bumi bahagia / Glückliche Erde

Klarheit

In der heutigen Zeit der allgemeinen Lüge und der orwellschen Verdrehung der Begriffsinhalte fällt es manchem zunehmend schwer, sich zu orientieren. Nun ist die Verwirrung ja überwiegend beabsichtigt und gezielt herbeigeführt. Was also tun?
Wie kommt man zu Klarheit?
Luckyhans, 16./20.Dezember 2018
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Um die Intentionen desjenigen, der mir etwas mitteilt (etwas mit mir teilt? oder mich mit etwas teilt, abtrennt von anderen? in Sinne des „teile und herrsche“?), zu erkennen, ist es zuerst wichtig, bevor ich die dahinterstehende Absicht zu ergründen versuche, genau auf die verwendeten Worte, Begriffe, deren Inhalte und Bedeutung zu achten.
Viele Begriffe sind heute weit entfernt von ihrem eigentlichen Inhalt – Beispiele kennt jeder zur Genüge, daher genügen hier einige wenige.

Da wären allgemeine Begriffe wie Demokratie (wörtlich: Gemeinde-Beherrschung), vielfach als Volksherrschaft fehlinterpretiert, denn das, was heute als Demokratie bezeichnet wird, ist eine Oligarchie (oligo = wenige, archie = Herrschaft) der Groß-Geld-Besitzer, getarnt als Parteien-Diktatur.
Wobei eine „Volksbeteiligung“ durch StimmenABGABE eh ein recht fragwürdiges Modell darstellt… und das scheinbare „Delegieren der Verantwortung“ funktioniert ja in Wirk­lichkeit sowieso nicht, sondern es wird nur der Willkür des Machtmißbrauches Tür und Tor geöffnet.

Wenn heute von Freiheit geredet wird, dann ist im Hintersinn meist die Befreiung der Massen von allem Besitz und Vermögen gemeint, bei mehr als der Hälfte der Mittel-EU­ropäer bereits erreicht, denn diese haben entweder „Schulden“ („freiwillig anerkannte Zahlungsverpflichtungen“ – Entschuldung möglich durch deren einfache Aufkündigung?) oder kein nennenswertes Vermögen. Und das ist die „offizielle“ (geschönte) Statistik…

Bei den sog. Menschenrechten geht es auch nicht um die von Natur aus jedem Menschen gegebenen (angebornen) umfassenden Rechte, sondern es geht um die den PERSONEN jeweils zugeteilten Privilegien – jederzeit veränderbare und zurücknehmbare Zugeständnisse an den sog. Zeitgeist.
Die freilich mit entsprechenden Verpflichtungen gekoppelt werden („keine Rechte ohne Pflichten“), auch wenn es dazu gar keinen echten Anlaß gibt…

Als Frieden wird der Zustand bezeichnet, bei dem (bestimmte) andere Staaten massiv bekämpft werden: durch ständig verschärfte Wirtschaftssanktionen, politische Wühl­arbeit durch NKOs und NGOs, offene Einmischung in deren innere Angelegenheiten, Korruption einer 5. Kolonne, Embargomaßnahmen, mediale Beeinflussungim Lande und internationale Schlechtrede-Propaganda, Angriffe über die Welt-Informations-Netze auf Banken und die Fabriken steuernde Rechentechnik (Beispiel Stux-Virus) bis hin zum Einsatz von Geheimdienstgruppen (Ukraine) und bezahlten Söldnerkomman­dos u.v.a.m. – täglich zu bewundernde Wirklichkeit in dieser Welt, an der sich in den Massenverblödungsmitteln schon niemand mehr „stößt“.
Das soll „Frieden“ sein?

kla1

An vielen Stellen, wie bei der Demokratie, werden auch bewußt Fremdwörter solange benutzt, bis sie sich in die Sprache hineingefressen haben, allgemein akzeptiert sind und täglich verwendet werden.
Wenn ich also etwas nicht gleich verstehe, dann gibt es ein probates Mittel, näher an die Klarheit zu kommen: die Rückkehr in die ursprüngliche deutsche Sprache.
Denn diese ist eine der klarsten und deutlichsten in der Welt – nicht umsonst war sie über viele Jahrzehnte im 19. und 20. Jahrhundert ganz selbstverständlich und unange­fochten DIE Sprache der Wissenschaft auf der ganzen Welt.

Vieles, was mir unreflektiert als „selbstverständlich“ erscheint, wird wieder sehr fraglich, wenn ich in die deutsche Sprache zurückkehre.
Indem ich zum Beispiel den allgegenwärtigen „Computer“ durch das schöne deutsche Wort „Rechenmaschine“ ersetze: schon muß ich überlegen, was denn eine „Personal-Rechenmaschine“ ist – eine mir persönlich (also meiner PERSON) zur Verfügung stehen­de Rechenmaschine? oder eher eine Rechenmaschine für das Personal dieser Firma BRvD? oder beides?

Oder wenn es mich relativ wenig „kratzt“, daß unser ganzes Leben (Energieversorgung, Warenlogistik u.v.a.m.) durch Computer gesteuert wird – aber sobald ich überlege, daß mein ganzes Leben schon heute vollständig von Maschinen und deren richtiger und zuverlässiger Funktion abhängt, dann wird mir doch ganz anders.
Überlege ich dann noch, daß all diese Rechenmaschinen durch Basis-Programme zum Laufen gebracht werden, die von einem bestimmten ausländischen Hersteller stammen, mit dessen „Produkten“ ich bereits selbst diverse schlimme Erfahrungen sammeln konnte, dann verbessert sich meine Stimmung auch nicht gerade…

Und überhaupt:
warum sind heute alle kaufbaren Programme nicht vollständig fehlerfrei?
Und so herzlich schlecht gemacht, daß sich die Programm-Hersteller (als einzige Produzenten überhaupt!) von jeglicher Verantwortung für die Fehler in ihrem Produkt vom Kunden vollständig freistellen lassen – gewiß nicht aus übertriebener Vorsicht, sondern weil sie wissen…
Ist das sooooooo schwierig, komplett fehlerfreie Programme zu erstellen?

