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Über Entwicklung und Führer

In Fortsetzung unserer Lewaschow-Serie kommt heute ein heikles Thema zur Sprache, das erneut bei jedem etwas unterschiedliche Saiten zum schwingen bringt. Nachfolgend die Auffassung des russischen Gelehrten Nikolaj L., die so gar nicht mit den üblichen Glaubenssätzen hier im Westen zusammenstimmt – es ist der uralte Widerstreit zwischen dem selbstlosen Dienst an der Gemeinschaft und dem ungebremsten Egoismus.

Klar, letzterer nennt sich verschämt Individualismus, weil er fühlt, daß er nicht „das Gelbe vom Ei“ ist – dennoch folgen alle „Westler“ wie zombiert diesem Glaubenssatz, weil doch alles andere „Kollektivismus und Kommunismus“ ist, und das war ja schon immer ganz doll „bähbäh“… was denn, alles schon vergessen?

Es war in diesem Lande mal Konsens durch das ganze Volk, volle 12 Jahre lang: daß „Gemeinsinn VOR Eigensinn“ geht, wenn es im Lande voran gehen soll.
Aber mich deucht, wir Deutsche werden das nicht nochmal lernen.

Nein, zu sehr fühlen sich die meisten in die „westliche Wertegemeinschaft“ – wie sagt man: „eingebunden“, die in Wahrheit nur einen „WERT“ kennt: Kohle, Zaster, Knete, Scheingeld, Geld-Reichtum… als Ausdruck von Macht und Unterdrückung
Ob wir da je wieder herausfinden?
Die meisten würden lieber sterben als anfangen, darüber nachzudenken…

© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 28. Februar 0006Kommentare von mir, Hervorhebungen ebenfalls und wie im Original.
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Nikolaj Lewaschow über Entwicklung und Führer

Die Entwicklung eines beliebigen Menschen kommt nur dann voran, wenn seine Tätigkeit nicht auf ihn selbst gerichtet ist, sondern auf das Äußere im Bezug auf den konkreten Menschen. Wenn der Mensch die persönliche Verantwortung trägt für seine Handlungen und Angelegenheiten, wenn er licht tätig ist, d.h. wenn er tut und handelt im Namen des Lichtes, wenn er den Menschen das Licht bringt.
Und das ist nur dann möglich, wenn die Tätigkeit des Menschen auf das Wohl der Heimat, seines Landes, auf das Wohl anderer gerichtet ist.

Und es ist völlig unwichtig, daß andere sogar davon nichts wissen – die Taten werden nicht deshalb ausgeführt, damit dafür jemand dankt, sondern deshalb, weil die Notwendigkeit dies erfordert.
Das Hauptproblem der sogenannten „Östlichen Lehren“ besteht darin, daß sie in ihrem Wesen auf den sich selbst Entwickelnden gerichtet sind, der seine Erleuchtung sucht, aber die Erleuchtung kommt und kommt nicht!

Und sie kann auch nicht kommen, aus dem einfachen Grunde, daß evolutionäre Errungenschaften immer nur dann eintreten, wenn die Handlung des auf dem geistigen Weg befindlichen auf das Wohl anderer gerichtet ist!
Alles was gerichtet ist auf die sogenannte Selbstvervollkommnung, ist in seinen Größenordnungen und Belastungen unbedeutend, im Prinzip nichtig.

Und jene Handlungen, die auf das Wohl anderer anzielen, können in ihren Aufgaben und Belastungen die Größenordnung des Weltalls erreichen. Und wenn solche Aufgaben gelöst werden, dann durchfließen den Handelnden Materieströme solcher Mächtigkeit, daß sie den Handelnden selbst verändern.

Die neuen Qualitäten und Eigenschaften können nicht ohne die entsprechende Belastung entstehen. Natürlich muß der Mensch für diese Belastungen bereit sein, er muß die erforderlichen Qualitäten und Eigenschaften, das Potential aufweisen, und was nicht weniger wichtig ist, das Verständnis dafür, wie die gestellte Aufgabe zu lösen ist.
Und natürlich muß das Niveau der zu lösenden Aufgaben den Möglichkeiten des Einwirkenden entsprechen.
Und in dieser Sache ist kein Platz für Großtuerei, Ambitionen und Eigendünkel. All diese Hüllen verdampfen augenblicklich, wenn es an die realen Handlungen geht.
Wahrlich, meistens endet das sehr schlecht für solche Pseudo-Sucher der Wahrheit und Erleuchtung. Weil sie nicht Wahrheit und Erleuchtung suchen, sondern sich selbst darin!
Jegliche Erscheinung von Narzissmus im Menschen macht es ihm unmöglich, Erleuchtung zu erhalten und die Wahrheit zu finden!

