüberhinaus ist sie ein Phantom. Das Phantom der Glückseligkeit. Der Dalai Lama grinst ja auch ununterbrochen. Im Netz werden ihm die schlimmsten Dinge nachgesagt. Kopp-Verlag gab vor Jahren eine Meldung raus, die in keiner Zeitung stand. Da war die Rede davon, daß die buddh. Mönche in Tibet allerhand Zerstörung anrichteten. Der Westen dichtete diese Aktion wieder China an.

    Wer dieses nicht „glauben“ will, mache selbständig bei Kopp eine Anfrage.

    Der Fall eines Gottkönigs

    Vorerst Gigi

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  32. Hawey sagt:

    Ja was soll ich hier zu einigen Kommentaren sagen, wer sind die Herren in den Videos. Ich habe mir die nicht angeschaut.

    Wie oft soll ich es denn noch sagen man kommt weder durch Buddhismus noch durch Zenbuddhismus, noch durch Christentum und was es da noch so gibt. Die Erleuchtung kommt zu Dir. Ganz einfach sie kommt einfach weil sie schon immer da war. Alles was die meisten meinen sind nur Schnipsel von Bewusstseinserweiterung. Ich weiß auch nicht ob man dann unbedingt noch Kommentare schreiben muss wenn man erleuchtet ist..

    Auch unsere Kommentare sind ein Ausdruck von EGO. Ganz einfach was willst du mit deinem Kommentar sagen? Das du schlauer bist, das erleuchteter bist also was. In dem Moment wo du wirklich Erleuchtet bist stellst du das kommentieren ein.

    Wir alle die hier Kommentieren sind nicht erleuchtet. Wir haben vielleicht einige kleine Satories gehabt mal über den Tellerrand geschaut aber mehr nicht. Wir alle wollen noch irgendwas deswegen Kommentieren wir, deswegen Schreiben wir Artikel.

    Ich für meinen Teil weiß das ich nicht Erleuchtet bin und deswegen bin ich noch am schreiben wenn ich damit aufhöre bin ich entweder tot oder erleuchtet oder beides. 😜😜😜

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  33. @ Hawey

    oder einfach nur willenlos? Hawey grinsend im Fauteuil. Dann brauchst Du auch keine Nahrung mehr, wie praktisch.

    Sorry, meine Phantasie ist sehr schnell….. Gigi 🙂

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  34. @ Hawey

    die Herren – der zweite ist ein Waschbär.

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  35. Hawey sagt:

    @Gigi Lichtaubergh

    Hihi, gute Antwort ich dachte der ist gerade aufgestanden und unrasiert.😋

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  36. webmax sagt:

    @Gigi
    Dein Sokratesvergleich ist nicht passend. Und was hat die Blut-Hirnschranke hier zu suchen, die vor Infektionen schützt?
    Der Buddhis ist per definitionem k e i n e Religion, weil er jeden Glauben ausdrücklich zulässt. Er ist eine Lebenseinstellung, eine Krücke im Wald unzähliger Handlungsmöglichkeiten.
    Und: Zu Zeiten des jungen Buddhas gab es ihn noch nicht!

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  37. Wolf sagt:

    Ein Bravo für diesen Artikel!

    Buddha war ein außerordentlicher Mensch.
    Er begab sich selbst auf die Suche, anstatt einer vorgegebenen Religion hinterherzulaufen. Buddha folgte dem Weg seines natürlichen Instinkts. Die Religionen stempeln die Tiere als minderwertige, ungläubige Wesen ab, weil sich Tiere instinktiv zu keiner Religion bekennen. Doch das Tier hat einen weitaus sichereren Instinkt als der Mensch.

    Buddhas Erleuchtung war die Wiederentdeckung des menschlichen Instinkts!
    Wer meditiert, begibt sich auf die Suche nach seinem eigenen Instinkt.


    Heidenfrauen lassen Schweinesäuglinge, die Hunger haben, nicht verhungern.

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  38. @ Hawey

    danke, Du hast Humor!

    @ Webmax

    Du sagst es, „vor Infektionen schützt “
    Die Krücke hab ich im Zoo vergessen.
    Jetzt laufen die Affen damit herum.
    Deshalb schaut der Waschbär mit der Erleuchtung so verdutzt.

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  39. Wolf sagt:

    [Wolf 01:46]

    Unser Instinkt ist etwas Wunderbares. Er beschützt uns vor dem allgegenwärtigen induzierten geistigen Irrglauben.

    Liebe Freunde, laßt und meditieren, damit wir zu unserem Instinkt zurückfinden.

    Mediation ist keine Zauberei. Buddha war auch nur ein Mensch, so wie wir. Es ist ihm gelungen!

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  40. Thom Ram sagt:

    Wolf 02:18

    Instinkt? Sollte es korrekt nicht heissen „Intuition“? In meinem Sprachgebrauch ist der Instinkt ein Automatismus, dem zu folgen Hinhorchen nicht vonnöten ist. Instinkt ist „laut“, ist nur über lange Zeiten der Bewusstmachung beeinflussbar. Tiere können ihren Instinkt nicht eigenständig ändern. Menschen schon, aber eben, es erfordert Schwerarbeoit.

    Intuition vernimmt der, welcher von starrer Zielorientiertheit absieht, welcher sich gelassen liebevoll hinwendet. Intuition üben ist eine unserer heutigen Grossaufgaben, meine ich.

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  41. Wolf sagt:

    Thom Ram 09:59

    Stimmt! Dir ist die eingeschmuggelte fehlerhafte Bezeichnung sofort aufgefallen. Du differenzierst und erhebst Einspruch. Worauf ich mit meiner unpräzisen Formulierung hinaus möchte, ist, daß die natürliche Intuition, die auch bei vielen Tieren durchaus vorhanden ist und bei ihnen noch offen zum Ausdruck kommen kann, durch die politisch motivierte Masse irrtümlicherweise pauschal als „Instinkt“ betitelt und somit zur „tierischen Eigenschaft“ degradiert wird. Auch der Mensch verfügt über eine natürlich gegebene Intuition, die er als solche erkennen sollte, anstatt sie als „tierischen Instinkt“ zu verwerfen. Die Meditation kann ihm sicher dabei helfen, wenn er sie nicht zwanghaft betreibt. Auch die Tiere können uns dabei helfen, wenn wir uns auf sie einlassen und ihnen offen begegnen.

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  42. Norbert Fuchs sagt:

    Wolf mein Guter der Fuchs möchte dich informieren.
    Es gibt ein Buch im Loheverlag/Geheimnisse um Jesus Christus
    Das neue Testement ist Buddhas Testement

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  43. Norbert Fuchs sagt:

    Loheverlag 29 euro
    Amazon über 90 euro

    Im verlag der Germanischen Heilkunde Amicldi 29 euro

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  44. Wolf sagt:

    Norbert Fuchs 16:25

    Der Wolf möchte sich beim Fuchs für den Hinweis bedanken.
    Das Neue Testament ist ein Plagiat! Liegt das Urheberrecht bei Buddha, oder ist es verjährt?
    Christian Lindtner sollte seinen Vornamen ändern lassen.

    https://luehe-verlag.de/buecher/14-christian-lindtner-geheimnisse-um-jesus-christus-das-neue-testament-ist-bhuddhas-testament-9783926328069.html

    (Mein Vater hatte einen guten Steuerberater, der auch Fuchs hieß.)

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  45. Norbert Fuchs sagt:

    Cristian lin-t ein Forscher

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  46. Norbert Fuchs sagt:

    Unser Wendehals hat gemeint,,Deutschland ist kein Staat und die Gesetze sind ungültig ha ha ha Schnappatmung,ab sofort rufe ich die Polizei und schick Bürokratische Wegelagerer zurück,Momo freut sich.

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  47. Thom Ram sagt:

    Wolf 14:22

    Danke, Wolf, du zündest mir grad ein Lämpchen an. Bislang hatte ich zwischen Intuition und Instinkt strikte unterschieden, als ob das zwei getrennte Welten wären. Näheres darübersifflieren führt mich in einem ersten Schritt zur Erkenntnis, dass der Uebergang fliessend ist. Stoff für weitere leichte Gedanken am Ufer.

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  48. Norbert Fuchs sagt:

    Die welt ist kein an und aus,und immer fliesent und immer wenn ich stupide Arbeiten verrichte,fliesen die Gedanken am meisten ohne zu stagnieren.
    Die planeten werden auch nicht an und abgestellt der Fixstern schon garnicht.

    Gruß Norbert Fuchs

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  49. Angela sagt:

    @ Norber Fuchs

    Zitat: „…

    Unser Wendehals hat gemeint,,Deutschland ist kein Staat und die Gesetze sind ungültig ha ha ha Schnappatmung,ab sofort rufe ich die Polizei und schick Bürokratische Wegelagerer zurück,Momo freut sich….“
    FRAGE :
    Was hat dieser Text , und der, den Du zuletzt gechrieben hast, eigentlich mit dem Thema : „Der Weg des Gautama Buddha“ zu tun? 😦

    Lg von A n g e l a

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  50. Hawey sagt:

    Frage was könnte dieses Video mit Buddhismus gemeinsam haben?

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  51. Was Euch bei Wolf 01:46

    allen völlig entgangen ist: Das Bild.
    Es gibt drei wichtige Hinweise.

    o Das Kind wendet sich eindeutig ab.
    Leider ist es ein Standbild.
    Das Gesicht des Kindes ist nicht zu sehen.

    o Der Rollentausch.
    Die Frau wird zur Schweinemutter.

    o Die Rolle des Schweines ist psychologisch
    nicht eindeutig zuordenbar.

    Der Text rund um das Bild handelt von Religionen und Instinkten.
    Der echte Hinweis ist darin verborgen.

    Meiner Sichtweise darauf geht es einzig und allein um das Kind.
    Alle Hinweise des Autors sollen das Kind noch mehr verstecken.
    Verschleiern, um was es in Wirklichkeit dabei geht. Trotzdem
    wird das Bild mit Dringlichkeit hier vorgestellt.

    Das jetzt erwachsene Kind hat Angst, die Situation so zu sehen,
    wie es für es selbst in Wahrheit war. Denn dann müßte es Anklage
    erheben. Das verbietet ihm die Liebe. – Die Liebe zu wem?

    So sehe ich es jetzt im Augenblick, warum dieses Foto öffentlich
    und hier so eine Wichtigkeit hat.

    Für Widerspruch, Ergänzung oder Einschränkung, andere Perspektive
    oder Fachwissen bin ich offen und dankbar. LG Gigi 🙂

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  52. @ Hawey 00:14

    Unsere kleine Verwechslung des Waschbären mit Sascha A. Jaksic hat bei
    mir gestern Abend für solche Heiterkeit und Lachen gesorgt, daß ich kurzfristig
    schon dachte, ich müsse erleuchtet sein, bis mir einfiel, daß das ja gar nicht geht.