Und nur so entsteht die Frage: Wollen wir uns weiter von Maschinen und deren extra schlechten Programmen drangsalieren lassen?
Und: Warum wird die Statistik der von Industrie-Robotern getöteten Arbeiter seit Jahren verschwiegen? Noch in den 1990ern war sie frei verfügbar: damals etwa 100 Menschen allein in Japan… gockele heute mal danach – da wird alles immer als „Einzelfall“ dargestellt…

kla2

Sehr aufschlußreich wird es auch, wenn mich immer wieder frage, warum denn in der jetzigen Gesellenschaft eine als „geplante Obsoleszens“ umschriebene Eigenschaft, die in Wirklichkeit eine absichtliche Verkürzung der Betriebsdauer eines Gerätes umschreibt, trotz aller Qualitätssicherungs- und Management-Systeme existieren kann.
Wobei ich das Wort Management erstmal durch das deutsche Wort Verwaltung er­setzen muß, damit ich richtig verstehen kann, was denn die vielen Mann-Nager eigent­lich in den Firmen tun: sie verwalten die Firma im Auftrag der Eigentümer oder Besitzer.

Und mit der Qualität komme ich sofort klar, wenn ich mich des schönen deutschen Wortes „Güte“ entsinne, in der Technik vereinzelt noch verwendet, wenn man die Eigenschaften eines Schwingkreises bestimmt: die Kreisgüte.
Ersetze ich also „Qualität“ durch Güte, werden all die Worthülsen deutlich, mit denen das Fehlen jeglicher Güte in der heutigen Wirtschaft wortreich bemäntelt wird.

Und was in den Mechanismen der Wirtschaft nicht fest „eingebaut“ ist, das läßt sich auch mit den höchstentwickelten aufgesetzten „Systemen“ nicht einbringen.
Die heutige Wirtschaft kennt nur eine einzige Ausrichtung – auf MENGE
.

Oder auf „Wachstum“, ausgedrückt in Mengenangaben oder Prozent, was auch nichts anderes ist als ein Mengenvergleich, den man dazu noch sehr willkürlich wählen kann.
Indem entweder der Vormonat oder der Vorjahresmonat oder irgendwelche „kumulier­ten“ (zusammengerechneten) Zahlenangaben als Vergleichsgrundlage benutzt werden – so kann mit Prozenten so gut wie alles „nachgewiesen“ werden, was gerade an Aussagen benötigt wird.

kla3

Oder man zielt auf Profit (gleich Gewinn), ebenfalls in Menge angegeben, und zwar in Geld-Menge, auch wenn es heutzutage praktisch kaum noch GELD im Sinne der bürgerlichen Ökonomie gibt.
Güte? Fehlanzeige.

Im Umkehrschluß könnte man sagen: immer wenn mir reine Mengenangaben unter­geschoben werden, um mir damit etwas „nachzuweisen“ (mich danach auf etwas hinzuweisen? warum erst danach?), dann ist jemand dabei, mir eine Mogelpackung schmackhaft zu machen.

Und hier noch der Hinweis darauf, daß – in ebensolchem Umkehrschluß – viele jener Wörter und Begriffe, die heutzutage immer stärker mit schlechten Inhalten belegt werden, in ihrer ursprünglichen Form offenbar eine sehr gute Bedeutung hatten.

Als Beispiel sei hier die Sippe genannt, die eigentlich nur den familiären Zusammen­schluß der nahen Verwandten umfaßt, also eine der Grundlagen der gemeinsamen Lebensgestaltung, d.h. die nach der Familie nächsthöhere Gemeinschaft, bevor es dann zur Gemeinde geht.
Heute allerdings ist die Sippe oder auch Sippschaft zu einem Schimpfwort verkommen.

Ähnlich geht es dem Basiswort gemein, das ebenfalls zu einem solchen geworden ist. Wenn wir uns jedoch die herkömmliche Bedeutung ansehen, dann finden wir, daß es vor allem „einfach“ meinte: das Gemeine xxxx-Kraut, aus der Pflanzenkunde gut bekannt, ist halt nur das einfache Kraut jener Pflanzenart.
Auch die Ableitungen, wie Gemeinde, oder Gemeinschaft, die ja alle durchweg gut und höchst wichtig sind für den Menschen, sollen so langsam aber sicher in eine schlechte Auslegung gebracht werden.

Wir sehen, wie in den vorigen Absätzen der Austausch der Fremdwörter „positiv“ und „negativ“ durch die deutschen „gut“ und „schlecht“ sogleich mehr Klarheit in die Aussagen gebracht hat.
Ja, auch ich gebrauche ab und zu Fremdwörter, allerdings vor allem dann, wenn es im Deutschen einer längeren Umschreibung bedarf, um dasselbe auszudrücken.
Aber das soll keine „Ent-SCHULD-igung“ sein – die Klarheit darf nicht der Bequemlichkeit zum Opfer fallen.

Versuchen wir also, uns in unserer schönen deutschen Sprache auszudrücken, damit unsere Rede – und somit auch unser Denken – schön klar und eindeutig werden.
Denn je offener und ehrlicher wir die Vorgänge beim Namen nennen, und auch unser eigenes Verhältnis dazu klarstellen, desto leichter werden wir uns gegenseitig verstehen.
Ja, üben wir doch mal bewußt, uns ohne Fremdwörter auszudrücken – wem ab und zu die Worte dazu fehlen, dem sei ein gewisser Geheimer Rat aus Weimar als Literatur empfohlen, der sich stets sehr reichhaltig auszudrücken pflegte… 😉

Abschließend:
Selbstverständlich gibt es viele mehrdeutige Aussagen, und oft sind sie auch so gemeint – der begriffliche Hintergrund, der dabei mit übertragen wird, soll nicht wegfallen.
Es ist aber wenig hilfreich, sich so vieldeutig wie möglich auszudrücken. Wie auch hinter jedem einfachen Satz noch einen Hintergedanken vermuten zu wollen.