Die Wahrheit findet derjenige, welcher am wenigstens an sich denkt, sondern vor allem an die Sache, die notwendig ist zu tun! Und das ist ohne vollen eigenen Einsatz und Selbstaufopferung einfach nicht möglich zu schaffen!
Und deshalb werden in meiner mentalen Schule die Kinder genau nach diesen Prinzipien erzogen, und zwar nicht formal, sondern real, weil das Lernen unter realen Bedingungen und in realen Handlungen erfolgt.
Und dank diesem wird bei allen ein Verständnis für eine wahre geistige Bruderschaft geformt, und nicht für Konkurrenz! Aber die geistige Bruderschaft führt nicht zu Gleichmacherei oder blinder Unterordnung unter den Führer.

Ein wirklicher Führer wird niemanden zu etwas zwingen, ein wahrer Führer weckt Verständnis für die Notwendigkeit der Handlungen, und einem solchen Führer folgen die anderen nicht aus Furcht, sondern kraft des Verständnisses der Notwendigkeit dieser oder jener Handlungen, und kraft der persönlichen Verantwortlichkeit sowohl für die eigenen Taten als auch für die eigene Tatenlosigkeit.
Mit andere Worten, die Kinder werden unter den Bedingungen der wahren Freiheit geformt, welche auf der Grundlage der Verantwortung für die Handlung oder Tatenlosigkeit beruht, und nicht auf dem verlogenen Begriff der Freiheit der Persönlichkeit, welcher der Welt von den sozialen Parasiten aufgezwungen wird!

Die Freiheit der Persönlichkeit ist nicht der Kult des Individualismus, der im Westen so stark propagiert wird, wenn Verrat, Betrug, Lüge und Gemeinheit als Qualitäten, als Vorzüge verkündet werden!

Zum Beispiel gilt in den VSA Michael Milken bis heute als „genialer“ Finanzier und Philanthrop! Worin besteht die „Genialität“ dieses Finanziers? Ja genau darin: er nutzt die Gier der einen aus, sowie die Verzweiflung und Unwissenheit anderer, und erbaute eine Finanzpyramide und… lies alle auflaufen.
Und dabei hat er die gestohlenen Milliarden von Dollars gut versteckt. Kurz gesagt, das ist die amerikanische Variante von Mavrodi Sergej Pantelejewitsch, dem Schöpfer der allen bekannten Firma MMM. Und dieser amerikanische Mavrodi klaut Milliarden von Dollars, er wird verhaftet, das Geld kann man nicht finden und … der Staat bietet ihm ein Geschäft an! Die Geschäftsbedingungen sind folgende: er bezahlt 300 Millionen Dollar an die Staatskasse und … bekommt nur fünf Jahre Gefängnis in leichtester Ausführung, und das ist alles!

Er nimmt diese Geschäftsbedingungen des „Rechtsstaates“ an, bezahlt die 300 Millionen Dollar gestohlenen Geldes an den Staat und verlebt fünf Jahre im Gefängnis in einer „Zelle“, die besser eingerichtet ist als viele Wohnungen in Rußland. Dort bekam er alles zu essen, was er wollte, bis hin zu schwarzem Kaviar, schlief süß und öfter nicht allein, dort hatte er eine Sauna, einen riesigen Fernseher, Internet usw. Das einzige, was ihm nicht erlaubt war, das war das Verlassen seines „Verwahrungsortes“.