    Weil ich Angelas kopierte Texte nicht richtig lese.

    @ Angela

    Dein Text war wieder sehr langatmig, doch:

    Ich weiß – für jeden, der das noch nicht erlebt hat, hört sich das ziemlich verrückt an.

    Etwas bleibt immer hängen, danke für die Mühe, die Du mit mir hast. Gigi 🙂

    Gefällt 1 Person

  53. Hawey sagt:

    Wieder zurück zum Thema

    Noch eine Bemerkung Ich habe Euch die zwei Samadi Filme eingestellt Rückmeldung fast Null jeden dem ich die Filme vorgeführt habe war begeistert von der Tiefe und Aussagekraft also Leute einige labern hier ja nur herum. Wenn euch wirklich was an dem Thema liegt dann schau euch das an. Es wird Euch berühren wenn nicht seit ihr schon tot und habt es nur nicht bemerkt oder ihr seid zu faul umzufallen.

    Habe mich eigentlich gefreut das dieses Thema mal hier veröffentlicht wurde und habe gehofft das es einen tiefsinnigen Austausch gibt. Bis auf einige wenige die sich scheinbar Gedanken gemacht haben ist nichts gekommen außer Oberflächlichkeit und bei einigen hatte ich das Gefühl sie haben nur ihre in sich festgelegten Vorurteile geäußert die sie gegen alles und jeden haben.. Das ist bedauerlich. Na gut ihr seid was ihr seid. Aber auch hier sieht man wieder echte Kommunikation und echter Austausch kaum noch möglich, vieles nur Geplapper ohne Hirn sorry.

    Wieder frage ich wie schaut ihr die Welt an, voller Vorurteile oder voller Freude und Verständnis oder reagiert ihr nur noch mit eurer inneren Voreingenommenheit?

    LG Hawey

    Buddha – erleuchtet in der Welt

    Als Prinz Siddhartha Gautama in die Familie der Shakya geboren und daher dann als Buddha Shakyamuni bekannt geworden, stellt er wohl eine der herausragenden Gestalten an spirituellen Lehrern. In vier Sammlungen von Lebensgeschichten wurde versucht, sein Leben und Wirken zu übermitteln, damit nachfolgende Generationen sich dies als Vorbild nehmen können.

    Lebensgeschichtliche Quellen

    Das Mahavastu-Avadana der Mahasanghika-Schule aus der Hinayana-Tradition erzählt das Leben Siddharthas von seiner Geburt bis zu seinem Erwachen und seiner Lehrtätigkeit. Der Hauptteil der Erzählung beginnt in einem früheren Leben Siddhartas zur Zeit des Buddha Dipankara vor ca. 5-7.000 Jahren, als er als Sumegha vor Dipankara Buddha gelobte, in Zukunft selbst Buddhaschaft zu erlangen.

    Das Buddhacarita schildert das Leben Buddhas von seiner Geburt bis zu seinem Parinirvana. Besonders hervorzuheben ist in diesem Werk die ausführliche Darstellung der Schlacht zwischen Siddhartha und Mara kurz vor der Erleuchtung.

    Ein umfassendes Werk der Lebensgeschichte ist das Lalitavistara, das im 2./3. Jhdt. entstand und auf mehrere Verfasser zurückgeht. In ihm finden sich in Pali und Sanskrit überlieferte Episoden und beruht wohl auf einem Text aus der Schule der Sarvastivada. Besonders an diesem Werk ist die ausführliche Schilderung des überweltlichen Aspekts vonBuddha Shakyamuni. In dieser Lebensschilderung finden sich die 12 Taten eines Buddha, die in einem weiteren Beitrag geschildert werden.

    Eine weitere Quelle für das Leben Buddha Shakyamunis bilden die Jatakas – die Vorgeburtsgeschichten. Von diesen Jatakas gibt es in Asien mehrere verschiedene Sammlungen.

    Betrachten wir hier zunächst den weltlichen Aspekt des Buddha und nachfolgend in einem weiteren Blog-Beitrag anhand der 12 Taten auch seinen transzendenten Aspekt.

    Buddha – Mensch

    Man kann das Leben Buddhas anhand von vier wesentlichen Orten und Stationen beschreiben und für sich dieselben Bestrebungen und Ziele hinsichtlich Befreiung ableiten. Betrachten wir zunächst einmal den Lebensverlauf des Prinzen Siddhartha und seiner nachfolgenden Lehrtätigkeit als Buddha Shakyamuni. Vier Orte – Lumbini, Bodhgaya, Sarnath und Kushinagar – sind die bedeutsamen Meilensteine seines Lebens und Wirken in der Welt.

    Lumbini – Geburt als Mensch

    Als Prinz Siddhartha wurde der Buddha in Lumbini im Königreich Magadha geboren. Seine Mutter Mayadevi verstarb kurz nach der Geburt und Siddhartha wuchs bei der zweiten Frau des Königs Shuddhodana auf. Bei seiner Geburt wurde von einem Rishi vorhergesagt, dass es zwei Möglichkeiten gäbe, wie das Leben Siddharthas verlaufen könne. Zum einen könne er ein großer König, sogar ein Weltenherrscher werden, zum anderen könne er ein Weltenlehrer sein. In Anbetracht seinen Thronerben zu verlieren, beschloss König Shuddhodana, den Jungen von der Umwelt abgeschottet aufwachsen zu lassen. Siddhartha meisterte alle erzieherischen Herausforderungen und war begabt in allen Künsten seiner Zeit.

    Doch aufgrund einer tiefen Erkenntnis in der Begegnung mit der Lebenswirklichkeit von Alter, Krankheit und Tod, aber auch der Möglichkeit der Befreiung anhand mehrerer Ausfahrten, beschloss Siddhartha im Alter von 29 Jahren sein wohlbehütetes Leben hinter sich zu lassen und stahl sich heimlich aus dem königlichen Palast. Er schnitt sich sein langes Haar ab und entsagte so seiner königlichen Würde. Dann suchte er die bedeutendsten spirituellen Lehrer – Alara Kalama und Uddaka Ramaputta – seiner Zeit auf. Bei ihnen erlernte und meisterte er rasch ihre meditativen Anweisungen. Damit nicht zufrieden und nicht die von ihm erwünschte Befreiung vom Leiden erlangt zu haben, begab er sich für einige Zeit mit ein paar Gefährten auf die spirituelle Suche. Doch auch durch anstrengende asketische Praktiken stellte sich das angestrebte spirituelle Ziel nicht ein. Schließlich trennte er sich von seinen Gefährten und begab sich nach Bodhgaya.

    Bodhgaya – Erleuchtung

    In Bodhgaya setzte er sich unter einen Baum und fasste den Entschluss, die Lösung seiner Lebensfrage zu erlangen. Nach längerer Zeit der Versenkung und Meditation gelang ihm schlussendlich der Durchbruch. In einem sagenhaft geschilderten spirituellen Kampf besiegte er die zentralen Geistesgifte und Antriebe, und erlangte Einsicht in die Zusammenhänge des Daseins und vieles mehr. So wird kurz seine Erleuchtung geschildert. Nach einiger Zeit der Versenkung in diese Erkenntnis, beschloss er, dieses Wissen und seine Einsichten mit anderen zu teilen. Nachdem seine beiden Lehrer zu dieser Zeit bereits verstorben waren, fand er dann seine fünf Gefährten in einem Wald nahe Varanasi, dem alten spirituellen Platz am Ganges. Zu diesem Zeitpunkt war er 35 Jahre alt.

    Sarnath – Lehrtätigkeit

    In Sarnath begegnete er seinen früheren fünf spirituellen Gefährten und vermittelte ihnen die grundlegenden Einsichten zur Befreiung vom Leiden. Im Hirschpark von Sarnath lehrte er zum erstenMal die Vier Edlen Wahrheiten. Diese sind die edle Wahrheit vom Leiden, die edle Wahrheit von der Ursache des Leidens, die edle Wahrheit von der Beendigung des Leidens und die edle Wahrheit vom Pfad, der zur Beendigung des Leidens führt. Dieser erste Lehrzyklus ist so fundamental und essentiell, dass er sich in all seinen weiteren Lehren wiederfindet. Hierbei zeigt Buddha auf, dass wir aufgrund von Nicht-Gewahrsein in einen Zustand der Verwirrung fallen und in einem anhaltenden Kreislauf an Aktionen und Reaktionen unser Selbstbild – so qualvoll unzulänglich es auch erscheinen mag – immer wieder und wieder erneut manifestieren. Doch neben diesem Hinweis auf die Qual der Unzulänglichkeit aller äußeren Erscheinungen wies Buddha auch darauf hin, dass wir Befreiung dann erlangen können, wenn wir unseren Blick nach innen wenden, wir so dieseProzesse verstehen lernen und ihnen ein Ende setzen können. Das wird als das erste Drehen des Dharma-Rades bezeichnet. Damit ist das Initiieren eines Zyklus von Lehren.

    Dies tat er der Überlieferung nach noch zwei weitere Male, sodass wir von drei Lehrzyklen sprechen. Bei jedem Lehrzyklus wurde eine neue grundlegende Sichtweise eröffnet. War der erste Zyklus noch auf Entsagung ausgerichtet, so wurden im zweiten Zyklus Leerheit – das Leersein aller Phänomene von Eigennatur – und Merkmalslosigkeit gelehrt. Dies geschah zum ersten Mal am Geierberg in Rajgir, als Buddha Shakyamuni 51Jahre alt war. Und im Alter von 63 Jahren wurde von ihm der dritte Lehrzyklus in Shravasti in Gang gesetzt. Dieser Zyklus handelt von der Buddha-Natur, der Klar-Lichtheit der Natur des Geistes, die alle Wesen durchdringt.

    Neben öffentlichen Vorträgen fanden sich auch zahlreiche Treffen im kleineren Kreis oder auch privater Natur im Leben Buddhas. Bei all diesen hat er verschiedenste spirituelle Zugänge und unterschiedliche spirituelle Methoden gelehrt, je nach Notwendigkeit und Fähigkeit seiner Hörerschaft und Schüler. Diese Lehren wurden zunächst mündlich überliefert und wenige Jahrhunderte nach seinem Dahinscheiden nach und nach niedergeschrieben. Manche wenige Lehrreden sind aus seinem Mund, andere wiederum von ihm autorisiert und einige in seinem Geiste, d.h. im Sinne seiner Lehre bestätigt und ihre Gültigkeit besiegelt.

    Kushinagar – Dahinscheiden

    Im Alter von 80 Jahren spürte Buddha Shakyamuni das Nahen seines Todes und beschloss nach Norden zu wandern. In Kushinagar verstarb der Buddha an einer Lebensmittelvergiftung. Er hatte eine verdorbene Pilzsuppe zu sich genommen. Die Lehre, die der Buddha in Kushinagar erteilte, ist die weitreichendste und wohl tiefgründigste. Hier zeigt er am eigenen Beispiel auf, dass Erleuchtung bzw. Befreiung zu keiner Form von Unsterblichkeit oder Göttlichkeit führt, dass sich keine feststehende, immerwährende Substanz in einem befindet und Vergänglichkeit das Zeichen aller bedingten Phänomene ist. Diese Lehre treibt einen an, über grundlegendes Leersein nachzudenken und auf die Klar-Lichtheit der Natur des Geistes zu meditieren.