Beides ist einer offenen und sauberen Verständigung nicht zuträglich.
Spingt uns eine ausgesprochene Doppeldeutigkeit jedoch an, so ist es erstmal sinnvoll, nachzufragen: „Was meinst du damit?“ und denjenigen sich erklären zu lassen…

kla4

Zum Schluß, für alle Krümelkacker:
nein, ich meine nicht, daß ich es bereits schaffe, mich stets gemäß den hier skizzierten Grundsätzen auszudrücken – jeder ist ein Lernender, aber wer immer strebend sich bemüht, der wird auch die „Erlösung“ finden.
Es ist jedenfalls von Vorteil, ab und an einmal innezuhalten und dem Sinn und der Herkunft eines Wortes ein wenig nachzufühlen – wie auf bb schon manchmal praktiziert


24 Kommentare

  1. Lieber LuckyHans, vielen Dank für die Klarheit unterstützenden klaren Worte und die dazu angeführten Beispiele, aus denen ebenso klar wird, was alles passiert, wenn wir auf Klarzeit „verzichten“ – also mangels Klarheit zwangsweise immer mehr in Scheinwelten geraten, die geschaffen sind zur Kontrolle einer Minderheit über eine Mehrheit.

    Rudolf Steiner hat bezüglich Klarheit und der Übung, in der sich die Menschenseele gegeben kann einmal eine passende Wortverdichtung gefunden:

    Im Denken Klarheit,
    Im Fühlen Innigkeit,
    Im Wollen Besonnenheit:

    Erstreb ich diese,
    So kann ich hoffen,
    Dass ich zurecht
    Mich finden werde

    Auf Lebenspfaden
    Vor Menschenherzen
    Im Pflichtenkreise.

    Denn Klarheit
    Entstammt dem Seelenlichte,
    Und Innigkeit
    Erhalt die Geisteswärme,
    Besonnenheit
    Verstärkt die Lebenskraft.

    Und alles dies
    Erstrebt in Gottvertrauen,
    Lenket auf Menschenwegen
    Zu guten, sicheren Lebensschritten.

    In Sachen Klarheit kann ich ebenfalls empfehlen: Die Philosophie der Freiheit (ebenfalls R.Steiner)
    Mir ist diesbezüglich noch nichts besseres – oder besser klareres – über den Weg gelaufen …

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  2. Hawey sagt:

    @LuckyHans

    Ein erfrischender Beitrag der alles anschneidet was im Argen liegt Danke dafür.
    Was mir durch den Kopf ging als ich den Artikel gelesen habe, war, dass irgendwas fehlt. Klarheit kommt ja auch von klarem denken. Da bezweifle ich das, dass heute unbedingt stattfindet jedenfalls nicht bei den meisten.

    Zur Klarheit gehört für mich grundsätzlich alles in Frage zu stellen. Ich meine das nicht im negativen Sinne, sondern sich mal die Frage zu stellen ist das wirklich so wie sich das im ersten Moment darstellt?

    Dann ist es ja auch eine Frage der Intelligenz wobei ich nicht die Angelernte Intelligenz meine, vieles Wissen auswendig gelernt ist kein Beweis von Intelligenz. Nachdem alle Bildungssysteme in den Händen der Eliten sind und wir in vielen, vielen Dingen nur konditioniert wurden das System am Laufen zu halten. Wobei wir ja gerade jetzt am Anfang einer Revolution sind durch KI. Die Eliten nicht mehr Wissen was mit uns Anfangen am besten alle umbringen und da arbeitet man ja kräftig dran. Mal sehen was kommt.

    Das wäre ja der Anfang wo der Mensch wieder kreativ werden könnte oder kann. Stattdessen wird versucht die Wahre Entwicklung des Menschen in Blut zu ersaufen.

    Jürgen Elsen hat das ja in seinem Vers sehr schön ausgedrückt. Zitat,

    „Im Denken Klarheit,
    Im Fühlen Innigkeit,
    Im Wollen Besonnenheit:

    Erstreb ich diese,
    So kann ich hoffen,
    Dass ich zurecht
    Mich finden werde

    Auf Lebenspfaden
    Vor Menschenherzen
    Im Pflichtenkreise.

    Denn Klarheit
    Entstammt dem Seelenlichte,
    Und Innigkeit
    Erhalt die Geisteswärme,
    Besonnenheit
    Verstärkt die Lebenskraft.

    Und alles dies
    Erstrebt in Gottvertrauen,
    Lenket auf Menschenwegen
    Zu guten, sicheren Lebensschritten.“

    Sagt ja alles wie es sein sollte.

    Was noch hinzukommt in dieser Zeit ist die Ich Besessenheit und der Unstillbare Egoismus. Jeder reißt alles an sich. Wie habe ich es schon des Öfteren beschrieben. Warum will der Mensch andauern mehr sein als er IST. Warum will er schöner sein, warum will er stärker sein warum will er reicher sein usw. Wie kann ist was sein was ich nicht bin. ICH BIN beinhaltet doch schon alles. Warum muss ich dann rücksichtslos die Natur ausbeuten, Menschen töten usw. Das nenne ich Egoismus, den Egoismus der wenigen der jetzt die Welt infiziert hat mit diesem Virus. Wundert mich eigentlich das die Pharmazie noch keinen Impfstoff dafür anbieten 😛

    So lieber Ludwig, das sind nur ein paar Gedanken die mir beim Studieren von Deinem Artikel durch den Kopf gegangen sind. Ja auf jeden Fall, wird er ja vielleicht ein paar Leute ins denken oder grübeln bringen, was klar-denken wirklich bedeutet, Auf jeden Fall bedeutet es nicht Worte zu verdrehen und zu verfälschen wie es in den letzten Jahren in nie dagewesener Weise geschieht.
    Neulich hat mir ein Arbeiter bei seiner Mittagspause erzählt, die wollen bei uns in der Firma schon wieder alles Optimieren und zum Schluss sind wir wieder die Beschissenen und müssen mehr arbeiten und bekommen weniger Geld. So bekommt das Wort Optimieren das ja eigentlich bedeuten soll etwas besser zu machen. Am besten sieht man die Wirkungen der Wort Verdrehtheit der Politik und das jeden Tag, da fragt man sich dann schon wo haben die ihren Verstand gelassen aber gut da müssen wir durch. Unklare Menschen werden keine klaren Handlungen dagegen unternehmen.

    Wie immer handelt es sich hier nur um MEINE temporäre Meinung sollte sich jemand auf dem Schlips getreten fühlen entschuldige ich mich hiermit. Ich weiß ja, dass wir alle unterschiedliches Wissen und Erfahrungen haben und das ganze nur von dem Punkt bewerten können an dem wir stehen. Wenn der ein oder der andere eine Übereinstimmung findet dann teile er das mit uns der Kommentator freut sich dann natürlich. Wenn der geneigte Leser nun aber anderer Meinung ist dann teile er das auch mit uns. für mich ist das OK.

