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15 Jahre in der EU – lettische (nicht läppische) Ergebnisse

Wir hatten hier gerade erst eine Art Kurzbilanz für Rußland betrachtet; nun soll mal die andere Seite angesehen werden. Lettland (nicht Legoland!) ist seit 15 Jahren EU-Mitglied und hatte sich 10 Jahre lang darauf vorbereitet – und was ist daraus geworden?
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 26. April 0006 – von eigenen Kommentaren habe ich weitgehend abgesehen, Hervorhebungen wie im Original und von mir.
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Ergebnisse Lettlands in der EU: in 26 Jahren halbierte Bevölkerung – Итоги Латвии в Евросоюзе: за 26 лет население страны сократилось в два раза

19.04.2018 18:00

Lettland hatte einen Traum – die Letten wollten unbedingt nach EUropa. Ihr Streben wurde im Jahre 2003 erfüllt. Seitdem sind 15 sehr schwierige Jahre vergangen.
Zeit eine Bilanz zu ziehen. Es ist zu bemerken, daß diese nicht sehr eindeutig ausfällt.

Der offiziell gewählte Kurs hat die Letten zum Erfolg geführt. Sie leben zumindest reicher als die Russen. Nach dem Parameter BIP pro Kopf der Bevölkerung für 2017 hat Lettland mit 15.186 Dollar den 53. Platz in der Weltrangliste eingenommen, während Rußland mit 8.660 Dollar nur auf Platz 72 landet.
(Statistik, klar – vom „Wunderkriterium“ BIP ganz abgesehen; und dazu noch für Rußland ohne die im Westen längst „übliche“ Hineinrechnung frei „geschätzter“ Zahlen über den „grauen“ und „schwarzen“ Markt der sog. Schattenwirtschaft… eine andere Betrachtung dazu hier und hier)
Aber das ist auch der einzige erreichte Erfolg und er ist bei weitem nicht eindeutig.
Zu hoch ist der Preis, der dafür entrichtet wurde: Im Lande sind selbstzerstörerische Prozesse in Gang gekommen, die nicht mehr aufzuhalten sind.

In erster Linien ist etwas zur Demografie zu sagen. Zu (Ende der) sowjetischen Zeiten im Jahre 1992 betrug die Bevölkerung der Republik 2,7 Millionen Menschen.
Nach dem Zensus 2008 waren es schon nur noch 1,5 Mio. Wobei hier auch noch jene Bürger mitgezählt wurden, die in anderen EU-Ländern seßhaft geworden waren, aber die lettische Staatsbürgerschaft behalten haben.
Seitdem verlassen zwischen 20 und 30 Tausend Menschen jährlich das Land. Hauptsächlich junge Leute auf der Suche nach einem besseren Leben.

Die offiziellen Machthaber behaupteten, daß nach 2014 die Migrationsbilanz im Lande ausgeglichen sei und die Zahl der Auswandernden durch die Zahl der Einwanderer fast ausgeglichen werde. Teilweise ist das so. Besonders im Lichte des aktiven Handels mit lettischen (EU-)Staatsbürgerschaften für Wirtschaftsmigranten.
Allerdings besagt die offizielle Statistik, daß im Januar 2018 die Anzahl der Angestellten, die Sozialversicherungsbeiträge bezahlten, sich um 15,2% verringert hat bezüglich des Niveaus des Jahres 2008. Das läßt auf eine laufende Bevölkerung Lettlands von 1,3 bis 1,35 Mio. schließen. Wenn man noch die „Investitions-Migranten“ abzieht, verbleiben etwas mehr als 1,25 Mio.
Von denen bereits ca. 400.000 nicht mehr in Lettland leben.

Mit anderen Worten, in den 15 Jahren hat die Nation (besser: das Land) 54% ihrer (seiner) Bevölkerung verloren.
Offiziell wird das nicht anerkannt, aber faktisch fällt es schon ins Auge: die Regionen leeren sich.
Bei Erhalt der gegenwärtigen Tendenzen werden bis zum Jahr 2043 ca. 64% des Territoriums des Landes vollständig menschenleer sein. Zum Jahr 2051 werden schon Städte wie Daugavpils und Resenke ohne Einwohner sein, im Jahr 2062 schließt dann der Hafen von Liepae und weitere 11 Städte werden liquidiert.
Zum Jahr 2071 leeren sich Valmiera und Ekabpils. Im Wesentlichen werden zum Jahr 2065 die Reste der Landesbevölkerung nur noch in Riga und dessen Umgebung konzentriert sein, und im Zentrum der Region Semgale und noch in einigen touristischen Siedlungen am Ufer des Rigaer Meerbusens.

Aber das wichtigste ist: die ökonomische Schlüsselbasis seiner Existenz werden nur die Zahlungen aus den zentralen Fonds der EU sein (so es diese dann noch gäbe) – und die Überweisungen der Verwandten, die in anderen Ländern arbeiten (falls diese dann noch soviel Verwandtschaftsgeist aufbringen).
Denn die eigene Industrie der Republik wird bis dahin vollständig vernichtet sein.

Getöt wird sogar die Landwirtschaft. Denn genau betrachtet haben in den 10 Jahren ständiger Zahlungen für die Stillegung der Flächen und für die Nichtproduktion von irgendwelchen landwirtschaftlichen Erzeugnissen die Farmer einfach verlernt, etwas anzubauen und haben auch die materiell-technische Basis verloren.
Zum Beispiel hat die Einführung von Quoten für die Zuckerproduktion zum Bankrott und zur Schließung aller dreier lettischer Zuckerfabriken geführt, welche seinerzeit den Bedarf nicht nur des gesamten Baltikums, sondern auch eines Teils von Weißrußland und des Nordwestens Rußlands gedeckt hatten.
Jetzt hat die EU die Quoten wieder abgeschafft, aber es ist niemand mehr da, der diese Werke wiederherstellt – und wozu auch. Der Markt ist fest durch polnischen Zucker besetzt.