In diesem „Knast“ waren die Wärter eher seine Leibwächter, die ihn vor der Wut der von ihm bestohlenen Leute beschützten. Der Staat hat seine 300 Millionen bekommen und keinen einzigen Dollar von dieser Summe an die betrogenen Anleger bezahlt, und er selbst ist nach den fünf Jahren „Gefängnis“ herausgekommen und wurde ein in ganz Amerika bekannter Philanthrop, der nun seine zusammengegaunerten Milliarden schon auf „gesetzlicher“ Grundlage ausgibt!
Und diesen Mann sieht man in Amerika als genialen Finanzier und sehr großzügigen Philanthropen an! Solche Leute erklärt die Westliche Demokratie zum Vorbild, dem man nacheifern soll, wobei dies völlig offen und direkt erfolgt, ohne den üblichen „Nebel“ drumherum!
Und sogar dies verweist schon von selbst auf das Wesen dieser Pseudodemokratie – den Parasitismus! Und genau dieses Modell versucht man jetzt, Rußland aufzudrängen, und genau dieser Verfall wird als „höchste Errungenschaft“ der Entwicklung der menschlichen Zivilisation gepriesen!

Sogar bei uns im „barbarischen“ „unzivilisierten“ Rußland werden solche Leute wie Michael Milken NICHT als Genie und Philanthrop bezeichnet und die Massenmedien katzbuckeln nicht vor ihm in kindischer Begeisterung für die „Genialität“ und „Wohltätigkeit“! Zumindest hat noch bisher niemand in Rußland den Sergej Mavrodi als Nationalhelden verkündet, wie das in den VSA mit Michael Milken geschehen ist.
Und mit einem solchen mehr oder weniger kranken sozialen Organismus ist nun jeder Mensch gezwungen, sich von seinen ersten Lebenstagen an herumzuschlagen.
Und da ist noch gut, wenn das Kind in einer Familie geboren wird, in der Gewissen und Ehre nicht nur schöne Worte sind, und sogar in diesem Falle ist kaum jemand in der Lage, vollständig dem Einfluß des kranken sozialen Organismus zu entkommen, der von den sozialen Parasiten geschaffen wurde.

Quelle: Nikolaj Lewaschow. Der Spiegel meiner Seele. Band 2. S. 338-340


27 Kommentare

  1. jpr65 sagt:

    SO mache ich es als Software Architekt. Nur Verständnis und das Wissen um die Hintergründe führt zu guter Software. Nicht Regeln und Vorschriften allein. Überwachung zerstört Vertrauen.

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  2. Security Scout sagt:

    Sehr guter Bericht, danke.
    Die Lehre des „Ostens“ ist es, daß ich erst frei bin wenn ich nichts (materielles) habe und an keinen Gütern verHAFTet bin.

    Dabei ist zu bedenken, daß die meisten Chinesen keinen Glauben haben und extrem an Geld glauben.
    Darum nennt man sie auch die Juden des Ostens.

    Die Dekadenz der westlichen Welt VSA und Europa ist unübersehbar.
    Der Individualismus schwächt eine Gesellschaft weil (fast) jeder nur an sich selbst denkt.

    Im Gegensatz dazu sind die eingewanderten Ausländer eine „verschworene“ Gemeinschaft. Das macht sie den
    Einheimischen überlegen die sich nicht zusammen solidarisieren.

    .

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  3. thom ram sagt:

    Ein sehr kluger Mann, der Nikolaj Lewaschow. Danke für die Uebersetzung, Lücki.

    Bezüglich Uebersetzung möchte ich mal meiner Bewunderung Ausdruck verleihen für deine Fähigkeit. Oft sind Uebersetzungen als Solche zu erkennen, weil das Deutsch holpert. Nicht so bei dir, Lücki. Ich lese deine Uebersetzungen und höre deinen eigenen Sprachfluss, also sehr gutes Deutsch.

    Besonders gespannt habe ich den kurzen Abstecher in Erziehung von Kindern gelesen. Stammleser wissen, dass „Erziehung“ ein falsch gewählter Terminus ist. Kinder bei ihrem Aufwachsen begleiten soll mit „Ziehen“ überhaupt nichts zu tun haben. Fähiger Begleiter von Kindern schafft ihnen den Raum für ihre Entfaltung, er sorgt für Anregung und er setzt Grenzen dort, wo ein Kind sich ernsthaft zu gefährden droht und dann, wenn ein Kind allenfalls doch mal übergriffig handelt – was bei gutem Umfeld für das Kind selten oder sogar nie vorkommt.

    Bah, typisch Oberlehrer, schon wieder mit Dozieren angefangen.