    Einen schönen Tag noch LG Hawey

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  3. Hilke sagt:

    Glücklicher Hans,
    danke für den Artikel!

    Was die StimmABGABE bei Wahlen betrifft, so deutet ja die Urne in die der Wisch fällt auf seinen wahren Wert hin…
    Ich wartete schon auf die Sache mit der „***absichtliche Verkürzung der Betriebsdauer eines Gerätes“***, die mich maßlos ärgert. Gut daß dies mal erwähnt wird, mit der guten alten „deutschen Wertarbeit“ ist es rapid bergab ‚gange!
    Und dann mein Reizwort der Qualitätssicherung, welches so gut dazu passt! In den Kliniken wurde ein neuer Beruf erfunden -neben weiteren heiteren-, den Qualitätsmanager, ha. Seither ist die Qualität, milde ausgedrückt, aus dem Basisbereich in die Managerkreise geflutscht. Qualität, naja, zumindest die Energie. Von unne nach obbe, was sagen die Wurzeln dazu? Die wurden nahezu ausgehungert.
    Und dann das schöne Wort Sippe. Finde ich viel besser als Familie, insbesondere nachdem ich „Familie“ mal nach geguckt habe und es war so wie sich das Wort auch anfühlte, hat mit Herrschaft zu tun… Sippe klingt angenehmer, vlt. aber auch, weil es für mich ungewohnter u. -belasteter ist, wer weiß. „Stamm“ passt auch ganz gut, find ich.
    Das Bild von der Tagesschlau hat mich zum lachen gebracht, köstlich.
    Hab mal wieder quer gelesen, sorry, falls nicht sehr detailierter Kommi, ich bin eher so ne Panoramaguggerin.

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  4. Reiner Ernst sagt:

    Sehr guter Artikel, der zum Innehalten anregt und einen förmlich zum Nachdenken zwingt!
    Der Begriff MENGE (aus meiner Kindheit eigentlich nur mit „jede Menge Kohle“ in Erinnerung) hat mich später bei den Schularbeiten meiner Kinder zum ersten mal stutzen lassen. Da gab’s plötzlich die Mengenlehre! Keine Ahnung was das ist oder war. Jedenfalls hab ich’s ohne dieses Wissen in selbständiger Arbeit bis ins Rentenalter geschafft. Und hab bis heute durch einfachen Matheunterricht überlebt!

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  5. luckyhans sagt:

    Liebe Leserfreunde,
    vielen Dank für eure sehr klaren Kommentare, dem Thema entsprechend. 😉

    Und wie schon des öfteren in den „langweiligen“ Ökonomie-Artikeln begründet, liegen die Ursachen für all die Verwerfungen und Unmöglichkeiten des heutigen Wirtschaftssystems in den falschen Grundlagen desselben, und vor allem darin, daß weder Mensch noch Natur noch Güte irgendwo in den Mechanismen (!) dieses Systems als WERT verankert sind.
    Sondern Menge, Profit, Wachstum, Zins usw. – wie gehabt.
    Und das zeigt ganz klar, daß eine menschliche Wirtschaft genau diese wichtigen Dinge systematisch-mechanisch in den Mittelpunkt stellen muß, sonst nützt alle „Ideologie“ nichts… 😉

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  6. Johannes Anunad sagt:

    Lieber Luckyhans, liebe KommentatorInnen,

    jaaa… das passt schon alles so… und sogar der Rudolf Steiner kommt zu Wort…  (bin selber „Vollblut-Waldorfianer“, allerdings mit eigenen Erkenntnissen zu diesem Schulsystem…).

    Insgesamt fehlt mir hier allerdings noch eine Perspektive, die ich bislang auch kaum einmal wo berücksichtigt fand. So stimmig die unterschiedlichen Ebenen und auch Absichten von Wortverdrehungen wie von Verdrehungen ursprünglicher Wortbedeutungen sind, verglichen mit ihren Ursprüngen. So fatal auch ich Unsitten wie die „Anglizismen“ in der deutschen Sprache finde…

    In Gesprächen mache ich immer häufiger folgende Beobachtungen:
    Es treten rascher und rascher Konflikte auf.
    Manche entzünden sich aufgrund der Art der „Gesprächsführung“, die so oft eher einem Anbringen von Statements und eigenen Meinungen gleicht. Bestenfalls wird dabei noch Zugehört (geschlossen), viel seltener aber wird HINgehört (offen).
    HINhören halte ich daher für das „Wortbild“ eines wechselseitigen Interesses am Gesagten – und vor Allem am AUSGEDRÜCKTEN – also am beabsichtigten INHALT des Gesagten. Und hier sehe ich eine Entwicklung, die mir bereits vor etlichen Jahren auffiel:

    Konflikte in Gesprächen haben immer häufiger ihre Ursachen darin, dass die miteinander kommunizierenden Menschen übersehen, wenn sie Schlüsselworte mit sehr unterschiedlichen – persönlichen – Bedeutungen versehen. Hierfür lassen sich kaum Wortbeispiele finden. Was ich damit beschreibe, sind nämlich keine „Wort-Bedeutungs-Fehler“, sondern vielmehr ein Hinweis auf unsere ganz individuellen „Geschichten“. Wir haben manche Worte aufgrund unserer Prägungen mit einer vielleicht sehr speziellen „Bedeutung“ gefüllt. So könnte das Wort „sozialistisch“ beispielsweise bei Jemandem Assoziationen mit unangenehmen (oder auch besonders eindrucksvollen) Erfahrungen mit seinem Vater und/oder seiner Mutter hervorrufen… usw. das hat dann NICHTS mit der Sprachbedeutung des Wortes zu tun… es gehört eher in eine Kategorie wie „traumatische Verknüpfung“. Und da gibt es VIELE derartige Effekte… Immer mehr, behaupte ich einmal.

    Womit hängt das zusammen? Meiner Ansicht nach findet derzeit eine immer bewusstere „Individualisierung“ statt – was uns dabei hilft, jedem Einzelnen, die eigenen (Fehl-?)Programme wahrzunehmen, anzunehmen und damit auch verändern/heilen zu können… Hier handelt es sich wohl sehr oft um bereits erkannte oder gar noch unerkannte Traumatisierungen.