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  54. @ Hawey 20:26

    danke für das Video. Ich sag es ja. Die Russen sind die Besten in der Forschung.

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  55. @ Hawey

    was hat das Video mit Buddhismus zu tun?
    Eine der Säulen des Buddhismus ist Bewußtsein.
    Bewußtsein im Jetzt.
    Jeder Meister trainiert die Schüler auf Bewußtsein.
    Wie oft hast Du heute gegähnt, Hawey?

    Siehst Du, sooo bewußt bist du bereits. Kicher….. LG Gigi 🙂

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  56. Angela sagt:

    @ Hawey

    Zitat: „… Na gut ihr seid was ihr seid. Aber auch hier sieht man wieder echte Kommunikation und echter Austausch kaum noch möglich, vieles nur Geplapper ohne Hirn sorry …. “

    Da hast Du vollkommen recht, Hawey, das habe ich auch schon oft gedacht. Viele hören sich auch gerne selbst reden , was für ein Schmarren dabei heraus kommt, ist ihnen egal, sie merken es ja nicht einmal. Wahrscheinlich leiden sie unter akuter Langeweile oder Beziehungsfrust….

    Lg von A n g e l a

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  57. Wolf sagt:

    Gigi Lichtaubergh 20:38

    Was wollte ich mit meinem Kommentar [Wolf 01:46] zum Ausdruck bringen?

    Man sollte die Natur nicht pathologisieren. Doch genau dies tun die Abrahamitischen Religionen, die sich auf widernatürliche Weise über die Welt erheben und das Natürliche unter falschen Vorwänden als Widernatürlich hinstellen. Nach allem, was ich hier bisher gelesen habe, folgte Buddha einem anderen Weg. Er versuchte, das Gegebene zu respektieren und zu erklären, anstatt es zu verdammen und zu pathologisieren.

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  58. Hawey sagt:

    Die zwölf Taten des Buddha

    Darstellung Buddhas und seiner 12 Taten

    Im Lalitavistara-Sutra, einer Episodensammlung aus Erzählungen über das Leben Buddha Shakyamunis, die teilweise in Pali wie auch in Sanskrit überliefert wurden, finden sich zwölf Taten. Buddha Shakyamuni manifestierte die 12 Taten wie alle Buddhas als implizite Lehren für die Wesen unseres Weltsystems, zusätzlich zu den expliziten Lehren, die er während seines Lebens gab.

    Der vom großen Philosophen und Lehrer Arya Nagarjuna verfasste Lobpreis der zwölf Handlungen Buddhas beginnt mit der Huldigung des Buddha. Gemäß der Tradition des Mahayana wird der Prinz Siddhartha als bereits erwachtes Wesen gesehen, der aufgrund seiner früheren Gelübde als Form von geschicktes Mittel und Mitgefühl in der Familie der Shakya Geburt annimmt. Da er nun die Ansammlung von Verdienst und Weisheit vollendet hat, ist der Buddha der Herr und Beschützer der Wesen in diesem Zeitalter.

    Herabkunft aus dem himmlischen Bereich von Tushita

    Im Tushita-Himmel – dem Bereich der 33 Götter – hat der Buddha die Götter gelehrt. Als Bodhisattva Svetaketu weilte der Buddha, bevor er als Siddhartha Gautama in dieser Welt geboren wurde.

    Tushita ist der vierte von sechs Götterbereichen im Begierdebereich. Im Dharma sieht man diesen Bereich als Aufenthaltsort an, in dem sich die zukünftigen Buddhas als Bodhisattvas aufhalten, bevor sie in dieser Welt geboren werden. In einem Mahayana-Sutra, dem „Sutra des unendlichen Lebens“ wird über diesen Bereich gesagt:

    „Jeder dieser Bodhisattvas, den Tugenden des Mahasattva Samantabhadra folgend, ist mit den unermesslichen Praktiken und Gelübden des Bodhisattva-Pfades ausgestattet und weilt fest in allen verdienstvollen Taten. Er reist frei in allen zehn Richtungen und setzt geschickte Mittel zur Emanzipation ein. Er betritt die Schatzkammer des Dharmader Buddhas und erreicht die andere Küste. In den unzähligen Welten erreicht er die Erleuchtung. Zuerst, im Tushita-Himmel wohnend, verkündet er den wahren Dharma. Nachdem er den himmlischen Palast verlassen hat, steigt er in den Bauch seiner Mutter hinab.“
    Mahayana-Sutra: „Sutra des unendlichen Lebens“

    Im Dana-Sutra, einem Text aus dem Palikanon, wird vermerkt, dass jene, die hier auf Erden in diesem Leben viele heilsame Taten ausgeführt und so Verdienst angesammelt haben, im Tushita-Himmel wiedergeboren werden.

    Der Legende nach haben die Devas prophezeit: „In zwölf Jahren wird ein großer Bodhisattva geboren, der entweder ein universeller Herrscher oder ein Buddha wird und als Shakyamuni bekannt wird.“ Als Bodhisattva lehrte er in diesem Sambhogakaya-Bereich und erinnerte sich dann aufgrund seiner Motivation an die Notwendigkeit, in der Menschenwelt geboren zu werden. Da dachte er über fünf Dinge nach: das Land, indem er geboren werden sollte, die Kaste, in die er geboren werden sollte, die Familie, in der er geboren werden sollte, wer seine Mutter sein sollte und dieZeit, zu der er geboren wurde. Der große Bodhisattva entschied sich, in Indien auf dem Jambudvipa-Kontinent als Sohn von König Shuddhodana und Königin Mayadevi des Shakya-Klans wiedergeboren zu werden.

    Diese besondere Tat, Tushita für die Geburt zu verlassen, hatte eine besondere Bedeutung. Es sollte uns lehren, dass jemand, der Erleuchtung erlangt hat, nicht länger ein Sklave seines eigenen Karmas ist und die Kontrolle über alles, was er oder sie tut, hat. Der Buddha entschied sich für die Geburt in unserer Welt, weil die Zeit reif war und er uns zeigen wollte, dass ein Erleuchteter die Kontrolle über alles hat, was er oder sie tut.

    Eintreten in den Mutterleib von Mayadevi

    Als die Zeit zur Geburt gekommen war, trat wie ein gewaltiger Elefant aus dem Götterbereich herab und ging in den Schoß seiner Mutter ein. Seine Mutter Mayadevi träumte in dieser Nacht von einem weißen Elefanten mit einer Lotusblüte auf dem Stoßzahn, der sie dreimal umkreiste.

    Warum entschied sich der Buddha für eine Geburt in gewöhnlicher Menschengestalt? Als transzendentes Wesen, das dem Karma nicht mehr unterworfen ist, hätte er doch alle möglichen Formen wählen können. Doch erwählte diese Art, weil er sah, dass eine wundersame Geburt für die Menschen zu unglaublich sein könnte und sie kein Vertrauen in die Lehre zur Befreiung fassen würden. Da er aber als Mensch aus einem Schoß geboren wurde, zeigte er auf, dass gewöhnliche menschliche Wesen die höchste Verwirklung und somit Befreiung erlangen können.

    körperliche Geburt in den Shakya-Klan in Lumbini

    Geboren wurde der Shakya-Prinz nach zehn Monaten. Es heißt, die Geburt soll für Mayadevi schmerzlos verlaufen sein. Unmittelbar nach der Geburt soll der Prinz in jede Richtung ein paar Schritte getan und dabei verkündet haben, dass er die Wesen der Welt befreien wird. Zugleich mit seiner Geburt ereigneten sich verschiedene Wunder, wie dass das Getreide zuwachsen begann und Bäume und für die Region seltene Blumen erblühten. Brahma und Indra erwiesen dem Prinzen ihre Verehrung.

    Doch sieben Tage nach der Geburt verstarb seine leibliche Mutter Mayadevi und König Shuddhodana übergab den Prinzen an seine zweite Frau Pajapati Gotami, die Schwester von Mayadevi.

    Studium der Künste und Wissenschaften

    Während seiner Erziehung meisterte er alle Herausforderungen, stellte seine Tapferkeit bei den Spielen von Anga-Maghadha unter Beweis und triumphierte über seine Herausforderer. Nach den Gepflogenheiten des Shakya-Klans, die der Kaste der Kshatriya angehörten, musste ein Prinz seine Würde in kriegerischen Fähigkeiten wie Reiten, Bogenschießen und Schwertkampf beweisen und indem er in solchen Wettbewerben andere Könige besiegte. Auf seinem Pferd Kanthaka reitend, besiegte Siddhartha seinen Cousin Devadatta im Bogenschießen, einen weiteren Cousin Anuruddha in einem Reitwettbewerb und dann seinen Halbbruder Nanda im Schwertkampf.

    Sehr geschickt und gelehrt war er, was wenig überraschend war, da er bereits als erleuchtetes Wesen erschien bzw. zumindest die zehnte Bodhisattva-Stufe realisiert hatte.

    Man mag sich fragen, warum er ob seiner hohen Realisation dennoch eine weltliche Ausbildung durchlief. Dies diente dazu, den verschiedenen falschen Vorstellungen entgegenzuwirken. Denn eines dieser Missverständnisse ist, dass der Buddha lediglich einer gewesen sei, der nur unter dem Baum saß und keinerlei akademische Ausbildung genossen hätte. Ein anderes Missverständnis ist, dass derBuddha alles Wissen schon besaß. Mitnichten! Er hatte nur die entsprechenden Veranlagungen, die erst entfaltet werden mussten. Um also diesen verschiedenen fehlerhaften Auffassungen entgegenzuwirken, widmete sich der Buddha den verschiedenen Studien und Künsten seiner Zeit und meisterte sie erfolgreich. Das zeigt auch, dass wir eine vollständige Ausbildung in unserer eigenen Kultur durchlaufen und diese meistern sollen. Erst dann sind wir in der Lage, ein passendes Gefäß für die Vermittlung des Dharma zu sein.

    weltliche Freuden des Familien- und Palastlebens

    Im Alter von 16 Jahren heiratete er die Prinzessin Yasodhara. Yasodhara war die Tochter von König Suppabuddha undAmita, die Schwester des Vaters des Buddha, König Shuddhodana. Sie wurde amselben Tag im Monat „Vaishaka“ wie Prinz Gautama geboren. Ihr Großvater warAnjana, ein Koliya-Anführer, ihr Vater war Suppabuddha und ihre Mutter Pamita stammte aus einer Shakya-Familie. Die Shakya und die Koliya waren Zweige der Adicca- oder Ikshvaku-Dynastie. Es gab keine anderen Familien, die ihnen in der Region als gleichwertig angesehen wurden, und deshalb heirateten Mitglieder dieser beiden Königsfamilien nur untereinander. Prinz Siddhartha genoss dasPalastleben und lebte durchaus ein sehr weltliches Leben.