    Der Abschnitt, welcher mir so gut gefällt:

    Ein wirklicher Führer wird niemanden zu etwas zwingen, ein wahrer Führer weckt Verständnis für die Notwendigkeit der Handlungen, und einem solchen Führer folgen die anderen nicht aus Furcht, sondern kraft des Verständnisses der Notwendigkeit dieser oder jener Handlungen, und kraft der persönlichen Verantwortlichkeit sowohl für die eigenen Taten als auch für die eigene Tatenlosigkeit.
    Mit andere Worten, die Kinder werden unter den Bedingungen der wahren Freiheit geformt, welche auf der Grundlage der Verantwortung für die Handlung oder Tatenlosigkeit beruht, und nicht auf dem verlogenen Begriff der Freiheit der Persönlichkeit, welcher der Welt von den sozialen Parasiten aufgezwungen wird!

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  4. jpr65 sagt:

    Von der Erziehung habe ich mich schon länger verabschiedet.

    Warum? Siehe „Der Eimer oder warum Erfahrungen besser als Erziehung sind“, nachzulesen auf jpr65 hier auf der Wortpresse:

    https://jpr65.wordpress.com/2016/03/16/der-eimer-oder-warum-erfahrungen-besser-als-erziehung-sind/

    oder auch auf meiner eigenen Webdomain – Jupiter Programs – meines zweiten Lebens : http://jupiter-programs.de/fun_or_not_fun/der_Eimer.html (ist derselbe Text wie auf jpr65 …)

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  5. Apropos Thema „Erziehung“ 🙂

    EckehardHilf hat ja ein Buch dazu geschrieben: *Abenteuer Erziehung*
    mAn ein SEHR gutes Buch – wie ich der hier zu findenden LESEPROBE entnehmen konnte:

    https://tredition.de/autoren/eckehard-arnold-hilf-7918/abenteuer-erziehung-paperback-21039/

    Ecke hatte mir mal vor geraumer Zeit auch seine „Schwester vorgestellt“ :

    Ute Strub

    (die seit Jahrzehnten die Kleinkinderziehung nach Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg (u.a. auch Rebecca Wild) per Seminar um den Erdball verteilt. Ihr Spielort in Berlin heißt „Strandgut“)

    Hier ein kurzer Einblick :

    http://spielraum-strandgut.de

    Unter dem link gibts auch ein Kurz-Video … zu finden hier:

    Film: ENTFALTUNG – Über das Wirken der Ute Strub
    Der Dokumentarfilm ENTFALTUNG in der Regie von Laura Lazzarin feierte im Mai in der Berliner Urania seine Premiere.

    Also ICH finde Eckehard´s gesunde (zu Buche gebrachten) „Ansichten/Erkenntnisse“ und auch das TUN seiner Schwester (und deren MITarbeiterinnen) Kinder-„ERZIEHUNG“ betreffend > sehr wichtig für die „Gestaltung unsrer NEUEN ERDE – unserem GOLDENES ZEITALTER“.

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  6. Richard d. Ä. sagt:

    Apropos Kinder:
    Goethe hatte es so auf den Punkt gebracht:

    „Es gibt zwei Dinge, die wir unseren Kindern mitgeben sollten, Wurzeln und Flügel.“

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  7. jpr65 sagt:

    Apropos Kinder: Das absolut Wesentliche sind bedingungslose Liebe und bedingungslose Annahme der Kinder.

    Der Rest kommt danach.

    Aber für alle anderen Menschen gilt es auch. Für ALLE, auch die dunklen.

    Ja, das ist nicht leicht und heißt nicht, alles gut zu finden, was die so machen. Die Kinder wie die Erwachsenen. Das darf man auch durchaus liebevoll kommentieren.

    Und Streit schlichten. Im ärgsten Fall auch die Störenfriede entfernen.

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  8. Richard d. Ä. sagt:

    ACHTUNG – VORSICHT:
    Die Machthaber in Deutschland haben übrigens die Absicht angekündigt, die Rechte der Kinder im Grundgesetz verankern zu wollen.