    In der Kommunikation können wir uns wie folgt gegenseitig helfen, einander auf dieser Ebene nicht „misszuverstehen“:
    Ich nenne das „Gesprächskalibrierung“. Sobald ich in mir den Drang verspüre, gewissen Aussagen, Bildern, Beispielen usw. des Gegenübers zu widersprechen, mich davon provoziert fühle, eigene Aussagen missverstanden fühle… halte ich in einem Gespräch sofort inne, oder bitte alle Beteiligten darum und dann frage ich gezielt die möglichen „konfliktverursachenden“ Begriffe bei den Zuständigen bezüglich deren Bedeutung ab.
    Das reduziert die Gefahr von Missverständnissen erheblich. Natürlich bedarf es dafür etwas Training – und eben vor Allem auch Bewusstheit und „guten Willen“ als Voraussetzung. Eben die Grundqualität des HINhörens anstelle von ZUhören 🙂

    Ich kann nur empfehlen, es einmal selber zu praktizieren – dann wird zugleich Vieles des oben von Dir Geschilderten noch obendrein zu Tage treten – als Erheiterung und spannendes Abenteuer Aller!

    Herzlichst
    Johannes Anunad

    P.S.: Und LG auch Dir, TomRam! 🙂 🙂 🙂

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  7. makieken sagt:

    Bin heute über einen Artikel aus der Gute-Zeit-Ung vom 24.08.2084 (Kosten: 1 Apfel) gestolpert:

    Reise in die Vergangenheit I – Geld

    Gut und gerne lässt es sich in unserer heutigen Meisterschaft leben. Unser gütiger Beschützer sorgt weise und umsichtig für die Menschen, seine Entscheidungen stets zum Wohle des deutschen Volkes treffend. Eine jede Sippe hat ihr eigenes Stückchen Land, welches sie auch bestellt. Nahrung, welche die Sippe nicht selbst verwerten kann, wird gegen andere Güter getauscht. Jeder Mensch übt eine seinen Neigungen und Interessen entsprechende Tätigkeit aus, welche ausschließlich der Erstellung von für die Meisterschaft nützlichen Dingen dient. Schon unsere Kleinsten dürfen sich frühzeitig in verschiedenen Tätigkeiten üben und vielfältige Fertigkeiten entwickeln.

    Vielen Lesern dürfte bekannt sein, dass dieses umsichtige Miteinander-Leben in unserem Land längst von allen Ländern weltweit übernommen wurde. Weniger bekannt hingegen dürfte sein, dass es noch vor einigen Generationen ganz anders aussah.

    Damals lebten die Menschen mitnichten in einer Meisterschaft, als vielmehr in einer Gesellschaft, d.h. einer Gemeinschaft von Gesellen oder auch von sich in Ausbildung befindlichen Menschen. In dieser Zeit strebten die Menschen nach etwas, das Geld genannt wurde. Laut Archiv handelt es sich dabei um bunt bedrucktes Papier, welches die Menschen gegen Güter eintauschen konnten. Um dieses Geld zu bekommen, verbrachten sie den Großteil ihrer Lebenszeit mit unnützen Tätigkeiten, wie beispielweise der Sicherstellung der Qualität hergestellter Güter, welche jedoch weder gut noch gütig noch nützlich waren.

    Meist reichte dieses Geld dennoch nicht zum guten Leben, da es vor der Zeit unseres gütigen Beschützers eine kleine Gruppe von Menschen gab, welche keine Entscheidungen zum Wohl des deutschen Volkes traf, sondern es im Gegenteil noch ausraubte und plünderte. Glücklicherweise erkannten die Deutschen irgendwann, dass es nicht zum Wohle des Volkes ist, wenn einige Wenige zu Ungunsten Vieler handeln und verbannten daraufhin die Wenigen aus dem Land. Nach nur kurzer Zeit konnte unser schönes Land somit das werden, was wir heute haben – eine Meisterschaft, in der wir gut und gerne leben.

    In den nächsten Ausgaben unserer Reihe „Reise in die Vergangenheit“ erfahren Sie u.a. über die Epoche, als die Menschen

    – die freie Energie nicht mehr zu nutzen wussten
    – Apparate benutzten, um mit anderen zu kommunizieren oder auch
    – metallische Gegenstände, um andere Orte zu besuchen.

    Bis bald,
    Ihre Vera Gangenheit

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  8. makieken sagt:

    Apropos Telefon/Telephone: Fällt mir doch glatt das englische Wort „phony“ ein. Gleichbedeutend mit „falsch, gefälscht, unecht, erfunden, künstlich“. Was könnte sich da wohl für ein tieferer Sinn verstecken? Nachtigall, ick hör dir trappsen (Achtung: trap = Falle). Oh je, ich fürchte, nun brauche ich einen Medicus (Medi = Meder, die Einwohner von MEDIEN). Ob der Trapper John MD noch praktiziert? Puuuh, vielleicht doch lieber nicht zu viel sinnieren, schon wegen „sin = Sünde“… Hmpf! (~o~)

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  9. Johannes Anunad sagt:

    Lieber Luckyhans, liebe KommentatorInnen,

    jaaa… das passt schon alles so… und sogar der Rudolf Steiner kommt zu Wort…  (bin selber „Vollblut-Waldorfianer“, allerdings mit eigenen Erkenntnissen zu diesem Schulsystem…).