    Dabei lehrte der Buddha, damit zukünftige Schüler nicht glauben, ein erleuchtetes Wesen wäre unfähig, Freude undGenuss zu erleben. Ferner zeigte er auf, dass, obwohl er ein so sinnlich befriedigendes Leben führte, er durch diese Sinnesfreuden keine Befriedigung erfuhr und Sinnesgenüsse kein dauerhaftes Glück bieten können. Er verstand, dass eine höhere Form von Glück gefunden werden muss.

    Schließlich gebar sie ihm 13 Jahre später einen Sohn, Rahula genannt. Das Glück der heilen Familie war somit vollständig. Doch auch dies bot dem Prinzen keine dauerhafte Befriedung.

    Lossagung von der Familie und Aufgabe des Besitzes

    Bereits kurz nach seiner Geburt hatte ein Rishi zwei Möglichkeiten des Lebensverlaufs für den Prinzen vorhergesagt. Eine war die königliche Karriere, die Alternative war, dass der Prinz zu einem spirituellen Weltenlehrer werden würde. Aus Furcht vor dem Verlust des Erben beschloss der König Shuddhodana, dass der Prinz in einem Palast ohne Zugang zur Außenwelt aufwachsen würde.

    Eines Tages jedoch beschloss der Prinz die Nachbarschaft zu erkunden. Zwar bemühte sich König Shuddhodana allesUnschöne, alles Verfallende usw. von der Reiseroute des Prinzen fernzuhalten, doch das gelang ihm nicht ganz. So erblickte der Prinz bei seiner erstenAusfahrt durch das östliche Tor einen am Alter leidenden Menschen. Dabei entdeckte er, dass alle Menschen dem Alter und Verfall unterliegen.

    Bei einer weiteren Ausfahrt durch das südliche Tor sah der Prinz einen kranken Menschen. So erkannte er, dass alle Menschen irgendwann auch einmal Krankheit unterworfen sind.

    Bei der Ausfahrt durch das westliche Tor sah er zum ersten Mal eine tote Person. Er musste feststellen, dass ausnahmslos alle Menschen irgendwann einmal sterben. Dies traf ihn sehr, da er erkennen musste, dass weder Reichtum, noch Macht und Berühmtheit, noch Freuden oder Lob einen davor bewahren. Egal ob arm oder reich, höher oder geringer gestellt, niemand ist davon ausgenommen. Er erkannte, dass nicht einmal einKönig sich von diesem Elend freikaufen, diesem auch nicht entfliehen oder dieses in einem Kampf besiegen kann.

    Bei einer vierten Ausfahrt durch das nördliche Tor erkannte der Buddha, dass es einen Weg geben könne, der aus diesem Jammertal des Leidens führen könnte. Er sah einen Weisen, einen Rishi und erkannte, dass ein spiritueller Pfad hilfreich sei, dieses Leiden zu verstehen und ggf. sogar aufzulösen. Da empfand der Prinz großen Überdruss an weltlichen Freuden und entsagte seinem bisherigen weltlichen Leben als zukünftiger König.

    Übung der Askese an den Ufern des Nairanjana

    In der siebten Nacht nach der Geburt seines Sohnes Rahula verließ der Prinz den Palast. Yasodhara war am Boden zerstört und voller Trauer. So stahl sich der Prinz in der Nacht aus dem Palast, lediglich begleitet von seinem Diener Chandaka, auch als Channa bekannt. Nachdem Channa zunächst protestiert und sich weigerte hatte, zu akzeptieren, dass Siddhartha ihn verlassen würde, sattelte er Siddharthas Pferd Kanthaka und führte ihn am Zügel des Pferdes aus der Stadt in einen Wald am Rand des Anoma-Flusses. Dort am Vishuddha-Stupa angekommen, schnitt sich Siddhartha sein langes Haar ab und übergab alles an seinen Diener. Auf diese Weise begab sich Siddhartha in die Hauslosigkeit und weihte sich selbst zum Mönch. Channa gab Siddharthas Ausrüstung, Waffen und Haare nach seiner Rückkehr in den Palast Shuddhodana zurück, nachdem Siddhartha ihn gezwungen hatte zurückzukehren, obwohl Channa sich geweigert hatte, ihn zu verlassen. Sein Pferd Kanthaka starb unmittelbar vor der Rückkehr in den königlichen Palast von Kapilavastu an gebrochenenHerzen.

    Sechs Jahre lang zog Siddhartha umher, lernte bei zwei herausragenden spirituellen Lehrern seiner Zeit – bei Alara Kalama und Uddaka Ramaputta – und meisterte binnen kurzer Zeit ihre Lehren. Doch auch durch deren Lehre erlangte er keine dauerhafte Befreiung. Also macht er sich mit seinen fünf Gefährten auf die Suche und führte ein asketisches Leben.

    Mit dieser Lebensweise zeigte derBuddha auf, dass die Entsagung des weltlichen Lebens der Eintritt in den spirituellen Pfad darstellt. So lange man noch an Nahrung, Kleidern, Geld und Besitz, den Freuden des Lebens festhält, wird man sich nicht mit aller Kraft der spirituellenPraxis widmen, sondern einem spirituellen Materialismus züchten. Auch wenn dieZeit der Enthaltsamkeit Siddhartha nicht zur Befreiung führte, so zeigte er damit auf, dass Anstrengung, Fleiß und geduldiges Streben unumgänglich sind und das bereitwillige Annehmen von Schwierigkeiten Teil des Pfades ist.

    Am Ende gab Siddhartha sogar die Praxis der Entsagung auf und nahm ihm dargebrachte Nahrung zu sich. Damit zeigte der Buddha den zukünftigen Schülern, dass Befreiung nicht durch einen Lebensstil eintritt, sondern sich im Geist ereignet. Wie im Pratimoksha-Sutra vermerkt:

    „Gib alle unheilsamen Taten auf, vollführe beständig Tugendhaftes, zähme und verwandle deinen Geist. Dies ist die Lehre des Buddha.“
    Pratimoksha-Sutra (Sutra der Selbstbefreiung)

    Genauso müssen auch wir unsere Negativitäten aufgeben, Handlungen jenseits von Bezug ausführen und Einsicht und Erkenntnis erwerben. Entsagung, spirituelle Strenge oder Entbehrungen erfüllen keinen Zweck an sich, noch führen sie zur Befreiung.

    Dann verließ Siddhartha auch seine fünf Weggefährten und machte sich auf nach Bodhgaya.

    Hervorbringung von Bodhichitta unter dem Bodhi-Baum

    Nachdem er die asketischenPraktiken aufgegeben hatte, ließ sich Siddhartha in Bodhgaya unter dem Bodhi-Baum nieder. Er richtete sich ein Sitzkissen aus Kusha-Gras und gelobte, unter diesem Baum sitzen zu bleiben, bis er endgültiges Erwachen erlang hatte.

    Dabei zeigte der Buddha, dass authentische spirituelle Praxis zwischen den Extremen stattfindet, weder zu viel Entsagung, noch zu viele Genüsse. Sich einem großen Druck durch Hunger, Durst oder Hitze und Kälte auszusetzen ist für sich gesehen sinnlos, da dies keine Bedeutung aufweist. Wenn man allerdings nur seinen Vergnügungen nachjagt und die Begierde zu stillen versucht, ist Erwachen auch nicht möglich, da sich Verlangen nur weiterbeflügelt und steigert. Wahre Praxis liegt in der Mitte. Daher wird der PfadBuddhas auch als Pfad der Mitte oder Pfad jenseits der Extreme bezeichnet.

    Bezwingung der dämonischen Kräfte Maras

    Unter dem Bodhi-Baum sitzend erlebte Siddhartha die Konfrontation mit Mara. Mara („Tod“ oder „Durst“), auch Papiyan („böser“) und Varsavarti („der die Wünsche erfüllt“), ist der böse Geist (oder manchmal einfach die Personifizierung des Bösen) im Buddhismus, der Siddhartha versucht. Während dieser Konfrontation versuchte Mara, der Eigenschaften wie Blindheit, Trübseligkeit, Tod und Dunkelheit umfasst, Siddhartha vom Pfad der Erleuchtung abzubringen.

    Im Padhana Sutta wird dieReaktion des Buddha auf Maras Versuchungen während seiner Zeit der Askese geschildert:

    „Lust wird deine erste Armee genannt; Unzufriedenheit an zweiter Stelle; deine dritte wird Hunger und Durst gerufen; deine vierter heißt Wunschverlangen; deine fünfte heißt Faulheit und Schläfrigkeit; deine sechste ist Feigheit; deine siebte ist der Zweifel; deine achte sind Heuchelei und Stumpfsinn, Gewinn, Ruhm, Ehre, sowie Berühmtheit, die fälschlicherweise von dem erlangt wird, der sich selbst erhebt und andere verachtet. Dies ist deine Kampfarmee des Schwarzen. Nur ein Held erobert es und wer es besiegt, erlangt echte Freude. Wehe dem Leben in dieser Welt! Der Tod in der Schlacht ist für mich besser, als dass ich besiegt leben muss. “
    Padhana Sutta

    Daraufhin schickte Mara seine drei Töchter. Bekannt als der Gott des Blitzes, der Verführung, der Versuchung, der Sinnlichkeit und des Todes, sandte Mara seine drei Töchter, um Siddhartha bei seinem Bestreben zu verführen und abzulenken. Diese drei Töchter Maras verkörpern die drei Störgefühle Unwissenheit, Begierde und Hass.

    In einem ersten trügerischen Angriff wurde der Buddha gebeten, seine Meditation aufzugeben und sofort nach Hause zurückzukehren, da sein Vater Shuddhodana verstorben und Devadatta das Königreich übernommen hätte. Doch dies störte in keiner Weise die Meditation Siddharthas. Dann versuchte Mara bei Siddhartha Hindernisse in Form von Begierde hervorzurufen. Maras Töchter versuchten Siddhartha zu verführen und ihn zu benebeln. Als dies bei Siddhartha keine Wirkung zeigte, starteten Papiyan – der Anführer der Maras – und seine Dämonenarmee einen Angriff auf Siddhartha. Mara griff mit einem Wirbelwind an, aber das schlug fehl. Dann ließ er Siddhartha mit einem Regen überfluten, aber Siddhartha wurde nicht einmal nass. Als nächstes verursachte er einen Felsenregen, aber die Felsen verwandelten sich in Blumensträuße und der Waffenregen wurde zu himmlischen Blumen. Er warf einen Schauer glühender Kohlen, aber sie kamen harmlos herunter, ebenso heiße Asche, ein Sandregen und ein Schlammregen. Schließlich verursachte Mara eine Dunkelheit, aber die Dunkelheit verschwand vor Siddhartha.