    Nachzulesen z.B. unter der Webseite des Dt. Kinderhilfswerkes / „Kinderrechte in Deutschland“:
    http://www.kinderrechte.de/kinderrechte/kinderrechte-ins-grundgesetz/

    Nebenbei:
    Zu den Großspendern des Dt. Kinderhilfswerkes, das Projekte fördert, zu deren Zielen „GENDER DIVERSITY“ gehört, zählt die britische HSBC-Bank (Hongkong & Shanghai Banking Corporation Holdings PLC), die (Ironie an) ja schon immer für ihr Herz für deutsche Kinder aufgefallen ist (Ironie wieder aus). Übrigens, die HSBC-Bank bietet ihren „Transkunden“ und sonstigen nicht heterosexuellen Kunden“ 10 verschiedene Gender-Identitäten an, auf deren Basis diese mit der HBSC Geschäfte machen dürfen (https://www.pinknews.co.uk/2017/03/30/hsbc-introduces-10-new-gender-neutral-pronouns-to-help-trans-and-non-binary-customers/ )

    Im inzwischen üblichen NEUSPRECH bedeutet „Stärkung der Kinderrechte“:

    ENTZUG VON ELTERNRECHTEN, etwa wenn es um den Widerstand von Eltern gegen die Durchsetzung der staatlich und EU-weit verordneten Indoktrinierung mit dem Gender-Wahnsinn geht.

    ACHTUNG:
    LASST NICHT DEN STAAT DIE OBERHOHEIT ÜBER DIE KINDERBETTEN GEWINNEN
    (wie es schon vor längerer Zeit der SPD-Emporschleichling Olaf Scholz gefordert hat)

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  9. ALTRUIST sagt:

    Richard d. Ä.
    01/03/2018 um 19:20

    Vielen Dank , fuer obige Information .

    „Es gibt zwei Dinge, die wir unseren Kindern mitgeben sollten, Wurzeln und Flügel.“

    Die meisten Eltern scheinen ja schon so weit zu sein , dass sie selbst keine Wurzeln und Flügel mehr haben , um diese ihren Kindern mit
    zugeben .

    Wenn der Goethe zuschaut , was aus seinen Weisheiten geworden ist, Ein Tollhaus , ein Irrenhaus .

    John Lennon:

    Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele. Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende, und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage. Das ist das wahnsinnige daran.

    Peter Ustinov:

    Terror ist der Krieg der Armen, und Krieg ist der Terror der Reichen

    Gefällt 2 Personen

  10. jpr65 sagt:

    Ein Führer ist im ursprünglichen Sinne jemand,

    – der voran geht
    – sich auskennt oder auskundschaftet, was er noch nicht kennt
    – als erster ins kalte Wasser springt
    – ein Kundschafter, der den anderen berichtet
    – und ihnen die Augen öffnet, damit sie selbst sehen können
    – ihnen ihre eigene Meinung und Entscheidung überlässt

    Und er ist

    – kein Vorschreiber, der Vorschriften und Gesetze erlässt
    – keiner, der die eigenen Gesetze und Vorschriften dann missachtet
    – kein Diktator
    – kein Missionar

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  11. jpr65 sagt:

    ALTRUIST
    01/03/2018 um 20:01

    John Lennon war leider zu gefährlich, um ihn nur einzusperren …

    „Die meisten Eltern scheinen ja schon so weit zu sein , dass sie selbst keine Wurzeln und Flügel mehr haben , um diese ihren Kindern mitzugeben.“

    Schön wärs. Die meisten Eltern wissen gar nicht mehr, was Wurzeln und Flügel in diesem Sinne überhaupt bedeuten sollen… Vor allem eigene. Selbst gewachsene.

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  12. ALTRUIST sagt:

    Security Scout
    01/03/2018 um 07:53

    Der Individualismus schwächt eine Gesellschaft weil (fast) jeder nur an sich selbst denkt.

    Sehe ich ebenso .

    Deswegen ist die Pyramide der Selbstverwirklung durch Maslow scheinbar auch entwickelt worden .
    Auch er gehoert zu den Auserwaehlten ………

    Das Ergebnis :

    „Deutschland – ein Land von Singles, von Konsumenten und ein Altenheim. Man kann auch die ersten beiden Stichworte zusammenfassen: ein Land von Selbstverwirklichern.“

    Quelle : Bothe, VVDStRL 54 (1995), S. 7

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  13. ALTRUIST sagt:

    jpr65
    01/03/2018 um 20:03

    Ich denke mal , dass ein Fuehrer in erster Linie seine Gemeinschaft so klein oder gross sie auch sein mag , lieben muss als Grundvorraussetzung
    und das Ziel ihres Wirkens muss in der Mehrheit stimmig sein . So wird auch Liebe zurueck empfangen .
    Das ist die Vertrauensbasis des gemeinsamen Handelns .