Sogar die bekannten „Rigaer Sprotten“ sind schon in Gefahr, zu verschwinden. Zu Zeiten der UdSSR hatte Lettland mehr als 380 Fischfangkutter.
Zu Beginn der 2000er Jahre waren davon noch 200 vorhanden. Zum August 2010 ist deren Anzahl auf 116 Schiffe gesunken. Heute sind es schon unter 100.
Es ist einfach wirtschaftlich nicht zweckmäßig, diese zu unterhalten. Die lettische Quote für den Fang von Strömlingen (dem Sprotten-Fisch) in der EU beträgt ganze 400 Tonnen pro Jahr.

Nicht geglückt ist auch der Versuch, Lettland in ein zweites Bankenparadies, nach der Schweiz, zu verwandeln. Die in diesem Jahr eingeführten Sanktionen der VSA gegen das russische Kapital haben Riga die Möglichkeit genommen, mit der Bedienung der Geldflüsse aus der Russischen Föderation etwas zu verdienen.

Hat sich das gelohnt (für die Letten) – das ist wohl nur noch eine rhetorische Frage. Aber wenn man den Tendenzen folgt, dann wird diese in nur einem Vierteljahrhundert eine rein akademische sein, über die sich nur noch einige Historiker in verstaubten Archiven streiten werden.
Denn zum Ende dieses Jahrhunderts werden die Letten die lange Liste der ausgestorbenen Völker Europas ergänzen, gemeinsam mit den Abanten, den Liguren und Jatwjagen.

( Quelle )
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Nachbemerkung:

Ja, wenn man das so liest, dann kommt einem wohl nur der Eindruck, daß hier ganz gezielt und sorgfältig Schritt für Schritt ein osteuropäisches, dazu noch ein ehemaliges Sowjetland, niedergezwungen und einfach beseitigt wird – eine späte Rache des Westens für den Sieg der Sowjetunion im sog. WK2…

Und es besteht keinerlei Veranlassung, daran zu zweifeln, daß es in den anderen ehemaligen Sowjetrepubliken und Staaten des Warschauer Paktes nicht anders aussieht…

Wer mag da noch daran zweifeln, daß die EU ein CIA-Projekt ist?


5 Kommentare

  1. palina sagt:

    vielen Dank für den Bericht und die erschreckenden Zahlen.
    EU = europäischer Untergang

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  2. thom ram sagt:

    Völlig neu für mich.
    Danke für die Sichterweiterung, Lücki.

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  3. ALTRUIST sagt:

    In Lettland sind etwa 35 Prozent der zwei Millionen Einwohner Russen, Weißrussen oder Ukrainer und überwiegend russischsprachig, in Estland rund 28 Prozent der 1,3 Millionen Einwohner.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/estland-und-lettland-das-problem-mit-der-russischen-minderheit-a-1169422.html

    Das Kappen oder Zestoeren der sozialen , politischen und wirtschaftlichen Bindungen zu den traditionellen Nachbarn ist toedlich , fuer jedes Volk , Nation .

    Die Chinesen zeigen wie es richtig funktionieren koennte , oder ?

    Das die EU ein Werk der CIA ist bezweifle ich .

    Die Strategen , welche AH erkoren hatten , hatten einen Notfallplan , der hiess EU , falls denn mit Hitler die neue geostrategische Ausrichtung nicht zum Erfolg fuehren sollte .

    Der Leser kennt meine Kommentare und auch die Quellen , welche ich dazu gebracht habe in anderen Beitraegen .

    Vatikan – CoL – Washington DC – Vatikan .

    Der CIA ist nur ein Hilfsmittel und Ablenkung und einfach zu klein fuer das Werk Satans .

    In den deutschen Landen ist die Situation uebrigens aehnlich wie im Baltikum .

    Wer das verschweigt , hat in seinem Denken <strong<Das Deutschland , Deutschland ueber alles nicht ueberwunden .

    Obwohl diesrer Gedanke mal richtig und zukunftsweisend war nach der napoleonischen Bestzung .

    Jammern und Wehklagen wir ueber die Letten , Litauer und Esten und vergessen wir eines ,

    In den deutschen Landen laueft es genau so gewollt ab ………..

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  4. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  5. ALTRUIST sagt:

    Lettland , die Russen werden wohl auch langsam wach ? Es sind immerhin 35 Prozent Russen in Lettland .

    Viele der Demonstranten trugen Plakate mit der Aufschrift „Lettland – mein Land, russisch – meine Sprache“.
    Die Demonstration ist eine Reaktion der russischsprachigen Bevölkerung Lettlands auf die Schul- und Sprachreform der aktuellen Regierung um den Präsidenten Raimonds Vejonis, die die russische Sprache in dem Land erheblich einschränken wird.

    Nach Angaben der Organisatoren der Demonstration nahmen bis zu 10.000 Menschen am Protestmarsch teil, darunter auch der Abgeordnete des Europäischen Parlaments Miroslav Mitrofanov sowie die Vorsitzende der Partei „Russische Union in Lettland“, Tatjana Zhdanok.

    https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20180501320543429-lettland-proteste-russisch-schulpolitik/

    Die EU geht mehr und mehr dem Zerfall entgegen , wenn nicht radikal gegen gesteuert wird .

    https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20180501320543429-lettland-proteste-russisch-schulpolitik/

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