    Siddhartha hingegen verweilte in unermesslichem Mitgefühl und liebender Güte und triumphierte auf diese Weise überMara. Schließlich versuchte Mara Siddhartha zu provozieren. Doch Siddhartha berührte mit seiner rechten Hand die Erde und rief die Erdgöttin als seine Zeugin an, dass er das Recht habe, hier und jetzt an diesem Platz Erleuchtung zu erlangen. Daraufhin floh Mara und Siddhartha wurde der Erleuchtete – derBuddha.

    Diese Tat Buddhas wird durch die Geste der Erdberührung dargestellt, bei der er mit seiner rechten Hand sanft die Erde berührt und in seiner linken eine Almosenschale hält. Der Buddha wurde von Maras Täuschungen nicht betrogen und bewies Mara auf wundersame Weise, dass er über viele Zeitalter hinweg heilsame Taten ausgeführt hatte, die nun durch die Erdgöttin bezeugt wurden.

    Erlangung der vollkommenen Erleuchtung

    Da der Buddha alle Qualitäten der Meditation bis zu den obersten Stufen entwickelt hatte, war er schließlich in der Lage, Erleuchtung zu erlangen. Dies zeigte er, um uns zu beweisen, dass wir alle Erleuchtung erlangen können. Erleuchtung ist nichts, was außerhalb von einem vorgefunden werden kann, sondern sich nur dann einstellt, wenn wir denBlick nach innen richten und mit unserem Geist arbeiten. So wie Buddha die vollständige Erleuchtung erlangt hat, können auch wir diese erlangen. Und dieQualitäten der Erleuchtung werden dann auch nicht verschieden von denen sein, die der Buddha erlangt hat. So wie der Buddha es vollbracht hat, alle negativen Emotionen zu beseitigen, sind auch wir in der Lage dazu.

    Erleuchtung ist ein Zustand jenseits von Vorstellungen, Konzepten oder Glaubenshaltungen. Auch ist sie kein Nicht-Denken. Es ist ein Erwachen aus den Schleiern und Verdunklungen der geistigen Trübungen und ein Erlöschen der störenden Emotionen.

    Drehen des Dharma-Rades in Varanasi usw.

    Nachdem Siddhartha Erleuchtung erlangt hatte, also Buddha wurde, verweilte er noch für einige Zeit unter dem Bodhi-Baum in Bodhgaya. Zunächst war er sich nicht einmal sicher, ob es überhaupt jemanden geben würde, der seine Einsichten verstehen und ebenfalls realisieren könnte. Doch aufgrund von Drängen und Bitten der Götter machte er sich auf um den Dharma zu lehren.

    Da seine beiden Lehrer kurz zuvor verstorben waren, suchte er seine früheren Weggefährten. Diese befanden sich zu dieserZeit im Gazellenhain von Sarnath. Zunächst wiesen sie ihn zurück, wollten nichts von ihm hören. Doch je näher er kam, umso überwältigender war die Pracht, die er ausstrahlte und sie konnten nicht widerstehen, seiner Lehre zu lauschen. Im Gazellenhain von Sarnath legte er die Lehre von den vier edlen Wahrheiten dar. Dies bildete die erste Drehung des Dharma-Rades. Ein Dharma-Rad stellt einen Lehrzyklus dar, der sich um ein bestimmtes Thema rankt. Dieser erste Zyklus hat Entsagung im Fokus. Ein weiterer Punkt seiner ersten Lehre war das Verständnis der Leerheit von einem Selbst – Anatman – genannt.

    Doch der Buddha lehrte nicht nur inSarnath, sondern auch an vielen anderen Orten, mal öffentlich, mal im kleineren Kreis und mal ganz privat. Nach einigen Jahren eröffnete er einen weiteren Lehrzyklus mit Betonung der Leerheit und Merkmalslosigkeit aller Phänomene. Dies begründet den Bodhisattva-Pfad.

    Und noch einige Jahre später lehrte er von der Buddha-Natur. Dieser Zyklus zeigt auf, dass obwohl ausnahmslos alle Phänomene leer von Eigennatur sind, sie jedoch kein Nichts sind, sondern die Natur des Geistes – die Buddha-Natur – alle Wesen durchzieht.

    Er wurde auch oftmals von Vertretern anderer Denkrichtungen und Schulen herausgefordert. Manche davon überzeugte er ganz offen in der Debatte oder in der Darlegung seiner Lehre. Bei anderen schwieg er einfach, um sie nicht weiter zu verwirren oder unnütze Worte über Spekulationen zu verlieren. Da er die sechs Tirthikas, sowie einige andere bezwang wird er auch als der mächtige Weise im Kampf genannt.

    Damals in Indien war der Glaube an die Wirksamkeit von Opfergabe um Götter zu besänftigen oder Glück von ihnen zu erbitten weit verbreitet. Man glaubte an eine reale Existenz von Göttern und Dämonen. Man glaubte auch, dass diese durch Gabendarbringung beeinflussbar seien und so das eigene Karma dadurch veränderbar sei. Zwar glaubt man im Dharma an Götter und Dämonen, aber als vom Geist hervorgebrachte Phänomene. Daher ist es nicht erforderlich irgendwelchen äußeren Entitäten zu opfern, sondern den eigenen Geist zu transformieren. Im Dharma bringt man Buddha keine Opfergaben dar, um Glück o.ä. von ihm zu erbitten, sondern dies dient der Reinigung und Ansammlung von konstruktivem Potential im eigenen Geist. Die Möglichkeit, Glück und schließlich Befreiung zu erlangen, liegt ganz in einem selbst. Wenn man die Lehren Buddhas anwendet, dann werden diese einen zweifellos zur Befreiung führen. Somit hängt es von einem selbst und den eigenen Handlungen ab. Und um in uns das entsprechende Verständnis zu erwecken, die geeigneten Methoden bereitzustellen, hat der Buddha die verschiedenen Lehren dargelegt. DieseLehren hat er je nach Fähigkeit seiner Schüler gegeben.

    Eingehen ins Parinirvana in Kushinagar

    Schließlich hat der Buddha seine letzte Lehre mittels seines Dahinscheidens gelehrt. Er zeigte auf, dass alle bedingten, zusammengesetzten Phänomene dem Verfall unterworfen sind. Er zeigte auch für die zukünftigen Generationen, dass Buddhaschaft, Erleuchtung oder Befreiung kein göttlicher Zustand, keine Unsterblichkeit oder ähnliches sind. Er hat diese Lehre der Vergänglichkeit ebenfalls als Ansporn und Gegenmittel für Faulheit und Trägheit gezeigt. Wie in Nagarjunas Lobpreis gesagt wird, hat er dies gelehrt, „um die Müßiggänger zur Dharma-Praxis anzuspornen“ und obwohl er „unsterblich und vajra-gleich“ war, ging er ins Parinirvana ein.

    Nachfolgend hat er verfügt, dass seine Reliquien in acht Stupas aufbewahrt werden, um den zukünftigen Generationen als Inspiration zu dienen und damit sie in Zukunft Verdienste ansammeln können.

    Dies wurde vom Ngak’chang Rangdrol Dorje (Enrico Kosmus, 2018) verfasst, um sich selbst an die Qualitäten des Buddha zu erinnern. Möge es für alle Praktizierenden eine Inspiration sein!

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  59. Wolf sagt:

    Gigi Lichtaubergh 20:38

    Das Foto zum Kommentar [Wolf 01:46] versinnbildlicht, nach meiner Sichtweise, sowohl den tierischen Instinkt als auch die menschliche Intuition in einer natürlichen Umgebung, unbefleckt von jeglicher fremdgesteuerten Religion. Das Leben ist der einzige gesunde Maßstab.

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  60. Thom Ram sagt:

    Gigi 20:38

    Solche Menschen gehen nicht in den Agrarschobb und kaufen Schweinemilch oder was Aehnliches. Weder hat es Shop noch hat die Frau Geld. Die Frau hat, um das Säuglingsferkelchen aufzuziehen, keine Wahl. Sie hat viel Milch für ihr Kind, und sie zweigt etwas davon ab fürs Schweinchen.

    Wieso sollte man das Gesicht des Kindes sehen? Halte dein Kleinkind so, an deiner Brust. Deine Kinder haben dann den Kopf um 180 Grad gedreht wie der Uhu oder wie?

    Warst du in Drittweltländern, Gigi? Diese Frage drängt sich mir hier auf.

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  61. Thom Ram sagt:

    Zu gelebtem Buddhismus habe ich einen Einwurf zu bieten, einen wenig schönen.

    Ich war 2008 in Thailand, einige Wochen. Es ergab sich, dass ich einer 40 jährigen Frau nahe kam. Sie pflegte in schöner Konzentration und heiterer Ernsthaftigkeit zu beten (nicht betteln. nichts erbitten. beten, Kontakte aufnehmen).

    Sie erzählte mir von den jungen Männern, welche ich häufig sah, welche ein oder zwei Jahre in der orangen Kutte rumlatschen, ohne jegliche spirituelle Motivation, einzig um einen Rang zu erreichen, der nach solch zwei Jahren automatisch zugeteilt wird. Wichtig für gesellschaftliche Stellung und damit auch für Beruf. Wir betrachteten zusammen geschlossene Buddhatempel und sie stellte fest, dass kaum mehr Verwendung fänden.

    Wenn es denn so ist, sind die Wegweiser des Gautama noch nicht mal mehr als Religion zu bezeichnen.

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  62. Wolf sagt:

    Gigi Lichtaubergh 20:38

    Das Kind im Foto wendet sich nicht im religiösen Aberglauben ab. Es ist satt und möchte voller Neugier die Welt entdecken. Die Schulter der Mutter ist für das Kind zu hoch, um etwas sehen zu können; deshalb lehnt es sich nach außen, dort wo der Blick auf die Welt frei ist. Es versucht dabei, sein Gleichgewicht zu halten, hält sich an der Halskette der Mutter fest.

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  63. Thom Ram sagt:

    Wolf 22:26

    Haargenau!

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  64. Johann sagt:

    Auch wenn ich wenig Schreibe, verfolge ich die Texte hier sehr aufmerksam (vielleicht geht es vielen anderen stillen lesern ähnlich !). Doch was manche Hirnwindungen so von sich bringen, da fällt mir das Sprichwort „….als Kind zu heiß gebadet worden“, oder so ähnliche Trauma Erlebnisse ein !

    @Hawey

    Vielen Dank für deine Tollen Beiträge und Video info’s die du hier reinstellst, sie sind Unschätzbar Wertvoll auf die Reise des seins.