    Der Fuehrer muss auch konsequent gegen Spalter der Gemeinschaft auftreten und in der Lage sein , wie auch immer, sie aus der Gemeinschaft zu verstossen , damit die Gemeinschaft insgesamt ueberleben kann .

    Darueber hinaus braucht ein Fuehrer :

    fachliche , gesellschaftliche Kompetenzen ,
    kommunikative und soziale Kompetenzen usw .
    Du hast ja viele Kompetenzen direkt detailliert beschrieben ,

    Ob ein 70 jaehriger dann noch als erster in das Wasser springen muss , ist strittig, er hat zumindestenst juengere Gefaehrten , die er Wurzeln und Fluegel verliehen hat , die das bereitwillig fuer ihn und der Gemeinschaft uebernehmen .

    Nun brauch man nur noch den Abgleich mit der aktuellen Situation , wer uns dann fuehrt .
    Im Ergebnis sehe ich , wir werden verfuehrt in ein asozilales Dasein und asoziales Leben in einem Kampf Jeder gegen Jeden .

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  14. ALTRUIST sagt:

    Über Entwicklung und Führer

    Aktuell zur Istsituation gefunden :

    Eva Herman: „Es ist gefährlich geworden, selbst zu denken“

    NDR: „Völkische Familien aktiver als angenommen“

    NDR zum „Völkischen Weltbild“: „Viele arbeiten im Gartenbau, als Zimmerleute oder in der Landwirtschaft“

    Anti-Merkel-Kurs ist für den Einzelnen gefährlich

    Heutige echte Denker werden fast ausschließlich bei alternativen Medien zitiert

    Wahres Heldentum findet sich nur bei echten Denkern, die mutig die Wahrheit sprechen

    Stärkebeleihung fürs Volk durch wahre Denker

    Wenn die Stimme der Denker verstummt, ist es aus mit Deutschland

    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/eva-herman-es-ist-gefaehrlich-geworden-selbst-zu-denken-a2361429.html

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  15. luckyhans sagt:

    zu jpr65 01/03/2018 um 18:35
    Eltern müssen auch Grenzen setzen – Kinder müssen erfahren, daß ihr Selbst da aufhört, wo das der anderen anfängt.
    Das lernt ein Kind nicht von allein – auch nicht, wenn es nur mit Gleichaltrigen zusammen ist.

    zu jpr65 01/03/2018 um 20:03
    Ein Führer ist in erster Linie ein Motivator – wer andere nicht begeistern kann, der kann nicht führen – egal was er sonst noch kann. 😉

    Gefällt mir

  16. jpr65 sagt:

    luckyhans
    02/03/2018 um 05:50

    Jemanden zu lieben, heißt ja gerade NICHT, Ja und Amen zu allem zu sagen, was er so anstellt. Also darf man den Kindern schon liebevolle Hinweise geben, dass da etwas evtl. nicht so gut gelaufen oder auch ganz schlecht gelaufen ist. Wenn es das selbst nicht bemerkt. Es aber weiter liebt und nicht verurteilt für seine Taten. Weder innerlich noch äußerlich. Und auch Schutzzäune und Schutzzonen einrichten, für die Kinder. Aber nur da, wo es notwendig ist.

    Und zu jpr65 01/03/2018 um 20:03

    Hier wollte ich den ursprünglichen Wortsinn beschreiben. „Wort“ hatte ich weggelassen. Was ich hiermit ergänze.

    Also der Führer durch den Dschungel oder der Führer, der einen Blinden oder auch Sehende durch eine unbekannte Stadt führt, der den Weg kennt.

    Führer und Führung sind vielschichtige, mehrdimensionale Begriffe/Worte. Die begreift jeder ein wenig anders. Ich halt so.

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  17. Vollidiot sagt:

    Individualismus = Schlagwort.
    Auch Totschlagwort.
    Ich finde wie Lewaschow sich dem Geistigen nähert ist beeindruckend.
    Bis in den Bereich des Glaubens dringt er ein.
    Das gehört sich auch so – auch für Atheisten und Nihilisten.
    Also nix besonderes nicht.
    Eine Definition ist also gesucht…………..
    Was ist den Individualität?
    Und wenn wir das definiert haben ists zum Individualismus nur noch e Schrittsche.