    Insgesamt fehlt mir hier allerdings noch eine Perspektive, die ich bislang auch kaum einmal wo berücksichtigt fand. So stimmig die unterschiedlichen Ebenen und auch Absichten von Wortverdrehungen wie von Verdrehungen ursprünglicher Wortbedeutungen sind, verglichen mit ihren Ursprüngen. So fatal auch ich Unsitten wie die „Anglizismen“ in der deutschen Sprache finde…

    In Gesprächen mache ich immer häufiger folgende Beobachtungen:
    Es treten rascher und rascher Konflikte auf.
    Manche entzünden sich aufgrund der Art der „Gesprächsführung“, die so oft eher einem Anbringen von Statements und eigenen Meinungen gleicht. Bestenfalls wird dabei noch Zugehört (geschlossen), viel seltener aber wird HINgehört (offen).
    HINhören halte ich daher für das „Wortbild“ eines wechselseitigen Interesses am Gesagten – und vor Allem am AUSGEDRÜCKTEN – also am beabsichtigten INHALT des Gesagten. Und hier sehe ich eine Entwicklung, die mir bereits vor etlichen Jahren auffiel:

    Konflikte in Gesprächen haben immer häufiger ihre Ursachen darin, dass die miteinander kommunizierenden Menschen übersehen, wenn sie Schlüsselworte mit sehr unterschiedlichen – persönlichen – Bedeutungen versehen. Hierfür lassen sich kaum Wortbeispiele finden. Was ich damit beschreibe, sind nämlich keine „Wort-Bedeutungs-Fehler“, sondern vielmehr ein Hinweis auf unsere ganz individuellen „Geschichten“. Wir haben manche Worte aufgrund unserer Prägungen mit einer vielleicht sehr speziellen „Bedeutung“ gefüllt. So könnte das Wort „sozialistisch“ beispielsweise bei Jemandem Assoziationen mit unangenehmen (oder auch besonders eindrucksvollen) Erfahrungen mit seinem Vater und/oder seiner Mutter hervorrufen… usw. das hat dann NICHTS mit der Sprachbedeutung des Wortes zu tun… es gehört eher in eine Kategorie wie „traumatische Verknüpfung“. Und da gibt es VIELE derartige Effekte… Immer mehr, behaupte ich einmal.

    Womit hängt das zusammen? Meiner Ansicht nach findet derzeit eine immer bewusstere „Individualisierung“ statt – was uns dabei hilft, jedem Einzelnen, die eigenen (Fehl-?)Programme wahrzunehmen, anzunehmen und damit auch verändern/heilen zu können… Hier handelt es sich wohl sehr oft um bereits erkannte oder gar noch unerkannte Traumatisierungen.

    In der Kommunikation können wir uns wie folgt gegenseitig helfen, einander auf dieser Ebene nicht „misszuverstehen“:
    Ich nenne das „Gesprächskalibrierung“. Sobald ich in mir den Drang verspüre, gewissen Aussagen, Bildern, Beispielen usw. des Gegenübers zu widersprechen, mich davon provoziert fühle, eigene Aussagen missverstanden fühle… halte ich in einem Gespräch sofort inne, oder bitte alle Beteiligten darum und dann frage ich gezielt die möglichen „konfliktverursachenden“ Begriffe bei den Zuständigen bezüglich deren Bedeutung ab.
    Das reduziert die Gefahr von Missverständnissen erheblich. Natürlich bedarf es dafür etwas Training – und eben vor Allem auch Bewusstheit und „guten Willen“ als Voraussetzung. Eben die Grundqualität des HINhörens anstelle von ZUhören 🙂

    Ich kann nur empfehlen, es einmal selber zu praktizieren – dann wird zugleich Vieles des oben von Dir Geschilderten noch obendrein zu Tage treten – als Erheiterung und spannendes Abenteuer Aller!

    Herzlichst
    Johannes Anunad

    P.S.: Und LG auch Dir, ThomRam! 🙂 🙂 🙂

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  10. Thom Ram sagt:

    Johannes 05:46

    Ich heisse dich willkommen, Johannes, und ich danke dir fuer deine Eingabe. Sie betrifft, was mich – als Chefe hier – oft beschaeftigt. Ja. Zuhoeren ist noch lange nicht Hinhoeren und gar hineinhorchen und -fuehlen.
    Eine gute Gewohnheit auch ist es, eben Gehoertes in eigene Worte zu fassen, verbunden mit: Habe ich richtig verstanden?

    Verschieden belegte Woerter? Haha, als erstesfaellt mir „ego“ ein. Da reden Heerscharen aneinander vorbei und kommen zur Weissglut.Als Zweites allsogleich NAZI, Ein Thema, welches erfogreich gruendlichst kuenstlich aufgemischt und verwurstet wurde mit, wie wir wissen, verheerenden Folgen fuer ein 80 Millionenvolk.

    Ja. Begriffe klaeren.

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  11. Johannes Anunad sagt:

    Oh ja, lieber Ram, danke für die Ergänzung! Ich merkte erst nach dem Abschicken, dass ich etwas zu kurz und kompakt schrieb…
    Und klar, all das hat schon mit „Ego“ zu tun, auch für mich. Einen feinen Unterschied mache ich da allerdings in den Qualitäten und Ebenen der „Ego-Reaktionen“:
    Ich setze Ego ein bisschen gleich mit „Identifikation“ mit Dingen, Ideen… daher könnte man auch sagen, schon das „Einfahren unseres Spirits“ in einen Körper, also die „Inkarnation“ ist so etwas wie die „Ur-Identifikation“ des Geistes, Bewusstseins, Seele…mit einem materiellen Körper. OHNE diese Form von Identifikation würde es also materielles Sein eher gar nicht geben…

    Landläufig wird unter „Ego“ wohl eher erstmal „Egoismus“ verstanden, also „übertriebene Selbstbezogenheit“. Etwas (selbst-)kritischerer Geister sehen dann vlt. auch besonders identifizierte Verhaltensweisen wie Belehrung, Rechthaberei, „Sendungsbewusstsein“, Missioniererei… als „Ego-Verhalten“ an. Und vermuten damit oft doch eher „unreflektierte Absicht“ in dem Verhalten; es wird dann geflissentlich darauf hingewiesen, „sein Ego“ mal etwas zurück zu nehmen… 😉
    Was ICH nun ansprach, das ist eher so etwas wie ein „Autopilot der Missverständnisse“, angetrieben durch – problematische – individuelle „Inhaltsvergabe an im Grunde ganz unspektakuläre, unverfängliche Worte oder Bilder“ – angetrieben durch Muster, Konditionierungen… letztlich wohl auf – für Gewöhnlich unbewusste -Traumata zurückführbar…