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  65. Angela sagt:

    Ich schrieb ja schon, dass ich KEINE Buddhistin sei, auch keine Christin, keine Muslima, überhaupt keine Anhängerin irgendeiner Religion, – und deren gibt es viele, auch Anhänger von Naturreligionen, Rudolf Steiner etc. rechne ich dazu.

    Wenn man nämlich einer religiösen Tradition folgt, wird man unweigerlich zum Imitator. Die Spuren von Erleuchteten werden einen nirgendwohin führen, weil jeder Mensch einzigartig ist und seinen eigenen Weg gehen muss.

    In der Wissenschaft muss man nicht immer alles neu entdecken, aber um den Sinn des Lebens zu erfahren, ist es nötig, selbst zu forschen, vor allem sich selbst zu erforschen!

    Buddha hat etwas entdeckt, und sein Wirken ist einzigartig, aber das bedeutet nicht, dass man dem Buddha einfach nachfolgen kann. Traditionen nachzufolgen zeugt von einem mittelmäßigen Geist – aber man kann sie VERSTEHEN, ( soweit man dazu fähig ist) und dieses Verstehen kann und wird einem selbst und vielen anderen Menschen vielleicht in vielen Dingen eine Hilfe sein . „Nachfolgen“ und „Verstehen“ sind zwei völlig unterschiedliche Dinge!

    Lg von A n g e l a

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  66. webmax sagt:

    Angela
    06/01/2019 um 23:16

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  67. webmax sagt:

    Angela
    06/01/2019 um 23:16
    (Hoppla, falsch getippt)

    Findes das gut und sehr richtig, was du schreibst – mit einer Einschränkung: Bei „Traditionen folgen“ fehlt mir das Wörtchen „nur“ im Sinne von ausschließlich.
    Denn diese Traditionen konnen einem gerade auch bewußt machen, warum etwas so ist wie es ist. Man muss sie also auch gelegentlich hinterfragen.
    ,……………
    Ein anderer Aspekt
    .
    Das Leben und Werk Buddhas ist auch dem klimatischen Einfluss zu verdanken.
    Wer kann sich das alles im kalten Schweden, Norwegen oder Finnland vorstellen, wo die unerbittliche Natur solcher Askese keinen Raum laßt?

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  68. webmax sagt:

    Thom Ram
    06/01/2019 um 22:26

    Auch ich habe bei den Thai-„Bettel“mönchen mehr den Eindruck, dass man das etwa mit dem deutschen Grundwehrdienst vergleichen kann.
    Vielleicht bleibt ja hier wie da etwas vom ursprünglichen Sinngehalt beim Einzelnen hângen…

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  69. Hawey sagt:

    @Thom
    lieber Thom wir haben immer einwürfe über das und jenes, Einwürfe ohne Ende. So sind wir Menschen halt und je nachdem was in unserem erlernten Leben drin ist die ja die Richtung bestimmt in die wir schauen erheben wir Einwürfe. Schauen wir in die Welt auf etwa negativ dann wird unser Einwurf Negativ sein und schauen wir es positiv sein wird der Einwurf Positiv sein. Warum weil wir gelernt haben das ist gut und das ist böse. Man hat uns zerteilt so sind wir nicht mehr EINS und fahren fort wie wir es gelernt haben alles zu bewerten und zu beurteilen oder zu verurteilen.
    Zitat, „Sie erzählte mir von den jungen Männern, welche ich häufig sah, welche ein oder zwei Jahre in der orangen Kutte rumlatschen, ohne jegliche spirituelle Motivation, einzig um einen Rang zu erreichen, der nach solch zwei Jahren automatisch zugeteilt wird. Wichtig für gesellschaftliche Stellung und damit auch für Beruf.“

    Das was Du gesehen hast sind Menschen denen ging es nur ums Überleben vielleicht hatten sie nur diese Möglichkeit. Wenn man es von der Seite sieht ist es dann schlecht?

    Vergleiche doch mal unsere Westliche Religion (Buddhismus ist keine Religion) Da geht jemand auf ein Uni um Religion zu studieren, als wenn man Religion oder Spiritualität studieren könnte. Schau Dir doch mal einen echten Spirituellen Menschen an und hör Dir vor allem seine Geschichte an. Wenn Du genau zuhörst dann wirst du erkennen das er es geworden ist durch ein Ereignis oder was auch immer in seinem Lesen und hin und wieder wird auch einer beim Studieren Spirituell aber das sind wenige und sicherlich war da ebenfalls ein tiefes Ereignis die Ursache.

    Meine Sichtweise ist das jedwedes Ding seine Berechtigung hat und ohne, dass ich das Verurteilen muss oder Einsprüche dagegen erheben muss. Wie gesagt nur meine Sichtweise.

    Wir alle lieber Thom gehen unseren eigenen Weg auf die eine oder andere Art die wenigsten voll bewusst, die allermeisten unbewusst.
    Sie werden gegangen. Am meisten aus Überlebensgründen wo Angst der Treibstoff ist. Die Überlebens-Angst ist ein starker Grund Dinge zu tun die wir im Normalfall nicht tun. Ich will hier jetzt nicht alles aufzählen aber eine Frage die ich immer stelle ist die, was treibt dich das du tust was du tust. Ja gerade ist es dir durch den Kopf geschossen und schon ist es wieder weg. Hast Du es wahrgenommen? Was treibt dich, Einwände zu erheben was. Hast Du jemals die Welt dadurch verbessern können. Mir ist das nie gelungen, weil es immer der eigene Makel oder der eigene Mangel ist den wir anklagen. Wir sind die Ursache unseres Lebens das sollten wir nicht vergessen. Wenn uns etwas nicht gefällt dann sollten wir vielleicht sagen ich habe einen besseren Vorschlag dazu wie man es machen könnte. Eventuell hört der oder die dir dann zu die in deinen Augen gefehlt hat. Komm mir jetzt aber nicht damit das es alle anderen genauso sehen dann gehörst du zu den Lemmingen und du kennst deren Geschichte.

    Wieder meine Frage wie schaust du die Welt an? Ist Dein Blick voller Vorurteile, Vorbehalte und Verurteilungen? Hat eines der Dinge Vorurteile, Vorbehalte und Verurteilungen dein Leben je verbessert auch nur ein einziges Mal? Oder schaust voller Freude, Liebe und Verständnis in die Welt. Hast Du nicht in deinem Leben erlebt wie Liebe, Freude und Verständnis dein Leben immer wieder bereichert hat. Hast du es nie erlebt?

    Fang jetzt auch nicht an Erbsen zu zählen bei meinen Fragen. Wir leben in einer Matrix die auf polaren Grundsätzen existiert. Deswegen klappt das auch mit den Teilen und Herrsche. Die Polarität ist der große Trick mit der wir in der Matrix gehalten werden. Wollen wir ausbrechen dann bekommen wir etwas das uns erneut bindet. Schau Dir nur die Versuchungen an denen der Mensch ausgesetzt ist. Die zehn Gebote zeigen es dir sehr deutlich was das ist und halten wir uns daran? Heute bekommst du höchstens die Antwort 10 Gebote was ist das, kenne ich nicht nie davon gehört.

    Na ja so viel wollte ich gar nicht schreiben nun steht es da und ich hoffe du und auch ein paar andere lesen es und der eine oder andere versteht es.

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  70. Hawey sagt:

    @Angela

    Zitat, Ich schrieb ja schon, dass ich KEINE Buddhistin sei, auch keine Christin, keine Muslima, überhaupt keine Anhängerin irgendeiner Religion, – und deren gibt es viele, auch Anhänger von Naturreligionen, Rudolf Steiner etc. rechne ich dazu.

    Liebe Angela das ist mal ein schöner und inspirierender Kommentar. Danke

    PS Das Zitat habe ich nur eingefügt das Du weißt von welchen Kommentar ich spreche.

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  71. palina sagt:

    @Angela
    „Zitat, Ich schrieb ja schon, dass ich KEINE Buddhistin sei, auch keine Christin, keine Muslima, überhaupt keine Anhängerin irgendeiner Religion, – und deren gibt es viele, auch Anhänger von Naturreligionen, Rudolf Steiner etc. rechne ich dazu.“

    Rudolf Steiner hat keine religiösen Thesen verbreitet. Und war auch kein Anhänger irgend einer Religion.
    Die genaue Bezeichnung nennt sich Geistes-Wissenschaft.

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  72. Angela sagt:

    @ Palina

    Das dachte ich mir, dass bei der Erwähnung von Rudolf Steiner Protest kommen würde…. 😀 Haha….

    Ich habe in Berlin vor X Jahren bei der Rudolf Steiner Gesellschaft Vorträge gehört und als ich die Teilnehmer etwas näher beobachtete und in Kontakt mit ihnen kam, hatte ich durchaus den Eindruck einer Art Religion, nämlich der absoluten Verehrung eines großen Meisters. ( was ja nichts gegen Steiner selbst aussagt, auch Jesus und Buddha haben keine Religion geschaffen, das taten ihre Anhänger)

    Ebenso , fast noch stärker, – war es bei den Theosophen während meines einwöchigen Seminars, ganz zu schweigen von der buddhistischen Gesellschaft mit ihrem Elitedenken. Im Grunde überall das Gleiche…..

    Lg von A n g e l a

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  73. palina sagt:

    @Angela
    „Das dachte ich mir, dass bei der Erwähnung von Rudolf Steiner Protest kommen würde…. 😀 Haha…. “
    Nix HAHA; liebe Angela.
    Wie ich schon schrieb, ist das eine Geistes-Wissenschaft.
    Zu deinen Erlebissen bei den Vorträgen – auch in diesen Kreisen gibt es Gegner. Das hat es schon zu Steiners Zeiten gegeben.

    Immer überprüfen was man hört. Das hat auch schon Steiner geraten.

    Es braucht keine Führer für unser Leben.

    Wir selbst sind die „Führer“.

    Dein Kommentar zeigt mir, dass du von Seminar zu Seminar hüpfst. Mal bei denen, dann bei den anderen.

    Immer auf der Suche.

    Nach was?

    Solange wir Menschen Fragen stellen ist das in Ordnung.
    Doch die Versuchung auf dem Weg zur Wahrheit, haben sich leider viele Scharlartane zu eigen gemacht.
    Deswegen hat die Esoterik viele Anhänger gefunden.

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  74. Angela sagt:

    Liebe Palina, irgendwie hast Du mich missverstanden. Lies doch bitte nochmal…
    Ich meinte, dass die Anhänger einer Geistesrichtung diese zur Religion erheben. Es waren also keine Gegner, sondern Bewunderer, für die jedes Wort von Rudolf Steiner eine Offenbarung war. ( Für Dich auch? Du reagierst ja sehr empfindlich…)

    Über das von Seminar zu Seminar hüpfen musste ich lachen! Meine Erlebnisse und Seminare damals in Berlin fanden vor 45 Jahren statt, da war ich auch neugierig auf andere Richtungen als den Buddhismus, der mein Elternhaus prägte, und habe mich mal etwas umgeschaut.