    Gefällt 1 Person

  18. ALTRUIST sagt:

    Vollidiot
    02/03/2018 um 18:25

    Deine Annaeherung an das Geistige finde ich auch beeindruckend .

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  19. jpr65 sagt:

    Individualität

    Wie ich es sehe:

    Die Blätter eines einzelnen Baumes sind sich alle sehr ähnlich. Wenn man aber genau hinsieht, dann sind sie aber nicht exakt gleich und natürlich ganz und gar nicht identisch. Eben individuell.

    Sehen wir uns mal als die Blätter eines Baumes, ob nun als Menschen oder als höherdimensionale Schöpferwesen, das ist egal.

    Die Blätter erfüllen einige Aufgaben für den Baum. Und wollen auch nichts anderes als Blätter sein. Blüten sind Blüten und erfüllen andere Aufgaben. Blatt kann nicht die Aufgabe von Blüte übernehmen und umgekehrt. Das funktioniert nicht so gut bis gar nicht.

    Individualismus ist nun die Selbstverwirklichung des Blattes ohne Rücksicht auf die anderen Blätter und den gesamten Baum.

    Blatt vergisst, dass es Blatt ist und welches seine Aufgaben sind. Oder Blatt will Blüte sein, Ast oder Baumstamm, Wurzel oder etwas, dass gar nicht zum Baum gehört.

    Denn dem Blatt wurde so lange zugeredet (indoktriniert), bis es nicht mehr wusste, dass es ein Blatt ist und welche Aufgabe es hat.

    Und deshalb ist es das Wichtigste für uns, herauszufinden, wer wir sind und welche Aufgaben wir hier in diesem „Spiel“ haben.

    Gefällt 1 Person

  20. luckyhans sagt:

    zu jpr65 02/03/2018 um 15:34
    … meine Anmerkungen waren auch mehr als Ergänzung zu deinen sehr treffenden Ausführungen gedacht… 😉

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  21. luckyhans sagt:

    zu Vollidiot 02/03/2018 um 18:25
    „Individualismus = Schlagwort“ –
    es geht hier nicht um Worte oder Begriffe, es geht um das Wesentliche.
    Und da steht nun mal Gemeinsinn GEGEN Eigensinn, und erst ein ausgewogenes Verhältnis beider, ein dynamisches Gleichgewicht, bringt uns voran.
    Aber dazu darf man keine Angst haben davor, beide Begriffe auf ihr Wesen hin abzuklopfen… 😉

    Gefällt 1 Person

  22. Vollidiot sagt:

    Luck

    Zitiere ich nicht gerne und oft den gesinnungsmäßig oft verfemten Paulus:
    Jeder (jeder einzelne Mensch) bringt sein Bestes in die Gemeinschaft ein.
    In diesem Satz steht eigene Entwicklung und eigene Fähigkeit für den „Gemeinsinn“ (Gemeinschaft) – einfach Menschsein miteinander durch eigenes Bemühen.
    Durch das individuelle Bemühen und Wachsen wird die Gemeinschaft ganz von selber wachsen.
    Eigensinn gegen Gemeinsinn ist für mich eine Nebelgranate, weil so das weite Wachstumsfeld Individuum-Gemeinschaft verengt wird.
    Fast meine ich enstellt.
    Denn das Individuum ist mehr als Eigensinn und die Gemeinschaft ist mehr als Gemeinsinn.
    Hier geraten wir wieder in umkämpfte Grenzbereiche mit Minenfeldern und Heckenschützen und – Ideologien.

    Jpr

    Ein Blatt als Metapher für menschlichen Individualität zu verwenden scheint mir nicht günstig.
    Denn die Schwellung am Zweig kann auch zur Blüte führen.
    Erst hinterher weiß ich das – wozu die Schwellung sich entschieden hat.
    Dieses Stadium gehört auch zum Blatt.

    Individualismus gründet sich auf dem menschl. Individuum.
    Da sind wir wieder bei der Entwicklung und dem vorhandenen Menschenbild.
    Ein Börsenbroker hat ein anderes als ein Pflasterer.
    Und ein Islamist ein anderes als ein Zeuge Jehovas.
    Und der Nihilist glaubt diese und der Atheist jenes.
    Und so pflegt jeder sein Lebensgerüst, damit er nicht falle, wenn des Lebens Winde oder Stürme blasen.
    Und je nachdem welche Gaben ich dem Individuum zubillige wird die „Individualität“ anders verstanden werden.
    Ich bin gegen die Verteufelung des Unklaren.
    Das könnte zur Vermeidung des Klarheitschaffens führen.