    An solchen Punkten handelt es sich also um sowas wie eine „unglückliche Individualisierung“: Je unterschiedlicher die „Bedeutungsräume“ allseits bekannter Begriffe bzw. Worte oder Metaphern sind zwischen GesprächspartnerInnen, oder je mehr „durch Traumata verdrehte Begriffe“ verwendet werden, umso größer die Gefahr der Missverständnisse – wie wenn sich zwei Kreise kaum noch oder gar nicht mehr berühren. Da heißt es aufpassen, „Kalibrieren“… u.a. genau durch Wiederholen von Gesagtem oder Nachfragen bei unklarer Bedeutungslage… Natürlich gilt Selbiges für Geschriebenes und insbesondere für das – hoffentlich wohlwollende! – Kommentieren von Blogbeiträgen, Zeitungsartikeln…

    Zu guter Letzt scheint es mir auch noch so etwas wie eine immer individueller erscheinende Realitätsauffassung, also WahrNEHMUNG zu geben… unabhängig von dem oben Geschilderten. Unsere „Weltbilder“ driften also mehr und mehr auseinander… nicht nur die verwendeten Begriffe und Worte… eine weitere Herausforderung für eine umfassende Kommunikation, die weniger die Worte auf die Goldwage legt, sondern weit eher nach dem eigentlich Gemeinten forscht – HINhören eben auch in dieser HINsicht! 🙂 🙂 🙂

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  12. Thom Ram sagt:

    Johannes 09:39

    Deine Sicht ist die Meine. Grad was der schillernde Begriff „Ego“ anbelangt.

    Ich nannte ihn lediglich als Klassebeispiel dafuer, wie ein Begriff mit verschiedenen Inhalten gefuellt sein kann…und du hast es schoen aufgefaechert, hihi, danke.

    Johannes, hast du vielleicht Lust, das Thema „Weghoeren, Zuhoeren, Hinhoeren“ in ein Artikelcken zu giessen? Das Thema ist sehr wichtig, und du bist befaehigt, es auf interessante Weise zu analysieren und aus der anal Uese Nutzbringendes zu ziehen.

    Wenn ja, was ich hoffe, bitte an kristall@gmx.ch

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  13. Thom Ram sagt:

    Johannes, hatten wir schon mal privaten Mailkontakt? Bei Anunad klinelt bei mir was.

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  14. jpr65 sagt:

    Johannes Anunad
    21/12/2018 um 09:39

    Als Software-Architekt sind solche Mißverständnisse mein täglich Brot. Vor allem, wenn es um fachliche Themen geht und jeder der Experten unter einem Begriff etwas anderes versteht.

    Das dauert manchmal Jahre, bis man wirklich versteht, was einem der andere sagen will. Oder es klappt gar nicht, in der Kommunikation.

    Seit sich mein Herz geöffnet hat, ist das allerdings deutlich besser geworden.

    Denn jetzt kann ich parallel in die Worte des Gesprächspartners reinfühlen. Da erreichen mich Schwingungen, die dem anderen oft gar nicht bewusst sind. Und ich beziehe kaum noch was auf mich. Das gelingt noch nicht immer, aber immer besser.

    Ich bin dabei, meine Sprache auf lichtvolle, starke Wörter umzustellen.

    Statt „sich sorgen“, oder „jemanden versorgen“, nenne ich das jetzt „behüten“.

    „Krankenhäuser“ hießen früher „Heilanstalten“. Damals wie heute ist der Name allerdings auch Programm…

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  15. Johannes Anunad sagt:

    @jpr65
    Super!!! ICH hatte da vor Jahren noch etwas krassere „materielle“ Lernerfahrungen, mit einem Software-Entwicklungshaus – ich war Firmenkunde. Es war derart spannend, erstmal die unterschiedlichen „Worträume“ zu erlernen, zu erkunden… ein völlig paralleler Wortschatz präsentierte sich mir da, von der Bedeutungsvergabe her… aber wir haben das imer besser gemeistert: erstmal allgemeine Bedarfsanalyse und Prpjektplanung, dann Pflichtenheft, später dann monatelange Testläufe der Funktionalitäten, komplette Umstrukturierung der verwendeten Datenbanken… viele, viele Tickets… ach, ich weiß es gar nicht mehr im Einzelnen… am Ende habe ich das Projekt sogar selber geleitet, da auch MEINE Anforderungen und Terminologie nicht immer gut vermittelbar waren… so saß dann einer der Programmierer der Firma eine Zeitlang bei mir im Haus, für das „Buckfixing“ und Optimieren der Software… 🙂

    @ThomRam
    Aber ja, lieber Ram, natürlich kennen wir uns schon, die „Paraguay-Connection“!!!
    Bin Dir noch die Bauanleitung für das Kistchen „schuldig“!!! Kommt, spätestens pünktlich auf den Gabentisch! 🙂 🙂 🙂
    Wegen einem Artikelchen zum Thema: Sei doch so lieb, und schau Dir mal unter dem Autorenlink
    https://revealthetruth.net/author/johannesanunad/
    die bereits von mir abgedeckten Themen an – vlt. lässt sich da ja bereits etwas übernehmen? Angerissen habe ich diese Thematik dort auch schon. Ansonsten werde ich mal schauen, etwas filtern. Es ist eben letztlich deutlich komplexer als nur die „Wortwahl und -bedeutung“.
    Wir stoßen da unmittelbar an die Kernthemen, warum „Neues Miteinander“ (:-)) heute noch so wenig gut funktioniert…

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  16. DET sagt:

    „Wenn die Sprache nicht stimmt,
    so ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist;
    ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist,

    so kommen die Werke nicht zustande;
    kommen die Werke nicht zustande,
    so gedeihen Moral und Kunst nicht;
    gedeihen Moral und Kunst nicht,

    so trifft das Recht nicht;
    trifft das Recht nicht,

    so weiß die Nation nicht,
    wohin Hand und Fuß setzen;

    also dulde man keine Willkürlichkeit in den Worten;
    das ist es, worauf alles ankommt“

    (Konfuzius)