    Ich war damals schon nicht „auf der Suche“ und bin es heute noch weniger. Schon lange ist mein spirituelles Empfinden gefestigt , obwohl ich immer noch etwas dazulerne. Zu Rudolf Steiner habe ich allerdings wenig Zugang gefunden, aber das halte ich auch nicht für notwendig.

    Es gibt so großartige Weisheitslehrer, Rudolf Steiner ist meiner Ansicht nach nur EINER davon.

    Lg von A n g e l a

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  75. Thom Ram sagt:

    Hawey 01:08

    Meine Botschaft scheint bei dir nicht angekommen zu sein. Was diese Männer in schönen Mönchskutten machen, ist ein klassischer Fall von False Flag. Es ist ihnen mit Respekt zu begegnen. Aufgrund dessen, dass sie die Kutte tragen. Sie sind zu ehren auf Grund dessen, dass sie die Kutte tragen.
    Das schafft in ihnen selbst und in beobachtenden Kindern ein schräges Bild.
    Wenn du das weder gut noch schlecht findest, ist das für mich in Ordnung. Ich will es ändern.

    Ich will es ändern nicht dadurch, dass ich hingehe, „Mönch“ oder ehrfürchtig „Mönch“ Grüssenden anspreche darauf, was hier für ein Schmierentheater gespielt wird. Ich will es ändern dadurch, dass ich mir bewusst werde, dass auch dieser Aspekt in mir selber schlummert. In mir selber kann ich das anschauen und integrieren so, dass es keine Wirkung mehr hat.

    Und ich gebe Kunde davon, damit andere Menschen das Beispiel aufgreifen können. Als Exempel dafür, dass wenig so ist, wie es scheint.

    Was Einwürfe anbelangt, mein Freund…ich fühle mich immer noch frei, auf meinem Blog zu schreiben das, was mich grad beschäftigt, ohne erst zu filtern, ob es Mausfeld-, Ganser- oder Schiller – nie wo hat.

    Mit Ausnahme der Einwürfe von Freund Gravitant, und mit Ausnahme reiner Hinweise auf Geschehnisse kann ich mich kaum erinnern, jemals einen Einwurf gelesen zu haben, der nicht Wertungen enthält.

    Du bist befähigt, auch in deinem freundlich mahnenden Kommentar die Wertungen zu erkennen: Dies ist besser, jenes ist schlechter.

    Alles in Ordnung, Junge. Wir machen weiter.

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  76. Hugin sagt:

    Als „Wahrheit von der Entstehung des Leidens“ wird der Durst, das Begehren bezeichnet und die „Wahrheit vom Vergehen des Leidens“ beinhaltet das Freiwerden und sich Abwenden vom „Durst“ oder dem Begehren.
    Ich gehe davon aus, dass wir alle schon erleuchtet sind. Man muss sich „nur“ noch erinnern.
    A propos loslassen und alle Wünsche (Begierden) aufgeben….
    Ich halte das für keine gute Strategie um glücklich zu sein. Menschen wünschen und wollen nun mal. Es ist fast ein Instinkt. Da halte ich den alttestamentarischen Spruch von „macht euch die Erde untertan“ für passender. Er besagt, beherrscht die Materie (nicht aber Menschen, Tiere oder die „Erde“). Und wer die Materie beherrscht, braucht weder Gier noch Neid oder Hass. Das würde ihn frei machen, um seine ganze Achtsamkeit der Erinnerung des erleuchteten Zustandes zu widmen…
    Das Loslassen ist ein Mechanismus des Bewusstseins und braucht keine religiöse Verbrämung. Erst wenn man eine Absicht gedacht oder geäußert hat, kann das Beabsichtigte durch komplettes Loslassen (keine Erwartungen, die meistens mit Zweifeln einhergehen) entstehen. Auch für Erleuchtung braucht es am Anfang eine Absicht. Aber dieser Prozess gilt für alles, was Menschen tun oder wollen. Ohne Absicht passiert gar nichts auf dieser Erde.
    Also Absicht – komplettes Loslassen – Vertrauen in den Ausgang…
    Ansonsten gilt für diese materielle Welt, die so schnell vergänglich ist, diese geniale Aussage von Jesus: „Seid Vorübergehende!“
    Und nicht zu vergessen: Man hat die ganze Ewigkeit, um zu dem Wesen zu werden, das man schon ist…

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  77. Vollidiot sagt:

    Soweit ich weiß wird ein Boddisathva, nach zig aufeinanderfolgenden Inkarnationen ein Buddha. Es gibt also nicht DEN Buddha sondern als letzten den Gautama und als den Nächsten, den Maitrea.
    Buddhas sind Menschheitslehrer, die zu gegebener Zeit der gesamten Menschheit auf ihrem Weg helfen.
    Was die Menschen dann daraus machen ist deren Sache.
    Immer bringen dieses Lehrer etwas den Menschen – was dann unter menschlichem Einfluß geformt wird – zu Gutem oder Bösem.
    Wichtig dabei ist, neben den Gaben die durch geistige Führer gegeben werden, der allfällige Mißbrauch der dann getrieben wird und die „Alterung“ dieser Gaben.
    Denn die Entwicklung geht weiter.
    Was vor 2500 Jahren nötig war muß nicht in orthodoxer Weise bis in alle Ewigkeit gepflegt werden.
    Da alle Entwicklung und Bewegung und Rhythmus ist sind auch geistige Gebäude (auch Religionen, Kirchen, Institutionen dieser Couleur) dazu aufgerufen sich zu modifizieren.
    Tun sie es nicht haben sie ihre Existenzberechtigung verloren.
    Der Mensch braucht halt eine geistige Heimat, wenner wenigstens ins Bewußtsein nähme, daß er auf einem Weg ist – nicht an einem Ort verharren sollte. Z.B. an etwas was 2500 Jahre alt ist sich binden. Schauen was gut ist, das nehmen und weiter schauen, nach dem was darauf folgte usw..
    Wenn er dann noch spitzbekäme, daß zu einem Weg ein Anfang und ein Ende gehört und all das in Rhythmen und Metamorphosen abläuft, dann bräuchte er kein Buddhist, Hindu, Moslem, Jude oder „Christ“ sein.
    Dann wäre er all dies und hätte von allem das genommen was Evolutionstauglich wäre – und nicht destruktiv.
    Daß ein Buddha kein Christus sein kann dürfte klar sein.
    Allerdings ist Jesus Christus ohne Buddha auch nicht denkbar…………….

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  78. Hawey sagt:

    @Thom
    Zitat, „Ich will es ändern nicht dadurch, dass ich hingehe, „Mönch“ oder ehrfürchtig „Mönch“ Grüssenden anspreche darauf, was hier für ein Schmierentheater gespielt wird. Ich will es ändern dadurch, dass ich mir bewusst werde, dass auch dieser Aspekt in mir selber schlummert. In mir selber kann ich das anschauen und integrieren so, dass es keine Wirkung mehr hat.“

    Hallo Thom, wenn ich es richtig verstanden habe dann willst Du indem Du darauf aufmerksam machst diesen Zustand der Täuschung ändern. Es ehrt Dich.

    Ich selbst und ich rede nur von mir Selbst kann mir nicht vorstellen das, dass zum Erfolg führt wenn Du aber damit erreichst das die Einwohner Balis anders darauf reagieren dann kann ich mir vorstellen das der eine oder andere Balinese darauf reagiert. Man darf aber nicht vergessen das die Kutte auch Buddha und den Buddhismus repräsentiert und der Gläubige wird deshalb nicht von seinem Glauben abfallen nur weil er seine Gaben die er im Herzen ja Buddha spendet. An solche Mönche gibt. Er wird sich trotzdem gut fühlen und wird nach Hause eilen und frohen Mutes seinem Alltag nachgehen.

    Es hat immer Betrug und Täuschung auf dieser Welt gegeben das werden wir beide nicht ändern. Was natürlich gut ist einen Missstand anzuprangern oder besser darauf aufmerksam zu machen.

    Als ich mal mit einer Schulklasse in England war, da waren wir unter anderem auch im Britischen Museum in London.
    Unter den vielen großartigen Dingen die da Ausgestellt waren gab es auch einen Raum der voll mit Buddhastatuen. Nun kam eine Gruppe Asiaten in den Raum blieben vor bestimmten Statuen stehen und verneigten sich davor. Was machten unsere Schüler sie kicherten darüber und machten sich lustig darüber bis ich sie anfuhr, dass was ihr da seht ist Demut und Ehrerbietung und die würde uns Westliche Menschen auch gut anstehen. Würdet ihr auch grinsen und kichern wenn sich Menschen in der Kirche vor der Jungfrau Maria verbeugten. Wahrscheinlich nicht, man nennt das Demut und Ehrerbietung und das sollten wir vor jedem Lebewesen haben. Ihr wisst doch nicht welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Also Demut vor etwas zu haben ist nicht die schlechteste Seite eines Menschen wenn sie aus dem Herzen kommt.

    Kommen wir zu diesem Einwurf Zitat. „Was Einwürfe anbelangt, mein Freund…ich fühle mich immer noch frei, auf meinem Blog zu schreiben das, was mich grad beschäftigt, ohne erst zu filtern, ob es Mausfeld-, Ganser- oder Schiller – nie wo hat.“

    Ich käme nie auf die Idee Dir etwas verbieten zu wollen da ich ja nun weiß das Du auf etwas Aufmerksam machen willst. Habe ich nun sogar den rechten Blickwinkel zu Deinem Wort Einwurf. Wenn Du es also so verstanden hast das ich die
    r was verbieten wollte dann muss ich mich total falsch ausgedrückt haben und entschuldige mich dafür sorry.

    Ja leider bin ich davon auch nicht frei alles zu bewerten doch bin ich gut darin mich nicht daran anzukleben.

    Nochmal Danke für Deinen Kommentar und die Aufklärung

    LG Hawey

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  79. Thom Ram sagt:

    Hawey 16:40

    Nur ein kleiner Hinweis. Ja, ich hock auf Bali, aber hier hat es keine Buddha-Mönchskutten, na ja, vielleicht einige schon, immerhin haben wir in Nusa Dua einen Buddhatempel. Was ich erzählte, das war in Thailand.

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  80. Thom Ram sagt:

    Hugin 16:25

    ***Also Absicht – komplettes Loslassen – Vertrauen in den Ausgang…***

    …Ich würde ergänzen: Also Absicht – komplettes Loslassen – Vertrauen in die Tat und in den Ausgang…

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  81. @ Wolf 06/01/2019 22:09
    @ Thom 06/01/2019 22:19

    Für mich sieht die Position des Kindes wie eine Abwehrbewegung aus. Die Fingerchen sind nach außen gekippt und nicht über die Kette geschloßen. Das Schweinchen wird als Konkurrenz an der Mutterbrust wahrgenommen und das Kind entwickelt in diesem Moment eine „Schweinephobie“.