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  23. jpr65 sagt:

    Vollidiot
    02/03/2018 um 20:44

    Ich muss herausfinden, ob ich Blatt oder Blüte bin. Man darf Metaphern halt nicht überstrapazieren. Das ist hier eine sehr große Vereinfachung.

    Und Berufe wie Börsenbroker sagen ja nicht viel über die Berufung des Menschen aus, der als Börsenbroker arbeitet. Was ist sein eigentliches Ziel dieses Lebens? Muss er schon selber aktiv werden und rausfinden.

    Die Frage war ja: Egoistisch oder im Sinne der Gemeinschaft?

    Und so wie Individualismus von den meisten gelebt wird, ist es mehr egoistisch und gegen die Gemeinschaft. Wer seine wahre Berufung lebt, der kann gar nicht gegen die Gemeinschaft arbeiten. Nicht dagegen und auch nicht arbeiten…

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  24. luckyhans sagt:

    zu Vollidiot 02/03/2018 um 20:44
    Lieber Volli,
    der Gedanke, ohne Ideologien auskommen zu wollen, ist zwar verlockend, aber in der gegenwärtigen Phase wohl noch sehr verfrüht.
    Und bevor sich die Masse unserer lieben Mitmenschen nicht daran erinnert hat, daß es einen Gemeinsinn überhaupt GIBT, finde ich den Verzicht auf dessen Propagierung kaum angebracht.

    „Durch das individuelle Bemühen und Wachsen wird die Gemeinschaft ganz von selber wachsen.“ –
    DAS ist eine Nebelgranate!
    Denn das ist der schöne Spruch, mit dem sich der grenzenlose Egoismus seine Existenz“berechtigung“ in unserer Mitte erschlichen hat.
    Nur etwas umformuliert:
    „Wenn jeder nur seine eigenen Interessen verfolgt, dann dient er automatisch den Interessen der Gemeinschaft.“
    Es gab und gibt dafür keinerlei Nachweise… 😉

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  25. ALTRUIST sagt:

    luckyhans
    02/03/2018 um 21:20

    Volle Zustimmung zu Deinem Kommentar .

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  26. Vollidiot sagt:

    Luck

    Sieste hier trennen sich mal wieder unsere Wege.
    Ich für meinen Teil halte das so und ich kenne etliche, die das auch so halten.
    Wem aber der Begriff „Liebe zur Tat“ fremd ist, und das ist bei den allermeisten so, der braucht halt noch Zeit.
    Beuys Idee von der sozialen Skulptur, an der jeder als sozialer Künstler mitwirken darf, ist auch nichts anderes als Paulus Aussage, nur etwas zeitangepaßt.
    Du vermutest hinter eigenen Interessen wohl generell Gemeinschaftsfeindliches.
    Dagegen gibt es wohl mehr als Indizien.
    Mein Interesse ist nur begrenzt materieller Natur.
    Mein Menschenbild umfasst auch das, was sehr gescheite Menschen als Blödigkeit abtun, was in Gleichnissen und anderen Texten, kurz im NT verfaßt ist.
    Aber hier sage ich zum 83 mal, daß jeder glauben darf was er will (Glaubensfreiheit).
    Aus all dem muß sich aber Gemeinschaft bilden, sonst haben die Herren gewonnen.
    Und hierfür gibt es viele Wege, egal ob das der von Lewaschow, deiner oder meiner ist.
    Nur solltest Du mit dem Wort grenzenloser Egoismus in Deiner Replik auf das was ich sagte nicht wie ein Abrams drüberrollen, weil das Leben und der Mensch so einfach nicht gestrickt ist.

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  27. luckyhans sagt:

    zu Volli vor 20 min
    „Du vermutest hinter eigenen Interessen wohl generell Gemeinschaftsfeindliches.“ –
    wo hast du denn diese Unterstellung her? Gewiß nicht bei mir gelesen…
    Falls meine Replik dir zu heftig war, so war dies nicht beabsichtigt, sorry.

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