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  17. luckyhans sagt:

    zu makieken 21/12/2018 um 04:33
    Danke, ein sehr passender Einwurf.
    Er zeigt, daß in ursprünglich verwandten Sprachen mit vielen ähnlichen Wortstämmen und -bedeutungen eben auch sehr verschiedene „ähnlich klingende“ Wörter vorkommen.
    Daher auch meine (praktisch geäußerte) entschiedene Befürwortung einer möglichst reinen deutschen Sprache, wenn man Klarheit erreichen will – nicht weil ich irgendwie „nationalistisch angehaucht“ wäre, sondern weil die deutsche Sprache einfach die präziseste Sprache ist, die mir wenigstens etwas bekannt ist.
    😉
    An Reichhaltigkeit steht ihr übrigens die russische nicht nach, aber an Präzision, zumindest was die heutige russische Sprache betrifft – das ist früher sicher anders gewesen, denn im Altrussischen gab es viel mehr Wörter (und Buchstaben)… aber wer liest heute schon noch Puschkin und bei uns Goethe oder Schiller (oder andere „Klassiker“)?
    Und wer von den jungen Leuten unter 40 schreibt heute noch Gedichte?
    😉

    Gefällt 1 Person

  18. outside the Box sagt:

    Worte sind zu individuellen Ideen degradiert.
    Sie haben ihren Sinn, einen Dialog zu führen verloren, wenn wir uns keine gemeinsame Idee ihrer klaren Bedeutung erarbeiten.
    Im Dialog ist es nötig seine Individuellen Ideen über das Gesagte (los) zulassen.
    Das Gesagte darf nicht zur Interpretation des Gehörten werden.
    Hören! Ohne zu vergleichen, ohne zu beurteilen, ohne zu interpretieren, ohne ein Bild meines “ Gegenüber`s“ zu haben und mir zu machen. Ohne das Ich. Das ist die hohe Kunst der einfachen und klaren Kommunikation zwischen sich abwechselnden Sendern und Empfängern.
    Nur so kommt das was gesendet wurde auch an.
    Wir würden uns befreien aus dem Turm von Ba“b“bel.
    Eine Sprache würden wir sprechen.

    Gefällt 2 Personen

  19. Wort – Begriff

    Ein Wort ist ein ZEIGER auf einen Begriff: mit dem Wort „Baum“ zeige ich auf die „Idee, das Wesen“ – insofern es mir begrifflich ist.
    Denn Begriff kommt von Begreifen.
    In einer anderen Sprache gibt es andere Wörter, z.B. „tree“, „abre“ usw., die aber auf DENSELBEN Begriff hinzeigen.

    Allein aus dieser Tatsache heraus wird anschaulich: es gibt eine „geistige Welt der Begriffe“ an der jeder Mensch UNABHÄNIG von SEINER Sprache teilhaftig werden kann. Hieraus ist weiter ersichtlich, daß in „dieser geistige Welt“ alles miteinander verbunden sein muß.
    Hieraus ist weiter ableitbar, daß, je mehr die Menschen in die Begriffswirklichkeit hineinkommen, sie sich auch untereinander immer mehr mit dem WESENTLICHEN verbinden.

    Dennoch ist diese uns zunächst zugängliche Begriffswelt eine sehr abgeschattete Welt der realen Wesen. In dem wir uns hinlänglich an diese Begriffswelt HINWENDEN in ANDACHT, AUFMERKSAMKEIT und LIEBE, um so mehr beweisen wir damit, daß wir dieser Welt würdig sind.

    Und so bestimmen wir selbst, inwieweit sich die Tore dieser geistigen Welt unserem Bewußtsein gegebenüber weiter und vor allem qualitativ lebendiger öffnen.

    Eines ist jedenfalls sicher: je mehr wir die Sprache nur mehr für unsere materiellen Bedürfnisse benutzen, um so weniger wird sie geeignet sein „lebendigere und komplexere“ Begriffe im Bewußtsein aufleuchten zu lassen.

    Die Sprache ist somit eine Erzieherin hin zu einer EINsprache im Sinne der Wesenskommunikation (communicare – gemeinsam werden).
    Und wie hier in den Kommentaren auch schon bemerkt: ohne die Herzqualität wird die Sprache verkommen und ungeeignet sein, wesentliche Kommunikation zu ermöglichen.

    Gefällt 3 Personen

  20. Johannes Anunad sagt:

    @ Jürgen

    Mir gefällt neben den eigentlichen Aussagen insbesondere, wie Du das zu Sagende hier in Worte fasst!
    Super! Das hat wahrhaft Dichte!
    Danke.

    Gefällt 2 Personen

  21. @Johannes Anunad: Danke Johannes – und ich frage mich: wem habe ich es zu verdanken?
    Ich war gedacht in Umfeldern aufzuwachsen in denen das Wort und seine geistige Beziehung für die Menschen ein Scheiß war – damit kam ich als Kind nicht klar und ich war der Idiot.
    Aber das hat mich angespornt SELBST mir möglichst viel klar zu machen. Fing mit 13 Jahren an Psychologie-Bücher zu studieren usw..

    Was ich nur sagen will: wie groß der Sch… auch ist, er kann uns auch stark machen und uns auf das Wesentliche führen … möge dies in nächster Zukunft dem deutschen Volke aufgehen – und zwar bevor es daran erstickt…
    Das „Spiel“ ist noch nicht entschieden …

    Gefällt 3 Personen

  22. norbert fuchs sagt:

    @jürgen Elsen
    Ich war mein Leben lang in Konfrontation ,und möchte es nicht anders.Mein Leitspruch.
    Die allertiefsten tiefen beflügeln uns zu allerhöchten höhen.
    Hatte einen Psychologen als Mentor er hatte an der Uni Frankfurt/M die Studenten betreut,Dr Sefat hieß er er war Perser und hatte mit Rechtschreibung nichts am Hut.Er ist 2017 gestorben obwohl ich Ihm anderes geraten habe.(Behandlungmethode)Kaste

    35 Jahre eine lange Zeit und kostete richtig Ausdauer.Er fehlt mir sehr . Trotzdem lebe ich nach der Devise (Bereit sein ist alles um etwas zu schaffen)

    Liebe Grüße Norbert Fuchs

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  23. Hallo Ihr Lieben – bei der Gelegenheit eine schöne Weihnachten – hier beschränken sich die Medien wirklich mal auf ihr Kerngeschäft und siehe da, dann kommt auch für Weihnachten etwas Gutes raus – klare Sache !

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  24. norbert fuchs sagt:

    @
    Sagenhafter Beitrag,es wird einem alles Klar.

    Im kleinen Groß sein ist besser als im Großen klein sein.

    Gruß Norbert Fuchs

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