    Ihr könnt darüber denken, wie Ihr wollt. Ciao, Gigi

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  82. Vollidiot sagt:

    Palina

    Der Mensch hat ein tiefes Bedürfnis nach Geistigem.
    Religio.
    Weil er in der Physis sein Tun zu tun hat.
    Und da fehlet im das, wohin er im Innern eine tiefe Sehnsucht verspürt.
    Viele Leute rationalisieren das in Atheismus, Genderismus oder Nihilismus usw., es fällt dann vermeintlich nicht auf, daß das Bedürfnis nur kaschiert ist.
    Diese Verbindung zu irgendetwas wird dann mit der eigenen Existenz verbunden, wird überwertig und unmenschlich, krankhaft.
    Siehe die Stellung der Frau in so vielen Religionen.
    Sie ist unrein, dumm, unfähig und was auch immer.
    Weil der Mensch Mensch ist darf er auch die Anthroposophie als Religion nehmen, logo – er ist Mensch und irrt solang er strebt.
    Ich auch, hi, hi.
    Solange kein Machtmißbrauch stattfindet nehme ichs locker.
    Und Steiner muß man länger in sich wirken lassen – mit Herz – und Verstand – und einem gerüttelt Maß an Bescheidenheit.
    Ich sage schon seit gefühlt hundert Jahren, daß ich kein Christ, Anthroposoph oder sonstwas bin – nur, daß ich ein Mensch bin.
    Für Religionsfreie hat Steiner aber eine Menge zu bieten, man muß ihn nur religionsfrei nehmen – und das Gelesene ins Erfahrbare transformieren……

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  83. Thom Ram sagt:

    Gigi 2031

    Ein Kind in Abwehr zeigt das ganzkörperlich. Des Kindes Beinchen sind entspannt. Wäre es in Abwehr, würde es strampeln. Die Fingerchen 2 und 3 sind abgewinkelt, ja, doch wollte es abwehren, wäre die ganze Arm – und Handstellung anders.
    Wäre das Kind in Abwehr gegen Mama, so würde es den Kopf so weit wie nur möglich vom Mama abwenden.

    Es tut mir schon fast weh, wie du tief in dich hineinblicken lässest, Gigi.

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  84. jpr65 sagt:

    Aus dem Artikel:

    Buddhas Lehre ist ein praktischer, gangbarer Weg, der keine starren Glaubenssätze, keine Sündenvorstellungen, daher auch keine Erzeugung von Schuldgefühlen zum Inhalt hat.

    […]

    Rechtes Handeln soll auf Einsicht und nicht auf moralischen Dogmen begründet sein. Unheilsames Handeln verstößt aus Unwissenheit oder sogar wider besseres Wissen gegen die Daseinsgesetze, wodurch der Mensch in seiner Entwicklung zurückgeworfen wird und Schmerz erleidet.

    Rechtes Handeln interpretiere ich als Handlungen, die einen spirituell voranbringen, die die eigene Schwingung erhöhen.

    Das ist aber nicht „richtig“ oder „falsch“. Ich teile es auf in „förderlich für die spirituelle Entwicklung“ oder „zurückwerfend“ oder auch „neutral“. Wobei Manches, was zuerst als „zurückwerfend“ empfunden wird, einen doch weiterbringt, weil man die Erkenntnis erst mal haben muss, dass etwas „zurückwerfend“ ist.

    Und wer nicht auf sein Herz hören will, in dieser Entwicklung, der muss Schmerzen leiden. Insbesondere der, der sich von den drei Grundübeln noch nicht befreit hat. Und diese Grundübel entspringen alle der Angst und nicht der Liebe.

    Insofern hat für mich Buddha genau dasselbe gelehrt wie viele andere spirituelle Anleiter auch.

    Weil er ein Erleuchteter war, wußte er auch um die Liebe und daß die Angst das Gegenteil der Liebe ist. Nur war das in der indischen Gesellschaft damals nicht vermittelbar. Vor allem nicht bei gebildeten Verstandesmenschen, zu denen er ja oft gesprochen hat. Ähnlichkeiten zur heutigen „Bildungsschicht“ gibt es ja genügend.

    Deshalb hat er sich mehr auf die „Einsicht dessen, was gut ist“ bezogen.

    Was „Die bedingungslose Liebe“ ist, das kann man erst erfahren, wenn sich das Herz geöffnet hat. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Dann ist man aber schon ein gutes Stück vorangekommen, in seiner Entwicklung.

    Am Anfang hilft das nicht viel weiter, auch wenn man es mit dem Verstand zu begreifen glaubt, diese Konzept der „bedingungslosen Liebe“.

    Und er will uns nur darin unterstützen, den eigenen Weg zu gehen. Nur die eigene Erfahrung zählt.

    Er wollte definitiv KEINE Religion gründen, den die geht immer mit Dogmen (starren Glaubenssätzen) einher, die (selbst-)ernannte Anführer (oft Diktatoren) verkünden oder gar entwerfen.

    Insofern ist der Buddhismus ein Widerspruch in sich, wenn man ihn als Religion begreift/definiert.

    Denn Buddha sagt ja, man soll nur in sein Inneres schauen, und damit über sein Herz in die eigene Seele fühlen, die die Anbindung an das ALL hat.

    So erlangt man Weisheit, ganz ohne Worte.

    Und weil Worte diese Weisheit schwer beschreiben können und jeder seine eigenen Ansichten der Welt (weiter-) entwickeln soll, will er auch nicht „Seine Weisheit“ verkünden.

    Er sieht sich als Anleiter für den spirituellen Weg und nicht als Anführer, der den anderen sagt, was getan werden muss.

    Er will uns helfen, selbstständig in der eigenen spirituellen Entwicklung zu werden. So wie man seine Kinder idealerweise unterstützt, damit sie zu selbstständigen Erwachsenen werden. Damit meine ich aber nicht die Erziehung zu „Erwachsenen-Systemsklaven“ !

    Buddha hilft also allen „Spirituellen Kindern“, selbstständig „spirituell Wachsende“ zu werden. Und er klärt uns darüber auf, was in dieser Entwicklung weiterhilft und was nicht.

    Und ganz wichtig dabei: Immer in seiner Mitte bleiben. Extreme Ausschläge sind meistens ungünstig.

    Nur weltlich und spirituell uninteressiert sein ist nicht gut,
    aber genauso ist es nicht gut, nur spirituell wachsen und der Welt um einen herum entfliehen zu wollen.

    Beides wird einen irgendwann nicht mehr weiterbringen, auf dem Weg!

    Das ist meine Sicht auf Buddha und seine „Nicht-Lehre“.

    Und jeder hat das Recht, sich seine eigene Sicht zu bilden und den Weg einzuschlagen, der ihm beliebt. Auch wenn er direkt in das eigene Verderben führt…

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  85. jpr65 sagt:

    jpr65
    07/01/2019 um 23:15

    Die Fettschrift ist mir ein wenig „verrutscht“, das ist jetzt aber leider nicht mehr zu ändern…

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  86. Wolf sagt:

    Gigi Lichtaubergh 20:31

    Gigi, ich kann Deine Aufregung durchaus nachvollziehen. Mir wurde mal von einer Bäuerin körperwarme Kuhmilch zum Frühstück serviert. Zum Trinken konnte ich mich nicht überwinden. (Warum eigentlich?)

    Das Bild unten zeigt die umgekehrte Situation. Solches ist auch mir auf einem Bauernhof passiert. Doch darüber regt niemand sich auf. Unsere Erziehung entscheidet darüber, was „ethisch“ ist und was nicht.

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  87. Wolf sagt:

    Gigi Lichtaubergh 20:31

    Was ist ethisch? Der Buddha hat danach gesucht. Auch ich bin auf der Suche.

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  88. Vollidiot sagt:

    Wolf

    Ich glaube, daß Gautama den Begriff „ethisch“ nicht kannte – den zu finden war ihm nicht vergönnt.
    Für uns ist er aber wichtig – ist ja auch schon ein anderes Bewußtsein angesagt, welches mit diesem Begriff seinen Spaß haben kann.
    Dazu geht mir auf den Kecks wenn von nur Buddha gesprochen wird.
    Es ist einer von einer ganzen Reihe.
    Immer wird von einer ewig unabänderlichen, einmaligen Existenz gesprochen.
    Geschuldet dem menschlichen Verlangen nach ewiger geistiger Ruhe und entsprechendem Gleichmaße.

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  89. Wolf sagt:

    Vollidiot 00:09

    Da gebe ich Dir und Angela [07/01/2019 UM 05:57] vollkommen recht. Man beruft sich halt gerne auf ihn, weil er zu den Berühmtheiten zählt. Leider hat der Name des Redners häufig mehr Gewicht als die getätigte Aussage. Ein Zitat von Buddha oder Jesus macht eben mehr her als ein Zitat vom Wolf oder vom Vollidioten. Dies erklärt auch, warum die Namen dieser bekannten Leute für alles Mögliche verwendet wurden und werden.

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  90. Vollidiot sagt:

    Wolf

    So isses.
    Das sieht man ja am Bedürfnis bei Fußballfäns.
    Viele lieben die Bayern (Neuer et al.) weil man sich gerne mit Meistern identifizieret (Erleuchtete des Fußballkultes) – mit Vollidioten der Kreisklasse C läßt sich kein Benefit fürs Ego gewinnen.
    Der Unterschied liegt in den Worten, die des Nachdenkens wert sind. Worte sind schwer zu ertragen, vor allem wenn daraus Ansprüche erwachsen könnten, rede ich aber von dem Buddha habe ichs einfacher – so einfach wie eine Identifikation mit Lewandovski oder Neuer – wobei, die Worte der beiden letztgenannten sind eini wenig weniger bedeutend – oder bedenkenswert.

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  91. Hawey sagt:

    So nun ist wieder alles schön zugedeckt mit neuen Artikeln. Was hat es nun gebracht?

    Mein Resümee! Ich werde keine Artikel mehr Kommentieren sehe irgendwie keinen Sinn mehr darin. Weil letztlich bleibt man unbefriedigt zurück. Wozu also, nur um des Kommentierens Willen?

    Nein ich bin dieses Spieles Überdrüssig und nein, ich habe gegen niemanden von Euch etwas das Gegenteil ist der Fall. Trotzdem sitze ich alleine vor meinem Bildschirm und kann kaum eine Kommunikation zu ende führen weil mein Gegenüber schon wieder fort ist. Dabei hätte ich noch viele Fragen gehabt. Schade Gerade mit Dir und Dir hätte ich noch ein wenig geplauscht.

    Ich wünsche Euch allen alles Glück der Welt.

    LG Hawey

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  92. Johann sagt:

    @Hawey

    Zufällig !!…. habe ich gerade dies Endeckt was vielleicht deine Ohren erfreut und hier gut reinpasst.

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  93. Hawey sagt:

    @Johann

    Danke Johann

    LG Hawey

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